Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verstand'

Die Familie des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich über dem Verstand gehe, bedeutet das, dass ich von dem Verstand der Gruppe getragen werde?

Meine Antwort: Es gibt keine Gruppe außerhalb von mir. Die Gruppe, wie auch der Rest der Realität, wird in mir „gezeichnet“.

Der Begriff Gruppe muss als etwas, was von oben kommt, wahrgenommen werden. Auf diese Weise lässt mich der Schöpfer meine Freunde sehen, damit ich, indem ich eine Beziehung mit ihnen aufbaue, eine Beziehung zu Ihm aufbaue.

Ich strebe vor allem zu Ihm. Und er stellt mir quasi eine Bedingung: „Du willst eine Verbindung zu mir aufbauen? Dann gefalle denen und komme näher an die heran, die Mir nahe stehen. Sie – die Gruppe, in die ich dich geführt habe – sind Meine Familie.

Du willst Mir etwas Gutes tun? Ich werde von dir nichts annehmen, sonder schauen, wie du dich ihnen gegenüber verhältst, wie du ihnen Geschenke machst, wie gut du zu ihnen bist. Zeige deine Liebe zu Meiner Familie, dann wirst du auch Mir lieb und teuer sein“.

Hier wird geklärt, ob du wirklich eine bedingungslose Nähe zum Schöpfer willst oder eine egoistische Berechnung anstellst.

Wenn du gut zu deinen Freunden bist, egal, wie du sie siehst, wenn du dich ihnen annäherst, dann willst du dem Schöpfer wirklich nah sein.

Wenn du aber zu der Annäherung an sie nicht in der Lage bist, dann treibt dich deine egoistische Berechnung zum Schöpfer, nicht zum Wohl des Schöpfers, und du bleibst draußen.

So müssen wir die ganze Welt sehen: der Schöpfer präsentiert uns die Realität als Mittel, das uns hilft, uns zu verändern und zur völligen Übereinstimmung mit Ihm zu gelangen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 10.10.2010

Ein Gebot

Aus den Werken von Kabbalisten erfahren wir, dass alles, was für uns vorbereitet wurde, das Zerbrechen ist, welches wir korrigieren müssen. Darum gibt es nur ein Gebot – die Korrektur des Zerbrechen, d.h. die Wiederherstellung der Verbindung zwischen den Seelen, die sich wieder zu einer Gesamt Seele vereinen sollen.

Weil jedoch die Gesamt Seele und deren Teile, jede einzelne Seele, in viele Teile zerbrochen sind, glauben wir, dass uns viele verschiedene Handlungen bevorstehen. Doch sie alle stellen im Grunde genommen ein und dieselbe Handlung dar – die Verbindung.

Zuerst müssen wir unser egoistisches Verlangen einschränken und uns über ihn im Geben um des Geben willen erheben, was als „Rückkehr aus Furcht“ bezeichnet wird. Und dann müssen wir uns zum Empfangen um des Geben willen korrigieren, was als „Rückkehr aus Liebe“ bezeichnet wird. „Die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst“ ist das Ergebnis unserer ganzen Korrektur.

Zum Schluss müssen sich alle Teile zu einem Ganzen ohne jegliche Unterschiede vereinen. Das heißt, im Grunde genommen gibt es nur ein einziges Gebot – die Vereinigung.

Wir werden noch erkennen, inwieweit alles in der Welt für die Erfüllung eben dieses Gebots bestimmt und vorbereitet ist.

Alles ist dazu da, um uns die Möglichkeit zu geben, auf einfachem und gutem Wege erst zur Enthüllung des Zustandes des Zerbrechen und anschließend zu dessen Korrektur zu kommen.

Deshalb glauben wir, dass wir sehr viele Handlungen vollziehen müssen: mit uns selbst, in der kabbalistischen Gruppe, in der Familie, in der Gesellschaft, in der Welt, in der ganzen Menschheit. Man muss jedoch ständig im Visier (in der Absicht) haben, dass dies eine einzige Handlung der Verbindung bedeutet.

