Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wohin bringt uns der stürmische Ozean in Zukunft?


Eine Frage, die ich erhielt: Was wird in der menschlichen Gesellschaft geschehen, wenn die Menschen eine minimale Stufe der Spiritualität erreichen, also das Geben in der Absicht um zu geben? Wie werden sie beginnen, zu denken und einander zu fühlen? Was wird sich in unserer Welt ändern?

Meine Antwort: Ich glaube, dass wir bereits jetzt Veränderungen in dieser Welt sehen können. Die Weltkrise fängt an, uns zu zwingen, die Maßlosigkeit abzulehnen und zeigt uns, dass es viel angenehmer ist, mit einer mittleren Ebene der Existenz zufrieden zu sein. Das Verlangen nach übermäßigem Genuss schwindet, wie bei jungen Menschen in den vergangenen Jahren belegt ist.

Die Menschheit beginnt mehr qualitative Eigenschaften zu enthüllen. Anstatt Gold brauchen sie Ehre, statt Ehre – Macht, statt Macht – den Sinn des Lebens, die Erkenntnis der Tatsache, dass wir Befriedigung nur in unseren Verbindungen mit anderen Menschen finden können. Maßlosigkeit gibt uns diese Befriedigung nicht.

Das Leben selbst lehrt uns, dass die wirtschaftliche Kraft uns keine Befriedigung bringt. Die Menschen erkennen, dass all dies kommt und wieder verschwindet. Letzten Endes ist die menschliche Entwicklung in der Geschichte ähnlich wie das Schwimmen in einem stürmischen Ozean der Zukunft, in dem große Wellen einige Länder nach oben gedrückt haben, während andere in den Abgrund gerissen wurden. Alles verändert sich so schnell. Länder steigen auf und fallen wieder, genauso wie wir zum Beispiel nun Zeuge des Abstieges von Amerika und des Aufstieges von China werden.

Die Menschen sehen, dass Macht kommt und geht und große Zivilisationen zusammen brechen – Babylonien wurde von den Persern, dann von den Griechen und dann von den Römern verdrängt. Für sich alleine kann daraus niemand etwas lernen, da die Menschen nicht aus der Vergangenheit lernen. Die Verlangen (Reshimot) werden jedoch erneuert und sie entwickeln uns, damit wir neue qualitative Erfüllung fordern und neue Bedürfnisse wahrnehmen.

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Es gibt nur eine Quelle des spirituellen Verlangens


Die größte Frage, vor der wir stehen lautet, wie kann ich ein Verlangen für die Spiritualität erwerben, ein Verlangen danach zu sein, wie der Schöpfer? Wie können wir danach verlangen zu „Gebenden“ zu werden? Die Kabbalisten sagen, der beste Weg sich spirituell zu entwickeln, geschieht durch ein Mittel, das „die Gruppe“ genannt wird. Alltägliche zwischenmenschliche Beziehungen in unserem Umfeld, mit den Gefühlen von Neid, Hass, Liebe, Abneigung und dem Willen nach Macht, können uns helfen einen größeres Verlangen nach spiritueller Entwicklung zu erwerben.

Wir können einfach das spirituelle Verlangen unserer Freunde in uns aufnehmen. Tatsächlich ist es so, dass wir danach verlangen werden, obwohl es in Wirklichkeit unseren eigenen Wünschen zuwider läuft, denn Neid oder andere „negative“ Gefühle den anderen gegenüber werden bewirken, dass unser Verlangen nach Spiritualität noch weiter wächst.

Wir sind alle Teil eines spirituellen Systems, wo wir alle als ein Ganzes miteinander verbunden sind. Selbst, wenn daher mein Umfeld etwas wünscht, das unnatürlich und sogar schädlich für mich ist, werde ich dies, gegen meine eigene Natur, widerwillig auch wünschen. Ich bin also von anderen beeinflusst, denn irgendwann in der Vergangenheit habe ich mein spirituelles Leben von und durch andere empfangen.

