Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spiritualität'

Was der Kontakt mit der Höheren Welt ermöglicht

Frage: Warum sind die Länder, welche die Juden vertrieben schnell verfallen? Und umgekehrt.

Antwort: In der Tat haben wir gesehen, dass die Juden in dem Maße, in dem sie sich von Spanien aus über ganz Europa ausgebreitet haben und von Land zu Land getrieben wurden, Wellen des Aufstiegs und des Niedergangs erlebt haben.

Der Punkt ist, dass die Methode, die sie verinnerlicht haben, der Punkt im Herzen, die Verbindung mit der Spiritualität, der Kontakt mit der Höheren Welt dem Menschen die Möglichkeit gibt, diese Welt zu verstehen: wie sie funktioniert, was in ihr ist, wie die Kräfte hinter dieser Welt wirken. Bei einem durchschnittlichen Mensch fehlen diese Fähigkeiten.

Frage: Gab es diesen Punkt im Herzen, die Verbindung zur lenkenden Kraft, ausschließlich bei den Juden?

Antwort: Ja. Sie können die Höhere Kraft nicht eindeutig spüren, da sie sich im Exil von ihrer Wahrnehmung befinden. Trotzdem ist sie irgendwie intuitiv in ihnen vorhanden. Selbst wenn sie sich mit Bankgeschäften, Handwerk, Wissenschaft, Musik oder was auch immer beschäftigen, erhalten sie dadurch einen tieferen, umfassenderen Sinn für das Universum, den andere Menschen im Prinzip nicht haben.

Jeder kann ihn besitzen, wenn er sich der Methode der Kabbala zuwendet, wenn er sich so entwickelt, wie es die Gruppe von Abraham einst tat, dann bekommt er eine Wahrnehmung der Höheren Welt. Dann wird er den dimensionalen Bereich begreifen, der jenseits unserer Welt existiert, uns umgibt und uns lenkt. Er wird die spirituellen Wurzeln erkennen und intuitiv ahnen, was hier geschieht.

Auch wenn wir es bei den heutigen Juden nicht sehen und sie es selbst nicht erkennen, gibt es dennoch seit damals spirituelle Veranlagungen in ihnen, die sich in solchen völlig wertlosen Errungenschaften manifestieren. Dies geschieht, um den Prozess zu beschleunigen und die Sackgasse der egoistischen Entwicklung aufzuzeigen.

Aus der Fernsehsendung „Nahaufnahme. Der Unterschied zwischen den Seelen“.

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Wie können wir die Barriere zwischen dieser Welt und der spirituellen Welt überwinden? (Quora)

Die Barriere, die unsere körperliche Welt von der spirituellen Welt trennt, zu überwinden, bedeutet, die Realität im Inneren zu spüren. Das geschieht, indem wir unser Verlangen nach Spiritualität bis zu einem Punkt entwickeln, an dem es bereit ist, einem bestimmten Teil der spirituellen Welt zu ähneln.

Unser Verlangen nach Spiritualität, das in der Weisheit der Kabbala als „Punkt im Herzen“ bezeichnet wird, tritt in unserem Leben auf, wenn wir bereit sind, über die körperliche Erfüllung von Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen hinauszugehen, um einen spirituellen Weg einzuschlagen.

Eine solche Sehnsucht zeichnet sich dadurch aus, dass wir den Sinn und Zweck unseres Lebens in Frage stellen, wenn wir eine unterschwellige Unzufriedenheit in unserem täglichen Leben spüren und uns nach einem gewissen „Etwas“ sehnen, das wir noch nicht genau benennen können.

Je nach der Intensität dieser Empfindung suchen wir in verschiedensten Richtungen, z. B. in Büchern, bei Lehrern und Gruppen, bis wir schließlich auf die Weisheit der Kabbala stoßen. Sie ist eine Methode, die speziell für die Beantwortung unserer existenziellen Fragen bestimmt ist, und uns zu einer klaren Erkenntnis und Wahrnehmung des Sinns unseres Lebens führt.

