Die Formel des Universums: „Ich bin der Schöpfer!“

Kommentar: Und der Schöpfer sprach zu Mosche und sagte: „Ich bin der Schöpfer“…
(Bereschit, Kapitel 6)
Im Kern ist dies das grundlegendste Prinzip überhaupt. Denn die Wissenschaft der Kabbala ist ihrem Wesen nach genau für dieses erhabene Ziel bestimmt – die Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen in dieser Welt. Mit anderen Worten: Sie ist eine Methode zur Enthüllung des Schöpfers – der höchsten, einzigen Kraft, die in der Natur existiert, der eigentlichen Urkraft der Wirklichkeit.
So wie Einstein in der Physik einst davon träumte, eine universelle Formel des gesamten Weltalls zu entdecken, da er spürte, dass alles von einer einzigen Kraft, einer einzigen Formel, einer Ursache und einem Ziel gelenkt wird. Und er strebte danach, diese Formel, diese Kraft zu enthüllen.
Genau diese einzige Kraft offenbart die Wissenschaft der Kabbala. Doch sie tut dies nicht innerhalb der Grenzen dieser Welt, denn ohne über sie hinauszublicken, ist es unmöglich, diese Kraft vollständig zu erkennen. Diese Welt ist lediglich eine Welt der Wirkungen; alles, was in ihr existiert, steigt aus der höheren Welt herab. Die Wissenschaft der Kabbala enthüllt die Formel, die einzige Kraft, von der gesagt wird: „Es gibt niemanden außer Ihm“ – die grundlegende Kraft der Natur.
Diese Kraft wird „der Schöpfer“ genannt, Elokim, Kadosch Baruch Hu, Se’ir Anpin der Welt Azilut. Sie besitzt viele Namen, die wir ihr entsprechend unserem jeweiligen Erkenntnisgrad geben. So sprechen wir von den „zehn unauslöschlichen Namen des Schöpfers“ – Bezeichnungen für ein und dieselbe Kraft, die sich uns in neun grundlegenden Erscheinungsformen zeigt, den sogenannten „ersten neun Sefirot“ (Tet Rischonot). Wahrgenommen, empfunden und enthüllt werden sie durch die zehnte Sefira, Malchut, im Maße ihrer Übereinstimmung mit den ersten neun Sefirot.
Daher besteht das zentrale „Gebot“ darin, diese Formel zu offenbaren:„Ich bin der Schöpfer!“ Das bedeutet, den Schöpfer zu empfinden – durch unsere Angleichung an Ihn. Auf diese Weise erreicht das Geschöpf Gleichwertigkeit und Verschmelzung mit dem Schöpfer, erhebt sich auf Seine Stufe und verwirklicht den Zweck seiner Erschaffung. Dadurch bringen wir die gesamte Natur ins Gleichgewicht und in Harmonie und bereiten dem Schöpfer Freude.
Jedes Mal, wenn wir einen Schritt in Richtung spiritueller Erkenntnis machen, müssen wir verstehen, dass wir uns bewegen, um den Schöpfer zu erkennen – die Kraft des Gebens und der Liebe, die sich uns in dieser Form zeigt. All unsere Handlungen müssen in eine Richtung ausgerichtet sein – auf die Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt.
Und auch wenn sich in uns viele unterschiedliche Gedanken, Absichten, Berechnungen und Vorstellungen vom Spirituellen abwechseln mögen, so müssen letztlich jede Absicht, jede Handlung und jeder Gedanke auf ein einziges Ziel hinauslaufen – die Offenbarung dieser allgemeinen Formel des Weltalls: „Ich bin der Schöpfer!“, die einzige Kraft, außer der es nichts gibt.
[41265]
Aus einer Lektion zum Artikel von Rabash








Frage: Sie schreiben, dass Nächstenliebe und Bürgschaft die Gesetze der Natur sind. Ihre Nichtbefolgung verursacht alle Probleme und Katastrophen, mit denen die Menschheit im Laufe der Geschichte konfrontiert wird.
Grundlagen der Kabbala
RSS Feed abonnieren