Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wenn man die Namen des Schöpfers erkennt

Artikel von Baal HaSulamDie Lehre der Kabbala und deren Wesen . Kapitel „Ausdrücke im Spirituellen“: Das Spirituelle besitzt keinerlei Gestalt, und es gibt daher keinerlei Zeichen, deren man sich bedienen könnte. Und sogar wenn davon allgemein gesagt wird, dass es ein einfaches Licht ist, welches hinabsteigt und von dem Studierenden herangezogen wird, bis es sich schließlich auf ihn „einkleidet“ und durch ihn in einem Maße erkannt wird, welches zur Offenbarung des Schöpfers ausreichend ist, so ist das lediglich die Sprache von Allegorien und Gleichnissen, denn alles, was in der spirituellen Welt als Licht bezeichnet wird, gleicht keinesfalls dem Licht der Sonne oder einer Kerze.

Spirituelle Begriffe sind für einen Menschen, der die spirituelle Welt nicht wahrnimmt, ein völliges Abrakadabra, abstrakte Begriffe, wie für ein kleines Kind, das den Sinn der Worte noch nicht versteht und sie einfach den Erwachsenen nachspricht – du schimpfst mit ihm: „Was hast du angestellt?“ und es antwortet dir wie ein fröhliche Echo: „Was hast du angestellt?!“

Wir verstehen also nicht, von welchen spirituellen Erscheinungen diese Begriffe handeln, wenn wir wie jene Kinder den Kabbalisten ihre Worte nachsprechen. Doch nach und nach müssen wir uns deren wahrer Bedeutung annähern und wahrnehmen, was hinter diesen Worten steht.

Alle spirituellen Begriffe drücken Verlangen und Empfindungen innerhalb des Verlangens aus, denn in der gesamten Realität gibt es nichts anderes. Es gibt ein Verlangen, ein spirituelles Gefäß, und das, was in dieses Verlangen hineingeht. Dieser Eindruck innerhalb des Verlangens nennt sich Licht.

Das Verlangen wird in fünf Ebenen unterteilt: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut – und dementsprechend enthüllen wir darin fünf Lichter: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Und die Summe all dieser fünf Lichter und fünf Verlangen bestimmt den „Namen des Schöpfers“ – eines jemanden, der auf mich einwirkt.

Denn Er ist derjenige, der diese Verlangen in mir erschaffen hat, Er hat mir Schirme für sie gegeben, Er hat alles so arrangiert, dass ich Seine Einwirkung genau auf diese Weise spüre – das alles hat Er gemacht! Ich spüre nur Folgen Seiner Handlungen.

Aus diesem Grund nennt sich alles, was ich enthülle, „die Arbeit des Schöpfers“. Und Ihm gebe ich einen Namen, der sich aus der Summe der Verlangen und der darin wahrgenommenen Lichter, d.h. meines Gesamteindrucks, ergibt. Auf diese Weise entstehen Namen in der Spiritualität.

Alles, was wir brauchen, ist, uns selbst zu verstehen! Und wenn wir uns selbst verstehen, enthüllen wir in uns den Schöpfer! Aus diesem Grund heißt Er „Bore“ („komme“ und „siehe“). Der Name des Schöpfers bin ich, der Seine Eigenschaft des Gebens, die in mir zum Ausdruck kommt, wahrnimmt.

Deshalb wiederholen wir am Anfang wie Kinder unverständliche Wörter, die uns die Kabbalisten sagen: Keter, Chochma, Bina, AB, SaG… Doch letztendlich müssen wir deren Wahrnehmung erlangen und verstehen, was sie bedeuten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 06.08.2010

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Das einzige Mittel, um aufzusteigen

Um zur nächsten Stufe aufzusteigen, müssen wir im „Glauben über dem Verstand“ handeln. „Glaube“ bedeutet, dass unser „Kopf“ (Rosh) sich im Höheren befindet. Der Höhere sagt uns, was wir tun sollen, und wir tun es: wir vereinigen uns mit den Freunden, studieren.Wir wissen, dass wir niemanden lieben und uns nicht vereinigen wollen, doch uns wird gesagt: „Macht das mechanisch und lügt euch selbst nicht an. Ihr wollt das nicht, euer Herz ist dagegen. Der Pharao, das Verlangen zu genießen, der böse Trieb, wirkt in euch mit aller Kraft. Das stimmt! Der Hass ist innen, und das Vorspielen der Liebe, die Lüge, ist außen“.

