Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Spirituelle Entwicklung kann man von Babys lernen

Frage: Wie kann ich die inneren Eigenschaften finden, welche der Sohar beschreibt, wenn ich nichts von alledem verstehe und mich nicht damit verbinden kann?

Antwort: Wir sind wie Babys, die nicht verstehen, in was für einer Welt sie leben, doch unter der liebenden Obhut ihrer Mutter und ihren Angehörigen sind, die ihnen alles für Wachstum geben, was sie benötigen. Ein Baby muss nur wachsen wollen und die Natur hilft ihm, indem sie ihm dieses Verlangen gibt.

In unserer Welt, das heißt auf der tierischen Stufe, existiert dieses Verlangen von Natur aus in einem Baby. Sogar auf der unbelebten und pflanzlichen Stufe, welche die physische Entwicklung eines Menschen in dieser Welt einschließt, gibt es ein natürliches Verlangen zu wachsen. Doch wenn wir auf der menschlichen Stufe wachsen wollen – in der Spiritualität, muss das Verlangen von uns kommen.

Die Entwicklung findet auf natürliche Weise auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur statt. Bis jetzt haben wir – die Menschen dieser Welt – uns auf allen diesen Stufen entwickelt und unser Verlangen hat sich ebenfalls auf allen diesen Stufen die gesamte Geschichte hindurch entwickelt. Jetzt jedoch müssen wir zur „sprechenden“ oder „menschlichen“ Stufe aufsteigen. Die menschliche Stufe bedeutet, dass wir uns entwickeln und das Ziel alleine erreichen müssen. Auf unsere körperlichen Verlangen (nach Nahrung, Sex und Familie) und unsere sozialen Verlangen (nach Wohlstand, Ruhm, Macht und Wissen) gegründet, müssen wir unser eigenes Streben nach Spiritualität entwickeln. Wir fangen mit dem Punkt im Herzen an, doch dann müssen wir ihn beständig zur Entwicklung antreiben, indem wir unsere Umgebung zur Hilfe nehmen.

Um dies zu tun, brauchen wir die Gruppe, weil nur sie uns das Verlangen geben kann, den Punkt in unserem Herzen zu entwickeln. Mit diesem Verlangen ausgerüstet beginnen wir, zusammen mit der Gruppe das Buch Sohar zu lesen. Während des Lesens müssen wir ein Verlangen nach Entwicklung haben, wobei „Entwicklung“ bedeutet, unseren künftigen Zustand oder Empfindung in dem Buch Sohar zu erkennen. Das ist das Einzige, worauf wir jetzt achten müssen.

Außer diesem brauchen alle nur zu warten. Deshalb verlange nur danach, zu wachsen, wie ein Baby, das auf natürliche Weise erwachsen werden will. Schau, ob du es beruhigen kannst, es dazu bringen kannst, nicht zu wachsen oder es dazu bringen kannst, nicht wachsen zu wollen und es zu fordern. Du wirst sehen, dass es unmöglich ist, es zu stoppen, denn die Natur treibt es mit einer unüberwindbaren Macht an, sich zu entwickeln. Deshalb müssen wir unermüdlich in der Spiritualität arbeiten. Immer müssen wir in unserm Innern suchen und wir dürfen niemals ruhen und aufhören, uns zu verändern. Dann werden wir ganz bestimmt wachsen. Dies ist die einzige Bedingung, die von uns gefordert wird.

Das System existiert, doch wir müssen es mit unserem Verlangen, mit unserem inneren Streben, in Bewegung setzen. Wenn dieser innere Druck nicht von uns kommt, wird dieses System nicht auf uns einwirken. Das heißt, es wird durch Leiden auf uns einwirken, um uns zu erwecken, doch wir werden auf diese Weise durch das Mittel des Leidens, das uns von Oben gesandt wird, nicht einen Zentimeter vorankommen. Nur durch das Mittel unseres eigenen Verlangens, das von unten kommt, von uns selbst, können wir vorwärts kommen.

