Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Seir Anpin'

Der Sohar über das Gesetz des integralen Systems

Der Sohar, Abschnitt „Zaw“, Punkt 39: Es folgt daraus, dass SA die Sefira von Malchut fehlt, und da es generell an Malchut mangelt, fehlt es ihm auch in allen seinen Elementen an ihr, denn jede einzelne Sefira besteht nur aus neun Sefirot, und nicht aus zehn.

Wenn daher Malchut aufsteigt und sich mit SA verbindet, vervollständigt sie jedes seiner Elemente zu zehn Sefirot, (und) vervollständigt jedes seiner Organe.

Das ist das Gesetz des integralen Systems. Indem wir den kleinsten beliebigen Teil des Systems vervollständigen, vervollständigen wir alle seine Teile.

Alle einzelnen Sefirot von Malchut sind miteinander verbunden, wie auch alle Sefirot von Bina, S“A und Chochma. Denn alle Sefirot gehen aus dem Gesamtaufbau der Unendlichkeit hervor: Keter (K), Chochma (CH), Bina (B), Seir Anpin (S“A) und Malchut (M) oder die Spitze von Yud, Yud, das obere Hej, Waw und das untere Hej. Außer diesem Aufbau gibt es nichts.

Und alle Stufen und Welten, die sich scheinbar aus der Unendlichkeit nach unten bis zu dieser Welt ausgedehnt haben, stellen lediglich den gleichen Aufbau der Unendlichkeit dar, an den wir nicht in seiner 100% wahren Form herantreten können, und darum ist uns die Möglichkeit gegeben worden, den gleichen Aufbau in der verkleinerten Form, zu einem kleineren Prozentanteil zu korrigieren.


Darum vervollständigen wir immer die gleichen Sefirot. Jede Malchut in jeder Welt geht aus der Malchut der Unendlichkeit hervor, in allen ihren Teilen, die ihrerseits ebenfalls in ihre eigenen einzelnen Sefirot unterteilt werden usw.

Alle deren Malchuts gehören der gleichen Malchut der Unendlichkeit an. Jeder S“A gehört dem S“A der Unendlichkeit an. Genauso wie jede Bina der Bina der Unendlichkeit und jedes Chochma dem Chochma der Unendlichkeit angehören.

An jedem Ort ist jede Sefira, jede Eigenschaft mit ihrer Quelle verbunden. Und obwohl alle Sefirot über zehn Sefirot miteinander verbunden sind, existiert immer eine Verbindung zwischen den gleichnamigen Teilen.

Das heißt, die Lichter dehnen sich von oben nach unten über zehn Sefirot aus, von Keter zu Chochma, Bina, S“A und Malchut, oder in die andere Richtung, indem sie von unten nach oben durch das reflektierte Licht aufsteigen.

Doch während das Licht diesen Übergang vollzieht, erreicht es immer die dafür bestimmte Sefira, dringt in sie ein und erfüllt sie mit dem nötigen Licht, wie von jenem Ort der Unendlichkeit, von dem es gekommen ist.

Wenn ich eine bestimmte Eigenschaft erfüllen will, muss ich mich ihr gegenüber mit der gleichen Eigenschaft, mit dem gleichen Verlangen, mit dem gleichen Licht verhalten – auf diese Weise erfülle ich sie.

Es gibt einen Aspekt für den Durchgang der Lichter – entsprechend den Schirmen, der Ausdehnung von Yud-Hej-Waw-Hej von oben nach unten oder von unten nach oben – und es gibt einen Aspekt für den Charakter der Sefirot.

Aus diesem Grund kann, sagen wir mal, das „Ohr“ nicht das Licht empfangen, welches für das „Auge“ bestimmt ist, oder dessen Arbeit ausführen. Der Schirm für ein bestimmtes Verlangen kann eine besondere Arbeit ausführen, die diesem Verlangen genau entspricht.

Also gibt es in jedem Fall eine sehr genaue Unterteilung in HaWaYaH und drei Linien, entsprechend ihrer Quelle in der Unendlichkeit – dem HaWaYaH aus vier Buchstaben (Yud-Hej-Waw-Hej).

Aus dem Sohar-Unterricht vom 18.11.2010

Das einzige Verlangen, welches das Ziel erreicht.

Einleitung in das  Buch Sohar, „Nacht der Braut“: „wenn Seir Anpin und Malchut sich vereinigt haben, sieht Malchut ihren Ehemann. Denn sie kann ihren Ehemann nicht sehen, bis sie sich alle versammeln, denn sie hängen voneinander ab“.

