Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Die Hülle des Egoismus durchbrechen.

Frage: Warum haben die spirituellen Konzepte die Eigenschaften von Mut, Tapferkeit und Treue?

Antwort: Das ist die Arbeit mit unserem Ego. Der Egoismus steht als isolierte Hülle zwischen dem Schöpfer und mir.

Er umgibt mich von allen Seiten, ich befinde mich darin wie in einem Kokon, unfähig etwas nach außen zu übertragen und etwas von außen wahrzunehmen. Ich nehme alles nur durch den Egoismus hindurch wahr. Das ist unser Problem. Wir müssen ständig auf das Ego einschlagen. Wenn wir damit fortfahren und schließlich aus der Hülle des Egoismus hinausschauen können, werden wir die reale Welt sehen.

Es braucht großen Mut und viel Unterstützung von Freunden, ohne die es absolut unmöglich ist, sich in diese Richtung fortzubewegen.

Frage: Warum braucht man Loyalität und zu wem?

Antwort: Es tut dem Egoismus weh, wenn er geschlagen wird. Man benötigt viel Zeit, bevor man die Schale durchbrechen kann und wie ein Küken den Kopf herausstreckt. Wir müssen daher sehr ernsthaft und mit voller Hingabe gegenüber unserer Gruppe und dem Schöpfer arbeiten.

Aus dem Unterricht, 24.03.2019

(248541)

Wem hinterlässt man Millionen?

Bemerkung: Die zehn reichsten Menschen der Welt werden ihr Vermögen nicht an ihre Kinder weitergeben.

Antwort: Solch eine erbliche Weitergabe von Generation zu Generation ist bereits Vergangenheit. Die Menschen verstehen, dass dies den Kindern kein Glück bringt. Das heißt, das Kind sollte eine gute Ausbildung und eine normale Existenzgrundlage erhalten. Nicht mehr als das. Das Kind sollte sich bemühen, selbst Geld zu verdienen, damit es verpflichtet ist, sich und seine Familie zu erhalten und sich vor Problemen zu schützen. Ohne dies wird der Mensch zerrissen und er weiß dann nicht, was er tun und wohin er gehen soll. Das verdirbt einen Menschen. Übrigens, die Tora besagt, dass der Vater seinem Sohn nichts von seinem Reichtum erzählen darf bzw. davon das er diesen Reichtum erben wird.

Frage: Wie steht es damit das reiche Menschen ihre Millionen für wohltätige Zwecke spenden?

Antwort: Wohin sonst sollen sie es hingeben? Sie werden es für unterschiedliche Forschungen, für die Ökologie ausgeben und so löst sich das Geld langsam auf. Es wird verschiedene Möglichkeiten geben, wie man das Geld verschwenden, es in Teile auflösen kann und das war’s.

Frage: Ist das eine egoistische Handlung – alles an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden? Menschen haben so viel Geld verdient…

Antwort: Ja, sie haben Geld verdient aber jetzt, am Ende ihres Lebens erkennen sie das sie dieses Geld nicht mitnehmen können und das es vergänglich ist. Sie hoffen darauf, dass sie der Menschheit auf diese Weise wenigsten ihren Namen überlassen können. Das ist zumindest eine Wiedergutmachung.

Bemerkung: Es gibt ein Wort: „verewigen“…

Antwort: Ja, verewigen. Ich beneide sie nicht. Wenn sie immer noch hoffen, dass dies, nachdem sie sich bereits von diesem Leben getrennt haben, einen Dienst erweisen wird, dann natürlich…

Frage: Wird dies keinen Dienst erweisen? Was wird helfen?

Antwort: Ich möchte nichts dazu sagen. Lasst sie so handeln.

Der Mensch kann nichts behalten! Absolut nichts außer den guten Taten. Gute Taten sind ausschließlich Handlungen, mit denen es gelingt, diese Welt zur Verbindung zu bewegen. Das ist alles. Nur das hilft! Nur die guten Taten können auf irgendeine Weise tatsächlich auf der Seele festgehalten werden. Durch die Teilnahme an der Verbindung in der Welt, ist der Mensch mit seinen inneren Eigenschaften, seiner Seele, ein fester Bestand davon. Das wird in ihm bleiben, der Tod hat darüber keine Macht.

Frage: Die Verbindung der Welt – was ist das für eine Handlung?

