Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schenken'

Lass den Esel für den Menschen arbeiten

Bestrebungen, um sich im Glauben über der Vernunft zu befinden, stellen eine Vorbereitung auf den Machsom dar. Wir müssen diesen Status begehren, selbst wenn wir noch nicht bereit dazu sind, ihn zu erlangen. Mitunter wird uns eine Möglichkeit gegeben, „Glauben über der Vernunft“ zu spüren, jedoch wenn wir uns dem Machsom (der Barriere, die uns von der Spiritualität trennt) nähern, wollen wir nunmehr im glauben über der Vernunft verbleiben, um wenigstens ein wenig Kontakt mit ihm zu haben und nicht nur auf eine Seite zu fallen: Hass (Ego) oder Liebe (Schenken).

Mit dieser Angst müssen wir zu jeder Zeit rechnen. Wenn ich die Wirklichkeit von nur einem Standpunkt aus betrachte, bin ich nicht mehr als ein Tier. Wenn ich ein Mensch sein will, „auf meinem Esel sitzend“ (meinem egoistischen Verlangen), muss ich diese beiden gegensätzlichen Punkte in meinem Innern einschließen.

Der erste Punkt ist meine Kritik und meine Uneinigkeit mit anderen. Und der zweite Punkt ist mein „Ich“, das meiner Kritik über andere nicht zustimmt. (Damit es klar ist, wir sprechen hier nicht über die Verbreitungsarbeit, sondern über die innere Arbeit in der Gruppe, in Richtung Einheit, wenn ich einen Freund kritisiere, seine Eigenschaften, die sich nicht auf die Arbeit beziehen.) Und obwohl ich weiß, dass mein Tadel wahr ist, möchte ich trotzdem den Schöpfer zwischen uns enthüllen. Er ist es, der die Rolle des Pharao spielt, meine Liebe in Hass verwandelt, Einheit und Verbindung in Widerstand, Kritik und Zwietracht umwandelt.

Er spielt diese Rolle, damit ich mich mit meinem Freund über dem Pharao zu verbinden wünsche, auch wenn mein Herz ihn zurückstößt und ich ihn hasse und nicht gewillt bin, mich mit ihm zu vereinigen. Ich besitze haufenweise Vorwürfe gegen ihn, jedoch trotz und mit all dem bilden wir eine Beziehung der Liebe, Harmonie und der vollkommenen Einheit.

Ich laufe nicht weg in den erhabenen Zustand, in dem alles ausgezeichnet ist; vielmehr erhalte ich diese gegensätzlichen Punkte in mir zu allen Zeiten und bleibe dabei, zwischen ihnen fortzuschreiten. An diesem Punkt besitze ich bereits den Anfang eines spirituellen Gefässes, Malchut und Keter, zwei gegensätzliche Punkte. Und ich befinde mich in der Mitte, die Bedingung der Abgrenzung zwischen ihnen aufrecht erhaltend.
Die Entfernung zwischen ihnen wächst weiter an, bis es ein bestimmtes spirituelles Objekt formt. All diese Arbeit wird praktisch nur in der Gruppe ausgeführt und nur in Beziehung mit den Freunden.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13/04/2011, Shamati Nr. 59

Ägyptische Knechtschaft bedeutet, dass du keine Berechtigung zum Schenken besitzt

Schriften von Rabash, „Bis der Herrscher von Ägypten fiel“: Man muss um des Himmels willen arbeiten, das bedeutet, um des Schenkens willen. Diese Bewertung wurde im Exil, unter der Herrschaft des ägyptischen Königs, dem Pharao gemacht.

Ich weiß nicht, was wirkliches Schenken ist, oder wie es möglich ist, alles für einen Menschen herzugeben, der mir völlig fremd ist, wenn es keine „gemeinsamen Voraussetzungen“ für Liebenswürdigkeit, wie zum Beispiel allgemein anerkannte Moral, den Respekt für andere in meiner Umgebung, oder irgendetwas ähnliches gibt.

