Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Veränderungen'

Innere Weisheit

Die spirituelle Arbeit verläuft über dem Wissen. Das bedeutet: nicht gemäß unserem egoistischen Verstand und unseren Gefühlen. Aber wie geschieht das?

Die Sefira Daat (Wissen) in der spirituellen Struktur ist eine besondere Verbindung von Gefühl und Verstand: Das Gefühl stammt aus Bina, der Verstand aus Chochma. Wie aber kann man noch darüber hinaus arbeiten? Wie kann man sich wenigstens an den kleinsten Zipfel dieses Prinzips halten, um im spirituellen Leben voranzukommen?

Wenn wir uns neuen Wahrnehmungswerkzeugen nähern wollen, dürfen wir nicht mit Gefühl und Verstand arbeiten, sondern ausschließlich an der Annäherung an die Freunde. Wenn ein Mensch etwas verstehen und erreichen möchte, wenn er einen Schritt nach vorne in der Spiritualität machen will, dann sucht er nicht danach, wie er es durch Verstand oder Gefühl tun kann. Er kann es weder aus einem Buch lernen noch aus seinen persönlichen Empfindungen gewinnen, sondern nur durch die Annäherung an die Freunde.

Das ist die einzige praktische Handlung, die wir zur Korrektur des Systems Adam HaRishon ausführen können. Die spirituelle Annäherung an die Freunde im Zehner wird in uns neue Kelim enthüllen und uns allmählich vom Wissen in das „über dem Wissen“ führen: von den materiellen Kelim dieser Welt – dem irdischen Verstand und Gefühl – hin zu spirituellen Kelim. Und diese offenbaren sich nur durch das Überwinden von Störungen, Gleichgültigkeit und innerer Ablehnung gegenüber den Freunden und dem Zehner.

Je mehr wir unsere Herzen öffnen und die Annäherung suchen, desto mehr erkennen wir, wie es heißt: „Nicht mit dem Verstand lernt man.“ Die Erkenntnis hängt nicht vom Wissen ab, sondern von den Kelim, die sich immer mehr miteinander verbinden. Nach dem Zerbrechen sind wir alle voneinander getrennt, doch in dem Maß unseres Wunsches, uns zu vereinen und einander näherzukommen, schaffen wir korrigierte Kelim, in denen wir neue spirituelle Begriffe wahrnehmen.

So gewöhnen wir uns daran, durch innere, spirituelle Veränderungen voranzuschreiten und nicht nach größerem materiellem Verstand oder nach intensiveren psychologischen Empfindungen zu verlangen. Wir verlangen lediglich die Annäherung an die Freunde, und indem so das Kli von Adam HaRishon korrigiert wird, beginnen wir zu verstehen, was ein integrales spirituelles System ist, wie es in Adam HaRishon vor dem Zerbrechen bestand und wohin wir uns jetzt entwickeln.

Wir enthüllen die höhere Kraft, den Schöpfer, und die Wissenschaft der Kabbala in uns selbst – nicht durch Ansammlung von Buchwissen. Deshalb wird die Kabbala die innere Weisheit genannt.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Verstand” 

Der Zehner ist die Geige des Schöpfers

Der Schöpfer ist das Absolute, das sich nicht verändert und sich uns als Kraft des absoluten Guten offenbart. Unsere Wahrnehmung und unsere Wünsche verändern sich, und deshalb sagen wir, dass sich der Schöpfer verändert.

Aber in Wirklichkeit finden Veränderungen nur in uns statt. Um den Schöpfer zu offenbaren, müssen wir uns daher in einen Zustand bringen, in dem wir Ihm ähnlich sind, um Seinen Eigenschaften zu entsprechen.

Aber wie können wir dem Schöpfer ähnlich werden, wenn wir alle egoistisch sind? Wir bleiben egoistisch, aber wir müssen uns über unseren Egoismus hinweg miteinander verbinden, durch gegenseitiges Geben, Einheit und Liebe, ungeachtet unserer natürlichen Abneigung. Wir sind wie ein verstimmtes Musikinstrument, das gestimmt werden muss, um richtig zu klingen.

