Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 20/9/11

Wenn ein ausstehender Wunsch (Körper) sich gegenüber dem Höheren(Wunsch) fügt, so wird er zum wichtigsten Teil im Höheren (Verlangen = Körper= Wunsch). Dasselbe gilt, wenn du dich dem gesamten Welt Kli fügst und dadurch ALLES von ihm erhältst.

Das Licht offenbart sich nur in unserer Beziehung zueinander. Das Licht ist ein Gefäß (Kli), das unterschiedliche Veränderungen durchmacht, wie ein Instrument, welches auf Klang und Vibration eingestimmt wird. Deshalb müssen wir die Spiritualität selbst gestalten, damit wir die Liebe in der Wurzel, den Schöpfer, spüren.

Wer Dinge in ihrer wahren Form enthüllen möchte und versteht, dass das Leben, welches sich vor ihm befindet, nur ein Spiel ist, und dass der Schöpfer ihm andauernd Möglichkeiten gibt, über seinem Verstand und seinem Herz Sein Partner zu werden… Und dann wird das Leben zum Abenteuer.

In der Beziehung zu den Chaverim (Freunden) erhalte ich alles, um darin das Spiel des Schöpfer zu enthüllen. Hinterhältigkeit wird von Aufrichtigkeit (Josher) besiegt, und das kann man gerade unter den Freunden beobachten. Inwieweit jemand bereit ist, über sich selbst zu springen, um sich wahrhaftig mit anderen zu verbinden, um ein gemeinsames System zu erschaffen, und nicht, um über andere zu herrschen, oder sich zu verkriechen, um sich einen guten Machtposten zu sichern, sondern sich aufrichtig ihnen gegenüber verhält , ohne etwas zu verbergen und offen ist, nur dann wird er der Enthüllung des hinterhältigen Spiels würdig.

Dass wir nicht die Größe unserer Arbeit sehen können, ist deshalb so, damit wir uns 1. nicht verleiten lassen, 2. das dazu führt, dass wir spirituelle Gefäße in uns entwickeln, damit wir auch, wenn wir die Größe (Belohnung) sehen, unsere Arbeit weiter fortsetzen können.

Wir sollen uns nicht Gedanken über die Kelim, Awiut, usw. machen, sondern nur zum Zustand Katnut, Galgalta we Ejnaim, Bina streben anstatt nach Gadlut. Gadlut empfängst du nur, wenn du bereits fähig bist anderen aktiv zu geben.

Wenn andere kein MaN für mich und mit mir erheben, so wird mein ACHaP für immer verdeckt bleiben, und ich werde für immer nur in Galgalta we Ejnaim existieren. Und wenn andere von mir äußerlich empfangen wollen, so wird mein ACHaP aktiviert und ich trete in Gadlut ein.

Vorbereitung auf den Unterricht Der Sohar spricht nur über die Verbindungen zwischen uns, und während wir ihn lesen, müssen wir nur den Wunsch danach haben, in uns diese Vorstellungen und Beziehungen zu finden, über die der Sohar spricht..

Je größer mein Wunsch, ist die Verbindungen zwischen uns mittels der Worte, Buchstaben und Sätze im Sohar zu enthüllen, und je mehr ich mich bemühe, dieses nicht zu vergessen, egal welche Störungen sich mir enthüllen, so ist dies ein Zeichen dafür, dass ich auf den richtigen Weg bin.

Die Nation

Das Problem ist, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wenn wir verbunden wären, könnten wir eine korrigierte Gesellschaft aufbauen, und es würde uns an nichts fehlen.

All das, was in der Gesellschaft und in der Welt passiert, geschieht, damit wir uns letztendlich verändern. Das Ziel der Natur, welche uns durch Leiden zur Entwicklung drückt, ist, dass wir endlich verstehen, dass wir uns verändern müssen.

Wir lernen aus der Krise, dass das Problem global ist und regionale Lösungen deshalb nichts bringen werden – eine Lösung muss die gesamte Welt miteinbeziehen. Die Kraft der Bürgschaft kleidet sich in alle Systeme, Industrie, Handel usw. Wir spüren nicht, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Dieser Zustand wird sich uns auf schreckliche Weise enthüllen, und das dann, wenn wir alle Verbindungen abbrechen und Zeugen werden, wie das ganze System zusammenfällt.

