Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Vereint wie zwei Wassertropfen

Wenn man den Sohar liest, muss man sich vorstellen, dass man sich in einem System, einem Mechanismus befindet, an den sich mein Punkt im Herzen, mein spirituelles Gen (Reshimo), das seine praktische Umsetzung erreichen will, anschließt.

Von dieser Verbindung hängt ab, wie ich mich weiterentwickeln werde, wie dieses System mich beeinflussen wird.

Ich stehe vor einem riesigen System, und wenn ich mich nicht korrekt darauf ausrichte, werde ich es nicht zwingen können, an mir zu arbeiten.

Es wird auf mich einwirken, aber nur durch Leiden, was nicht zählt, weil das auf natürlichem Wege geschieht. Doch sich diesem System aktiv anschließen kann man nur durch seine innere Anstrengung.

Und vor allem muss ich versuchen, zu verstehen, was „Vereinigung“, „Verbindung“ bedeutet. Die Verbindung mit dem System geschieht in dem Maße meiner Verbindung mit den Freunden.

Es gibt ein sehr einfaches Gesetz: ich bin zu 10% mit den Freunden verbunden, also bin ich zu 10% mit dem spirituellen System verbunden; wenn ich zu 80% mit den Freunden verbunden bin, dann bin ich auch zu 80% mit dem System verbunden.

Ich habe keine andere Möglichkeit, mich in dieses spirituelle System einzuordnen. In dem Maße unserer inneren Anstrengung, zu einem Ganzen zu werden, unseren ganzen materiellen Ballast abzuwerfen und uns nur durch die Punkte im Herzen – das Einzige in uns, was dem spirituellen System angehört – zu verbinden, in dem Maße ihrer Verbindung werden wir uns verbinden.

Das ist der allererste Vorbereitungsschritt. Wir müssen von diesem System die Kraft für die Vereinigung verlangen, weil wir ständig versuchen, vor vielen Hindernissen wegzulaufen.

Wir müssen von diesem System den „Kleber“, das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns verbindet, verlangen. Es muss uns alle wie ein Ganzes umhüllen und uns alle zusammenhalten.

Und später fängt es wirklich an, uns auf mein Verlangen hin zusammenzukleben, wie Tausende von Wassertropfen, die zu einem großen Tropfen zusammenfließen.

Und dort gibt es wie in einem holographischen Bild weder große noch kleine, sondern jeder schließt das ganze Bild in sich mit ein und verliert in diesem Ganzen seine Unabhängigkeit. Auf diese Weise verbindet uns das Licht.

Jetzt, wenn wir zu einem gemeinsamen Punkt werden, bekomme ich die Absicht, mich mit dem Buch Sohar selbst zu verbinden.

Was ich jetzt lese, alle diese Eigenschaften will ich in der Verbindung zwischen uns enthüllen. Alle Gestalten des Sohar sind Arten der Verbindung zwischen uns, die auf jeder Stufe existieren.

Deshalb kehrt diese Erzählung immer wieder zurück, auf jeder Stufe, die gesamte Tora ist in jedem Zustand anwesend, und es ist unwichtig, was früher und was später gelesen wird. Man kann an jeder beliebigen Stelle beginnen.

Und jetzt will ich unter diesen Zehntausenden von verbundenen Punkten all diese Verbindungen, von denen der Sohar spricht, enthüllen.

Ich will anfangen, die Verbindung zwischen uns entsprechend dem Fluss des Sohar wahrzunehmen. Auf diese Weise beginne ich, diese Geschichte in ihrer wahren Form zu enthüllen. Bis ich ein solches Stadium erreicht habe, in dem ich lese und das Gelesene sofort in mir umsetze.

Doch wo wird es umgesetzt? – In der Verbindung zwischen uns! Und so entdecke ich eine vollkommen neue Welt – neue Empfindungen, Verlangen, gehe immer tiefer in eine andere Dimension, um dort zusammen mit den anderen und dem Schöpfer dieses System immer mehr zu enthüllen! Hinter jedem Wort erkenne ich einen eigenen Geschmack – genau das bedeutet Tora des Lebens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

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Enthüllt euch in der höheren Dimension!

Die Wissenschaft der Kabbala erzählt, wie ich in die höhere Dimension aufsteige. Was bedeutet „aufsteigen“?

Die Kabbalisten sagen: „Du existierst in der höheren Dimension, nur nimmst du sie nicht wahr. Du musst enthüllen, dass du darin existierst“.

