Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spiritualität'

Indem man sich selbst verliert, erlangt man die Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Die Menschen in unserer Welt lieben und hassen einander, machen sich gegenseitig Geschenke oder bringen sich gegenseitig um. Was geschieht aber in der Seelenwelt?
Meine Antwort: Seelen haben eine einzige Aufgabe, und zwar sich bis zur vollkommenen Verschmelzung hin, zu verbinden, so wie einzelne Wassertropfen sich zu einem einzigen Tropfen verbinden – es ist unmöglich, sie zu trennen, es entsteht ein neues Gebilde, das gegenseitige Geben.
Die materielle Welt, dieser Teil des zerbrochenen Verlangens, wird erst während der allerletzten Korrektur korrigiert. Bis dahin enthüllt sich die Liebe über ihr.
Dort, wo die Liebe regiert, verliert jeder die Wahrnehmung seiner selbst und fügt sich grenzenlos in die anderen ein, bis er vollkommen mit ihnen verschmilzt. Der frühere Hass behält jedoch seine „negativen“ Eigenschaften.
Es ist mit dem Paradoxon in der Quantenphysik zu vergleichen, wobei ein Teilchen sich gleichzeitig an zwei Orten befinden kann. Und zwar nicht, weil es sich unendlich schnell von einem Ort zum anderen bewegt, sondern sich eben gleichzeitig an zwei Orten befindet, obwohl es ein und dasselbe Teilchen ist! Doch wie ist das möglich?!
Letztendlich werden wir erkennen, dass im ganzen Universum lediglich ein Teilchen existiert, das sich gleichzeitig an allen Orten befindet. Denn, wenn wir akzeptiert haben, dass es keine Geschwindigkeit gibt und ein Teilchen sich an zwei Orten befinden kann, dann kann es sich genauso gut an unendlich vielen Orten befinden.
Außerdem hat es keine Form, denn die Form des Teilchens hängt davon ab, wo wir es entdeckt haben – also gibt es auch gar nichts außer einem einzigen Punkt, der vom Schöpfer „aus dem Nichts“ („Jesh mi Ajn“) erschaffen wurde, alles andere ist davon abgeleitet!
Je näher wir daher der Spiritualität kommen werden, desto klarer werden wir erkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, darüber zu sprechen, als in der Sprache der kabbalistischen Bücher.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „600 Tausend Seelen“ vom 26.09.2010

Doppeltes Foul

Eine Frage, die ich erhielt: Was geschieht, wenn ich keine Anstrengungen unternehme?

Meine Antwort: Wenn du keine Anstrengungen unternimmst, wirst du für eine kurze Zeit in Ruhe gelassen und eine Weile später wiedererweckt. Wenn du auch diesmal keine Anstrengungen unternimmst, lässt man dich in Ruhe.

Du bist nicht mehr würdig und wirst zurückgelassen – vielleicht für Jahre, vielleicht aber auch bis zur nächsten Reinkarnation.

Beim ersten Mal gibt man dem Menschen eine Chance zur Selbstverwirklichung. Beim zweiten Mal lässt man ihm eine Erinnerung, eine neue Möglichkeit, aber auch eine Strafe zukommen.

In Wirklichkeit ist das keine Strafe, sondern die Korrektur: er wird von schlechten Empfindungen „angepiekt“, wodurch ihm geholfen wird, obwohl wir glauben, dass dem nicht so sei.

Sagen wir mal, du hast gezögert, warst untätig und bist plötzlich in Not geraten: die Arbeit, die Bank oder sonst noch etwas. So wirst du erinnert: „Freundchen, wolltest du dich anstelle der spirituellen Suche in dieser Welt bequemer einrichten? Schau mal, die Welt ist gar nicht so freundlich“.

Wenn auch das nicht hilft, wenn du trotzdem nach anderen Wegen suchst, die dich nicht in Richtung Spiritualität bringen, wirst du in Ruhe gelassen.

Darüber steht geschrieben: „Wer erneut übertritt, dem ist ferner erlaubt“. Jetzt ist dir erlaubt, zu handeln, wie du willst.