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Kontakt mit dem Schöpfer


Frage: Der Kabbalahkongress in Israel ist eine Weile her, aber ich kann das Gefühl nicht loswerden, wie einfach und offen Sie sind. Ich dachte immer wie die meisten Leute, dass weise Menschen sich anders verhalten; dass sie durch Weisheit abgehoben sind und Bewunderung brauchen. Nach dem Kongress finde ich es schwieriger, Sie zu achten und wenn ich Sie nicht respektieren kann, habe ich nicht dieselbe Kraft, die ich einst hatte, als ich Vertrauen zu Ihnen hatte und zu dem, was Sie lehren bzw. dass das mein zukünftiger Weg ist. Was schlagen Sie mir vor?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Die zukünftige Generation“: Die Massen denken, dass derjenige, der einen Kontakt mit dem Schöpfer pflegt, über der Natur steht und sie sich vor einem Gespräch mit ihm fürchten müssen oder gar davor, sich in seiner Nähe zu befinden. Denn so ist die menschliche Natur: Angst zu haben davor, was sich außerhalb der Grenzen der Schöpfungsnatur befindet.

Jedoch in Wahrheit gibt es nichts Natürlicheres als die Erreichung des Kontaktes mit dem Schöpfer, denn er ist der Herrscher der Natur. In Wirklichkeit ist jede Kreatur in Kontakt mit dem Schöpfer, obwohl sie dies weder weiß noch fühlt.

Derjenige, der des Kontaktes mit dem Schöpfer würdig wird, erlangt lediglich die Kenntnis davon, dass es im Universum nichts Neues gibt, und dies nur deshalb, weil er zuvor unwissend war. Als Resultat wird der Mensch einfacher und natürlicher, denn er versteht alle Menschen und unterhält enge Beziehungen zu ihnen, er ist eng befreundet mit der Menschheit und liebt sie.

Evolution – Das nächste Level

Früher gab es Dinosaurier, heute gibt es keine mehr. Früher gab es zahllose Arten, die heute nicht mehr existieren, denn das liegt in der Natur der Evolution. Wenn das so ist, werden dann auch wir irgendwann in der Zukunft aussterben?

Die Evolution schreitet immer weiter voran. Auch wenn wir es nicht sehen, folgt alles in der Natur einem sehr starren Diktat. Die endgültige Form, auf die sich die Evolution zubewegt, ist bereits festgelegt und bestimmt jede Form, die ihr vorausgeht. Wenn also Arten aussterben, verschwinden sie nicht wirklich, sondern existieren in einer weiterentwickelten Form weiter. Ohne die vorherige Form würde sich auch die aktuelle Form nicht weiterentwickeln. In diesem Sinne existiert jede Art, die jemals existiert hat, innerhalb der Arten, die heute die Welt bevölkern. Darüber hinaus ermöglicht sie die Existenz der heutigen Lebensformen auf der Erde.

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Der Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen

Eine Zusammenfassung des Artikels von Baal HaSulam „Es gibt einen Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen“ (Artikel *164 aus Shamati): In der Körperlichkeit geht die Kraft der Handlung voraus. So ist die Anordnung am Ende der Korrektur: Keine Handlung wird verrichtet, bis nicht genug Kraft vorhanden ist, um sie auszuführen. Im Spirituellen geht die Handlung der Kraft voraus. Alles findet gemäß einer schrittweisen Enthüllung von Wünschen statt, die der Korrektur angemessen sind, vom Leichtesten bis zum Allerschwierigsten. Deshalb muss die Arbeit sogar beginnen, bevor man die Kraft hat, um sie auszuführen.

Kabbala Akademie

Die „Geschenke“ von Abraham

Abraham war ein sehr berühmter, angesehener Mann im alten Babylon. Seine kabbalistischen Lehren verbreiteten sich daher erfolgreich unter den Babyloniern. Er soll ihnen die ganze Idee der zukünftigen spirituellen Entwicklung vorgestellt haben.

