Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sprache'

Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.13

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

(Anmerkungen in Klammern sind von mir)

613 (TARJAG) Ratschläge und 613 Anweisungen.

Wir müssen Tora und Gebote ausführen, weil gerade dies uns „reinigen“ soll (und nicht weil der Schöpfer es uns so geboten hat oder um eine Belohnung dafür zu bekommen).
„Reinheit“ bedeutet Reinheit vom „Verlangen mit der egoistischen Absicht zu empfangen“, was „Schmutz“ (Unreinheit) genannt wird, da es in seinen Eigenschaften dem Schöpfer, der nur reines Geben ist, entgegengesetzt ist.
Deshalb ist es bis zur vollständigen Reinigung unserer Gefäße unmöglich eine höhere Erfüllung (das Empfinden der Ewigkeit und der Vollkommenheit) in ihnen zu empfangen. Denn alles, was in ein schmutziges Gefäß hineingelegt wird, verdirbt entsprechend dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften.
Deshalb brauchen wir die richtigen Ratschläge von den Kabbalisten, die selber schon den Weg der Korrektur gegangen sind, die uns helfen können, unsere Gefäße, die egoistischen Wünsche zu reinigen. Das wird auch das „Kaschern“ (Koschermachen) genannt, damit wir all das Gute und die Vergnügen, welche uns in der Offenbarung des Schöpfers bereitet werden, empfangen können.
Dafür wurden uns die 613 Gebote (Anweisungen) gegeben, die in der Sprache des Sohars „613 Ratschläge“ genannt werden. Diese Ratschläge sagen uns, wie wir unser Gefäß, unsere Wünsche von der Unreinheit des egoistischen Empfangens reinigen können.
Wie es im Vorwort zum Sohar geschrieben steht: Die Gebote der Tora heißen in der Sprache des Sohars „Pekudin“ (hebr. Investitionen, Einlagen), und außerdem heißen sie auch „613 Ejtin“ (hebr. Ratschläge, Anweisungen). Und der Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass in jeder Korrektur die Vorder- und die Rückseite existieren.
Die Zeit der Vorbereitung heißt „die Rückseite“ und die Zeit der Erkenntnis (des Empfangens) „die Vorderseite“. Dementsprechend gibt es in der Tora und den Geboten eine Unterteilung in „tun und hören“*.

Und wenn der Mensch die Tora und Gebote wie derjenige, der „Sein Wort vollzieht**“ (d. h. seinen Egoismus korrigiert), hält, und er noch nicht „hören“ kann, heißen für ihn die Gebote „613 Ejtin“ (Ratschläge) und das ist die Zeit der Vorbereitung, „die Rückseite“.
Und wenn der Mensch gewürdigt wird, die „Stimme seines Wortes***“ (die Eigenschaft des Gebens in sich) zu hören, werden 613 Gebote zu Pekudin, abgeleitet vom hebr. Wort „Pikadon“ (wörtl.-Einlage, das Empfinden des Lichtes in sich).
Rabasch. Schalavej Sulam. „Die Heiligkeit und die Reinheit in der Arbeit“. Art. 28, 1991

*[Ex. 24:7]
** [Ps. 148:8]
***[Ps. 103:20]

Nicht die Form, sondern der Kern

Eine Frage, die ich erhielt: Sollte ich die kabbalistischen Texte in Herbräisch lesen, auch wenn ich nichts verstehe?

Meine Antwort: Hier ist es wichtig, wie weit sich der Mensch mit der Idee selbst begeistern kann.

Deswegen ist es wert, das Buch in einer nicht verständlichen Sprache zu lesen. Er sollte gefühlsmäßig mit uns sein und nicht grammatikalisch.

Die geometrischen Formen der Buchstaben existieren nur in unserer Welt. Auf einer höheren Stufe ist es schon keine Geometrie mehr, sondern es sind Eigenschaften, die nichts mit dem Umriss der jetzigen Buchstaben zu tun haben. Dort gelangen die Konturen der Buchstaben in die Empfindung.

Wenn der Mensch also die hebräische Sprach nicht beherrscht, sollte er in jeder beliebigen Sprache den Unterricht anhören, welche ihm erlaubt in den Kern einzudringen.

