Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In der Spiritualität gibt es keine Worte

Wenn sie das Gebetbuch der Kabbalisten öffnen würden, dann würden Sie dort keine Worte, sondern gesonderte Buchstaben sehen, denn es geht einzig um die Empfindungen, um die inneren Handlungen, die Schirme, um die Abstossung und Anziehung des Lichtes. In der Spiritualität gibt es keine Worte.

Wenn wir Worte aus unserer Welt nehmen und beginnen diese für die Spiritualität zu benutzen, so ist das völlig normal. Jedoch kommt man auch ohne Worte zurecht. Der Mensch, der sich in der Spiritualität aufhält, braucht keine Worte.

Baal HaSulam betete, dass man ihn von seinem Niveau auf eine solche Stufe senkt, wo man Worte finden kann, damit er sein Verständnis, das in die Worte dieser Welt eingekleidet ist, den Menschen vermitteln kann.

In der Spiritualität gibt es nur die Empfindung. Ich soll sie nicht in irgendwelche Worte kleiden, denn dafür habe ich die „Reschimot“ und die „Geschmäcker“ (Taamin) die ich empfinde. Ich muss sie für mich selbst nicht klären, nur dann, wenn ich meine Eindrücke mit den anderen teilen möchte. Jedoch bleibt jede Erklärung immer eingeschränkt. Kein Wort kann in sich diese Füllungen erschliessen.

Deshalb ist das Gebet eine Arbeit im Herzen, ein Schrei aus der Tiefe des Herzens, ohne jede Sprache, ohne jedes Gebetbuch.

Die Kabbalisten, die Mitglieder der grossen Versammlung, schrieben das Gebetbuch vor dem Ausgang ins Exil, bevor wir aus dem spirituellen Niveau gefallen sind.

Wenn du aus dem Begreifen der Geisteswelt in diese Welt fällst, dann kannst du nichts über die Spiritualität sagen. Und deshalb haben sie uns Gebete geschrieben, damit wir wenigstens auf so eine Weise darüber sprechen können.

Denn, die Verbindung bleibt bestehen, und wenn in der Verbreitung eine grosse Menge von Menschen betet, dann rufen sie die Einwirkungen der umgebenden Lichter hervor. Aber dies gilt nur für die Verbreitung und auch nur für kurze Zeit. Und es ist nicht das wahre Gebet.

Schon jetzt erreichen wir einen solchen Zustand, wo wir beginnen sollten, aus dem Punkt im Herzen zu handeln, der uns zurück zu Bina führen wird.

Aus einem Sohar-Unterricht, 18.10.2010

Die Vernunft der Welt erkennen

Die Vernunft ist dieses Mittel, das den Schöpfer mit der Schöpfung verbindet. Der Maß der Verbindung zwischen Ihm und mir ist, mich wie die Schöpfung und Ihn wie meinen Schöpfer fühlen . Die Vernunft befindet sich in der Mitte zwischen uns und gehört weder mir noch Ihm.

Die Vernunft zu haben bedeutet in einer Handlung zu sein, die sich zu demjenigen anschließt und durch diese Verbindung zwischen der Handlung und dem Handelnden, indem ich seine Handlungen über mich erkenne, erkenne ich auch Ihm.

Denn der Schöpfer wird „Bo-Re“ (was „komm und sieh“ bedeutet) genannt. Also ich erkenne nie Sein Wesen, aber nur Seine Einstellung zu mir, wie es geschrieben steht: „Aus Deiner Handlungen erkennen wir Dich“.

Ich studiere das, was in meinem Innern passiert und suche den Schöpfer hinter diesen Handlungen und so lerne ich Ihn kennen. Das heißt, ich muss die Wurzel jeder meiner Eigenschaft und Zustand erkennen und zu dem Verständnis gelangen, dass es „Niemanden außer Ihm gibt“ und alles vom Schöpfer kommt, dem Guten und das Gute schaffenden.
Wenn ich offenbare, dass alles vom Schöpfer kommt und alles nur zum Guten ist (wie schlecht es auch in meinen Augen erscheinen mag) – das heißt ich habe die Wurzel erreicht, und so in jedem Zustand.

