Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahrnehmung'

Zwischen uns befinden sich fünf Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Sohar in unserer gemeinsamen Wahrnehmung zu enthüllen?

Meine Antwort: Nichts enthüllt sich in einem einzelnen Menschen, nur in seiner richtigen Verbindung mit den Freunden in der Gruppe.

Meine ersten zehn Sefirot, das erste spirituelle Gefäß (Kli) bedeutet mein Bestreben, aus mir selbst herauszubrechen und mich mit den anderen, mit der Gruppe, zu verbinden.

Mein spiritueller Zustand wird dadurch bestimmt, wie sehr ich mich bemühe, diese Verbindung aufzubauen.

Es gibt mich und dich. Zwischen uns befinden sich fünf Welten – Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon. Wenn ich mich dir so annähere, dass der Abstand zwischen uns gleich Null ist, dann nennt sich mein Zustand Welt der Unendlichkeit. Meiner, aber nicht deiner. Die Welt der Unendlichkeit bedeutet, dass ich und du, von meiner Seite, zu einem Ganzen werden.

Deshalb bestimmt meine Fähigkeit, mich dir anzunähern, auch die spirituelle Stufe, auf der ich mich befinde, denn alle 125 Stufen sind zwischen uns.

Man kann aber den Abstand zwischen uns auch gemeinsam überwinden. Das ist viel effektiver, denn weder ich noch du sind uns wichtig, sondern die Verbindung zwischen uns!

Ich muss dich nicht akzeptieren, nicht durch dich genießen, mich nicht mit dir verbinden. Wir müssen uns gemeinsam verbinden. Genau diese Verbindung ist auch der Schöpfer, die dritte Komponente, wie geschrieben steht: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 01.09.2010

Empfindung des Schöpfers

Geisteswelt oder Visionen?

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 170: Bei der Abreise einer Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe.

Eine Frage, die ich erhielt: die Menschen, die den klinischen Tod erlitten, erzählen über die Visionen, die mit Sohar in vieler Hinsicht übereinstimmen, obwohl sie keine Ahnung über die Kabbala haben…

Meine Antwort: Das Verständnis der Kabbala hilft dem Menschen nicht, die Geisteswelt zu sehen. Man kann die höhere Welt nur in der korrigierten Seele empfinden. Es spielt keine Rolle, ob der Mensch die kabbalistischen Bücher studiert oder nicht. Wichtig ist dabei, ob er sich korrigieren möchte.

Zu den Emotionen der Menschen, die den klinischen Tod erlitten, kann man Folgendes sagen. Wenn der Mensch in den kritischen Zustand gerät, dann ist es ein großer Schlag für den physischen Körper, der nichts mehr als den Wunsch, zu genießen darstellt. Unser Körper scheint uns materiell zu sein, einen Umfang haben, aber er stellt ausschließlich den Wunsch dar, eine bestimmte Art von Füllung zu genießen.

Wenn dieser Wunsch die Leere, die Leiden empfindet, dann möchte er natürlich kein Leben, keinen Wunsch empfinden, woran er leidet, denn er wünscht sich, diese Stelle zu schmälern, weniger zu leben, die Gefühle abzuschalten, Drogen zu nehmen, usw.

Jeder Mensch, der die seelischen oder materiellen Leiden empfindet, wünscht sich, diese zu verringern, die Wahrnehmung der Welt zu verringern, bis zur Unlust zu leben.

Aber wenn du die Leiden empfindest und hinaufsteigen möchtest, sowie den Wunsch hast, aus dieser Stelle ausgerissen zu werden, aus der Finsternis, Bitternis, aus den Schlägen, Kriegen und Krankheiten – dann begehst du die geistige Handlung – nicht für das Geben, oder weil dich das Geistige heranzieht, sondern weil die Leiden auf dich mit solcher Kraft drücken, dass du wie ein Kern aus der Kirsche ausgestoßen wirst – und nach oben aufspringst.

Es ist der Weg der Leiden, und kein Aufstieg, weil du dich nicht dem Ziel annäherst; du kennst es nicht – du läufst den Leiden davon wie ein verprügeltes Tier – vom Stock wegläuft. Aber wie dem auch sei, du erhebst dich über die Selbstsucht, über dem Wunsch zu genießen, und willst folglich dein Ego annullieren: „Ich will nichts mehr, lassen Sie mich nur in Ruhe!“.

