Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Umstände'

Baal haSulam. Das Buch „Die Früchte der Weisheit. Briefe“. Brief 1. Teil 2

Zunächst einmal sind solche Umstände, in denen ein Mensch den Schöpfer in sich entdecken, seine Lenkung ergreifen könnte – diese Umstände, diese Gedanken, diese Handlungen – nicht gut. Ich selbst schäme mich, dass ich sie in mir habe – einerseits. Andererseits kann ich nur in ihnen den Schöpfer spüren.

Um einen Menschen zu dieser Möglichkeit zu bringen, trotz schlechter Handlungen, Gedanken, Wünsche, in ihnen den Einen zu finden, der sie dir gibt – zu diesem Zweck spielt der Schöpfer mit einem Menschen. Und nun wird Baal HaSulam uns sagen, welches die beiden Arten der Spiele des Schöpfers mit uns sind, damit wir im Prozess Seiner Spiele mit uns beginnen, Seine Lenkung zu suchen und zu finden und zu verstehen, trotz der schlimmsten Umstände, genau in ihnen.

Welche Art von Umständen gibt es? Sind sie in bestimmte Gruppen unterteilt, in denen sich der Schöpfer jeweils auf besondere Weise verbirgt? Er gibt mir zum Beispiel Gedanken an Essen, Sex – das ist eine Sache, Gedanken an Ruhm, Geld, Macht, Wissen – das ist eine andere. Sind diese Manifestationen der vermeintlich negativen Kontrolle des Schöpfers in mir irgendwie aufgeteilt? In welche Arten sind sie aufgeteilt, so dass ich Ihn dort in einem bestimmten Bild finden kann, wo Er in mir ist und mit Ihm in Kontakt treten kann?

…Und die beiden Mitteilungen weisen aufeinander hin,  aber  die Kraft der Verhüllung überwiegt.” Baal HaSulam

Das heißt, dass der Schöpfer den Menschen auf zweierlei Weise dazu anregt, seine Herrschaft zu offenbaren, obwohl er in diesen scheinbar schlechten Zuständen verborgen ist.

“Es ist wie in der Geschichte von dem König, dessen Diener in seinen Augen so erhaben war, dass der König ihn über alle seine Minister erheben und stellen wollte, weil er in seinem Herzen absolute Treue und Liebe sah.“

Der Mensch ist durch Jahrtausende von Lebenszyklen in einen Zustand gekommen, in dem er bereit ist (natürlich nicht aus eigenem Kalkül, sondern aus dem Kalkül des Schöpfers), die Lenkung des Schöpfers trotz all seines Wissens und Verstehens wirklich auf sich zu nehmen – als absolut gut und freundlich. Wenn der Schöpfer einen Menschen in einen solchen Zustand gebracht hat, weiß Er natürlich, dass dieser Mensch bereits dafür geeignet ist, und nun ist es möglich, mit ihm weiter zu arbeiten.

“Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen plötzlich über alle anderen zu erheben, ohne einen besonderen, klaren Grund. Aber es gehört sich für einen König, den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit zu offenbaren.”

Was bedeutet das? Wem soll der Schöpfer Rechenschaft ablegen und daran denken, dass Er nicht schlecht angesehen wird, dass Er jemandem einen Gefallen getan hat oder dass er als gerecht, als gut usw. bezeichnet wird? Was ist mit diesen Worten gemeint?

Gemeint ist die absolute Güte und Gerechtigkeit in Bezug auf jeden der Beteiligten – der Seelen von Adam Rishon, dass der Schöpfer in dieser Hierarchie der inneren Struktur der Gesamtseele Adams niemanden aus der Ordnung herausnehmen kann. Es gibt Seelen, die lichtvoller sind, es gibt Seelen, die mehr mit Egoismus belastet sind, es gibt solche, die von der rechten Seite kommen, es gibt solche, die von der linken Linie kommen, usw.

Jeder von uns unterscheidet sich sowohl in der Menge des Egoismus als auch in der Qualität des Egoismus. Und hier gibt es eine absolute Wechselbeziehung und Interaktion zwischen allen Elementen der Schöpfung innerhalb der allgemeinen Schöpfung Adams, d.h. zwischen allen einzelnen Seelen innerhalb dieser allgemeinen Seele.