Ich existiere in zwei Dimensionen: in der Dimension „diese Welt“ mit meinem physischen Körper und in der höheren Dimension mit meinem spirituellen Körper.

Dieser spirituelle Körper, das Verlangen zu geben, ist vor mir verborgen, ich weiß nichts davon. Ihm gegenüber befindet sich die Höhere Kraft, genannt „Schöpfer“.

Gegenüber von meinem physischen Körper befindet sich die Natur. In der Realität „diese Welt“ geht es mir schlecht, und das treibt mich an, die höhere Realität, mein Dasein „Seele – Schöpfer“ anstatt „Körper – Natur“, zu enthüllen.

Die Kabbalisten sagen, dass ich es enthüllen muss, weil von dort die lenkenden Kräfte zu mir kommen, dass ich und mein ganzes Schicksal von diesen Kräften abhängen.

Wenn ich zu ihnen aufsteige, erfahre ich, wozu ich existiere, was ich darstelle, was mit mir geschieht, worin der Sinn meines Lebens besteht, wie alles zum Besseren zu verändern ist. Diese Fragen treiben mich zur höheren Dimension.

Wenn ich anfange, das Buch Sohar, die Lehre von den zehn Sefirot, Artikel von Baal haSulam und Rabash zu lesen, entdecke ich, dass sie von dieser höheren Dimension sprechen.

Wenn aber der Mensch der Meinung ist, sie würden von unserer Welt handeln, ist es eine falsche Wahrnehmung von kabbalistischen Texten.

Das bedeutet, dass er aus der ganzen Tora einen Götzen macht, Götzendienst betreibt. Dann ist es ihm verboten, diese Bücher zu öffnen.

Weil anstatt die Eigenschaften des Schöpfers (liebe deinen Nächsten wie dich selbst) zu lernen, meint er, dass die Tora ihn Riten lehrt, und wird zu einem noch größeren Egoisten.

Alle „heiligen“ Bücher handeln von der Eigenschaft der Heiligkeit, des Gebens, von der höheren Welt (den Handlungen des Gebens), und gewöhnliche Bücher handeln von der Eigenschaft des Empfangens, von dieser Welt.

Deshalb versuche ich, wenn ich ein heiliges Buch öffne, mich in den Zustand des Autors hineinzuversetzen. Er erklärt mir, wie ich zum Geben kommen kann, und erzählt niemals von dieser Welt.

Denn diese Welt ist eine Illusion, wie „Olam amedume“ (die imaginäre Welt) von oben gesehen wird.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 07.09.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 22

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Kabbalistische Hauptquellen

Der Kommentar von Baal HaSulam zu den Werken von ARI und dem Buch Sohar

Ich weiß jedoch, dass der Grund dafür darin liegt, dass der Glaube schwand, insbesondere das Vertrauen in die großen Weisen der Generationen, und die Bücher der Kabbala und das Buch Sohar wimmeln von materiellen Beispielen, die unserer Welt entnommen sind.

Daher entsteht bei jedem die Angst, dass es mehr Schaden als Nutzen (von seinem Studium) geben würde (und anstatt zur Korrektur zu einem noch größeren Zerbrechen, einem noch größeren Egoismus kommen würde), weil man leicht beginnen könnte, sich (anstelle von spirituellen Eigenschaften) verdinglichte Gestalten vorzustellen.

Und das ist es, was mich dazu verpflichtete, ausführliche Kommentare zu den Werken des großen ARI (TES) und nun auch zum heiligen Sohar (Perush Sulam) zu verfassen. Und damit habe ich die Angst (vor dem falschen und dadurch gefährlichen Studium der Tora) vollkommen zunichte gemacht, da ich alle spirituellen Begriffe erklärt und bewiesen habe, indem ich sie von jeglicher materiellen Vorstellung löste und sie hinter die Schranken von Zeit und Raum führte, wie sich die Studierenden überzeugen werden, um es jedem aus dem Hause Israel zu ermöglichen, das Buch Sohar zu studieren und sich in seinem heiligen Licht zu wärmen.

(D.h., wenn man das Buch Sohar mit dem Sulam-Kommentar studiert, muss man gar keine Angst haben, vom Weg, der zum Schöpfungsziel, der Verschmelzung mit dem Schöpfer, führt, abzukommen).

