Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Der Weg zur Enthüllung des Schöpfers

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“
Die Korrektur der Beziehungen in einer kabbalistischen Gruppe, von Eigenliebe ( der Liebe zu sich selbst ) zur Nächstenliebe, ist nur mit Hilfe derselben Kraft, die den „bösen Trieb“ erschaffen hat, unseres Egoismus, möglich.
Nur sie kann den bösen Trieb zum guten verändern, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und gab die Tora zu dessen Korrektur“; da das Licht, welches in ihr enthalten ist, zur Quelle zurückführt, d.h. zur Vereinigung und Liebe.
In Wirklichkeit befinden wir uns auch jetzt in der richtigen Realität, in einer engen Verbindung zwischen uns wie Teile eines Körpers, in der gegenseitigen Liebe, in der Verschmelzung mit der uns erschaffenden höheren Kraft, erfüllt mit Güte und Fülle. Wir müssen nur zur Empfindung und zur Erkenntnis dieser Realität erwachen, wie ein Mensch, der sich in einem bewusstlosen Zustand befindet, nur aus seiner Bewusstlosigkeit erwachen muss, um sich lebendig zu fühlen.
Dieses Erwachen, diese uns belebende Kraft, das Licht, welches zur Quelle zurückführt, kann in dem Fall erhalten werden, wenn wir uns zusammentun.
In der Gruppe versuchen wir, in Verbindung und in Liebe zwischen uns zu sein, uns über die natürlichen egoistischen Gefühle zu erheben. Wir lesen gemeinsam das Buch Sohar.
Dieses Buch erzählt über die Verbindung zwischen uns, über unseren korrigierten Zustand. Aus diesem Grund erweckt das gemeinsame Lesen des Buches Sohar mit der Absicht, die Einheit zu erlangen, das Licht, das aus dem Nichtsein zurückführt.
Nach und nach beginnen wir, die Verbindung zu spüren, und nehmen innerhalb dieser Verbindung den Schöpfer wahr. Auf diese Weise erreichen wir die Umsetzung des Wesens der Wissenschaft der Kabbala, die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe.

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Der Stimulator des geistigen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir gemeinsam die Schlaglöcher auf dem geistigen Wege ebnen, wenn jeder von uns die Aufstiege und die Abstiege zu verschiedener Zeit empfindet?

Meine Antwort: Es ist absichtlich so gemacht worden, damit die Zustände asynchron empfunden werden und wir in der Folge einander helfen.

Wenn wir aber nach einem bedeutenden Ereignis (wie der Kongress) zusammen fallen, dann benötigen wir eine äußere, externe Kraft, die uns helfen wird.

Hätten wir eine richtige Gesellschaft aufgebaut, dann würden wir so nicht fallen. Wir würden einander unterstützen und harmonisieren, ähnlich den Organen, die das Gleichgewicht innerhalb des gesunden Körpers gewährleisten.

Jedoch wird uns der Mangel des Gleichgewichtes auf der höheren Stufe geöffnet – das Ego wächst und bringt uns zum Ungleichgewicht. Was kann man dann machen, wenn so etwas geschieht?

Hierfür ist das äußere System notwendig, anhand dem das Gleichgewicht geprüft werden könnte, mit dem wir uns ausgleichen und verbinden würden.

Uns wird der Mangel der Vereinigung, der Grund aller Probleme, eröffnet. Folglich ist der äußere, externe Faktor nötig, der uns helfen wird, uns auf der neuen Stufe über allen entdeckten „Sündern“ zu verbinden.

Somit ist für uns die tägliche Frageliste, „der Stimulator“, notwendig, auf welche alle antworten. Sie wird uns helfen, das System aufzubauen, mit dem jeder gezwungen sein wird, seine Meinung zu äußern, und sie wird als Antwort jedes Systemmitglied beeinflussen.

Woher wird dieses System die Kraft nehmen, um auf uns einzuwirken? Aus der Tatsache, dass wir selbst dieses System aufgebaut haben, dass wir uns angestrengt haben! Es arbeitet wie das Büro der gegenseitigen Hilfe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 15.08.2010

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Das Arbeitsprinzip des geistigen “Tamagotchi”

Eine Frage, die ich erhielt: Nach welchem Prinzip ist „der Stimulator“ aufgebaut – das System der Fragen, das wir jetzt in der spirituellen Arbeit verwenden wollen?