Das ist absichtlich gemacht worden. Weil die höhere Stufe, die wir gerade vorspielen, uns falsch vorkommt, denn sie ist noch nicht mit uns verbunden.

Doch wir müssen sie vorspielen, bis dieses Spiel sich in Wahrheit verwandelt – mit Hilfe des Lichts, welches wir durch so eine „dumme“ Handlung hervorrufen, die als „wir werden tun“ bezeichnet wird. Und dann „werden wir hören“ – „liShma“, Bina, die Stufe des „Gehörs“ erreichen.

Das ist die klügste Handlung, die uns ermöglicht zu wachsen, und ohne die weder Pflanzen, noch Tiere oder Menschen dazu in der Lage sind. Nur durch die Annullierung deiner selbst vor der höheren Stufe, wenn du ihr einfach alles Mögliche, soweit es geht, nachmachst, ohne den Verstand einzuschalten, denn du besitzt noch kein Verständnis und keine Wahrnehmung dessen, was dort passiert.

Es steht geschrieben: „Alles, was in deiner Macht steht, zu tun, tue es!“, „Du hast dich angestrengt und gefunden“. Du hast dich angestrengt und einen „Fund“ erhalten, mit dem du nicht gerechnet hast und den du dir noch nicht einmal vorstellen konntest.

Das ist das einzige Wachstumsprinzip, es gibt keine anderen Mittel, um von einer Stufe zur nächsten aufzusteigen. Ich muss mich vor dem Höheren annullieren, mir selbst sagen, dass mein Kopf (Rosh) nur dafür bestimmt ist, die Handlungen des Höheren zu erkennen und das gleiche mit dem eigenen Körper (Guf) zu wiederholen.

Und nichts anderes! Ich handle nicht durch meinen „Kopf“ mit meinem „Körper“. Mein „Kopf“ ist nur dazu da, um mich mit dem Höheren zu verbinden, um mir ein Beispiel an seinen Handlungen zu nehmen.

Dieses Prinzip funktioniert auch in der Natur unserer Welt. Überall, wo es ein Vorankommen, ein Wachstum gibt, selbst im pflanzlichen und tierischen Gewebe, wirkt das gleiche Gesetz: Eine Zelle, die wachsen will, vergleicht sich mit einer entwickelteren Zelle und wächst nur dadurch.

Das nennt sich Spiel, weil die höhere Stufe sich noch nicht in mich wie „Mochin“ eingekleidet hat, und ich gehe nach dem Verstand des Höheren, ich spiele. So spielt der Kleine vor, ein Erwachsener zu sein, und wird dadurch erwachsen.

Das ist eine eiserne Regel auf allen Stufen. Nur dadurch kann man von einer Stufe zur nächsten aufsteigen. Sowohl in der materiellen als auch in der spirituellen Welt greift das gleiche Gesetz.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 03.08.2010

Lasst uns den Empfänger auf die Frequenz des Gebens einstellen

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein paar Menschen eine Gruppe gründen und sich untereinander verbinden, wie können sie dieses Gefühl der Verbindung später in der ganzen Welt verbreiten?

Meine Antwort: Mir genügt es, durch meine kleine Gruppe die Eigenschaft der Verbindung, des Gebens und der Liebe zu erlangen. Und wenn ich über diese Eigenschaft verfüge, wende ich mich an die große Welt, ich sehe sie vereint.

Denn wenn ich aus mir zu einem Menschen herauskommen kann, werde ich aus mir zu allen und zum Schöpfer herauskommen können. In mir entsteht ein Organ der Wahrnehmung der äußeren Welt (der Schirm und O“CH), durch welches die Welt in meinen Blickwinkel gerät.

