Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Die Kraft, die die Form der Welt bestimmt

„Spirituelle Bewegung bedeutet Erneuerung der Veränderung der Form. Es bleibt uns noch, die Begriffe von Zeit und Bewegung zu erläutern, die wir fast in jedem Wort unserer Wissenschaft antreffen. Und wisse, dass spirituelle Bewegung nicht der physischen Bewegung von einem Ort zum anderen gleicht, sondern sie bedeutet Erneuerung der Form. Jede Erneuerung der Form bezeichnen wir als „Bewegung“. Sie gleicht vollkommen einem materiellen Wesen, von dem sich ein bestimmter Teil abtrennt, verschiebt und an einen anderen Ort bewegt, und daher wird die Erneuerung der Form als „Bewegung“ bezeichnet.“ (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, „Innere Betrachtung“, Kapitel 9, Punkt 33).

Wir sprechen von der Kraft, die die Form der bestehenden Welt bestimmt. Sie verändert sich ständig, und deshalb verändert sich die Welt und damit auch wir in dieser Welt. Aber es ist fast unmöglich zu erklären, wie das geschieht, da sich das Wesen der existierenden Materie selbst verändert, nicht physisch, sondern spirituell.

In der spirituellen Materie verändern sich die Wünsche, die die Grundlage ihrer Existenz sind. Der Sinn und Zweck der Materie ändert sich, und so spüren wir nur die Folge davon.

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Aus dem „Studium der Zehn Sefirot (TES)“ vom, 12.2.23

Der Schlüssel, der den Zugang zum Schöpfer öffnet

Kommentar: Was bedeutet ein enges Schlüsselloch, in das man in der spirituellen Arbeit einen Schlüssel stecken kann?

Die Definition von „eng“ bezieht sich auf einen Mangel an Chasadim (Barmherzigkeit). Wenn es mir gelungen ist diesen Mangel auszugleichen, dann bin ich bereit, dieses Schloss zu öffnen.

Der ganze Weg vor uns ist wie eine verschlossene Burg. Bei jedem Schritt müssen wir den richtigen Schlüssel finden. Mit der Qualität des Gebens wird die Burg zunehmend geöffnet, so kommen wir dem Ziel näher und offenbaren die Eigenschaft des Gebens und nähern uns dem Schöpfer an. Wir müssen dafür den Schlüssel wählen, der genau zum Schloss passt.

Das Schloss, welches die Eigenschaft des Gebens vor uns verbirgt, ist die Gruppe und der Schlüssel ist die Beziehung, der Zusammenhalt und die Liebe in dieser Gruppe. Man muss sich von sich lösen und sich an den zehn Freunden festhalten. Der Zehner ist für mich ein spirituelles Kli. Wenn man sich richtig formatiert, um sich in dieses Kli einzubringen, wird man das Schloss mit dem Schlüssel öffnen und zum Schöpfer kommen.

Man muss den Schlüssel finden, ihn studieren und versuchen ihn an das Schloss anzupassen. Man muss lernen, wie man den Schlüssel in das Schlüsselloch steckt und wie man ihn umdreht. Wenn man stark genug ist den Schlüssel im Schloss zu drehen wird man es aufschließen können.

Man muss daran denken, eine starke Verbindung zu seinen Freunden zu haben, wenn man den Schlüssel ins Schloss steckt. Wenn man sich mit seinen Freunden verbindet und sich selbst zunehmend annulliert, wird man schließlich in der Lage sein, den Schlüssel in das Schlüsselloch zu stecken und es aufzuschließen.

Um den Schlüssel im Schloss zu drehen muss man sich an den Schöpfer wenden und ihn um die Kraft bitten das Schloss öffnen zu können.

Die Arbeit besteht aus drei Schritten: Den richtigen Schlüssel für das Schloss finden, ihn in das Schloss stecken und das Schloss aufschließen.

Aus einer Lektion über das Buch Sohar. 