Malchut schließt alle Seelen in sich ein. Ohne sie, ist sie nur ein Punkt in der Welt Azilut, ein Punkt von Keter, der nichts eigenes hat.

Unten in der Welten BEA, befinden sich die zerbrochenen Seelen, in anderen Worten, ich und die Gruppe. Ich möchte mich mit meinen Freunden verbinden und meinen Wunsch steigern zu Malchut und von ihr aus noch höher zu der Unendlichkeit (Ein Sof). Und dann kommen zu mir, als eine Antwort darauf, die Kräfte für den Aufstieg.
So ist das einzelne was bei Malchut ankommt,mein Verlangen mich in die Gruppe einzuschließen, wenn ich mich hineinzwinge oder hineinstoße.

Ich will das immer stärker und dieser Drang steigt nach oben, um sich in Malchut von Azilut einzuschließen. Nur das ist ein MAN, eine echte Bitte nach Korrektur

Aus einem Unterricht über der Einleitung in das Buch Sohar, 15.11.2010

Das Ende des Filmes im dunklen Saal

Unsere ganze Arbeit ist auf die Enthüllung des Schöpfers gerichtet. An Seiner Anwesenheit mangelt es uns. Außer Ihm gibt es nichts in der Realität.

Der Schöpfer ist eine allumfassende Kraft, in der wir uns befinden, obwohl wir sie nicht empfinden. Unser egoistischer Wunsch unterscheidet den Schöpfer nicht, weil er nicht auf der gleichen Welle eingestellt ist, und nicht über dieselbe Eigenschaft verfügt.

Deshalb arbeiten wir gerade an unserem Wunsch, den man verändern muss, um den Schöpfer entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften (Chok Ischtawut Hazura) zu öffnen.

Wir sehen, hören, tasten und riechen alles innerhalb des eigenen Wunsches. Wenn wir ihn verändern würden, dann könnten wir den Umfang der Empfindungen ausdehnen. Aber es bedeutet nicht, dass wir die Sensibilität unserer Sinnesorgane, mit Hilfe der zusätzlichen Geräte verstärken werden: sei es die Ortungsgeräte, die Radioapparate, die Teleskopien oder die Mikroskope.

Nein, wir erhöhen nicht die Aufnahmefähigkeit des egoistischen Wunsches, sondern verändern sein Wesen, schalten ihn von der inneren Wahrnehmung auf die äußerliche um, geben ihm die Fähigkeit, das zu empfangen, was sich draußen befindet.

Der auf diese Weise umgeformte Wunsch wird aus fünf körperlichen (irdischen) Sinnesorganen (Empfindungen): aus der Sehkraft, dem Gehör, dem Geruch, dem Geschmack, dem Tastsinn – in fünf geistige Sinnesorgane – Sfirot: in Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut ausgedehnt. Jetzt hat der Wunsch eine andere Form: er bekommt nicht mehr, sondern gibt – und in dieser Absicht des Gebens, nehmen wir die Höhere Realität wahr.

Obwohl diese uns nicht bekannt ist, sind die Veränderungen trotzdem möglich. Das erzählen uns die Menschen, die es getan und das ganz neue Leben gefunden haben.

Im Augenblick leben wir daher in der Realität der fünf Sinnesorgane, im Weltbild, das vom egoistischen Wunsch dargestellt wird. Aber wenn wir die Absicht der Wahrnehmung umschalten, dann werden wir die äußerliche Realität in der Eigenschaft des Gebens wahrnehmen – zusätzlich zur vorhandenen Eigenschaft des Empfangens.

Es ist eben diese neue Welt, die uns in fünf neuen Empfindungen geöffnet wird. Darin gibt es eigene Farben und Laute, Vernunft und Bewegungen der Seele – alles, was es hier gibt, und um vieles reicher, klarer, vollkommener. Es sind unsere irdischen Wurzeln.

Dann sollen wir das erreichen, wozu wir auch kommen wollen. Denn unser egoistischer Wunsch, welcher nach dem Prinzip der Absorption gilt, ist schon erschöpft. Darin kommt die Verzweiflung deutlicher zum Vorschein: wir verlieren das Interesse für „dieses Kino“, das wir schon gesehen und bewertet haben. Der Film dieses Lebens interessiert uns nicht mehr, füllt uns nicht mehr aus.