Und überhaupt gehören diese Buchstaben nicht der hebräischen Sprache an, sondern repräsentieren die Symbole der zwei Kräfte Chassadim und Hochma, das Nehmen und das Geben, die sich miteinander auf verschiedene Art und Weise vereinen.

Auf Hebräisch ist der Buchstabe (ot, אות) auch ein Symbol. Vor uns sind nicht hebräische Buchstaben, sondern geometrische Formen, die verschiedene Verhältnisse und Zusammensetzungen der zwei Eigenschaften bezeichnen.


Aus einem Sohar-Unterricht. das Vorwort, 19.12.2010

Die eisernen Regeln der spirituellen Grammatik

Eine Frage, die ich erhielt: Sind die Umrisse der hebräischen Buchstaben mit den Eigenschaften verbunden, welche sie symbolisieren?
Meine Antwort: Natürlich. Diese Buchstaben hat Adam Rishon geöffnet, als er die spirituelle Welt betreten hat, und deshalb sind alle kabbalistischen Werke auf Hebräisch oder in der aramäischen Sprache (wobei die Buchstaben identisch sind ) geschrieben, und die Sprache wird je nach der Form des Ausdruckes der Handlungen des Schöpfers gewählt (wenn die Handlung des Lichtes angesprochen sein soll, dann wählt man hierfür die hebräische Sprache, und für die Handlung seitens des Kli – die aramäische Sprache).
Die Schreibweise der Buchstaben, ihre Reihenfolge und die Grammatik bleiben unveränderlich, da sie immer durch zwei Lichter bestimmt sind: Chassadim und Chochma, oder durch zwei Kräfte, zwei Wünsche: das Empfangen und das Geben. Der Schirm zwischen ihnen bestimmt, wie die Buchstaben, aus welchen Linien die Buchstaben erschaffen werden.
Hier gelten die eisernen Regeln, die absoluten Gesetze der zehn Sefirot. Маlchut und Bina verbinden sich miteinander, um Keter zu erreichen, und ihre Beziehung bewirkt 22 Formen der Verbindung.
Sie sind durch Awjut, drei Linien, den Eigenschaften der neun ersten Sefirot bedingt, denen Malchut gleich werden will. Und dann, mit Hilfe allerlei Kombinationen dieser Formen, findet Malchut ihren Selbstausdruck und wird Keter vollständig gleich.
Die Tora beschreibt uns vom ersten bis zum letzten Buchstaben das Licht – aber aus der Perspektive der Gefäße. Und wenn du mit deinem Wunsch, mit deinem Schirm, aus eigener Kraft diese Formen (Zustände) erleben wirst, dann wirst du dich vollständig korrigieren.
Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 19.12.2010

Hat die Leber eine Seele?!

Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch „Die Grundlagen der Absicht“ schreibt Baal HaSulam, dass sich die Höhere Seele (Neschama) im Gehirn, der Geist (Ruach) im Herz, und die Untere Seele (Nefesch) in der Leber befinden! Wie ist das zu verstehen?!

Meine Antwort: Die Kabbalisten benutzen die Wörter dieser Welt, weil alles, was es darin gibt, aus der spirituellen Welt gekommen ist.

Deshalb kann muss man die Höheren Kräfte beschreiben, indem man Begriffe aus dieser Welt verwendet. Was kann man sonst machen, wenn es in der Höheren Welt keine Sprache, sondern nur Kräfte gibt. Man kann sie benennen oder durchnummerieren. Doch diese Bezeichnungen sollen etwas erklären.

Deshalb haben die Kabbalisten eine einfache Lösung gefunden, indem sie Begriffe aus unserer Welt nahmen und damit die Höheren Kräfte beschrieben.

Sie sind in die spirituelle Welt eingegangen und haben ihre Kräfte, ihre Erscheinungen, ihre Handlungen empfunden. Sie leben dort! Sie sehen die spirituelle Welt durch diese Welt, als ob diese durchsichtig wäre. Hinter jedem Gegenstand dieser Welt sehen sie die Kräfte, die dahinter, hinter dem ganzen Bild gelten.