Und es kann nicht sein, dass irgendeine Seele, irgendein Element, irgendeine Bestimmung plötzlich anfängt, sich zu offenbaren (oder der Schöpfer anfängt, es zu offenbaren), bevor das Vorherige, das Vorangegangene. Denn es ist alles in einem gemeinsamen System verbunden wie in einem Organismus. Und es kann nicht funktionieren, wenn es nicht in voller Verschmelzung, nicht in voller Wechselwirkung, nicht in vollem gemeinsamen Akkord, in Harmonie miteinander arbeitet.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Freiheit innerhalb der Unfreiheit

Frage: Das menschliche Leben ist der Rahmen für unser „Ich“. Es hat natürliche Grenzen, d.h. die Umstände, in denen wir uns befinden, wie z.B. die Pandemie, von der die Welt heute betroffen ist, oder die beginnende Finanzkrise.

Es gibt noch dazu Verpflichtungen, die wir uns als menschliche Gesellschaft auferlegt haben. Kindergarten, Schule, Militär, Sport, Arbeit, Familie – all dies setzt uns gewisse Grenzen.

Woher kommt die Wurzel der Unfreiheit eines Menschen, denn er ist immer durch diese Lebensumstände begrenzt?

Antwort: Wie kann er denn frei sein? Wie stellen Sie sich einen Menschen oder etwas in der Natur absolut frei vor? Die Natur ist ein Zusammenschluss von Kräften und Gesetzen, die nur gemeinsam, auf der Grundlage eines einzigen Ziels, von einem Punkt aus wirkt.

In der Natur gibt es nichts Freies, vom Universum bis zu allem was auf der Erde existiert.

Was bedeutet Freiheit? Ist es das, was ich tun will? Was will ich denn tun? Wer bestimmt das?

Im Allgemeinen ist der Begriff „Freiheit“ sehr relativ. Ich habe viel darüber nachgedacht. Ich bewege mich immer innerhalb bestimmter Gesetze, Umstände, Veränderungen, die mich beeinflussen. Darin bin ich natürlich nicht frei.

Wenn ich mit dem, was mich betrifft übereinstimme und diese Einflüsse und meine Reaktion darauf absolut rechtfertige, werde ich die Grenzen, den Druck auf mich nicht mehr wahrnehmen und mich frei fühlen.

Bemerkung: Das ist ein interessanter Ansatz. ich stehe folglich durch gewisse Umstände unter ständigem Druck.

Antwort: Es sind Milliarden Faktoren aller Art! Ich stimme ihnen zu und lasse mich gerne auf ihre Handlungen ein. Ich widersetze mich nicht, sondern nehme im Gegenteil jedes Mal ihren Einfluss auf mich an und spüre deshalb keinen Widerstand von meiner Seite. Das nennt man Freiheit.

Ich fühle keinen Druck! Ich bin frei! Aber nur, wenn ich verstehe, was mit mir geschieht- wenn ich bergreife, fühle, wahrnehme und absolut einverstanden damit bin.

Aus der TV-Sendung „Management-Fertigkeiten“, 02.07.2020

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Die einzige Kraft, die für alles Verantwortung trägt

Frage: Wenn der Schöpfer die gesamte Realität einbezieht, ist Er dann für das Chaos auf der unteren Stufe unserer Welt verantwortlich?

Antwort: Niemand trägt eine Verantwortung außer dem Schöpfer. Der Schöpfer beginnt alles und führt es aus. Er trifft alle Entscheidungen und erzielt Ergebnisse. Es ist die gleiche Kraft.

Diese Kraft führt uns durch alle Wechselfälle und Probleme des Lebens, drängt uns in alle Richtungen, führt uns in alle möglichen Konflikte.

Wir sind in diesem Leben verloren, so dass wir durch diese Umstände, dieser Achterbahnfahrten, die immer auf und ab gehen, in einen Zustand kommen können, in dem wir uns entspannen, uns dem Fluss hingeben müssen, der uns trägt. Wir wünschen uns nur eines- mit dieser Kraft, die alles regiert, in Verschmelzung zu sein. 

Kann ich das erreichen oder nicht? Wenn ja, dann brauche ich nichts anderes, denn alles wird plötzlich statisch, ruhig, gelassen. Es gibt nur einen Gedanken – den Schöpfungsgedanken und diese Idee ist in uns verankert. 

