Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Gespräch über Liebe


Ich führte ein Gespräch, das unter dem Titel „Liebe“ aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, Leiter unserer hebräischen Verlagsabteilung.

Wir analysierten, wie die spirituelle Eigenschaft des Schöpfers, die „Liebe zum Geschöpf“, in der Handlung ausgedrückt wird – „Schenken und Erfüllung“. Da das Geschöpf jedoch egoistisch und dem Schöpfer entgegengesetzt ist, interpretiert es dies als Liebe zur Erfüllung und zum Empfang. Das Geschöpf strebt danach, andere zu benutzen und zu erniedrigen, um sich erfüllter als sie zu fühlen. Mit anderen Worten: seine Liebe manifestiert sich in völlig entgegengesetzter Form zur spirituellen Qualität der „Liebe“. Gemäß dem Gesetz von „ Ursache und Wirkung“ bezeichnen wir dennoch beide Qualitäten mit dem selben Wort.
Sobald das Geschöpf jedoch eine Angleichung der Form an den Schöpfer erreicht – sobald es das Streben zur Eigenschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ erlangt, welche nur durch den Einfluss des Höheren Lichts erreicht wird, das während des Studiums der Kabbala herabsteigt – beginnt es die wahre Bedeutung der Toraworte und der kabbalistischen Begriffe zu begreifen, einschließlich „Schenken“ und „Liebe“.

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Sich an den Schöpfer wenden.

Frage: Was bedeutet es, sich an den Schöpfer zu wenden, wenn in mir träge Gedanken entstehen?

Antwort: Wenn du einen Gedanken oder ein Gefühl hast: schlecht oder gut, angenehm oder unangenehm, störend oder wie auch sonst, versuche zu erkennen, dass es ein Hinweis des Schöpfers ist, der ihn in dir anregt.

Wenn du nicht jede Minute an Ihn denkst, nicht die ganze Zeit, dann wenigstens wenn ein Gefühl kommt, dass dich erschüttert, du Angst hast, dich etwas beschäftigt und verwirrt.

Versuche zumindest in solchen Zuständen den Schöpfer zu finden und ihn als Ursache, als Quelle all deiner Gedanken und Gefühle zu erkennen.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 11.02.2019

[243002]

Die Offenbarung kommt noch

Kabbala ist die Wissenschaft über die Ähnlichkeit des Menschen mit dem Schöpfer. In allem! In der Harmonie mit Ihm, in der Ewigkeit und in der Vollkommenheit. Dabei hindert uns unser irdisches Dasein nicht daran, diesen „nicht irdischen“ Zustand wahrzunehmen.

Unser Verbrauch muss ebenfalls mit der Natur harmonieren, d.h. wir müssen nur das Nötigste zum Leben verbrauchen. Dabei wird die Natur, ungeachtet der Erdbevölkerungszahl, sich in einem ruhigen harmonischen Zyklus erneuern.

Ich empfehle euch, den Film „The story of stuff“ anzuschauen: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Doch es liegt nicht am falschen Verbrauch und nicht am Egoismus an sich, sondern daran, dass unsere egoistische Natur absichtlich so erschaffen wurde, für unsere Korrektur, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den Egoismus und ich erschuf die Tora (das Licht, dass wir durch das Kabbala-Studium anziehen) zu dessen Korrektur“.

Die Menschheit erkennt nicht die Falle, die der Schöpfer uns gestellt hat – der Egoismus wurde absichtlich und nur im Menschen erschaffen, damit wir ihn korrigieren wollen, damit wir dadurch dem Schöpfer ähnlich sein wollen – genau das ist das Ziel, und alles andere ist die Ursache!

Die vorgeschlagenen Lösungen werden nicht helfen, ein neues, gesundes Leben aufzubauen, weil unser Egoismus sich nicht ändern wird – und uns nicht erlauben wird, etwas zu ändern. Solange wir ihn nicht der Korrektur durch das höhere Licht, welches ihn auch erschaffen hat, aussetzen.

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Können wir die Krankheiten ausmerzen, die uns peinigen?

Hier ist ein Brief, den ich von Dr. Angelov aus Boston, USA (einem Arzt und Mitglied von Bnei Baruch) erhielt, der uns Antwort auf die folgende Frage gibt:

Ist es möglich, die Krankheiten auszumerzen, die uns peinigen?

