Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Trennung'

Über die Schläge der Natur in unserer Ära

Die Zeiten werden immer angespannter. Ein Hauptmerkmal unserer Zeit ist die Art und Weise, wie die Natur uns mehr und mehr dazu drängt, aufzuwachen und unsere gegenseitige Abhängigkeit und Verbundenheit zu erkennen. Der Kabbalist Dr. Michael Laitman spricht mit einem Autorenteam über die Schläge der Natur in unserer Zeit:

Frage: Heute Morgen, Dr. Laitman, sagten Sie, dass „die Menschheit vor einem weiteren Angriff von der Natur steht und dass wir die richtige Antwort darauf von uns geben müssen“. Sie sagen, dass dies ein entscheidender Schlag sein könnte. Was meinen Sie damit?

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„Auf dem Weg zur Abschaffung des Nationalstaats“

In einem Kommentar zu einem meiner letzten Beiträge über den Zustand der Welt hieß es: „Es hat immer wieder Katastrophen [sic] auf der ganzen Welt gegeben“, was im Grunde genommen bedeutet, dass die Welt, wie wir sie kennen, nicht untergeht. Diese Bemerkung ist offensichtlich richtig. Warum ist es dann sinnvoll, sich auf das zu konzentrieren, was heute geschieht? Es besteht ein grundlegender Unterschied zwischen dem, was heute geschieht, und dem, was bis heute geschah. Auch wenn die Katastrophen bis jetzt nicht so schlimm sind wie die vergangenen. Doch jetzt  ereignen sie sich überall, gleichzeitig, mit zunehmender Heftigkeit und Häufigkeit. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist, das die Menschen viel zerbrechlicher sind und daher viel stärker von Kataklysmen betroffen als unsere Vorfahren.

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Das Herz eines Großvaters

Als ich zum ersten Mal Großvater wurde und meinen Enkel zum ersten Mal sah, füllte sich mein Herz mit Liebe. Ich hielt ihn in meinen Armen, ich wollte mit ihm spielen, etwas für ihn tun, damit er sich gut fühlt. Ein solches Gefühl hatte ich bis dahin noch nie erlebt. 

Liebe ist der Grund, warum wir hier in dieser Welt sind, sie ist der Grund warum die Welt erschaffen wurde. Doch im Gegensatz zur natürlichen Liebe, wie zum Beispiel der instinktiven Liebe eines Großvaters zu seinem Enkelkind, gibt es unter Fremden eher natürlichen Widerstand, Entfremdung und Feindschaft als Liebe.

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Wie kann Verbindung unsere Probleme beheben?

Soziale Unruhen, Naturkatastrophen, eine Pandemie, die mit einer Wirtschaftskrise einhergeht und die ganze Welt trifft. Zum ersten Mal in der Geschichte, sind die Schläge so global, dass sie uns unabhängig von Herkunft, Nationalität, Geschlecht oder Status treffen. Und sie werden sich so lange immer weiter zuspitzen, bis wir die in ihnen liegende einmalige Gelegenheit nutzen und erkennen, dass wir das Ganze nur gemeinsam und miteinander verbunden überstehen können. 

Hunger, Kriege und Naturkatastrophen sind vorhergesagt. Niemand verspricht, dass das Schlimmste bereits hinter uns liegt. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, dass die Welt noch lange nicht geheilt ist. Inmitten der gegenwärtigen Krise und der düsteren Vorhersagen herrscht in den Menschen ein Gefühl der Müdigkeit. Gerade hatten wir begonnen, uns von den weitreichenden Auswirkungen von Covid-19 zu erholen, da bricht eine weitere Welle aus, mit neuen Blockaden, die Wirtschaft weiter schrumpfen lässt und die Versorgung mit dem Notwendigsten zunehmend erschwert.

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Verantwortung für die Erziehung von Kindern

Frage: Wer ist Ihrer Meinung nach für die Erziehung eines Menschen verantwortlich: Familie, Schule, Umgebung? Was ist die einzelne Rolle dieser Elemente?

Antwort: Die Hauptrolle bei der Erziehung des Menschen spielen die Eltern.