Über die Geige von König David steht geschrieben, dass sie an der Wand hing und zu einem bestimmten Zeitpunkt, d. h. in einem besonderen Zustand, von selbst zu spielen begann. So muss auch die Gruppe eine solche Vereinigung zwischen den Freunden erreichen, die in ihrer Form dem Schöpfer ähnelt. Obwohl alle egoistisch bleiben, überwindet jeder seinen Egoismus und verbindet sich mit den anderen, sodass die Form unserer Verbindung der Form des Schöpfers entspricht – vollkommen, einheitlich.

Und dann offenbart sich der Schöpfer in uns. Er befindet sich nicht irgendwo außerhalb der Gruppe, sondern nur innerhalb von ihr. In dem Maße, in dem sich zehn Freunde auf die richtige Verbindung, auf gegenseitiges Geben, einstimmen, offenbart sich der Schöpfer zwischen uns und beginnt, auf unserer Geige zu spielen. Das ist die Offenbarung des Schöpfers gegenüber seinen Geschöpfen.

Deshalb muss man die Arbeit in den Zehnern praktisch und effektiv angehen und danach streben, eine Form und ein Wesen der Verbindung zu erreichen, die dem Schöpfer ähnlich sind. Natürlich nähern wir uns diesem Ziel schrittweise, über 125 Stufen, indem wir uns immer genauer kalibrieren.

So erreichen wir die vollkommene Offenbarung des Schöpfers in unserem gemeinsamen Kli, in HaWaYaH, wenn „der Schöpfer und sein Name miteinander verschmelzen”. Das heißt, HaWaYaH, unser Zehner, verbindet sich richtig mit allen zehn Sefirot, mit all ihren kleinsten inneren Sub-Sefirot, so sehr, dass sie eine vollkommene Einheit erreichen, die der Natur des Schöpfers entspricht, dem absoluten Geben.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

 

Der Weg zur höchsten Harmonie

Der Schöpfer hat nur einen Zustand erschaffen, den man als „die Welt der Unendlichkeit” bezeichnet. Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, nehmen aber nicht die Unendlichkeit wahr, sondern nur uns selbst, alle Veränderungen geschehen in uns.

Früher war ich in meiner Wahrnehmung mit allen Seelen verbunden und spürte die Welt der Unendlichkeit – Grenzenlosigkeit, Ewigkeit und Vollkommenheit.

Dann änderte sich mein Zustand, mein Gefühl – ich begann zu spüren, dass ich mich in einer düsteren, verdorbenen Welt voller Leiden, Probleme, Chaos, Druck und Einschränkungen befand.

Es wurde immer schlimmer – bis ich den tiefsten Zustand erreichte, in dem ich mich zusammen mit anderen, mir ähnlichen Menschen in unserer Welt, in der uns umgebenden Realität, wiederfand.

All dies geschah ausschließlich in meinem Inneren, in meiner subjektiven Wahrnehmung der Realität. Äußerlich hatte sich nichts verändert. Es war, als würde ich meine Brille abnehmen und niemanden um mich herum sehen oder meine Brille aufsetzen und eine andere Welt sehen.

So haben sich unsere Eigenschaften vom Niveau der Welt der Unendlichkeit so sehr verändert, dass wir stattdessen unsere Welt wahrnehmen, die mich in keiner Weise an die Welt der Unendlichkeit erinnert.

Aber wir können zu diesem Zustand zurückkehren, der „Welt der Unendlichkeit” genannt wird, in der alles in höchster Harmonie, Ewigkeit und Vollkommenheit existiert, in der das Licht herrscht – das Gute und der Gutes Tuende.

Was brauchen wir dafür? Wir müssen das Gefühl dieses Zustandes erreichen, indem wir es in uns selbst erwecken. Die Welt der Unendlichkeit ist verborgen, sie befindet sich in uns, hinter vielen Schichten der Verhüllung. Indem ich allmählich von einer Schicht größerer Verhüllung zu einer Schicht geringerer Verhüllungt übergehe, enthülle ich die Welt der Unendlichkeit.