Antwort: Das ist das Bestreben der Menschen, sich gegenseitig zu helfen, auch auf der irdischen Stufe. Das Wichtigste dabei ist die Annäherung unter ihnen, die höhere Kraft, die höhere Eigenschaft – den Schöpfer zu offenbaren. Mit anderen Worten – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn sich Menschen darauf ausrichten, dann behalten sie das und es wird ihr unsterblicher Beitrag zur Entwicklung ihrer eigenen Seelen sein.

Aus der TV Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ 19.03.2019

(247922)

Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack

Frage: Warum ist das so: Während der Verhüllung fühlt man sich wie in einem dunklen Raum, von allen Seiten Schläge bekommend? Es ist so, also ob der Schöpfer nur darauf warten würde, dass du wahnsinnig oder apathisch wirst…Und all das passiert, obwohl du in der Verbreitung und in der Gruppe mitarbeitest. Ist es so, wie das russische Sprichwort sagt: „Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack“ (das bedeutet, „jene, die wir am meisten verletzen, sind häufig jene, die wir am meisten lieben“)?

Antwort: Das ist vollkommen richtig, „wenn ich sie wie meine eigene Seele liebe, schlage ich sie wie einen Sandsack“, denn der Egoismus muss aus dem Menschen herausgestanzt werden oder er aus seinem Egoismus, so dass er nichts mehr damit zu tun haben möchte. Die unerfreulichen Phasen sind diejenigen, die uns aus dem allgemeinen egoistischen Sumpf herausziehen, zum Schöpfer hin.

„Der Schöpfer spart nicht mit Schlägen bei denen, die er liebt“ – das wird in der Kabbala ausführlich erklärt. Kein Kabbalist verbirgt die Tatsache, dass der „wahre Weg zu der Rose über die Dornen führt“ (durch die Dornen zu den Sternen). Nicht indem man ein rotes Bändchen für fünfzig Dollar kauft oder meditiert, um sich zu entspannen.

Kabbala Akademie

Hat der Schöpfer Gefühle?


Fragen über den Schöpfer, die ich erhielt

Frage: Was ist der Schöpfer? Hat er Wünsche und Gefühle?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Kraft der Natur, die alles vereinigt. Seine Eigenschaft ist Geben (Liebe). Das ist seine einzige Kraft. Aus seiner Eigenschaft des Liebens und Gebens, schuf er die Schöpfung mit der Eigenschaft „zu empfangen“ – zu empfangen, was Er verlangt ihr zu geben. Selbst wenn er die Schöpfung mit dem Willen zu empfangen schuf, führt Er sie dahin, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, auf Seine Stufe, welche grenzenlos, einzigartig und vollkommen ist.

Frage: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ schreibt Baal HaSulam, dass die erste Bedingung ist, dass „niemand ohne einen Grund handelt“ und „es gibt einen Schöpfer in der Welt, der alles aus einem Grund schuf“. Was bedeutet die „erste Bedingung“?

Antwort: Die erste Bedingung ist das Grundgesetz der Natur.

Frage (fortgesetzt): Muss ich das als eine Tatsache akzeptieren, selbst wenn ich nicht der Meinung bin, dass der Schöpfer real ist?

Antwort: Sie sollten es akzeptieren, um es an Sich selbst zu testen, um den Schöpfer in sich zu enthüllen, in der Eigenschaft des Gebens, die Sie erwerben werden. Es ist genau wie bei einem Wissenschaftler, der über die Entdeckung eines anderen Neues erfährt – er akzeptiert es und testet dann, ob es wahr ist. Wenn ein Mensch die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers erreicht, dann wird er Ihn in dem Maße rechtfertigen, wie er es enthüllt und deswegen wird er selbst als „rechtschaffen“ bezeichnet. Man kann sagen, in Kabbala testet man alles praktisch und jeder Mensch tut das in sich selbst.

Kabbala Akademie

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst


Zwei Fragen, die ich über das Geben an den Nächsten erhielt

Frage: Ich habe mit Ihnen studiert und mir fehlen einfach die Worte, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Es ist, als ob Sie jeden von uns an die Hand nehmen und uns dort hin führen, wo wir erkennen, wer wir sind. Mit Ihrer Hilfe habe ich mir ein kleines, aber unverkennbares Leuchten und das gemeinsame Arbeiten mit Ihnen verdient.

Ich würde Sie gerne Folgendes fragen: Angenommen, ich empfange, um zu geben und je mehr ich mich freue, desto mehr gebe ich. Oder anders gesagt, je mehr Licht ich mit der Absicht enthülle, desto mehr gebe ich. Wenn ich das Licht meinem Nächsten weitergeben möchte und das Licht durch mich hindurch zu meinem Nächsten gehen muss, durch den Guf meines Parzufs, damit mehr Licht in ihm als in mir enthüllt werden kann, muss ich, damit dies geschehen kann, mehr Licht im Guf meines Parzufs enthüllen oder kann dies auch geschehen, ohne dass ich es enthülle, denn außer der Korrektur will ich nichts für mich selbst?