Wie wir in materiellen Beispielen den Gedanken des Schöpfers erkennen können und verstehen, für wen und wofür dieses Ding gemacht wurde, genauso können wir die Schöpfung erforschen, in welcher die ganze Information über den Schöpfer beinhaltet ist.
Denn alles, was in seinem Plan, in seiner Vernunft war hat er in der Materie verkörperlicht. Durch vielfältigen Formen der Materie. Und durch allmöglichen Formen der Materie können wir Seine Vernunft erreichen – das nennt man eine Verschmelzung zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer.

Das heißt, dass das Licht Chochma sich in das Licht Chassadim einkleidet bis zu dem Grad, bis zum welchen wir uns korrigiert haben, um das Licht von Ihm ohne jegliches Hindernis und Entstellung von der Seite des eigenen Egoismus zu empfangen.

Wenn wir unseres egoistisches Verlangen im Licht Chassadim reinigen, kann in ihm sich das Licht Chochma, die Vernunft des Schöpfers, einkleiden. Also es kommt in diese korrigierte und reine Wünsche hinein und wir erkennen Seine Vernunft.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Die schaffende Vernunft“, 28.10.2010

Ich bin eine Handlung des Schöpfers!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir diese Welt betrachten, dann urteilen wir sie mit eigener Vernunft, wie können wir sie dann mit der Vernunft des Schöpfers begreifen?

Meine Antwort: Deshalb müssen wir die Korrekturen machen – unsere Vernunft von allen egoistischen Dummheiten reinigen, die uns stören, den Schöpfer zu enthüllen.

Wenn wir Korrekturen mit Hilfe des Lichtes Chassadim machen, dann erheben wir uns über den egoistischen Wunsch hinauf und sind bereit, das Licht Chochma – die Vernunft des Schöpfers anzunehmen.

Eigentlich erforschen wir uns selbst – und danach erkennen wir Ihn, den Schöpfer. Es ist geschrieben: „Nach Deinen Handlungen – erkennen wir Dich“ – aber was ist denn Seine Handlung? Das bin ich selbst! Ich bin eine Handlung des Schöpfers! Und ich muss herausfinden, wer ich bin.

Deshalb muss ich aus meiner beschränkten, egoistischen Wahrnehmung hinausgehen – ich soll die Gruppe aufbauen.

Und wenn ich beginne, mich bezüglich der Gruppe wie der Wunsch bezüglich des Lichtes zu prüfen, so fängt damit mein Begreifen der Handlungen des Schöpfers an.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 28.10.2010

Eine teure Münze

Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbalisten haben eine Lösung beschrieben, und sehr viele Menschen weltweit sind damit einverstanden, dazu bereit. Woran fehlt es uns denn noch?

Meine Antwort: Es fehlt an der Erkenntnis der Dringlichkeit. Alles, was die Spiritualität betrifft, kann nur aus der Ausweglosigkeit, aus der Notwendigkeit heraus umgesetzt werden: entweder Leben oder Tod.

Wie am Berg Sinai: entweder vereinigt ihr euch oder es wird der Ort eures Begräbnisses sein. Der Mensch ist nicht um Haaresbreite dazu bereit, auf die Eigenliebe zu verzichten, bis er sieht, dass er keinen anderen Ausweg hat.

Aus diesem Grund verlangt jede Entscheidung, die wir auf dem Weg treffen, danach, durch kräftige Schläge vorangetrieben zu werden: durch Ängste, Unruhe, Gefahr, alles zu verlieren. Das nennt sich „der Weg der Leiden“. Denn der Schöpfer stellt das allumfassende Naturgesetz dar, das keine Begünstigung und keine Kompromisse kennt.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Hilfe des Lichts voranzukommen, welches die Situation sichtbar macht und uns die Wahrheit zeigt. Dann unterstützt und bestärkt jeder jeden und ist bereit, allen zu helfen, damit die Gruppe die Notwendigkeit und die Bereitschaft spürt, den wahren Zustand zu enthüllen.

Wenn wir uns alle gemeinsam auf ihn zubewegen, erscheint er uns nicht mehr so schrecklich wie in dem Fall mit den Leiden. Denn wenn ich leide, bleibe ich ein Egoist und sehe nur Bedrohung vor mir. Wenn ich mich aber vor der Gruppe annulliere, reicht für mich ein Hundertstel der Leiden aus, um sie in vollem Maße wahrzunehmen.

Wenn ich mich vor den Freunden beuge, verstärke ich meine Empfindsamkeit gegenüber den Leiden. Nun leide ich, weil ich im Egoismus versinke.