Bevor wir die Frage beantworten, klären wir zuerst, was eine Krankheit wirklich ist. Es gibt dort eine Abfolge von Ursache und Wirkung, ausgehend vom Ursprung der Krankheit bis zu ihrem Ausdruck oder ihren Symptomen. Was meine ich damit? Unsere Gedanken, die nicht mit der Natur im Gleichgewicht sind, haben Einfluss auf das zentrale Nervensystem, welches wiederum auf das periphere Nervensystem wirkt, mit dem Resultat, dass die Zellen nicht mehr richtig arbeiten, sondern gegensätzlich zu den Naturgesetzen sind, und dieses führt zur Krankheit, die man Krebs nennt. Wir sagen, dass der Grund Stress ist, aber eigentlich ist es der Mangel an Harmonie in unserem Leben.

Sobald wir die Naturgesetze verstehen und sie befolgen, wird es keinen Grund mehr für Krankheiten geben. Dann werden wir in Frieden und Glück leben, ohne Krankheit oder Ärzte.

Was ist ein Arzt überhaupt? Auf Lateinisch heißt Doktor „Lehrer“. Daher ist ein Doktor jemand, der den Menschen beibringen sollte, ohne Krankheit zu leben. Wie sehr unterscheidet sich diese Definition von unserem gegenwärtigen, egoistische Medizinsystem?!

Wir können die Hauptnaturgesetze von unseren Zellen lernen: eine gesunde Zelle empfängt nur das Notwendigste, was sie zum Überleben braucht, und sie gibt den anderen Zellen soviel sie kann, und sorgt sich somit um den ganzen Organismus. Das Gegenteil davon ist Krebs, weil eine Zelle auf Kosten anderer lebt, dabei den gesamten Organismus tötet und folglich ebenfalls stirbt.

Das Gleiche passiert in unserer Gesellschaft: wir versuchen, uns über andere zu erheben und verbrauchen dabei mehr, um es zu erreichen. Jede Krankheit jedoch hat eine „Verhüllungsperiode“, in der die Krankheit noch nicht sichtbar ist. Und wenn die Krise da ist, dann manifestieren sich die Symptome sehr klar; die Gesellschaft hat bereits Krebs!

Wir müssen diesem Gedanken Aufmerksamkeit schenken. Ich bin ein Arzt und möchte unnötige Behandlungen durch Erziehung ersetzen, damit jeder gesund und glücklich sein kann. Was meinen Sie?

Mein Kommentar: Baal HaSulam schreibt in „Die Einführung zum Buch Sohar“:

Sowie der Egoismus aus der Welt verschwindet, werden auch die Ursachen aller Krankheiten nicht mehr da sein, da er ihre Ursache ist.

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 23

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Das wird aus der Entwicklung der Objekte (zielgerichtete von oben gelenkte Entwicklung durch den Schöpfer oder durch die Natur) der uns umgebenden Wirklichkeit selbst klar.

Wenn wir uns jedes noch so kleine Geschöpf vornehmen, welches einer der vier Arten angehört – bewegungslos, pflanzlich, tierisch, sprechend bzw. Mensch – werden wir sehen, dass sowohl das Einzelwesen als auch seine Art als Ganzes zielgerichtet gelenkt werden. Das heißt, die langsame und stufenweise Entwicklung, die durch den Rahmen von Ursache und Wirkung (Notwendigkeit) bedingt ist, gleicht der Frucht eines Baumes, deren Lenkung ein gutes Endziel verfolgt – sie süß und angenehm im Geschmack zu machen (So ist auch das Ziel der Entwicklung eines Menschen – einen reifen Zustand zu erreichen)

Fragt die Botaniker, wie viele Zustände eine Frucht vom Moment der Entstehung bis zur Erreichung ihres Ziels – der endgültigen Reife – durchläuft.

Und (absolut) alle Zustände, die dem endgültigen vorausgehen, entbehren nicht nur der Andeutung auf deren endgültigen, schönen und süßen Zustand, sondern zeigen uns im Gegenteil, als wollten sie uns ärgern, eher den Gegensatz zu ihrer endgüligen (richtigen vollkommenen) Form .