Dieser Gedanke zeichnet in mir alle möglichen Veränderungen meiner Wahrnehmung auf. Dieser Film, der in mir gespielt wird, wird von mir als eine Welt wahrgenommen, die außerhalb von mir liegt. Sie existiert nicht wirklich, alles geschieht in mir.

Ich muss mich allmählich an diese Tatsache gewöhnen, gleichzeitig in dieser Welt so zu leben, dass es mich trotz der Wahrnehmungsfehler nicht stört. Es wird sich herausstellen, dass ich in zwei Welten existiere: eine davon ist die höhere Welt, die mir der Schöpfer zeigt, und die andere ist die, die mir mein immer noch verzerrtes Bewusstsein präsentiert.

Aus dem Unterricht, 27.1.2019

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Einheit unter Menschen ist in der Natur einzigartig


Frage: Warum kann unsere menschliche Gesellschaft den Zustand der Bürgschaft nicht auf natürliche Weise erlangen, während sie sich wie Zellen in einem Körper auf der tierischen Stufe befindet?

Antwort: Ein menschliches Wesen ist ein viel zu kompliziertes Geschöpf, als dass es sich auf diese Weise mit anderen verbinden könnte.

Der Egoismus wird auf jeder Stufe der Natur qualitativ größer, angefangen mit der unbewegten Stufe, zur pflanzlichen, zur tierischen und der menschlichen Stufe. Je größer der Egoismus einer Sache ist, umso individualistischer ist er und umso weniger ist er in der Lage, sich mit anderen zu verbinden. Daher fühlt man sich von anderen mehr getrennt, wenn man sich entwickelt.

Heutzutage entdecken nicht nur die Psychologen und Soziologen, sondern auch die Ökonomen und Politiker, dass die Welt miteinander verbunden ist und wir – die Menschheit – uns miteinander verbinden müssen. Jedoch glauben sie, dass sie das durch eine Methode der körperlichen Ebene tun können und dass sich alles beruhigt, wenn wir eine Weltbank, eine Weltregierung, eine Welt-Bildung und eine weltweite Verbindung schaffen.

Doch wenn sie ein paar Treffen mehr haben, wie vor kurzem den G-20 Gipfel, werden sie anfangen zu verstehen, dass sie keine Methode haben, um sich zu verbinden.

Unglücklicherweise werden die Menschen durch großes Leid gehen, einschließlich fehlender Sicherheit, dem Gefühl von Desorientierung, völliger Machtlosigkeit und weltweiter Trauer, bevor sie das erkennen. Die Menschen können es nicht ertragen, in einem Zustand der Unsicherheit zu sein, denn ständig beängstigt zu sein, ist schlimmer als der Tod. Unser Geist kann unter solchen Umständen nicht arbeiten. Doch all das geschieht, um uns erkennen zu lassen, dass der einzige Weg, unter uns Vereinigung zu erreichen, die Erhebung über unsere egoistische Natur ist.

Auf den unbewegten, pflanzlichen und tierischen Stufen ist das nicht der Fall, wo die ganze Natur und alle ihre Teile instinktiv und natürlich miteinander verbunden sind. Sie ergänzen einander und interagieren harmonisch, ohne freie Wahl und ohne Entscheidungen zu treffen.

Vereinigung zwischen Menschen jedoch kann nur erreicht werden, wenn jeder dies bewusst tut. Anders als bei den anderen Stufen der Natur, hat uns der Schöpfer nicht die Instinkte gegeben, um uns nur miteinander zu verbinden. Unsere Vereinigung ist nur möglich, wenn wir die Eigenschaften des Geben und der Liebe erlangen, wo jeder teilnimmt und sich mit jedem verbindet. Um das zu tun, müssen wir uns über uns selbst und unseren Egoismus erheben und das biblische Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erreichen.

Auf diese Weise wird die Eigenschaft des Schöpfers unter uns enthüllt und wir werden Ihm gleich. Dann werden wir verstehen, warum Er in Bezug auf uns, auf diese Weise gehandelt hat.

Kabbala Grundkurs

Würdest du anderen dein Leben anvertrauen?