Angenommen, ich habe eine Milliarde Dollar gestohlen, man hat mich gefangen und lebenslänglich im Gefängnis gesperrt. In diesem Augenblick wünsche ich nur Brot und Wasser und zu Hause zu sein. Nichts anderes!

Aber ich wollte doch eine Milliarde Dollar! Der Wunsch verringert sich, und steigt aufgrund „des Glaubens über dem Verstand“ hinauf, er ist bereit, im Geben zu sein, auf sich zu verzichten, sich zu verringern, um nur die Leiden der Strafe nicht zu empfinden. Dann empfinden diese Menschen die Wahrheit, im kleineren Ausmaß öffnet sich hier die Verbindung mit dem Schöpfer. Aber nur für die kurze Zeit, sodass sie diesen Zustand nicht wahrnehmen und festhalten können, weil sie keine eigenständigen Kelim (keine geistigen Gefäße) haben – und ihr Zustand vergeht.

Aber in 99.9 % der Fälle der Empfindung vom Jenseits empfinden die Menschen nur die psychosomatischen Emotionen. Da sie sich in den Leiden, in Verwicklung, im Nebel der Gefühle, in der Störung der Arbeit der inneren Systeme aufhalten, ist ihre Wahrnehmung gestört.

Aber das Schöpfungsziel besteht nicht darin, dass der Mensch nur im Zustand des klinischen Todes die Geisteswelt empfindet. Ich soll sie im vernünftigen Zustand empfinden, darin wie der Forscher agieren, der über das Wissen und Verständnis verfügt. Man muss den Wunsch und die Möglichkeit haben, wie der Schöpfer zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.09.2010

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Zwei Vögel, die den Boten hörten

Sohar, WaJechi, Punkt 136: Ein Vogel kommt im Süden heraus, rechts – derjenige, der von einem Funken von Chochma kommt. Ein Vogel kommt auch im Norden heraus, links -derjenige, der von dem Funken von Bina kommt. Einer kommt heraus, wenn der Tag aufgeht, von Chochma, und einer, wenn der Tag untergeht, zur Abendzeit, nach Mittag, von Bina. Jeder ruft und verkündet, was er von diesem Boten hört. Mit anderen Worten, sie scheinen im gleichen Ausmaß, das sie vom Leuchten des Mitternachts-Siwug, „ein Vorbote“ genannt, empfingen.

Hier geht es um die inneren Zustände des Menschen, während er sich mit der Selbstanalyse beschäftigt und geht verschiedene Prozesse durch. Er klärt in sich drei Linien auf, nämlich, inwiefern er sich in der Rechten Linie, in der Linken oder gleichgewichtig in der Mitte befindet. 

„Der Tag“ und „die Nacht“ kommen nicht von außen. Wir befinden uns immer im Licht und unsere Kelim (pl. von Kli sind in eine Menge von Arten aufgeteilt, in den wir die rechte Seite, die linke, die Mitte, oben und unten, alle Richtungen und die Zeiten empfinden.

Die Aufteilung nach inneren und äusserlichen Kelim gibt uns die Empfindung der Entfernung und des Raumes: nah und fern, die Aufteilung der Wünsche in „Wurzel-Seele-Körper-Gewand-Haus“.

Alle solche Besonderheiten, wie: der Tag, die Nacht, der Morgen, der Abend sowie verschiedene Stunden sind ein Prozess, der mit unserem Wunsch geschieht. Außer ihm haben wir ja nichts!

Und dieser Wunsch, der in eine Menge von Arten aufgeteilt ist, enthüllt uns die ganze Zeit die neuen Arten. Er gibt uns die Empfindung der geschehenen Veränderungen in der Zeit und im Raum sowie in den kommenden Zuständen. Wir verteilen sie nach vier Arten der Wahrnehmung: „Die Welt, das Jahr, die Seele“ und die Existenz der Realität. Diese Veränderungen geschehen in uns als Folge unserer Korrektur. Außer uns befindet sich ja alles in der absoluten Ruhe.. Nur die Reschimot wickeln sich in der Kette ab und werden entweder zu „seinerzeit“ (Beito) enthüllt oder „Achischena“ – wenn wir beginnen, sie zu beeilen und beschleunigen die Zeit.