Der große Philosoph, aus dem 11. Jahrhundert- Rambam schrieb, dass Tausende von Menschen Abraham folgten. Tausende! Und er führte sie weg von Babylon in das Land Israel. Diejenigen, die ihm nicht folgten, da sie keine Verlangen spürten, wie der Schöpfer zu werden, beschlossen, sich über den ganzen Globus zu verteilen. Die Primärquellen sagen aus, dass Abraham ihnen sogenannte „Geschenke“ gab.

Die Geschenke hatten die Bedeutung, dass er ihnen alle möglichen anderen Techniken beibrachte. Diese beruhten nicht darauf, den Egoismus zu bewältigen,  ihn in der mittleren Linie zu verbessern, um sich über das Ego zu erheben, um nach vorne zu gehen und von HAGAT zu HABAD aufzusteigen. Im Gegenteil diese Lehren beruhen darauf den Egoismus zu reduzieren, ihn zu schmälern und sich mit dem Geringen und Kleinen zufrieden zu geben. Mit anderen Worten: Abraham gab den Babyloniern die Überreste des Glaubens- die Religionen. So verteilten sie sich über die ganze Erde.

Wir sehen, dass spirituelle Lehren, besonders östliche Lehren und Religionen, darauf aufgebaut sind, dass der Mensch bescheidener ist und sich nicht von anderen abhebt. Sie fördern nicht die Entwicklung von Egoismus oder gar die Entwicklung von Technik.

Sie stehen im Gegensatz zur Kabbala die sagt: Je größer der Egoismus ist, desto besser ist es, denn mit seiner Hilfe können wir uns erheben und uns korrigieren.

Wenn ein Mensch kein Streben nach Korrektur hat, dann ist es besser, seinen Egoismus zu verkleinern, „leiser als Wasser unter dem Gras“ zu sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“Nr.6

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Die Bedingungen für die Korrektur der Seele

Eine Frage, die ich erhielt:

Obwohl Baal HaSulam schreibt, dass eine spirituelle Person für sich nur das behält, was sie für das Überleben braucht und den Rest der Gesellschaft gibt, raten Sie aus irgendeinem Grund niemandem, sich so zu verhalten. Stimmen Sie mit Baal HaSulam nicht überein? Oder fürchten Sie, dass dies die Leute abschrecken würde?

Mich zum Beispiel, obwohl ich selbst zu wenig Geld habe, schreckt das ab!

Meine Antwort: All unsere Handlungen müssten mit dem Gesetz der Natur übereinstimmen. Wäre das der Fall, würden wir uns als integrierter Bestandteil der Natur fühlen – in der Welt der Unendlichkeit – das bedeutet im Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit, wie die Natur (der Schöpfer) selbst.

Die Kabbala – die Wissenschaft über die Ganzheit der Natur – hilft uns, diesen Zustand nicht durch Schläge und Leiden zu erreichen, sondern durch bewusste Entwicklung. Sie sagt uns, dass das allumfassende Gesetz der Natur das Geben und die Liebe ist. Das ist die Vorgehensweise aller Teile der Natur – der unbelebten, pflanzlichen und tierischen. Sie nehmen nur, was sie zur Aufrechterhaltung ihrer Existenz brauchen. Und sie erfüllen diese Bedingung instinktiv, durch Gesetze, die in ihr Verhalten eingepflanzt sind. Deswegen kann ein Tier nur seine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen.

Der Mensch auf der anderen Seite wurde als ein einziges Ganzes geschaffen, das später in einzelne Teile getrennt wurde. Deshalb nehmen wir ganz natürlich andere Menschen wahr – und weil wir in unserer Wurzel noch verbunden sind, können wir mit den Wünschen, Freuden und Leiden anderer durchdrungen werden. So ist jeder in einer Art geschaffen, zusätzlich zu seinen natürlichen eigenen Verlangen auch Verlangen von denen, die um ihn herum sind, zu empfangen. Wenn jemand die Verlangen der Gesellschaft (Reichtum, Macht, Wissen) aufnimmt und diese für das Wohl der Gesellschaft einsetzt, dann benutzt er sie richtig, um sich mit den anderen zu verbinden.