Wir werden wiederholt Probleme und Schwierigkeiten bekommen, jedoch am selben Platz steckenbleiben, weil diese Probleme für uns nicht ausreichen, damit wir uns mit der richtigen Gruppe verbinden und ein Verlangen nach Vereinigung erwerben wollen. Trotz der Schwierigkeiten werden wir am selben Platz stehen bleiben. Doch an und für sich selbst sind die Schwierigkeiten kein Zeichen für Entwicklung. Sie sind im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass wir nicht einen einzigen Schritt vorwärts gemacht haben.

Kabbala Akademie

Blitz-Antworten des Kabbalisten

Frage: Wenn die Anzahl unserer Zustände die Zeit wären, heißt es dann, dass Abstieg eine Rückwärtsbewegung und Aufstiege eine Vorwärtsbewegung auf der Zeitskala wären?

Antwort: Nicht unbedingt. Es gibt Abstiege, welche die Vorwärtsbewegung beschleunigen. Wir müssen die Qualität der Bewegung richtig bewerten, nicht ihren Vektor und nicht ihre quantitative Einschätzung.

Frage: Ist die spirituelle Materie eine Kraft? Sind die materiellen Kräfte auf einer anderen Stufe oder befinden sie sich parallel zu den spirituellen Kräften?

Antwort: Materielle Kräfte sind egoistische Kräfte, es gibt sie nicht in der spirituellen Welt. Wir können nicht sagen, dass sie parallel zu den spirituellen Kräften bestehen, denn unsere Welt existiert dort nicht. Unsere Welt heißt „Olam a-medume“ – eine imaginäre Welt, die Welt die wir uns einbilden.

Frage: Gibt es auch Zwischenwelten oder nur materielle und spirituelle Welten?

Antwort: Es gibt keine Zwischenwelten. Eine spirituelle Welt besteht aus fünf Stufen: Asia, Ezira, Bria, Azilut und Adam Kadmon die Welt der Unendlichkeit, die wir über 125 Stufen erreichen müssen. Diese Welten unterscheiden sich in der Qualität der Verbindung zwischen ihren Bestandteilen und ihren Elementen. 

Frage: Wenn mein Schicksal das Werk des vollkommenen Schöpfers ist, warum sollte ich es dann beeinflussen und verändern?

Antwort: Da der Schöpfer dich so erschaffen hat, dass du dich selbst verändern musst! Er verpflichtet dich dazu.

Frage: Erzieht uns der Schöpfer, wenn wir in unserer materiellen Welt Schmerz und Leid empfinden? Erfahren wir das, wenn wir uns nicht selbst korrigieren wollen?

Antwort: Richtig! Wir empfinden Schmerz, wenn wir uns nicht selbst erziehen und korrigieren wollen!

Frage: Wenn ich durch das System unreiner Welten genährt werde, was kann mich dann aus der Macht des egoistischen Königreichs in die spirituelle Welt ziehen?

Antwort: Damit wir unsere Zustände verstehen lernen, können uns dieselben spirituellen Kräfte, von der spirituellem Stufe vertreiben.

Frage: Was heißt es einem Lehrer/ Kabbalisten ähnlich zu werden, wenn sich der Lehrer in der Spiritualität  und ich mich noch in der materiellen Welt befinde?

Antwort: Hilf ihm, indem du verstehst was er von dir will. In dieser Welt ist das die wichtigste Arbeit eines Menschen, der einen Lehrer hat. Es ist besser als andere Handlungen durchzuführen und auf Anweisungen zu warten.

Frage: Wie kommt man dazu, sich einen spirituellen Fortschritt zu wünschen?

Antwort: Schließe dich der Gruppe an. Nur wenn man in die Gruppe eingeschlossen ist und sich zusammen mit ihr entwickelt, kann man ernsthaft vorankommen. Ohne die Freunde gibt es keine Kraft voranzukommen.

