Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'studieren'

Adaption der Kabbala

Frage: Sie sind der Lehrer. Wer kann Sie beim Unterrichten ersetzen?

Antwort: Ich denke nicht, dass das überhaupt notwendig sein wird. Es gibt etwa zwanzigtausend aufgezeichnete Lektionen, die eine enorme Menge an Wissen, Ratschläge und Übungen zur Kabbala enthalten, die studiert und umgesetzt werden können.

Solange ich die Möglichkeit habe, voranzuschreiten, werde ich das tun. Sobald ich aufhöre, ist nichts Weiteres erforderlich. Die Menschen können alle Lektionen und Vorträge aus dem Archiv nehmen und systematisch studieren. Das Material reicht für zehn Jahre im Voraus aus, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Das ist vollkommen ausreichend, um alle Ziele zu erreichen.

Dennoch bemühe ich mich täglich, etwas Neues zu vermitteln, indem ich immer anschauliche Beispiele finde, einfache Ausdrücke und Formulierungen, um den Stoff verständlicher zu machen.

In der Kabbala ist die Einfachheit das Wichtigste. Es ist nicht wie in der Philosophie oder in anderen Wissenschaften, bei denen es darum geht, zu verwirren oder komplizierte Theorien aufzustellen. Es geht um hohe, entfernte, kaum wahrnehmbare Bilder und Gedanken, die mit den gewöhnlichen Sinnen, dem Herz und dem Verstand kaum erfassbar sind. Diese müssen so nah wie möglich am Menschen ausgedrückt werden, und zwar an den normalen Menschen, da die Kabbala heute für die breite Masse bestimmt ist. 

Deshalb versuche ich heute, sie der breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Der große Kabbalist des 12. Jahrhunderts, Rambam, schrieb, dass unsere Methode so entwickelt werden muss, dass sie so einfach ist, dass sie für Frauen, Kinder und Ungebildete – für alle geeignet ist. Nicht nur für große Denker oder einer kleinen Elite, sondern für jeden Menschen auf der Welt.

Grundsätzlich ist jeder verpflichtet, seine Natur zu korrigieren und den korrigierten Zustand- die Stufe des Schöpfers- zu erreichen. Das ist die Essenz unserer Generation. Vielleicht nicht in dieser, sondern in der nächsten Generation, aber innerhalb der nächsten Jahrzehnte müssen wir dieses Ziel erreichen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte“, 20000 Lektionen

 

Kabbala und der IQ-Level

Frage: Nicht alle von uns haben einen hohen IQ, um eine große Menge an Informationen von Ihnen aufzunehmen. Wie können wir uns richtig vorbereiten? Was würden Sie empfehlen?

Antwort: In Bezug auf die Kabbala haben alle genau das gleiche Gehirn, weil keiner von uns besser oder schlechter im Erfassen der spirituellen Welt sein kann. Wir alle beginnen bei Null. Daher spielt es keine Rolle, welche Begabungen sie haben, sie sind nicht besser und nicht schlechter als andere. Das gilt für Männer wie für Frauen.

Es wird von Anfang an gesagt, dass ein kluger Mensch nicht unbedingt mehr lernt oder erfolgreicher ist. Es besteht also kein Grund, jemanden zu beneiden, der scheinbar einen großen Intellekt aufweist. In der Kabbala gibt es das nicht, dass ein kluger Mensch mit einer besonderen Gedächtnisfähigkeit kommt und ihm alles offenbart wird. Nichts dergleichen. Wie die Shechina sagt: „Ich wohne unter den Niedrigsten meines Volkes.“

Daher ist es nicht nötig, spezielle Methoden zur Erlangung oder Offenbarung zu erfinden. Alles wird zu gegebener Zeit zu einem Menschen kommen, wenn er es braucht.

Frage: Können Sie einem Menschen einen allgemeinen Rat geben, wie er sich richtig auf eine Lektion oder ein Ereignis einstimmen kann? Wie setzt man die ersten Gedanken in Gang?

Antwort: Lass ihn mit leeren Händen kommen und wenn er in Stimmung ist, kann er die Psalmen lesen, aber nur so viel, dass es ihn nicht benebelt. Mehr nicht.

Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben. Die Tora dringt sanft in den Menschen ein. Deshalb muss man hier nicht eilen oder sich irgendwohin drängen, nichts wird vor Ihnen davonlaufen.

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Aus der Lektion zur Vorbereitung auf den Kongress „Stärkung im Zehner“, 11.09.2024.