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Ein Zehner ist ein Ortungsgerät für ein Signal von oben

Kommentar: Wenn man sich vor den Freunden annulliert, zeigt das, dass man an den Schöpfer glaubt. Durch die Annullierung kann man mit den Freunden dem Schöpfer näher kommen. Der Schöpfer existiert nicht ohne die Schöpfung: Wenn wir uns verbinden, wird unsere Verbindung Schöpfer genannt. Wir erschaffen Ihn und arbeiten mit Ihm zusammen.

Eine verbundene Gruppe ist wie ein Radioteleskop, das Einflüsse von einer höheren Stufe empfängt. Normalerweise fühlt es ein Mensch nicht, aber der verbundene Zehner kann diese besondere, unbegreifliche Kraft von oben wahrnehmen. Diese Kraft entfaltet sich im Zehner und arbeitet wie ein Radar, wie eine Satellitenschüssel, die diese höhere Kraft für uns aufspürt.

Ohne eine solche Gruppe könnten wir die Offenbarung des Schöpfers nicht erreichen. Nur wenn wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verbinden, können wir dieses Radar, unser gemeinsames Verlangen erschaffen, drehen, abstimmen, um darin das einzufangen, was der Schöpfer genannt wird. Das heißt „komm und sieh“ (bo-re).

Der Schöpfer übersteigt unser Fassungsvermögen. Die einzige Möglichkeit Ihn zu offenbaren besteht darin, uns zu verbinden und uns auf Ihn einzustimmen. So kann jeder Funkempfänger nur die Welle empfangen, die in ihn eintritt. Es gibt nichts Wichtigeres als unsere Verbindung, denn sie bringt uns in Einheit mit dem Schöpfer.

Egal, wie sehr man versucht, eigene Wünsche in Einklang zu bringen, wird einem irgendwann klar, dass man nicht in der Lage ist, die Verbindung zum Schöpfer zu erreichen. Man braucht die Verbindung zu seinen Freunden. Nur durch sie kann man mit dem Schöpfer in Kontakt treten. Ich bin die letzte Sefira von Malchut und meine Freunde sind die ersten neun Sefirot, durch die mich der Ruf des Schöpfers erreicht.

Die Voraussetzung für das Gebet ist, dass wir uns so sehr auf die Freunde einlassen, dass wir spüren, dass wir in unserer Verbindung eine Botschaft des Schöpfers empfangen können. Wenn man diese Botschaft begreift, möchte man mit seinen Freunden darauf reagieren.  Durch sie können wir uns erheben und den wahren Kontakt mit dem Schöpfer erreichen.

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Aus der Lektion zu Jom Kippur

Handlung-Gedanke-Verlangen

Der anti-egoistische Schirm ist die Kraft der Verbindung zwischen den Freunden im Zehner und dann zwischen uns und dem Schöpfer. Er beruht darauf, dass wir uns über unseren Egoismus erheben und verbinden wollen. Wenn wir uns um die Verbindung bemühen, beginnen wir auf diese Weise, einen Schirm aufzubauen.

Diese Verbindung besteht nicht nur in den Gedanken, sondern in den Herzen, in der Herzensverbindung des einen mit dem anderen. Wir wollen uns mit unseren Herzen verbinden, denn der Schöpfer ist einer für alle und er offenbart sich in der Verbindung zwischen uns allen.

Ich unternehme eine Anstrengung in meinem Herzen, indem ich es auf eine bestimmte Eigenschaft ausrichte und mich ihm nähere. Die Hauptsache ist die Anstrengung des Herzens, denn in einer körperlichen Handlung gibt es nichts Spirituelles. Ich strebe mit meinem Herzen zu dem, den ich liebe, ich möchte ihm nah sein, damit er diese Herzensnähe spürt. Das nennt man Annäherung der Herzen.

Wir wollen uns im gegenseitigen Geben befinden. Natürlich kann sich das Geben in einer äußeren Form ausdrücken, in Form eines materiellen Geschenks, damit drücke ich meine Gefühle des Herzens aus.

