Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Durch Sohar – zur Verbindung mit dem Schöpfer

Die einfache Absicht während des Lesens des Buches Sohar:

1. Ich verbinde mich mit jedem Buchstaben, mit jedem Wort – und sie dringen in mich ein, wie bei einer intravenösen Infusion, und ich spüre sie wie ein Lebenselixier.

Ich gehe von Wort zu Wort, ohne zu wissen, was sich hinter jedem Wort verbirgt. Aber ich bin überzeugt, daß jedes Wort wie Tröpfchen für Tröpfchen allmählich als ein „Lebenselixier“ in mich einflößt.

2. Wenn ich in der Lage bin, mich in diesem Gedanken ständig aufzuhalten, dann – ohne in den Text einzudringen, aber durch den Text, in dem Text  –  erlaube ich mir, den Schöpfer zu erkennen, meine Einstellung zum Schöpfer zu verstehen.

Der Text ist das, was mit dem Menschen passiert; die Absicht ist die Verbindung des Menschen mit dem Schöpfer. Zuerst bleiben wir in der Absicht und versuchen, durch diese Absicht zum Schöpfer zu gelangen, zu demjenigen, von dem wir hören, zu demjenigen, von dem wir empfangen. Wobei der Text nichts anderes darstellt als den Zustand meiner Wünsche, den ich erreichen möchte.

Wenn der Mensch sich vorstellen kann, dass er jetzt tatsächlich den Text des Sohars aus dem Munde des Schöpfers selbst hört, der ihm dieses Wissen übergibt, indem er ihm über die höheren Zustände des Menschen erzählt,
ist das auch eine der erwünschten Arten der Verbindung mit dem Schöpfer. Das heisst: „Die Tora aus dem Munde des Schöpfers lernen zu hören.“

3. Während  wir den Sohar lesen, versuchen wir, unsere gemeinsamen Absichten  zu verbinden; und dann – in ihrer Tiefe, in unseren gemeinsamen Anstrengungen, spüren wir, dass der Sohar gerade darüber spricht.

Denn in der Tora wird nur beschrieben, wie wir uns zusammen verbinden können, in welcher Form, auf welche Art und Weise. Deshalb ist der Text des Buches Sohar von der Absicht nicht abgetrennt, er existiert nicht alleine, sondern spricht nur und ausdrücklich von der Umsetzung der Absicht.

Aus einem Soharunterricht, 12.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 4

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Wissenschaft der Kabbala spricht nicht von unserer materiellen Welt

So ist auch die Tora. Sie besitzt eine Form (einen Körper), die Gebote der Tora, die „Formen der Tora“ genannt werden. Diese Form kleidet sich in Gewänder, welche die weltlichen Geschichten sind, und die Törichten dieser Welt sehen nur diese Bekleidung, welche die Geschichte der Tora ist. Mehr wissen sie nicht, und sie erörtern nicht, was unter dieser Bekleidung liegt (die innere Aussage der Tora, die Kabbala).

Das Buch Sohar mit Sulam-Kommentar, Abschnitt Beha’alotcha, 62

Somit ist diese (äußere, allgemeinverständliche) Geschichte in der Tora eine (nur äußere) Bekleidung der Tora. Und jemand, der diese Bekleidung als die wirkliche Tora und nichts anderes erachtet, der verdammt seine Seele (lässt sie unkorrigiert, egoistisch, korrigiert sie nicht), und er wird (deswegen) keinen Anteil an der nächsten Welt (an dem Zustand des Gebens und der Liebe, der unserem unkorrigierten Zustand folgt) haben.

Aus diesem Grund sagte David: „(Schöpfer) Öffne meine Augen, dass ich wundersame Dinge aus Deinem Gesetz ersehe“, um hinter die Bekleidung der Tora zu schauen.

Das Buch Sohar mit Sulam-Kommentar, Abschnitt Beha’alotcha, 60

Vom Sohar die Heilung erwarten

Ich lese den Sohar Text, aber es ist schlecht, wenn der Text von mir das Ziel des Lesens verbirgt. Ich soll mich ständig darin prüfen: was ich gerade vom Lesen wünsche?

Vor allem, möchte ich, dass als Ergebnis des Lesens die Offenbarung der Krankheit der Selbstsucht erfolgt, und danach ihre Heilung – die Erwerbung der Eigenschaft des Gebens, der Einheit mit den Freunden, die auf dasselbe Ziel gerichtet sind.

Das nennt man die Absicht vor dem Studium. Dabei ist unwichtig, was wir aus dem Buch Sohar zusammen lesen.

