Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sprache'

Vier Stufen des Verstehens

Frage: Es wird erzählt, dass Rabbi Schimon gemeinsam mit seinen Schülern das Buch Sohar verfasste. Sie saßen in einer Höhle: Rabbi Schimon sprach, Rabbi Abba schrieb mit, Rabbi Schimons Sohn, Rabbi Elasar, vernahm seine Worte „von Mund zu Mund“, und alle anderen hörten „durch das Herz“. Was bedeuten diese verschiedenen Ebenen der Verbindung?

Antwort: Neben der äußeren Sprache, mit der Kabbalisten kommunizieren – der „Sprache der Zweige“ –, gibt es auch eine innere Verbindung. Diese nennt sich „Mi Pe le-Osen“ („von Mund zu Ohr“) auf der Stufe von Bina, wenn Lehrer und Schüler im kleinen Zustand miteinander verschmolzen sind, und „Mi Pe le-Pe“ („von Mund zu Mund“) auf der Stufe von Keter, im großen Zustand. Für eine solche Verbindung braucht man keine Sprache mehr – der eine versteht den anderen ohne Worte, durch inneres Verschmelzen und Vereinigung.

Das bedeutet, wir können einander auf vier Arten verstehen:

  • nach langen Gesprächen,
  • mit einem halben Wort,
  • ganz ohne Worte,
  • oder in einer solchen Verschmelzung, dass man nicht einmal sagen kann „du verstehst mich“ oder „ich verstehe dich“, denn man ist nicht mehr voneinander getrennt, es gibt nichts mehr, was man sich übermitteln müsste.

Das sind die verschiedenen Stufen der spirituellen Verbindung.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Unterschiedliche Frequenzen

Frage:  Mir ist aufgefallen, dass wir dieselbe Sprache sprechen, aber wenn Sie etwas erklären, steckt eine ganz andere Stufe hinter diesen Worten. Das heißt, Ihre Erklärung entspricht nicht meinem Verständnis. Es gibt ein Hindernis: Sie versuchen zu erklären, ich versuche zu verstehen.

Ich möchte erkennen, warum wir solche Unterschiede in der Wahrnehmung haben?

Antwort: Wir arbeiten auf unterschiedlichen Frequenzen. Ich benutze andere Definitionen. Darüber muss man nicht sprechen, Ansprüche stellen oder  darunter leiden.

Auf deinem Niveau wirst du mich nicht verstehen, so wie ein Baby seine Eltern nicht versteht. Und wenn schon? Das Kind wird erwachsen werden und dann wird es verstehen. Es wird versuchen zu begreifen, was sie ihm entsprechend seiner Stufe vermitteln. Das ist genug!

Es gibt nichts zu tun. Ich leide nicht darunter, dass viele Menschen nicht verstehen, was ich vermitteln will. Jeder hat sein eigenes Ziel, seinen eigenen roten Faden, so wird es jeder zu seiner Zeit verstehen. Ich lehre und vermittle Allgemeinbildung. Dann sucht und entwickelt sich der Mensch, nach den Besonderheiten seiner Seele.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Eine Wort – eine Million Bedeutungen.“

Die Neuordnung von Baal HaSulam

Kommentar: Baal HaSulam schrieb „Eine Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, in der Sprache der Parzufim, der Sefirot. Vor ihm hat praktisch niemand die Kabbala in einem solchen Umfang beschrieben.

Damit zeigt er uns, wie unsere Wünsche und die Verbindung zwischen Verlangen und Licht entstehen. Zum einen sind es Gefühlszustände, die er in mathematischer Sprache zu erklären versucht.

Man muss die Materie sehr tief verstehen, sie fühlen, um sie in einer solchen physikalischen und mathematischen Sprache darstellen zu können.

Frage: Es ist interessant, dass Wissenschaftler die Schriften von Baal HaSulam nicht studieren. Die Tora wird seit Tausenden von Jahren studiert, aber Baal HaSulams Schriften nicht, vielleicht weil sie etwas Neues sind? Immerhin hat er seine Artikel erst vor 100 Jahren geschrieben.

Antwort: Ari hat die Sprache der Kabbala schon im sechzehnten Jahrhundert verwendet.