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 58

Der Sohar – Universalmittel gegen alle Krankheiten

Der Sohar, genauso wie die Tora, muss nicht zwingend der Reihe nach gelesen werden – du kannst das Buch auf jeder beliebigen Seite aufschlagen!

Wie die Psalmen, die bei jedem beliebigen Vers, selbst in der Mitte, aufgeschlagen und gelesen werden können.

Das Wichtigste beim Lesen von heiligen Büchern (die von denjenigen geschrieben wurden, die den Schöpfer erkennen, aus der Eigenschaft der Heiligkeit – des Gebens, der Eigenschaft von Bina heraus) ist nicht, was man liest und worüber man liest, sondern die Absicht: was willst du durch das Lesen erreichen.

Denn du liest eh über die höhere Welt, die du nicht wahrnimmst und nicht verstehst.

Der Sohar ist die höchste Quelle von allen heiligen Schriften. Er ist die stärkste Quelle des höheren Lichts, des Lichts der Korrektur. Er ist mit einer Infusion für einen Kranken zu vergleichen, er ist das Heilmittel, das du einnimmst.

Was willst du nun durch die Einnahme dieses Mittels erreichen? Was bedeutet für dich, gesund zu sein? Abhängig davon kann die Kraft des Buches Sohar für dich entweder zu einem wohltuenden Lebenselixier oder zu einem tödlichen Gift werden – eins von beidem!

Deshalb musst du, bevor du das Buch aufschlägst, dir überlegen, tief in dir spüren, dich ausrichten, dich vorbereiten und für dich klären: Was willst du gleich daraus ziehen?!

Du hast vor, ein Heilmittel zu bekommen, dessen Symbol die Schlange ist. Ihr Gift kann wirklich zu Gift werden, aber auch zu einem Heilmittel gegen alle Krankheiten.

Also müssen wir, bevor wir das Buch Sohar aufschlagen, uns mit der richtigen Absicht eindecken, damit wir nicht das tödliche Gift, sondern das rettende Lebenselixier einnehmen.

Wenn die Tora ohne die richtige Absicht studiert wird, wird sie trocken und leblos. Das ist besonders gefährlich, wenn wir vor einer solch gewaltigen Quelle der Kraft wie das Buch Sohar stehen.

Nicht zufällig wurde es so lange vor gewöhnlichen Menschen geheim gehalten – doch für Kabbalisten stand es offen.

Ein Kabbalist (d.h. derjenige, der das richtige Verlangen erreicht hat) fand unbedingt auf irgendeine Weise dieses Buch – bei jemandem, über jemanden, auf irgendeinem Wege wurde es ihm von oben geschickt, er wurde dorthin geführt, wo er es finden konnte…

Doch für andere Menschen blieb es verborgen, weil wir zuvor nicht in der Lage waren, uns mit der richtigen Absicht zu rüsten. Deshalb konnte uns der Sohar nur schaden.

Heute aber öffnen wir das Buch Sohar mit der Absicht, dass es uns Gutes schenkt, zur Lebensquelle für uns wird und, Gott bewahre, nicht zum tödlichen Gift.

Denn im Sohar ist eine dermaßen gewaltige Kraft enthalten, dass man darauf Acht geben soll, ihn nur gemeinsam, nur mit der richtigen Ausrichtung zu öffnen.

Aus diesem Grund wurde er in der heutigen Zeit enthüllt und bietet uns wunderbare Möglichkeiten. Und wir wollen ihn dem gesamten Volk anbieten.

Doch jeder muss wissen, dass nur die richtige Absicht während des Studiums den Sohar zum Lebenselixier werden lässt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 31.08.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten

Dies bedeutet, durch die Anheftung an weise Schüler ist es möglich, Unterstützung zu erhalten (sich vor ihnen annullieren). Mit anderen Worten, nur weise Schüler (die mithilfe ihrer korrigierten Eigenschaften den Schöpfer begreifen) können ihm helfen und nichts anderes. Selbst wenn er groß ist in der (gewöhnlichen) Tora (und nicht in der Kabbala), wird er dennoch „einfach“ genannt, wenn er nicht das Lernen vom Munde des Schöpfers (Ähnlichkeit der Eigenschaften des Gebens) erlangt hat.

Daher muss der Mensch sich dem weisen Schüler unterwerfen und ohne Widerrede alles annehmen, was der weise Schüler ihm aufgibt (ihm zeigt, wie man die Eigenschaft des Gebens erreichen kann), nur auf dem Wege „über dem Verstand“.