In der Gruppe werde ich empfindlicher, und wenn man mir jetzt ein Hundertstel meines Egoismus demonstriert, empfinde ich großes Leiden und bin bereit, es loszuwerden, als ob ich seine ganze Last spüren würde.

Das ist das, was mir die Freunde geben – sie teilen meine Bürde, wie in dem Gleichnis über den König, der sein ganzes Vermögen in ein fernes Land schaffen musste. Seine Untertanen hätten als Egoisten die ganzen Schätze gestohlen, darum gab er jedem von ihnen eine einzelne Münze. Es machte keinen Sinn, diese eine Münze zu stehlen, und jeder brachte sie zum Bestimmungsort.

Wenn wir zusammengehen und uns voreinander beugen, gibt es keine Notwendigkeit, einen Weltkrieg zu durchleben. Es reicht, dass wir unsere Kräfte investieren und nichts erreichen, – das erzeugt bereits Leiden, die ihren Teil dazu beitragen.

Denn Jahre später habe ich immer noch nichts. Wie ist das möglich? Was passiert? Die Verbindung verstärkt den Schmerz von ergebnislosen Anstrengungen. Dieser Schmerz wird ausreichen, damit ich auf der Flucht vor ihm höher, zu einer spirituellen Stufe, steige und meinen Teil des Schatzes übergebe.

Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash vom 28.10.2010

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Kabbalisten über den Studium von Kabbala, T.11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Über die Gegener des Kabbalastudiums

Ich sehe, dass der Hauptgrund, warum sich das Judentum in Israel nicht festigen konnte (d.h.die  Enthüllung des Schöpfers), der ist, dass man das Licht des Schöpfers (zur Korrektur der eigenen Natur) mißachtet, es imit Vernunft und Herz mißachtet.

Alle halten sich jetzt nur an die Ausführungen von dummen, pompösen Handlungen (Bräuche, die allen „Geboten“ nennen), als ob man die Gebote nur im Körper, ohne die Seele ausführen kann (ohne die Absicht des Gebens und der Nächstenliebe).

Rav Cook. Briefe, Vol. 1, S.160-161.

Wehe jenen Menschen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias (Kraft der Korrektur von unserer Egoismus) schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren wird, weil sie (durch ihre Einstellung zu kabbala) die Tora trocken machen (nur über die mechanische handlungen sprechend), d.h. ohne jegliche feuchte Zugabe von Verstand und Wissen (Über das Ziel der Schöpfung und des Menschen in der Welt), da sie sich nur auf den praktischen Teil der Tora (Ausführung der Brüuschen) beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft des Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora (das Wesen derer in der Korrektur des menschlichen Egoismus liegt) sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren.

Wehe ihnen, die durch ihre Taten (Abstoßung der Kabbala) Hunger, Armut, Grausamkeit, Erniedrigung, Morde und Zerstörungen in der Welt verursachen.

Baal HaSulam. Einführung in das Buch Sohar, P. 70.

Warum teilte sich das Meer?

Sohar, Abs. „Beschalach“, P.181: Dann schien alles zusammen, denn obwohl das Licht von Atik verhülltes Chassadim ist, enthält es ebenso Chochma, weil das Chochma in Arich Anpin notwendigerweise von ihm empfängt.

Daher sind die Chassadim von Atik wichtiger als die Chochma de AA und werden so betrachtet, dass sie diese beinhalten, und dass Chochma und Chassadim in Ihm gemeinsam scheinen.

Das ist, warum das Meer die oberen Gesetze gemacht hat, um die Ägypter zu ertränken und Israel zu erretten, weil die Oberen und die Unteren in seine Hände gegeben sind. Das ist der Grund, weshalb geschrieben steht: „Söhne, das Leben und die Nahrung sind allesamt ebenso schwer vor dem Schöpfer wie das Durchqueren des Roten Meeres“, denn das Durchqueren des Roten Meeres hängt von Atik ab.

Das Höhere Licht kommt an und schneidet die gröberen Wünsche, die „Ägypter“ heißen, von den Wünschen „Isra-el“ („gerade zum Schöpfer“), die bereit zur Korrektur sind, entsprechend der Bedingungen der zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) in uns ab.