Meine Antwort: Es gibt ein Gesetz, das besagt, dass – in jeder Vereinigung die Höhere Kraft eingeschlossen ist. Wie es gesagt wurde: „Die Stadt ist von Sündern belagert, wenn sie jedoch zusammen halten, dann sind sie von der Höheren Kraft beschützt. Diese Kraft ist in ihnen in umgekehrter Form präsent, als „unreine“ Kraft, doch ist es unmöglich diese Kraft zu besiegen, das sie die Kraft des Schöpfers ist, in ihrer entgegengesetzen Verkleidung.“

Und wir wollen dasselbe Prinzip verwenden: wenn wir uns um etwas zusammen kümmern, unsere Wünsche vereinigen, dann bewirkt diese allgemeine Sorge den gewissen virtuellen Raum, in einem konkreten äußerlichen Ausdruck: die Fragen, die Antworten, die Clips, die Musik – ein öffentliches Netz eben, wohin man eintreten kann, in welchem die Einwirkung erzeugt wird.

Und außerdem setzen wir dorthin alle unsere Erwartungen, unsere ganze Hoffnung und den Glauben an die Zukunft. Und es zieht die höhere Kraft heran, die dieses System, dank unserer Vereinigung erhalten kann. Jetzt stelle dir vor, dass hunderttausend Menschen dorthin kommen! – inwiefern wird es auf dich einwirken? Es ist nicht nur die Kraft, welche in 100.000 Male stärker ist! Es ist die Kraft der Vereinigung und der Einheit, worin die Höhere Kraft eingeschlossen ist. Man darf es keinesfalls vergessen.

Dann beginnt von oben auf uns, der Schöpfer einzuwirken und Sich uns zu offenbaren. Und in Wirklichkeit gibt es in der Spiritualität kein „Oben“ oder „Unten“ – Sie befindet sich in uns! Und unsere geistige Zukunft befindet sich in „Tamagotchi“, im „Stimulator“, und jeder kann davon profitieren. Ich habe mich eingeloggt – und habe die Wirkung empfunden. Ich denke aber, dass wenn man empfindamer wird und es mit Respekt anstelle von Missachtung behandelt , dann wird man seinen Einfluss fühlen.

Dieser Stimulator funktioniert nach dem Prinzip, das auch in unserer Welt, im Egoismus gilt – so wie eine Abteilung, Brigade, Mafia oder jede beliebige feste Vereinigung von Menschen. Laut den kabbalistischen Prinzipien, zieht solche Vereinigung die Höhere Kraft heran – denn wir wollen uns vereinigen, wie ein Mensch zu werden, um die Eigenschaft des Gebens zu erreichen.

Mehr noch, ich will die Reaktion dieses Systems, damit es auf mich einwirkt. Ich beantworte nicht bloß die Fragen, sondern habe die Absicht, dass dieses System mich verändern wird. Ich schreibe diesem virtuellen Raum – die Kraft der Gruppe zu, unter deren Handlung ich mich verändern will. Dann wird es auf mich unbedingt einwirken! Welche andere Möglichkeit gibt es noch, die Gesellschaft zu vertreten und unsere Haltung anderen gegenüber zu äußern? Hier haben wir eine Möglichkeit, der zwischenmenschlichen Interaktion eine Form zu geben: zu sehen, zu reagieren, und in Kontakt mit was wir unsere Gesellschaft und unsere Gesellschaft zu kommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 15.08.2010

Vorwärts auf den Wellen der Kongresse

Wir müssen uns im Voraus darauf vorbereiten, wie man die Kräfte zu verwenden hat, die man während der Vorbereitung auf den großen Kongress im November bekommen wird – sowohl die alten als auch die neuen Studenten sollen sich vorbereiten.

Denn gerade nach solchen Treffen fängt die eigentliche Arbeit an, wenn als Antwort auf die Kraft, die man bekommen hat, die neuen leeren Gebiete für die Arbeit geöffnet werden.

Das gleicht den Wasserwellen: Die Vorbereitung auf das Treffen erfolgt im Aufstieg, und später führt der Kongress zum heftigen Aufschwung nach oben – aber danach fängt das Fallen an, aus dem man zum neuen, größeren Aufstieg kommen muss – das heißt, man muss den Abstieg in den Aufstieg umwandeln.