Wie kann man sein Herz in die richtige Richtung lenken? Mit Hilfe eines Gedankens. Das Herz ist ein Verlangen und ich lenke dieses Verlangen mit meinen Gedanken. Durch den Gedanken kann ich mein Verlangen wie ein Ruder steuern, wenn ich mich in Gedanken zum Gebet erhebe, in dem ich mein Verlangen mit meinem Gedanken und mit meinem Ziel verbinde. So komme ich mir vor, als würde ich ein Boot steuern.

Die Gedanken kommen vom Schöpfer zu uns aber ich kann meine Gedanken mit Hilfe von Handlungen der Verbindung beeinflussen und verändern. Wir verbinden uns mit unserem Herzen, unter dem Einfluss der Gedanken.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus „Shamati“, 22.09.2022.
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Jom Kippur – Bewusstsein des Egoismus

Frage: Während Rosh HaShana beschließt ein Mensch, ein neues Leben zu beginnen, und obwohl er sich über seine Natur erheben muss, möchte er dennoch innerhalb von zehn Tagen vor Jom Kippur alle seine Eigenschaften überprüfen.

Wenn er sie mit den Eigenschaften des Schöpfers vergleicht, sieht er, dass er in keiner von ihnen sich dem Schöpfer angleichen kann, und beschließt am Jom Kippur, sie unter Einschränkung zu setzen, die sich in unserer Welt durch fünf Einschränkungen äußern.

Danach, fünf Tage später, die die fünf Sefirot symbolisieren, beginnt das Sukkot-Fest. Was ist der Sinn dieser Feiertage?

Antwort: Vor dem Neuen Jahr (Rosh HaShana) gibt es eine ganze Reihe von Tagen, an denen die Menschen um Vergebung bitten. Sie bewerten sozusagen ihre Taten, was sie Gutes und Schlechtes getan haben, und im Allgemeinen erkennen sie, dass sie nicht wirklich etwas Gutes vollbracht haben.

So prüft der Mensch seine Handlungen und kommt zum Schluss, dass er dem oberen Willen des Schöpfers zu gehorchen hat, weil „es nichts außer Ihm gibt.“ Er akzeptiert den höheren Willen als die einzige Kraft, die in der Welt herrscht. Aus diesem Zustand heraus beginnt er, sich selbst zu bewerten. Er unterzieht seine Handlungen und Taten einer sehr ernsten Analyse, die bis Jom Kippur andauert.

Jom Kippur ist der innere Zustand eines Menschen, wenn er erkennt, dass die handelnde Kraft in ihm ausschließlich der große Egoismus ist und er sich über sich selbst erheben muss. Schließlich lautet das Hauptgebot der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, und davon ist er Lichtjahre entfernt und befindet sich sogar im Gegenteil davon. Deshalb bittet er um Vergebung.

Das ist das Prinzip von Jom Kippur, wenn er bereit ist, auf sein egoistisches Verlangen zu verzichten. Es gibt insgesamt fünf von ihnen im Menschen. Deshalb werden sie durch fünf Einschränkungen in unserer Welt repräsentiert: ein Verbot zu essen, zu trinken und so weiter.

Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände, Rosh HaShana und Jom Kippur“

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Der es verdorben hat, wird es korrigieren

Kommentar: Das Böse das wir in der Welt sehen, ist eine Projektion unserer Eigenschaften. Wenn man von diesem Übel stark beeindruckt ist, ist es hilfreich, denn im gleichen Maße wird man eine größere Bereitschaft haben, sich davon zu befreien.

Man muss erkennen, dass alles Böse aus einem Verlangen nach Genuss, dem Egoismus, herrührt. Wenn wir diesen Egoismus mit Hilfe des Höheren Lichts überwinden, dann wird das ganze Leben besser.