Die Stufen, auf denen ich zur Erkenntnis der Unendlichkeit zurückkehre, werden Welten – Verhüllungen („Welt“ – „Olam“, vom Wort „Verhüllung“ – „Alama“) genannt. Allmählich verschwindet diese Verhüllung, und ich erhebe mich über sie.

Das bedeutet, die Stufen einer Treppe hinaufsteigen, die Stufen der Welten zu erklimmen, sich über das Verborgene zu erheben und immer mehr erkennen.

Wie machen wir das? – Wir erwecken einen Zustand, der „Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Wir lesen gemeinsam das Buch Sohar, das uns die Verbindung in der Welt der Unendlichkeit beschreibt – dieses Verlangen weckt sie in uns.

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Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar

„Nach seinem Schatten sehnte ich mich“

Artikel „Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?

(„Shamati“, Nr. 8): Der Schatten der Klipa heißt: „Ein anderer Gott ist unfruchtbar und kann keine Früchte tragen“, während es über die Heiligkeit (Kedusha) heißt: „Seinen Schatten begehrte ich, und ich sitze, und seine Frucht ist für meinen Gaumen süß“, das heißt, er sagt, dass alle Verhüllungen und Leiden, die er verspürt, aus dem Grunde kommen, dass der Schöpfer ihm diese Zustände schickte, damit er Raum haben würde, Arbeit über dem Verstand zu verrichten.

Schließlich will er um das Geben willen arbeiten, also um dem Schöpfer Freude zu bereiten und deshalb fühlt er bei dieser Arbeit keinen Nachteil – er ist mit der Lenkung des Schöpfers einverstanden und nimmt mit ganzem Herzen und ganzer Seele das Gefühl der Wirklichkeit an, das der Schöpfer ihm bei dieser Arbeit geben will. Er schaut nicht auf das, was er selbst genießen könnte – sondern sucht danach, womit er dem Schöpfer Freude bereiten kann. Und so kommt es, dass ein solcher Schatten ihm Leben schenkt.

Glaube über dem Verstand bedeutet, alles, was einem widerfährt, als vom Schöpfer gesandt wahrzunehmen, als die einzige Kraft, außer der es nichts gibt. Sie ist gut und Gutes tuend, auch wenn man etwas anderes empfindet.

Die ganze Arbeit besteht darin, zu erkennen, dass wir nichts tun und nichts tun wollen: weder äußerlich, noch innerlich, weder mit unseren Händen, noch mit unseren Füßen, weder mit Werkzeugen dieser Welt, noch mit unseren inneren Wünschen und Gedanken, sondern mit allem einverstanden sind, was wir im Augenblick haben. Dieser Moment wird Ende der Korrektur genannt.

Bis wir ein solches Gefühl erreicht haben, dass wir uns im besten Zustand befinden, unter der Kontrolle einer guten Kraft, die sowohl den Sündern als auch den Gerechten Gutes bringt, wird es Schatten in der Welt geben.

Der Schöpfer wird uns solange in solche Zustände bringen, bis wir das Verlangen verspüren, sie zu verändern. Zuerst wollen wir die Welt ändern, dann wollen wir uns selbst ändern. Doch am Ende verstehen wir, dass unsere ganze Arbeit genau das Gegenteil ist: unsere Einstellung und Wahrnehmung gegenüber der höheren Lenkung, dem Herrn der Welt, zu verändern – damit wir uns nach seinem Schatten sehnen.

Alles, was wir empfangen wird für uns begehrenswert, auch wenn es in einer unangenehmen Form kommt – schließlich ist es ein Schatten, eine Verhüllung. Doch wir arbeiten über dem Verstand hinaus, damit diese Früchte für uns süß werden. Darin besteht unsere ganze Korrektur.