Manche Menschen werfen mit Geld um sich und vergeuden ganze Vermögen und empfinden Freude dabei. Sie erhalten genügend Ausgleich für ihr „Schenken“. Der eine Mensch ist zufrieden mit einem freundlichen Wort, ein anderer damit, wenn er von der zukünftigen Generation in guter Erinnerung gehalten wird und ein dritter durch seine Selbstachtung.

Im Westen gibt es einen neuen Trend: „Ein Dollar pro Tag.“ Jemand spendet einen Dollar pro Tag um ein hungriges afrikanisches Kind zu füttern, das niemals herausfinden wird, wer der Spender ist. Jedoch bringen auch solche Beitrage Befriedigung, denn ich gebe jemandem Leben. Was bedeutet ein Dollar im Vergleich zu den Gefühlen, die in mir hervorgerufen werden?

Wie auch immer, wir sprechen über die vollkommene Loslösung von der Selbsterfüllung. Wir können uns so etwas in unserem Leben weder vorstellen noch spüren. Wir können nicht verstehen, wie es möglich ist, jemandem zu geben, ohne eine Erwiderung in Gedanken oder in der Empfindung zu erfahren. Das ist für uns verborgen.

Das ist die Bedeutung des Exils, wenn wir ihm das erste Mal begegnen: Es stellt sich heraus, dass ich nicht weiß, was reines Schenken ist. Genau in diesem Punkt bin ich von der Spiritualität getrennt.

Ägypten (Mizraim) bedeutet eine Enge (Metzer), und eine Enge bedeutet eine Knappheit an Segen, wenn ein Mensch lediglich Empfangen kennt, ohne irgendetwas zu geben.

Wir müssen noch herausfinden, dass wir von allen Voraussetzungen des Schenkens leer sind und lediglich zu empfangen wissen. Wenn ich empfange, dann gebe ich auch. Das ist im Allgemeinen kein Schenken. Ich nenne es einfach so, da wir in unserer Welt einen Menschen aufgrund seiner Handlungen, anstatt seiner Absichten beurteilen. Absichten gehören zur Wissenschaft der Kabbala, während Handlungen zum Ausdruck dieser Welt gehören.

„Weite“ bedeutet Gebefreudigkeit, großes Schenken. Eine „Enge“ ist das Gegenteil, ein Mangel am Schenken. Folglich bedeutete die ägyptische Herrschaft, dass jeder Mensch Handlungen nur in Erwiderung seiner Leistung ausführen konnte.

So sind wir. Jedoch nehmen wir das nicht wirklich wahr und daher wird unser Zustand noch nicht als Exil bezeichnet. Unser Leben ist OK. Es stimmt, wir sind Ägypter, aber was solls?

Er läßt uns nicht eine einzige Handlung ohne Bezahlung, nur um des Schenkens willen, ausführen.

Das ist unser Pharao. Und wir werden uns nicht bewusst, dass er uns beherrscht. Die Herrschaft des Pharaos wird nur dann enthüllt, wenn du etwas um des Schenkens willen tun willst und entdeckst, dass du dazu ausserstande bist. Das ist dann, wenn der Pharao, der ägyptische König, enthüllt wird. Bis dahin jedoch sitzt du selbst auf dem Thron und tust, was immer du willst.

Dies bedeutet, dass Ägypten ein Engpass für Israel war.

Mit anderen Worten, es versperrte die Ausrichtung „Direkt zum Schöpfer“ (Yashar El).

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 11/04/2011, Vorbereitung zum Auszug aus Ägypten

Zwei Pfade

Es gibt keinen Zweifel, dass unser Zustand die unbedeutendste Beschaffenheit ist und es gibt nichts Schlimmeres als das. Hier gibt es nichts zu diskutieren. Das ist die Wirklichkeit, die uns von Oben gegeben wurde und egal was du sagst, diese Tatsache kannst du nicht verneinen.