Dieses Netz der Verbindungen zwischen uns besteht auch heute noch. Ich bin mit allen anderen verbunden, aber ich kann diese Verbindung einfach nicht fühlen und deshalb fließt in diesem Netzwerk kein Leben und kein Licht. Wenn jedoch alle anderen beginnen die Spiritualität zu preisen, dann werde ich, obwohl es abstoßend für mich ist und ich selbst den Gedanken daran hasse und mir nichts schlimmeres vorstellen kann, als anderen zu geben und sie zu lieben, gegen meinen Willen, dennoch von ihnen beeinflusst sein und schließlich diesen Zustand ersehnen, der mir so unnatürlich und widerwärtig erscheint. Denn es gibt eine innere Verbindung zwischen uns. Diese existiert seit Anbeginn der Schöpfung.

Dieses Verlangen, dass ich von der richtigen Umgebung bekomme, wird in Wirklichkeit das Bestreben sein, dass ich benötige, um das System zu aktivieren, dass mich kontrolliert und meine Entwicklung bedingt. Wenn daher unsere Freunde fühlen, dass sie das Buch des Sohar nicht spüren, dass sie unfähig sind, sich mit diesem Mittel des spirituellen Lichtes zu verbinden, ist dies ein Zeichen, dass es ihnen am Verlangen danach mangelt. Selbst wenn es ihnen scheint, dass sie ein Verlangen nach Spiritualität haben, so sind dies nur andere Formen von egoistischen Wünschen. Und der Grund, dass ihnen ein Verlangen danach fehlt die Spiritualität zu entwickeln liegt an ihrer Unfähigkeit sich zu verbinden. Dies hält sie davon ab von der Gruppe die Kraft und das Verlangen nach spiritueller Entwicklung zu erhalten. Die ganze Gruppe und jeder Einzelne müssen daher daran arbeiten.

Anfangs hat keiner ein Verlangen nach spiritueller Entwicklung, nach der Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Nur die richtige Umgebung kann uns dies auferlegen. Unsere einzige Willensfreiheit besteht darin, dieses Verlangen von der Gruppe erhalten zu wollen. Dies ist unsere einzige Chance ein „Mensch“ zu werden. Die Gruppe sollte daran arbeiten, allen Freunden in der ganzen Welt ein Erwachen der spirituellen Entwicklung, des Gebens und der Liebe zu ermöglichen.

Andererseits müssen wir verstehen, dass dies von jedem Einzelnen abhängt, von der Fähigkeit eines Jeden sich zu annullieren, um dieses gemeinsame Verlangen nach Spiritualität zu erhalten. Dieses Verlangen ist nur in der Gruppe vorhanden und kann nur durch sie erlangt werden.

Dies führt uns zum wichtigsten Punkt: Wir haben den Sohar vor uns, ebenso haben wir ein gebrauchsfertiges System vor uns, das die Gruppe, die Bücher, den Lehrer, sowie Übersetzungen in andere Sprachen, Fernsehen und Internet umfasst. Alles, was wir tun müssen ist unsere innere Anstrengung auf einen Punkt zu konzentrieren, der „die Freiheit des Willens“ genannt wird“. Mit anderen Worten, wir müssen Anstrengungen unternehmen, um uns mit der Gruppe zu verbinden, damit wir von ihr die Kraft der Entwicklung erhalten können.

Rabbi Yossi Ben Kisma sagte, wenn ein Mensch diese Kraft der Entwicklung nicht hat, wird keine der Kräfte des Sohar ihn berühren.

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Warum der Schlaf 1/60tel des Todes ist

In der Spiritualität ist ein Traum eine bestimmte Art und Weise, in der das Licht gefühlt wird. Es ist ein Zustand des Verlangens relativ zum Licht, wenn ich dieses Verlangen nicht nutze, weil es keinen Schirm hat. Daher wird ein Traum „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Wir sprechen offensichtlich nicht über einen gewöhnlichen Traum, sondern über einen spirituellen Zustand, in dem ich nur den kleinsten Teil aus all den riesigen Verlangen nutze, die in mir enthüllt werden. Ich nehme die Wirklichkeit und meine Beziehung zum Schöpfer nur in diesem Teil wahr.