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 3

Spiritueller Krieg um die Welt

Nur Frauen können, wenn sie sich verbinden, die Situation in der Welt verändern und die Ordnung in ihr wiederherstellen. Aber leider melden sich die Frauen nicht aktiv zu Wort. In jedem Land gibt es Gesetze, die es Frauen erlauben, Zugang zu Führungspositionen zu fordern, um das Leben in ihren Ländern richtig zu organisieren.

Normalerweise kämpfen Frauen für ihre eigenen Rechte, für Gleichberechtigung, und es wird wie ein Familienstreit in der Küche wahrgenommen. Aber ich spreche von spiritueller Kriegsführung. Eine Frau muss begreifen, dass dies jetzt das Wichtigste ist, und sie muss die ganze Welt in die Pflicht nehmen, ähnlich wie eine Mutter ihre Kinder dazu bringt, zu lernen, hinter sich aufzuräumen, zur Schule zu gehen und sich zu waschen. So sollte die Rolle der Frau gesehen werden – als Mutter der Menschheit.

Die ganze Welt wartet darauf, dass die Frau anfängt, ihre Rolle richtig zu erfüllen und alle dazu zu verpflichten, das spirituelle Ziel der Welt zu erkennen und zu erreichen. Wenn wir uns in der richtigen Form miteinander verbinden, dann erlauben wir dem Höheren Licht, der höheren Kraft der Natur, in uns einzutreten und uns zu beeinflussen. Dies ist die Rolle einer Frau, die Rolle einer Mutter.

Es stellt sich heraus, dass der Kampf nicht um die Rechte der Frauen selbst geführt werden sollte, sondern um ihre Fähigkeit, die Gesellschaft zu beeinflussen. Frauen fehlt es an Wissen, Verbindungen und Organisation. Wenn sie vorankommen wollen, müssen sie viel lernen und sich dementsprechend richtig vernetzen, ihre Aufgabe kennen lernen und mit der nötigen Weisheit und dem nötigen Gefühl ihre Bestimmung erkennen. Es gibt keine andere Lösung, genau wie bei einem Kind, das nicht lernen will.

Für eine Frau ist das nicht leicht, denn sie ist es von jeher gewohnt, im Schatten zu bleiben. Nur die richtige Erziehung wird helfen. Wir müssen mit kleinen Rollen beginnen, und daraus wird sich eine ernsthafte Organisation entwickeln.

Eine Frau ist verpflichtet, das Programm und den Zweck der Schöpfung zu kennen, die Etappen, durch die wir uns bewegen, und wie wir sie erreichen können. Frauen, die heute zu studieren beginnen, bereiten sich außerdem darauf vor, Führungskräfte der Gesellschaft und der Menschheit zu werden.

Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr eine besondere Mission erfüllt, und ihr müsst jeden Tag hartnäckiger sein und bereit sein, alles zu tun, um die Menschheit vor den schweren Prüfungen zu bewahren, die uns erwarten, wenn wir diese besondere Phase nicht richtig umsetzen.

Ich bin sicher, dass ihr dazu in der Lage seid, und ich bin bereit, euch in jeder Weise zu helfen. Ich wünsche Euch viel Erfolg!

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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“ vom 05.07.2020

Die moderne Frau und die Kabbala

Frage: Ich habe gehört, dass es für Männer unter 40 Jahren nicht erlaubt ist, Kabbala zu studieren, und für Frauen überhaupt nicht. Ist das wahr?

Antwort: Baal Sulam beantwortet diese Frage sehr ausführlich in seinem „Vorwort zu den Lehren der Zehn Sephirot“. Er schreibt, dass es weder für Männer noch für Frauen Einschränkungen gibt. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich Alter oder Geschlecht.

In unserer Geschichte gab es viele Frauen, die große Kabbalistinnen waren und im Vergleich zu denen Männer kleine Jungen waren: Sarah, Rahel, Lea, Mirjam… Es gab viele Frauen, die in der Geschichte, in dem spirituellen Aufstieg eine große Spur hinterlassen haben.

Es gab kabbalistische Frauen, die auf der Stufe von Propheten standen. Ein Prophet ist eine spirituelle Stufe, auf der ein Mensch ganz offen mit dem Schöpfer spricht. Und es gab solche Frauen, zu denen alle anderen, einschließlich der alten Männer, die durch Erfahrung und Wissen weise waren, kamen, um Ratschläge zum spirituellen Aufstieg zu erhalten. Das heißt, sie waren den Männer überlegen!