Frage: Dennoch ist die Sprache Aris sehr verschleiert, nicht so enthüllt wie bei Baal HaSulam. Glauben Sie, dass die Zeit kommen wird, in der die Menschen es erforschen werden, oder wird es so bleiben?

Antwort: Ich denke, die Menschen werden es bereits in ihrem Leben erkunden, denn wir befinden uns im Übergang von der verborgenen Welt zur Welt der Offenbarung. Die Menschen werden ein Gefühl dafür haben, wie es tatsächlich geschieht.

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Aus der Fernsehsendung „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, 13.08.2023

Schweigen bevorzugt

Kommentar: Es gibt viele Zitate über die Vorteile des Schweigens. Zum Beispiel: „Schweigen ist der Zaun um die Weisheit“.

Meine Antwort: Ja, wenn ein Mensch schweigt, bewahrt er seine Weisheit, versprüht sie nicht. Und wenn er redet, dann fließt all seine Weisheit allmählich aus ihm heraus in die Luft, zu allen anderen.

Es muss verstanden werden, dass Schweigen immer vorzuziehen ist. Es gibt nichts auf der Welt, worüber es sich zu reden lohnt. Im Gegenteil, es ist immer besser zu schweigen.

Frage: Warum ist dem Menschen dann die Sprache gegeben?

Antwort: Damit er den Mund hält und nur das Nötigste sagt.

Frage: Das heißt, hier wird dem Menschen sozusagen die Wahlfreiheit gegeben: Er kann sagen, was notwendig ist, oder er kann andere Dinge sagen?

Antwort: Ja. Es ist besser, über verschiedene Dinge zu schweigen.

Frage: Es gibt ein Zitat von Menachem Mendel von Kotzk: „Es gibt keinen größeren Schrei als das Schweigen“ Was bedeutet das?

Antwort: Wenn es uns scheint, dass ein Mensch etwas sagen sollte, aber er schweigt, dann empfinden wir sein Schweigen als eine sehr ernste Aussage.

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Aus der Sendung “ Spirituelle Zustände“ vom 23.10.2022

Der Bund der Zunge

Frage: Was bedeutet der Bund der Zunge? Ist es das, worüber wir nicht sprechen dürfen?

Antwort: In unserer Welt sind die vier spirituellen Bündnisse sehr komplexe und spezielle Gesetze.

Der Bund der Zunge bedeutet, dass der Mensch auf seine Worte achten soll. Er soll mit seinen Worten, nicht wie in den ersten drei Gesetzen mit seinen Gedanken, sondern gerade mit Worten, mit seiner Ausdrucksweise, kein Geschöpf verletzen.

Wenn ein Mensch für das Geben und für die Verbindung arbeitet, dann muss er die ganze Welt als vollkommen wahrnehmen, nicht nur in Bezug auf seine Freunde, sondern auch in Hinsicht zu anderen Menschen und sogar zu Tieren.

Man soll deshalb keine kritischen Bemerkungen über irgendjemanden machen. Man nimmt die Welt als ein Werk des Schöpfers wahr und unterlässt es, einem seiner Geschöpfe verbalen oder mentalen Schaden zuzufügen.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“ 28.12.21

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Die Sprache der Natur verstehen

Was wäre, wenn wir auf einen fremden Planeten kämen, auf dem wir weder die Sprache der einheimischen Lebewesen sprechen, noch ihre Gesten oder Kultur verstehen? Ganz zu schweigen von den peinlichen Patzern, die wir machen würden. Das eigentliche Problem wäre, Fehler zu machen, die uns und andere in echte Gefahr bringen würden.

Dies ist keine theoretische Frage, sondern so leben wir täglich. Wir sind Fremde auf dem Planeten, den wir als unsere Heimat betrachten. Wir verstehen weder seine Sprache noch seine Gesten oder Kultur. Die Fehler, die wir begehen, sind daher sehr gefährlich für uns selbst, für andere und für die übrigen Bewohner der Erde.

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Man kann Mutter und Vater nicht auslöschen!

Kommentar: Eine New Yorker Schule bringt Kindern eine neue Sprache bei, in der es keine Wörter für „Mutter“, „Vater“, „Junge“, „Mädchen“ gibt. Alle diese Wörter werden von den Schulbehörden als beleidigend angesehen. Statt Mutter und Vater sollte man Erwachsene, Verwandtschaft, Familie sagen und nur geschlechtsneutrale Begriffe verwenden: wie Eltern oder Vormund und statt Ehemann und Ehefrau – Partner. So hält langsam eine neue Sprache Einzug in die Welt. Wird das eintreten oder nicht?