Die ganze Menschheit kommt noch zu dieser Erkenntnis. Die nach innen gerichtete Wahrnehmung liefert die vorige Freude nicht, wir haben ihren Vorrat verbraucht und sollen uns jetzt nach der Wahrnehmung ausrichten, die nach draußen gewandt ist.

Wenn wir also den Wunsch verändern, ihn von innen nach außen umorientieren, dann werden wir die veränderte Welt – die Welt des Gebens erreichen. „Olam afuch raiti„.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.11.2010

Tropfen des höheren Glücks

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 660: …Denn in der Tora werden dreizehn Maße geklärt, dreizehn Maße der Barmherzigkeit, die von den dreizehn Korrekturen von Dikna von Arich Anpin herabsteigen.

Und in jedem von ihnen gibt es keine Trennungen, sie steigen von oben nach unten in Einheit herab – von den dreizehn Korrekturen von Dikna von Arich Anpin, und von dort zu den „dreizehn“ von Bina, und von dort zu den „dreizehn“ von Seir Anpin, bis zu jenem Ort, der auf der Trennung errichtet wurde, der Nukwa.

Der Sohar erzählt von einem äußerst wichtigen Teil des höheren Lenkungs- und Kontrollsystems, das als „dreizehn Korrekturen von Dikna“ bezeichnet wird.

Es gibt einen besonderen Parzuf, ein System, das Arich Anpin heißt. Durch ihn fließt das Licht herab und kommt tropfenweise zu uns. Denn wir sind nicht in der Lage, das Licht in Form eines direkten Stroms wahrzunehmen, nur tropfenweise.

Tropfen bedeutet auf Hebräisch Nosel, davon abgeleitet heißt das Empfangen der tropfenweisen Erfüllung „Tropfen des Glücks“ (Masalot). „Alles hängt vom Glück ab“ – von diesen Tropfen des Glücks, die herabfließen.

Dieses System ist sehr hoch und wichtig, es bestimmt alles, was mit jedem Menschen und mit allen zusammen in dieser Welt und sogar darüber hinaus geschieht – bis hin zur endgültigen Korrektur.

Deshalb, wenn wir von diesem System lesen, mit dem Wunsch, von dort Korrekturen, Licht, Hilfe zu empfangen, ist das ein besonderer und effektiver Zustand, der durchaus greifbare Resultate bringen kann.

Fast der ganze Sohar wurde von seinen Verfassern von der Höhe dieses höheren Systems – des Parzuf Arich Anpin oder Seir Anpin – geschrieben. S“A ist ein Untersystem von Arich Anpin, das auf uns einwirkt. Und darum wollen wir die Lichter von dort erwecken, damit sie auf uns einwirken. Der gesamte Sohar spricht nur davon.

Es kann die Frage aufkommen: warum brauchen wir dann 20 Bände vom Sohar, reicht nicht auch ein dünnes Büchlein aus? Wir würden dann immer das Gleiche lesen, wo ist der Unterschied? – Doch jedes Mal erwecken wir das Licht in einer anderen Erscheinungsform.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 08.10.2010

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Die spirituelle Mathematik

Eine Frage, die ich erhielt: Warum gibt es 12 Stämme, und nur 10 Sfirot?

Meine Antwort: Manchmal sprechen wir über 10 Sfirot, manchmal über 5 Stadien, manchmal über 6 Stufen – wenn es sich um Seir Anpin (S“A) handelt.

In Wirklichkeit gibt es nichts, außer 5 Stadien. Die Ergänzung erfolgt aufgrund der Betonung, dass es in S“A nicht mehr als 6 Stufen gibt, wonach anstelle der 5 allgemeinen Sfirot, die 10 berechnet werden.

Manchmal wollen wir betonen, dass diese 10 Sfirot nach drei Linien geordnet sind. Dann sprechen wir darüber, dass in jeder Eigenschaft, in jedem Stadium, in jeder Sfira – auch ihre eigene Beziehung zu den anderen Sfirot existiert, entsprechend der linken, rechten und mittleren Linie.

Dann sprechen wir anstelle der 10 Sfirot über 12 Sfirot Stämme: der 4 Buchstaben Name des Schöpfers HaWaJaH (Chochma, Bina, S“A und Malchut) multipliziert mit drei Linien ergibt insgesamt 12. Es ist die einfachste Weise einen bestimmten Unterschied zu betonen.

Manchmal sprechen wir über 13, manchmal über 7 (S“A und Malchut), manchmal über 8 (S“A mit eigener, sowie mit abgesonderten Malchut). Und so weiter.