Es ist unmöglich, von einer egoistischen Regierung zu einer altruistischen zu wechseln, um zu einer gerechten Verteilung und gegenseitiger Bürgschaft zu gelangen, sondern anhand von großen globalen Schlägen, aus denen wir lernen können oder anhand der Umerziehung der Nation, damit wir schnell verstehen, dass es keinen anderen Ausweg gibt den Schlägen zu entkommen.

Es gibt keine Lösung, nur die richtige Erziehung. Als Resultat richtiger Bildung erhebt der Mensch über sich selbst und versteht was mit ihm passiert. Man muss den Menschen ein Bildungssystem geben, und dann erziehen sie sich selbst.

Alle Auseinandersetzungen führen am Ende zur gegenseitigen Ergänzung. Wenn dem so ist, so ergänzen wir einander bereits jetzt, denn warum ist es notwendig den Bedarf uns zu verbinden, durch Schläge enthüllen?

Das Gebet ist ein Wunsch nach Verbindung

Frage: Wenn der Schöpfer meine innere Eigenschaft ist, zu wem soll ich dann mein Gebet erheben?

Meine Antwort: Du erhebst dein Gebet an dieselbe vollkommene Eigenschaft, die man erreichen muss. Zu beten bedeutet, sich den Zustand einer angestrebten Verbindung zu wünschen. Das Gebet ist ein Bedürfnis, ein Verlangen nach der Verbindung, wie es gesagt ist: „Ich will!“.

Die Verbindung kann sowohl äußerlich als auch innerlich sein, sodass es keinen Unterschied zwischen uns mehr gibt. Es ist aber auf jeden Fall die Verbindung. Es gibt nichts anderes in unserer Realität außer der Verbindung. Sie prägt sich entweder in der Entfernung oder in der Annäherung an alles Existierende aus. Ich will mich vom Bösen entfernen und mich ans Gute annähern, sodass wir ineinander eingeschlossen werden.

Wie wir unsere Verbindung empfinden, hängt von den spirituellen Stufen ab, auf denen wir uns befinden. Wenn wir die höhere Stufe empfinden, dann ist sie mehr in unseren Inneren, weil ACHaP des Höheren sich innerhalb der Galgalta Ejnaim des unteren Parzufes befindet. Wenn wir die untere Stufe empfinden, dann gehen wir mehr in ihren inneren Teil ein und bleiben dort.

Aber es gibt nichts außer der Entfernung und der Annäherung. Darüber ist mein ganzes Gebet, darin sind alle meine Wünsche: sich an etwas anzunähern oder sich davon zu entfernen.

Auszug dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 01.09.2011

Die Schechina zwischen uns offenbaren

Der Sohar offenbart uns die Schechina, die Verbindung zwischen uns, in allerlei Formen und Gestalten. Diese Verbindung wird anhand verschiedener Sprachen und unterschiedlicher Situationen beschrieben.

Wenn wir uns wünschen, uns diesem Zustand, über welchen wir lesen, anzugleichen, ohne das Verständnis worüber wir lesen und worum es sich eigentlich handelt, dann bedeutet dies, dass wir uns wünschen, in Erkenntnis dessen zu sein, was wir studieren. Wir streben danach, in diesem Netz, in einer gemeinsamen Seele, worin der Sohar offenbart wird, in der Versammlung der Seelen, die nach dem Schöpfer streben, in der heiligen Schechina zu,sein. Unter „Heilig“ versteht man, dass dieses Netz sich auf dem Niveau des gegenseitigen Gebens, in der gegenseitigen Bürgschaft befindet.