Antwort: Nein. Was von der Natur gegeben ist, ist von der Natur gegeben! Das war`s! Man kann dem nicht entkommen! „Papa“ und „Mama“ zu ersetzen?!

Frage: Sind diese Wörter: Papa, Mama- im Hebräischen: „ima“, „aba“ – dem natürlichen Zustand entnommen? Formen die Lippen eines Kindes Die Worte: Papa, Mama, „ima“, „aba“?

Antwort: Natürlich.

Frage: Da gibt es kein Entkommen?

Antwort: Nein.

Kommentar: Auch wenn die Menschen versuchen die Sprache zu ändern?

Antwort: Es geht gegen die Vorgaben der Natur, die uns so geschaffen hat. Im Menschen sind diese Stufen für immer vorgegeben. Bei den Tieren sind sie es nicht, sie verschwinden. Nach zwei oder drei Jahren trennen sich die Jungtiere von ihren Eltern. Oder genauer gesagt, von der Mutter, denn der Vater bestimmt dort nichts.

Kommentar: Wenn ein Jungtier in drei Jahren seine Mutter trifft, wird es sie nicht einmal wiedererkennen?

Antwort: Es ist nicht so, dass es sie nicht wiedererkennen würden, sie werden neue Nachkommen miteinander haben. Das heißt, sie lösen sich komplett von der Vergangenheit. Die Mutter wird nur benötigt, um das Tierkind zwei oder drei Jahre lang zu ernähren und zu erziehen, je nach Art, das ist alles. Dann gibt es nichts mehr.

Kommentar: Bei den Menschen bleibt das Kind für den Rest des Lebens.

Antwort: Ein Leben lang, von Generation zu Generation. Wir wollen wissen, wer in unserer vergangenen Generationen war. Daran sind wir sehr interessiert.

Frage: Welche Art von Gewalt findet jetzt statt, bei der ein Ehemann und eine Ehefrau Partner sind, Papa und Mama – Eltern, Erziehungsberechtigte sind?

Antwort: Es geht um die Verstümmelung von Sprache, der Beziehungen zwischen den Menschen. Es ist die ganze egoistische Hässlichkeit, die durchkommt und sich immer mehr richtig zeigen will. Es wird alles vorübergehen. Man braucht es nicht einmal zu bekämpfen, es wird alles aussterben. Mit der Zeit wird es verschwinden.

Frage: Und was wird geschehen?

Antwort: Es wird nichts geschehen, man wird Mutter und Vater nicht auslöschen.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“.

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Durchbruch in eine neue Welt

Die vier Vorworte zum Buch Sohar helfen uns die richtige Einstellung zur Wahrnehmung dieses Buches zu bekommen. Diese Einführungen sind: „Einführung zum Buch Sohar„, „Vorwort zum Buch Sohar„, „Vorwort zum Sulam Kommentar“ und „Einführung zum Vorwort zur Weisheit der Kabbala“. Sie sind dazu bestimmt, uns die Sprache des Buches Sohar beizubringen, sodass wir Veränderungen als Ergebnis seines Einflusses in uns sowohl verstehen, als auch erwarten.

Auf diese Weise beginnen wir zu verstehen, dass alles in unserem Verlangen stattfindet und dass es nichts außer diesem Verlangen und dem Licht gibt. Alles geschieht innerhalb unserer Seele, sobald wir anfangen, uns zu entwickeln. Deshalb sind die Vorworte so wichtig, denn sie bringen uns in die richtige Einstellung. Wenn wir das Buch Sohar unvorbereitet öffnen, werden wir nichts verstehen!

Wir sollten zusammenarbeiten, um das Buch Sohar zu verstehen. Wenn wir lernen, auf die richtige Weise an es heranzugehen, es weiterhin lesen und tiefer in dieses Buch eindringen, dann werden wir hindurch reisen, wie durch ein Wunderland. Es wird zu unserer Welt, denn wir werden in ihm leben. Während wir diese Abenteuer lesen und wahrnehmen, wachsen wir, erlangen Erkenntnis von der spirituellen Welt und unserer Seele, die darin existiert.