Als ob man die spirituelle Kraft durch ein durchsichtiges Glas sehen würde. Hinter jedem Menschen und hinter jeder Handlung dieser Welt sehe ich die Kraft, die sie bewegt, weshalb es leicht für mich ist, alles zu begreifen!

Sie unterscheiden sich nur bezüglich des Menschen, der sie öffnet, entweder öffnet er sie in den 5 körperlichen Sinnesorganen, oder in 5 spirituellen Sinnesorganen.

Aber es sind dieselben Erscheinungen, weil unsere Welt illusorisch ist, sie wird auf diese Weise in unseren Empfindungen wahrgenommen. Und wenn du die zusätzlichen Organe der Empfindung entwickelst, dann siehst du das Geschehende auf zwei parallelen Bildschirmen.

Folglich verstehst du alles und bist nicht mehr verwirrt. Dir ist klar, was „Gehirn“, „Herz“, „Leber“ und „Ibur – Enika – Mochin“ (Keim – Ernährung – Erwachsener) bedeuten.

Alle Wörter, die aus dieser Welt genommen wurden, werden in der Spiritualität klar sein: was „Aufstiege“, „Fallen“, „Umarmung“, „Verschmelzung“, „rechts“, „links“ bedeuten. Alles ist so eindeutig, dass es anders nicht sein kann.

Denn die spirituelle Welt wird nur durch die materielle Welt begriffen, sie ist ihre Wurzel. Sie wird immer mehr klar sein, weil du immer die Sprache aus dieser Welt verwendest, als ob man sie auf den durchsichtigen Film auflegen würde.

Du hattest irgendwelche materiellen Gestalten, an deren Stellen jetzt nur die Definitionen bleiben, die du parallel auf den anderen Bildschirm verlegst, in die Spiritualität, worin sie auf die passenden Stellen angeklebt werden.

Du kannst sie benutzen und wirst niemals verwirrt, du musst sie den anderen nicht erklären. Denn sie sehen folglich dasselbe Bild, die spirituelle Welt und begreifen, welche optische Täuschung die materielle Welt war.

„Die Seele im Gehirn“ bedeutet, dass sich das Licht (Neschama, Seele) ins Kli (das Gehirn) einkleidet. Es gibt nichts außer dem Licht und dem Wunsch.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Wir sind gleich

Eine Frage, die ich erhielt: Warum nehme ich die innere Anspannung, die innere Aufladung nicht allen gegenüber im gleichen Maße wahr?
Meine Antwort: Natürlich nehme ich alle unterschiedlich wahr. Das hängt davon ab, inwieweit sie mir in meiner jetzigen egoistischen Wahrnehmung als nah oder fern vorkommen.
Manche bemerke ich gar nicht, andere finde ich auf eine gewisse Art anziehend und wiederum andere lehne ich ab.
Das liegt an meinem Charakter oder sogar an meiner Stimmung, an der Vielzahl von Details, Vorfällen und Erlebnissen, von denen ich gehört, die ich beobachtet oder gefühlt habe.
Das sagt gar nichts aus. In Wirklichkeit wächst in uns auf dem spirituellen Weg ständig das Gefühl, dass wir alle gleich sind, dass es keine Unterschiede zwischen Weißen, Schwarzen, Roten und Gelben, zwischen Schönen und Hässlichen gibt.
Nationalität, Sprache, Charakter – alle diese äußeren Merkmale verschwinden, weil sie der eingeschränkten Wahrnehmung der Eigenschaften unserer Welt angehören.
Wie der Mensch auch erzogen sein mag und was er auch gelernt haben mag – all das ist nur die äußere Hülle. Sobald ich mit seinem Verlangen in Berührung komme, enthülle ich dort den spirituellen Funken und sogar seinen Platz in dem Gesamtsystem der Seelen. Ich fühle ihn genauso wie Teile meines eigenen Körpers.
Und dann ändert sich die Einstellung: alle werden wichtig. Genauso liebt auch eine Mutter alle ihre Kinder gleich und schenkt jedem so viel Aufmerksamkeit, wie er braucht.
Denn wir alle sind Teile eines vollkommenen Systems, und in der Vollkommenheit kann kein einziges Detail wichtiger als das andere sein.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010

Die Mystik oder die Kraft des Lebens

Eine Frage, die ich erhielt: Die Anfänger in der Kabbala erschreckt das Wort „Licht“ – es kommt ihnen irgendwie mystisch vor.

