Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eine echte Chance, ein neues Leben zu beginnen

Die spirituelle Empfängnis ist das Gefühl, wie sich in mir Wünsche, Eigenschaften, Absichten, Verständnis und Vorstellungen verändern. Meine gesamte innere Welt wird auf den Kopf gestellt.

Zum ersten Mal in meinem Leben spüre ich, dass ich fähig bin, mich von meinen Interessen zu lösen und im Interesse anderer zu handeln, das heißt, mich von meinem „Ich“ zu trennen und das zu tun, was der Schöpfer will und was die Menschheit braucht.

Eine solche Bereitschaft im Menschen ist der Beginn der spirituellen Empfängnis. Ich befreie mich von der Herrschaft des egoistischen Verlangens, das mir diese Welt vorgaukelt, und wende mich dem altruistischen Verlangen zu; dabei fühle ich mich in der Welt des Schöpfers, in der Herrschaft der Gruppe. Das ist keine gewaltsame Versklavung, sondern mein Wunsch, mich hinzugeben, um mich von den Fesseln meines Egoismus zu befreien.

Ich bin noch nicht in der Lage, eine Handlung zum Wohle meines Nächsten auszuführen, aber ich spüre bereits, dass diese Möglichkeit tatsächlich existiert. Das heißt, ich befreie mich aus der Herrschaft des Egoismus und begebe mich unter die Herrschaft des Schöpfers.

Ich trete unter die Herrschaft der Kraft des Gebens, als würde ich von einem Raum in einen anderen wechseln. Im ersten Raum herrschte der Egoismus, den der Schöpfer dazu bestimmt hatte, mich zu lenken. Ich war ein Sklave des Egoismus, verpflichtet, all seine Forderungen zu erfüllen.

Nun bewege ich mich in einen anderen Raum, in dem der Wunsch nach Geben herrscht, und spüre diesen Übergang. Das nennt man spirituelle Geburt. Allmählich tritt an die Stelle des Egoismus in mir der Wunsch zum Geben und verändert meine Gedanken, Wünsche, Absichten und Handlungen.

Manchmal verschwindet dieser Wunsch zum Geben, kehrt dann aber wieder zurück. Ich möchte ihn mit aller Kraft festhalten, damit er mich nicht verlässt. Manchmal fange ich an,  mit ihm zu spielen, abwägend, was überwiegt: der Wunsch nach Genuss oder der Wunsch zum Geben, und diesen Übergang von einer Herrschaft zur anderen erforschend.

So tauche ich immer tiefer in den Zustand eines spirituellen Embryos ein. Dies dauert neun Monate der Schwangerschaft, bis der Mensch in der spirituellen Welt geboren wird.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Ibur (Empfängnis)“

 

Beispiele des Höheren

Der Schöpfer wird durch verschiedene Formen des Gebens enthüllt, jedoch wird er in uns enthüllt, dem empfangenden Verlangen. Andernfalls würden wir diese Ausdrucksformen nicht empfinden. Sie kommen von oben, allerdings müssen wir diese annehmen und ihnen von unten, von unserem Ende her, ähnlich werden.

Das macht den ganzen grossen Unterschied aus. Wir haben ein ähnliches Beispiel in unserer Welt, wenn wir etwas begreifen, sehen, fühlen und schmecken, aber dann müssen wir es selbst kopieren. Hierin steckt eine enorme Anstrengung. In der spirituellen Welt senkt Ima ihren unteren Teil in Seir Anpin ab und gibt ihm ein Beispiel mit ihrem Reflektierendem Licht (Or Choser). Wenn das Höhere auf diese Weise handelt, kann das Niedrigere nicht scheitern, denn es sieht ein fertiges Beispiel.

Auf die gleiche Weise geben wir kleinen Kindern erprobte, zuverlässige Beispiele, die es ihnen nicht erlauben, Fehler zu machen. Wenn jedoch ein Kind selbst nachahmen möchte, was wir ihm gezeigt haben, dann ist das bereits ein Problem. Es macht einen Fehler und erkennt, dass es zuerst Kraft und Wissen erlangen muss.

Entsprechende Prozesse geschehen in der spirituellen Welt. Auch wenn der Schöpfer uns Beispiele gibt, und obwohl alle Stufen von Oben kommen, kommen sie in der entgegengesetzten Form. Ihnen fehlen unsere Anstrengungen, verbunden mit Verlangen als auch Verständnis, was Bemühungen im Herzen und im Verstand bedeutet.