Wenn sie jedoch jemand dafür nutzt, sich selbst zufrieden zu stellen und dies seinen natürlichen eigenen Verlangen hinzufügt, dann verbindet er sich NICHT mit den anderen und erfüllt das generelle Gesetz der Natur nicht. Diese Art des Verhaltens wird „egoistisch“ genannt, und dieses lässt jemanden seine Unterschiedlichkeit zur Natur als Leiden fühlen. In anderen Worten, er fügt sich selbst Leid zu! [Rest des Beitrags lesen →]

Den Lehrer lieben

Frage: Wie werden im spirituellen System der Lehrer und seine Schüler definiert? Wie suchen sie sich gegenseitig aus? Es ist, als folgten wir alle einem Ruf, einem Erwachen.

Antwort: Es kommt auf unsere Verbindung der gemeinsamen Seele an, die sich in unserer Welt zeigt.

Als ich das letzte Mal in England war, habe ich dort einen der spirituellen Sufi-Lehrer getroffen. Er war ein sehr alter Mann, er kam nicht einmal mehr aus dem Bett. Um ihn herum war die ganze Zeit ein junger Mann, ein gebürtiger Engländer, John, etwa 30-35 Jahre alt. Er kroch buchstäblich auf den Knien vor dem Lehrer, half ihm und schaute nach ihm.

Ich habe mich mit diesem Sufi Lehrer, der in der arabischen Welt sehr berühmt ist, unterhalten. Er stammte aus dem Iran, hat jedoch das Land rechtzeitig verlassen, da dort die Sufis verfolgt wurden.

Ich erzählte ihm von meinem Lehrer und das er kürzlich gestorben war. Als ich ihn fragte, ob er mein Lehrer sein könnte, antwortete er: „Weißt du, dass du mich lieben musst?“

Eine sehr direkte Antwort. Das ist richtig, so wählt man aus. Das heißt, wenn man beginnt, den Lehrer für das zu lieben, was man von ihm hört, was man von ihm bekommt, dann ist man der Schüler und er ist der Lehrer, und wenn nicht, ist man es nicht.

Frage: Und für nichts anderes? Denn viele Menschen suchen eine Art Beschützer, eine Art Vaterfigur.

Antwort: Nein, denn das ist keine Spiritualität.

Bemerkung: Wenn man sich Ihre Lektionen anhört, dann ist man von großer Freude und Aufregung überwältigt. Das Gefühl, das einen erfüllt, inspiriert, tröstet – ist das die richtige Reaktion? Man kann es nicht bestellen, entweder man spürt es oder nicht.

Antwort: Das ist richtig. Es hängt alles von der Entfaltung der Seele im Schüler ab. Er hört was der Lehrer sagt und seine Seele antwortet darauf.

Bemerkung: Und wenn die Seele darauf nicht antwortet, es aber ein Mensch trotzdem machen will?

Antwort: Es bedeutet, dass man bald eine Antwort bekommt.

Aus dem Gespräch zum Thema „Lehrer-Schüler“, 07.02.2019

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Kinderkrankheiten der Kommunikation im Internet

Frage: Um besser zu erscheinen, als sie wirklich sind, lügen sich Menschen einerseits bei der Kommunikation in den sozialen Medien an, andererseits sind sie aufrichtiger als im persönlichen Kontakt. Das heißt, wenn ich Ihnen in die Augen schaue, ist es schwieriger für mich, die Wahrheit zu sagen. Wenn wir Kontakt über den Bildschirm haben, ist es viel einfacher.

Was haben wir verloren, als wir aufhörten physisch miteinander zu kommunizieren, indem wir uns in die Augen schauten?