Frage: In der heutigen Welt beschäftigen sich Frauen mit der Kabbala und sind in der Geschäftswelt tätig und streben nach Macht. Bedeutet dies, dass die Männer ihre Rolle nicht erfüllen und infolgedessen die Frauen sich in diese Richtung entwickeln?

Antwort: Ja, es bedeutet, dass wir uns dem Ende der Welt nähern. Ich sage das nicht, um jemandem einen Vorwurf zu machen. Der Zustand, in dem Männer gar kein Verlangen haben unsere Welt zu führen, und das Verlangen der Frauen für eine Weile aufflackert, zeigt, dass unsere Welt im Großen und Ganzen bereits ihren Endzustand erreicht hat.

Aus dem Unterricht vom 04.10.2015

Über sich lernen

Frage: Angenommen, ein Mensch beginnt mit dem Lesen des Buches „Die Propheten“. Wie liest es ein Kabbalist oder jemand, der in eine andere Dimension entkommen will?

Antwort: Ein Kabbalist liest in kleinen Portionen, denn es ist nicht zum Verschlingen, sonst wäre es als würde man Belletristik lesen.

Um einen kabbalistischen Text zu lesen, muss man sich in ihn vertiefen, über ihn nachdenken, sich in einen bestimmten Zustand versetzen. Es bedarf einer Art kabbalistischer Meditation.

Ein Kabbalist ist jemand, der Bücher mit einem Stift und einem Notizblock studiert. Kurz gesagt, es ist nicht das Lesen, sondern das Studieren. „Die Propheten“ ist kein einfaches Buch. Es ist schwer zu vermitteln, wie ein Kabbalist es liest.

Es ist eine Studie über sich selbst durch andere Charaktere, d.h. Menschen, die in unserer Welt existierten und den Schöpfer verstanden haben. Sie handelten nur zu dem Zweck, sich Ihm zu nähern, Ihn positiv zu beeinflussen, damit der Schöpfer sich ihnen annähert und ihnen die Möglichkeit gibt, die Welt durch sie positiv zu beeinflussen.

Aus dem Fernsehprogramm „ Die Geheimnisse des ewigen Buches“ 13.09.21

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Ein Mahl der Dankbarkeit

Frage: Sie haben oft erzählt, wie Ihr Lehrer die Mahlzeiten gehalten hat: auf dem Speiseplan standen Zwiebeln, Olivenöl, Brot, Salz und Pfeffer. Wurde absichtlich eine so einfache Diät gewählt, damit das Essen die Absicht nicht beeinträchtigt? Oder gab es einen anderen Grund?

Antwort: Es war am Anfang meines spirituellen Weges. Als ich abends zum Unterricht kam ging ich in die Küche, um mir eine Tasse Kaffee zu machen, dort standen Plastikteller mit Brotresten und Reste von gehackten, gepfefferten und mit Olivenöl beträufelten Zwiebeln. Daneben standen immer ein paar leere Bierflaschen.

Es stellte sich heraus, dass die 5 oder 6 Schüler von Baal HaSulam (dem Vater meines Lehrers), alte Männer, die schon über 70 Jahre alt waren – sich jeden Abend zum Unterricht trafen und ihren Tag mit einem Mahl beendeten.

Ich glaube nicht, dass sie eine andere Art von Nahrung brauchten, das reichte ihnen am Abend. Dieses Mahl war ein Mahl der Dankbarkeit: Dank an den Schöpfer, Dank an die anderen dafür, dass sie sich zusammengefunden haben, dass sie gemeinsam studierten, dass sie dadurch die Schöpfung begreifen konnten. Mit dieser Danksagung an den Schöpfer beendeten sie ihren Tag.

Frage: Sind Sie nicht auch der Meinung, dass es bei einer ausgefeilten Kost, bei speziellen, sehr schmackhaften Gerichten, wahrscheinlich schwieriger wäre, die Absicht, für die man es tut, aufrechtzuerhalten? Wurden deshalb absichtlich so einfache Lebensmittel gewählt?

