Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schenken'

Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt


Zwei Fragen, die ich über Bemühungen und Verlangen erhielt:

Frage: Wenn Ihr Verlangen von oben „angeschaltet“ ist, dann strengen Sie sich an, doch zählen diese Bemühungen nicht als die Ihrigen. Auf der anderen Seite, wenn Sie keine Verlangen haben, dann wissen Sie gar nicht, dass Sie keine haben. Wenn Sie dann jedoch beginnen, sich anzustrengen, dann wird dies ebenfalls nicht als Ihre eigene Arbeit angesehen, sondern eher als von „oben eingeleitet“. Wie kann ich dann wissen, welche meine Bemühungen sind und welche die Hilfe von Oben? Was ist der Unterschied?

Meine Antwort: Hören Sie auf, dies herauszufinden, weil es Sie nur verwirrt. Das einzig Wichtige ist:

  • die Wichtigkeit des Zieles zu spüren
  • unsere eigene Schwäche zu bemerken
  • überzeugt zu sein, dass das wahre Verlangen sofortige Hife erhält.

Lesen Sie den Artikel von Baal HaSulam „Von Hinten und Vorne umfasst du mich“ (Achor ve-kedem Zartani).

Frage: Ich bin es satt, auf das Überqueren des Machsom zu warten. Ich habe auf nichts mehr Lust, ich hasse alles und keiner kann mir helfen.

Meine Antwort: Dies ist eben genau der Zustand, aus welchem Sie zum Machsom heraufsteigen können, mit Hilfe der Gruppe und dem Schöpfer! Wissen Sie, dass der Machsom die Gelegenheit ist, sich mit anderen wie Sie zu verbinden, um die Eigenschaft der Einheit deutlich zu machen? Hält irgendjemand Sie davon ab? Wenn ja, warum bitten Sie dann nicht um Hilfe, damit Sie Ihre Freunde lieben können? Worauf warten Sie? Und was hassen Sie gerade so sehr?

Die Verhüllung (Zimzum) geschah nur durch das Licht der Chochma (der Weisheit), und nicht durch das Licht von Chassadim (des Schenkens, der Liebe). Wenn dies nun genau das ist, was Sie wünschen, dann werden Sie es enthüllen. Die Verhüllung (Zimzum) ist in Ihnen drinnen und niemand außerhalb verbirgt irgendetwas vor Ihnen! Sie müssen nur innerlich vom Empfangen zum Schenken gelangen, und dann entdecken Sie diese spirituelle Eigenschaft – die Eigenschaft des Schenkens – in sich. Sie sollte eigentlich nicht von außen irgendwoher zu Ihnen gelangen, und Sie sollen auch nicht irgendwo heraufsteigen, umd den Machsom zu überschreiten. Sondern das Überqueren des Machsom bedeutet die Veränderung der Eigenschaften in Ihnen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers


Ich erhielt Fragen über den Abstieg und wie man damit umgeht:

Frage: Manchmal verliere ich die richtige Absicht und fühle mich, als käme ich vom spirituellen Weg ab. Manchmal habe ich Angst und fühle mich leer in Bezug auf diese Welt. Es gibt sogar Zeiten, in denen ich mich inspiriert fühle und viel tue, aber ich spüre trotzdem, dass das eine Lüge ist und dass mir die richtige Ausrichtung fehlt. Wenn ich diese Gefühle habe, sollte ich dann versuchen, den Schöpfer zu sehen und was Er mir dadurch zu „sagen“ versucht?