Meine Antwort: Das Höhere Licht ist eine Kraft des Lebens, die belebende Kraft. Sie ist der Sonnenschein, von dem unser ganzes Leben und die Gesundheit abhängen.

Deshalb heißt die höhere Kraft auch das Licht. Diese Sonnenenergie bringt uns das materielle Leben und das Höhere Licht bringt uns das spirituelle Leben.

Das ganze System, das in dieser Welt funktioniert: die Sonne, der Mond, die Erde – entspricht der Arbeit der Welt Azilut, woher all die Einwirkungen zu uns kommen und worin sich das Licht Chochma ins Licht Bina einkleidet sowie zu den Seelen kommt. Deshalb werden die spirituellen Objekte mit solchen Wörtern belegt, entsprechend „der Sprache der Zweige“.

Das Höhere Licht bringt das Leben, wie das Licht der Sonne. Aber wir leben in dieser Welt nicht im wahren Licht – sondern nur im Licht, das unsere Eiweißmaterie belebt, das in uns den Stoffwechsel unterstützt und das uns irgendwie 70 Jahre lang durchhalten lässt.

Wir wollen das echte Licht des Lebens erreichen, das die Seele beleuchtet und uns  ermöglicht, das unendliche und ausgefüllte Leben zu führen. Die Wissenschaft der Kabbala ist die Methodik der Heranziehung des Lichtes, und wenn der Mensch das Licht bekommt, dann ist es die Weisheit der Kabbala eben, die die Menschen belebt, die über sie verfügen.

Unser ganzes Leben stammt aus dem Licht Chochma, und das Licht Chassadim ist die Korrektur, wobei der Mensch mit dem Wunsch geschaffen wurde, die Füllung des Lichtes Chochma zu bekommen. Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solch einen Titel („die Weisheit des Erhaltens“) – denn sie lehrt uns das Licht Chochma zu bekommen.

Es ist verboten, das Licht Chochma direkt zu erhalten, nur innerhalb des Lichtes Chassadim. Das lernen wir eben: wie man das Licht Chochma ins Licht Chassadim einzukleiden hat, wie man es schafft, das ganze Licht zu bekommen.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen“

Das Gebet ist eine Herzensarbeit

Eine Frage, die ich erhielt: Ist ein Gebet eine Bitte um die Hilfe des Schöpfers in den schlechten Zeiten? Kann man traditionelle Gebete mit eigenen Worten aussprechen?

Meine Antwort: Als ein Gebet bezeichnet man die Arbeit im Herzen, und nicht die Worte, die der Mensch ausspricht. Ich brauche die Worte des Gebets überhaupt nicht kennen oder die Sprache nicht kennen.

Denn der Schrei des Kleinkindes ist auch ein Gebet. Es spricht keine Sprache und schreit einfach. Warum? Weil es etwas will. Das ist eben.ein Gebet.

Das Gebet ist eine Erhebung von MaN, die Offenbarung des leeren Wunsches. Der Aufstieg des Wunsches bedeutet, dass ich einen höheren Zustand im Vergleich zu meinem jetzigen Zustand erreichen möchte. Wenn ich ihn wünsche, dann ist das schon ein Gebet. Und wenn ich etwas möchte, was meine jetzige Stufe nicht übertrifft – dann wird diese Bitte nicht als Gebet angenommen, und sie steigt nicht nach oben – zum Höheren hinauf, der sich um mich sorgt. Der Höhere ist bereit, nur eine Handlung zu begehen, und zwar mir zu helfen, zu Ihm hinaufzusteigen. Er ist gerade dazu vorbestimmt, entsprechend der Reihenfolge der Stufen, die von oben nach unten herunterstiegen.

Deshalb soll das Gebet die Erhebung des МАNs -„Mej Nukvin „(die Gewässer der Nukwa) beinhalten, wenn Malchut sich wünscht, Bina gleich zu werden.