Der Schöpfer sagt: „Ja, ich habe den Egoismus geschaffen und diese gesamte Welt. All das ist wahr, jedoch ist dies erst der Anfang. Höre auf, dort herumzusitzen und zu weinen. Beginne zu handeln, es wird endlich Zeit! Ich habe dazu alle Mittel für dich bereitgestellt, also setze sie ein!“

Jedoch will niemand etwas über irgendeine Art von Korrektur, Arbeit, Anstrengungen und Veränderungen hören. Für gewöhnlich wissen wir nur, wie man sich hinsetzt und wie man sich über die Tatsache beklagt, dass man sich mies fühlt.

Es gibt zwei Pfade aus jedem Zustand heraus zu kommen, in dem wir uns befinden. Und in Wirklichkeit ist unser Zustand nicht so schlecht, wie er uns erscheint. Im Gegenteil, es ist wirklich entsetzlich, dass wir nicht erkennen, was wir verlieren, im Vergleich zur Welt der Unendlichkeit, in der wir die Gelegenheit zu Sein haben.

Uns wird dieser unendliche Zustand nicht gezeigt, da wir uns dort sofort egoistischerweise hin bewegen würden. Dieser erleuchtete Zustand ist uns verhüllt, um uns davon abzuhalten. Dies ermöglicht uns zu arbeiten und uns normal zu entwickeln, die Stärke der Gruppe zu verwenden und auf diese Weise zum Schenken hin fortzuschreiten, anstatt uns zu egoistischen Parasiten (Klipa) zu entwickeln und nur Vergnügen nachzujagen und nicht die Kraft besitzen, sie abzulehnen.

Es gibt zwei Wege, um aus diesem niedrigsten und schlechtesten Zustand herauszukommen. Zu versuchen, aus eigener Kraft fortzuschreiten, die eigene Entwicklung einleitend, oder wenn wir das nicht wollen, gibt es da eine Maschine, oder ein Programm der Natur, das uns vorantreibt, uns zu entwickeln, gemäss der Abfolge von Zuständen, die dort aufgezeichnet sind: die Beziehungen zwischen dem Licht und dem Verlangen, welche sich gegenüber stehen.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 28/02/2011, „Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot“

Matrix der Einheit

99.9 Prozent aller Veränderungen in uns erfolgen nicht sichtbar, und wir sind uns deren nicht bewusst, obwohl wir diese Handlungen beeinflussen und fördern, um korrigiert zu werden. Jedoch finden sie genauso wie physikalische Prozesse in unseren Körpern statt, über die wir auch nicht nachzudenken brauchen.

Nicht ich bin es, der Blut durch meine Arterien pumpt und es ist nicht meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass mein lymphatisches, und mein Nervensystem, ebenso wie alle meine Organe gesund sind. Ich kann im Gegenteil, alles völlig “abschalten“ und in einen Schlafmodus verfallen, muss mich um nichts sorgen und mein Körper wird weiterleben und sogar wachsen.

In der geistigen Entwicklung geschieht dies ebenso. Es gibt viele Prozesse, die wir nicht bewusst wahrnehmen und deren Gestalt und Anordnung wir nicht feststellen müssen. Es gibt einen sehr begrenzten Bereich, in dem wir unsere eigenen Entscheidungen machen und unsere Teilnahme einbringen. Und das genügt, das ist alles was wir benötigen, um alles zu erlangen.

Wir enthüllen „Einheit.“ Und durch diese Einheit, diesen Zusammenhalt, nach dem wir streben, erwerben wir die Kenntnis aller anderen Elemente des Systems, die uns unbekannt waren. Mir wurde ein freier Wille gegeben, so dass ich danach strebe, mich mit dem Schöpfer zu vereinigen. Mir wurde gesagt, wenn ich meine Handlungsabsicht zu einer Altruistischen umschalte, werde ich dazu gelangen, den Schöpfer zu verstehen. Und wenn ich den Schöpfer verstehe, dann öffnet sich das gesamte System für mich und ich verstehe alles.