Nur durch beifügen unserer Anstrengungen zu Verlangen und Verstand, erkennen wir die durch den Höheren gegebenen Beispiele, folglich wandeln sich diese dadurch von Finsternis in Licht. Schliesslich sind sie für uns zuerst in Finsternis getaucht, weil wir spüren, dass wir ausserstande sind, dies selbst zu tun. Rabash schreibt davon im Artikel: „Die Einbeziehung der Eigenschaft der Gnade in das Urteil.“

Der Schöpfer wird ein „Weiser“genannt, denn Er besitzt das Licht Chochma und alle notwendigen Kräfte. Ein Mensch, der sich ein Beispiel am Schöpfer nimmt, wird ein „Schüler eines Weisen“ genannt, denn er kopiert des Schöpfers Formen des Gebens.

Trotzdem müssen wir verstehen, dass dies nicht nur das Kopieren einer Handlung ist. Zunächst müssen wir damit einverstanden sein, diese Form anzunehmen, weil das etwas ist, was wir überhaupt nicht wollen. Wenn wir damit einverstanden sind, bedeutet das, dass wir uns irgendwie selbst einschränken und einen Ort in uns schaffen, wo diese sich offenkundig machen können, dann sind wir bereit diese Formen in unserem empfangenden Verlangen wahrzunehmen, und sodann zu verstehen, wie sie gebildet wurden und sie zu wiederholen. Dies bedeutet, ungeachtet unseres Verlangens zu studieren, zusammen mit dem Verlangen und dem Verstand, bis wir erkennen, wie wir die Beispiele des Schöpfers in der Praxis an uns selbst ausdrücken und ausführen können.

Eine lange Kette von Handlungen liegt zwischen unserer Bereitschaft, ein Beispiel zu empfangen und es lebendig werden zu lassen. Und all dies, wird „das Werk des Schöpfers“ genannt, da wir das Beispiel, das wir erhielten und selbst verwirklichen, mittels der Kraft und der Weisheit, die auch von oben kommen.

Während des ganzen Prozesses müssen wir nur das Verlangen haben aufzusteigen – das Verlangen, das wir von der Umgebung empfangen.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 02/03/2011, Schriften von Rabash

Das Maß zur Korrektur des Egoismus

Frage: Wie erkennt man das Ausmaß seines Bösen, und wie bittet man um dessen Korrektur, also um das Verlassen dieses Zustands?

Antwort: Das Maß unseres Bösen zeigt sich darin, wie stark wir unseren Egoismus in uns offenbaren können. Je mehr wir unser Ego erkennen, desto besser können wir den Schöpfer um seine Korrektur bitten. Andernfalls würde unsere Bitte ohne echtes Verständnis oder Gefühl bleiben.

Deshalb ist es notwendig, an uns selbst zu arbeiten: an unseren Verlangen und an den Beziehungen zwischen den Freunden, um zu spüren, inwiefern wir unter der Kontrolle des Egoismus stehen. Erst wenn wir dieses Gefühl erreicht haben, bitten wir den Schöpfer, uns aus der Macht des Egoismus zu befreien. Dieser Vorgang wird als Auszug aus Ägypten bezeichnet.

Frage: Kann man dem Ego widerstehen?

Antwort: Wir müssen gemeinsam den Schöpfer darum bitten, dass  Er uns die Kraft schenkt, uns vom Egoismus zu Ihm zu erheben. Nur durch das Gebet können wir unserem Ego widerstehen. 

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Aufzeichnungen von Rabash

 

Unterschiedliche Frequenzen

Frage:  Mir ist aufgefallen, dass wir dieselbe Sprache sprechen, aber wenn Sie etwas erklären, steckt eine ganz andere Stufe hinter diesen Worten. Das heißt, Ihre Erklärung entspricht nicht meinem Verständnis. Es gibt ein Hindernis: Sie versuchen zu erklären, ich versuche zu verstehen.

Ich möchte erkennen, warum wir solche Unterschiede in der Wahrnehmung haben?

Antwort: Wir arbeiten auf unterschiedlichen Frequenzen. Ich benutze andere Definitionen. Darüber muss man nicht sprechen, Ansprüche stellen oder  darunter leiden.