Nach der Vorbereitung der Absicht, wofür ich das Buch Sohar lese, kann ich mit dem Studium beginnen. Und wenn es mir gelingt, diese Absicht festzuhalten, dann kann ich es mir auch gönnen, dem Text, seinem Sinn zuzuhören.

Dieser Zustand gleicht sich dem Kranken Menschen an, der im kritischen Zustand, im medizinischen Buch nach der Heilungsmethode sucht – alles andere interessiert ihn nicht!

Weder der Stil der Beschreibung, noch die Einzelheiten der Erzählung sindmaßgebend – er sucht nur nach Medikamenten (nach dem Elixier des Lebens – nach dem Licht!). Deshalb soll es vor allem die Absicht geben, und danach kann man zuhören, worüber der Sohar gerade erzählt.

Aber es gibt nichts Wichtigeres, als das Erhalten „der Heilkur“, – denn ich verstehe so lange nichts an der Handlung, bis ich in diesen Zustand selbst eingehe.

Aber warum schrieben die Autoren des Sohars all die Erzählungen? – Damit wir die Anstrengungen machen, uns an der Absicht festzuhalten.

Und dann, insofern es möglich ist, sich erlauben, das Sujet wahrzunehmen, es in der Absicht zu öffnen, sich bewusst zu werden, dass man sich in diesen Zuständen nicht befindet, denn auch wenn wir den Text nicht verstehen, wollen wir trotzdem den beschriebenen Zustand in unserem Inneren öffnen – dann werden wir uns tatsächlich mit ihm verbinden können.

Ich wünsche mittels der richtigen Beziehung zum Buch Sohar, vor allem, die geistige Eigenschaft zu erreichen, und gleich darauf, den Text wahrzunehmen, ihn richtig zu verstehen. Es heißt „sich wünschen, den Text zu begreifen“, wie es im Vorwort zum TES, Punkt 155 gesagt ist.

Der Sohar Text ist für mich der Arbeitsplatz der inneren Klärungen, wo ich mich befinde:

1. Die Absicht – bezüglich des Ziels

2. Die Empfindung – bezüglich des Textes.

Man muss die Tiefen der Schichten des Begreifens empfinden – es heißt „sich mit der Tora und mit den Geboten zu beschäftigen“, „das Studium der Tora“.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.09.2010

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Die wahre Methode ist die Methode der mittleren Linie

Baal haSulam wurde einer sehr hohen spirituellen Erkenntnis würdig.

Andererseits betete er darum, von seiner Stufe herabgesetzt zu werden, um die Wissenschaft der Kabbala an die Menschen herantragen zu können.

Das Wichtigste, was ihm dabei geholfen hat, ist der Einschluss der Seele von ARI in ihn (Ibur Neshama).

Die ganze Methode der Wissenschaft der Kabbala, bezogen auf den letzten Korrekturabschnitt, kommt von ARI zu uns und erklärt, wie man aus dem letzten, vierten Exil in die vollständige spirituelle Befreiung auszieht.

Aus diesem Grund hat kein ernsthafter Kabbalist seit der Offenbarung der Methode von ARI andere Bücher, die es vor ihm gab, studiert.

Baal haSulam hat als Antwort auf seine Bitte die Enthüllung der Seele von ARI in ihm vom Schöpfer erhalten und konnte deshalb den Sulam-Kommentar zum Buch Sohar und den Kommentar „Die Lehre von den zehn Sefirot“ zu allen Werken von ARI, wo es um den Aufbau der spirituellen Welt geht, schreiben.

Kein anderer Kabbalist vor ihm konnte die Methode der „drei Linien“ der Korrektur der Seele beschreiben. Denn die gesamte Tora ist die mittlere Linie, auch die Bürgschaft ist die mittlere Linie.

Unsere Hauptarbeit und die Enthüllung des Schöpfers bestehen in der mittleren Linie. Daher ist die Enthüllung der Arbeitsmethode in der mittleren Linie die spirituelle Rettung für uns.

Es gibt keinen anderen Kabbalisten wie ARI, der diese Methode entdeckt hat, und es gibt keinen anderen Kabbalisten wie Baal haSulam, der diese an uns weitergegeben und uns die Arbeit mit ihr erklärt hat.

Darum sind seine Bücher die Quelle des höheren Lichts für uns.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Wie man Traurigkeit in Freude umwandelt

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird Jom Kippur vom Volk nicht als ein Feiertag, sondern als ein trauriger Tag, ja sogar als ein Trauertag empfunden?