Meine Antwort: Du wirst noch mehr Eindrücke sammeln müssen, um die Höheren Stufen zu fühlen. Was du tun solltest? Einfach weitermachen (lies die Texte von Baal HaSulam und Rabash, die davon handeln). Niemand weiß vorher, welches Volumen seiner Seele in jedem Reshimo und jedem Grad vollständig enthüllt werden muss, damit die Seele dann zum nächsten Grad aufsteigt. Deswegen ist das einzige, was wir tun sollten, in eine Richtung zu „streben“, „wie ein Ochse zur Bürde und ein Esel zur Last.“ „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, dennoch musst du sie stetig und beharrlich tun und es steht dir nicht frei zu gehen,“ und dann wird die Korrektur als „Erlösung durch die Hand des Schöpfers“ augenblicklich und unerwartet kommen, entsprechend dem Prinzip „du strengst dich an – und du findest.“

Frage: Wenn ich mich im Stadium des Abstiegs befinde, sollte ich sofort ein Buch öffnen oder sollte ich zuerst versuchen, dieses Stadium selbst zu überwinden?

Meine Antwort: Es ist das Beste, ein Buch zu öffnen, geh auf unsere Webseite oder auf meinen Blog, um etwas zu lesen oder zu sehen, was deine Gefühle beantworten wird. Für Anfänger empfehle ich mein viertes Buch „Leben aus der Kabbala“ genauso wie die Zitate von Kabbalisten.

Frage: Ist es für einen Menschen möglich, zu schnell voranzukommen und deswegen einen Abstieg zu riskieren?

Meine Antwort: Abstiege sind nützlich und sie müssen zwischen den Stufen passieren. Ob sie schnell oder langsam vorbei gehen hängt nicht davon ab, ob ein Mensch alle seine Anstrengungen investiert oder nicht. Denn nicht der Mensch selbst bestimmt dies, sondern es wird von der Natur der Stufen bestimmt – der nächste Grad wird ihm enthüllt, sobald er bereit für ihn ist, d.h. sobald er sein Kli dafür vorbereitet hat. Mit anderen Worten wird das korrigierte, fertige Kli mit der Eigenschaft des Schenkens, des Lichtes oder dem Schöpfer gefüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast Du Zweifel – verbreite!
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Blog-post: Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reschimot korrigieren (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
eBook: Leben aus der Kabbala

Jeder erschafft sich seine eigene Umgebung


Fragen, die ich darüber erhielt, wie sich die physischen Gebote des Judentums auf die spirituelle Korrektur beziehen:

Frage: Sie erklärten, dass die 613 Gebote des Judentums eigentlich 613 Verlangen sind. Aber besteht nicht die Gefahr, dass Menschen dann die spirituelle Entwicklung der Befolgung von physischen Handlungen vorziehen werden und sie dann ins andere Extrem fallen? Vorher vernachlässigten sie den inneren Teil der Tora und führten nur die physischen Handlungen aus, jetzt jedoch werden sie das Gegenteil tun – die äußere Befolgung sein lassen und ihren Fokus nur auf die innere Bedeutung richten. Was wird dann geschehen?

Ich habe die Gebote befolgt und konnte keine Harmonie in ihnen finden. Eines Tages stolperte ich über laitman.de und wurde mir bewusst, dass meine Ahnung richtig war – dass ich nur die äußeren Handlungen durchführte, wie ich es als Kind gelehrt wurde. Es ist sehr schwer, die Gebote zu befolgen, ohne die Wahrheit in ihnen zu empfinden. Trotzdem hat der heilige Ari alle Gebote, die den Shabbat betreffen, leidenschaftlich befolgt. Können Sie zu der Harmonie zwischen innerer und äußerer Befolgung der Gebote Stellung nehmen?

Meine Antwort: Ihre persönliche Suche wird Sie zur richtigen Antwort führen. Sie müssen Sie selbst finden. Jeder Mensch erschafft sich seine eigene Umgebung, die sich aus physischen Handlungen und spirituellen Bestrebungen zusammensetzt. Das mag sich irgendwo zwischen der völligen Einhaltung der physischen Handlungen bis dahin, sie überhaupt nicht zu befolgen, bewegen. In jedem Fall ist das Allerwichtigste: „Die ganze Korrektur wird einzig in unserem Denken erreicht“ (HaKol be Mahshava Itbareru).