Deshalb, wenn ich jetzt über einen bestimmten Egoismus verfüge, merke ich nur das, was meinem Ego entspricht. Und das, was meinem Egoismus nicht gefällt oder uninteressant für ihn ist, sehe ich einfach nicht.

Es gibt sehr viele Sachen auf der Welt, die ich nicht erkenne. Es gibt ein ganzes Universum, riesig und hoch, die spirituelle Welt, doch ich erkenne sie nicht.

Ich habe einfach nicht dieses Wahrnehmungsorgan, ich spüre die spirituelle Welt nicht, sie fließt an mir vorbei! Sie ist hier und jetzt, doch ich sehe sie nicht.

Ich muss ein neues Wahrnehmungsorgan – das Gefühl der Liebe und des Gebens – erlangen, dann werde ich das Geben und die Liebe, die die Welt ausfüllen, spüren. Genau das nennt sich Schöpfer.

Wenn ich eine solche – wenn auch die kleinste – Empfindung bekomme, werde ich im gleichen Maße einen Teil der spirituellen Realität spüren.

Das bedeutet, dass ich auf die erste spirituelle Stufe aufgestiegen bin. Später werde ich meine Wahrnehmung ausdehnen, die Fähigkeit des größeren Gebens und der größeren Liebe erlangen und mehr spüren.

Je größer mein spirituelles Gefäß, mein Wahrnehmungswerkzeug, ist, desto mehr spüre ich die spirituelle Welt. Auf diese Weise durchlaufe ich 125 Stufen und erreiche nach und nach die volle Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens.

Das bedeutet, dass ich die Gesamtkorrektur meines spirituellen Gefäßes erreicht habe und die ganze Realität, den ganzen Schöpfer, die ganze Kraft des Gebens und der Liebe, die es nur gibt, darin wahrnehme.

Ich spüre diese Kraft, und sie erfüllt mich. Wir, Er und ich, sind jetzt zusammen. Und mit dieser neu erlangten Eigenschaft, mit diesem Sinnesorgan, nehme ich die jetzt erweiterte Realtität wahr.

Deshalb können wir uns jetzt, solange wir über diese Eigenschaften des Gebens und der Liebe nicht verfügen, nicht beklagen, dass wir die spirituelle Realität nicht wahrnehmen.

Diese Realität befindet sich hier und jetzt! Sie verbirgt sich nicht irgendwo weit weg, an einem anderen Ort ich nehme sie einfach nicht wahr, enthülle sie nicht, sehe sie so, als ob ich die Brille abgenommen und dadurch die Fähigkeit verloren hätte, Bilder zu erkennen. Die ganze Welt ist für mich verschwunden, sie existiert in Bezug auf mich nicht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 25.06.2010

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Die Wahrheit befindet sich zwischen zwei Welten

Der Mensch handelt entsprechend seinen Gewohnheiten und nimmt nur das wahr und an, woran er gewohnt ist. Alles Ungewohnte geht aber an uns vorbei und bleibt unbemerkt. Unbewusst verschmähen wir alles Neue, bereits bevor wir beginnen, es wahrzunehmen, es zu erkennen. Aus diesem Grund fällt es uns so schwer, auf die Spiritualität zu treffen!

Wir leben in einer Welt, die wir aus der uns umgebenden Welt der Unendlichkeit wählen, indem wir das uns Gewohnte, Vertraute aussuchen. Um unsere Welt durch die Welt des Gebens auszudehnen, müssen wir die Zustände des Gebens, die Eigenschaften, die Verlangen, die Gedanken und die Handlungen der „Anti-Welt“ nicht wegstoßen, sondern sie in dem „Glauben über den Verstand“ annehmen.

Dafür müssen wir zwei entgegengesetzte Stufen in uns vereinen: unseren momentanen egoistischen Zustand, die niedere Stufe aus der Eigenschaft des Gebens, der höheren Stufe, heraus erkennen. Und uns zwischen diesen Stufen aufhalten, uns auf das Gefühl der Leere der niederen Stufe und die Möglichkeit freuen, Kraft zu finden, um uns darüber zu erheben.