Antwort: Ich glaube nicht, dass es für sie schwer gewesen wäre. Das ist nicht der Grund. Sie veranstalteten so ein bescheidenes Mahl, da sie nichts mehr brauchten. Es handelte sich nicht um ein gewöhnliches Mittag- oder Abendessen. Bei dieser symbolischen Mahlzeit beendeten Freunde, die seit 50- 60 Jahren zusammen waren, gemeinsam an einem Tisch saßen, ihren Tag. Indem sie sich zusammenschlossen, betonten sie ihre spirituelle Erhabenheit.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 09.07.2021

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Werkzeuge eines spirituellen Lehrers

Frage: Welche Werkzeuge benutzt ein spiritueller Lehrer, um meine inneren Eigenschaften zu „schleifen“.

Antwort: Das geschieht nur im Unterricht, wenn wir einige Themen gemeinsam besprechen: Der Lehrer erklärt und die Schüler fragen.

Indem die Schüler mit dem Lehrer interagieren und versuchen, ihn tiefer zu verstehen, ist es als würden sie in ihn eintreten. Sie bemühen sich, nicht mit dem Verstand, sondern sich sinnlich mit ihm zu verbinden. „Sinnlich“ bedeutet in ihrem Verlangen. Wie es heißt: „Mach seinen Wunsch zu deinem Wunsch“. Diese Verbindung ist sehr wichtig.

Sie müssen dabei nicht in der Nähe des Lehrers sein, direkten Kontakt haben, oder mit ihm im selben Raum sitzen. Ich habe zum Beispiel einen sehr guten Kontakt zu  Gruppe in Santiago. Ich spüre, wie nah sie mir, trotz der Entfernung sind.

Es gibt Gruppen, die ich schon lange kenne, mit denen ich mich aber nicht so gut verstehe. Es kommt auf den inneren Wunsch an, sich miteinander zu verbinden.

Ihr müsst verstehen, dass der Lehrer nach dieser Verbindung strebt und immer dazu bereit ist, auch wenn er hart und sogar unhöflich sein kann. Immerhin handelt es sich um ein absolut klares Spiel in Bezug auf den Schüler. Alles wird hier nur von der Tatsache diktiert, dass wir in einen gegenseitigen Kontakt kommen müssen. Ihr müsst von mir die spirituelle Energie, das Gefühl, das Verständnis, die Verbindung zwischen dem was wir studieren und unserer inneren Welt, unseren Handlungen erhalten.

Aus dem Unterricht, 02.12.2018

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Sich als ein integraler Bestandteil in die Natur einfügen

Die Verletzung der Gesundheit aller erzeugt ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem. Das System wird „Adam“ genannt, weil es nach dem Ebenbild des Menschen aufgebaut ist.

Was bedeutet das? Es gibt auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene der Natur Systeme, die miteinander interagieren.

Sie sind absolut integral, sich gegenseitig ergänzend und außerordentlich ganzheitlich. Ihre Aufgabe ist es, dass der Mensch sie richtig anwendet und sie durch seine sinngemäße Anwendung in der Arbeit, sich dem Schöpfer anzugleichen, verbessert. Dann wird er durch all diese Systeme eine gigantische Höhere Welt wahrnehmen können, die absolut alles umfasst.

In unserer Welt sehen wir Integrität auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und teilweise tierischen Natur. In der menschlichen Natur nehmen wir das nicht wahr, weil wir uns auf dieser Ebene befinden.

Wir sehen zum Beispiel, wie wir das Gleichgewicht der unbelebten Natur aus dem Gleichgewicht bringen: Emission von Gasen, Erwärmung der Atmosphäre, Blockierung von Flüssen, Unterbrechung von natürlichen Vorgängen. Am Ende geht das alles auf die unangenehmste Art und Weise nach hinten los.

Die Natur wurde jedoch bewusst absolut harmonisch erschaffen, damit wir uns in sie als die höchste Stufe der Harmonie einfügen. Aber wenn der Mensch anfängt, mit seinen schmutzigen, ungeschickten Händen in die Natur einzugreifen, verkrüppelt er sie nur. Er verstümmelt sie ständig nach der Vorstellung seines Egoismus und glaubt, dass er richtig handelt, dass die Natur kein gigantischer, ganzheitlicher, lebender Organismus ist.

Dabei sind seine unbelebte, pflanzliche und tierische Ebene miteinander verbunden und nehmen an einer gemeinsamen integralen Interaktion teil. Der Mensch wurde erschaffen, um sich nach und nach selbständig in diese Natur als integralen Bestandteil einzufügen und sie zu studieren und durch bewussten Teilnahme zu ergänzen.