„Einschlafen“ bedeutet, einen neuen Abschnitt, eine neue Stufe zu beginnen, wenn ein alter Zustand endet und ich mit neuen, noch unkorrigierten Verlangen zu arbeiten beginne. Aus diesem Grund nehme ich sie als Dunkelheit, als Nacht wahr, als liegenden horizontalen Zustand, worin alle Teile des spirituellen Parzuf (Seele) – sein Kopf, sein Torso, seine Gliedmaßen (Rosh, Toch, Sof) – sich auf der gleichen Ebene befinden und es keine Einkleidung des Inneren Lichtes von Oben nach unten gibt.

Alles Licht ist verschwunden und es wurde in den Kelim nur ein schwaches Nachleuchten zurückgelassen, das diese belebt. Das wird Traum (Kista de-Chauta) genannt. Wenn ich nichts fühle oder verstehe, wenn ich das Gefühl des Träumens erlebe, wird das „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Von diesem Zustand oder Punkt muss ich aufwachen und mich zu meiner vollen Höhe (GAR) erheben. Und dann, zusammen mit meinen neuen Verlangen, lege ich mich wieder hin. Und so folgt ein Zustand dem anderen, ein Zyklus nach dem anderen.

Zuerst überlasse ich mich der Höheren Kraft, lasse sie für mich sorgen, wie für einen Embryo im Körper der Mutter gesorgt wird. Und je mehr ich mich selbst zurücknehme, umso mehr hilft sie mir zu wachsen.

Dann fange ich an, mich selbst aktiv zurückzunehmen, mein Verlangen zu genießen aus eigener Kraft zu unterdrücken. Und dann entleert sich mein Parzuf vom Licht und ich beginne zu träumen bis ein neuer Tag beginnt und mit ihm eine neue Stufe.

Einen inneren Code durch das Buch Sohar enthüllen

Das Buch Sohar, Abschnitt „Shmini“ Punkt 98:
„Und der Herr (die wichtigste Eigenschaft des Gebens in uns) sprach zu Moses (einer anderen Eigenschaft des Gebens) und zu Aaron (noch einer anderen Eigenschaf; in anderen Worten, dies ist ein Teil zwischen anderen Teilen in uns, welche verbunden sind) und sagte ihnen: „…dies ist das Tier, welches ihr essen dürft.“

Es wird hier von Aaron geschrieben, da er immer das Unreine vom Reinen trennt (eine Eigenschaft in uns, welche reine von unreinen Verlangen trennt, wird „Aaron“ genannt), denn Aaron ist Chessed und Erleuchtung von Chochma, Chaja. Der Unterschied zwischen einem unreinen und reinen Chaja (Tier) (in uns) liegt ausschließlich in Chessed (die Eigenschaft von Chessed ist Barmherzigkeit, reines Geben).

Die Unreinen klammern sich an die linke Linie, welche von der rechten, Chochma ohne Chassadim, getrennt ist, von welcher all die Dunkelheit und Urteile ausgehen. Die rechte Linie steht für das Geben und die linke Linie steht für das Empfangen.

In anderen Worten, wenn wir das Licht von Chochma ohne das Licht Chassadim haben, sind wir in Dunkelheit. Aber warum ist es dunkel, wenn das Licht von Chochma anwesend ist; schließlich ist das Licht von Chochma das Gegenteil von Dunkelheit?

Wenn es in der Absicht für sich selbst und unseren Egoismus empfangen wird, empfinden wir Dunkelheit, was bedeutet, dass wir die Spiritualität nicht wahrnehmen.

Wir sind alle zurzeit in absolute Dunkelheit getaucht und sehen die spirituelle Welt nicht, aus Mangel an Licht von Chassadim, dem Licht der Liebe und des Gebens. Deshalb gehen wir in einem Ozean von Licht von Chochma in der Welt der Unendlichkeit unter, fühlen aber nicht einen Tropfen dieses Unendlichen Lichtes.