Frage: In einem Ihrer Bücher steht, dass unser Kontakt mit den spirituellen Kräften vor dem Fall des zweiten Tempels, aufgrund des Tempels und der dort stattfindenden Dienste, bedeutender und dichter war. Das zeigt mir, dass die Rituale in unserer Welt eine bedeutende Rolle beim Erreichen der spirituellen Welt spielen.

Meine Antwort: Das Bedeutet, dass die Menschen damals die Handlung der Liebe und des Schenkens in all ihren Erscheinungsformen ausführten, in jeder erdenklichen Art und Weise, sowohl im Außen, als auch im Inneren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!
 

Was versteht die Kabbala unter „Sünde“?


Zwei Fragen, die ich über Sünde und Vergebung erhielt:

Frage: Lieber Dr. Laitman, wenn alle unsere Gedanken und Verlangen vom Schöpfer zu uns kommen, wie ist es dann möglich zu „sündigen“? Oder anders gesagt, würden Sie bitte erklären, was „Sünde“ in der Spiritualität ist (oder wie sie in der Kabbala verstanden wird). Baal HaSulam verweist sehr oft in Shamati auf Sünde und ich versuche das zu verstehen, was paradox zu sein scheint.

Meine Antwort: „Eine Sünde“ ist, wenn man die Verbindung seiner Gedanken zum Schöpfer abbricht.

Frage: Sind einem in der Kabbala die Sünden vergeben, wenn man sie wirklich bereut?

Meine Antwort: Wir beginnen alle als absolute Sünder, denn wir sind absolute Egoisten. Dann beginnen wir uns selbst zu korrigieren, bis wir die Stufe erreichen, die „vollständig gerecht“ genannt wird – die Stufe von Schenken und Liebe für den Nächsten und den Schöpfer.

Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten in der Welt, der nicht zuvor gesündigt hätte.“ Das bedeutet, dass ein Mensch zuerst seinen Egoismus enthüllt (dies wird als eine Sünde betrachtet, obwohl uns der Egoismus von oben gegeben wurde) und ihn dann korrigiert. Wenn man seinen Egoismus durch die Kraft des Schöpfers zur Eigenschaft des Schenkens und der Liebe korrigiert, wird dies Vergebung genannt.

In der Tora (Kabbala) unterscheiden sich diese Begriffe völlig von der Art, in der wir sie gewöhnlich definieren. Wir denken, dass wir diejenigen waren, die unsere sündigen Eigenschaften erzeugten und dass wir sie dann – ohne die Hilfe des Schöpfers – selbst korrigieren können. Wir erkennen nicht, dass wir von Anfang an Sünder sind; wir denken, dass wir nur sündigen, wenn wir etwas Schlechtes tun. Tatsache jedoch ist, dass alles an uns sündig ist, egoistisch. Wenn ein Mensch den Egoismus in sich selbst enthüllt, dann spürt er, dass er ein Sünder ist. Doch er ist schon auf dem Weg gerecht zu werden, anders als diejenigen, die noch nicht realisieren, dass sie Sünder sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen Sie die Tora richtig!
Blog-post: Im Fegefeuer gibt es keine Feueröfen oder flammende Ruten
Blog-post: Kain und Abel sind in jedem von uns!
Shamati Artikel

Nur die Kabbala kombiniert alle richtigen Zutaten


Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin in der Lage, viele Menschen mit einem „Trick“ neugierig zu machen, der sie in der Gegenwart bleiben lässt, nachdem sie entdecken, dass sie immer die in der Vergangenheit oder Zukunft fühlen oder denken. Sollte ich mit ihnen in diesem Moment, in dem sie mit diesem Gewahrwerden „erleuchtet“ sind, über Kabbala sprechen? Wenn ja, was sollte ich sie am besten lesen lassen? Sie haben normalerweise vorgefasste Meinungen, drum wäre es besser, ihnen anfangs etwas Leichtes zu geben. Sollte ich sie z.B. etwas von dem amerikanischen Mystiker und spirituellen Lehrer Gurdjieff lesen lassen?