Keinesfalls darf man denken, dass dadurch irgendwelche Sfirot oder Teile des Parzufs verloren gehen.

Wir verwenden verschiedene Berechnungen nur, um den laufenden Zustand zu äußern, in dem sich die Kräfte der Seele befinden: die rechte Linie, zwei Linien, drei Linien, der kleine Zustand (Katnut), der große Zustand (Gadlut)

Wir sprechen bspw. darüber, dass es im kleinen Zustand nur G“E und kein gibt. Aber er wird in diesem Moment einfach nicht benutzt, da es darauf keine Kraft des Schirmes gibt.

Alle Definitionen richten uns nur auf die Kraft aus, mit welcher der Wunsch in Stärke von 10 Sfirot benutzt wird.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

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Die Unabhängigkeit und die Ähnlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „die Trennung der Nukwa“ von Seir Anpin? Warum hat S“A zwei Nukwas?

Meine Antwort: Die Trennung fängt damit an, dass in der Nukwa die zusätzlichen Wünsche geöffnet werden, wodurch sie versteht, was ihr fehlt, um die Stufe des Schöpfers zu erreichen.

Ich befand mich also innerhalb der Bina zusammen mit S“A und Er erfüllte mich vollkommen. Aber plötzlich entschied ich mich, genauso unabhängig, wie Er zu werden, sich an die Bina anzuheften.

Dann enthüllte ich, dass ich es alleine nicht schaffen kann. Es heißt die Offenbarung der Beschränkung (DIN). Wenn ich also jetzt diese Beschränkungen übernehme und sie korrigiere, dann werde ich dadurch der Bina angeglichen.

Folglich müssen wir dasselbe machen: Мalchut steigt in Bina hinauf, und Bina fällt in Malchut herab, und sie arbeiten zusammen an der Korrektur.

Маlchut kann zur Bina alle ihre Bitten erheben, und Bina gibt Malchut ihre Kräfte über, damit Malchut alle notwendigen Eigenschaften des Gebens bekommt.

Jetzt wird uns klar, warum es in S“A zwei Nukwas gibt – denn Bina teilt sich auch in 2 Teile auf. Alles stammt aus Bina und sie bestimmt alles, was mit Malchut geschehen wird.

Bina ist die Kraft des Gebens, die oben geöffnet wird. Der Schöpfer hat das Verlangen, alles zu geben – es heißt „das Licht Chochma“. Aber Er will auch, dass die Schöpfung vollkommen wird, dass sie dieses Licht bekommt und als die unabhängige Persönlichkeit, bzw. als der Gast gegenüber dem Gastgeber auftritt, und nicht wie das von der Natur verwaltete Tier.
So ist der Wunsch von Bina, und deshalb gibt es darin zwei Teile: der obere und der untere, GAR und SAT. GAR ist Bina selbst, und SAТ – ist ihr Wunsch, anderen zu geben.

Und genau aus solchen Teilen soll auch Malchut bestehen. Es soll darin ihren eigenen korrigierten Teil geben, der keinen Mangel aufweist und vom Gastgeber ganz unabhängig ist, der keinen Genuss wünscht, weil er vollständig und vollkommen ist.

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Ein Hilfeschrei

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kommt man zum inneren Schrei? Gibt es ein Vorankommen ohne den Schrei?

Meine Antwort: Natürlich gibt es kein Vorankommen ohne den Schrei. Und zum Schrei kann man nur mit Hilfe der Umgebung gelangen. Der Mensch ist nicht in der Lage, ein solches Verlangen allein zu erreichen.

Denn der Schrei soll auf das Geben gerichtet sein, ich muss mich über meinen Egoismus erheben, und dieses Sich-Erheben ist nur möglich, wenn ich meine Freunde beneide.

Worüber soll ich mich sonst erheben? Wie und wohin soll ich aus meinem Ego herausspringen? Es ist unmöglich, sich selbst aus dem Sumpf an den Haaren herauszuziehen, oder wie die Kabbalisten sagten: „Ein Gefangener kann sich nicht selbst aus dem Gefängnis befreien“.

Nur wenn ich an der Vereinigung arbeite, führe ich meinen Punkt im Herzen aus dem Egoismus heraus, indem ich mich mit den anderen verbinden will. Ich verstärke ständig die Anstrengungen, lasse mich immer mehr von der Gruppe begeistern und bekomme durch sie das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Das Licht dringt durch das spirituelle System von Arich Anpin (A“A) über Aba we Ima (Aw“I) und Seir Anpin (S“A) zu Malchut (M) durch. Malchut bedeutet die Shechina, die Gesamtheit aller Seelen.