Nur wenn andere Seelen korrigiert sind, bist du an der Reihe. Allerdings ist es äußerst unerwünscht, es so weit kommen zu lassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Der ewig herabgelassene Vorhang

Wir befinden uns nur in einem Zustand – in der Welt der Unendlichkeit, welche von uns hinter 125 Verhüllungen verborgen bleibt.

Ich verstecke mich hinter diesen 125 Verhüllungen, und halte mich in der egoistischen Natur auf, die durch den Abstieg entlang der 125 Stufen zustande kommt. Jedoch wirkt sich diese Tatsache keinesfalls auf meine Umgebung aus.

Auch wenn ich nichts sehe, nichts fühle und nicht richtig handele – befinde ich mich trotzdem in der spirituellen Welt, weshalb ich ihre Gesetze wissen sollte. Denn anderenfalls bringe ich mich ständig in Verlegenheit.

Andererseits, da ich von der Welt der Unendlichkeit entfernt bin, verhält sich das geistige System zu mir in der entsprechenden Weise.

Nachdem es den Menschen in diese Welt versetzt, verwendet man auf ihn die Kriterien der entsprechenden Stufe. Natürlich bin ich dem Geben entgegengesetzt, aber nur auf 1/125.

Würde ich mich in der Unendlichkeit, in der vollständigen Entgegengesetztheit befinden, so könnte ich es nicht ertragen.

Somit ertrage ich immer den Schaden angemessen dem laufenden Zustand und der nächsten Stufe – ich empfinde die Differenz, den Bruch zwischen ihnen. Es ist meine Triebkraft eben.

Auch jetzt zieht mich die Kraft meines Übels nach unten, gleichzeitig empfinde ich die Loslösung von der Spiritualität. Ich fühle mich sowohl in dieser Welt schlecht, als auch dadurch, dass ich noch nicht die erste Stufe (1) erreicht habe.

Das System der Unendlichkeit ist in Bezug auf uns reduziert, sie verringert sich und schafft die Verhüllungen, d.h. die spirituellen Welten.

Demnach steht der Mensch ständig unter dem Entwicklungszwang, und gleicht einem Kind. Stufenweise öffnet sich die Loslösung von der höheren Stufe, damit er die Anstrengungen macht, um diese zu erreichen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 22.09.2010

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Das hämische Fragezeichen

Derjenige, der seine Freunde geringschätzt, erhält von ihnen kein Verlangen und keine Wichtigkeit des Ziels. Es gibt kein Kli für einen Einzelnen.

Es ist so, als ob wir an einem Tisch sitzen würden. Dieser Tisch ist Malchut der Welt von Azilut (Shechina).

Das, was der Mensch auf den gemeinsamen Tisch legt, was er in die gemeinsame Verbindung investiert, wird er in der Spiritualität auch erlangen. Auf diese Weise muss er viele Handlungen vollbringen, bis sie sich angesammelt und enthüllt haben.

Wenn ich mich aber nicht am Leben der Gruppe beteilige, dann ist meine Kraft ihr entgegengesetzt. Letztendlich werde ich durch meine eigene Kraft (P1) und durch die gemeinsame Kraft (P2), die viel stärker ist, vom Tisch weggestoßen.

Ich werde einfach nach außen geworfen – weil ich die einzige Chance ignoriert habe, die mir zur Verfügung stand. Das ist äußerst unerwünscht.

Wie soll ich nun mit dieser Abstoßung fertig werden, bei der ich die Gruppe „abweise“ und die Gruppe mich „wegstößt“?

Deshalb wird mir durch das Wegstoßen gezeigt, welche Anstrengungen von mir hier und jetzt verlangt werden, damit ich mich festhalten kann.

Hier enthüllt sich das Böse, und wenn ich nach dem Fragezeichen wirklich zur Seite geworfen werde, dann ist das eine echte Abstoßung.

Wenn ich aber, nachdem ich die Frage gestellt habe, mich anstrenge und an den Tisch zurückkehre, verwandelt sich die Abstoßung in eine Einladung zur Einheit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Die Hauptbedingung für den Aufstieg

Hätte ich keine Unterstützung von den Freunden in der Gruppe, wäre es nicht möglich in der Spiritualität voranzukommen. Wenigstens sollte es die passive Unterstützung der Gruppe geben.