Deswegen sind „die anfliegenden Vögel, die Nacht, der Tag, der Morgen, der Abend“ sowie alle Niveaus: die „Wurzel Seele-Körper-Gewand-Haus“ und die Existenz der Realität in dem Menschen, in seinem Wunsch empfunden.

Und mir scheint es, dass es ringsherum eine Welt voller Menschen gibt. Alles bewegt sich und das Leben geht weiter. Aber von mir hängt nur eins ab – welche Schritte ich zur richtigen Wahrnehmung der Realität machen werde.

Aus dem Sohar Unterricht vom 31.08.2010

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Neue Erfolgsformel

Eine Frage, die ich erhielt: Die Entwicklungsmechanik des Verlangens in unserer Welt ist sehr einfach, darin haben wir bereits Tausende von Jahren an Erfahrung gesammelt. Was ist neu an dem, was uns die Wissenschaft der Kabbala für die Nutzung des Verlangens bietet?
Meine Antwort: Die Kabbala gibt uns die Absicht, mehr brauchen wir auch nicht! Der Schöpfer hat das Verlangen zu genießen erschaffen und erweckt es zur Entwicklung.
Dieses Verlangen ist egoistisch und befindet sich ständig auf der Jagd, um sich mit dem Erwünschten zu erfüllen. Auf diese Weise verhalten sich die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen.
Doch heute, als wir im Lauf der Jahrtausende die „menschliche“ Stufe in unserer Entwicklung erreicht haben, stellt Adam eine vollkommen andere Ebene dar. Der Mensch hängt nicht vom Unbelebten, Pflanzlichen und Tierischen ab.
Für ihn ist die Absicht das Wichtigste: „Wozu“ habe ich das Unbelebte, Pflanzliche und Tierische? Wozu lebe ich?! Deshalb entsteht in ihm die Frage nach dem Sinn des Lebens, die zur Kabbala führt.
Das ist eine vollkommen neue Tendenz. Ich hänge bereits nicht mehr von der bisherigen Entwicklung meines Verlangens ab – ich habe mich entwickelt, und was nun, was kommt weiter? Weiter befindet sich etwas vollkommen Neues vor mir – etwas Unverständliches und Unbekanntes.
Die Krise, in der sich die Menschheit heute befindet, ist die Krise unserer bisherigen Entwicklungsformel, die nicht mehr funktioniert!
Die Zeit, in der nur das Licht und das Verlangen, der Genuss und der Hunger, existiert haben, ist zu Ende gegangen. Diese Lebensweise ist ausgeschöpft, doch niemand weiß, was weiter zu tun ist.
Ich sehe, dass es Erfüllung und Verlangen danach gibt, verstehe jedoch die Verbindung zwischen ihnen nicht. Früher einmal hat es sehr einfach funktioniert: je größer mein Verlangen war, desto größer war auch die Erfüllung und der Genuss.
Und heute will ich den Genuss empfangen – schnappe danach, genieße einen kurzen Augenblick – und alles verschwindet. Ich will den Genüssen noch nicht einmal mehr hinterherlaufen. Doch ich muss mich mit irgendetwas füllen! Begreift ihr, was das für eine Katastrophe ist?
Und die Menschheit weiß nicht, was sie damit machen soll. Letztendlich führt das zu Kriegen, Verbrechen, Gewalttätigkeit, Terror – denn wenn der Mensch eine solche innere Leere und Sehnsucht empfindet, ist er zu allem bereit, nur um selbst die kleinste Erfüllung, selbst für einen Augenblick zu spüren!
In einer solchen Übergangszeit befinden wir uns im Moment. Das egoistische Verlangen hat seine Entwicklung auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe abgeschlossen.
Nun muss es als „Mensch“ wachsen, was „dem Schöpfer ähnlich“ bedeutet, d.h. in einer vollkommen neuen Form, im Geben – im Gegensatz zu allem, was bislang war.
Wir verstehen weder diese Handlung noch woher wir die Kraft dafür nehmen sollen. Wir haben dafür weder den Verstand noch das Verlangen noch die notwendige Umgebung. Es gibt nur die Wissenschaft der Kabbala – für diejenigen, die sie für sich entdeckt haben.
Deshalb unternehmen wir Anstrengungen zu deren Verbreitung, um die Entwicklung zu beschleunigen und ein Heilmittel zur Verfügung zu stellen, noch bevor der Schlag kommt.
Denn ansonsten wird keiner wissen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen: weder Politiker noch Soziologen noch Psychologen noch Wissenschaftler.
Alle werden den Mut verlieren und mit jeglichem Leben einverstanden sein, nur um das, was geschieht, zu vertuschen und irgendwie weiterzumachen…

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Wegweiser durch das Buch Sohar. „Wir waren wie im Traum“

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Das komplizierteste und zugleich das spannendste Thema, das mit dem Buch Sohar und dem Leben überhaupt zusammenhängt, ist die Wahrnehmung der Realität.