Diese Kräfte gelangen von dem höheren Licht durch die Gruppe zu mir und halten mich wie ein Magnet über der Erde. Die Wahrheit und der Glaube (das Geben) müssen mich stärker nach oben ziehen, als wie die Wahrnehmung des tierischen Egoismus mich nach unten, zur „Erde“, zieht.

Doch die Wahrheit befindet sich in der gleichzeitigen Wahrnehmung der beiden Stufen, und jede für sich alleine bedeutet Lüge. Der wahre Zustand befindet sich immer zwischen zwei Stufen, die gleichzeitig sowohl das Empfinden der Vollkommenheit als auch des Mangels, sowohl das Gefühl der Dankbarkeit als auch des Gebets mit sich bringen.

Ich muss mich freuen, dass ich diese beiden Empfindungen gleichzeitig wahrnehme und mich ständig in einem Übergangszustand befinde, indem ich Hindernisse erkenne und mich mit Gewalt über diesen aufhalte, vergleichbar mit einem Menschen, der einen Berg hinaufsteigt und spürt, dass er, wenn er nur die Spannung lockert, sofort hinunterfällt. Nur dieser Zustand ist wirklich wahr, und wir müssen lernen, uns ständig darin zu befinden und uns darauf zu freuen. Auf diese Weise können wir uns selbst überprüfen, ob wir in der Lage sind, uns trotz unserer ganzen Unzufriedenheit und des ewigen Kampfes, ständig schwankend zwischen der Begeisterung und der völligen Verzweiflung, gerade bei so etwas an der Freude festzuhalten!

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.08.2010

Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 9

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Alle Weisheit der Welt ist in der Weisheit der Kabbala inkludiert.

Es gibt keine systematische Lösung für die Frage, wie ein spirituelles Objekt mit dem physischen Körper in Kontakt treten kann. Und auch ihre Klugheit ermöglicht es nicht ein Verbindungsglied zu finden, mit dem der tiefe und weite Graben zwischen der spirituellen Existenz und dem körperlichen Atom zu überbrücken wäre. Daher hat die Wissenschaft aus all diesen metaphysischen Methoden nichts gewonnen.Das einzige, das wir benötigen, um hier einen Schritt vorwärts zu kommen, ist die Weisheit der Kabbala als wissenschaftliche Methode. Denn alle Weisheit der Welt ist in der Weisheit der Kabbala inkludiert.(Und Kabbala erklärt alles nur demjenigen, der bereit ist, sie praktisch anzuwenden. Denn nur indem der Mensch seine egoistischen Eigenschaften in altruistische verwandelt, wird er begreifen, dass die gesamte Realität nur subjektiv, in seiner Wahrnehmung, existiert und gänzlich von seinen Eigenschaften bestimmt wird. Die gesamte Realität ist die Wahrnehmung seiner Eigenschaften im Vergleich zu den Eigenschaften des höheren Lichts.)

Baal haSulam „Die Freiheit“

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Überquerung des Machsom

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Überquerung des Machsom?

Meine Antwort: Die Überquerung des Machsom ist die Wahrnehmung der Realität in sich selbst.

Der „Punkt im Herzen“ wird enthüllt und nimmt das kleinste Volumen (zehn kleinste Sefirot) ein, in denen ich eine neue Realität wahrnehme: das Licht tritt (hin) ein und wieder (hin) aus und löst verschiedene Empfindungen aus.

All das existiert anfangs noch in minimalen Empfindungen und Erkenntnissen, doch ich beginne bereits zu sehen, was „innen“ passiert. Und ich sehe unsere Welt vor dem Hintergrund einer neuen Welt.

Diese Zweigeteiltheit stört nicht, sondern lässt das Verhältnis zwischen zwei Welten, zwischen dem Zweig und der Wurzel, wahrnehmen und verstehen. Dort, in diesem Punkt, nehme ich – noch sehr kleine – Handlungen wahr.