Meine Antwort: Sprechen Sie nicht über die Kabbala während eines ersten Gesprächs, zeigen Sie ihnen lieber die Ursache für die Krise – beide, die persönliche und die allgemeine – und erklären Sie ihnen, dass die Korrektur in der Vereinigung, in der Erlangung der Eigenschaft des Schenkens liegt. Zeigen Sie ihnen, dass dies die einzige Freiheit des Willens ist, die wir haben, und wir ansonsten in jeder Hinsicht Roboter sind. Außerdem muss die Erreichung dieser Eigenschaft in jedermanns Wahrnehmung und Verstand offensichtlich sein.

Wir können unsere egoistische Natur jedoch nicht ändern, sondern nur eine externe Kraft – die Kraft des Schenkens – kann diese Veränderung in uns hervorbringen. Erklären Sie, wie man diese Kraft an sich heranziehen kann, dass es eine Methode dafür gibt, usw.

Mystiker und Philosophen wie Gurdjieff, Madam Blavatsky, Solovyov und viele andere waren wahre Suchende nach einer Verbindung mit der Höheren Kraft, doch hatten sie nicht den richtigen Lehrer und die authentische Methode. Daher drücken ihre Werke auch nur ihre Versuche aus, mit menschlichen Qualitäten und dem Verstand etwas herauszufinden, was uns mit unseren Beschaffenheiten einfach nicht gelingt. Dies kann nur mit der Hilfe von Oben, durch das Höhere Licht geschehen.

Kabbala zieht das Licht der Korrektur (Or Makif) an, indem sie die notwendigen „Zutaten“ zusammenbringt.

1. Den Menschen
2. Die Gruppe
3. Die Texte, die über unseren korrigierten Zustand sprechen
4. Den Lehrer, der den Weg zeigt

Darum ist die Kabbala die einzige Methode des Erlangens, welche uns erlaubt, die Höhere Welt zu betreten oder sie klar wahrzunehmen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Verbessere Deine Lebensqualität
Blog-post: Kabbala und andere Lehren
Blog-post: Überprüfung der Richtigkeit der Kabbala

Die geheimen Dinge gehören dem Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Als praktizierender Christ wüsste ich gern: Deutet der folgende Vers der Bibel nicht an, dass das Studium der Kabbala verboten ist? „Die geheimen Dinge gehören dem Herrn, unserem Gott, aber die Dinge, die offenbart werden, gehören uns und unseren Kindern für immer, so dass wir allen Worten dieses Gesetzes folgen können.“ (Deuteronomium 29:29)

Meine Antwort: Sie können die Antwort in dem selben Vers finden: Die Dinge, die noch geheim (verborgen) sind, gehören nur dem Schöpfer (zum Höheren Niveau), aber die Dinge, die offenbart werden (die wir offenbart haben) gehören uns und unseren Kindern (unseren zukünftigen Zuständen), sodass wir schließlich allen Gesetzen (den Gesetzen der Liebe und des Schenkens) wirklich folgen können, gerade so, wie der Schöpfer uns befahl. Es ist unmöglich, den Gesetzen der Liebe und des Gebens zu folgen, ohne den Schöpfer zu offenbaren, so wie geschrieben steht „Kenne (erreiche) den Schöpfer und diene Ihm.“ Wenn Sie Kabbala studieren, werden Sie verstehen, was der Schöpfer von Seinen Geschöpfen will. Menschen aller Religionen werden das tun müssen.

Verwandtes Material:
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel

Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers


Frage: Sie sagen, dass der Schöpfer die Eigenschaft und Handlung des Gebens oder Schenkens ist. Wenn wir jedoch fähig sind, diese Eigenschaft zu erlangen, den Schöpfer zu erreichen, macht dies uns nicht größer als Ihn? Wir sind in der Lage, nicht nur den Egoismus sondern auch seinen Gegensatz zu integrieren, doch der Schöpfer ist nur ein Teil dieses Widerspruches. Wie kann Er uns dann überlegen sein? Vielleicht ist es so, dass wir Ihn nicht als überlegen ansehen können, sondern mehr als anders?