Deshalb konnte Rabbbi Jossi Ben Kisma auch in der kleinen Gruppe bleiben, wo die Schüler sich nach ihm richteten, wie es Kleinkinder tun – für den Aufstieg des großen Kabbalisten genügte es vollkommen.

Wenn man entsprechend seinem Niveau das Höhere anstrebt, und die anderen es entsprechend ihrem Niveau machen – dann genügt dies, um das Licht der Unendlichkeit heranzuziehen.

Denn das Licht hält sich in der absoluten Ruhe auf, es ist überall ein und dasselbe, alles hängt vom Menschen ab, der es verwendet.

Deshalb gibt es keinen Unterschied zwischen der kleinen Gruppe von Anfängern und der großen fortgeschrittenen Gruppe. Alles hängt vom Menschen ab, inwiefern er die Bürgschaft wirklich anstrebt.

In dem Maß, in dem er sich in der Gruppe bemüht, bekommt er vom höheren Licht das Notwendige, er hilft den anderen und sich selbst voranzukommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 17.09.2010

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Sich durch sich selbst durchtasten.

Unsere spirituellen Zustände können nur durch die Verbindung mit der Gruppe überprüft werden.

Um uns die Möglichkeit zu geben, uns darin korrekt zu entwickeln, lässt uns der Schöpfer das Vorhandensein einer gewissen höheren Macht spüren, bleibt aber selbst verborgen, damit wir in der Vereinigung Sein Modell erschaffen können.

Indem Er sich abwechselnd enthüllt und verhüllt, erweckt Er in uns die Notwendigkeit, Ihn gerade aus Seiner Verhüllung heraus in dem Punkt unserer Vereinigung zu enthüllen.

Ich kann den Schöpfer nicht wie ein beliebiges Ziel in dieser Welt vorher sehen. Indem Er sich verhüllt, gibt der Schöpfer uns die Möglichkeit, Sein Bild aus der Analyse der Eigenschaften von „uns selbst und der Gruppe“ wie von „uns selbst und dem Schöpfer“ aufzubauen.

Wir finden sie heraus und bewerten sie, während wir uns zu Ihm durchtasten und etwas uns selbst Unbekanntes formen.

Wir bauen allmählich das spirituelle System in uns auf und benutzen unser Verlangen und die Kraft des Schöpfers, das Licht – daraus wird in uns das Bild des Schöpfers erschaffen.

Da wir Ihn in uns aus der Dunkelheit, ohne ein sichtbares Vorbild erschaffen, enthüllen, begreifen und empfinden wir Ihn, wir werden Ihm wahrhaftig ähnlich.

Alle Hindernisse, hart in ihrer Weisheit, sind das Training, welches der Schöpfer für uns geplant hat – wie ein Lehrmeister, der seinen Schüler aufklärt.

Wir bauen in uns das System der Steuerung des Gebens, das System des Schirms und des reflektierten Lichts, auf. Eben durch die Reflexion gleichen wir uns an den Schöpfer in den Eigenschaften an.

So wird der Mensch nach und nach zu einem Menschen – zu demjenigen, der dem Schöpfer ähnlich ist.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.09.2010

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Der Beschleuniger auf dem geistigen Wege

Diejenigen, die „Isra-el“ heißen (direkt zum Schöpfer) und mittels ihrer persönlichen geistigen Arbeit, abgesondert von der ganzen Menschheit vorankommen, da in ihnen schon die Reshimot aufgewacht sind, und der Schöpfer sie an Sich anzunähern möchte, betreten den besonderen Prozess, genannt die Offenbarung der Seele (des Schöpfers, der Spiritualität – was ein und dasselbe ist).

Sie sollen allmählich diesen unendlichen Prozess öffnen, der für jeden Mensch vorbestimmt ist, laut der Geschwindigkeit der Realisierung eigener Reshimot.

In diesem Prozess können wir unsere Entwicklung nur dann beschleunigen, wenn wir die Zustände, die wir durchgehen, mithilfe aller uns gegebenen Mittel schneller und richtiger verarbeiten. Wir verändern weder die Zustände, noch ihre Reihenfolge. Wir können uns nur mit Hilfe des Studiums und der gegenseitigen Verbindung zum Verständnis und zur Sensibilität bringen, damit diese Zustände schneller verstanden und gerechtfertigt werden.