Warum fühlen wir es nicht? Weil wir kein Licht von Chassadim besitzen. Sobald wir jedoch das Licht von Chassadim erhalten, das Verlangen zu Geben, welches durch die Schöpfung (uns) eingeleitet werden muss, wird im gleichen Moment das Licht von Chochma mit dem Licht von Chassadim eingekleidet.

Alles, was wir brauchen, ist das Licht des Gebens (Chassadim). Es gibt eine Fülle von Licht von Chochma um uns herum, doch ohne das Licht von Chassadim nehmen wir es nur als Dunkelheit wahr, oder in unserem Fall, als unbewussten Zustand.

Und die Reinen klammern sich an die linke Linie, die in der rechten eingeschlossen ist, wenn sich Chochma in Chessed kleidet, von welcher aller Segen und alle Heiligkeit ausströmt.

Der Unterschied zwischen einem reinen und unreinen Chaja liegt nur in Chessed, der Unterscheidung Aarons.

 

Ein Eindruck von unbekannten spirituellen Zuständen


Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich sagen, ob ich die richtigen Empfindungen habe, während ich den Sohar lese?

Meine Antwort: Das spielt keine Rolle. Das Wichtigste ist, sich an den Text zu halten und mit ihm zu fließen. Schließlich wird dich der Strom zum richtigen Ort bringen. Beim Lesen des Sohar geht ein Mensch durch sehr schwierige Zustände. Manchmal ist er völlig verwirrt und ein anderes Mal weiß er nicht, was mit ihm geschieht.

Wir müssen uns vorher darauf vorbereiten, denn wenn wir zur nächsten Stufe gelangen, löschen wir alles, was wir auf der vorigen Stufe hatten. Es ist, als ob wir die „Entfernen“-Taste am Computer drücken – alles verschwindet. Auf diese Weise steigen wir zur nächsten Stufe auf.

Diese Wahrnehmungen existieren nicht in unserer Welt. Wir haben noch keine Übergänge erlebt, die derart intensiv, real und ernst sind. Wir spüren nur eine plötzliche Verwirrung, bei der wir aufhören, die Worte zu verstehen und uns selbst in einem Nebel wiederfinden. Das wird mit jedem geschehen, ob er nun live studiert oder via Internet. Auf diese Weise wachsen wir. Wir müssen nicht mehr sterben und wiedergeboren werden, immer und immer wieder, weil wir in diesem Leben diese Reinkarnationen durchleben. Eine neue Reinkarnation ist immer ein neues Kli – eine neue Erde und ein neuer Himmel – alles ist neu.

Deshalb kann man nichts Zukünftiges wissen. Man sollte nur die Bedingungen akzeptieren, die der Sohar uns setzt und wenn man sich dem Fluss dieses Buches hingibt, wird uns dieser Strom voran bringen und uns aus all diesen schwierigen Zuständen heraushelfen. Dann werden neue Ursachen für Verwirrung zusammen mit Erscheinungen auf uns zu kommen und die alten sind vergessen und vorbei. Du wirst dich so sehr verändern, dass du vergessen haben wirst, wie du einmal gewesen bist.

Deshalb sollten wir erst einmal kritisch auf uns selbst schauen und einfach weitermachen. Die Kabbalisten geben einem Menschen, der verwirrt ist, den Rat, sich noch mehr ins Studium zu vertiefen, noch weiter durchbrechen. Auf diese Weise wird man vorwärts kommen und durch den nebligen Zustand hindurch brechen. Man muss nur größere Anstrengungen machen und das wird uns schneller zu einem anderen Zustand bringen.

Wenn ein Mensch jedoch aufgibt und versucht, die Studien zu verlassen und eine Pause zu machen, wird er zurückgeworfen. Später muss er dann die gleichen Schritte alle wieder machen, jedoch unter viel schwierigeren Bedingungen. Deshalb solltest du erkennen, wenn du verwirrt und in einem Nebel bist, dass dies ein wundervoller Zustand ist. Es ist das Zeichen einer neuen Stufe und alles, was du tun musst, ist „Gas geben“!

Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Der beliebteste Beruf der Zukunf

In der Zukunft werden nur 5% der Menschheit arbeiten, um die gesamte Welt mit den „lebensnotwendigen Dingen“ zu versorgen, während alle anderen arbeiten, die Wichtigkeit des spirituellen Ziels bekanntzumachen. Oder alle 100% werden dabei sein, sich spirituell zu korrigieren und nur eine Stunde pro Tag arbeiten, um sich mit den „lebensnotwendigen Dingen“ zu versorgen.

Spirituelle Verbindungen zwischen allen Seelen zu entwickeln ist eine fortwährende Arbeit. Der Schöpfer muss in dieser Welt enthüllt werden, was bedeutet, dass jeder Mensch in dieser Welt durch dein Verlangen nach Spiritualität und dein Empfinden für ihre Wichtigkeit inspiriert werden muss. Als Erwiderung werden sie dich mit der gleichen Sache von ihrem Ende aus inspirieren. In dem Maße, in dem ihr euch gegenseitig inspiriert, werdet ihr ein Verlangen danach haben, euch zu verbinden und dazu fähig sein.

Heute fangen wir damit an, die Kabbala zu verbreiten. Dabei geht es nicht nur darum, das Wissen zu verbreiten (wie durch Bücher, das Internet oder das Fernsehen), sondern eine Verbindung zwischen einem Menschen und allen anderen herzustellen. Das ist die praktische Einführung der Korrektur.

Jeder muss daran arbeiten, da wir uns alle im Innern eines Systems der Verbindung innerhalb des gemeinsamen Klis befinden, wo der Schöpfer oder die spirituelle Welt enthüllt wird. Verbreitung ist die Möglichkeit für jeden Menschen, sich auf das korrigierte System einzustellen.

Deshalb müssen wir erkennen, dass die Verbreitung der Kabbala keine Verpflichtung ist, sondern an und für sich selbst die Handlung der Korrektur. Es ist deine Verbindung mit der Welt.

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Im Buch Sohar nach verborgenen Verbindungen suchen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben erklärt, dass man während des Lesens des Buches Sohar die Kräfte in mir selbst entdecken muss, die darin beschrieben werden. Aber wie kann ich das tun, wenn ich nicht weiß, was „Jungfrau“, Herrin des Hauses“, „Frau“, „Mann“ und andere Worte im spirituellen Sinn bedeuten.

Meine Antwort: Wir fangen mit einfachen Bedeutungen der Worte an, die wir aus unserer körperlichen Welt kennen. Während uns das Buch Sohar versiegelt ist, kann es noch für jeden von uns zu einem spirituellen Lehrer werden. Jeder kann sich einfache materielle Bilder und Handlungen vorstellen, wenn er sein vorher vorhandenes Verständnis von diesen Konzepten nutzt. Währenddessen erhebt uns das Buch Sohar über die Körperlichkeit und versetzt uns in das spirituelle Reich.

Wir können die Verbindungen zwischen der Höheren Welt und unserer materiellen Ebene, die von den Autoren des Sohar – Rabbi Shimon und seinen Schülern – geschaffen wurden, nicht verstehen. Sie konnten eine Verbindung zwischen den zwei Welten schaffen und unsere Rolle ist es, die Höhere Welt durch Konzepte zu erkennen, die wir schon verstehen. Doch wir müssen uns sehr anstrengen, damit das geschieht, damit wir die spirituellen Kräfte hinter gebräuchlichen Worten, die zu dieser Welt gehören, erkennen.

Das ist es, was wir „Wunder“ (Sgula) nennen. Wir wissen nicht, wie das System arbeitet, um uns mit der Höheren Welt zu verbinden und wir verstehen die Verbindung zwischen dem, das wir uns vorstellen und der tatsächlichen spirituellen Bedeutung dessen, was wir lesen, nicht.

Frage fortgesetzt: Muss ich selbst diese Verbindung suchen?

Meine Antwort: Du solltest nach deinem wahren Existenzzustand suchen und mit aller Kraft versuchen, die Höhere Welt wahrzunehmen, wie ein Kind, das erwachsen wird. Spiele das Spiel nach den Regeln, die dir von den Kabbalisten gegeben wurden und du wirst Erfolg haben!