Antwort: Alles wird automatisch geschehen, wenn Sie an die Vereinigung eines jeden in einen Parzuf denken (und danach handeln) und Sie es sich wünschen und so handeln, dass es gefüllt wird – wie der Schöpfer. In diesem Fall wird dieser Parzuf mit Licht gefüllt. Dann nehmen Sie nicht nur das Licht der Erfüllung wahr, sondern auch die Freude derjenigen, die Sie gefüllt haben. Letzteres ist eine andere Art von Licht. So wie eine Mutter, die die Erfüllung ihrer Kinder erlebt, anstelle dessen, womit sie sie füllt. Das Licht jedoch, das Sie ihnen weitergeben, erfüllt Sie ebenfalls, so wie es geschrieben steht: „Jeder Mensch, der für den Nächsten bittet, erhält selbst zuerst.“

Frage: Angenommen ein Mensch hat begonnen, den Einfluss des Höheren Lichtes zu spüren und seinem Freund mit Hilfe einfacher Worte und Begriffe zur gleichen Wahrnehmung zu verhelfen – ist das möglich? Wenn ja, stiehlt der dann nicht das individuelle Erlangen seines Freundes? Immerhin macht er ihm seine Aufgabe leichter, denn die Hauptsache ist, mit der Wahrnehmung zu beginnen?

Antwort: In der Tora steht geschrieben: „Geht und lernt von einander“ – wir alle müssen zusammen die Harmonie des gemeinsamen Mechanismus von Adam nachempfinden, der gemeinsamen Seele. Allein kann ein Mensch niemals auch nur einen einzigen spirituellen Zustand erreichen. Das ist so, weil sie alle im Wesentlichen eine größere Verbindung unter den Seelen sind, die Wiederherstellung unserer Zersplitterung der Urseele Adams in Milliarden von Teilchen oder Seelen. Und das alles wurde von den Kabbalisten und von Ihren Freunden für Sie vorbereitet. Sie sind angekommen, als bereits alles für Sie vorbereitet war. Wahrscheinlich spüren Sie es noch nicht, aber die gesamte Welt wurde von allen vorherigen Generationen für Sie vorbereitet und dann erschienen Sie darin als Baby. Es steht geschrieben: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“; und danach sollten Sie handeln, um anderen auf die gleiche Weise zu helfen, wie Sie es sich für sich wünschen. Sie sollten es jedoch nie aus Zwang tun, sondern so wie Sie sich an ein Kind wenden würden – zeigen Sie ihnen die Quellen, führen Sie sie in die Grundlagen ein und überlassen Sie es dann ihnen, sich selbst, ihren Weg und die Kabbala zu verstehen.

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Liebe zu Freunden, Liebe zum Schöpfer
Blog-post: Liebe unter Freunden in Bnei Baruch
Blog-post: Ein Freund ist jemand, der…
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)

Wie reagiere ich auf den Antrieb des Schöpfers?

Frage: Wie kann ich richtig, auf den vom Schöpfer geweckten inneren Antrieb reagieren? Soll ich nicht mit dem, was er mir schickt, einverstanden sein? Er ist doch gut und Gutes tuend. Wie kann ich gegen das sein, was er in mir weckt?

Antwort: Auf keinen Fall. Du sollst zwischen uns mit einer noch stärkeren Kommunikation reagieren. Nur so kannst du seinen Einfluss auf uns, positiver und gütiger zu sein, erzwingen. Wir beeinflussen Ihn in der Kommunikation zwischen uns so, dass wir seine Führung auf eine gute Weise ändern.

Frage: Woher weiß ich, dass Er mich dazu drängt? Ist es das, was Er korrigiert?

Antwort: Dazu muss man den Kabbalisten zuhören. Bis du das System enthüllt hast, erkennst du nichts.

 

Aus dem Unterricht 17.03.2019

[247764]

 

Die höchste Fülle in die Welt bringen

Frage: Damit wir wie der Schöpfer werden können, erhalten wir eine Gesellschaft. Um mich herum befinden sich mehrere Milliarden Menschen und alles was ich tun muss ist, mich ihnen gegenüber altruistisch zu verhalten? Werde ich mich dann diesem höheren Wesen angleichen können?