Deshalb müssen wir schon jetzt an die Vorbereitung, an den Kongress, an das folgende Fallen und daran denken, wie wir dieses Fallen richtig verwenden können; denn später beginnt schon die Vorbereitung auf das nächste Treffen.

Folglich wird dieser Prozess wie die Atmung in unserem Körper fortdauern – die Erweiterung und die Beschränkung usw. funktionieren genauso wie alle unsere Organe, die Lungen, das Herz und die Nieren; denn jeder beliebige lebendige Organismus existiert davon, was er in sich einsaugt und wovon er sich trennt (vgl. Baal ha Sulams „Die Beschränkung und die Erweiterung“ („Itkabzut we Itrachwut“)).

Deshalb muss man sich jetzt nicht auf ein paar Tage des Kongresses vorbereiten, sondern den gesamten Prozess in Betracht ziehen, als würde man die Wasserwellen beobachten, welche ununterbrochen ans Ufer kommen und immer stärker werden, bis sie letztendlich die ganze Welt überfluten, und die ganze Welt dann zu einer großen Versammlung – zur Vereinigung kommen wird.

Aus dem Unterricht zum Thema „die Fragen über die Rolle des Volkes“, 12.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Die Gruppe ist das Mittel der geistigen Entwicklung

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Um uns zur geistigen Entwicklung vorzubereiten, weckt der Schöpfer zwei Empfindungen in uns.Erstens ist die Leere dieser Welt, und zweitens ist das Streben die Quelle des Lebens zu begreifen- das Erwachen des „ Punkten im Herzen“.
Der Punkt im Herzen bringt uns, wie eine Ladung, die sich im elektrischen Feld bewegt, zur Stelle, wo wir ihn auffüllen und versorgen können. Diese Stelle ist eben die Gruppe.
Und man kann wirklich bemerken, dass Menschen bei denen, der Punkt im Herzen erwacht, auf natürliche Weise zueinander hingezogen werden. So ist es immer in der menschlichen Gesellschaft. Menschen, die über die ähnlichen Wünsche verfügen, nähern sich und versammeln sich in Gruppen.

Eine Gruppe ist der Ort, wo Menschen die Verbindung mit dem Nächsten aufgrund der neuen Prinzipien der Liebe und der Vereinigung anstelle des Hasses und der Absonderung praktisch realisieren.
Und deswegen ist die Arbeit in der Gruppe notwendig und obligatorisch, um die Enthüllung des Schöpfers zu erreichen. Sie ermöglicht dem Menschen auf wahrhafte Weise, die Beziehung zum Nächsten zu beurteilen und nicht in eine Illusion bezüglich der Geistigkeit und seiner persönlichen Verbindung mit dem Schöpfer zu geraten.
Im Laufe der menschlichen Geschichte entstanden immer solche Gruppen. Wenn Menschen die Beziehungen untereinander in der Gruppe auf das gegenseitige Geben und die Liebe änderten, schufen sie die Bedingungen, die für die Empfindung der höchsten, wahrhaften Realität notwendig waren.
Die Lektüre der Bücher, die sie über die Welt geschrieben haben, die sich vor ihnen enthüllte, ermöglicht uns, die von ihnen gesammelte, riesige Erfahrung zu sammeln und zu verstehen, wie man mit dem kürzesten und wirksamsten Weg das neue Leben erreichen kann.
So eine Gruppe nennt man Kabbalisten-Gruppe. Ihr Ziel ist es, sich miteinander im Geiste der geschriebenen Tora zu verbinden – „wie ein Mensch in einem Herzen“, „tue einem anderen nicht an,was dir selbst verhasst ist“, „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Dadurch korrigieren sie sich und erreichen die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

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Ein Tanz ist die ernsteste innere Arbeit.

Es gibt während unserer Treffen Handlungen, waehrend derer ich auf jede beliebige Kritik verzichten und mit allen anderen verschmelzen soll. Und wie kann ich das machen? Indem ich mich selber annulliere und mit den anderen wie ein Kind springe und singe.

Diese Einstellung verbindet mich mit dem allgemeinen Zustand, und dann bin ich in der Lage, aus den Beschränkungen hinauszugehen und irgendeinen geistigen Hauch zu empfinden!

Uns scheint es, als ob das ein leichtsinniges Verhalten wäre, aber das scheint uns nur so, weil wir darin die Geistigkeit nicht erkennen. Es ist ja das Licht der Unendlichkeit!