Die Natur dieser Handlung ist die Erlangung der Einheit, was uns ein großes Durcheinander entwirren lässt. Denn sonst begreifen wir nicht, warum wir diese verschiedenen Zustände durchlaufen müssen, die schwer, verwirrend und verschwommen sind, und warum wir im Leben von so vielen Schwierigkeiten und Problemen verfolgt werden.

Doch im Grunde genommen gibt es eine einzige Ursache dafür – die mangelnde Verbindung. Und das Heilmittel in jeder Situation ist ebenfalls die Verbindung.

Wenn wir uns unseren jetzigen und unseren zukünftigen, erwünschten, Zustand folgendermaßen vorstellen: von dem sich uns enthüllenden Fehlen der Verbindung hin zur Verbindung – dann werden alle Probleme geheilt, alles wird geklärt und vom Licht erfüllt.

Und wenn wir uns ständig in einer solchen Absicht befinden, werden wir uns über die Verwirrung und das Zerbrechen mit Hilfe des Glaubens über dem Verstand hin zur Handlung der Verbindung erheben.

Das heißt, ich werde nicht in meinen Verlangen, Empfindungen, dem Unverständnis und der Finsternis untergehen, sondern verstehen, dass das alles eine Folge der Trennung ist, und wenn ich alles in meiner Kraft liegende tue, um die Verbindung zu erreichen, werde ich des Lichts würdig.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 05.10.2010

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Jeder muss seine Seele entwickeln

Die Kabbala beschäftigt sich mit der Korrektur der Seele. Die Seele gibt es in jedem, aber sie ist verborgen.Wenn der Wunsch zur Enthüllung des Sinnes des Lebens im Menschen so sehr erwacht, dass er ihn dorthin bringt, wo Kabbala studiert wird, heisst es, dass die Seele sich zu offenbaren beginnt, und der Mensch das Bedürfnis nach dem Kabbalawissen hat.
Andernfalls wird er seine Seele nicht entwickeln, sie wird ein Punkt bleiben, und der Mensch wird somit den Druck der ihn vorantreibenden Kräfte auslösen, die man als Leiden empfindet.
Denn das Ziel unseres Lebens ist es, unsere Seele zu entdecken und weiterzuentwickeln, um mit ihr die Verbindung zum Schöpfer herzustellen. Daher ist es nicht wichtig, welche angeborene Eigenschaften der Mensch hat – die einen fühlen eine Neigung zu den exakten Wissenschaften, die anderen zu Kultur und Bildung, einer braucht die einfachste mechanische Arbeit, der andere irgendwelche Philosophien.
Es gibt faule, energische, schlaue Menschen. Es gibt aber keine Verbindung zwischen diesen ganzen Eigenschaften und der Entwicklung der Seele. Die Kabbala besagt: „Man lernt nicht mit dem Verstand.“
Ich selber schätze das Wissen und die wissenschaftliche Vorgangsweise, aber ich habe gesehen, wie das den Menschen verwirren kann. Daher gibt es keine Einschraenkungen – nur der Wille zählt!
Es zählt nur der Punkt im Herzen, der durch die Kraft des Lichts entwickelt wird und nichts mit den irdischen Eigenschaften des Mesnchen zu tun hat. Es gibt keine Verbindung zwischen den angeborenen Eigenschaften, Qualitäten, Gewohnheiten oder Bildung und dem Erfolg bei der Korrektur seiner Seele.
Natürlich, wird die ganze Arbeit vom Licht erledigt, aber von uns soll die Bitte darum stammen. In der Gruppe muss man dieses Ziel auch unaufhörlich erhöhen, die Einheit und die Verbindung, woraus das allgemeine Gefäß – die Absicht des Gebens entsteht, die den Aufstieg über die Selbstsucht unterstützt.
Dadurch helfen wir einander, vereinigen unsere Punkte im Herzen und schaffen unser Gefäß für das Erhalten des Reichtums. Und wenn unsere Einheit realisiert wird, dann wird darin sofort das Licht offenbart.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 01.10.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 28

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Auf den Wegen von Kabbalisten schreiten

Da in der Welt nur ein Höherer Verstand existiert, welcher in die Erforschung von vielerlei Fragen unterteilt ist, ist der Unterschied zwischen zweien, die sich über ein und dieselbe Frage Gedanken machen, wenn überhaupt vorhanden, nur in der Tiefe des Verständnisses liegt.