Meine Antwort: Weil die Menschen nicht begreifen, dass das „Schlechte“ in den Empfindungen auch ein Sprungbrett zum Guten sein kann und abhängig von unserer Einstellung nicht als das Böse, sondern als das Gute empfunden werden kann. Zum Beispiel wenn im Zuge einer ärztlichen Untersuchung eine Erkrankung festgestellt wird – es wird etwas Böses erkannt, doch nun kann es behandelt werden, also bedeutet die Aufdeckung des Bösen etwas Gutes!

Es steht jedoch geschrieben: „Die Meinung von Kleinbürgern steht der Meinung der Tora entgegen“, und der Mensch stößt die Korrektur von sich weg. Er versteht nicht, wozu er das braucht.

Er jammert, dass es ihm schlecht geht, und bittet den Schöpfer darum, es solle ihm gut gehen, d.h. er weint um seinen Egoismus und beklagt sich, dass der Schöpfer ihn nicht erfüllt.

Er sagt quasi dem Schöpfer: „Warum bist Du so böse, so grausam?! Was kostet Dich das? Lass mich doch genießen!“

Er versteht nicht, dass die Enthüllung des Bösen für sein Wohl, für sein Wachstum notwendig ist. Am Beispiel unserer jahrtausendelangen Geschichte sollten wir eigentlich bereits verstehen, dass der Schöpfer nur auf jenes Verlangen antwortet, das auf die Korrektur, auf das Schöpfungsziel gerichtet ist, und auf keine anderen Bitten.

Doch nun ist die Zeit gekommen, allen zu erklären, was es bedeutet, tatsächlich zum Versöhnungstag zu kommen – um zu enthüllen „Ich erschuf das Böse“, dann „Ich erschuf die Tora zu dessen Korrektur“ und anschließend „weil ihr Licht zur Quelle zurückführt“.

Aus dem Unterricht nach den Artikeln von Rabash, Auszüge zum Versöhnungstag vom 15.09.2010

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Und was ist hinter dem Horizont?

Am Anfang hat Nukwa kein Verlangen das Licht zu empfangen, sie ist nur ein Punkt hinsichtlich von SA (hinter der Brust von SA).

Später fängt sie an zu wachsen und das Licht zu empfangen, um ihre Verlangen (Gefäße, Kli) aufzubauen. Das Licht kommt von SA zu Nukwa, und sie baut sich dank der Verbindung zu ihm auf.

Diese Verbindung zwischen ihnen durch ihre „Kehrseiten“ ist die Zeit der Bildung von Nukwa, ihres Schirms, der ihr die Formen des Gebens, von SA, beibringt.

Wenn sie sie übernommen hat, erhält sie das Verlangen und die Kraft und kann zu einer für SA angemessenen (ihm ähnlichen) „Frau“ werden – dann vereinen sich Nukwa und SA (die Schöpfung und der Schöpfer) „von Angesicht zu Angesicht“, und sie bekommt von Ihm die Erfüllung.

Doch die Schöpfung wird niemals zum „Schöpfer“ werden können – sie muss Ihm ähnlich, gleich werden! Der eine kann nicht zum anderen werden, er kann ihm nur ähnlich werden. Und das reicht auch aus, wir haben kein Bedürfnis nach mehr!

Wir wissen nicht, wie es weiter geht, nach der Endkorrektur (Gmar Tikun). Im Moment ist es unmöglich, sich das vorzustellen.

Es kann sein, dass sich uns vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen, wie auch jetzt die spirituelle Welt sich dem Menschen unserer Welt plötzlich zu enthüllen beginnt und diese ganze Welt ihm wie ein kleines Sandkorn im Vergleich zu dem spirituellen Universum, das sich ihm eröffnet hat, erscheint.

So riesig kommt ihm die spirituelle Welt in seinen Eindrücken, Empfindungen, Erfüllungen und Erkenntnissen vor. In erster Linie ist es für den Menschen selbst so, als ob er neugeboren wird und alles, was mit ihm früher geschah, als nichts empfindet.

Es ist sogar noch kleiner als ein Samentropfen im Vergleich zu einem großen, erwachsenen Menschen. Denn der Samentropfen gehört der gleichen materiellen Welt an, enthält in seinem Inneren bereits die gesamte Information über den zukünftigen Menschen und muss sich nur entwickeln.

Und hier entsteht etwas vollkommen Neues. Die spirituelle Welt bedeutet eine neue Wahrnehmung der Realität: anstelle der egoistischen, in sich hinein, eine, die aus sich herausgeht.

Es ist auch möglich, dass nach dem Ende der Korrektur ein Durchbruch in eine weitere Dimension erfolgt, die wir uns im Moment überhaupt nicht vorstellen können.