Mit unseren Instrumenten der Wahrnehmung sind wir nicht in der Lage, darin etwas zu erkennen. Deswegen scheint es uns, dass es leblos (nefesh) ist und es ist nur von unserem Kli abhängig, ob wir darin das ganze geistige Licht der NARANHAI erkennen können.
Alles was aus der Verbindung entsteht, sogar aus der kleinsten Verbindung, ist schon die Vollkommenheit. Deswegen haben wir in dieser Form die Möglichkeit, irgendeine geistige Empfindung zu spüren, gerade wenn wir zusammen mit den anderen anfangen, zu springen.
Alle diese Tänze haben wir von den großen Kabbalisten bekommen. Von Baal Schem Tow. Und Rabasch hat uns auch dazu aufgefordert, so zu tanzen.

Aber das ist keine Leichtsinnigkeit. In dem Tanz steckt ein ernster Gedanke und eine große Arbeit. Du willst das plötzlich nicht, und in dir werden sich mit riesiger Geschwindigkeit die Gedanken „dafür“ und „dagegen“ ändern, die einen furchtbaren Zweifel bewirken, aber du springst weiter.

Dies ist aber keine Meditation. Du wirst nicht von der Realität abgeschaltet. Du stehst die ganze Zeit vor der Frage: was mache ich und wofür mache ich das, was bringt es mir, wer zwingt mich dazu, mit wem springe ich zusammen und was verbindet uns?
Während du tanzt, gehst du deine ganze innere Arbeit vom Anfang bis zum Ende durch.

Dieser Tanz verpflichtet dich,allen mögliche Gedanken nachzugehen, welche es gegen ihn nur gibt! Gegen die Vereinigung, die du nicht willst! Deine Vernunft steht die ganze Zeit dagegen auf und du bist gezwungen, Klärungen zu machen.

Deswegen verwandelt sich der Tanz in eine erschöpfende innere Arbeit. Du fühlst dich ausgesaugt und ohne Kräfte, und das nicht, weil du sprangest, sonder, weil du so viele Klärungen gemacht hast.

Du tanzt innerlich – in deinen inneren Aufstiegen und Abstiegen! Und dass du auch äußerlich springst, ist nur, um diese inneren Zustände in dir zu erwecken.

Du springst äußerlich, du steigst hinauf und fällst herab und im Inneren findet gleichzeitig eine Menge anderer Aufstiege und Abstiege statt. Und das ist das Wichtigste!

Ohne die äußerlichen Handlungen kannst du keine inneren machen! Eine kann ohne die andere nicht klappen.
Und deswegen verwandelt sich der Tanz ins einzigartige Werkzeug der Arbeit, und deswegen haben Baal Shem Tow und die ersten Chassidim, die auch Kabbalisten waren, diese Traditionen eingeführt.

Aus dem Unterricht vom 12.08.2010 zum Thema „Die Fragen über die Rolle des Volkes“.

Zwischen uns liegt das gesamte Universum

Eine Frage, die ich erhielt: Im Laufe des Unterrichts sage ich mir, dass ich alles empfinden will, worüber der Sohar erzählt, aber ich sehe, dass ich keinen echten Wunsch dazu habe. Wie kann ich einen solchen Wunsch bekommen?
Meine Antwort: Es ist das Problem unserer gemeinsamen Gedanken. Möglicherweise sind wir uns nicht völlig bewusst, dass der Sohar über unsere fortgeschrittenen Zustände spricht, und das Wichtigste beim Lesen dieses Buches ist mein Wunsch, diese Zustände zu erreichen.
Was stellen unsere fortgeschrittenen Zustände dar? – Wenn wir uns verbinden und darin die geistige, allgemeine Eigenschaft des Gebens des Schöpfers enthüllen.
Beim Lesen des  Sohar muss ich genau ein solches Streben  empfinden. Andersfalls lese ich vergeblich, der Sohar wird mir nicht helfen.
Wir werden sogar im Gegenteil die Empfindung der Finsternis, das negative Erwachen bekommen. Denn es gibt keine Wahl, man muss uns auf jeden Fall vorwärts drängen, wir werden gezwungen voranzukommen.
Deshalb hängt alles davon ab, inwiefern wir uns beim Lesen des Sohar den fortgeschrittenen Zustand vorstellen können, wie eine Verbindung, worin das Geben, die Liebe, die Bürgschaft, die Vereinigung enthüllt wird, die in der ganzen Realität, in allen Welten herrschen.
Denn alles wird nur in der Verbindung zwischen uns geöffnet– die ganze Realität, alle Welten bis in die Unendlichkeit.
Inwiefern wir uns wünschen, diesen Zustand beim Lesen des Buches Sohar zu erreichen, insoweit ziehen wir das Licht der Korrektur an uns heran.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.08.2010

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Wie wirst du deine Welt ausmalen?