Wir sehen, dass die Welt von äußeren Problemen zerrissen ist: Krieg, Epidemien, Inflation. Wir können es in Ordnung bringen, wenn wir uns innerlich verändern – nicht in uns, sondern in der Beziehung zwischen uns. Niemand muss etwas in sich korrigieren, wir müssen nur unsere Verbindung in Ordnung bringen.

Ein Gerechter ist derjenige, der andere liebt, sich mit ihnen verbindet. Er ist nicht einer, der dasitzt und an sich selbst nagt – das ist Dummheit. Wenn wir das Band zwischen uns festigen, wird sich die ganze Realität verändern: die Welt, der Krieg, wir selbst – alles wird anders werden.

Unsere Verbindung kann nur mit Hilfe des Höheren Lichts, das zur Quelle zurückführt korrigiert werden nicht durch unsere eigenen Anstrengungen.  

Uns selbst zu korrigieren bedeutet zu erkennen, dass mein Verhalten gegenüber den anderen korrigiert werden muss und man nicht in der Lage ist, es selbst zu korrigieren, da der Schöpfer es von Anfang an verdorben hat, wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen“.

Alles, was wir tun müssen, ist, uns an den Schöpfer zu wenden: Er hat es verdorben, er wird es korrigieren, das nennt man das Werk des Schöpfers. Wir lernen nur daraus, so wie es sein sollte und finden den Unterschied zwischen dem, was wir wollen und dem, was wirklich ist, heraus. Das ist unser Gewinn.

Aus einer Lektion über „Es gibt niemanden außer Ihm“, 

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Abkopplung von der Realität

Frage: Ist unser Körper eine Hülle, die es uns erlaubt, außerhalb unseres spirituellen Zustands zu sein?

Antwort: Der physische Körper, d.h. der vom Menschen wahrgenommene Teil seines Egoismus, der niedrigste, subtilste, primitivste Teil, erlaubt uns, uns und unsere Umgebung in diesem Egoismus zu spüren und als unsere Welt darzustellen.

Alles andere was in der Realität existiert, liegt außerhalb dieser Schale. In ihr können wir immer noch wie in Vergessenheit leben, wie in einem Traum. Im Grunde genommen befinden wir uns in einem nicht existierenden Zustand. Es ist, als ob wir einen Schlag auf den Kopf bekommen hätten und uns von der Realität abgekoppelt hätten.

Frage: Ist es bereits der Übergang zur nächsten Stufe wenn man diese Hülle, in der man sich fühlt, als würde man physisch existieren, wegnimmt?

Antwort: Teilweise. Schließlich kann man dieses Hindernis nicht einfach beseitigen. Mit welchem Verlangen wird man existieren? In der Eigenschaft des Gebens?

Frage: Wenn ein Mensch, sagen wir mal, Selbstmord begeht, ist es so, als ob er hofft, diese Schale zu entfernen.

Antwort: Blödsinn, dieser Mensch löst nichts. Er hat sich nicht selbst korrigiert, er ist nicht in das Gefühl der wahren Existenz eingetreten. Das hat nichts mit der Methode zu tun, die wirkliche Realität enthüllt.

Es ist für den Egoismus von Vorteil, das Leiden zu beenden. Wie viele Menschen tun das, wie viele sind bereit, das zu tun? Was ist mit Drogen und Alkoholismus? Das ist auch eine Art von Tod, wenn sich ein Mensch von der Realität abkoppelt und vorübergehend in eine Art Trip fällt.

Das sind die Fragen, die man sich stellt: was geschieht mit dem Mensch, wenn man das ganze System sehen und verstehen muss? Man arbeitet sich ab, muss jetzt in einen anderen Zustand übergehen, um neu geboren zu werden, um die neuen Reshimot ( spirituelle Informationsdaten) zu verwirklichen.

Frage: Warum gilt Selbstmord in allen Religionen als die schlimmste Sünde?

Antwort: Da ein Mensch vor seinen Pflichten davonläuft.

Jeder hat eine klare Aufgabe in dieser Welt – die Höhere Welt zu erreichen, d.h. den Zerbruch des gemeinsamen Kli (Gefäß) in einer vollständigen Verbindung zu korrigieren.