Da die Seelen sich unter Parssa in einem zerbrochenen Zustand befinden, gibt es dort keine Möglichkeit, das Licht zu empfangen. Aus diesem Grund steigen wir zu Shechina auf, zur Versammlung der Seelen, die nach der Einheit und dem Geben streben, und bekommen dort die Einwirkung des höheren Lichts. Dort ist unser Treffpunkt.

Eine Frage, die ich erhielt: Ist der Schrei ebenfalls eine Gruppenhandlung?

Meine Antwort: Der Schrei ist ein Ergebnis der Ansammlung von gemeinsamen Anstrengungen der Gruppe. Der Mensch bedarf einer äußeren Einwirkung, um zum persönlichen Schrei zu kommen. Es ist eine Kombination von beidem nötig.

Dabei spürt der Mensch, dass er aus der Gemeinschaft heraus schreit. Denn er verlangt nicht nach irgendetwas, sondern nach der Vereinigung, er betet nicht um die Errettung vor dem Unglück, sondern um die Eigenschaft des Gebens.

Sein Schrei ist individuell, jedoch auf die Einheit, auf die Verbindung mit den anderen und dem Schöpfer gerichtet. So sind die Gesetze der spirituellen Welt, des Ortes der Verbindung über dem Egoismus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

Kabbala Akademie

Nur der Schöpfer gibt die Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich mich zu meiner Frau verhalten, um zwischen uns den Schöpfer empfinden zu können? 

Meine Antwort: Bemüht euch, dass alle eure Beziehungen nur auf die Enthüllung des Schöpfers zwischen euch gerichtet sind. Es garantiert den absoluten Frieden zu hause, und nützt jedem, sogar aus den rein egoistischen Interessen. 

Dies ist ein sehr wirksames Mittel, das den Menschen während des ganzen Lebens hilfsreich ausrichtet. Denn die Gruppe und die Freunden sind für ihn eher künstlich geschaffen, die ganze Menschheit – empfindet er noch entfernter, und das Universum – ist überhaupt fern von ihm. Seine Frau steht ihm am nächsten, wie es gesagt ist: „Die Frau des Menschen – ist wie sein Körper“. 

Und andererseits öffnest du plötzlich, dass du einen Partner hast! Dank dem Schöpfer empfindest du, dass es auf jede deine Bewegung – ihre Bewegung gibt. 

Unabhängig von der Handlung: sei sie im Verstand, im Herzen oder physisch – geschieht eine synchrone Bewegung, als ob der Schöpfer zwei abgesonderte Hälften, in allen ihren Details und Formen zusammenklebt. 

Wir müssen nur versuchen, zwischen uns den Schöpfer – die Kraft zu öffnen, die uns verbindet, und die wir als Folgerung des Zusammenlebens begreifen wollen. Und andernfalls wird dieses Leben zur tierischen Existenz. 

Wir wollen also zwischen uns die Kraft der Vereinigung – eine dritte Komponente offenbaren, die uns zu einem Ganzen ergänzen wird! 

Wenn Er uns verbinden wird, dann werden wir Ihn einschließen, und werden ein Ganzes sein, gerade deshalb, weil Er sich in unserem Inneren befindet und uns ausfüllt. 

Es heißt eben: „Der Mann und die Frau – und der Schöpfer zwischen ihnen“ – Er ist in allem anwesend, was zwischen uns existiert. Und es gibt nichts anderes – nur den Wunsch jeden Einzelnen, der auf den Anderen (auf den Partner) gerichtet ist. Es gleicht sich der Beziehung von Seir Anpin und Malchut: er ist komplett auf sie, und sie – auf ihn gerichtet. 

Der Schöpfer hat alle einzelnen Sfirot Malchut abgetrennt und hat daraus Chawa geschaffen – deshalb existiert auf der ganzen Höhe des geistigen Parzufs eine genaue Übereinstimmung zwischen S“A und Malchut, auf dem gleichen Niveau in der ewigen, konstanten Verschmelzung. 

Es gibt in einem keine solchen Eigenschaften, die es in anderem nicht gäbe. Man kann sie nur mithilfe des Lichtes AB-Sag miteinander verbinden, das den Einen auf das größere Geben und den Anderen auf das größere Erhalten ausrichtet.