Daher muss ich nicht am gesamten System arbeiten und es vollständig begutachten, erforschen, und all seine unglaubliche Vielfalt und unermessliche Menge verstehen, um es zu erlernen. Wenn ich das Verlangen zu schenken erlange, verstehe ich alles, was sich in ihm vollzieht.

Wie arbeiten in einem winzigen Bereich, während sich uns die ganze weite Welt enthüllt. Es steht geschrieben: „Schaffe mir eine Öffnung von der Größe eines Nadelöhrs und ich werde die Pforten der Höheren Welt für dich öffnen.“ Ansonsten wäre es unmöglich dieses unermessliche System unendlicher Komplexität zu erlernen, das eine unendliche Zahl von Teilen besitzt, verknüpft durch beständig sich verändernde, unendlich viele Verbindungen, und jedermann legt durch seine freie Wahl die Veränderungen für alle anderen fest.

In der Mathematik wissen wir, wie wir, durch eine Gleichung, einen unbekannten Faktor durch einen anderen bestimmen. Wenn wir zwei unbekannte Faktoren haben, dann benötigen wir zwei Gleichungen. In diesem Fall operieren wir jedoch mit einer unendlichen Zahl unbekannter Komponenten, also benötigen wir eine unendliche Anzahl von Gleichungen, die in einem System verbunden sind. Demzufolge ist dies eine Matrix mit einer unendlichen Zahl an Bedingungen, von denen sich jede gemäß ihrem Eigengesetz verändert.

Ein solches Problem können wir nicht lösen, da unser körperlicher Verstand außerstande ist, dies zu bewerkstelligen. Wir besitzen überhaupt keine mathematischen Werkzeuge für den Lösungsweg. Doch können wir dies in der spirituellen Welt zustande bringen, da wir die Kelim des Schenkens entwickeln (sich die Verlangen zu schenken aneignen) und darin die Kraft über alles empfangen.

Aus dem 3. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 24/02/2011, Talmud Eser Sefirot

Trainiere Deinen Egoismus, Dir wie ein Zirkuslöwe zu gehorchen


Damit man in die spirituelle Welt gelangen kann, muss man eine Einschränkung seiner egoistischen Verlangen durchführen (Tzimtzum). Malchut (die Eigenschaft des Empfangens) muss vollkommen mit Bina (die Eigenschaft des Schenkens) vereinigt werden und sich ihrer Kraft unterwerfen.

Es gibt keine hinderlichen Barrieren oder Vorhänge, die das Erlaubte vom Verbotenen trennt. Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität. Es gibt keine Mauern oder Schilder, auf denen „Kein Eintritt!“ steht. Es gibt keine Situationen, in denen Sie nach etwas verlangen und jemand außerhalb verbietet es Ihnen.

Wir können keine unserer Verlangen vernichten oder uns selbst das Verlangen verbieten. Was wir benötigen, ist eine innere Korrektur im Verlangen selbst.

Das Verlangen bleibt, jedoch zur gleichen Zeit erhalten wir das neue Gefühl, dass es wichtig ist, es nicht egoistisch zu nutzen. Wir begreifen, dass es eine Gelegenheit gibt, das Verlangen für einen höheren Nutzen anzuwenden, um zu schenken, um anderen damit zu nützen.

Obwohl das Verlangen als Verlangen zur Erfüllung geschaffen wurde, kann es so korrigiert werden, dass es nichts außer dem, was es natürlicherweise benötigt, empfängt, denn es fühlt die Bedeutung des Schenkens. Ein Beispiel: Haben Sie schon einmal einen dressierten Zirkuslöwen gesehen? Warum gehorcht der Löwe folgsam, und öffnet sein Maul, um einem Menschen zu erlauben, seine Hand oder gar seinen Kopf in dessen Maul zu stecken, anstatt den Trainer zu verschlingen? Will denn der Löwe nicht zubeißen? Doch, er will! Doch der Löwe fühlt, dass dieser Mensch sehr wichtig ist, denn er füttert ihn. Daher unterdrückt der Löwe sein natürliches Verlangen.