Als Symbol unseres bevorstehenden Kongresses gelten die Einheit, die Vereinigung, die gegenseitige Bürgschaft, die Vereinigung der ganzen Menschheit um die höhere Kraft, die wir untereinander offenbaren werden. Sie bringt uns zum Gleichgewicht, zur Ruhe, zur Empfindung der Ewigkeit. Damit heben wir den Tod auf! Denn der Todesengel wird aus dem uns trennenden Hass geboren. Und wenn wir stattdessen, die geistige Kraft, die Kraft des Gebens heranziehen, dann werden wir des ewigen Lebens würdig.
Gerade der Hass hebt das Leben auf und bringt uns zum Tod! Er tötet unsere Körper und gibt uns die Empfindung dieser Welt. Diese Welt ist die Widerspiegelung der egoistischen Verbindung zwischen uns. Aber jeder ist verpflichtet, sich und die ganze Welt in eine andere Form der Verbindung zu bringen, damit anstelle dieser Welt, die geistige Verbindung empfunden wird:  Brija, Jezira, Azilut, Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit. Alle Welten sind Formen der Verbindung zwischen uns, es ändert sich nichts mehr! Wir werden in unseren Körper leben, ebenso, wie jetzt – nur unsere Beziehungen werden sich verändern, und werden uns die Empfindung der neuen Realität geben.
Und wir werden fühlen, dass wir in der Welt der Unendlichkeit existieren und hören auf, unsere Körper zu empfinden! Unsere ganze Welt steigt in die Unendlichkeit hinauf.
Verschiedene Beziehungen und Verbindungen zwischen den Menschen: von bedrohlichen, bis zur neutralen und freundlichen, bewirken das ganze Spektrum der Farben und der Schattierungen um uns herum – von der schwarzen Finsternis bis zu den hellen und schönen Farben: von himmelblau bis weiß. Stellen Sie sich die ganze heutige Menschheit vor, ausgerüstet mit Gewehren und Messern, wo sich jeder von den anderen in einer Festung abgrenzen will, um dort das Haus zu haben, um von niemandem abhängig zu sein oder eben das vollkommene Gegenteil – die vollständig offene Welt, ohne jegliche Grenzen, wo die anderen und ich eine Einheit bilden, und die ganze Welt, meine Kinder, Freunde ein einheitlicher Organismus sind.
Der Mensch wird fühlen, dass er ohne andere Menschen verloren ist. Heute beginnen wir allmählich, aus der Natur zu lernen, wir enthüllen, dass wir alle verbunden und voneinander abhängig sind.
Diese Schlussfolgerung ist immer noch erzwungen, aber später werden wir verstehen – dass das gerade gut ist, dass wir mit den Anderen verbunden sind! Denn ich kann gerade aufgrund dieser Verbindung über diese Welt hinaus zur Vollkommenheit und der Ewigkeit hinaufsteigen! Ich werde dankbar dafür sein, dass eine solche Verbindung existiert – denn sie erlaubt mir die Wahrnehmung der Realität zu verändern, sowie in eine andere, geistige, die ewige Dimension einzugehen.

Aus dem Unterricht zum Thema „die Fragen über die Rolle des Volkes“, 12.08.2010

 

Wegweiser durch das Buch Sohar. Aufstieg entlang der Stufen der Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Die höheren Welten existieren in keinem physischen Raum, sie sind ähnlich den Eigenschaften, die keinen Ort,keinen Umfang, kein Gewicht und keine Größe haben.

Ein Mensch, der sich in seinem angeborenen egoistischen Verlangen befindet, baut durch seine Eigenschaften in seinen Empfindungen „diese Welt“ auf. Wenn der Punkt im Herzen in ihm erwacht, beginnt er zu wünschen, die höhere Dimension zu erfassen.