Frage: Erinnert sich die Seele an ihr vergangenes Leben und kann das nach dem Tod des Körpers, ihre Korrektur beeinflussen?

Antwort: Was hindert die Seele daran, ihre Korrektur vorzunehmen, wenn der Körper lebt? Für die Seele gibt es in Bezug auf den Körper keine Begrenzung. An der Seele ändert sich nichts, auch wenn „dein Tierkörper“ stirbt.

 

Aus dem russischen Unterricht, 19.08.2018

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Aus der Lektion zum Buch „Die Lehre der zehn Sefirot“.

„Malchut versüßt mit Bina“ das ist ein Wunsch zu genießen der sich reduziert, als würde er nicht existieren und sich in Bina einschließt. Dieser Wunsch beginnt sich allmählich zu öffnen und versucht sich den Eigenschaften von Bina anzunähern, als ob er Bina selbst wäre.

Stell dir vor, du bist in einer anspruchsvollen Gesellschaft zu einem Cocktail oder Bankett eingeladen, am Eingang wirst du belehrt: „Achte darauf, dass du dich anständig benimmst, es gibt hier sehr hochgestellte Menschen, nicht so einfache wie dich.“ Du machst dich klein, gehst hinein und beobachtest wie sich die anderen verhalten. Du versuchst unauffällig zu sein, d.h. du entfaltest nicht deine wahren Eigenschaften. Du schaust die anderen an und versuchst sie nachzuahmen, als wärst du auch ein Aristokrat. Du beobachtest sie, wie sie stehen, tanzen, sitzen und reden, wie sie nicht wie du es gewohnt bist, Wodka direkt aus der Flasche trinken, sondern ihre Cocktails genießen. Du gibst dir Mühe, so zu sein wie sie, d.h. du nimmst für eine Weile ihre äußere Form an.

Wenn du deine äußere Form änderst, gewöhnt sich dein Wunsch zu genießen daran. Die Einkleidung in solch einer äußeren Formen ist bereits eine Art von Korrektur. Es ist nicht unmittelbar deine Korrektur, sondern die, welche du von anderen abgeschaut hast.

Dies ist die Korrektur, die wir im Laufe von 600 000 Jahren vornehmen müssen.

Es gibt eine Korrektur, die unsere eigene Natur betrifft, du verwandelst dich dabei von einem Markthändler zu einem englischen Lord.

Im Laufe von 600 000 Jahren kleiden wir uns ein in: Nehi, Chagat, Chabad – Bina (diese Macht herrscht über Malchut, reduziert sie und verleiht ihr ihre Eigenschaften). Anschließend bekommt Malchut selbst die Kraft der Korrektur. Das ist etwas, dass wir gerade überhaupt nicht verstehen.

Bina macht das freiwillig, und Malchut kann dies durch die Kraft der Überwindung umsetzen. In dieser Gesellschaft gibt es Menschen, die sich gerne ehrenvoll verhalten, du handelst aus Not heraus, damit du nicht rausgeschmissen wirst. Für sie ist es ein normales Leben, d.h. sie haben die Eigenschaften von Bina, du unterstellst dich diesen Eigenschaften nur, da du in deinem Inneren vollkommen egoistisch bist.

Du beneidest diese Leute und willst so sein wie sie, sonst würde dein Stolz verletzt werden. Es wird gesagt: „Der Engel des Todes wird zum Engel der Heiligkeit „, der Pharao hilft den Söhnen Israels, sich dem Schöpfer anzunähern.

Wenn mein Stolz leidet, bin ich bereit, meinem Egoismus auf die Füße zu treten. Menschlicher Stolz ist die größte Macht. Ich kann weder essen noch trinken, bis ich so sein kann wie sie.

Unsere Eigenschaften sind darauf aufgebaut, dass wir uns gegenseitig mit einbeziehen. Die  vier Phasen Dalet entstehen in den vier Phasen des direkten Lichts als Folge der Eigenschaften des Gebens und der Liebe – nur in dieser Phase verwandeln sie sich vom Egoismus  zum Altruismus und beinhaltet somit alle

Eigenschaften des Schöpfers.