Eltern haben die Verantwortung, sich um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern, es geht nicht anders. Ganz gleich, wie sehr der Staat Aufsichtspersonen und Lehrer einsetzen würde, es kann niemand dem Kind diese instinktive Liebe bieten.

Bemerkung: Unter modernen Bedingungen verbringt das Kind wenig Zeit zu Hause. Ein Mensch wird daher quasi von seiner Umgebung, Schule, Arbeit erzogen.

Antwort: Wir haben unsere Welt selbst so gestaltet. Das ist es, was wir jetzt haben! Unser Egoismus ist so aufgebaut, dass wir uns so bald wie möglich von unseren Kindern trennen wollen.

Es dauert 15-20 Jahre bis die Kinder wissen, dass sie ihr Zuhause verlassen müssen. Die Eltern sind bereit, dass ihre Kinder ein unabhängiges Leben beginnen werden und forthin für sich selbst sorgen.

Mit anderen Worten, wir bauen eine Gesellschaft auf und legen dabei bereits den Grundstein für zukünftige soziale und familiäre Beziehungen.

Frage: In der heutigen Familie wird den Kindern beigebracht, alles von dieser Welt zu nehmen, d.h. egoistisch zu sein. Auf der anderen Seite fördert die Gesellschaft durch Schulen und Medien, altruistische und freundliche Einstellung gegenüber anderen aufzubauen. Kinder erfahren eine Art Unstimmigkeit. Wer hat hier Recht?

Antwort: Keiner von beiden. Es ist wichtig, einen Mittelweg zu finden. Es sollte je nach Bedarf eine gewisse Strenge und Nachgiebigkeit geben. Es sollte stets eine freundliche Mitte in unserem Verhalten vorherrschen.

Aus dem TV-Programm „Die Ära des Post-Koronavirus“, 21.05.2020

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Was die Welt vom Mauerfall gelernt hat

Der Artikel wurde in „The Times of Israel“ am 20.11.2019 „Was die Welt vom Mauerfall gelernt hat?“ veröffentlicht. 

Wenn Mauern aus Stein fallen, bleibt trotzdem ein Stein im Herzen des Menschen, der Völker, zurück. Vor dreißig Jahren ist die Berliner Mauer gefallen, aber nichts hat sich seitdem verändert. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an den Moment, als ich im Fernsehen sah, wie die Menschenmassen die Grenzübergänge zwischen Ost- und Westdeutschland stürmten, und an die Freude, die die Menschen weltweit erfüllte. Für einen Moment dachten wir, dass sich die Vereinigung auf Russland und China im Fernen Osten ausweiten und sogar die ganze Welt erreichen könnte.

 Für einen Moment erstrahlte diese Illusion in unseren Köpfen.

Die Grenzen zwischen Ost und West sind aufgehoben, aber die Kluft ist nicht verschwunden. Als die Berliner Mauer gefallen ist, gab es etwa fünfzehn derartige Mauern in der Welt. Heute sind es 77. Zu sehen an den Grenzen zwischen: USA und Mexiko, Indien und Pakistan, Slowenien und Kroatien, Nord- und Südkorea, Österreich und Slowenien, Griechenland und Nord-Mazedonien, die Liste ist noch lange nicht zu Ende. 

Mauern schaffen Trennung zwischen den Menschen, Grenzen zwischen Ländern und Zäune reißen Nationen nieder. All dies sind typische Phänomene des 21. Jahrhunderts. Selbst wenn wir eine Mauer niederreißen oder eine Grenze entfernen, alles ist wieder wie in einem früheren Zustand. Sind die Mauern doch zurückgekehrt?

Warum ist eine wahre Vereinigung gescheitert?

Eine Mauer einzureißen oder eine neue Mauer zu bauen, bringt keine Lösung, denn die eigentliche Mauer sitzt in unseren Herzen.

Es ist wahr, dass es einen echten Wunsch gab, die Berliner Mauer einzureißen. Es gab eine Sehnsucht nach Freiheit und viele arbeiteten daran, sie voranzutreiben. Ostdeutschland wollte sich mit Westdeutschland vereinigen, aber trotz des starken Wunsches waren die Bürger auf die Wiedervereinigung  nicht vorbereitet, und die Mängel sind bis heute sichtbar.