Um sich zu verbinden, steigen die beiden in Bina hinauf, welche als Elokim, der Schöpfer bezeichnet wird, und Er gibt ihnen die Kraft für die Vereinigung und füllt sie dann aus.

Folglich füllen sie nicht einander aus, sondern ihre gemeinsamen Wünsche – und daraus wird „das Kind“ geboren, als die Folgerung der Vereinigung, als folgender geistige Parzuf, der neue Zustand.

Darüber ist es gesagt: „Der Vater (Aba) gibt das Weiße, die Mutter (Ima) gibt das Rote, und der Schöpfer – gibt die Seele“. Er befindet sich zwischen ihnen und füllt sie aus, gibt der Seele eine neue Stufe. 

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 28.09.2010 

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Immer neu anfangen.

Die spirituelle Arbeit beginnt immer aufs Neue, und wir müssen dies verstehen und akzeptieren und für diesen neuen Anfang dankbar sein. Der Mensch beginnt immer so, als ob es vorher gar nichts gegeben hätte, alles wurde gelöscht.“Nukwa kehrt ständig in den jungfräulichen Zustand zurück“; es bleibt also keine Lebenserfahrung zurück, der ganze Kontakt mit dem Bräutigam, dem „Schöpfer“, wie ich zu Ihm ging, verschwindet.

Man muss nichts aus der Vergangenheit mit sich schleppen; ganz im Gegenteil, man soll darum beten, alles vergessen zu können! Ich will nichts wissen!

In unserer egoistischen Erfahrung sind wir nicht in der Lage, uns vorzustellen, wie man auf seine ganze Erfahrung verzichten kann.

Aber wir brauchen hier keine Lebensweisheiten! Den Verstand brauchen wir nur, um jedes Mal von Null, von dem sauberen Blatt zu beginnen.

Denn für das Geben brauche ich keinen Verstand, sondern nur eine reine Einstellung, die zu meinem alten Zustand – der sicherlich irgendwelche Mängel hatte, (ich habe ja die Unendlichkeit und die Endkorrektur noch nicht erreicht) – in keiner Verbindung steht.

Und wenn wir dazu fähig sind, dann nähern wir uns tatsächlich dem Glauben, dem Geben an. Denn um geben zu können, brauche ich keinen Verstand; ich habe ja noch nicht die Unendlichkeit und die Endkorrektur erreicht, keinerlei Verbindung..

Deshalb kehren Nukwa und Seir Anpin nach jeder Handlung zu ihrem minimalen Zustand, dem Punkt und sechs Sfirot, zurück.

Wir müssen dies als notwendige Bedingung für den Fortschritt annehmen und versuchen, dies mit Verständnis, Freude und Liebe zu akzeptieren, indem wir jedes Mal von Null anfangen.

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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Die gleichen zehn Sfirot sind überall

Wir studieren das Buch (sechs Bände mit über 2000 Seiten), das „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt. Und die ganze Zeit studieren wir nur die zehn Sfirot – um mehrmals darüber zu lesen, zu vergessen und nochmal zu lesen, und nochmal zu vergessen.

Und jedes Mal studieren wir diese zehn Sfirot in einer neuer Form, da unsere Eigenschaften sich ständig ändern , aber – die zehn Sfirot bleiben die gleichen. Deshalb muss ich das jedes Mal studieren und jedes Mal falsch. Und jedes Mal muss ich das Gelernte vergessen.

Das spirituelle Gesetz der Seelenkorrektur spricht davon, dass die Nukwa jedes Mal in einen jungfräulichen Zustand zurückkehrt. Dann wächst sie, wird klein, dann gross, dann erwachsen, verbindet sich in einer Verschmelzung mit Seir Anpin, kehrt in den jungfräulichen Zustand zurück, um wieder für den neuen Zustand zu wachsen.

So gehen wir jede Etappe, jede Stufe, die die gleichen zehn Sfirot beinhaltet. Dann wird alles gelöscht; und auf der neuen Stufe studieren wir die gleichen zehn Sfirot, aber mit einem tieferen Verständnis und Gefühl, in engerer Verbindung.

So wechselt sie Stufe für Stufe, indem sie immer neue Beziehungen hinzufügt, aber es handelt sich immer um die Verbindung zwischen Malchut und den neun ersten Sfirot.

Aus einem Unterricht nach „Lehre der Zehn Sfirot“, 15.09.2010

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