Und weil entsprechend der Natur der Kleine von dem Großen absorbiert wird, werden selbst die Kleinen, wenn sie dem Gedanken eines Weisen folgen, an das Gleiche denken und sich zwangsläufig mit den Weisen verbinden. Auf diese Weise wird die gesamte Welt korrigiert.

Baal HaSulam „Die Früchte der Weisheit“, Gespräche, „Unvergänglicher Genuss und wunderbare Knechtschaft“

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Nur der Schöpfer gibt die Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich mich zu meiner Frau verhalten, um zwischen uns den Schöpfer empfinden zu können? 

Meine Antwort: Bemüht euch, dass alle eure Beziehungen nur auf die Enthüllung des Schöpfers zwischen euch gerichtet sind. Es garantiert den absoluten Frieden zu hause, und nützt jedem, sogar aus den rein egoistischen Interessen. 

Dies ist ein sehr wirksames Mittel, das den Menschen während des ganzen Lebens hilfsreich ausrichtet. Denn die Gruppe und die Freunden sind für ihn eher künstlich geschaffen, die ganze Menschheit – empfindet er noch entfernter, und das Universum – ist überhaupt fern von ihm. Seine Frau steht ihm am nächsten, wie es gesagt ist: „Die Frau des Menschen – ist wie sein Körper“. 

Und andererseits öffnest du plötzlich, dass du einen Partner hast! Dank dem Schöpfer empfindest du, dass es auf jede deine Bewegung – ihre Bewegung gibt. 

Unabhängig von der Handlung: sei sie im Verstand, im Herzen oder physisch – geschieht eine synchrone Bewegung, als ob der Schöpfer zwei abgesonderte Hälften, in allen ihren Details und Formen zusammenklebt. 

Wir müssen nur versuchen, zwischen uns den Schöpfer – die Kraft zu öffnen, die uns verbindet, und die wir als Folgerung des Zusammenlebens begreifen wollen. Und andernfalls wird dieses Leben zur tierischen Existenz. 

Wir wollen also zwischen uns die Kraft der Vereinigung – eine dritte Komponente offenbaren, die uns zu einem Ganzen ergänzen wird! 

Wenn Er uns verbinden wird, dann werden wir Ihn einschließen, und werden ein Ganzes sein, gerade deshalb, weil Er sich in unserem Inneren befindet und uns ausfüllt. 

Es heißt eben: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“ – Er ist in allem anwesend, was zwischen uns existiert. Und es gibt nichts anderes – nur den Wunsch jeden Einzelnen, der auf den Anderen (auf den Partner) gerichtet ist. Es gleicht sich der Beziehung von Seir Anpin und Malchut: er ist komplett auf sie, und sie – auf ihn gerichtet. 

Der Schöpfer hat alle einzelnen Sfirot Malchut abgetrennt und hat daraus Chawa geschaffen – deshalb existiert auf der ganzen Höhe des geistigen Parzufs eine genaue Übereinstimmung zwischen S“A und Malchut, auf dem gleichen Niveau in der ewigen, konstanten Verschmelzung. 

Es gibt in einem keine solchen Eigenschaften, die es in anderem nicht gäbe. Man kann sie nur mithilfe des Lichtes AB-Sag miteinander verbinden, das den Einen auf das größere Geben und den Anderen auf das größere Erhalten ausrichtet.

Um sich zu verbinden, steigen die beiden in Bina hinauf, welche als Elokim, der Schöpfer bezeichnet wird, und Er gibt ihnen die Kraft für die Vereinigung und füllt sie dann aus.

Folglich füllen sie nicht einander aus, sondern ihre gemeinsamen Wünsche – und daraus wird „das Kind“ geboren, als die Folgerung der Vereinigung, als folgender geistige Parzuf, der neue Zustand.