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Neues Leben #558 – Unbegründeter Hass


 

Neues Leben #558 – Unbegründeter Hass

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Unbegründeter Hass wird geweckt und wird uns alle verzehren, wenn wir nicht lernen, uns darüber zu verbinden. Spaltungen und Ungleichgewichte werden aufgedeckt, wenn Menschen versuchen, sich zu verbinden. Sie entdecken Ablehnung und müssen Brücken der Liebe über die Unterschiede bauen. Es ist unmöglich, sich ohne Trennung zu verbinden, und Liebe kann nur existieren, wenn sie mit Hass konfrontiert wird. Je größer der Hass, desto größer ist die Liebe, die über ihm aufgebaut wird, indem man sich an das Prinzip „Liebe bedeckt alle Übertretungen“ hält (Sprüche 10,12). Durch diese Methode erreichen  wir Wachstum, Gleichgewicht, Glück, Ganzheit, Ewigkeit und die Ebene der höheren Kraft.

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Aus KabTVs „New Life # 558 – unbegründeter Hass“, 19.04.15

Wahre Liebe drückt sich durch Geben aus

Frage: Was ist Geben?

Antwort: Geben ist Liebe. Liebe ist jedoch eine Haltung, wobei Geben eine Handlung ist, die Liebe ausdrückt.

Was wir in unserer Welt üblicherweise als Liebe bezeichnen, ist das Bestreben, unser Ego zu erfüllen. Doch was ist wahre Liebe zwischen uns? Ich habe ein Verlangen und du hast ein anderes Verlangen. Wenn ich dein Verlangen an mein Verlangen festmachen kann, und deines zu einem wichtigeren als meines machen kann, dann wird mein Verlangen deinem dienen. Es wird darauf ausgerichtet sein, dein Verlangen zu erfüllen. Das heißt, dich zu lieben. Wenn ich außerdem dein Verlangen auf diese Weise erfülle, wird das eine Handlung des Gebens genannt.

Wir alle wurden als ein einziges Verlangen erschaffen. Doch dann zerbrach dieses verlangen in viele Teile und wir wurden voneinander getrennt. Zwischen uns kam das Ego auf, das uns die Trennung untereinander fühlen lässt. Nun müssen wir Anstrengungen machen, über dem Ego untereinander eine Verbindung herzustellen. Wir sollen das Ego nicht zerstören, sondern es zur Stärkung unserer Verbindung untereinander nutzen!

Als Ergebnis wird die Einheit, die wir erlangen, 613 mal stärker sein, als das gesamte ursprüngliche, vom Schöpfer erschaffene Verlangen. Wir werden uns dann dem Schöpfer gleich fühlen, weil wir nicht vom ursprünglichen Licht von Nefesh, sondern vom Höchsten Licht von NaRaNHY erfüllt sein werden – dem Licht der Liebe und des Gebens!

Kabbala Akademie

Die spirituellen Welten sind Stufen der Verbindung zwischen unseren Seelen


Baal HaSulam schreibt, dass jeder die Weisheit der Kabbala studieren muss, weil dazu ein Mensch geboren wurde: sich selbst zu korrigieren.

Unsere Welt bildete sich wegen des Zerbruchs der Seelen, als eine einzige vereinte Seele sich in Milliarden Teile zerteilte – individuelle Seelen. Heute befinden wir uns in einem Zustand der Trennung, den wir als „diese Welt“ wahrnehmen. In Wirklichkeit jedoch gibt es keine unteren oder höheren Welten. Sie sind nur Produkte der menschlichen Wahrnehmung der Stufen der Verbindung zwischen den Seelen.

„Die Welt“ ist eine Stufe der Verbindung zwischen den Seelen. Die gegenwärtige Stufe ist „diese Welt“. Wenn die Seelen damit beginnen sich einander anzunähern, dann wird die vermehrte Verbindung unter ihnen „die Welt Yetsira“ genannt. Eine noch größere Verbindung ist „die Welt von Briah“ und so weiter.