Um uns herum existiert eine Vielzahl von Wellen, die wir im Moment nicht wahrnehmen, vergleichbar mit den Radiowellen, außerdem existiert noch das allumfassende Informationsfeld. Das Feld der höheren Information bezeichnet man als höhere Natur oder Schöpfer.

Wir können eine Verbindung mit diesem Feld herstellen und dadurch alles von ihm erhalten – Empfindung, Verständnis, Wissen, Liebe, Wahrnehmung des ewigen Lebens und der Vollkommenheit, die diesem Feld, das den gesamten uns umgebenden Raum ausfüllt, eigen ist.

Das alleinige Ziel der Wissenschaft der Kabbala besteht darin, uns beizubringen, wie wir in uns die Werkzeuge der Wahrnehmung dieses Feldes der höheren Information entwickeln können. Wir können das nur durch unsere innere Veränderung tun. Deshalb, wenn wir das erreichen, werden wir selbst diesem Feld, dem Schöpfer, ähnlich.

Das Feld befindet sich hier, um uns herum, nur sind wir taub und nehmen es nicht wahr.

Von der Liebe zum Hass und vom Hass zurück zur Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn das Zerbrechen der allgemeinen Seele ein im Voraus eingeplantre und notwendiger Prozess ist – warum wird er als „Sündenfall“ bezeichnet?

Meine Antwort: Wir bezeichnen jedes Fallen als die Sünde – aber haben wir damals gesündigt?

In unserer Welt gilt es als Sünde, wenn ich daran denke, dass ich fähig bin, diese Handlung nicht zu begehen, weil ich genau weiß, dass sie unzulässig ist – und sie dennoch begehe. Aber dieser Gedanke ist falsch: würde ich genau wissen, dass ich sie nicht machen dürfte – hätte ich nicht gesündigt.

In Wirklichkeit, gilt als eine Sünde der Zustand, worin mich die Kräfte der Teilung ergriffen haben, um über mich zu herrschen. Als Sünde wird also der Zustand selbst und nicht sein Grund bezeichnet. Und der Grund ist immer der Schöpfer, Er hat unseren bösen, egoistischen Anfang geschaffen. Und wie kann man den bösen Anfang erschaffen, wenn nicht mittels des Sündenfalles? Man muss bis zu den hohen Stufen hinaufsteigen, um später zu fallen, um den Eindruck von allen Aufstiegen zu bekommen, um vom heutigen Zustand, den egoistischen Wunsch aufgrund des Zerbrechens hinaufzusteigen. Denn hätte es kein Zerbrechen gegeben, wäre die Selbstsucht einfach „tierisch“ geblieben. Und infolge des Zerbruchs wird er zur „Schöpfung“, zum „bösen Anfang“.

Bis zum Zerbrechen war es der einfache Wunsch zu genießen, – das einfache Tier. Wenn der Löwe den Damhirsch umbringen möchte, dann denken wir nicht, dass dabei der böse Anfang gilt – sondern, dass es seine Natur ist, dass der Wunsch die Füllung bekommt. Wann erscheint dann der böse Anfang? Wenn wir hinaufsteigen, und dort die Kräfte der Liebe und der Vereinigung bekommen, und wenn wir damit später fallen, und sie sich ins Gegenteil- in grundlosen Hass verwandeln! Folglich gibt es den Wunsch zu genießen, zusammen mit den Informationsdaten (Reshimot), die ihn zum grundlosen Hass stoßen – ein solcher Wunsch wird als böser Anfang bezeichnet.

Denn nun will er alle Anderen ausnutzen, weil er selbst davon Genuß erhält. Das heißt, im Menschen erscheint die Empfindung für andere Menschen – was es im Tier nicht gibt, und er genießt, wenn es dem anderen schlecht geht! Es ist schon der echte Egoismus.