So formen wir in uns andere Einstellung zu den Zuständen, beschleunigen ihre Geschwindigkeit und bereiten uns weiter vor. Dann werden wir jeden Zustand mit der positiven Empfindung, mit dem Verständnis wahrnehmen.

Außer unserer Einstellung können wir nichts beeinflussen oder verändern.

Unsere Einstellung zu allen Zuständen, die wir empfinden, die gewiss vom Schöpfer kommen, heißt unsere Absicht.

Die Absicht ist meine Beziehung zu meinen Empfindungen und zur Quelle dieser Empfindungen, es gibt doch „Niemanden außer Ihm“.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.09.2010

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Jakobs Leiter

Das Persönliche und das Allgemeine verbinden sich und fügen sich ineinander ein. Aus diesem Grund können diejenigen, die heute kommen, unsere Erfahrungen in der spirituellen Arbeit nutzen und das gleiche Verständnis erlangen.
Wir sehen, wie leicht und natürlich die junge Generation den Umgang mit allen modernen Geräten, Mobiltelefonen und Computern erlernt – mit allem, was wir mit so viel Mühe entdeckten und entwickelten. Und die Jugend nimmt das, was vorhanden ist, und nutzt es mit Leichtigkeit, ohne uns zu beachten.
Genauso ist es auch in der Spiritualität: diejenigen, die zum Kabbala-Studium kommen, werden größere Erfolge als wir erzielen können! Denn sie „stehen auf unseren Schultern“.
Das erste Hindernis auf dem Weg ist, von eigenen Kräften enttäuscht zu werden, sich auf Abstiege zu freuen. Diese Klärung ist nur mit Hilfe des höheren Lichts möglich, nicht alleine mit dem Licht, sondern in der Gruppe, wo ich das Zerbrechen zwischen uns, das ich korrigieren muss, enthülle.
Ich muss bezüglich dieses Zerbrechens gebend werden, doch ich bin dazu nicht in der Lage. Dann kommt das Licht, das mir die Möglichkeit gibt, mich den Anderen anzuschließen und in ihnen den Schöpfer zu enthüllen, um an Ihn zu geben.
Diese Situation muss ich in ihrer ganzen Tiefe enthüllen und von eben diesem inneren Punkt die Rettung erwarten. Genau dieses Bild müssen wir uns vorstellen – dann können wir sicher sein, dass wir direkt vor der spirituellen Leiter stehen, die nach oben führt.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 06.09.2010

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Das Schöpfungssystem

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit bis zu dieser Welt, von der Eigenschaft des Gebens bis zur Eigenschaft des Empfangens, „herabgestiegen“.

Auf dem Weg nach unten verringert sich in uns die Eigenschaft des Gebens, das Ausmaß der Ähnlichkeit mit ihr. Dementsprechend verringert sich die Erfüllung in uns (das Licht, die Wahrnehmung des Schöpfers), bis wir den Zustand „Unsere Welt“ erreichen, wo alle Merkmale des Lichts und des spirituellen Gefäßes (des Verlangens zu geben) gänzlich verschwinden, und wir von der Spiritualität vollkommen abgeschnitten werden.

Über unserer Welt, in den Welten Brija, Yezira und Assija, befinden sich die zerbrochenen Seelen – die Seelen, die ihren Egoismus wahrnehmen.

Wir müssen aus unserer Welt dorthin gelangen, d.h. erkennen, dass unsere Seelen zerbrochen, getrennt sind. Und dann die Grenze (Parssa) überqueren, die die Welten BY“A von der Welt Azilut trennt, d.h. die Bedingung der Einordnung in den Korrekturprozess erfüllen – uns wünschen, die Liebe, sprich die vollständige Vereinigung, zu erreichen.

Dann erwecken wir unsere zerbrochenen Seelen, damit sie sich in die Malchut der Welt von Azilut einordnen, die ursprünglich nur ein Punkt in Chase (Brust) von Seir Anpin ist. Über SA liegt GaR der Welt von Azilut: Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, ISHSuT, und noch höher die nächste Grenze: Tabur von Galgalta, die Welt von Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit.