Antwort: Direkte Kommunikation erfordert eine gewisse Vorbereitung, ich würde sagen, die Erhebung über sich selbst und das Hineinversetzen in den anderen. Die Kommunikation über einen Bildschirm ist zudem, wenn es auch noch inkognito erfolgt, keine wirkliche Kommunikation. Es ist nicht einmal ein Ausdruck der eigenen Gedanken oder Ansichten, sondern etwas, womit man den Bildschirm füllen will.

Das Problem ist, dass es im Internet keine Grenze für die Menge oder Qualität der Kommunikation gibt. So sind wir in einen Bereich eingetreten, in dem wir uns zurückentwickeln: Es ist uns egal, was andere denken, was als Folge unserer Beteiligung an der Internetkommunikation erreicht wird. Die Menschen verfälschen sich mit Unreinheiten.

Frage: Wie stellen Sie sich die virtuellen Gemeinschaften der Zukunft vor?

Antwort: Virtuelle Gemeinschaften der Zukunft werden über diese Kinderkrankheit hinauswachsen und klare, strenge Gesetze verabschieden. Sie werden darauf basieren, wie sich die Menschheit richtig entwickeln muss. Sie werden die Menschen verpflichten zu studieren und sie werden dafür ausreichend Zeit, Energie und Geld haben, um es umsetzen zu können.

Die Menschen werden sich, nicht nur aus moralischen Beweggründen weiterbilden, sondern auch auf der spirituellen Ebene, die sie erreichen müssen. So wird sich das gesamte Internet weiterentwickeln.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 07.10.2020

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Was wird für spirituelles Wachstum benötigt?

Frage: Was wird für spirituelles Wachstum benötigt?

Antwort: Die wichtigste Voraussetzung für spirituelles Wachstum ist der Wunsch.

Spirituelles Wachstum bedeutet das ich verstehe, wer ich bin, wofür ich existiere, wie sich alles um mich dreht, wie ich daran teilhaben kann; wie ich etwas erreichen kann, was ewig, vollkommen und wahr ist; wie ich das Netzwerk der Kräfte, welche die Welt beeinflussen und das Geheimnis der Welt enthüllen kann.

Es ist alles ein Wunsch, die Natur (den Schöpfer) zu verstehen. Wenn sich ein Mensch in solch einem Zustand befindet, dann bestimmt dieser Zustand seine gesamte Entwicklung.

Es hängt davon ab, wie viel er seit seiner Kindheit über den Sinn des Lebens nachdenkt: warum uns das Leben gegeben wurde und warum andere Menschen nicht darüber nachdenken. Er schaut sich um und versteht nicht, warum das weltliche Getue die Menschen so beschäftigt. Was haben sie davon? Wie kommen wir dazu, dass der Mensch anstatt von diesen kleinen, eitlen Dingen etwas Vollkommenes und Ewiges begreifen könnte?

Wenn ein Mensch einen solchen Wunsch hat, dann macht er sich auf den Weg zur Spiritualität.

Frage: Wie hängen Fragen nach dem Sinn des Daseins mit dem spirituellen Netz der Kräfte zusammen? Es handelt sich doch um eine andere Dimension.

Antwort: Nein, es gibt hier einen direkten Zusammenhang. Das spirituelle Netzwerk der Kräfte baut sich durch das Geben,  durch gegenseitige Verbindung, der Liebe, dem Heraustreten aus sich selbst auf. Dieses spirituelle Netzwerk basiert auf die selben Fragen.

Das heißt, die Fragen bleiben gleich. Ihre Lösung kann man nur durch die Entwicklung der Eigenschaft des Gebens finden. Man nimmt nicht alles in sich auf, sondern im Gegenteil- man tritt aus sich selbst heraus. Dort, außerhalb von dem egoistischen Wesen, befindet sich alles andere. Das ist der richtige Weg.

Aus dem russischen Unterricht, 25.11.2018.

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