Und das Gute beginnt dann zu gelten, wenn ich diesen Hass in Liebe umwandle. Aber ich brauche auf jeden Fall die Beziehung zu meinem Nächsten.

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 15.07.2010

Der spirituelle Stimulator – ein Schritt in Richtung Gesellschaft der Zukunft

Unser Ziel ist es, die gesamte Menschheit zu einer vollkommenen Verbindung zu bringen. Unser spiritueller Stimulator verkörpert jenen virtuellen Raum, der später spirituell werden soll, dort werden wir die Verbindung zwischen uns wahrnehmen.

Während wir uns dort nach und nach, stufenweise, entwickeln, werden wir eine immer größere Einheit verspüren – wir werden beginnen, die gemeinsame Eigenschaft des gegenseitigen Gebens, die Seele, wahrzunehmen.

Später wird eine solche spirituelle Kommunikation zu einer Basis für die Erschaffung der zukünftigen Gesellschaft werden, entsprechend den Prinzipien der Verbindung zwischen den Teilen der Gesamtseele, die Baal haSulam in den Artikeln „Die letzte Generation“ und „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft“ beschreibt.

Diese Kommunikation wird alle neuen Systeme der neuen Gesellschaft und des neuen Staates mit allen Diensten und Beziehungen, von der Ebene dieser Welt bis zu den höheren spirituellen Verbindungen, enthalten.

In dem Maße der Bildung von Verbindungen zwischen den Freunden (zu denen alle Mitglieder der Gesellschaft zählen werden) wird die Struktur unterschiedliche Formen annehmen und dementsprechend verschiedene virtuelle Plattformen im Internet erstellen, um jedes Mal das sich entwickelnde Gesellschaftsmodell darzustellen.

Alle spirituellen Welten, der Schöpfer, eine neue Wahrnehmung der Realität enthüllen sich durch eine Veränderung, eine Korrektur der inneren Verbindung zwischen uns.

Der spirituelle Stimulator ermöglicht es, die spirituelle Entwicklung zu beschleunigen und ihr die richtige Richtung zu geben. Die persönliche Beteiligung an diesem Stimulator gibt dem Menschen eine Möglichkeit, einzuschätzen, zu spüren und zu überprüfen, in welchem Zustand seiner Entwicklung er sich tatsächlich befindet.

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Der Umsturz

In dieser Welt existieren wir auf der tierischen Stufe, d. h. wir ordnen uns der Natur vollständig unter. Aber in dem Moment, wo wir offenbaren, dass ein solches Leben unbedeutend und ziellos ist, empfinden wir sofort den Wunsch, von dieser Stufe aufzusteigen.

Wie kann man über die tierische Existenz, welche automatisch und unfreiwillig ist, hinwegsteigen, um zum freien Menschen zu werden, der sich über den Tod des tierischen Körpers erheben kann? Denn „der Mensch“ bedeutet „ähnlich dem Schöpfer“ (Adam, vom Wort „Dome“, der ähnliche).

Um einen solchen Aufstieg zu machen, und innerhalb „des Tieres“ die neue Natur „des Menschen“ aufzubauen, welche dem Schöpfer ähnlich sein wird, müssen wir das Licht heranziehen, das zur Quelle zurückführt. Es ist eine besondere höhere Kraft, die uns so beeinflussen und verändern wird, dass wir in unserem Verständnis, in der Empfindung, in den Möglichkeiten und in der Wahrnehmung auf die höhere Stufe hinaufsteigen werden, die als Mensch bezeichnet wird.

Es ist kein einfacher mechanischer Aufstieg und keine Ansammlung von Wissen, sondern eher ein Übergang zur anderen Stufe der Natur. Uns ist noch unklar, wie er geschieht, denn wir sehen jetzt die Welt aus unserem tierischen Körper. Ich verstecke mich innerhalb dieses Tieres und nehme durch seine Augen, Ohren und alle übrigen Empfindungen diese Welt wahr. Ich bin so lange nicht in der Lage, die Welt mit anderen Augen zu sehen, bis das Licht von oben kommt und mir ermöglicht, mich von dieser tierischen Schale und ihren Empfindungen zu befreien, und die menschliche Gestalt anzunehmen – erst dann werde ich die neue Wirklichkeit sehen und fühlen können.