Es gibt die Stufe Bina und die Stufe Malchut. In der zweiten Beschränkung (Zimzum Bet) ist Malchut in Bina hinaufgestiegen, so dass es in Bina schon Malchut gibt.

Infolge des Zerbrechens steigt Malchut aus Bina zurück in Malchut herunter, und zwar zusammen mit zerbrochener Bina. Es ist eben der in uns vorprogrammierte spiritueller Funke (der Punkt im Herzen). Danach wünschen wir aus unserer allgemeinen Malchut, aus unserem Wunsch zu genießen und den Funken Bina, der in uns aufwachte, diesen Funken zurück in Bina zu erheben. Meine Arbeit besteht also in der Einschätzung des spirituellen Funkens im Vergleich zu Malchut. Ich vergleiche sie miteinander. Wenn der Funke höher ist, dann wünsche ich mit Bina verschmolzen zu werden, denn der Funke ist ein Teil der Bina in mir, ein Teilchen des Schöpfers von oben. Dann erhebe ich ihn aufgrund der Bestrebung zurück zur Stufe von Bina. Es heißt „die Gewässer der Nukwa“, die ich nach oben erhebe, der Teil Bina („das Wasser“), der sich in Malchut („Nukwa“) befindet. Es heißt der Schrei, das Gebet. Und was du dabei sagst ist völlig unwichtig.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2010

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T. 18

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Alle Sprachen sind sind die Sprache der Kabbala eingeschlossen.

Wisse, dass die Namen, die Bezeichnungen und Gematria (auch) der Wissenschaft der Kabbala angehören. Und der Grund dafür, dass sie auch in anderen Sprachen vorkommen, liegt darin, dass auch alle Sprachen in die Sprache der Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen sind, (daraus entstanden sind und als Teile von ihr gelten), denn all diese Bezeichnungen sind Äußerungen besonderer Partikularitäten, die allen anderen Sprachen helfen.

Und man sollte nicht denken, diese vier Sprachen, die zur Erklärung der Wissenschaft der Enthüllung des Schöpfers verwendet werden, hätten sich zeitlich eine nach der anderen entwickelt.

In Wirklichkeit haben sich diese vier Sprachen gleichzeitig in den Mündern der Weisen der Kabbala offenbart, und in Wirklichkeit schließt jede von ihnen alles (die drei anderen Sprachen) in sich ein, sodass (zum Beispiel) es die Sprache der Kabbala auch im TaNaCh (der Heiligen Schrift) gibt, wie zum Beispiel: die dreizehn Maße der Barmherzigkeit, die in der Tora und im Buch Micha anzutreffen sind, die in jedem Teil wahrnehmbar sind, und Merkawot (die höhere Systemen der Lenkung von höheren Welten, die) bei Jesaja und Hesekiel (beschrieben wurden), und über allen: Das Hohelied (von König Salomo), welches vollständig in der Sprache der Kabbala verfasst ist.

Gleiches gilt bezüglich der Halacha (der Gesetzgebung, die in einem juristischem Stil geschrieben wurden) und Agada (Erzählungen), und umso mehr für heilige unauslöschliche Namen (des Schöpfers) in allen Sprachen, die alle die gleiche Bedeutung haben (d. h. alles behandelt nur einen Gegenstand – die Offenbarung des Schöpfers dem Menschen).

Baal HaSulam. „Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen“.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Familiensaga aus den Zehn Sfirot

Eine Frage, die ich erhielt: Können sie mit irgendwelchen allgemeinen Wörtern erklären: was wir jetzt im 15. Teil des TES studieren? Denn ich verstehe nichts.

Meine Antwort: Der 15. Teil des Buches „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt „Der Aufbau der Nukwa“.

Anfangs geschah ihre Bildung, dann das Zerbrechen, und jetzt studieren wir, wie man sie wieder aufbaut, das heißt in welcher Reinfolge ihre Bruchstücke und mit Hilfe welcher Kräfte erhoben werden, sowie in die korrigierte Konstruktion zusammengelegt werden.