Wenn wir den Sohar mit der Absicht lesen, den Schein der Schechina zwischen uns zu offenbaren, dann wird das Licht zu uns herangezogen, das zur Quelle des Guten, zum Schöpfer, zurückführt. Dieses Licht wird aus denselben Zuständen herangezogen, die sich hinter den Wörtern des Sohars verhüllen. Und wir wollen uns demselben Netz in der richtigen Verbindung zwischen uns annähern.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 30.08.2011

Das Gebet, das durch alle Firmamente hinaufsteigt

Das Buch Sohar. Kapitel „WaJakhel„. Punkt 123: Das Gebet eines Menschen ist die Arbeit von Ruach [Geist], die Arbeit von Bchina Bet, welche von der Rede abhängt. Sie liegt in den höchsten Geheimnissen, und der Mensch weiß nicht, dass das Gebet eines Menschen Lüfte und Firmamente durchbricht, Türen öffnet und aufsteigt.

Es steht geschrieben, dass ein Gebet neben einer Säule ausgesprochen werden muss. In Wirklichkeit wird nicht die Säule gemeint, neben der man beten muss. Es handelt sich darum, dass alle Parzufim von der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt in Form einer Säule geordnet sind, worin sich AChaP des Höheren Parzufes innerhalb Galgalta Ejnaim (GE) des unteren Parzufes befindet. So sind sie alle in einander vereint.

Es gibt keinen Parzuf, der anders geordnet wäre. Jeder Parzuf ist so angelegt, dass sein oberer Teil sich innerhalb des höheren Parzufs und sein unterer Teil sich innerhalb des unteren Parzufs befinden.

Das heißt, dass der obere Teil meines Parzufs sich zusammen mit dem unteren Teil des Höheren befindet, und mein unterer Teil befindet sich zusammen mit dem oberen Teil des unteren Parzufs. Deshalb bilde ich in meinem oberen Teil (GE) zehn Sefirot zusammen mit AChaP des Höheren, und im meinem unteren Teil (AChaP) befinde ich mich in den zehn Sefirot zusammen mit GE des unteren Parzufs.

Daraus folgt, dass ich in den zehn oberen Sefirot mit dem Höheren, und in zehn unteren Sefirot mit dem Unteren verbunden bin. Und wo bin ich selbst? Ich bin jener Teil, der mich in zwei Hälften aufteilt, und „Klipat Noga“ heißt, die meinen Parzuf in der Mitte teilt.

Klipat Noga“ ist somit unsere freie Wahl. Wenn ich entscheide, dass ich mich jetzt mit dem Höheren in den zehn oberen Sefirot (1) verbinde, um den Unteren nach oben (2) zu erheben, und darin meine ganze Arbeit besteht, dann realisiere ich folglich meine freie Wahl in Klipat Noga, die sich in der Mitte befindet.

Die freie Wahl besteht darin, dass ich mich mit dem Schöpfer, mit der höheren Stufe verbinde, um den Unteren zu korrigieren. Unsere ganze Arbeit besteht darin.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.08.2011

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 8

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Wir können das Material des Schöpfung weder begreifen noch wahrnehmen

Und wisse, dass es vollkommen unmöglich ist, die vierte Kategorie, welche das Wesen des Menschen als solches darstellt, ohne die materielle Verwirklichung wahrzunehmen, da unsere fünf Sinnesorgane und unsere Vorstellungskraft nur eine Offenbarung der Wirkungen des Wesens zulassen, nicht aber des Wesens selbst.

Zum Beispiel:

Der Sehsinn nimmt nur Wellen vom Wesen des Gesehenen wahr, entsprechend dem Licht, welches es reflektiert.

Der Hörsinn nimmt nur die Stärke der Einwirkung akustischer Wellen eines gewissen Wesens wahr, die in der Luft übertragen werden. Unter der Einwirkung der Stärke einer akustischen Welle drückt die Luft auf das Trommelfell in den Ohren, und auf diese Weise hören wir, dass sich in unserer Nähe etwas befindet.

Der Riechsinn nimmt die Luft wahr, die vom Wesen ausgeht, die unsere Nervenenden reizt, die auf Gerüche reagieren, und dann spüren wir einen Geruch.

Der Geschmackssinn ist nur Produkt des Kontaktes zwischen einem gewissen Wesen und unseren Geschmacksrezeptoren.

Somit bieten uns alle unsere vier Sinnesorgane nichts weiter als die Offenbarung der Wirkungen, die von irgendeinem Wesen ausgehen, doch keineswegs das Wesen selbst.