Ich begreife noch nicht, was das ist, wie ein Säugling, der nur fühlt, wie etwas passiert, aber noch nicht weiß, was das genau ist.

Zum Beispiel, geht das Licht an und aus. Er weiß noch nicht, dass das Licht und Dunkel sind, er sieht nur eine Erscheinung.

Doch das gibt mir ein Empfinden dessen, dass das eine höhere Realität und unsere Welt nur deren Abdruck ist.

Und dann beginne ich, mich immer besser in ihr zu orientieren, in dem Maße meiner Fähigkeit, mich ihr in den Eigenschaften anzugleichen.

Aus dem ersten Kongress-Unterricht vom 25.07.2010

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Die Arbeit nach dem Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn man aus drei Zeitabschnitten wählen dürfte: vor dem Kongress, während des Kongresses und nach dem Kongress – welchen würden Sie als den effektivsten empfehlen?
Meine Antwort: Der eine Zeitabschnitt ist ohne den anderen nicht möglich! Wenn ich während des Kongresses keine große Begeisterung verspürt habe und wenn ich danach nicht abgestiegen bin, dann werde ich nichts haben, worüber ich mich erheben kann, sowie keine Kraft für den Aufstieg haben. Und es handelt sich dabei um den Aufstieg zur nächsten Stufe.
Jeder Aufstieg basiert auf:
1. dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung (der Wichtigkeit des Ziels, des Schöpfers – während des Kongresses),
2. der Enthüllung neuer egoistischer Verlangen (dem Abstieg – gleich nach dem Kongress) und
3. den Anstrengungen, sich über die erhaltenen Verlangen mit Hilfe der erhaltenen Kräfte zu erheben (sich möglichst schnell möglichst intensiv einander anzunähern, in die Arbeitsroutine einzugliedern, auf den nächsten Kongress vorzubereiten).

Vor dem Kongress bereiten wir uns die ganze Zeit auf das bevorstehende Treffen vor, darauf, uns zu verbinden und uns von einer so großen Menschenmenge um uns herum begeistern zu lassen, damit jeder von uns möglichst stark von ihr beeinflusst und vor Begeisterung erregt werden kann.
Denn die einzige freie Wahl besteht in dem Erhalten der Kräfte von der Umgebung. Die Einwirkung der Umgebung ist das einzige Mittel für den spirituellen Aufstieg.
Je mehr Begeisterung ich während des Kongresses von den anderen bekommen habe, desto höher ist die Stufe, die ich danach erreichen kann, indem ich diese Begeisterung realisiere. Sie muss zu meiner eigenen ständigen
Wahrnehmung der Dazugehörigkeit zum gemeinsamen Verlangen (Kli) werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ 

Kraft über das gesamte Universums erwerben


Aus dem Sohar, Abschnitt BeHaalotcha„(Wenn sie die Kerzen aufstellen),, Punkt 118: Nachdem er die ersten zwei Banner erklärte, welche die mittlere Linie und die rechte Linie sind, erklärt er jetzt das dritte Banner, welches die linke Linie ist, genannt „das Gesicht eines Ochsen“ in den Tieren und „Gabriel“ in den vier Engeln. Es ist bekannt, dass nachdem die mittlere Linie Entscheidung traf und die rechte Linie und die linke Linie miteinander vereinigte, nur das Licht von Malchut in der linken Linie verblieb, welche das Leuchten von Chochma von unten nach oben ist, gemeint sind VAK, während GAR verschwanden.

Zwei ganze Linien, die Rechte und die Linke (Chassadim und Chochma), kommen auf uns von Oben herab. Der Zerbruch der Gefäße fand statt, da das Geschöpf versuchte sich vollkommen mit Chassadim und Chochma zu vereinigen, um das gesamte Licht von Chochma zu bekommen gekleidet im Licht von Chassadim mit der Absicht zu Geben. Jedoch war es unmöglich dies zu tun, aufgrund des Fehlens eines solch großen Schirmes. Daher zerbrach die Absicht (Kli) um zu Geben und der Schirm verschwand.