Alles beginnt damit, dass wir alles was geschieht, als vom Schöpfer kommend wahrnehmen – nicht als leere Worte, sondern im Inneren spürbar. Man muss den Schöpfer nicht bitten sich zu offenbaren, sondern nur in der Lage sein zu erkennen, dass alles von ihm kommt. Dann wird es für den Menschen sehr angenehm sein, mit dem Glauben über dem Verstand zu arbeiten und alle schlechten Zustände als die Besten, die Unangenehmen als Angenehme zu akzeptieren – bis sie ihm alle süß sind.

Das bedeutet, dass er den Glauben erlangt hat. Es ändert sich absolut nichts in der Welt, nur die vollkommene Lenkung des Schöpfers wird dem Menschen offenbart. Das allein macht diese Welt zu einer höheren, vollkommeneren Welt.

Es stellt sich heraus, dass keine äußeren Veränderungen notwendig sind – es ist keine Arbeit erforderlich: weder äußerliche, materielle, mit Händen und Füßen, noch solche Arbeit, wie wir sie uns unter spiritueller Arbeit vorstellen. Letztlich läuft alles auf einen Zustand hinaus: den Kontakt des Menschen mit der verhüllten Lenkung. Er möchte diesen Kontakt ständig aufrechterhalten und verlangt keine Veränderung: Er möchte in der Verhüllung bleiben.

Davor bat er um die Offenbarung, doch nun will er die Verhüllung bewahren. All seine Energie, mit der er nach Offenbarung suchte, all sein Verlangen, wendet er im Gegenteil dazu an, sie zu verhindern. Schließlich kann die Offenbarung all sein selbstloses Streben, seine ganze Beziehung zum Schöpfer zunichtemachen, ihn seiner Arbeit über dem Verstand berauben. Deshalb möchte er das Maß der Entfernung, der Sehnsucht, die er empfunden hat, bewahren, um ständig mit dem Schöpfer verbunden zu sein.

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Aus der Unterrichtsvorbereitung

 

Lasst uns nach der Bürgschaft verlangen!

Der Schöpfer kann nicht ohne die Gruppe erfasst werden. Andererseits ist eine Gruppe ohne den Schöpfer keine Gruppe mehr, sondern eine „Versammlung von Spöttern“.

Deshalb sind ich, die Gruppe und der Schöpfer eine Gesamtheit. Darüber steht geschrieben: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Die Tora ist die Kraft, die uns zu einer Gruppe zusammenschweißt, wenn wir uns entgegen der uns voneinander wegstoßenden Kraft vereinen wollen. Aus diesem Grund sind die Gabe der Tora und die Bürgschaft miteinander verbunden.

Denn die Bürgschaft ist für sich alleine nicht möglich. Wir setzen sie nicht um, sondern verlangen danach, dass sie umgesetzt wird. Das wird als „das Wunder des Auszugs aus Ägypten“ bezeichnet. Wir nehmen daran nur teil, doch die Veränderungen selbst werden nicht durch unsere Kraft, sondern nur auf unseren Wunsch hin vollzogen.

Unsere Aufgabe ist es, es so sehr zu wollen, wie es nur geht. Und dann kommt die Antwort. Währenddessen erschaffen wir bereits das „goldene Kalb“, wie beim Empfangen der Tora, – das kommt vor, doch wir vergessen auch das Schreien nicht!

Wir müssen uns vorbereiten und die maximale Forderung, zu der wir nur fähig sind, erzeugen. Wir müssen verlangen – und nicht daran denken, was weiter geschieht.

Es ist eine gemeinsame, gemeinschaftliche Forderung notwendig. Dann erhalten wir die Kraft der Vereinigung. Soll unser Egoismus sich doch im nächsten Augenblick wieder aufrichten – so ist das System programmiert. Das ist nicht unser Problem.

Unser gemeinsames Problem ist es, nach der Korrektur jenes – und nur jenes – Egoismus zu verlangen, der uns jetzt gegeben wird. Der Mensch wird nach den momentanen Umständen bewertet.

Man muss sich nur ordentlich mit der Erkenntnis der Notwendigkeit, mit der Bereitschaft zur Attacke vollpumpen.