Doch leider geschieht dies nicht, denn wir sind Egoisten, wir sind von vornherein der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur entgegengesetzt. Deshalb passen wir mit unserem menschlichen Egoismus, der über diesem Niveau liegt, nicht in die Natur, sondern wir beginnen im Gegenteil, sie kaputt zu machen, um sie uns anzupassen.

Seit vielen tausend Jahren macht der Mensch mit der Natur was er will. Und sie bestraft uns als strenger Richter. Oder genauer gesagt, sie bestraft uns nicht einmal, sie kompensiert unsere groben, unklugen Verzerrungen, die wir ihr zufügen.

Deshalb werden wir nur dann von Gesundheit sprechen können, wenn wir den gesamten unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus, d.h. die gesamte Natur, berücksichtigen und wenn wir mehr oder weniger begriffen haben, wie er im richtigen Zusammenspiel aller seiner Teile sein muss, wie er all seine Ebenen kompensieren und ergänzen kann.

Dann werden wir in der Lage sein, gesund zu bleiben und zu höheren Ebenen der Erkenntnis, der Verbundenheit mit der riesigen integralen Natur aufzusteigen.

Aus dem Unterricht von 15.03.2020

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Scham entwickelt den Menschen

Frage: Angenommen, ich werde zu einem Besuch eingeladen. Ich habe dem Gastgeber versprochen, mich mit ihm an einen Tisch zu setzen. Wie kann ich ihm sagen, dass ich auf die Bewirtung verzichten möchte?

Antwort: Das ist wirklich ein Problem. Man kommt in einen Zustand, in dem man einfach nichts vom Tisch nehmen kann. Es entwickelt sich die Eigenschaft der Scham.

Es ist keine irdische Scham, es ist ein riesiges Gefühl, das man nicht überwinden kann. Es fesselt und hindert einen daran, etwas vom Gastgeber anzunehmen.

Frage: Wie geht es mit der Scham weiter?

Antwort: Was als nächstes geschieht, werden wir noch studieren. Es ist aber die Scham, die uns führt und entwickelt.

Aus dem Unterricht, 16.02.2020

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Bildung in der Kabbala

Frage: Ein Zehner ist ein Mini-Modell der Gesellschaft. Anstatt mit der ganzen Menschheit zu arbeiten, was prinzipiell unmöglich ist, haben die Kabbalisten, wie bei einem Hologramm, die kleinste Zelle genommen, in der man die Methode umsetzen kann, stimmt das?

Antwort: Vollkommen richtig.

Aussage: Kabbalisten sagen, dass auch zwei Menschen eine Mindestgesellschaft darstellen.

Antwort: Wenn es nicht anders geht, können es im Prinzip zwei Menschen sein. Erst dann beginnt der Mensch den Unterschied zwischen sich selbst und dem anderen zu spüren: wer „ich“ und wer „er“ ist. In der Tat kann man die altruistische Eigenschaft des Gebens nur dann schnell und richtig erlangen, wenn man sich in einem Zehner befindet.

Frage: In den Orginalquellen wird viel über den Zehner geschrieben. Kabbalisten haben immer auf diese Weise studiert. Gab es das Studium zu zweit praktisch nicht?

Antwort:  Am Anfang der Entstehung und Entwicklung der Kabbala war das möglich. Damals gab es besondere Seelen und Bedingungen.

Frage: Darf ein Mensch heute keinen persönlichen Kabbala-Lehrer haben? Ist es möglich, privat zu unterrichten?

Antwort: Es kann Privatlehrer geben. Als ich zusammen mit meinem Freund zu RABASH kam, gab er uns als Lehrer einen älteren Mann, einen seiner Schüler zur Seite und wir studierten beide sechs Monate lang bei ihm.

Frage:  Damals gab es so gut wie keine Menschen, welche die Kabbala lernen wollten. Ist das heute möglich?

Antwort: Nein. Ich glaube nicht, dass das überhaupt hilfreich ist. Am besten geht es in einer Gruppe. In der Kabbala ist alles so sehr an die Verbindung zwischen den Freunden gebunden, dass andere Ausbildungen nicht effektiv sind.

Frage: Und in der Anfangsphase, damit man zumindest verstehen kann, worum es geht?

Antwort: Das ist möglich. Hier kann es Privatunterricht geben. Aber das ist keine Bewegung in Richtung Ziel, sondern die Füllung mit Wissen.

Aus der Fernsehsendung „Grundlagen der Kabbala „, 20.03.2019.

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