Frage: Warum können die Menschen den Instinkt der Liebe zum Nächsten nicht entwickeln, genau wie es Tiere tun, wenn sie sich unter dem Druck von schwierigen Umständen und Leiden befinden? Das scheint der allernatürlichste und evolutionäre Weg der Entwicklung zu sein.

Antwort: Sie haben recht, wenn die Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe wären wie Tiere, würden sie tatsächlich fähig sein, den gleichen Instinkt wie Bienen, Ameisen und menschliche Zellen zu entwickeln. Zum Beispiel ist eine einzige Zelle in einem Körper fähig wahrzunehmen, dass sie die Kraft zum Leben verlieren würde, wenn sie sich nicht mit einer anderen Zelle, dann mit einer dritten und vierten Zelle verbinden würde. Mit anderen Worten, zwei Zellen, die voneinander getrennt sind, gehen durch die Erkenntnis des Bösen und gelangen zur Erkenntnis „Wir sollten uns verbinden, um länger und besser zu leben“.

Im Prozess der Vereinigung gelangen die Zellen zu einem größeren Verständnis des Nutzens der Vereinigung und sie beginnen, sich entsprechend der „Spezialisierung“ jeder Zelle zu teilen: aus einigen Zellen entsteht das Herz, andere werden zur Lunge, wieder andere das Gehirn, doch keines der Organe kann abgetrennt existieren. Jedes Organ ist sicher, dass die anderen für es sorgen werden.

In der Vergangenheit konnte eine Zelle für sich selbst existieren, vollkommen allein. Doch als die Zellen sich verbanden, entdeckten sie, dass Spezialisierung zu einer höheren Existenzform führt. Und damit das geschehen konnte, musste jede Zelle ihrem eigenen Leben absagen und anfangen, das Leben des gesamten Organismus zu leben.

Auf diese Weise vertraut die Zelle ihr Leben den anderen Zellen an. Sie übergab ihr Leben an sie, denn durch die Spezialisierung, zum Beispiel eine Augenzelle zu werden, hörte sie auf, die anderen Funktionen auszuführen. Sie vertraute einer anderen Zelle, ihr Herz zu sein und einer anderen, ihr Gehirn zu sein, und wieder einer anderen, ihre Lunge zu sein.

Und welche Funktion haben die Lungen? Sie atmen für den gesamten Körper, aber tatsächlich brauchen sie für sich selbst praktisch keinen Sauerstoff. Sie tun es, weil der gesamte Körper den Sauerstoff für seine Existenz benötigt. Und die anderen Zellen haben absolutes Vertrauen, dass die Lungen sie mit Sauerstoff versorgen werden, denn sie alle befinden sich in einer gegenseitigen Bürgschaft!

Auf diese Weise werden aus Stammzellen Zellen verschiedener Art – Gehirn, Lunge Herz und so weiter. Und so formten sich Organe und lebende Organismen begannen sich zu entwickeln.

Biologen sind überzeugt, dass das „von alleine“ geschah. Jedoch in Wirklichkeit geschah dieser Prozess durch die Enthüllung der „Reshimot“ (Informationsgene), die von Anfang an in der Schöpfung eingepflanzt sind und in einer bestimmten Reihenfolge enthüllt werden. Ihnen zufolge müssen wir jetzt bewusst die gleiche Art der Vereinigung in der menschlichen Gesellschaft erreichen. 

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Mit einem Klick

Frage: Wie kann man die Kraft der Überwindung erhöhen, wenn sich noch größeres egoistisches Verlangen offenbart?

Meine Antwort: Alle Eigenschaften eines Menschen, unabhängig davon, wie sie ihm erscheinen, von gut bis ganz schlecht, offenbaren sich im Rahmen des gemeinsamen Systems aller Seelen, die nach dem Programm der Schöpfung in Richtung Vereinigung schreiten.

Deswegen können wir ihn für keine seiner Eigenschaften verantwortlich machen. Wie in einem Zahnrad, in einem Teil des Systems, sollte er in sich einen bestimmten Satz an Veranlagungen, Zuständen und Stößen offenbaren.

Was auch immer im Inneren eines Menschen geschieht, braucht er diesbezüglich keine Berechnung aufzustellen. Er ist nicht selbstständig, denn alles, was mit ihm zur Zeit geschieht, wird von dem Gesamtsystem bestimmt.