Meine Antwort: Man enthüllt den Zustand des Schöpfers erst, wenn man die Eigenschaft des Schöpfers erlangt hat. Dann ist man in der Lage, zu sehen, wo seine Eigenschaften in Beziehung zum Schöpfer tatsächlich stehen und was der Zweck der Schöpfung ist. Bis dies geschieht, sind alle unsere Worte inhaltslos, weil wir nicht wissen, was hinter ihnen steht.

Darum hasst Kabbala die Philosophie und hält sie für leeres Geschwätz über Dinge, welche die Philosophen nicht erreichen. Die Philosophie ist das Gegenteil der Kabbala – lesen Sie auch den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“. Die Kabbala beschäftigt sich lieber mit dem wirklichen Erlangen und spricht ausschließlich von dem Grad des Erlangens aus. Dies ist auch die Bedeutung der Worte „Der Richter sieht nicht mehr als seine Augen sehen“ und „Wenn wir etwas nicht sehen, sprechen wir nicht darüber“.

Frage: Ist die Hauptabsicht hinter der Mizwa von Yirat Hashem (Gott fürchten), Gott wahrzunehmen? Danke, Rabbi Jose.

Meine Antwort: Unbedingt, denn es ist die Wahrnehmung des Schöpfers, die es dem Menschen ermöglicht, sich über seine egoistische Natur zu erheben und sie (Aviut) im entgegengesetzen Sinne zu verwenden – als Schenken und Liebe, je nachdem wie der Schöpfer ihm dies enthüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst!
Blog-post: Wer ist der Schöpfer? Wer bin ich?
Blog-post: Philosophie und Kabbala

Wie können wir Angst überwinden?


Zwei Fragen, die ich über das Überwinden unserer Ängste erhielt

Frage: In einer Ihrer Unterrichte zum Buch Shamati sprachen Sie über Angst und sie

sagten, dass ein Mensch sich sofort mit dem Schöpfer verbinden soll, wenn er Angst hat. Können sie das näher ausführen? Was soll ich tun, wenn mir die Kälte in die Knochen fährt, weil ich mich um die mir Nahestehenden sorge?

Meine Antwort: Sie sollten alles, was geschieht, mit dem Schöpfer, mit sich selbst und mit der ganzen Welt verbinden, sodass sich all das zu einem vereinigt und es dazwischen keinen Unterschied mehr gibt. All Ihre Zweifel und Ängste sollten innerhalb dieser Vereinigung verschwinden. Und wenn nicht – dann ist das sogar besser! Dann können Sie den Schöpfer um Hilfe bitten.

Sogar wenn Sie Das Buch Sohar öffnen, werden Sie entdecken, dass, wenn jemand wahre Furcht erlangt, dies die erste Korrektur „Pkuda Kadma“ (in aramäisch) ist. In der Tat wird alles und jeder von Angst getrieben: auf der unbelebten Stufe der Natur gibt es Angst um die Erhaltung der Struktur, auf den vegetativen und tierischen Stufen der Natur gibt es Angst um die Befriedigung mit allem Notwendigen und um das Abstoßen von Dingen, die schaden. Und das gleiche gilt für den Menschen.

Der einzige Unterschied zwischen unterschiedlichen Formen der Angst besteht in dem Zweck, wie einer sie gebraucht. Das heißt, einer gebraucht sie mehr in dem Maß, dass er den Abgrund in seinem Innern erkennt, oder mit anderen Worten, in dem Maße seiner egoistischen Entwicklung. Eine einfache Person in dieser Welt hat zwei Arten von Angst: Angst um diese Welt (um seine Lebensqualität, Gesundheit, Kinder, etc.) und um die kommende Welt (dafür zu sorgen, dass er in den Himmel, anstatt in die Hölle kommt).