Auf deinem Niveau wirst du mich nicht verstehen, so wie ein Baby seine Eltern nicht versteht. Und wenn schon? Das Kind wird erwachsen werden und dann wird es verstehen. Es wird versuchen zu begreifen, was sie ihm entsprechend seiner Stufe vermitteln. Das ist genug!

Es gibt nichts zu tun. Ich leide nicht darunter, dass viele Menschen nicht verstehen, was ich vermitteln will. Jeder hat sein eigenes Ziel, seinen eigenen roten Faden, so wird es jeder zu seiner Zeit verstehen. Ich lehre und vermittle Allgemeinbildung. Dann sucht und entwickelt sich der Mensch, nach den Besonderheiten seiner Seele.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Eine Wort – eine Million Bedeutungen.“

Auf dem Weg zu einem sinnlichen Verstehen

Frage: Was bedeutet es: „Nimm keinen Platz ein, dann bin ich in allem“?

Antwort: Mit „keinen Platz einnehmen“ ist gemeint, dass man mit seinem Egoismus keinen Platz beansprucht. Dann bin ich überall, im ganzen Raum, im ganzen Universum. Ich erreiche, da ich meinen Egoismus annulliere, eine Stufe, auf der es keinen physischen Raum mehr gibt.

Kommentar: Sie sagen oft, dass wir in einen Zustand kommen müssen, in dem wir nicht uns selbst, sondern andere fühlen sollen.

Antwort: Dies ist in allen kabbalistischen Büchern beschrieben. Wenn wir das tun, erreichen wir den Zustand der ersten Einschränkung (Zimzum Alef), wenn ich mein ICH nicht mehr in mir spüre.

Es ist unmöglich das in Worte zu fassen, aber dieser Zustand ist real. Du befindest dich überall gleichzeitig, fühlst jeden, erlebst jeden in der Verbindung mit jedem und nicht als eine unabhängige subjektive Einheit. Du hast das Gefühl, nicht als Subjekt zu existieren.

Frage: Wie war das bei Ihnen?

Antwort: Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe keine Worte dafür.

Die Kabbala beschreibt die Handlungen, die man mit seinen Kräften in sich ausführen muss: Geben, empfangen, abschirmen, die Stärke des Egos, anziehen von Licht (welches) und die Interaktion mit diesem oder jenem. Das heißt, die Kabbala befasst sich mit genauen, physikalischen Größen und physikalischen Phänomenen – Wahrnehmungen.

Deshalb haben die Kabbalisten solch eine Sprache erfunden, damit man derartige Empfindungen irgendwie von einer Welt in die andere übertragen kann. Es ist eine erfolglose Sprache, sie kann nichts erklären.

In Wirklichkeit ist diese Sprache für diejenigen geeignet, die sich bereits in der Wahrnehmung der Höheren Welt befinden. Für sie wird die Sprache der Kabbalisten verständlich. Für diejenigen, die sich nicht in der Höheren Welt befinden, bleibt es unverständlich. Wenn wir die Tora oder andere Bücher der Kabbalisten lesen, nehmen wir das was dort gesagt wird, in irdischen Begriffen wahr.

Es fällt uns sehr schwer, auf das umzuschalten was über Qualitäten, Eigenschaften, Kräfte, Gefühle der Annäherung oder Entfernung, über Kräfte gesagt wird, die mit allen möglichen unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Namen bezeichnet werden. Obwohl sich die Kabbalisten sehr bemühen, ist das wenig hilfreich.

Wie viele Jahre habt ihr Rabashs Artikel und meine Erklärungen gelesen und gehört? Ihr seht, wie viel Zeit vergeht, bis es innerlich klick macht und ein neues Verständnis der gelesenen Texte sowie die Arbeit an den Fehlern beginnt.

Es handelt sich nicht um ein sprachliches, sondern vielmehr um ein sinnliches Verständnis.

Kommentar: Sie haben versucht es wie Mathematik zu verstehen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie nichts verstanden haben. Erst nach einiger Zeit haben Sie es innerlich empfunden und begonnen diese Sprache zu verstehen.

Antwort: Ich habe versucht, alles auf der Stufe der Kräfte und Prozesse wahrzunehmen. Hier tauchte plötzlich ein sinnliches Bild auf, das mich zwang, an mir selbst zu arbeiten.

Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Wie kann man die ganze Welt beherrschen?“

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Sukkot-Feiertag: Der erste Ehrengast: Abraham

Am ersten Tag des Sukkot-Festes erhalten wir einen neuen Zusatz zu unseren Kelim: die Kleidung der Sefira Chessed in uns, die Ushpisin Abraham genannt wird. Wir beleben allmählich den Körper der gemeinsamen Seele von Adam HaRishon wieder, der zerbrochen wurde. Und zuallererst sammeln wir einen spirituellen Parzuf, der bereit ist, das Licht von Chessed zu empfangen.

Chessed ist die höchste Eigenschaft, die wir vom Kopf des spirituellen Parzufs (Sefirot Keter, Chochma und Bina) erhalten; deshalb wird es zuerst in uns eingekleidet. Wir spüren, dass ein neuer Zustand gekommen ist, der einen neuen Geist und ein neues Verständnis mit sich bringt. Es wird uns geschenkt; wir müssen es nur erwarten, es uns wünschen und darum bitten. Wenn ich einem Freund etwas geben will, dann werde ich würdig, ein Geschenk zu erhalten.

Es heißt, dass jeder, der sich dem Schöpfer nähern will, zuerst die Eigenschaft der rechten Linie akzeptieren muss, das heißt die Eigenschaft des Glaubens.

Eine Gruppe, die sich vereinigen will, muss zuerst die Eigenschaft von Abraham, die Eigenschaft des Glaubens, erreichen. Wenn das Attribut der Barmherzigkeit in allen Wünschen vorherrscht, bedeutet das, dass Abraham sich in sie gekleidet hat.

Im Buch Sohar heißt es: „Es gibt niemanden auf der Welt, der sich mit der Größe Abrahams vergleichen kann, der allen Geschöpfen Barmherzigkeit erwies.“ Die Gabe Abrahams war die größte, und deshalb wird er der Vater des Volkes, der erste der Vorväter genannt.

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Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 10.10.2022″ Ushpisin Abraham – Sefira Chessed“

Wie können wir jemandem vergeben, der einen Mord begangen hat? (Quora)

Im Jahre 1994 fanden rund 800.000 Menschen in Rwanda in dem schrecklichen Massaker, welches dort stattgefunden hatte, den Tod. Als die neue Regierung antrat, rief diese das „Staatliche Projekt zur Vergebung“ ins Leben: Jene, die gemordet hatten, mussten die Überlebenden des Massakers und die Familienangehörigen der Opfer um Vergebung bitten. Die Überlebenden wiederum waren aufgefordert den Mördern zu verzeihen. Man traf die Entscheidung: Obgleich es unendlich schwerfällt, ist dies der notwendige Schritt, den wir machen müssen.

Wenn es den Opfern gelingt, ihr Verlangen nach Vergeltung zu überwinden, wird es uns möglich sein, durch den Akt des Vergebens Heilung zu erfahren. Andernfalls werden wir in einen Teufelskreis von Mord und Hass geraten, den es unmöglich sein wird, je zu sprengen. Obwohl Rwanda noch immer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist es dem Land gelungen die Spirale von Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen.

Können wir aber einem Mörder wirklich verzeihen? Ja, wir können. Es gibt zwei Wege dies zu tun. Entweder wir ziehen bewusst eine positive Kraft in unser Leben hinein, welche es uns ermöglicht dies zu tun (wie es die Weisheit der Kabbala uns lehrt), oder aber wir können es auf gesetzlichem Wege tun, indem wir zu der Einsicht gelangen, dass wir keine andere Wahl haben.

Die beste und nachhaltigste Art Mördern zu vergeben, besteht jedoch darin, zu verstehen, dass tatsächlich eine durch und durch positive Kraft uns beherrscht, von der uns bislang allerdings noch jede Wahrnehmung fehlt. Das Studium der Weisheit der Kabbala ermöglicht es uns zu einem tieferen Verständnis der Wirklichkeit vorzudringen und zu begreifen, dass nicht wir die Akteure sind, sondern wir tatsächlich von einer verborgenen, guten und omnipotenten Kraft gesteuert werden.