Darüber ist es gesagt: „Der Vater (Aba) gibt das Weiße, die Mutter (Ima) gibt das Rote, und der Schöpfer – gibt die Seele“. Er befindet sich zwischen ihnen und füllt sie aus, gibt der Seele eine neue Stufe. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 28.09.2010 

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Die Nahrung während der Vorbereitungszeit: geschmacksneutral, aber kalorienhaltig

Eine Frage, die ich erhielt: Wie komme ich zu einem solchen Zustand, in dem ich nur um das Eine bitte und mich um das Eine sorge? Damit ich von früh bis spät im Herzen und im Verstand in Sorge bin, wie ich den Ort der Enthüllung des Schöpfers finden kann, um Ihm Genuss zu bereiten?
Meine Antwort: Ein solcher Zustand ist übernatürlich – er liegt über meiner Natur. Ich bin nicht im Stande, ihn zu erreichen, ich will es gar nicht. Ich habe keinen Vorgeschmack davon, was ich bei der Enthüllung des Schöpfers verspüren könnte.
Wenn ich über die Vorbereitung eines Ortes für Ihn, über das Geben an Ihn spreche, dann entsage ich scheinbar jeglichen Genüssen. Es bleibt lediglich ein fader Beigeschmack.
Wie kann man denn seine Einstellung ändern? Denn der Ort der Enthüllung des Schöpfers muss sich in meinem Verlangen befinden, ich muss es bis aufs Mark wollen – ich muss spüren wollen, dass der Schöpfer genießt.
Damit etwas mir völlig Entgegengesetztes zum Gegenstand meiner Sorgen wird, muss ich mich selbst ändern. Die Kabbalisten sagen, dass es eine Kraft auf der Welt gibt, die das bewirken kann.
Doch zuerst muss ich mich vorbereiten und darum bitten – ich muss die Arbeit machen, die wirklich von mir abhängt, keine übernatürliche, sondern eine machbare Arbeit.
Und nun mache ich mich zusammen mit Meinesgleichen mit Hilfe der Umgebung und des Studiums an die Vorbereitung. Hier ist jede Handlung ausführbar.
Die Empfindungen mögen nicht die angenehmsten sein, und ich mag ständig auf der Suche sein, doch ich bekomme den Kraftstoff, der mich vorwärts bewegen lässt.
Ich tanke mit Hilfe von falschen Zuständen, indem ich hauptsächlich mit Neid arbeite. Ich schaue mir die Freunde an und beneide sie: sie sind besser, sie sind klüger.
Wahrscheinlich nehmen einige von ihnen die Spiritualität bereits wahr. Es kann doch durchaus sein, dass neben mir jemand sitzt, der bereits dort ist, und ich immer noch im Unklaren bin.
Wenn wir die Mittel, von denen die Kabbalisten uns erzählen, zusammensuchen und versuchen, sie in der Umgebung anzuwenden, dann fangen wir wirklich an, die Shechina zu korrigieren – den Ort zu korrigieren, wo wir die Enthüllung des Schöpfers zu Seinem Wohl erhalten.
Das ist machbar. Man muss nur so viele mechanische und fade Handlungen wie möglich ausführen und sich der Umgebung beugen. In dieser „Ergebenheit“ den Freunden gegenüber verbirgt sich der Schlüssel zum Erfolg.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 27.09.2010

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Jenseits des Bildes

Im Endeffekt bekommen wir das Resultat beim Studium der Wissenschaft der Kabbala vom Licht, das zur Quelle zurückführt.Indem es auf mich einwirkt, klärt es das gesamte Bild für mich auf, und ich nehme die Spiritualität als ein Bild, das sich in meinen Verlangen abzeichnet, wahr. Meine Verlangen sind Mittel der Wahrnehmung.

Doch um mich auf das Licht, das zur Quelle zurückführt, auszurichten, studieren wir das Buch Sohar, und ich suche, wie ich durch das in mir entstehende Bild den Gebenden sehen kann.

Ich muss danach streben, Ihn wahrzunehmen, der aus dem Inneren wirkt und für mich das Bild, das ich sehe, erschafft.

Dieses Bild steht zwischen uns wie ein Tisch mit Speisen. Doch wer befindet sich jenseits davon? Wer ist Er, der dieses Bild für mich erschafft?