Und sogar die stärkste Empfindung- der Tastsinn, der fähig ist, Kaltes von Heißem, Hartes von Weichem zu unterscheiden, stellt auch nichts anderes dar als die Offenbarung der Wirkungen innerhalb des Wesens, doch diese sind nur Äußerungen des Wesens. Man kann Heißes abkühlen und Kaltes erwärmen, Hartes kann man bis zum flüssigen Zustand schmelzen, und eine Flüssigkeit verdampfen, indem man sie in den gasförmigen Zustand bringt, und zwar so, dass es nicht mehr möglich sein wird, sie mithilfe unserer fünf Sinnesorgane aufzuspüren. Und nichtsdestotrotz bleibt das Wesen bewahrt. Denn wir können das Gas wieder in eine Flüssigkeit verwandeln, und eine Flüssigkeit in den festen Zustand überleiten.

Es ist also klar, dass unsere fünf Sinnesorgane uns das Wesen keineswegs offenbaren werden, sondern nur dessen Äußerungen und Einwirkungen. Und wir müssen wissen, dass alles, was wir in den Sinnen nicht wahrnehmen können, auch nicht in unserer Vorstellung sein kann. Und das, was in der Vorstellung nicht auftaucht, wird niemals in den Gedanken existieren, und wir haben keinerlei Möglichkeit, es zu erkennen.

Baal HaSulam. Die Einleitung zum Buch Sohar. Punkt 12

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 6

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Die ganze Realität befindet sich im Menschen

Der Schöpfer hat in unserem Gehirn eine Art Linse geschaffen, die alles Sichtbare auf eine solche Weise umdreht, dass wir es wie von außen wahrnehmen, obwohl sich alles nur in unserem Gehirn abspielt. Und obwohl das, was wir angeblich außerhalb sehen, keine Realität ist, sollen wir trotzdem dem Schöpfer für die Bildung dieser Linse danken. Denn sie lässt uns glauben und begreifen, dass die Realität sich außerhalb befindet.

Dadurch hat Er uns ermöglicht, jede beliebige Erscheinung zu erforschen, das Wissen und die volle Klarheit darüber zu bekommen, jeden Gegenstand sowohl von innen als auch von außen zu messen. Anderenfalls hätten wir keine Möglichkeit, unser Wissen zu erwerben.

Baal HaSulam. Die Einleitung zum Buch Sohar, Punkt 34

Obwohl wir alles vor uns sehen, versteht jeder vernünftige Mensch, dass sich alles Sichtbare nur innerhalb seines Gehirns befindet. Das gleiche betrifft die Seelen, die alle Gestalten innerhalb des Gebenden sehen; allerdings gibt es keinen Zweifel, dass das alles nur innerhalb der Seele wahrgenommen wird.

Baal HaSulam. Die Einleitung zum Buch Sohar, Punkt 34

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 5

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Die ganze Realität befindet sich im Menschen

Es ist im Buch „Sohar“ (Wochenabschnitt „Tasria“, Seite 40) gesagt: „Alle Welten, sowohl die höheren als auch die unteren, befinden sich im Menschen. Alles ist für den Menschen geschaffen, alles lebt und entwickelt sich dank dem Menschen“.

Baal HaSulam. Das Vorwort zur Pticha. Punkt 1

Wenn wir vor uns die riesige Welt sehen, dann sehen wir sie nicht wirklich, sondern nur in unserem Inneren. Das heißt, in dem hinteren Teil unseres Gehirns befindet sich eine Art Fotoapparat, der in uns alles aufzeichnet, was wir angeblich sehen, und nicht das, was sich außerhalb befindet.

Baal HaSulam. Die Einführung in das Buch „Sohar“. Punkt 34

Lasst die Knochen für die Hunde

Der Sohar, Kapitel „Truma (Schenkung)“, Abschnitt 487: Es gibt ein Sinnbild über einen König, der ein Mahl für seine Familie zubereitete. So lange wie sie taten, was er wollte, aßen sie zusammen mit dem König und gaben die Knochen den Hunden zum kauen. Als die Familie nicht den Willen des Königs erfüllte, gab er das ganze Essen den Hunden und die Knochen seiner Familie.

Frage: Was ist dieses Essen, das alle am Tisch des Königs aßen?