„Völker der Welt“ in uns heißen all die Wünsche, die man bis zur Endkorrektur nicht korrigieren kann. Hierher zählen alle Klipot und alle Wünsche, die direkt mit dem Licht Chochma verbunden sind.

Und die Wünsche „Israel“ Jashar Kel, die aus den Eigenschaften von Bina herausgehen und nach ihrer Natur zu Galgalta we Ejnaim gehören.

Deshalb macht das Licht Chochma, das jetzt kommt, eine Trennung auf die ganze Tiefe des Wunsches/Gefäßes, und trennt die Wünsche, die noch korrigierbar sind (die zu G“A gehören und ACHaP de Alija werden können) von den Wünschen, die überhaupt nicht fähig sind, sich zu korrigieren.

Deshalb passierte „eine Teilung von dem die „Israel“ von den „Ägyptern“ abgetrennt hat.

Aus einem Unttericht über das Buch Sohar, 27.10.2010

Der treue Gesandte des Schöpfers

Der Sohar, Kapitel „BeShalach“, Punkt 28-29: „Und Pharao stand auf in der Nacht, er und all seine Diener und alle Mizraim (Ägypter), und es war ein großes Heulen in Mizraim, denn kein Haus, worin nicht ein Toter war.“ (Gen. 12, 30)
„Und er rief zu Moshe (Moses) und Aarons  in der Nacht“, da alles durch dich geschah, “ Und segnet mich auch“ was bedeutet, tötet mich nicht.
Später begleitete er sie selbst aus dem Land, wie geschrieben steht:
„Und es geschah als Pharao das Volk ziehen (hebr. beshalach) ließ.“ (Gen. 13, 17)

Wir verstehen nicht, in wie fern diese böse, furchtbare Kraft, der Pharao groß und dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Denn sie ist der Abdruck des Schöpfers, und handelt wie sein treuer  Gesandter. Der Pharao öffnet sich immer mehr und durch diese Enthüllung des Übels, stößt er den Menschen an, aus dem Ego hinauszuziehen.

Wir beobachten es jetzt in der Welt: Einerseits werden wir zu  immer größeren Egoisten, beachten niemandem und handeln nur zugunsten des eigenen Wohls.
Andererseits führt uns die wachsende Selbstsucht immer mehr zur Erkenntnis, dass wir verpflichtet sind, sich von ihr zu trennen, weil solche Form der Existenz unmöglich ist, und wir dadurch zur allgemeinen Zerstörung kommen.

Darüber ist gesagt worden, dass „der Pharao die Söhne Israels näher an den Schöpfer brachte“. Diese negative Kraft erfüllt also ihre Arbeit, um uns in Richtung der Spiritualität anzustoßen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.10.2010
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Die Stufe des spirituellen Todes

Eine Frage, die ich erhielt: Rabasch schreibt im Artikel „Ankläger“, dass der Zustand „lo-lischma“ falsch ist und zum Tod führt.
Dennoch wissen wir, dass „lo-lischma“ eine obligatorische und sehr wichtige Stufe ist, von der aus wir zur altruistischen Absicht übergehen. Worum geht es hier?

Meine Antwort: Im Zustand „lo-lischma“ sind meine Absichten auf den persönlichen, materiellen oder spirituellen Vorteil gerichtet.
Es ist der Tod eben. Ich werde nicht tot sein, sondern bin schon tot, weil ich mich im Wunsch „für sich selbst zu genießen“ aufhalte.
Vor diesem Zustand befinde ich mich auf dem tierischen Niveau und existiere im spirituellen Sinne noch nicht. Andererseits ist „lo-lischma“ schon die Beziehung zur Spiritualität: ich will den wahren Zustand verdienen.
Es handelt sich um die Etappen des Aufstiegs: diese Welt, die Vorbereitung (lo-lischma), die altruistische Absicht (lischma) in der Kategorie „Chafez Chessed“ und letztendlich die Stufe der Liebe.
Die Absicht „lo-lischma“ ist im Laufe der Vorbereitung schon sehr gut. Wir erreichen sie von Null bis zu 100 %, bis wir uns vollständig vorbereitet haben.
Hier muss man verstehen, dass inwieweit ich mich in die Abhängigkeit von der Gruppe stelle, insofern komme ich zu „lischma“ voran.
Weder von sich selbst, noch von den Büchern, oder von oben wird der Mensch etwas bekommen, was ihn zu der richtigen Bitte bringen könnte.
Denn „lischma“ ist eine Bitte um die Einheit. Und nur aus der Einigkeit, aus der Ähnlichkeit der Eigenschaften, bittet der Mensch um den Kontakt mit dem Licht, mit dem Geben, mit dem Gebenden.
Hier steckt die Möglichkeit für die deutliche und konkrete Prüfung dahinter: wenn wir die Sachen durch das Prisma der Gruppe, durch die Vereinigung und die Bürgschaft betrachten – dann finden wir dort die Tora, d.h. das Licht, das zur Quelle zurückführt.
Gerade dort wird jedem die Tora geschenkt, wonach der Mensch noch tiefer eingeht, sich den Eigenschaften des Schöpfers annähernd.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 20.10.2010