Antwort: Es gibt kein höheres Wesen! Es gibt die höhere Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist die Kraft der Emanation, die Kraft der Entwicklung, die Kraft des Gebens, die Kraft des positiven Einflusses.

Frage: Ist es eine Kraft wie die Schwerkraft – ein allgemeines Gesetz, das für jeden gilt, ob wir das wollen oder nicht?

Antwort: Es gibt keine Kraft in unserer Natur, von der wir sprechen. Die spirituelle Natur ist der Wunsch, ausschließlich etwas für jemanden zu seinem vollständigen Wohl, ohne jegliche Verbindung zu sich selbst, zu tun. Wenn ich mich von mir selbst löse (dieser Zustand wird „Zimzum“ genannt – die Einschränkung des eigenen Verlangens) und alles einem anderen zum seinem Wohle geben möchte ohne Rücksicht auf mich – dann führe ich eine spirituelle Handlung aus.

Frage: Bedeutet es, dass es um mich Menschen gibt und ich muss ihnen etwas geben? Was kann ich denn geben? Ich habe ja nichts.

Antwort: Du hast nichts zu geben und sie haben nichts zu empfangen. Alles was wir tun müssen, ist unsere Wünsche richtig auszurichten. Wenn ich alle meine Wünsche auf die anderen ausrichte, werde ich mich in einen Sender, in ein Rohr verwandeln, durch welches sie die höchste Fülle, das höchste Licht erhalten werden. Meine Ausrichtung auf sie muss absolut uneigennützig sein.

Frage: Geht es also um die Absicht, nicht um die Handlungen?

Antwort: Selbstverständlich.

Frage: Ich bin derzeit in jeder Sekunde, auf allen Stufen auf mich ausgerichtet. Ich denke automatisch darüber nach, wie ich meinen Zustand verbessern kann. Wird sich der Mensch sich jemals um die anderen kümmern?

Antwort: Ja, in diesem Fall spricht man von einem Menschen der sich in der spirituellen Welt, in der spirituellen Handlung befindet. Er wird dann die ganze Welt anderes wahrnehmen.

Aus der TV Sendung „Grundlagen der Kabbala“

[247187]

 

Blitzantworten eines Kabbalisten, 27.01.2019

Frage: Da alles, was uns umgibt, die Emanationen des Schöpfers sind, stellen sich dann die unbelebten, belebten und tierischen Stufen als Übergangsphasen zur Liebe zum Schöpfer dar? Zum Beispiel liebt jemand Tiere, Blumen, etc..

Antwort: Nein. Das ist die Art von Einstellung, die bei jedem Menschen aufgrund seiner tierischen Natur besteht. Was wir in unserer Welt entdecken, nennt man unsere tierische Essenz. Das hat nichts mit dem Schöpfer zu tun.

Frage: Wenn es niemanden außer Ihm gibt, wer ist dann das „Ich“, das die Welt um sich herum betrachtet?

Antwort: Sie sind der Punkt, der die Möglichkeit bekommt, sich angeblich außerhalb des Schöpfers zu fühlen. Das ist Ihr „Ich“.

Frage: Wie empfinden sich blinde Menschen gegenüber dem Schöpfer? Haben sie die Möglichkeit, den Schöpfer zu spüren, indem sie spekulative Bilder entwickeln?

Antwort: Wie fühlen wir Ihn? Wer von uns sieht Ihn? – Niemand. Es fühlt sich wie eine Kraft an, die Sie beeinflusst.

Frage: Wenn ich mich dem Schöpfer nähere, kann ich mir immer mehr Klarheit darüber verschaffen, was der Schöpfer ist und wie Er mich und die Welt in mir steuert?

Antwort: Ja, in der Kabbala gehen wir Ihm entgegen und erreichen schließlich einen Zustand, in dem wir Ihn wirklich offenbaren. Wir offenbaren Ihn jedoch in uns selbst.

Frage: Wenn etwas Unfassbares passiert, und ich weiß, dass es mir der Schöpfer angetan hat, hört Er dann auf es geschehen zu lassen oder ändert sich meine Wahrnehmung des „Unfassbaren“?

Antwort: Die Wahrnehmung ändert sich. Das Unverständliche wird dabei klar.

Frage: Hat der Schöpfer eine Berechnung mit unseren Körpern?

Antwort: Es gibt keine Berechnung mit physischen Körpern, Sie dürfen ruhig zunehmen. Sie können mit Ihrem Körper tun, was Sie wollen.

Frage: Bin ich der Punkt, an dem Gott die materielle Welt erkennt?