In all den Jahrtausenden haben wir uns als irrationales Wesen auf dieses Ziel zubewegt. Die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur hat uns den Weg gewiesen. In unserer Zeit sind wir auf der Stufe einer menschlichen Lösung für dieses Problem angelangt. Wir sind in einem Zustand, in dem wir das Problem bewusst lösen müssen. Wir sind dazu verpflichtet.

Wie kann man da Selbstmord begehen? Wenn man das Problem der bewussten Verbindung mit allen Menschen auf der Erde lösen muss, wenn man sich gegenseitig unterstützen soll, sich in alle als ein gemeinsames Ganzes einschließt, mit allen ein integrales analoges System der totalen Wechselbeziehung darstellt und in diesem System die höchste Kraft des Gebens, der Liebe, der Interaktion offenbart…

Man beginnt darin zu leben und hört auf das einstige Kräftesystem, das man unsere Welt nennt und in dem man vorher existiert hat, wahrzunehmen.

All das ist sichtbar. Heute ist alles offengelegt und kann angewendet werden.

Aus einem Gespräch „Mein Telefon klingelte“ vom 11.06.2014

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Was ist Geben in Absicht

Wenn man sich um die Menschheit kümmert, verliert man nicht nur nicht an Kraft, sondern gewinnt im Gegenteil an spiritueller Energie.

Im materiellen Bereich gilt ein anderes Gesetz: Je mehr man anderen gibt, desto mehr Energie verliert man. Aber je mehr man im spirituellen Bereich gibt, desto mehr fühlt man sich ermächtigt und desto mehr kommt man voran. Denn in der spirituellen Welt hängt alles von der Absicht ab, und in der materiellen Welt hängt alles von der Handlung ab.

Absichtliches Geben bedeutet, dass man dem Schöpfer etwas geben will und dass man mit dem gefüllt ist, was Er einem geben will. Schließlich ist die gesamte Energiequelle im Schöpfer konzentriert, und in dem Maße, wie ein Mensch bereit ist, Ihm zu geben, erhält er auch Kraft von Ihm. So wird man zu einem Kanal, der all das Gute von Ihm aufnimmt, und man wird satt.

Wer spirituell gibt – der empfängt und verliert nicht! Man möchte geben, aber man hat nichts zu geben als die Absicht, und in der Praxis stellt sich heraus, dass man empfängt, weil man damit einen Kanal zu sich selbst öffnet.

Alles beginnt mit dem Wunsch, dem Schöpfer zu geben, und dafür ist man bereit, alles zu tun: zu empfangen, zu geben, sich von allem, was man hat, zu trennen und nur das Interesse des Schöpfers in Betracht zu ziehen, sich in Ihn einzufügen und zu sehen, wie man Ihn erfüllt. So möchte eine Mutter, die einen Säugling stillt, dass ihr Baby so viel Milch wie möglich von ihr bekommt, und davon wird sie satt. Es ist für sie eine solche Freude, das Baby essen zu sehen, dass sie das Gefühl hat, eher zu empfangen als zu geben.

Wir sehen ein solches Beispiel sogar in der materiellen Welt, und die gleiche Verbindung sollte zwischen den Menschen und zwischen dem Menschen und dem Schöpfer bestehen.

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Aus der Lektion „Das Wesen der Schwangerschaft liegt in der Geburt“, 12.07.2022

Es gab eine Mauer und es gibt keine Mauer

Kommentar: Der Schöpfer hat die Schöpfung nicht fehlerhaft erschaffen, sondern in ihrem endgültigen, vollkommenen Zustand und nur die Geschöpfe müssen dies offenbaren.

Wir müssen aus den kabbalistischen Büchern lernen, was Verbindung bedeutet und uns vorstellen, wie unser korrigierter Zustand sein sollte: unser Verhalten, unsere Gedanken, unsere Wünsche, und wie er sich von dem unterscheidet, was er jetzt ist.