Wir können uns noch nicht einmal die spirituelle Welt vorstellen, obwohl wir alle möglichen Ansätze für deren Wahrnehmung haben: die Tora, Religionen, Erzählungen von Kabbalisten.

Darüber aber, was nach dem Ende der Korrektur geschieht, ist gar nichts bekannt – die Kabbalisten deuten das mit keinem einzigen Wort an.

Sie erzählen uns nur von dem Weg der Korrektur. Niemand sagt aber, was geschieht, nachdem ich dem Schöpfer ähnlich geworden bin.

Der Sohar grenzt unsere Forschung klar durch das Material und die Form, die in die Materie gehüllt ist, ein. Und über die abstrakte Form und das Wesen darf nicht gefragt werden, denn wir verfügen über keine Werkzeuge zu deren Forschung, um die Antwort darauf zu bekommen.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 14.09.2010

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Wie schreit man, um gehört zu werden?

Wir erschaffen zwischen uns eine gegenseitige Verbindung, gegenseitige Abhängigkeit, Bürgschaft, Liebe und unerlässliches Verlangen, zusammen zu sein.

Eine solche Verbindung (einen solchen Ort) müssen wir erschaffen, um darin den Schöpfer zu enthüllen, der sich vor uns verbirgt. Aus diesem von uns erschaffenen Ort, dem „Offenbarungszelt“, wird Er zu uns sprechen.

Ohne einen solchen „Kommunikator“ zwischen uns und dem Schöpfer schreien wir in die Leere. Wir können uns nur an das Bild wenden, das wir in unserer Verbindung, in dem Tempel des Schöpfers, erschaffen haben.

Es steht geschrieben, dass die Liebe zum Schöpfer nur durch die Liebe zu den anderen erreicht werden kann. Deshalb bauen wir zwischen uns das spirituelle System der Bürgschaft und der gegenseitigen Unterstützung auf – mit dem Ziel, den Schöpfer zu enthüllen.

Eben darum müssen wir uns vor allem um den Aufbau der Gruppe kümmern. Die erste Bedingung für das Empfangen der Tora, des korrigierenden Lichtes, am Berg Sinai (Zustand der Enthüllung des gegenseitigen Hasses) war die Unmöglichkeit, aber die Bereitschaft, sich wie ein Mensch mit einem Herzen zu vereinen und an dieser Vereinigung nach dem Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“ zu arbeiten.

Wie gering diese Bereitschaft auch sein mag, wenn es sie gibt, haben wir einen gemeinsamen Punkt – ein „Fenster“ zur Kommunikation mit dem Schöpfer. Denn dieser gemeinsame Punkt stellt bereits Malchut der Welt von Azilut, Shechina, dar.

So muss die Vorbereitung auf das Empfangen der Tora verstanden werden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.09.2010

 

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Ein Kettenglied, ohne das es einfach nicht geht

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir einfach nicht gewusst, wie wir uns zum Ziel richtig ausrichten können; denn die akademischen Ratschläge von Baal HaSulam wurden von enormer spiritueller Höhe gegeben.

Wir können daraus keine Details für unsere Verbindung erhalten, um nur einen Schritt praktisch auszuführen.

Während Rabasch erklärt uns jeden Schritt – beginnend mit dem ersten Anfangspunkt. Aufgrund seiner Erklärungen können wir die Methodik von Baal HaSulam verstehen und richtig umsetzen. Wenn wir uns zur unmittelbaren Umsetzung der Kabbala der praktischen Enthüllung des Schöpfers annähern, werden für uns sowohl die Artikel von Rabasch als auch das Buch Sohar lebenswichtig.

Die Artikel von Rabasch helfen uns dabei, die richtige Absicht zu formen und durch das Buch Sohar auf diese Absicht das spirituelle weltoffenbarende Licht anzuziehen.

Rabasch hat etwas gemacht, was vor ihm kein Kabbalist getan hat – er hat die Etappe der inneren spirituellen Arbeit des Menschen, also die praktische Umsetzung der Tora, beschrieben.

Er war der einzige in der gesamten Kette von Kabbalisten, beginnend mit Adam Rischon, der eine konkrete stufenweise Schritt-für-Schritt-Beschreibung der spirituellen Arbeit des Menschen und der Gruppe geliefert hat, die für uns heute so wichtig ist.

Vor ihm haben die jeweiligen Kabbalisten über ihre persönlichen Erkenntnisse geschrieben; denn so war der spirituelle Fortschritt in der Zeit der 2000 Jahre langen Verhüllung.

Vor dem Exil befand sich das Volk auf der Stufe der spirituellen Erkenntnis, und es war nicht notwendig, davon (? darüber) zu sprechen, was jedes Kind im Laufe seiner Entwicklung meistern konnte.