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Aus dem Gespräch über die Bürgschaft 

 

Es ist unmöglich, nicht zu handeln

Aussage: Oft erkennt die Menschheit, dass sie machtlos bei großen Veränderungen ist. Im Laufe der Geschichte haben viele Philosophen und Herrscher gesagt: „Wir sind machtlos“ – und trotzdem hat die Menschheit etwas unternommen.

Antwort: Es ist unmöglich, nicht zu handeln, auch wenn es nicht möglich ist, etwas zu tun. So ist es auch in unserem Leben. Selbst wenn wir keine großen Perspektiven haben, wissen wir doch, dass wir aufstehen müssen, zur Arbeit gehen, von der Arbeit zurückkommen, den Tag gestalten und so weiter und so fort. Es wird uns dann irgendwo hinführen.
Das heißt, wir sehen nicht das externe System, das uns steuert. Wir sehen nicht das Programm, durch das wir existieren. Dennoch trägt unsere tägliche Arbeit und Teilnahme an diesem System ihre Früchte.

Aussage: Nehmen wir ein Beispiel. Menschen, die gegen den globalen Klimawandel kämpfen, können nicht vorhersagen, wann die globale Erwärmung eintritt. Es gibt eine enorme Zeitspanne zwischen ihren Handlungen und der Möglichkeit, dass sich in der Zukunft etwas ändern wird. Trotzdem haben sie die Energie, zielgerichtet zu handeln.

Antwort: Es geschieht, da wir tatsächlich vor einem großen, globalen, nicht aufzuhaltendem Problem stehen. Was spielt es für eine Rolle, ob es jetzt oder in hundert Jahren passiert? So oder so, wir sind sicher, dass es stattfinden wird und mit diesem Verständnis haben wir eine ganze Wissenschaft geschaffen. Deshalb ist es für uns wichtig, heute so zu handeln, als ob es morgen passieren würde.

Aus dem Fernsehprogramm „Kabbala Express“, 12.01.2021

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Freiheit innerhalb der Unfreiheit

Frage: Das menschliche Leben ist der Rahmen für unser „Ich“. Es hat natürliche Grenzen, d.h. die Umstände, in denen wir uns befinden, wie z.B. die Pandemie, von der die Welt heute betroffen ist, oder die beginnende Finanzkrise.

Es gibt noch dazu Verpflichtungen, die wir uns als menschliche Gesellschaft auferlegt haben. Kindergarten, Schule, Militär, Sport, Arbeit, Familie – all dies setzt uns gewisse Grenzen.

Woher kommt die Wurzel der Unfreiheit eines Menschen, denn er ist immer durch diese Lebensumstände begrenzt?

Antwort: Wie kann er denn frei sein? Wie stellen Sie sich einen Menschen oder etwas in der Natur absolut frei vor? Die Natur ist ein Zusammenschluss von Kräften und Gesetzen, die nur gemeinsam, auf der Grundlage eines einzigen Ziels, von einem Punkt aus wirkt.

In der Natur gibt es nichts Freies, vom Universum bis zu allem was auf der Erde existiert.

Was bedeutet Freiheit? Ist es das, was ich tun will? Was will ich denn tun? Wer bestimmt das?

Im Allgemeinen ist der Begriff „Freiheit“ sehr relativ. Ich habe viel darüber nachgedacht. Ich bewege mich immer innerhalb bestimmter Gesetze, Umstände, Veränderungen, die mich beeinflussen. Darin bin ich natürlich nicht frei.

Wenn ich mit dem, was mich betrifft übereinstimme und diese Einflüsse und meine Reaktion darauf absolut rechtfertige, werde ich die Grenzen, den Druck auf mich nicht mehr wahrnehmen und mich frei fühlen.

Bemerkung: Das ist ein interessanter Ansatz. ich stehe folglich durch gewisse Umstände unter ständigem Druck.