Wenn jedoch sein Egoismus wächst, geht er durch diese zwei Arten der Angst hindurch und erreicht eine weitere Art – wahre Furcht. Dann fragt er: „Werde ich in der Lage sein, so zu werden wie der Schöpfer? Werde ich die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens für andere Menschen und für Ihn erlangen?“ Und wenn diese Person die Notwendigkeit spürt, diese Eigenschaft der Liebe und des Schenkens zu erlangen, dann treibt ihn Furcht voran und bringt ihn zum Machsom. Er macht „aufgrund der Furcht (oder Erschütterung, Bestürzung) eine Umkehr zum Schöpfer“ (Tshuva mi Iraa).

Frage: Kann das Studium der Kabbala helfen oder einen von seinen Ängsten befreien, zum Beispiel, der Angst auf der Bühne zu stehen oder seine Meinung zu sagen?

Meine Antwort: Ja, denn das Studium der Kabbala entwickelt Ihre Wahrnehmung der Einheit von allen Dingen, dem ganzheitlichen Universum. Es ersetzt die irdischen Ängste eines Menschen mit der wahren Furcht – die Notwendigkeit, den Schöpfer zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid
Shamati #138: Über Angst, die einen Menschen manchmal überkommt

Wie man das Buch Sohar liest


Ich erhielt zwei Fragen darüber, wie man das Buch Sohar liest und sich damit verbindet

Frage: Ich versuche das Buch Sohar, das Sie übersetzt haben, zu studieren. Ich las den Teil mehrere Male, in dem Sie darüber sprechen, wie man sich mit dem Material verbindet, um tiefer in den inneren Teil zu gelangen – aber bis jetzt wirkt es nicht. Ich fühle mich nicht, als ob ich voranschreite und ich denke, dass mir Definitionen fehlen, so wie auch die Dinge im Talmud Esser HaSefirot klar definiert sind. Existieren diese Definitionen und wenn ja, wo kann ich sie finden? Oder gibt es eine andere, besondere Annäherung an das Buch Sohar?

Meine Antwort: Das Buch Sohar sollte nur gelesen werden, um das Licht der Korrektur auf sich selbst zu ziehen. In dem Grad, in dem das Licht Sie beeinflussen wird, werden Sie anfangen, den Sohar (was Glanz bedeutet) zu empfangen und in dem Maße, in dem Sie das Licht fühlen, die Eigenschaft des Schenkens, werden auch Sie verstehen, was das Buch Sohar sagt.

Zusätzlich gibt es vier Einführungen zum Buch Sohar, und um das Buch zu verstehen, ist es unerlässlich sie zu kennen (oder zumindest allgemeine Kenntnis darüber zu haben).

Frage: Kürzlich beschloss ich, dass ich das Buch Sohar lesen werde. Während der Buchwoche kaufte ich die komplette Serie. Allerdings sprach ich mit einer Person, die mir erzählte, religiöse Autoritäten hätten diese Buchserie mit einem Fluch belegt und diese Serie sei „unrein“.

Meine Antwort: Sie können mit dem Lesen dieser Bücher weiter machen, wobei das nur Menschen empfohlen wird, die alle Arbeiten von Baal HaSulam studiert haben. Zusätzlich gibt es vier Einführungen zum Buch Sohar, und es ist unmöglich, das Buch Sohar zu verstehen, ohne diese Einführungen vollständig zu verstehen!

Verwandtes Material:
5 Dinge, die Sie über den Sohar wissen sollten
Studium des Sohar
Vorwort zum Buch Sohar
Einführung zum Buch Sohar
Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)


Zwei Fragen, die ich von Frauen erhielt, über den Sinn der Vorbereitung in der inneren Arbeit des Menschen und zu der Notwendigkeit, Maaser zu bezahlen:

Frage: Ich versuche, ständig im Zustand der „Vorbereitung“ zu sein, die Absicht aufrecht zu halten und mich mit meinem Mann zu verbinden, der ebenfalls Kabbala studiert und verbreitet. Doch manchmal erfahre ich Abstiege und verliere meine gesamte Verbindung mit dem Schöpfer. Später komme ich dort heraus und versuche, meine Vorbereitung, so sehr ich kann, noch mehr zu verstärken. Doch danach gibt es noch mehr Abstiege und dann verstärke ich wiederum meine Vorbereitung und mein Bestreben und es folgen darauf noch weitere Abstiege.