Je süßer die Frucht (je höher soll seine spirituelle Entwicklung sein) am Ende ist, desto bitterer und hässlicher ist sie in den vorausgehenden Stufen ihrer Entwicklung.

(Da der Endzustand der korrigierte ursprüngliche Zustand ist, resultiert daraus ganz natürlich, je größere Unvollkommenheiten sich in dieser Schöpfung enthüllen, desto vollkommener ist sie gegen Ende).

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Ärzte haben eine neue Diagnose: “Das Krisensyndrom”

In den Nachrichten (übersetzt aus Newland.ru): „Das Krisensyndrom“ ist eine neue Diagnose, die Mediziner und Psychiater bei Patienten mit Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Schlafstörungen stellen.

Mein Kommentar: Es steht geschrieben „Der Schöpfer ist der Arzt aller Ärzte“. Das bedeutet, dass die Menschen sich an den wahren Arzt wenden werden, wenn wir einen Punkt erreichen, an dem kein Doktor fähig sein wird, einem Menschen zu helfen! Die Kabbala kennt schon das Heilmittel: Der Egoismus ist die Ursache der Krankheit und die Heilung wird sein, den Egoismus durch die Eigenschaft des Gebens zu ersetzen. Indem ein Patient dieses Heilmittel anwendet, wird er vollkommene Gesundheit erlangen.

Es heißt in der „Einführung zum Buch Sohar„: Der Egoismus ist die einzige Ursache für alles Unheil, alle Krankheiten und alles Scheitern. Wenn wir uns alle vereinen, werden wir mit dem Licht des Lebens erfüllt, aber wenn wir getrennt sind, verlässt uns das Licht des Lebens.

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 20

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Es gibt ein Mittel (um den Schöpfungsgedanken und das, was mit uns geschieht, zu verstehen): Auf das Ende der Handlung zu schauen, das heißt auf das Schöpfungsziel, weil es unmöglich ist, etwas in der Mitte des Prozesses zu verstehen, außer wenn man den Abschluss betrachtet.

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 4

Der Schöpfer (diese Eigenschaft) ist das „absolut Gute“. Er (diese Eigenschaft, Kraft) lenkt uns (absolut in allem und) zielgerichtet, ausgehend von Seiner Perfektion des absolut Guten und ohne jede Beimischung von Bösem.

Das bedeutet, dass die Zielgerichtetheit Seiner Lenkung uns verpflichtet, die Reihenfolge des Durchlaufens unterschiedlicher Zustände (bewusst, d.h. mit der gleichen Liebe und Dankbarkeit) auf uns zu nehmen, die durch das Gesetz von Ursache und Wirkung bedingt sind, (um zu) bis wir schließlich würdig werden, das (bereits von uns) erwünschte Gute zu empfangen, wodurch wir das (von uns beiden erwünschte) Ziel unserer Schöpfung erreichen – wie eine prächtige Frucht am Ende ihrer Reifung.

Baal HaSulam, „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Konzentrieren Sie sich auf Absichten anstatt auf Verlangen


Frage: Der Egoismus muss alle Entwicklungsstadien durchlaufen. Können wir somit anhand der Bestrebungen eines Menschen in diesem Leben genau sagen, in welchem Entwicklungsstadium er sich gerade befindet? Wenn sich ein Mensch zum Beispiel von Wissen angezogen fühlt, heißt das, er hat schon alle anderen Stadien durchlaufen? Und sollten wir uns selbst zur Entwicklung zwingen und Wege finden, unsere Verlangen zu stimulieren?

Antwort: Wir sollten unseren Verlangen keine Aufmerksamkeit widmen. Sie entstehen in uns gemäß der Entwicklung der Seele und somit ohne unserer Kontrolle. Stattdessen sollten wir unser Augenmerk auf die Korrektur unserer Absicht richten: wie wir uns auf die in uns aufkommenden Verlangen beziehen, ob wir wünschen, sie „für uns selbst“ zu realisieren oder „für andere“ (indem wir uns mit der Gruppe verbinden und die authentischen Quellen studieren).

Welche Verlangen in Ihnen aufkommen und sich verändern, hängt nicht von Ihnen ab. Es beruht auf vielerlei Ursachen – Ihren inneren und den äußeren, die vom allgemeinen Zustand aller Seelen – dem System, in dem Sie sich befinden – bestimmt werden.