Jetzt müssen wir diesen Zerbruch korrigieren. Durch diese Korrektur, beginnen wir zu verstehen, was mit dem Geschöpf geschah, warum es auf diese Weise vom Schöpfer erschaffen wurde, und was ER sich wünschte, was sie tun sollen. Der Zerbruch ist nichts Schlechtes. Es ist ein Weg unsere Welt vorzubereiten, diese wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen, durch Verständnis, Wahrnehmung und Empfindung. Denn würden wir in einer Welt existieren, die bereit für uns wäre, würden wir dies nicht verstehen können.

Daher, seit der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit erschuf und dann zerbrach, gab er uns eine Möglichkeit, die Welt der Unendlichkeit wieder zu einem zusammenzusetzen, uns damit selbst am Akt der Schöpfung (Maase Merkava) und an der ersten Handlung (Maase Bereshit) zu beteiligen, um IHN dadurch zu verstehen, IHN zu fühlen und IHM gleich zu werden.

Sicherlich errichten wir dies alles nicht aus dem Nichts, da wir selbst aus dem „Nichts“ erschaffen wurden. Doch dadurch, dass wir die Teile wieder zu einem Ganzen zusammenfügen, erhalten wir ein Verständnis und eine Empfindung was wir benötigen, um uns dem Schöpfer anzugleichen. Daher gab man uns alle Informationen über alle Teile, Elemente und der Tiefe des Universums.

Daher berichtet uns das gesamte Buch Sohar und die gesamte Wissenschaft der Kabbala, wie wir die zerbrochenen Verlangen (Kelim) korrigieren können, wie wir diese richtig miteinander verbinden und diese zu einem gesamten Verlangen (das spirituelle Gefäß oder Kli) zurückbringen können, dem gesamten Licht das zuvor die Welt der Unendlichkeit erfüllte.

Aber das Geschöpf muss dies selbst durch seine eigenen Anstrengungen ausführen. Dadurch erreicht es ein Verständnis, ein Gefühl, eine Vorstellung von der Kraft des gesamten Universums.

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Lasst euch auf einen Dialog mit dem Schöpfer ein!

Die Hauptforderung an den Menschen ist seine richtige Reaktion auf die Botschaft des Schöpfers an ihn.

Der Schöpfer ist primär, Er beginnt immer, und der Mensch ist ein Resultat, eine Reaktion auf die Einwirkung des Schöpfers auf das Verlangen. Ich bin eine Reaktion des Verlangens auf die Einwirkung des Lichtes darauf.

Das höhere Licht kommt zu uns von oben, durch vier Stufen 1-2-3-4, HaWaYaH (Yud-Hej-Waw-Hej). Die Schöpfung hat keine andere Verbindung mit dem Schöpfer.

Deshalb müssen wir versuchen, auf die Botschaft des Schöpfers an uns, sprich auf die Wahrnehmung unserer selbst und der Welt in jedem Augenblick, richtig zu reagieren.

Wir müssen in unserer Existenz einen ständigen Dialog mit dem Schöpfer erkennen. Er hat eine Verbindung zwischen dem Ausgangspunkt der Botschaft an uns, dem Anfang von Yud (Kuzo shel Yud) und dem letzten Buchstaben von HaWaYaH, Hej, erschaffen, in dem wir, unsere Welt, sich befindet.

Die Verbindung zwischen dem Anfangspunkt von Yud und dem letzten Hej kann alle fünf Welten, 125 Stufen, enthalten – dann nehmen wir die Verbindung mit dem Schöpfer nicht wahr.

Die Verbindung enthüllt sich sofort nach dem Aufstieg zur ersten Stufe, Nummer 125 – Malchut der Welt von Assija. Weiter folgen die Stufen 124, 123 usw. bis zum Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, zur höchsten Stufe.

Und all dies befindet sich in dem HaWaYaH, zwischen dem Anfang von Yud und dem unteren Hej. Dieses HaWaYaH, meine Verbindung mit dem Schöpfer, beginnt sich in mir wie aus dem Nebel, aus der Verhüllung, immer mehr aufzuklären, wird immer klarer.