Ich verstehe, dass es immer Abstiege und Aufstiege geben wird und dass diese notwendig sind. Doch wenn ich meine Verbindung mit dem Schöpfer verliere, bedeutet dies dann nicht, dass ich nicht genügend Zeit in die Vorbereitung investiere? Ist die Vorbereitung nicht dazu gedacht, einem Menschen zu helfen, schneller aus einem Abstieg herauszukommen? Oder ist die Vorbereitung dazu gedacht, die Abstiege zu vermeiden und weniger davon zu haben?

Meine Antwort: Wenn Sie sich richtig vorbereiten, werden Sie, wann immer Sie einen Zustand erleben und dieser Zustand dann schließlich aufhört, sich über Ihnen abzuspielen (er hört auf, sich vollständig durch alle zehn Sefirot, oder alle vier Stufen, zu manifestieren), sofort anfangen, das Ende dieses Zustandes als einen Aufstieg zu empfinden – wenn Sie sich vorher richtig vorbereitet haben. Und dann werden Sie sofort davon aufsteigen wollen und Sie werden damit beginnen, intensiv die externen Kräfte der Gruppe anzuziehen. Die Gruppe wird Ihnen folgendes geben:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Wahrnehmung Ihrer eigenen Schwäche
3. Die nötige Bestrebung, die Korrektur von oben zu erbitten

Als ein Resultat von all dem, werden Sie eine Bitte (ein MAN) generieren und dann wird das Licht der Korrektur (Or Makif, MAD) während des allgemeinen Studiums der Gruppe herabsteigen. Und dann werden Sie aufsteigen, d.h. Sie werden die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens so wahrnehmen, als ob dies die höchst mögliche Sache wäre.

Und auf diese Weise beginnt ein neuer Kreislauf.

Frage: Wenn Frauen zusammen mit Männern an der Gruppe teilnehmen, müssen diese dann ebenfalls Maaser bezahlen?

Meine Antwort: Ja. Jeder Mensch, der vorankommt, muss ein Zehntel seines Nettoeinkommens für die weltweite Verbreitung der Kabbala und für die Korrektur der Welt abgeben. Dies ist keine Tradition, sondern eine Notwendigkeit, um ein Zehntel Ihres egoistischen Verlangens (Malchut) zu korrigieren. Die anderen Teile werden durch Ihre Anstrengungen im Studium, in der Gruppe und in der Verbreitung korrigiert. Sie können diese nicht einfach „loskaufen“, so wie Sie das mit „unbelebten“ Teilen Ihrer Verlangen machen.

Ist das nicht eine Schande? Es wäre so einfach, nur jemanden zu bezahlen und sich dann plötzlich in der spirituellen Welt wiederzufinden! Da jedoch unsere Handlung, 10% für die Korrektur der Welt zu geben, ein Teil der Korrektur ist, erhebt unser Egoismus auf jegliche Art Einspruch und deshalb erhält ein Mensch enorme Störungen, wenn es darum geht, das Maaser abzugeben. Doch normalerweise hat kein Mensch Schwierigkeiten damit, 10% seines Einkommens für Unterhaltungszwecke oder auf jegliche Art und Weise zu verschwenden, für Dinge, die er eigentlich überhaupt nicht braucht. Ohne sich jedoch auf diese Weise an der allgemeinen Korrektur zu beteiligen, kann ein Mensch auch nicht seine eigene Korrektur durchleben! Normalerweise schlagen wir vor, dieses Geld dafür zu verwenden, kabbalistische Materialien zu kaufen und diese selbst zu verbreiten. Anders ausgedrückt, der eigene Zehnte Teil wird für die richtige Verwendung eingesetzt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Frauen müssen an der Korrektur arbeiten – genau wie Männer
Blog-post: Die Korrektur der Frau
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil 1
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil2
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung, Teil3