Wir korrigieren keine persönlichen inneren Eigenschaften – und in dem Maße, in dem wir uns miteinander verbinden wollen, werden unsere inneren Eigenschaften nur um der Verbindung willen korrigiert und verändert.

Es vergeht ansonsten die Zeit und man ändert sich nicht. Die Veränderung geschieht nur, wenn wir uns bemühen das richtige Beziehungssystem zwischen uns aufzubauen.

Der Schöpfer schuf die Schöpfung in einem vollkommenen, mit dem Schöpfer verschmolzenen Zustand – doch dann zerbrach Er ihn und wies uns an, diesen Zerbruch zu begreifen und darum zu bitten, dass er korrigiert wird. Der Unterschied zwischen dem gewünschten Zustand und dem Ist-Zustand wird immer größer: Jedes Mal, wenn ich die nächste zerbrochene Stufe enthülle, nehme ich sie in mich auf und spüre, dass ich es bin. Dann fange ich an, sie in Verbindung mit dem Zehner zu korrigieren, indem ich mich an den Schöpfer wende.

Jedes Mal, wenn eine neue Stufe enthüllt wird, fühlt es sich an, als ob man gegen eine unüberwindbare Mauer läuft. Wenn man sich mit seinen Freunden verbindet, verschwindet die Mauer, sie verschwindet einfach, als hätte sie nie existiert.

Es erscheint einem zunächst, als ob eine Betonwand von endloser Länge und Höhe vor einem steht. Plötzlich sieht man, dass sie zu schwinden beginnt, als hätte sich der Nebel aufgelöst: Sie war da, und dann war sie weg. Jetzt liegt alles offen vor einem, klar, vertraut, greifbar. Alles hängt von der Verbindung ab.

Die Mauer, die man sieht, ist in einem selbst und beruht auf der mangelnden Verbindung zu den Freunden. Dieser Mangel ist das, was man vor sich sieht. Alles, was man tun kann, ist zu weinen und den Schöpfer um Hilfe zu bitten, dass Er uns mit unseren Freunden verbindet, damit wir die Mauer überwinden.

Alles, was man sich vor Augen halten soll, ist die Verbindung zwischen den Freunden und die Vereinigung mit dem Schöpfer – die beiden Stufen der Verbindung. Verbindung ist der Schlüssel zur Lösung.

Wir erkennen dann, dass diese Welt nur eine Illusion ist. So müssen wir vorwärts gehen und uns nicht umschauen – geradeaus, um uns mit den Freunden und dem Schöpfer zu vereinen. Dies wird uns helfen, das Ziel sehr schnell zu erreichen und in diesem Maße die Wahrheit zu erkennen.

Aus der Lektion „Zerbruch als Chance zur Korrektur“

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Die Wirksamkeit der spirituellen Arbeit

Kommentar: Die Wirksamkeit spiritueller Arbeit hängt davon ab, dass ich ihre Bedeutung wahrnehme und meine Umgebung sie unterstützt. Das heißt, ich bin mit einer Gruppe verbunden die sich ständig verändert und zwar in einer Dynamik, als säßen wir in einem Boot das durch die stürmische See fährt. Wir sind auf dem Weg zu unserem geliebten Ziel, dem gelobten Land.

Hauptsache wir erkennen, dass wir uns im Umfeld einer Höheren Macht befinden, die uns lenkt und alles regelt: Sowohl im Inneren als auch im Äußeren, die uns verändert, verwirrt, behindert und hilft. Sie spielt mit uns, wie ein Erwachsener mit einem Kind und versucht in uns alle möglichen Wünsche und Gedanken zu wecken, die zu unserer Entwicklung beitragen, damit das Kind wächst und für das Erwachsensein vorbereitet wird.

Das ist die Art von Hilfe die wir uns vom Schöpfer durch den Zehner wünschen, um spirituell voranzukommen.

Aus einer Lektion zu Rabashs Artikel,

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