Ich erlange die Enthüllung der Verbindung, indem ich mich ununterbrochen auf den Schöpfer ausrichte, als Antwort auf Seine Einwirkung auf mich, und versuche, alles mit Ihm zu verbinden, nach dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Wie soll man möglichst richtig und effektiv reagieren? – Die effektivste Reaktion, die in jedem Fall genau auf den Schöpfer gerichtet ist, ist der Versuch, zusammen mit den Freunden gemeinsame Handlungen, die „Botschaft an den Schöpfer“, zu vollziehen.

Doch die Botschaft ist dann effektiv, wenn sie rückwärts durch HaWaYaH gerichtet ist. Das wird durch das Lesen von authentischen kabbalistischen Quellen erreicht.

Indem du über die Geschehnisse im HaWaYaH liest, richtest du Malchut auf Keter, eure Vereinigung auf die Quelle, aus.

Wenn wir uns vereinigen, befinden wir uns in dem Maße der Vereinigung in Malchut – aber nur wenn wir uns verbinden.

Und alle gemeinsam wollen wir durch das Lesen des Buches Sohar das HaWaYaH mit Hilfe des reflektierten Lichtes zu seinem Anfang, dem Buchstaben Yud, zurückschicken.

Denn die kabbalistischen Bücher sprechen nur über die Verbindung von Keter, Yud und Malchut, dem unteren Hej.

Deshalb (Baal HaSulam „Einführung zu TES“, Punkt 155) wenn wir ohne Enthüllung und Verständnis von den Verbindungen im HaWaYaH lesen, erwecken wir die Einwirkung dieser Verbindung auf uns und bringen dieses System zum Enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 28.07.2010

Der Mega-Kongress ist ein Fenster zur spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir uns auf den weltweiten Mega-Kongress vorbereiten, der an diesem Wochenende stattfindet, um dort wie auf dem Königlichen Mahl anzukommen?

Meine Antwort:
Wir können derartige Anstrengungen unternehmen, dass
wir auf dem Kongress, selbst wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist, die Wahrnehmung des spirituellen Lebens erlangen.

Das spirituelle Leben besteht in der Verbindung, wenn wir das spirituelle Gefäß, die Verbindung zwischen uns, aufbauen und in diesem Gefäß die spirituelle Welt, die Einheit der entgegengesetzten Teile, wahrnehmen.

Zwischen ihnen besteht eine Gegensätzlichkeit, ein Abstoßen, doch darüber hinaus erreichst du die Einheit, weil du sie wünschst und nach ihr strebst.

Als Antwort auf dieses Verlangen kommt das Licht, und selbst wenn der Mensch dafür noch nicht endgültig bereit ist, wird er zumindest für einen Augenblick die spirituelle Welt wahrnehmen können.

Und selbst wenn wir später absteigen, ist es nicht schlimm! Es kann so oder so sein. Es kann sein, dass wir noch nicht einmal absteigen, sondern beginnen, weiter aufzusteigen, angefangen mit dieser ersten spirituellen Stufe.

Ich finde, wir sind durchaus dazu in der Lage – wir haben das nötige Wissen, das ganze Material, die ganze Vorbereitung, das äußere notwendige System ist aufgebaut, genauso wie die Verbindung zwischen uns. Es ist alles bereit – man muss es nur umsetzen! Und das hängt von euch ab.

Wir werden das spüren können, wenn wir uns so stark miteinander verbinden und innerhalb dieser Verbindung das spirituelle Leben – das Leben im Geben, über dem persönlichen Egoismus eines jeden – enthüllen wollen.

Dabei ist es noch äußerst wichtig, dies zu spüren, jedoch nicht anzufangen es zu genießen! – Dann werden wir sofort fallen.

Doch wenn wir die Spiritualität wahrnehmen und weitermachen und sie nicht egoistisch benutzen, sondern nur, um einander zu geben, dann werden wir das Licht enthüllen.

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