So brauchst du dir keine Sorgen um den jetzigen Zustand machen, denn damit kannst du nichts anstellen. Er ist aus tausend Fakten auf dich bezog gewoben. Was den zukünftigen Zustand anbelangt, darüber brauchst du dir auch nicht den Kopf zu zerbrechen, er hängt auch nicht von dir ab, sondern wird nach der Notwendigkeit des Systems bestimmt, mit der man vorwärts schreiten soll.

Eigentlich sollte ich nur über diesen einen Schritt nachdenken. Was hängt dabei von mir ab? Hier gibt es auch Sachen, die nicht von mir, sondern von der höheren Kraft, verwirklicht und vom höheren Licht offenbart werden. Der Mensch führt eine Analyse durch und kommt zu dem Punkt, wo er sich wirklich realisieren kann. Dann sieht er eine klare und deutliche Handlung, vor sich.

Das, ist die Aufgabe eines Menschen: in jeden Moment eine von ihm verlangte Handlung zu offenbaren und auszuführen. Im Laufe dieser Analyse offenbart er auch vieles Andere, und als Ergebnis, bringt er das System in Bewegung und beginnt es wahrzunehmen, anzunehmen und sich ihm anzuschließen.

Anders gesagt, der Mensch beginnt das System im Ganzen aufzufassen. Er ist kein Versuchskaninchen, welches im Labyrint eine Taste für den Fressnapf gefunden hat. Im Gegenteil, mit seinen Bemühungen in verschiedenen Zuständen, fängt er an, die Umstände, die Gründe und das Wesen des Geschehens zu begreifen.

Nachdem er bei diesem „Knopf“ des Verstehens angelangt ist, wird er ihn ohne Zweifel drücken. Es geht hier um Analyse, und hieraus folgt dann die wirkliche Errungenschaft.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash, 12.01.2011

Zum richtigen Zeitpunkt im Epizentrum zu sein

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die physische Teilnahme am Kongress so wichtig?

Meine Antwort: Der Schöpfer gibt dem Menschen die Umstände, und wenn er sich in solch einer Situation befindet, dass er auf keine Weise kommen kann – dann sind es die gegebenen Bedingungen. Mann muss nur dafür sorgen, sich an den Kongress in der maximal möglichen Form anzuschließen.

Möglicherweise, habe ich keine physische Möglichkeit, oder keine finanziellen Mittel. Aber es muss schon eine ernste Rechtfertigung geben. Nachdem mir die Möglichkeit gegeben wird – hängt alles nur von mir ab, ob ich sie später nutze oder nicht. Und jeder soll eigene ehrliche Berechnung machen, und wissen, dass es hier keine doppelte Berechnung geben kann.

Der Mensch kann sich darin prüfen, ob er gefahren wäre, wenn man ihm hierfür eine riesige Summe Geld, die Verbesserung seiner Gesundheit, die Rettung seines Lebens angeboten hätte. Danach kann er seine Berechnung ausrichten. Es gibt keinen Zweifel, dass man an keinem anderen Ort solche Kraft der Vereinigung erreichen kann, wie am Ort des Kongresses. Wir veranstalten die Kongresse auch im Ausland, aber dieser Kongress ist der stärkste. Deshalb stelle ich mir keine Situation vor, in der die Menschen, die in Israel leben, keine Möglichkeit hätten, daran teilzunehmen. Dann können sie uns schreiben, was sie daran verhindert – und wir werden es in Betracht ziehen. Gebot, Handlung, KorrekturWenn der Mensch aber im Ausland lebt, dann kann es natürlich zum Problem werden.

Möglicherweise lebt er in einem Land, aus welchem die Ausreise gefährlich ist, oder er dafür keine Mittel hat. In diesem Fall, muss man die anderen Menschen aufsuchen, die am gleichen Ort bleiben, um sich mit ihnen verbinden zu können, und zusammen die Kongressunterrichte anschauen. Somit ist die Vereinigung sehr wichtig. Wenn es auch niemanden in der Umgebung gibt, dann schaut man den Kongress alleine an. Aber ich hoffe, dass es so was nicht mehr gibt. Denn das Wesen unserer ganzen Handlung, unserer ganzen Korrektur, besteht in der Vereinigung.