Obgleich wir uns die Bilder im Buch Sohar als materielle Dinge vorstellen und unfähig sind, uns selbst von diesen Vorstellungen zu befreien, sind wir ebenfalls unfähig zu verstehen, was diese Dinge in der spirituellen Welt bedeuten. Doch unser Bemühen zu verstehen wird uns schließlich dahin bringen, die Spiritualität wahrzunehmen.

Die Autoren des Buches Sohar schufen ein System, um sich mit uns auf einer materiellen Ebene zu verbinden und das unsere „kindlichen“ Bemühungen in den wahren Seinszustand transformiert. Das ist es, was das Buch Sohar so großartig und einzigartig macht.

(Aus dem TV Programm „Den Sohar öffnen“)

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Werde ein Embryo im Schoß der Höheren Ebene

Selbst wenn du noch keinen Schirm oder ein Verlangen zu geben hast, dir aber dieses Verlangen wünschst, dann kannst du versuchen, deinen Punkt im Herzen in die Spiritualität einzuflößen und ihn an die Höhere Ebene anzuheften. Auf diese Weise wirst du wie ein spiritueller Samentropfen werden, der im Mutterschoß, dem ACHaP der Höheren Ebene, platziert ist. Durch das Verlangen, dort zu sein, damit der Höhere dich erheben kann, wirst du beginnen, dich als ein spiritueller Embryo zu entwickeln.

Du musst dich annullieren und danach verlangen, dich in einen Kanal zu verwandeln, durch den das Licht auf die ganze Welt strömen wird. Auf diese Weise wirst du zu einer Leitung und nicht zu einem Hindernis für das Licht. Im Moment bist du in dir selbst eingesperrt und du musst dich öffnen! Diese Enthüllung geschieht mit der Hilfe des Lichts Or Makif.

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Steh nicht einfach zwischen Himmel und Erde herum – Entscheide dich!


Die Menschen beklagen sich oft, dass ihnen die Zeit davonrennt, dass das Leben vorbei geht und sie nicht spüren, dass sie vorwärts kommen. Wir existieren in einem unbewussten Zustand ohne es zu merken und können uns nicht helfen.

Und all das, weil wir von dem Mittel keinen Gebrauch machen, das uns zur Verfügung steht. Wir sind wie Kranke die leiden, aber keine medizinische Hilfe suchen.

Unsere Aufmerksamkeit wurde darauf gerichtet, dass es etwas über dieser irdischen Existenz gibt und es wurde uns ebenfalls die Methode gegeben, dieses zu erlangen. Doch wir versuchen noch immer, mit der gewöhnlichen Herangehensweise und den Mitteln dieser Welt in die Höhere Welt einzutreten. Wir sitzen herum und warten, denken, dass es irgendwie gelingt.

Wir verstehen einfach nicht, dass der einzige Weg ist, das spirituelle Reich zu betreten ist, mit dem Gesetz der Gleichheit der Form in Übereinstimmung zu sein. Uns wurde ein Lehrer gegeben, die Bücher und die Gruppe, um uns zu helfen. Wir müssen nur die alten Methoden, Herangehensweisen und Ansichten loslassen und dem Rat der Kabbalisten folgen, um unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit zu verändern.

Der Stolperstein ist, dass wir versuchen ein neues Leben mit dem alten Ballast zu beginnen – unsern Verlangen nach Nahrung, Familie, Geld, Macht und Wissen. Doch es ist unmöglich, spirituell voranzukommen, wenn nicht die Spiritualität wichtiger ist, als alle materiellen Dinge und alles, was wir tun.

Du hast schon alle Mittel, um in die nächste Stufe der Existenz einzutreten. Jetzt musst du dich endlich entscheiden – wo willst du sein? Steh nicht einfach mit einem Bein in der materiellen Welt und mit dem anderen Bein in der spirituellen Welt. Auf diese Weise werden Jahre vergeudet.

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