Unsere Seelen in unserer Welt sind Punkte. So enthüllt der Mensch seinen spirituellen Zustand, genannt „unsere Welt“. Und später, indem er das ihn entwickelnde Licht anzieht, erreicht er das Empfinden seiner selbst in den Welten von BYA – das Empfinden von zerbrochenen, d.h. egoistischen Verlangen (Zustand des ägyptischen Exils).

Von hier müssen wir zum Licht aufsteigen, d.h. uns über Parssa erheben, weil es unmöglich ist, die Korrektur in den Welten von BYA zu vollziehen, wo das korrigierende Licht fehlt und nur das Licht der Erkenntnis des Bösen existiert.

Die Welten von BYA (Ort, Zustand, Empfinden) sind für die Erkenntnis des Bösen, für die zerbrochenen Seelen bestimmt, damit wir enthüllen, wie schlecht und abhängig von dem bösen Trieb wir sind. Dann, in dem Ausmaß dieser Erkenntnis, können wir aufsteigen und uns an Malchut der Welt von Azilut anschließen.

Die Einordnung in Malchut der Welt von Azilut wird als MaN, unser Gebet, bezeichnet. Malchut der Welt von Azilut übergibt unser Gebet an Seir Anpin der Welt von Azilut, und schließlich erhebt SoN dieses Gebet in Bina der Welt von Azilut. Und dann steigt von oben das Licht (das umgebende Licht oder das Licht von AB-SaG) herab, korrigiert die Verbindung in SoN und erfüllt sie anschließend.

Also ist alles was wir tun müssen, Malchut der Welt von Azilut, Shechina im Exil, zu erheben. Denn alles, was sich in den Welten von BYA befindet, sind Teile dieser Malchut, der Shechina, und wir müssen unsere Verlangen dorthin erheben. Malchut der Welt von Azilut ist die „Versammlung der Seelen Israel“ (Isra-el, derjenige, der „direkt zum Schöpfer“ strebt), d.h. die Verbindung von zerbrochenen Verlangen.

In dem Maße, in dem wir uns verbinden können, ordnen wir uns in Malchut der Welt von Azilut ein. Natürlich können wir das selbst nicht tun, sondern nur darum bitten.

Malchut übergibt unsere Bitte um die Vereinigung an Seir Anpin und enthüllt in dem gleichen Ausmaß, dass sie sich Ihm anschließen will. Und SA muss das Verlangen, sich mit Malchut zu vereinen, von Bina erhalten. Anschließend erheben sie sich beide, SA und Malchut (SoN), jeder mit seinem Verlangen, zu Ima – Bina, die sie verbindet.

Dann steigt SA zu seinem Platz herab, erschafft Malchut und schließt sie an sich an. Und in dem Maße, in dem SoN verbunden sind, beteiligen sich die Seelen, die sich dort befinden, an dieser Verbindung und werden durch sie erfüllt. Denn genau diese Seelen bilden den Körper von Malchut.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 12.09.2010

Kabbala Akademie

Um die spirituelle Flugbahn nicht zu verlassen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man ständig in der „spirituellen Flugbahn“ bleiben, d.h., in dem Punkt der Entscheidung, dass der spirituelle Raum, die Einheit, über den materiellen Errungenschaften liegt?

Meine Antwort: Sobald wir es schaffen, eine solche Verbindung zwischen uns, „einen Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ zu erschaffen, verschwindet er sofort, damit wir diese Entscheidung immer und immer wieder treffen können.

Jeder Augenblick soll ein Anfang sein. Und nur eine starke Umgebung, die uns erlaubt, an der Verbindung festzuhalten, kann bei dieser ständigen Wahl helfen. (Siehe Baal haSulam „Die Freiheit“). Alleine kann man bei dieser Entscheidung nicht länger als für einen Augenblick bleiben…

Du musst dich wie einen Samen in die Erde in eine richtige Umgebung einpflanzen und von ihr die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels erhalten – dann, indem du die Entscheidungspunkte miteinander verbindest, wirst du aus ihnen eine Gerade zum Ziel aufbauen können.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 08.09.2010

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