Der Text basiert auf dem Video „Können wir jemandem vergeben, der unsere Familie oder Freunde ermordet hat?“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman. Geschrieben und herausgegeben von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman

Warum Verbindung wichtig ist

Im März 2009, in Folge der Finanzkrise der Großen Rezession, bot der Wirtschaftswissenschaftler Mark Vitner der Associated Press eine greifbare Beschreibung der unausweichlichen Verflechtung der Menschheit an: „Es ist, als würde man versuchen, Rührei zu entwirren. Es ist nicht so einfach möglich. Ich weiß nicht, ob es überhaupt machbar ist.“

Wenn wir heute die Welt um uns herum betrachten, stellen wir fest, dass alles noch mehr miteinander verbunden ist als im Jahr 2009. Sie können nichts herstellen, vom Bleistift bis zum Flugzeug, ohne Produkte aus der Hälfte der Länder der Welt zu beziehen. Und für diejenigen unter uns, die immer noch nicht davon überzeugt waren, dass dies so ist, hat die Covid-19-Pandemie gezeigt, dass eine Infektion überall eine Infektion ist.

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Werkzeuge eines spirituellen Lehrers

Frage: Welche Werkzeuge benutzt ein spiritueller Lehrer, um meine inneren Eigenschaften zu „schleifen“.

Antwort: Das geschieht nur im Unterricht, wenn wir einige Themen gemeinsam besprechen: Der Lehrer erklärt und die Schüler fragen.

Indem die Schüler mit dem Lehrer interagieren und versuchen, ihn tiefer zu verstehen, ist es als würden sie in ihn eintreten. Sie bemühen sich, nicht mit dem Verstand, sondern sich sinnlich mit ihm zu verbinden. „Sinnlich“ bedeutet in ihrem Verlangen. Wie es heißt: „Mach seinen Wunsch zu deinem Wunsch“. Diese Verbindung ist sehr wichtig.

Sie müssen dabei nicht in der Nähe des Lehrers sein, direkten Kontakt haben, oder mit ihm im selben Raum sitzen. Ich habe zum Beispiel einen sehr guten Kontakt zu  Gruppe in Santiago. Ich spüre, wie nah sie mir, trotz der Entfernung sind.

Es gibt Gruppen, die ich schon lange kenne, mit denen ich mich aber nicht so gut verstehe. Es kommt auf den inneren Wunsch an, sich miteinander zu verbinden.

Ihr müsst verstehen, dass der Lehrer nach dieser Verbindung strebt und immer dazu bereit ist, auch wenn er hart und sogar unhöflich sein kann. Immerhin handelt es sich um ein absolut klares Spiel in Bezug auf den Schüler. Alles wird hier nur von der Tatsache diktiert, dass wir in einen gegenseitigen Kontakt kommen müssen. Ihr müsst von mir die spirituelle Energie, das Gefühl, das Verständnis, die Verbindung zwischen dem was wir studieren und unserer inneren Welt, unseren Handlungen erhalten.

Aus dem Unterricht, 02.12.2018

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Wie lösen Sie das Rätsel der Kabbala?

Frage: Wenn ich ein Kabbalist werde, kann ich dann, den von der Kabbala beschriebenen sinnlichen Zustand, schriftlich wiedergeben?

Was ist, wenn ein Fehler beim Schreiben gemacht wurde, kann ich es sehen?

Antwort: Man wird alles sehen. Tatsache ist, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist, die allen offen steht, aber sie wird auch als Geheimnis bezeichnet.

Es stellt sich die Frage, „wie kann eine Wissenschaft ein Geheimnis sein?“ Vielleicht wird es so geheim gehalten, wie die Entwicklung besonders gefährlicher Waffen oder Gifte? Warum ist es immer noch ein Rätsel?

In der Kabbala liegt das Rätsel in der Kabbala selbst. Zeigen Sie zum Beispiel ihrem Kind die Formel einer Atombombe. Wie kann das Kind sich damit befassen? Gar nicht. So bekommt man von der Kabbala ein Buch, dass man lesen soll und man versteht nichts was im Buch steht.

Um das zu begreifen, muss man sich ändern. Und wenn Sie zu dem Verständnis gelangt sind werden Sie wie der Kabbalist sein, der dieses Buch geschrieben hat und Sie werden dank der Formel, die Ihnen von den großen Kräften der Natur erzählt, nichts Falsches tun können. Sie werden nicht in der Lage sein, mit ihnen zu spielen, wie Sie wollen.

Nur dann, wenn Sie sich auf der gleichen Stufe wie die Natur befinden, werden Sie sie offenbaren. Es ist demnach unmöglich, dass ein Kabbalist jemanden verletzen kann. In dem Moment, in dem er von seiner Stufe herabstürzt, vergisst er sofort alles und hat nicht mehr das spirituelle Wissen. Das Wissen füllt ihn, entsprechend seinem spirituellen Zustand.

Aus dem Unterricht, 11.01.2018

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