Das einzige Gebot ist – sich zu verbinden.Wie kann es also sein, dass der Mensch an den Ort nicht kommen möchte, wo es die größte Macht der Vereinigung geben wird, die man nur erreichen kann. Er soll nach keiner Rechtfertigungen suchen, warum es nicht machbar ist. Denn von Oben zieht man nur Eins in Betracht: wie man die gegeben Umstände verwendet. Deshalb wollen wir hoffen, dass sich auf dem Kongress viele unserer Freunde versammeln werden, dass es die optimalen Bedingungen für die Vereinigung an allen Orten geben wird, und dass wir die spirituelle Offenbarung erlangen.

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Hör niemals auf


Ich erhielt eine Frage: Falls ich während des Sohar Studiums die korrekte Absicht aufrechterhalte, soll ich dann einige Ergebnisse spüren?

Meine Antwort: Wir wissen nicht, ob unsere Absicht korrekt oder falsch ist. Es kann gut sein, dass ich in einer speziellen Stimmung und angeregt bin; ich habe gut geschlafen und nehme alles sehr klar wahr. Also erscheint mir meine Absicht großartig und direkt aufs spirituelle Ziel ausgerichtet. Aber manchmal kann ich mich kaum wach halten, ich schlafe ein und wache wieder auf oder erinnere mich plötzlich an frühere Ereignisse.

Wir wissen nicht wie es funktioniert; jedem Einzelnen werden ständig spezielle Umstände und Anstrengungen gegeben. Das Wichtigste ist einfach weiterzumachen, was auch immer dabei herauskommen mag. Man soll sich nur die spirituellen Bilder vorstellen, die der Sohar in jeder Situation beschreibt. Das kann ziemlich schwer zu erreichen sein, aber selbst wenn man sich in der schwierigsten Situation befindet, hat man jedenfalls „das Ende des Seils“ ergriffen und erringt einen viel größeren Erfolg als wenn er von Beginn an inspiriert war.

Wir sollen natürlich in keinesfalls den uns gegebenen Zustand der Erregung missachten, aber wir sollen unseren inneren und äußeren Umständen auch nicht zuviel Beachtung schenken. Welche Bedingungen auch immer uns gegeben sind, wir sollen einfach alles tun, was möglich ist.

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Der Marathon der Welt dauert schon zu lange

In den kommenden Jahren wird die Welt in einen solch traurigen Zustand abrutschen, damit die Menschen verstehen werden, dass sie so wie bisher nicht weiterleben können. Dies wird nicht einmal durch schwierige materielle Umstände geschehen, sondern durch ein belastendes Gefühl, welches sich tief in den Herzen der Menschen offenbaren wird.

Aber in der Zwischenzeit wird die Welt weiter durch das Geld und durch nichts anderes regiert werden. Dieser Zustand allerdings wird bald vorüber sein und die Menschen werden zu fühlen beginnen, dass sie dies nicht mehr erfüllen kann. Sie werden sich trotz allem Komfort und Vergnügen einfach schlecht in ihrem Leben fühlen.

Die Menschen fühlen sich bereits schlecht, sind aber noch in der Lage „herumzuspielen“, also die Augen vor dem, was wirklich wichtig ist, zu verschließen und stattdessen lieber all den anderen flüchtigen Zielen wie Geld, Macht und Ruhm hinterher zu jagen. Andernfalls würde der Mensch nicht wissen, was er mit sich anfangen soll. Wir blicken einander an und ahmen sinnlos und geistesabwesend die anderen Menschen nach. Wenn ich Menschen um mich habe, welchen ich ähnlich bin, so fühle ich mich gut. Dies ist der Grund, warum der Mensch sich ein Ziel setzt, welches allgemeinen von der Gesellschaft akzeptiert wird, um sein Gefühl von Leere zu verbergen.

Der natürliche Selbsterhaltungstrieb wird den Menschen immer rastlos nach etwas suchen lassen, damit er weiß „wofür es sich zu leben lohnt“. Damit ist der Geist des Menschen fortwährend beschäftigt. Ansonsten wird er ohne „Rettungsweste“ im Leben stehen, wie ein Kind das verloren gegangen ist.