Antwort: Es sind Milliarden Faktoren aller Art! Ich stimme ihnen zu und lasse mich gerne auf ihre Handlungen ein. Ich widersetze mich nicht, sondern nehme im Gegenteil jedes Mal ihren Einfluss auf mich an und spüre deshalb keinen Widerstand von meiner Seite. Das nennt man Freiheit.

Ich fühle keinen Druck! Ich bin frei! Aber nur, wenn ich verstehe, was mit mir geschieht- wenn ich bergreife, fühle, wahrnehme und absolut einverstanden damit bin.

Aus der TV-Sendung „Management-Fertigkeiten“, 02.07.2020

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Umzug: Indem man seinen Ort wechselt, wechselt man sein Schicksal

Die Gesellschaft ist stets in Bewegung. Als Folge der sozioökonomischen Auswirkungen von Covid-19 wechselte die Bevölkerung den Wohnort bzw. hat vor, dies zu tun. 

Unternehmen wie Google, Facebook, Twitter und andere haben ihre Mitarbeiter ins home office geschickt, was ihre physische Anwesenheit am Arbeitsplatz überflüssig macht. Auch hohe Mieten und Sicherheitsaspekte sind die Hauptgründe für Überlegungen zur Abwanderung, wobei der Trend dahin geht, die Stadt zugunsten ländlicher Gebiete zu verlassen. Deutet dies auf einen Rückschritt hin? Nein, das einfache Leben schreitet voran.

Mobilität ist ein US-amerikanisches Charakteristikum. Nach Angaben des U.S. Census Bureau wechseln die Amerikaner im Durchschnitt nicht weniger als 11 Mal im Laufe ihres Lebens ihren Wohnort, um hauptsächlich bessere Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden. Im Vergleich, die Deutschen ziehen im Schnitt 4,5 Mal im Leben um, davon ca. 1,2 Mal wegen des Jobs. (Quelle: ENTEGA)

Aber ein Umzug infolge der Pandemie hat eine Besonderheit – es ist eine echte Rückkehr zu den Wurzeln. Die Bewohner städtischer Gebiete verlassen zunehmend die stressigen und teuren Großstädte, um sich in den ruhigen und ländlichen Gebieten niederzulassen, ein Trend, der in Amerika und Europa spürbar ist.

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Wird der Geist des Schöpfers in der Schöpfung manifestiert

Frage: Erscheint der Geist des Schöpfers in der schöpferischen Arbeit und ist es die Errungenschaft des ursprünglichen menschlichen Verständnisses von Weltanschauungen?

Antwort: Wenn sich ein Mensch dem Schöpfer nähert, wirkt sich das nicht nur auf seine Weltanschauung, sondern auf alle seine Werke in dieser Welt aus: was er tut, schafft, produziert. Schließlich finden in einem Menschen sehr tiefe innere Veränderungen statt.

Daher ist es wünschenswert, dass wir den Schöpfer verstehen. Das wird die Welt beeinflussen, in allem was wir herstellen, schreiben, sagen, heilen, wie wir andere Menschen erziehen – d.h. alles was wir tun, wird als Existenz des Schöpfers in uns erscheinen.

Diese Handlungen werden die Welt korrigieren und andere dazu bringen, den Schöpfer zu offenbaren.

Aus dem Unterricht, 24.11.2019.

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Die Idylle der Zukunft

Frage: Der Mensch versteht nicht, was die Natur von ihm verlangt und setzt weiterhin falsche Handlungen. Kann das zum Tod eines Teils der Menschheit führen?

Antwort: Das kann sogar zum Verlust des überwiegenden Teils der Menschheit führen. Man darf nicht der Natur die Schuld geben. 

Ihr habt die Möglichkeit, das zu verhindern und unsere Welt unendlich schön zu machen! Keine Krankheiten, keine Probleme! Ihr versteht nicht, welche Veränderungen auftreten können.

Stellt euch vor, alles duftet, die Vögel singen, ihr liegt in einer Hängematte, ihr nascht  Kirschen und Affen und Bären schwingen eure Hängematte.

Aus dem Unterricht, 10.05.2020

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