Meine Antwort: „Essen“ bedeutet, dass du das Vergnügen des Gebens erhältst. Und du musst dieses Vergnügen auch zum Wohle des Gebens empfangen.

Es geht dabei um die Ausstrahlung, die Empfindung, die Handlungen im Verlangen. Die „Hunde“ in mir sitzen neben dem „Tisch“ in mir, wo ich die „Geschmäcker des Königs“ fühle. Was sind die „Geschmäcker des Königs“? Was ist „der Tisch des Königs“? Das sind die Vergnügen, die durch das Geben enthüllt werden, welche der König schenken möchte. Er genießt durch das Geben. Und er wünscht auch dir, dass du genießt, indem auch du den anderen gibst.

Wenn du dann gibst und es genießt, ist die ganze Frage: Was schenkt dir Freude? Genießt du die Tatsache, dass du dem König ähnlich bist? Genießt du das, weil Er Freude an deiner Ähnlichkeit zu Ihm empfindet? Oder genießt du es, weil du deine Hände an irgendeinem Vergnügen hast? Wenn das so ist, dann wandelst du dich augenblicklich von einem Menschen, der an dem Tisch gegenüber dem König sitzt, in einen Hund, der unter dem Tisch auf Knochen rumkaut.

Aus dem zweiten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 11.07.2011, Der Sohar

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 4

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Alles ist im Voraus vorbereitet

Kaum ist das Vorhaben der Schöpfung entstanden, wurde mit dieser Handlung das gesamte Geschöpf vollendet. Denn für den Schöpfer ist die Handlung nicht so erforderlich wie für uns. Im gleichen Augenblick mit dem Vorhaben sind die Seelen und die Welten in ihrer endlichen Vollkommenheit erschienen.

Diese Vollkommenheit werden sie als Ergebnis der Korrektur erreichen, wenn sie „das Verlangen zu empfangen “ in „das Verlangen zu geben“ umwandeln. Dann werden sie die vollkommene Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen.

In der Ewigkeit des Schöpfers existieren die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft gleichzeitig. Aus diesem Grund gibt es da keinen unkorrigierten Wunsch, der vom Schöpfer abgetrennt wurde. Es gibt nur die Ähnlichkeit der Eigenschaften, die in uns am Ende unserer Korrektur erscheinen werden, aber in der Ewigkeit des Schöpfers schon ursprünglich existieren.

Baal HaSulam. Das Vorwort zum Buch „Sohar“. Punkt 13

Ohne Widerstand

Frage: Wie kann man den Menschen den Nutzen der Vereinigung erklären? Was nutzt sie ihnen?

Meine Antwort: Dank der Vereinigung wirst du das Gleichgewicht mit der Natur erreichen, wonach du gar keinen Mangel empfinden wirst.

Unser Problem besteht also darin, dass alle unsere Bemühungen Energie erfordern. Aber wenn du dich im Gleichgewicht, in der Harmonie mit der Natur aufhältst, dann muss du dich kaum anstrengen. Du funktionierst wie das Perpetum mobile, fast ohne Brennstoff, ohne Bemühungen, ohne Widerstand.

Heute basieren alle deine Handlungen auf dem Widerstand mit der Natur. Stelle dir jedoch eine völlig entgegengesetzte Situation vor: egal wo du hingehst, sind dort alle Menschen sofort bereit dir zu helfen und du ihnen. Alles wird einfacher, du verbrauchst weniger Energie, weniger Zeit und hast geringere Probleme. Und das betrifft alles.

Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand. Du initiierst solche Verbindung, die einfach alles möglich macht. Überall entsteht der Überfluss, denn bei jeder Handlung öffnet sich das innere Licht, die zusätzliche Energie.

Damals erzählten die Kundschafter über die riesigen Früchte, als sie nach vierzig Jahren in der Wüste das Land Israel gesehen hatten. Damit meinten sie den Überfluss. Es ist schwer, diesen Zustand zu erreichen, aber es gibt keine andere Alternative. Wenn du nach dem Wohl für die ganze Gesellschaft streben willst, musst du unsere Gegensätzlichkeit mit der Natur annullieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 12.08.2011