Baal haSulam. Schamati. 105. Ein weiser Schüler und Bastard rangiert vor einem hohen aber gewöhnlichen Priester.

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Es wird klar, über welchen Vorzug (besondere Eigenschaft und Wissen, Herz und Verstand) der Mensch verfügt, der dessen würdig wurde, wieder mit dem Schöpfer zu verschmelzen, was bedeutet, dass er der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers würdig wurde, dadurch, dass er kraft der Tora (des Lichtes der Korrektur) den (egoistischen) Willen zu empfangen, der in ihm eingeprägt war, ins Gegenteil verwandelte, weil dieser Wille eben das war, was ihn vom Wesen des Schöpfers (der vollkommenen Güte und des Gebens) trennte, und er ihn (eben von seinem Egoismus) in den Willen zu geben verwandelte.

Und alle seinen Handlungen sind nun nur auf das Geben ausgerichtet und darauf, den Nächsten Nutzen zu bringen (worin er dem Schöpfer ähnlich ist). Und dadurch, dass er sich den Eigenschaften des Schöpfers anglich, gleicht er jenem Organ, welches einst vom Körper abgeschnitten war, aber zurückkehrte und sich wieder mit dem Körper verband. Und wieder kennt es die Gedanken des Körpers, wie es sie kannte, bevor es sich vom Körper trennte.

So auch die Seele (der Punkt im Herzen eines jeden, das Streben nach dem Schöpfer, nachdem es im Menschen erwacht): Nachdem sie (durch die Korrektur ihrer selbst durch das Licht) eine Schöpferähnlichkeit (die Eigenschaft des Gebens anstelle der ursprünglichen Eigenschaft des Empfangens) erreicht, kehrt sie (zur Vereinigung zu einem Ganzen mit dem Schöpfer) zurück und kennt wieder Seine Gedanken (wie ihre eigenen, weil sie die Verschmelzung mit Ihm erreicht hat), wie sie diese vor der Trennung von Ihm aufgrund der (von ihr festgestellten) Unterscheidung der Eigenschaften des Willens zu genießen (von den Eigenschaften des Lichts, des Schöpfers) kannte.

Und dann erfüllt sich das damit Gesagte: „Erkenne den Schöpfer, deinen Vater“, weil sie dann des vollkommenen Wissens gewürdigt wird; sie erkennt die Vernunft des Schöpfers und wird der Offenbarung aller Geheimnisse der Tora gewürdigt, da die Gedanken des Schöpfers die Geheimnisse der Tora sind.

(Als Geheimnisse werden Verlangen und Gedanken des Schöpfers bezeichnet, weil sie vor dem Menschen aufgrund der Unterscheidung der Eigenschaften verborgen sind und ihm im Maße der Eigenschaftsähnlichkeit zwischen ihm und dem Schöpfer zugänglich werden).

Baal haSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 9

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Wege der Kabbalisten zu wählen

Der RAMBAM spricht davon, indem er ein Beispiel aus dem Leben bringt: „Wenn eine Kolonne aus tausend Blinden einen Weg beschreitet, und es am Kopf der Kolonne wenigstens einen Sehenden gibt, so sind sie sich alle dessen sicher, dass sie auf dem geraden Weg gehen, und nicht in Gruben fallen werden und auf Hindernisse stoßen werden, weil sie von einem geführt werden, der den Weg sieht. Doch wenn es am Kopf der Kolonne keinen sehenden Führer geben wird, dann werden sie sich zweifellos vom Weg verirren und sich verlieren.“

(Somit sieht man die Rolle der geistigen Anführer in den Generationen – welche sich im Aufstieg der Generation zum Schöpfer mittels der Tora ausdrückt. Und die Pflicht der Massen besteht darin – dem sehenden Anführer zu folgen).

Baal HaSulam. Einführung ins Buch Sohar, Punkt 57.

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 8

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Wege der Kabbalisten zu wählen

Das soll dir klar machen, wie dankbar wir unseren Lehrern sein sollen, die ihre spirituellen Lichter und Seelen (die Methode der Korrektur) an uns weiterleiten, um unseren Seelen Genuss (Korrektur und Erfüllung) zu schenken, die am Scheideweg (vor der Entscheidung) stehen, den Weg schwerer Leiden oder den Weg der Tora zu wählen.