In gleicher Weise bewahren wir unser Verlangen davor, Genüsse zu empfangen. Es fängt gerade an, die Bedeutung der Eigenschaft des Schenkens zu fühlen, und daher wünscht es sich, dass das Schenken über es herrscht.

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Die Krise ist eine negative Enthüllung von Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass wir, d. h. die Welt, einen Zustand erreicht haben, in dem wir bereits in ein Ganzes oder ein Gefäß gebunden sind. Und gemäß dem Plan der Natur (des Schöpfers), muss dieses Gefäß mit der Empfindung des Höheren Existenzniveaus gefüllt werden. Allerdings spüren wir unsere Verbindung nicht eindeutig und für den Zustand der Welt gibt es keinen Präzedenzfall in der Vergangenheit. Können sie bitte die Bedeutung dessen erklären?

Meine Antwort: Heutzutage enthüllen wir eine globale, integrale Verbindung untereinander, den Effekt eines „kleinen Dorfes“ oder den Schmetterlingseffekt. Allerdings enthüllen wir eine egoistische Verbindung zwischen uns, zusammen mit universeller wechselseitiger Abhängigkeit. Somit erkennen wir, dass wir unfähig sind, korrekte, freundliche Verbindungen unter uns aufrechtzuerhalten. Dies wird als „ein gebrochenes Gefäß“ bezeichnet, da unsere Verbindung falsch ist.

Daher ist die derzeitige Krise eine Enthüllung unseres spirituellen Zustandes. Die ganze Menschheitsgeschichte hindurch bis heute existierten wir auf dem Niveau unserer Welt. Aber nun enthüllen wir das nächste Niveau der Natur, indem wir die Vernetzung zwischen allen Teilen der Natur erkennen.

Die Welt muss dieses Niveau verstehen und verinnerlichen. Immerhin waren wir nie zuvor in dieser Situation. Wir dachten immer über Spiritualität als etwas im Himmel, in anderen Galaxien, jenseits der Grenzen des Universums oder in anderen Dimensionen. Doch nun enthüllt sich Spiritualität tatsächlich in unserem Inneren, aber es enthüllt sich in unkorrigierter Form – der egoistischen Verbindungen zwischen uns.

Baal HaSulam schreibt: „Wir sind alle eine Familie.“ Und wir sind eine Familie, sogar wenn alle ihre Mitglieder einander hassen. Die Verbindung zwischen uns ist eine spirituelle. Aber sie ist unkorrigiert, da sie egoistisch ist. Unsere Aufgabe liegt darin, sie zu korrigieren, sie umzuwandeln in „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Spiritualität wurde in der ganzen vor uns liegenden Geschichte nie enthüllt. Darum wird unsere Generation als „die Generation des Messias“ bezeichnet, wobei das Wort Messias vom Wort Limshoch abstammt – uns selbst aus dem Egoismus „heraus ziehen“.

Somit ist die Krise die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns. Es handelt sich nicht um eine ökonomische, finanzielle, politische oder ökologische Krise, sondern um eine Krise in den Beziehungen unter uns. Und dies ist es, was wir im Moment enthüllen.

Wir müssen jedem (einschließlich uns selbst) eine Erklärung über den Zustand abliefern, in dem wir uns befinden. Wie ein Kranker werden wir fähig sein uns selbst zu heilen, wenn wir die Ursache unserer Krankheit entdecken. Indem wir den Ratschlägen der Kabbalisten folgen, können wir die richtige Verbindung zwischen uns erschaffen – jene von Liebe und Schenken. Wir werden uns dann in einer perfekten Welt wiederfinden!