Aus dem Morgenunterricht vom 15.01.2019

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Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

Kabbala Akademie

Die Wurzel der Seele

Infolge der Erreichung einer neuen spirituellen Stufe, kleidet sich der Kabbalist in dieselbe Form ein, die „Abraham“ oder „Moses“ heißt und „hört“, was die beiden einander sagen.

Im Sohar trifft man die Erzählungen, in welchen sich die Menschen miteinander unterhalten, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten. Man fragt sich deshalb, wie das möglich ist? Aber die Rede ist nur über die spirituelle Welt, und es wird nicht über die Menschen, sondern über die Wünsche und Eigenschaften gesprochen, die solche Namen tragen!

Und dein Name ist auch dort. Denn auch Deine Seele hat eine Wurzel! Aber man bezeichnet sie nicht mit deinem heutigen Namen. Wenn du dorthin aufsteigen und diesen Zustand korrigieren wirst, dann wirst du diesen Namen bekommen. Du musst die Wurzel deiner Seele enthüllen.

Und wenn du diesen Punkt, deine wichtigste und charakteristischste spirituelle Eigenschaft begreifen wirst, dann wirst du dich aus diesem Punkt in alle übrigen Kelim der Welt der Unendlichkeit einreihen. Es wird bedeuten, dass du die Seele Adams Rishon geöffnet hast, und sie zu deiner wurde, ausgehend von deinem Punkt!

Dein geistiges Gefäß mit dem Licht hat deinen Namen. Du kennst ihn nur nicht, weil dir dein geistiges Gen nicht bekannt ist, das in deinem Inneren gilt, der Funke, der Punkt im Herzen – du weißt noch nicht, woher er stammt.

Er zieht dich zu deiner Wurzel heran, die dir unbekannt ist, zu der Stufe der Leiter und dem Zustand in dem Du Dich befindest, damit du darin enthüllen kannst, dass du es bist?

Es bedeutet nicht, dass du durch diese Wurzel eingegrenzt bist. Du wirst noch höher steigen können! Aber schon an diesem Punkt wirst du alles begreifen. Deshalb ist jede Seele verpflichtet, die eigene Wurzel zu erreichen.

Es gibt „die Urväter“, die als Stufenleiter „der Generationen“ bezeichnet werden: Abraham, Isaak, Jakob … Sie sind nicht die Wurzeln der einzelnen Seelen, sondern die Haupteigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers.

Somit hat jeder von uns den eigenen wurzelständigen Punkt, den man erreichen und korrigieren soll, wonach die Verbindung mit allen übrigen Seelen zu korrigieren ist. Es bedeutet die volle, persönliche Korrektur eben, die jeder Mensch machen soll.

 

Kabbala Akademie

 

Es wird leichter

Auf dem vergangenen Kongress wurde mir enthüllt, dass ich mich nicht mit den Anderen verbinden, mich nicht annullieren kann, überhaupt nicht in der Lage bin, mich jemandem zu nähern! Was soll ich denn tun, denn so ist doch meine Natur?

Es gibt ein Mittel, genannt das Höhere Licht. Dieses Licht ist innerhalb der Gruppe enthalten, nur ist es vor uns verborgen, wir sehen es nicht. Genau dort befindet sich auch der Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens. Wie sollen wir nun seine Einwirkung auf uns hervorrufen?

Wenn du anfängst, in der Gruppe die authentischen Quellen – das Buch Sohar oder „Die Lehre von den zehn Sefirot“ – zu studieren, ziehst du dadurch das Licht an, erweckst es von innen.

Warum? Weil du in diesen Büchern über die inneren Zustände liest und sie somit näher bringst, du erweckst sie, ziehst sie an.

Du rufst die Einwirkung dieser verborgenen, tieferen Welt auf dich hervor, und sie leuchtet dir.