Sie erretten uns von der Hölle (vom Weg der Leiden), die schlimmer ist als der Tod. Sie lehren uns, uns um den himmlischen Genuss zu bemühen, helfen uns, die erhabene und feine Höhe zu erklimmen, die für uns von Anfang an (von der Schöpfung an) bestimmt ist, bereit ist und uns erwartet. Und jeder muss in seiner Generation gemäß dem Wesen seiner Tora und Seiner Heiligkeit handeln (gemäß der Eigenschaft des Gebens und der Liebe).

Und es sagten bereits die Weisen: „Es gibt keine Generation, in welcher es keinen Abraham, Isaak und Jakob gäbe“ (Die Anführer, die den Weg der Tora dem Weg der Leiden bevorzugten).

Baal HaSulam. Vorwort zum Buch „Panim Meirot“, 8.

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 7

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.
Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M.Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

In den Seelen von großen Gerechten (die sich an den Schöpfer in der Eigenschaft des Gebens angeglichen haben) ist alles enthalten: sowohl das Gute als auch das Böse (das Böse von ihnen, das zum Guten korrigiert wurde, und das Böse, der Egoismus der gesamten Welt, den sie korrigieren), und sie leiden für alles (sie schließen alle unkorrigierten Verlangen der Welt in sich mit ein, um sie auf die Korrektur durch die Besitzer dieser Verlangen vorzubereiten) und empfangen Genuss (die höhere Erkenntnis), wenn sie alles Übel zum Guten wenden (durch den Einschluss in sich selbst korrigieren).

Rav Kook. Orot Kodesh 3, 153

Es gibt keine Generation, in der es keine auserwählten Persönlichkeiten (Yechidej Sgula) gegeben hätte, auf denen der Geist des Schöpfers ruht, denen sich der Prophet Elija offenbart und die er in den Geheimnissen der Tora unterrichtet.

(Gemeint sind besondere Persönlichkeiten, für die die Erkenntnis des Schöpfers sogar während der Zeit von Galut – Exil von spirituellen Eigenschaften und Verbot für deren Erkenntnis – möglich war. In unserer Zeit des Auszugs aus Galut ist diese Erkenntnis aber für alle zugänglich).

Rav Chaim Vital. Einführung in das Buch „Etz Chaim“

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Der Weg zur Enthüllung des Schöpfers

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“
Die Korrektur der Beziehungen in einer kabbalistischen Gruppe, von Eigenliebe ( der Liebe zu sich selbst ) zur Nächstenliebe, ist nur mit Hilfe derselben Kraft, die den „bösen Trieb“ erschaffen hat, unseres Egoismus, möglich.
Nur sie kann den bösen Trieb zum guten verändern, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und gab die Tora zu dessen Korrektur“; da das Licht, welches in ihr enthalten ist, zur Quelle zurückführt, d.h. zur Vereinigung und Liebe.
In Wirklichkeit befinden wir uns auch jetzt in der richtigen Realität, in einer engen Verbindung zwischen uns wie Teile eines Körpers, in der gegenseitigen Liebe, in der Verschmelzung mit der uns erschaffenden höheren Kraft, erfüllt mit Güte und Fülle. Wir müssen nur zur Empfindung und zur Erkenntnis dieser Realität erwachen, wie ein Mensch, der sich in einem bewusstlosen Zustand befindet, nur aus seiner Bewusstlosigkeit erwachen muss, um sich lebendig zu fühlen.
Dieses Erwachen, diese uns belebende Kraft, das Licht, welches zur Quelle zurückführt, kann in dem Fall erhalten werden, wenn wir uns zusammentun.
In der Gruppe versuchen wir, in Verbindung und in Liebe zwischen uns zu sein, uns über die natürlichen egoistischen Gefühle zu erheben. Wir lesen gemeinsam das Buch Sohar.
Dieses Buch erzählt über die Verbindung zwischen uns, über unseren korrigierten Zustand. Aus diesem Grund erweckt das gemeinsame Lesen des Buches Sohar mit der Absicht, die Einheit zu erlangen, das Licht, das aus dem Nichtsein zurückführt.
Nach und nach beginnen wir, die Verbindung zu spüren, und nehmen innerhalb dieser Verbindung den Schöpfer wahr. Auf diese Weise erreichen wir die Umsetzung des Wesens der Wissenschaft der Kabbala, die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe.

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