Antwort: Gott muss nichts erkennen. Die Welt ist Er.

Frage: Ist es dasselbe, das Gefühl der Größe des Schöpfers und das seiner Einheit zu erhalten?

Antwort: Ja. Es gibt keine Unterteilung in verschiedene Aspekte des Verständnisses. Es gibt nur eines – das Begreifen des Schöpfers.

Frage: Warum regt das Leiden das Verlangen an?

Antwort: Leiden drängt die Menschen dazu, sich zu bewegen, da sie sich davon befreien wollen. Ohne Leiden (das sogenannte „Chissaron“) gibt es keinen Fortschritt.

Frage: Warum ist es möglich, in der wilden ursprünglichen Natur den Schöpfer zu spüren, aber in der Großstadt nur Eitelkeit zu bemerken?

Antwort: Da man in der ursprünglichen Natur frei von dem Einfluss der verrückten Menschenmassen ist.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

(246889)

Blitz – Antworten eines Kabbalisten

Frage: Was ist ein Augenblick?
Antwort: Ein Augenblick – ist ein Kurzschluss, der Punkt „ Siwug de akaha“ d.h. der Berührungspunkt zwischen der Absicht des Schöpfers zur Schöpfung und der Schöpfung zum Schöpfer. Wenn sie sich begegnen, bin ich bei ihm und Er bei mir, dann heißt dieser besondere Kontakt -Augenblick.
Frage: Der gesamte Zyklus der spirituellen Zustände ist ein Jahr. Woraus besteht das Jahr?
Antwort: Ein Erdenjahr besteht aus einem vollständigen Zyklus von Erde, Mond und Sonne, wenn sie ihren irdischen Umlauf beendet haben. Wie viele es von ihnen sind und in welchen Zuständen sie relativ zueinander sein sollten, lässt sich berechnen. Das ist Astronomie.
Frage: Nach welchen zeitlichen Kriterien messen wir unser Leben?
Antwort: Im Inneren. Mache es so, dass du ständig auf den Schöpfer ausgerichtet bist. Das studieren wir im Buch „Shamati“ und in anderen Artikeln. Wenn du das tust, dann verwirklichst du wirklich dein Leben.
Frage: Wie wirkt sich Unwissenheit und Nichtbeachtung der Zeitgesetze auf unser irdisches oder spirituelles Leben, seinen Fluss und seine Entwicklung aus?
Antwort: Es ist ein ganzes System, bei dem dich das Höhere Licht mehr oder weniger antreibt. Es hängt außerdem von dem Aufbau deiner Seele ab, inwieweit du an der Verwirklichung und Korrektur der verbleibenden Seelen beteiligt sein kannst und musst. Es ist nicht einfach.
Frage: Warum wird die Zeit während dem Kongress tausende Male verdichtet und aus drei Tagen werden Jahre?
Antwort: Es ist nicht die komprimierte Zeit, sondern die Intensität der Wahrnehmung die zunimmt. Was Sie während eines Kongresses wahrnehmen, kommt einem ganzen Jahr Unterricht gleich. Das ist natürlich.

Aus dem Unterricht, 30.12.2018
[245156]

Ein Gespräch über Liebe


Ich führte ein Gespräch, das unter dem Titel „Liebe“ aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, Leiter unserer hebräischen Verlagsabteilung.

Wir analysierten, wie die spirituelle Eigenschaft des Schöpfers, die „Liebe zum Geschöpf“, in der Handlung ausgedrückt wird – „Schenken und Erfüllung“. Da das Geschöpf jedoch egoistisch und dem Schöpfer entgegengesetzt ist, interpretiert es dies als Liebe zur Erfüllung und zum Empfang. Das Geschöpf strebt danach, andere zu benutzen und zu erniedrigen, um sich erfüllter als sie zu fühlen. Mit anderen Worten: seine Liebe manifestiert sich in völlig entgegengesetzter Form zur spirituellen Qualität der „Liebe“. Gemäß dem Gesetz von „ Ursache und Wirkung“ bezeichnen wir dennoch beide Qualitäten mit dem selben Wort.
Sobald das Geschöpf jedoch eine Angleichung der Form an den Schöpfer erreicht – sobald es das Streben zur Eigenschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ erlangt, welche nur durch den Einfluss des Höheren Lichts erreicht wird, das während des Studiums der Kabbala herabsteigt – beginnt es die wahre Bedeutung der Toraworte und der kabbalistischen Begriffe zu begreifen, einschließlich „Schenken“ und „Liebe“.

Kabbala Akademie