Allmählich wirst du dadurch korrigiert, indem es dir erlaubt wird, dich mit den Anderen zu verbinden, und dann verschwinden Hass, Abstoßung und Trennung. Du beginnst, die Wichtigkeit dieser Verbindung zu begreifen, du sehnst dich danach, dass sie realisiert wird. Und plötzlich… wie ein „Knall“ – deine erste Verbindung mit den Anderen.

Wenn man sich die Ebenen dieser Verbindung in Form einer Skala (von 0 bis 125 Stufen) vorstellen würde, würde das bedeuten, dass du von Null auf Eins gekommen bist. Und das ist die Grundlage!

Also haben wir jetzt, auf dem Kongress, diesen Nullpunkt gespürt – dass wir nicht in der Lage sind, zur Verbindung miteinander zu gelangen. Und nun haben wir ein Ziel vor uns: mit Hilfe des Studiums und der richtigen Absicht nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verlangen.

In dem Moment, in dem du die erste Ebene der Verbindung erreichst, wirst du zum „Sohn der zukünftigen Welt“ („ben olam aba“), Du begreifst, spürst, was das ist, fängst an, dich darin ein wenig zu orientieren. Du bekommst bereits einen ersten Eindruck von der spirituellen Welt.

Und danach wird es leichter. Denn das Wichtigste ist der erste Umbruch! Weil alle darauffolgenden Stufen einfach immer größer und größer werden.

Selbstverständlich sind die Unterschiede zwischen ihnen riesig und gewaltig in ihrer Stärke. Es kann sich jedoch nichts mit dem Betreten der ersten Stufe vergleichen Weil du dabei buchstäblich von unserer Welt in die spirituelle Welt übergehst. Und das ist ein grundlegender Umbruch.

 

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Ein einfaches Schöpfungsschema

In Wirklichkeit befinden sich alle Welten innerhalb des „Nächsten“. Dieser Nächste (bzw. Gruppe) ist Malchut der Unendlichkeit. Ich befinde mich außerhalb von ihr.

Zuerst entwickelt sich in mir im Laufe von mehreren Generationen das irdische Verlangen zu genießen. Später, in der heutigen Zeit (in unserem Reinkarnationszyklus), beginnt sich in mir ein „Punkt“, das spirituelle Verlangen, zu entwickeln, und bei den Versuchen, mich der Gruppe anzunähern, empfinde ich meine Natur als egoistisch und böse, ich erlange die Erkenntnis des Bösen – erkenne meinen bösen Trieb.

Aus der Erkenntnis des Bösen, in dem Maße der Erkenntnis dessen als böse, während des Kabbala-Studiums in der Gruppe, verlange ich nach der Korrektur durch das Licht, das zur Quelle, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, zurückführt. All das geschieht, während ich mich noch außerhalb der Verbindung mit dem Nächsten befinde.

Wenn ich zur Entscheidung komme, dass ich die Verbindung mit dem Nächsten erreichen muss, ist es so, als ob ich die Gruppe von außen berühren würde.

Dann fange ich an, mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, – des umgebenden Lichts, welches mir aus dem Inneren, aus der Mitte von Malchut der Unendlichkeit scheint, – mich mit der Gruppe zu verbinden.

Alle Schritte meiner Vereinigung mit der Gruppe, des Ausmaßes der Verbindung zwischen uns, sind eben jene 125 Stufen bzw. fünf Welten: Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon.

Wenn ich die wahrhafte Enge, untrennbare Verbindung erreiche, indem ich mich in der Mitte dieses „Nächsten“ befinde und vollkommen mit ihm verschmelze, nennt sich dieser Zustand für mich die „Welt der Unendlichkeit“.

O“M – Or Makif, das umgebende Licht, A – Assija, Y – Yezira, B – Brija, A – Azilut, AK – Adam Kadmon, W“U – die Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.09.2010

 

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Drei Fenster auf meinem Bildschirm

Unser Weg kann man sich als ein Bildschirm eines Rechners, auf welchem drei Fenster, drei Dokumenten gleichzeitig geöffnet sind, vorstellen.