Doch zuerst müssen wir in diese Welt eintreten. Das Allerwichtigste ist, dass wir hindurch brechen und in ihr geboren werden. Wenn wir in dem Buch Sohar unsere Orientierung finden, werden wir anfangen, seine Sprache zu erkennen, wie Vater und Mutter, Verwandte und Fremde, Freunde und Feinde, und so weiter. Wir fangen an zu verstehen, wer sie sind – was die Kräfte hinter ihnen allen sind, die sie repräsentieren. Es gibt nichts außer diesen Kräften, die wir auf die richtige Weise zu sehen lernen, indem wir zur richtigen Einstellung ihnen gegenüber finden.

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Die Macht eines netten Wortes

Neues Leben 577

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Wir wissen alle, dass Worte Macht haben, darum sollten wir eine ausgewogene, mittlere Linie zwischen kritischen und freundlichen Worten in unserer Alltagssprache wählen.

Die Kompliment-Aufgabe: Ein Mensch, der gelobt wird, spürt enorme Zufriedenheit, seine Seele wird direkt gefüllt. Er fühlt sich wie ein Baby, das von seiner Mutter in den Arm genommen wird und dabei alle Kommunikationskanäle öffnet. Wenn ein Mensch eine Anstrengung unternimmt,jemandem ein Kompliment zu machen oder etwas Nettes zu sagen, auch wenn es gekünstelt ist, baut eine Wertschätzung für den anderen auf. Die Person, der ein Kompliment gemacht wird, auch wenn es nicht wahr und unecht ist, wird durch das Kompliment emotionell berührt sein.

Heute beklagen viele den Verfall der Sprache. Man macht sich über die anderen lustig und bringt sich gegenseitig in Verlegenheit. Das Phänomen der Beleidigungen im Internet wächst und wächst. Um dies zu ändern, benötigen wir eine Revolution in der Wahrnehmung. Wir müssen lernen, was unsere Welt vorantreibt. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, dass wir mit einer egoistischen Natur geschaffen wurden. Wir müssen daher eine gute und liebevolle Natur in uns selbst entwickeln. Wenn wir ein gutes Leben haben möchten, müssen wir gute Verbindungen und Beziehungen zwischen uns aufbauen. Wir müssen den ersten Schritt machen.

Bei der Entwicklung guter Beziehungen mit anderen gibt es drei Stufen: Denken, Sprechen und Handeln. Selbst wenn Sie nicht gut über mich denken, aber versuchen, Gutes über mich zu sagen, wird sich Ihre Haltung zu mir verändern.

Eine Arbeit/Übung für zu Hause oder wo auch immer: Wählen Sie jemanden aus, und schmeicheln Sie ihm. Er wird Ihnen sympathischer. Selbst wenn Sie jemanden hassen, wird sich ihre Haltung ihm gegenüber ändern, wenn Sie freundlich zu ihm sprechen. Durch Ihre Haltung beeinflussen Sie die Haltung des anderen Menschen Ihnen gegenüber und sie wird sich zum Besseren verändern. Stärker als die Kraft der Worte ist die Kraft der Gedanken. Gute Gedanken sind die stärkste Kraft in der Welt. Versuchen Sie, über die Menschen positiv zu denken. Was Ihnen als schlecht erscheint, kommt aus Ihrem eigenen Ego. Ein Gedanke wie dieser verursacht eine Verbesserung für beide, für den anderen und für Sie, da wir alle in einem inneren Netzwerk verbunden sind.

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IN WELCHER SPRACHE SOLL MAN DIE KABBALA STUDIEREN

Frage: Sollte man auch in russischer Sprache, in Ergänzung zu Hebräisch, die Begriffe der spirituellen Quellen verbreiten? Könnten wir mit einer gezielten Handlung über die Wissenschaft der Kabbala mehr Menschen in einem Kreis versammeln?

Antwort: Die Weisheit der Kabbala kann in jeder Sprache studiert werden, auch die schwierigen Begriffe, die in jeder Sprache vorkommen, wie beispielsweise im Hebräischen. Es ist möglich Kabbala ohne irgendeiner Sprachgrenze zu studieren.

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