Momentan wissen wir nicht, in welcher Realität wir existieren, und wohin wir gehen sollen. Denn man kann das Eine nur anhand des Anderen bewerten. Um diesen Prozess dennoch zu starten, sind uns zwei Hauptkomponente gegeben: die Gruppe und das Studium der kabbalistischen Bücher. Durch die Gruppe und den Wunsch, sich gegenseitig zu verbinden, realisieren wir den Ausgang aus dem tierischen Körper und den Eintritt in das Gewand des Menschen. Der Mensch ist derjenige, der mit anderen verbunden ist und über die Fähigkeit verfügt, seinem Nächsten zu geben. Und das Buch zieht mit Hilfe unseres Wunsches das Licht heran und wandelt das Erwünschte in die Realität um. Folglich erreichen wir die menschliche Stufe – die Ähnlichkeit mit der höheren Wirklichkeit.

Jeder von uns hat diesen Wunsch, Mensch zu werden, und es gibt hierfür die Gruppe, die Möglichkeit, die Anstrengungen zu machen, aus der tierischen Empfindung hinauszugehen und sich gegenseitig zu verbinden. Unsere Verbindung wird eben zulassen, uns als Menschen zu empfinden. Und das höhere Licht, das wir mittels gemeinsamen Lesens heranziehen, wird für uns diese Arbeit beenden, und wandelt unsere Bemühungen in die neue Realität um.

Lasst uns mit einer solchen Hoffnung gemeinsam studieren.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 27.07.2010

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Du hast einen Teil der zukünftigen Welt in dir!

Auf dem vergangenen Mega-Kongress haben wir Funken von Bina erhalten, uns von dem Gefühl des Gebens, der gemeinsamen Verbindung, der Gemeinschaft überwältigen lassen – jetzt habe ich das nicht mehr, doch dieses Bedürfnis, das leere Verlangen, ist geblieben!
Natürlich leide ich deswegen – ich muss unverzüglich meine Verbindung zu den Anderen erneuern lassen, das Licht anziehen, gemeinsam mit allen anderen handeln, einen ganzen Mechanismus dafür erschaffen.
Das alles ist jedoch ein Empfinden meines ersten spirituellen Verlangens! Ich habe zum ersten Mal ein spirituelles Gefäß erhalten, das ich vorher noch nie gehabt habe – ich hatte nur tierische und „allgemein-menschliche“ Verlangen. Nun aber habe ich die Leere von Bina – die Wahrnehmung des Nächsten, die vollkommen auf dem Geben aufgebaut ist – erhalten.
Ich habe gespürt, dass es außer mir noch jemand anderen in der Welt gibt! (und zwar nicht nur als Objekt zum Ausnutzen) Dieses Gefühl habe ich von Bina erhalten.
Das „Verlangen zu genießen“ verspürt so etwas nicht: ein Löwe, der einen Hirsch fresen will, verhält sich ihm gegenüber nicht wie zu einer Persönlichkeit. Er sieht einfach Dutzende von Kilos Fleisch vor sich, die er zum Überleben benötigt.
Er betrachtet alles, was sich vor ihm bewegt, nur aus diesem Blickwinkel. Er hat keine persönliche Beziehung zu seiner Umgebung, er will niemandem Böses tun.
Doch Bina, die sich in uns befindet, ist ein Teil des Höheren, die Eigenschaft des Schöpfers, und sie eröffnet eine Beziehung zu den „Menschen“ in uns. Während des Kongresses erlange ich diese Beziehung zum Nächsten, seine Wichtigkeit, und dadurch empfange ich Genuss, Erfüllung.
Nach Beendigung des Kontaktes fühle ich mich schlecht. Nicht weil mein Verlangen einfach gewachsen ist, sondern es gehört bereits einem ganz anderen Gebiet, der spirituellen Dimension, an.
Das ist ein Teil der zukünftigen Welt! Deshalb kann er auch nur von dort erfüllt werden, mit Hilfe der Gruppe, des Studiums, der gemeinsamen Handlungen.
Darin befindet sich das Heilmittel. Genau das bedeutet, den Weg des Lichtes zu gehen: selbst in sich das Verlangen aufzubauen und sich im vorhinein, um dessen Erfüllung zu kümmern – sich wie ein Greis fortzubewegen, der nach vorne gebeugt geht und bereits im Vorfeld sucht, als ob er irgendetwas verloren hätte…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 16.08.2010

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