Aber heute, um sich aus der Verhüllung erheben zu können, benötigen wir die Materialien, die uns hinsichtlich des Eintritts in die spirituelle Welt eine Orientierung geben können. Und das ist nur durch das Studium der Rabasch-Artikel möglich.

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir auch andere kabbalistische Quellen nicht richtig verstehen können.

Deshalb unterteilt sich unsere Arbeit in zwei Teile:

1. Studium der Rabasch-Artikel.

2. Wenn wir uns richtig vorbereitet haben, gehen wir zum Studium des Buches Sohar oder der Lehre der Zehn Sfirot über und können dann schon mit den Texten richtig arbeiten, indem wir das korrigierende Licht anziehen.
Rabasch lebte sehr zurückgezogen und bescheiden, er hielt sich immer im Schatten seines berühmten Vaters. Seine ganze Kraft und Stärke waren tief in seinem Inneren verborgen, so dass es unmöglich war, dies von aussen zu bemerken.

Er hat als erster begonnen, die nicht religiöse Kabbala für die Menschen zu lehren, ohne Unterscheidung jeglicher Herkunft und hielt die Verbreitung der Kabbala an die Öffentlichkeit für sehr wichtig.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

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Alle Sünder und Gerechten befinden sich in mir

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi„, Punkt 193: In Hinsicht auf die übrigen Frevler in der Welt heißt es nicht: „Und die Sache, die er tat, war böse in den Augen des Herrn,“ sondern: „Und Er, der Erstgeborene Judas, war böse.“ Was er tat, war in den Augen des Schöpfers böse, denn es steht geschrieben: „Und er vergoss den Samen auf die Erde.“ Die spirituelle Leiter, die wir von unserer Welt bis zu der Welt der Unendlichkeit hochsteigen, besteht aus 125 Stufen, die in viele weitere einzelne Zustände aufgeteilt sind. Jeder Zustand besteht aus einem Gefäß und dem Licht darin.

Basierend auf dem, was in der Tora geschrieben steht, wenn ich mich daher auf der Stufe „Er“ befinde, vollziehe ich eine Handlung, die als „Ergießen des Samens auf die Erde“ bezeichnet wird. Und wenn ich mich auf der Stufe „Jakob“ befinde, dann bilde ich entsprechend dieser Stufe drei Linien.

Wenn man den Text liest, muss man deshalb verstehen, dass der Mensch sich in dem jeweiligen Zustand in der Gestalt befindet, die als Moses oder Aaron, Abraham oder Pharao, Balaam oder Balak bezeichnet wird, und eine für jeden von ihnen typische Handlung vollzieht.

Die Rede ist von den inneren Zuständen eines Menschen, die er durchlaufen muss, indem er einen Eindruck von seinem „bösen Trieb“ und dem Licht, das zur Quelle zurückführt, bekommt.

Die Gesamtheit dieser Gestalten und Formen, die er erlangt, setzt sich später zu einem Gesamtbild der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zusammen.

Alle Sünder und Gerechten vereinen sich darin, mit allen Leerräumen (Gefäßen) aus den Zuständen der Sünder und mit allen Korrekturen und Erfüllungen mit dem Geben aus den Zuständen der Gerechten. Und so erhebt sich der Mensch in die Ewigkeit.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.09.2010

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Zum Todestag von Rabasch

Rabasch hat den uns bevorstehenden spirituellen Weg beschrieben und erklärt, was man tun soll um das korrigierende und erfüllende Licht empfangen zu können.
Es gibt keinen anderen Kabbalisten in der Geschichte, der für die Erkenntnis des Schöpfers etwas vergleichbares gemacht hat. Natürlich ist es dadurch möglich gewesen, da er der richtige Mensch zur richtigen Zeit war. Ist ist unvorstellbar, wie hätten wir ohne dieser ausführlichen Anleitung, die wir von ihm empfangen haben, fortschreiten können.
Ohne seine Erklärungen, hätten wir die Methodik von Baal HaSulam nicht realisieren können. Jetzt wo wir immer näher zur ihrer praktischen Realisation kommen, verstehen wir immer besser wie sehr wir die detaillierten Kommentare von Rabasch benötigen.
Es existieren Tausende der kabbalistischen Bücher von unschätzbarer Höhe, aber heute kann man sie nicht praktisch anwenden. Genauso wie die Tora, die nur derjenige versteht, der sich schon in der spirituellen Erkenntnis befindet. Und dem, der die spirituelle Welt betreten möchte, können nur die Bücher von Rabasch helfen.
Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal Sulam, 12.09.2010
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