Deshalb heißt dieses Kapitel: „Der Aufbau der Nukwa“. Der Autor sagt: „Wenn du sie aufbauen willst, dann sollst du bitte lernen, mit ihrem Material zu arbeiten, denn es wird Widerstand leisten, weil ihre Teile voneinander abhängig sind und den eigenen Charakter haben.

Und wie kann man das Notwendige für „den Aufbau der Nukwa“, meiner Seele bekommen? Denn ich habe eigentlich nichts!

Wenn ich mir die Frage stelle, dann sehe ich die Erklärung. Es ergibt sich, dass an ihrem Aufbau die höheren Teilnehmer – der Vater und die Mutter (Aba we Ima) beteiligt sind, von denen das ganze Licht der Weisheit und der Kraft kommt.

Aber du kannst nicht von ihnen, sondern von zwei unteren Stufen bekommen, die zu dir näher stehen. Von ihnen wird zu dir das Licht Chassadim/Kraft und das Licht Chochma/Wissen kommen.

Du sollt sie kennen, um mit ihnen solche Beziehung aufzubauen, die dir zulassen wird, genauso wie sie zu sein. Denn bis jetzt stellst du das formlose Rohmaterial dar!

Wenn du aber beginnen wirst, mit ihnen die Beziehungen aufzubauen, dann wirst du nach jedem Kontakt mit ihnen die Formen erwerben. Wie der Abdruck eines Stempels. Diese Formen, die du einkleiden wirst, heißen „der Aufbau der Nukwa“.

Baal HaSulam beschreibt es mit der Sprache des Gefühls, er erklärt, wie sich das geistige System zu dir verhält. Er führt dich in den Kontakt mit der Geisteswelt ein, die du allmählich entdeckst.

Man muss nur wollen, dass sie geöffnet wird! Und wenn du sie enthüllst, dann wirst du sehen, dass sie sich einer Familie gleicht, die du in unserer Welt kennen lernst: Vater, Mutter, Großmutter, Großvater, Geschwister.

Du gehst in die Familie ein, wo jedes Mitglied den eigenen Charakter und den Status, die Verbindung und die Probleme hat. Und du sollst in diese Familie eingehen und dich darin einordnen, wonach du die bestimmte Form bekommen wirst.

Es ist das sehr lebendige und menschliche Bild, das dir allmählich klar wird, als ob du über das Leben und seine Gesetze in der Psychologie liest.

Schwierig ist der erste Kontakt, bis du „die Tür geöffnet hast, und ins Haus eingegangen bist“ kannst du nur vermuten, was es dort gibt. Und wenn du dann hineingetreten bist, dann musst du dich anpassen.

Aus dem Unterricht nach dem „TES“ „, 10.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T.14

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Sprache der Kabbalisten ist die Sprache der Zweige

Die Sprache der Kabbalisten ist eine Sprache in vollem Sinne dieses Wortes, sie ist hinsichtlich Wurzel und Zweig, Ursache und Folge sehr genau. Ihr besonderer Vorzug ist die Tatsache, dass man in dieser Sprache auch vom kleinsten Detail ohne Einschränkungen sprechen kann. Mit ihrer Hilfe kann man sich direkt dem uns interessierenden Detail widmen, ohne es mit den ihm vorausgehenden oder nach ihm folgenden in Verbindung zu bringen.

Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Kabbalisten haben einen umfangreichen Wortschatz, mit deren Hilfe ihre höchsten Erkenntnisse von einem zum anderen, von Generation zu Generation, mündlich und schriftlich weitergereicht werden, geschaffen. Und das gegenseitige Verständnis ist vollkommen ausreichend, weil diese Sprache über einen solchen Grad der Genauigkeit verfügt, wie es für die Kommunikation und Forschungen im Bereich dieser Wissenschaft notwendig ist. Das heißt, dass ein so exakter Rahmen erschaffen wurde, der es nicht erlaubt, sich zu irren, weil jeder Zweig seine natürliche Definition hat, die nur für ihn charakteristisch ist und deshalb mit absoluter Genauigkeit auf seine spirituelle Wurzel verweist.

Baal HaSulam. Das Wesen der wissenschaft der Kabbala

Zum Kabbalalernzentrum–>