Das letzte Fenster ist verhüllt, ich sehe es nicht, es repräsentiert mich in dem Zustand der Endkorrektur, in der Einheit und Verschmelzung mit dem Schöpfer, in der Wurzel meiner Seele.

Das mittlere Fenster – ist mein Weg, mein Fortschritt entlang der 125 Stufen.

Das erste Fenster, das ich jetzt vor mich sehe, ist mein jetziger Zustand.

Alle drei Zustände – sind die Zustände meiner Seele, was sie empfindet, denn „was wir nicht erkennen, können wir nicht mit einem Namen nennen“.

Kabbalisten sind diesen Weg gegangen, diese Zustände durchgefühlt, vom Anfang bis zur Ende und erzählen uns alle von demselben Prozess, das sie durchgemacht haben.

Aus einem Unterricht über einen Brief von Baal HaSulam, 22.10.2010

 

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 10

Das Schöpfungsziel bezieht sich auf das gesamte Menschengeschlecht

Das Ende der Korrektur der Welt wird erfolgen, wenn sich alle Völker dieser Welt dieser – seiner (des Schöpfers) – Arbeit stellen.

Baal haSulam „Die Bürgschaft“, Punkt 20

Jeder Mensch ist verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu erreichen.

Baal haSulam „Der die Vernunft erschafft“

Jedem Menschen von Israel ist es garantiert, am Ende alle wunderbaren Erkenntnisse zu erlangen, mit welchen der Schöpfer im Schöpfungsplan jedes Geschöpf zu beschenken beabsichtigte. Und derjenige, der dessen nicht in dieser Reinkarnation gewürdigt wurde, wird dessen in der zweiten gewürdigt usw., bis er endlich würdig wird, den Plan des Schöpfers zu vollenden, wie es im Buch Sohar geschrieben steht.

Baal haSulam „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“, Punkt 155

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Die Mini-Welt der Unendlichkeit

Frage: Was bekomme ich vom Schöpfer in dem Maße meiner Ähnlichkeit mit Ihm?

Antwort: In dem Maße meiner Ähnlichkeit bekomme ich Sein Verstand und Sein Gefühl, ich verbinde mich mit Ihm durch die Gefühle und durch den Verstand und erlange die gleiche Wahrnehmung der Einheit, der Vollkommenheit und der Ewigkeit, die auch Er hat.

Ich erhalte in meinem Gefäß „Linie“ die Gefäße „Kreise“. Das höhere System war so erschaffen worden, dass aus jedem „Kreis“ eine „Linie“ (ein durch den Schirm eingeschränktes Verlangen) hervorging, und dann wieder ein „Kreis“ und wieder eine „Linie“.

In dem Maße meiner Anstrengungen „von unten nach oben“ mache ich eine Anstrengung und erhebe mich zum ersten Kreis, das nennt sich die erste Enthüllung des Schöpfers, das Ausmaß der Ähnlichkeit mit Ihm. Ich strenge mich wieder an und enthülle Ihn wieder, im nächsten Kreis.

Jedes Mal arbeite ich mit SaT, und die höhere Stufe für mich sind GaR, mit denen ich nicht arbeiten kann und die ich von oben als ein Resultat der Verschmelzung bekomme. Auf diese Weise steige ich die spirituelle Leiter, die 125 Stufen, hoch.

„In der geraden Linie“ unternehme ich selbst die Anstrengungen, ich annulliere mich, arbeite mit den anti-egoistischen Schirmen, verbinde mich mit anderen Menschen.

Und in dem Maße, in dem ich diese ganze Arbeit vollbracht habe, erlange ich die Enthüllung des Schöpfers – den Zustand des „Kreises“, die Vollkommenheit, die Mini-Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der die Vernunft erschafft“ vom 28.10.2010

 

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