Verwandtes Material:
Blog-post: Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern, sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen
Baal HaSulam Artikel: Das Horn des Messias
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Die Evolution unserer Körper und Seelen


In den Nachrichten (aus Crystalinks): „Menschliches Wanderungsmodell“ Bekanntlich haben neuzeitliche Menschen vor etwa 50.000 Jahren Afrika verlassen, jedoch eine andere, kleinere Gruppe -möglicherweise eine andere Unterart – verließ den Kontinent 50.000 Jahre früher, behauptet eine neue Studie. Während alle Menschen heutzutage zu der zweiten „Afrikagruppe“ gezählt werden, ist es wahrscheinlich, dass einige Bevölkerungsteile, die in Israel, Jordanien, Libanon, Syrien, Australien, Neuseeland und Indonesien beheimatet sind, genetische Spuren der früheren Migranten zurückbehalten haben, gemäß der Studie von Michael Schillaci.

Mein Kommentar: Es gibt keinen Widerspruch zwischen dieser Feststellung und der Bibel, denn die Bibel spricht nur von der spirituellen Entwicklung des Menschen, unseren Verlangen (Herz) und des Verstandes (Gehirn). Sie sagt nichts über unseren belebten Körper, der zur tierischen Stufe gehört.

Dennoch, unser Verlangen und unsere Gedanken sind die Grundlage für unsere zukünftige Seele, und diese kommen aus den Reshimot (Erinnerungen, Informationsdaten) der Höheren Welt. Diese Reshimot tragen die Eigenschaften von Schenken und Liebe, und daher erhebt die Evolution unserer Wünsche und Gedanken den Menschen in Richtung Schenken und Nächstenliebe –
den elementaren biblischen Geboten.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Das Geheimnis der Liebe kann nicht mit chemischen Mittel erschlossen werden
Blog-post: Der Unterschied zwischen der Theorie Darwins und der Kabbala

Wer braucht die Tora – das Licht der Korrektur?


Eine Frage, die ich erhielt: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ zitiert Baal HaSulam die Weisen, „Der Schöpfer offenbarte die Tora allen Nationen und in allen Sprachen, aber sie akzeptierten sie nicht.“ Was bedeutet dieser Vers?

Meine Antwort: Normalerweise fühlt ein Mensch nur seinen natürlichen Egoismus und wird von ihm kontrolliert. In diesem Fall wird er als „die Nationen der Welt“ bezeichnet.

Wenn der Punkt im Herzen in ihm auftaucht (der Embryo seiner Seele, die zukünftige Eigenschaft des Schenkens und der Liebe für den Nächsten), dann wird er wegen dieser Zielsetzung als „direkt zum Schöpfer“ (IsraEl, im Hebräischen) bezeichnet.

Was die Weisen gemeint haben, ist, dass eine Person, wenn sie den Punkt im Herzen nicht fühlt (wenn sie noch zu den Nationen der Welt gehört), die Tora – das Licht der Korrektur – nicht braucht, da sie keine Notwendigkeit zur Korrektur empfindet.

Schulen sollten Kinder lehren, wie man zum Menschen wird

News Report (aus BBC News): Der Bericht des (britischen) Regierungsberaters Sir Jim Rose … ruft Kinder dazu auf, mehr über Wohlbefinden, Glück und gesundes Leben zu lernen … Sir Jim Rose schlägt vor, den Schwerpunkt auf Lebenskunde zu verlagern, einschließlich Unterrichte über emotionales Wohlbefinden und soziale Kompetenz zu Pflichtfächern zu machen.

Mein Kommentar: Nicht ein einziges modernes Erziehungssystem arbeitet daran, ein Kind zu einem Menschen zu formen. Selbst Eltern und Lehrpersonal verstehen nicht, dass es notwendig ist, auf diese Weise mit einer heranwachsenden Person zu arbeiten. Wenn ein Kind in den Wäldern ausgesetzt werden würde, dann würde es ein Tier bleiben. Desgleichen wird es ein armseliger Roboter, wenn wir es einfach nur mit Wissen vollstopfen.