 
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Die Ursache aller Probleme dieser Welt


Fragen, die ich über die Ursache unserer Probleme und die Art sie zu lösen erhielt.

Frage: Ist die Ursache aller Probleme, die es auf der Welt gibt, mein Verlangen „für mich selbst zu empfangen“?

Antwort: Ja. Und das trifft auf jeden Einzelnen von uns zu.

Frage: Liegt die Lösung darin, dieses Verlangen umzuleiten, sodass es zum Wohle der Gesellschaft gebraucht wird?

Antwort: Ja. Dann wird es sich positiv auf Sie auswirken.

Frage: Muss ich das Verlangen zu Schenken entwickeln?

Antwort: Ja. Es ist tatsächlich das einzige Gebot (vom Schöpfer gegebene Anweisung).

Frage: Doch wenn ich dieses Verlangen nicht habe, wie kann ich wissen, was ich entwickeln muss?

Antwort: Vom Punkt im Herzen aus, mit der Hilfe der richtigen Umgebung.

Frage: Ich verstehe nicht: Welche Art von Verbindung habe ich mit dem Schöpfer?

Antwort: Sie sind mit Ihm durch die spirituelle „Nabelschnur“ verbunden und Sie werden das entdecken, indem Sie sich mit Freunden verbinden.

Frage: Wie können wir denen, die nicht zur Spiritualität streben, etwas Gutes tun?

Antwort: Erzählen Sie ihnen von der Ursache des Leidens in der Welt und wie man es in Freude umwandelt.

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Warum hasst ein jeder Israel?


Nachrichtenmeldung (übersetzt von mignews.com): „Kürzlich wurde ein Bericht von Dr. Richard Cravatts von der Boston University publiziert, der die Ergebnisse einer Umfrage nach den am meisten gehassten Länder der Welt analysierte. Die Umfrage, die an Universitätscampus rund um den Erdball durchgeführt wurde, offenbarte, dass Israel das meist gehasste Land der Welt ist. Keiner war davon überrascht, aber Dr. Cravatts entschied sich dafür, einen näheren Blick auf die Ursachen hinter diesem Phänomen zu werfen.

Er gelangte zu folgenden Schlüssen: 60 Jahre nach der Errichtung des jüdischen Staates wird sein Existenzrecht auch weiterhin in Frage gestellt. Die Juden werden angeklagt, das Land der Palästinenser gestohlen zu haben und es brutal und ungesetzlich besetzt zu halten. Israel wird als die größte Bedrohung des Weltfriedens betrachtet.“

Warum sieht die Welt Israel so? Warum haben die Palästinenser das Recht auf eine persönliche Identität, aber Israel nicht?

Meine Antwort: Das geschieht, weil solange Israel in seiner gegenwärtigen unspirituellen Form weiterexistiert, es wirklich Schaden für jedermann verursacht und die Welt fühlt unterbewusst genau das. Baal HaSulam schreibt unter Punkt 71 im Vorwort zum Buch Sohar, dass, wenn Israel seine Berufung in unseren Zeiten nicht erfüllt, es bei den Nationen der Welt das Gefühl verursacht, es sei unnötig und schädlich für die Welt. Israel muss der Welt die Methode der Korrektur geben, oder die Welt wird ins Stadium der Weltuntergangskrise eintreten.

Wir erhielten die Gelegenheit, den Staat Israel zu gründen, um die Nation gemäß dem Biblischen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu versammeln und auf diese Weise der Welt ein Beispiel einer neuen Gesellschaft zu geben. Jedoch zeigen wir der Welt stattdessen das Gegenteil von dem, was sie unterbewusst von uns erwartet.

Wenn wir uns nicht bald ändern, werden wir als „Staat“ und als „Nation“ aufhören zu existieren. Ich verwende Anführungszeichen, weil auch heute keines der beiden wirklich existiert. Jedoch gibt es eine Gelegenheit, sie zu schaffen, vorausgesetzt, wir lassen uns von der Weisheit der Kabbala zeigen, wie man das tut – weil genau dies das Verhalten unserer Nation war, bevor sie zerstört wurde.

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