Während wir die Verbindung zwischen den Seelen stärken, werden wir fortlaufend alle diese Welten spüren. Wir werden bis zum Ende die Stufen der Welten aufsteigen, bis zur Welt der Unendlichkeit, wo alles eins ist.

Kabbala ist die Methode, die allen Seelen hilft, sich in einen korrigierten Zustand zu verbinden. Darum ist dies für uns so unerlässlich.
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

 

Kabbala Akademie

 

Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019

Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019  

Aus der Lektion nach dem Artikel von Rabash „Der Mensch helfe seinem Freund“.

Wenn alle glücklich sind und sich gut fühlen, ohne Mangel an etwas, wenn eine Verbindung untereinander mit der spirituellen Erkenntnis erreicht ist, darf man nicht in diesem Zustand bleiben.

Hier entsteht ein großes Problem, wie man das Verlangen nach der nächsten Stufe erweckt. Wenn wir länger als einen Moment im gleichen Zustand bleiben, ist dies bereits Klipa.

Wenn wir gemeinsam mit dem ganzen Zehner eine Verbindung mit dem Schöpfer erreicht haben, kann der Zustand erhaben, spirituell und altruistisch sein, aber sobald er länger als einen Moment andauert, haben wir ihn bereits für uns selbst genutzt. Daher muss sich hier sofort ein neuer Mangel aufdecken.

Es ist in Wahrheit viel schwieriger ein angenehmes als ein unangenehmes Hindernis zu überwinden. Das Leiden an sich treibt den Menschen nach vorne und der Genuss hält ihn auf.

Wenn die Verbindung noch nicht erreicht ist und jeder von uns mit seinem eigenen Weg und Zustand zufrieden ist, oder noch schlimmer er darüber weint, gilt dies nicht als ein spirituelles Bedürfnis. Ein spirituelles Verlangen ist das Bedürfnis nach Verbindung, nach der Arbeit am gemeinsamen Verlangen zum Schöpfer hin. Dankbarkeit ist ein Gebet, es sollte das Ergebnis der Verbindung sein.

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Für Geld kann man alles kaufen, nur den Schöpfer nicht. Es wurde gesagt: „Kauf dir einen Freund“, da wir alle Egoisten sind. Alle Probleme können mit Geld gelöst werden, außer einem: der Verbindung mit dem Schöpfer. Die Erkenntnis des Schöpfers geht einen völlig anderen Weg. Man wird zu Ihm kommen, wenn man seinen Egoismus aufgibt.

Wir können unseren Egoismus nicht aufgeben, einzig und allein der Schöpfer kann es für uns tun. Wir müssen deshalb alles Mögliche unternehmen, damit der Schöpfer unseren Egoismus aufheben und uns die Kraft der Überwindung geben will.

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Alle Probleme werden durch unsere Trennung zum Schöpfer verursacht. Wenn wir uns Ihm annähern, verschwinden die Probleme. Wir haben deshalb nur ein Problem: wie nähern wir uns dem Schöpfer an?

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Der Schöpfer hört von uns nur eine Bitte: die Verbindung mit den Freunden, das gegenseitige Geben in der Gruppe und nichts weiter. Wenn wir uns bei Ihm über unsere persönlichen Probleme beschweren wollen, so wenden wir uns an die falsche Adresse. Er wird diese Beschwerden nicht hören, denn er ist derjenige, der uns diese Probleme bereitet, damit wir uns mit der Gruppe verbinden.

Das Bedürfnis zur Verbindung mit dem Zehner muss wichtiger als die persönlichen Probleme sein. Mit dieser Bitte können wir uns an den Schöpfer wenden. Das bedeutet, dass das Spirituelle für uns wichtiger ist als das Materielle, d.h. die Verbindung mit dem Schöpfer und den Freunden ist uns wertvoller als alle Arten von materiellen Problemen.

Wir küssen den Stock, der uns hilft, auf den Schöpfer ausgerichtet zu sein. Wenn es keine persönlichen Lebensprobleme gäbe, würde der Mensch nie über den Sinn seines Lebens nachdenken.

Aus dem Morgenunterricht 15.01.2019

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