Deswegen wird alles, was existiert – diese Welt und alles, was ich mir vorstelle, wenn ich das Buch Sohar lese -, zu einem Mittel für mich, um die Quelle zu enthüllen. Dann bedeutet das, dass ich die „Tora studiere“.

Ich verlange nach dem Licht, das mich zur Quelle zurückführt. Aber wozu? – Damit es mir die Quelle, den Schöpfer, enthüllt, wie geschrieben steht: „Das Ziel der Wissenschaft der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt“.

Beim Studium des Buches „Die Lehre von den zehn Sefirot“ streben wir genauso wie beim Studium des Buches Sohar danach, den Schöpfer zu enthüllen.

Wir lesen das Gleiche, nur nicht in einer literarischen, sondern in einer technischen Sprache, nicht durch das Herz, sondern durch den Verstand. Aber mit der gleichen Absicht, den Schöpfer zu enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.09.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Immer neu anfangen.

Die spirituelle Arbeit beginnt immer aufs Neue, und wir müssen dies verstehen und akzeptieren und für diesen neuen Anfang dankbar sein. Der Mensch beginnt immer so, als ob es vorher gar nichts gegeben hätte, alles wurde gelöscht.“Nukwa kehrt ständig in den jungfräulichen Zustand zurück“; es bleibt also keine Lebenserfahrung zurück, der ganze Kontakt mit dem Bräutigam, dem „Schöpfer“, wie ich zu Ihm ging, verschwindet.

Man muss nichts aus der Vergangenheit mit sich schleppen; ganz im Gegenteil, man soll darum beten, alles vergessen zu können! Ich will nichts wissen!

In unserer egoistischen Erfahrung sind wir nicht in der Lage, uns vorzustellen, wie man auf seine ganze Erfahrung verzichten kann.

Aber wir brauchen hier keine Lebensweisheiten! Den Verstand brauchen wir nur, um jedes Mal von Null, von dem sauberen Blatt zu beginnen.

Denn für das Geben brauche ich keinen Verstand, sondern nur eine reine Einstellung, die zu meinem alten Zustand – der sicherlich irgendwelche Mängel hatte, (ich habe ja die Unendlichkeit und die Endkorrektur noch nicht erreicht) – in keiner Verbindung steht.

Und wenn wir dazu fähig sind, dann nähern wir uns tatsächlich dem Glauben, dem Geben an. Denn um geben zu können, brauche ich keinen Verstand; ich habe ja noch nicht die Unendlichkeit und die Endkorrektur erreicht, keinerlei Verbindung..

Deshalb kehren Nukwa und Seir Anpin nach jeder Handlung zu ihrem minimalen Zustand, dem Punkt und sechs Sfirot, zurück.

Wir müssen dies als notwendige Bedingung für den Fortschritt annehmen und versuchen, dies mit Verständnis, Freude und Liebe zu akzeptieren, indem wir jedes Mal von Null anfangen.

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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Die Vernunft hilft hier nicht

Die Wissenschaft der Kabbala wird nicht mit dem Verstand begriffen; infolge der Einwirkung des verborgenen Lichtes, schafft sie in uns allmählich die Empfindung des Bildes der Handlungen des Schöpfers.

Daraus begreifen wir allmählich die Wissenschaft der Kabbala, die geistige und unsere innere Welt. Wir öffnen in uns die neue Realität, die man mit dem irdischen (körperlichen) Verstand nicht verstehen kann.

(Zunächst wurde der Wunsch geschaffen, und dann entwickelte sich der Verstand, um das Erwünschte zu erreichen. Wenn wir also keine Wünsche des Gebens haben, dann gibt es auch keinen Verstand, um die kabbalistischen Texte zu verstehen).

Alle Ratschläge der Kabbalisten sind dazu gedacht, damit wir uns vorbereiten können und, um in uns die Veränderungen der Eigenschaften vom Erhalten auf das Geben hervorzurufen. Und laut der Veränderung unserer Wünsche, werden wir empfinden und aus den Empfindungen verstehen.