Wenn dies geschieht, wird der Mensch ängstlich und von den ewigen Fragen eingeschüchtert: Warum existiere ich und warum geschieht all das in meinem Leben? Früher oder später wird der Mensch dann ein zusätzliches Verlangen erhalten, welches ihn in die Lage versetzen wird, über seinen Horizont hinaus zu blicken. Er wird plötzlich verstehen, dass sein bisheriger „Marathon“ dazu da war, um ihn von dem wichtigsten Aspekt seines Lebens abzulenken.

Eine Zeit lang konnte er mit verschlossenen Augen zusammen mit allen anderen den Weg entlang laufen, nun aber hat er keine Kraft mehr, dies noch weiterhin zu tun. Alle laufen weiter diesen Marathon, doch er bleibt stehen, da er kein Verlangen mehr danach hat und keinen Sinn mehr darin sieht. Sein Verlangen wurde so groß und tief, dass keine der physischen Genüsse es mehr füllen kann:

a)Körperliche Verlangen: Essen, Sex, Heim und Familie

b) Soziale Verlangen: Reichtum, Macht, Ehre und Wissen

Nach all dem beginnt der Mensch sich nach einem Höheren Ziel zu sehnen.

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Warum man bei einem Kabbala Kongress dabei sein soll

Warum treffen wir uns an Kongressen und haben den Wunsch, uns zu treffen?

Wir sehen nicht nur den Lehrer, den wir jeden Tag auf dem Bildschirm erleben, sondern wir lernen auch uns kennen und vereinen uns immer mehr. So sieht die praktische Verwirklichung der Wissenschaft der Kabbala aus, und ohne sie wird ein Mensch nie die spirituelle Welt erreichen.

Es ist unmöglich für Menschen sich zu verbinden, wenn sie sich noch nie getroffen haben oder nicht wenigstens ein bisschen Zeit zusammen verbracht haben. Wir müssen verstehen, dass unsere Welt nicht von der spirituellen getrennt ist. Sie wurde nicht einfach „so“, ohne Zweck erschaffen.

Außerdem hat die Menschheit nicht per Zufall so viele wichtige, moderne Kommunikationsmedien entwickelt. Sie geben uns die Möglichkeit und verpflichten uns, jeden von uns zu treffen, auch wenn wir weit entfernt voneinander wohnen, damit wir eine innere spirituelle Verbindung aufbauen können.

Obwohl es manchen erscheint, dass man sich nicht unbedingt mit anderen treffen muss und es gibt nichts, womit die anderen diese inspirieren könnten, werden wir dennoch von anderen auf diese Art inspiriert, wenigstens zur Zeit. Daher liegt es in unserer Verantwortung, Kabbala Kongresse zu besuchen, wenn wir spirituell vorankommen wollen.

Viele Menschen studieren zuhause für sich allein, virtuell, über Internet, und sie haben Angst zu den Kongressen zu kommen, weil sie niemanden kennen. Wenn sie vorankommen möchten, dann ist es ihre Aufgabe, dem Rat der Kabbalisten, die diesen Weg bereits gegangen sind, zu folgen. Ich kann garantieren, dass einem Menschen die richtigen Umstände von Oben gegeben werden, wenn er die Möglichkeit sieht, an einem Kongress teilzunehmen. Und wenn er nicht kommt, dann hat er einfach keine Möglichkeit, Fortschritte zu machen.

Manchmal hat man wirklich nicht die Möglichkeit zu kommen, wie z.B. manche unserer Studenten aus Lateinamerika, die davon träumen, an einem Kongress teilzunehmen, können aber nicht, weil sie nicht das Geld für die Busfahrt haben und ihr Dorf verlassen können.

Diese Umstände werden auch von Oben arrangiert, und sie müssen auf ihre Art und Weise vorankommen.

Wenn dir aber die Gelegenheit gegeben wird, zu einem Kongress zu kommen, dann gibt es keine Ausrede, nicht teilzunehmen, wenn man spirituelle Fortschritte machen will.

Ich warne Euch, damit Ihr Euch nicht in zwei Jahren beklagt, dass Ihr schon solange Kabbala studiert und es immer noch eine Theorie ist, ohne irgendetwas erreicht zu haben, eine Wahrnehmung oder Enthüllung der spirituellen Welt. Immerhin sind dies genau die Dinge, die wir von unserem Studium erwarten können.

(Aus dem dritten Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über den Artikel von Baal HaSulam „Die handelnde Intelligenz“).

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