Realität oder Chaos der Wünsche?

Der Sohar. Kapitel „Wajechi“, 808) Als Jakob versammelt war, leuchtete der Mond, und die Sehnsucht der höheren Sonne, SA erwachte zu ihm.
Wenn die Sonne aufgeht, Jakob, geht auch die andere Sonne, Seir Anpin hinauf, und Seir Anpin wird mit Nukwa verschmelzen. Und der Mond, Nukwa, leuchtet von Seir Anpin
.

Das alles betrifft nur den Menschen, der das Spirituelle begreift. Und im Menschen geschehen allerlei Veränderungen, da sein Wunsch zu genießen ständig erneuert wird.

Dieser Wunsch zeigt dem Menschen verschiedene Formen im allgemeinen, unveränderlichen, spirituellen Zustand. Alles was sich außerhalb des Menschen befindet ist konstant, und in mir ändert sich alles.

Baal HaSulam erklärt im Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, dass wir die Welt mit der Hilfe der Ähnlichkeiten, mittels „der Fotokamera“ wahrnehmen, die uns das Bild der Realität am „Bildschirm“ im hinteren Teil des Gehirns projiziert. Und deshalb scheint es mir so zu sein, dass alles was in meinem Inneren geschieht auch draußen existiert.

Es erweist sich aber, dass ich die umgebende Wirklichkeit in Form der Projektion des inneren Chaos meiner Wünsche, Gedanken und Beziehungen sehe.

In Wirklichkeit ist es nicht das Chaos, sondern ich weiß nur nicht, in welcher Reihenfolge meine inneren Reschimot erwachen.

Aber wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge erwachen, sehe ich im konstanten, höheren Licht, die Veränderungen.

Aufgrund dieser verborgenen Reschimot bekommt das Licht die verschiedenen Erscheinungsformen, malt uns die verschiedenen Farben aus, gibt uns allerlei Bilder wieder.

Und ich glaube, dass das alles außen geschieht, obwohl diese Reschimot in meinem Inneren erwachen. Somit beschreibt der Sohar die Prozesse, die innerhalb von uns geschehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.10.2010

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Und noch mal über die Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: In einem der Morgenunterrichte haben Sie gesagt, dass ein Mensch, der die Unterrichte besucht, Dienste übernimmt und sich an der Verbreitung beteiligt, sich nicht zwangsläufig im System befindet.

Andererseits sagen Sie, dass wir, solange wir uns noch im Wachstum befinden, Unterrichte besuchen, uns an der Verbreitung beteiligen, Dienste übernehmen und Verantwortung für die Verpflichtungen, die wir eingehen, tragen müssen. Wie soll man das miteinander verbinden?

Meine Antwort: Das Natursystem an sich ist korrigiert, die Rede ist nur von meiner bewussten Teilnahme und gewollten Erfüllung dessen Gesetze. Darin besteht unsere ganze Arbeit – die Naturgesetze zu erkennen und sie zu erfüllen.

Deshalb, wenn der Mensch sich physisch unter uns befindet, bedeutet das noch nicht, dass er sich am System beteiligt.

Es kann sein, dass er alle Handlungen ausführt, doch „ein Gebot ohne Absicht ist wie ein Körper ohne Seele“. Das Wichtigste ist seine gewollte Erfüllung, sprich die Absicht.

Doch kann ein Mensch, der eine Möglichkeit hat, die Handlung physisch auszuführen, sich nur mit der Absicht zufriedengeben? – Nein, wenn er eine mögliche Handlung nicht ausführt, zeugt es lediglich davon, dass er keine Absicht hat.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 15.10.2010

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