Die gesamte Wissenschaft der Kabbala ist auf die Enthüllung des Schöpfers gerichtet. Und wenn ich einfach das Verständnis als Ziel setze, dann schneide ich mich vom geistigen Begreifen, von der Empfindung ab. Denn ich beginne mit der irdischen Vernunft zu arbeiten, sie wird für mich wichtig.

Und es stellt das Hindernis auf meinem Weg, den Schöpfer zu enthüllen! Die irdische Vernunft nimmt mir die Möglichkeit weg, ins Bild der geistigen Eigenschaften einzudringen.

Deshalb hat sich Baal HaSulam so geärgert, als er in Jerusalem „die Kabbalisten“ traf, die den Sohar Text mechanisch, auswendig lernten.

Aus dem Unterricht nach „TES“ „, 20.09.2010

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Die menschliche Realität

Die Bürgschaft stellt unseren allgemeinen Raum, die gemeinsamen Wünsche dar, worin ich alle Offenbarungen erlange.

Und ohne solchen Raum, gibt es keinen allgemeinen Wunsch, es gibt nur die abgesonderten egoistischen Wünsche, jeden einzelnen.

In dem Maße, in dem ich mich selbst aufhebe und mich in diesen allgemeinen Wunsch einbringe, und du dich auch aufhebst und darin einbringst, und ebenso der dritte, vierte macht – in dem Maß werden wir diesen gemeinsamen Ort erschaffen. Andersfalls existiert er nicht!

Es gibt kein Gefäß für das Erhalten des Lichtes, wir müssen es erst sammeln, wir sollen die Einigkeit anstreben. Je mehr wir unsere Einigkeit – von Stufe zero bis zur 125. Stufe entwickeln, desto intensiver empfinden wir auf jeder Stufe der Einigkeit das Bild, die immer größere Erscheinungsform des Schöpfers.

Gerade darüber erzählen uns „die heiligen“ Bücher (Tora, Sohar usw.), – über die Maße unserer Vereinigung, die wir schaffen, indem wir das Übel, die Abtrennung, auf das Gute, und die Einigkeit korrigieren. Deshalb besteht Tora aus den Erzählungen über die Enthüllung des Übels und seine Korrektur.

Unsere Welt ist die empfundene Abwesenheit des Schöpfers, die an „die Stelle der Einigkeit“ eintritt, das Empfinden der Abgesondertheit. Aber auch diese Welt existiert an derselben „Stelle“ zwischen uns – es wird hier das Maß des Zerbrechens unserer Verbindung und die Abwesenheit des Schöpfers empfunden.

Und die Einigkeit funktioniert gleich dem Resistor, zu dem Plus und Minus zugeführt sind. Darin wird mein Ego, die Abtrennung von allen verborgen. Und ich strenge mich an, die Einigkeit zu erreichen.

Dadurch schaffe ich den Widerstand zwischen der Abtrennung und der Bemühung. Und je größer dieser Unterschied ist – „der Glaube über dem Verstand“, das heißt je mehr Widerstand geleistet wird – desto größer wird das Licht sein, das auf dem Widerstand enthüllt wird.

Sowie in der Elektrotechnik, als auch in der Geisteswelt gilt ein und dasselbe Gesetz. Denn die ganze Natur besteht aus Plus und Minus, aus der Kraft des Gebens und des Erhaltens, man kann sie nur dann untereinander verbinden, wenn man in der Mitte den Widerstand – einen beliebigen Konsumenten stellt. Dieser Konsument ist Adam eben, den wir aufbauen, unsere Seele.

Deshalb haben wir, einerseits, eine Kraft des Zerbrechens, und andererseits, die Kraft unserer Bemühung zur Vereinigung. Aber sie hebt das Zerbrechen nicht auf – wir verbinden uns gerade darüber!

Dadurch wird das Gebiet erschaffen, worin das Licht, das aus zwei Linien kommt: aus dem Plus und dem Minus, die Arbeit erfüllt, es tritt in Aktion. Durch diese Arbeit bauen wir uns auf – „die menschliche Realität“.

Aus dem Unterricht nach „TES“ „, 20.09.2010

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