Erziehung bedeutet, einem Kind die Methode zu lehren, wie es zu einem Menschen wird. In Hebräisch heißt Mensch Adam, was von dem Wort Domeh – dem Schöpfer ähnlich – stammt. Es steht geschrieben, dass Adam nach dem Ebenbild und der Ähnlichkeit des Schöpfers geschaffen wurde und dann sündigte und fiel, den Egoismus empfing und entgegengesetzt zum Schöpfer wurde. Jetzt muss der Mensch selbst den Weg der Korrektur finden und seine anfängliche Gleichartigkeit mit dem Schöpfer erlangen – die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe, der einzigen Eigenschaft des Schöpfers.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage über die Notwendigkeit einer richtigen Erziehung. Wir unterrichten unseren Sohn zu Hause, weil wir mit der Methode der Schulen völlig unzufrieden sind. Doch möglicherweise wäre es besser für unseren Sohn, überhaupt nicht zu lernen und sich spontan zu entwickeln? Und wenn er später alt genug für die High School ist, kann er entscheiden, in welchen akademischen Bereich er gehen will?

Meine Antwort: Es ist notwendig, einem Kind Informationen über unsere Welt und die Grundlagen, die es zum Erlernen des Berufes braucht, den es später wählen wird, zu geben. Die Tora sagt, dass „jemand, der seinen Sohn kein Handwerk lehrt, ihn zu einem Banditen oder Dieb macht“. Des weiteren ist es nötig, an seiner inneren Entwicklung zu arbeiten, ihn zu einem Menschen zu formen.

Verwandtes Material:
Blog-post: 7Wege zur korrekten Annäherung an die Globalisirung
 

Warum Herr Obama vom Studium der Kabbala profitieren kann

Der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, schreibt in seinem Buch „Audacitiy of Hope – Thoughts On Reclaiming The American Dream“:

„Als Antwort würde ich üblicherweise nickend lächeln und sagen, dass ich die Skepsis verstehe, dass es jedoch in der Politik eine andere Tradition gab – und immer gegeben hat – eine Tradition, die von den Tagen der Gründung des Landes bis zur Pracht der Menschenrechtsbewegung reichte, eine Tradition, die sich auf die einfache Idee gründet, dass wir aufeinander Einfluss haben und dass das uns miteinander Verbindende größer ist als das uns Auseinandertreibende und dass wir zwar nicht jedes Problem lösen können, aber etwas Bedeutungsvolles tun können, wenn genügend Menschen an diese Wahrheit glauben und danach handeln.“

Mein Kommentar: Während der gesamten Menschheitsgeschichte, von alters her bis heute, gab es viele Menschen, die die Ursache des Leidens und der Krisen, die in der Gesellschaft und in der Natur als ein Ganzes stattfanden, erkannten und darüber schrieben. Diese Ursache ist die egoistische Natur des Menschen.

Jedoch gibt es in unserer Welt kein Mittel, den Egoismus des Menschen zu korrigieren. Das Einzige, das fähig ist, ihn zu korrigieren, ist das Höhere Licht, das ihn geschaffen hat. Und es gibt nur eine Methode in unserer Welt, die den Einfluss des Lichtes auf unseren Egoismus heranziehen kann – die Wissenschaft der Kabbala. Ihr beabsichtigtes Ziel ist es, den Schöpfer – die Qualität des Schenkens und der Liebe – den Menschen in dieser Welt zu enthüllen (siehe den Anfang des Artikels „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala„).

Wenn also der neue amerikanische Präsident plant, die Welt zu verbessern, muss er sich selbst mit der Kabbala vertraut machen. Andernfalls wird alles beim Alten bleiben.

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Blog-post: Obama: Chance auf Hoffnung oder eine neue Enttäuschung?
Blog-post: Ökonomen sprechen schöne Worte, können sie aber nicht umsetzen