Während er in einer Gruppe, in der die Wissenschaft der Kabbala studiert wird, an sich arbeitet, beginnt er, von oben, von der Ebene der „Unendlichkeit“, durch alle Welten das Licht zu erwecken.

Dieses Licht erschafft in ihm das Verlangen, zusammen mit der Gruppe die Eigenschaft des Gebens – Malchut der Welt von Azilut – zu erreichen. Wenn er diese Ebene erreicht hat, beginnt er, den Schöpfer wahrzunehmen,

Ihm genauso zu geben, wie auch der Schöpfer ihm gibt. Das gemeinsame Verlangen der in Malchut der Welt von Azilut verbundenen Seelen erhebt sich zu Seir Anpin, dann weiter zu Aba we Ima und noch höher bis zur Welt der Unendlichkeit. Und dann steigt das Licht aus der

Welt der Unendlichkeit entlang aller Stufen zurück zu den Seelen herunter und erfüllt sie. Wenn die Seelen die Erfüllung empfangen, wachsen sie und verbinden sich mit dem ihnen gebenden Seir Anpin. Das nennt sich Vereinigung zwischen Seir Anpin und Malchut, dem Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und der Shechina, Verschmelzung der Seelen mit dem Schöpfer.

Es sind ganz viele dieser Handlungen nötig, bis alle Verlangen im Inneren der Seelen sich verwirklichen und zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führen. Wenn alle Verlangen korrigiert sind und dem Schöpfer geben, so wie auch der Schöpfer ihnen gibt, kommt die Endkorrektur (Gmar Tikun).

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Gemeinsam werden wir noch höher aufsteigen!

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt solche Freunde, die nach der großen Begeisterung und der Vereinigung während des vergangenen Megakongresses jetzt das Losgerissensein und die Gleichgültigkeit empfinden. Wie kann man ihnen helfen?

Meine Antwort: Es ist das gute Zeichen, weil der Kongress vorbei it, und wir auch den neuen Zustand erreichten – wenn der Mensch aus dem hohen Gipfel in die tiefe Grube fällt. Man kann hier nur auf zwei Weisen behilflich sein: entweder durch die innere, oder durch die äußere Sorge.

In unserem Inneren sollen wir uns bemühen, trotz allem das gemeinsame Gefühl der Einheit, des allgemeinen Kli, des geistigen Gefäßes zu spüren. Und gerade diejenigen, die gefallen sind – enthüllen die neue Schicht des egoistischen Wunsches, die jetzt – in unserem allgemeinen Weltkli offenbart wird. Denn sie sind die Träger dieses neuen Wunsches (mit der größeren Dicke, Awijut). Und diejenigen, die diese Belastung im Wunsch nicht empfinden, wollen sich zusammen mit den anderen noch höher, in der einheitlichen Umarmung erheben – dann werden wir alle gewinnen. Wir werden den Schirm und das widergespiegelte Licht einbringen, und sie – die Kraft des Wunsches (Awijut), und zusammen werden wir das fertige Kli erschaffen, in dem wir hinaufsteigen können.

Wir können also gerade jetzt den großen Aufstieg fühlen, wenn der Kongress schon vorbei ist. Die Zeit des gemeinsamen Treffens ist nur das Ergebnis unserer vorhergehenden Arbeit, und jetzt, nach dem Kongress, fängt die folgende Etappe der Einigkeit an, damit jeder Verlangen hat, die Übrigen zu erheben. Auf diese Weise funktioniert das allgemeine geistige Gefäß: der eine gewährleistet den Wunsch, und anderer den Schirm, und dann wechseln sie ihre Aufgaben. Und so erfolgt das Vorankommen. Es ist eine sehr gute, nützliche Periode, und keinesfalls darf man diese Zeit als unbelebte bzw. nur als Erwartung des folgenden Kongresses wahrnehmen! Im Gegenteil, darin besteht eben die ganze Arbeit und der ganze Aufstieg – die Erhebung über die Hindernisse hinauf! Und der Kongress ist eine Vereinigung, die eigentlich keine Arbeit erfordert.

Dort wirken die allgemeine Begeisterung aller Teilnehmer und die individuelle Aufhebung des Egoismus. Dort erfolgt das Erhalten der Kräfte für die Periode des Aufstiegs zwischen den Kongressen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 28.07.2010

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