Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Natur'

Was geschah im alten Babylon?

Frage: Wie ist es möglich, dass Leute, die im alten Babylon lebten und Eigenschaften hatten, die es ihnen erlaubten, die Höheren Welten zu fühlen, plötzlich Egoisten wurden und sich wieder trennten? Bedeutet das, dass der Prozess der spirituellen Entwicklung einer Person umkehrbar ist und jeder fortgeschrittene Kabbalist, der den Punkt im Herzen entwickelt hat, wieder zur tierischen Stufe degenerieren kann?

Antwort: Die Gruppe der Babylonier erhob sich zu ihrer vollständigen Korrektur, aber dann, um ihr Wissen und die Methode der Welt weiterzugeben, fielen sie von ihrer spirituellen Stufe ab. Dies geschah, um sie den Menschen in der Welt gleich werden zu lassen. Heute enthüllt diese Gruppe von Babylonier, der ganzen Menschheit die Regeln und die Methode zur Korrektur der Welt, damit jeder befähigt wird, die Stufe des Schöpfers – das höchste Niveau der Natur – zu erreichen. Diese Verantwortung begründet ihre Auswahl.

 

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Der Kampf mit sich selbst

„(Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm..) von denjenigen, die in den Dienst des Schöpfers eintreten möchten, um sich wahrlich an Ihn anzuheften und das Gemach des Königs zu betreten, nicht jeder zugelassen wird. Sondern man prüft den Menschen: Wenn es in ihm keinen anderen Wunsch gibt, außer dem Wunsch nach der Anhaftung (Dwekut), dann lässt man ihn herein. Und wie prüft man einen Menschen, ob es in ihm nur einen Wunsch gibt? Man bereitet ihm Hindernisse, indem man ihm fremde Gedanken und fremde Boten schickt, um ihn zu hindern, auf dass er diesen Weg verlassen möge und sein Leben wie alle anderen lebe.“(Shamati 70)

Baal HaSulam schreibt, dass in der Natur alles in einer Kollision begriffen wird. Das Leben ist ein Kampf, nicht mit jemandem oder etwas, sondern mit sich selbst. Wenn man es richtig versteht, dann läuft alles gut.

Alles hängt davon ab, wie man sich darauf einstellt, zu verstehen, dass zwei Kräfte in der Welt herrschen: die des Empfangens und die des Gebens. Die Kraft des Empfangens ist unser großer Egoismus. Und die Kraft des Gebens gibt es nicht in uns. Wir müssen sie allmählich in uns entwickeln. Es ist nicht einfach.

Um dies zu tun, müssen wir irgendwie in der Gruppe zusammenwirken und versuchen, einander näher zu kommen. Wir wollen es nicht. Genau an dem Punkt, an dem ich das Gefühl habe, dass ich es nicht will, sondern mich dazu zwinge, muss ich mich an den Schöpfer wenden und Ihn bitten, mir die Fähigkeit zu geben, es zu wünschen. Wenn ich den Kampf nicht aufgebe, sondern mich bei diesem Gedanken erwische, kann ich ein Gleichgewicht in der mittleren Linie erreichen.

Frage: Was sind Fremdgedanken?

Antwort: Das sind alle Gedanken, die nicht auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer, auf die Ähnlichkeit der Eigenschaften, auf die Eigenschaft des Gebens ausgerichtet sind.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Die Offenbarung kommt noch

Kabbala ist die Wissenschaft über die Ähnlichkeit des Menschen mit dem Schöpfer. In allem! In der Harmonie mit Ihm, in der Ewigkeit und in der Vollkommenheit. Dabei hindert uns unser irdisches Dasein nicht daran, diesen „nicht irdischen“ Zustand wahrzunehmen.

Unser Verbrauch muss ebenfalls mit der Natur harmonieren, d.h. wir müssen nur das Nötigste zum Leben verbrauchen. Dabei wird die Natur, ungeachtet der Erdbevölkerungszahl, sich in einem ruhigen harmonischen Zyklus erneuern.

Ich empfehle euch, den Film „The story of stuff“ anzuschauen: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Doch es liegt nicht am falschen Verbrauch und nicht am Egoismus an sich, sondern daran, dass unsere egoistische Natur absichtlich so erschaffen wurde, für unsere Korrektur, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den Egoismus und ich erschuf die Tora (das Licht, dass wir durch das Kabbala-Studium anziehen) zu dessen Korrektur“.

Die Menschheit erkennt nicht die Falle, die der Schöpfer uns gestellt hat – der Egoismus wurde absichtlich und nur im Menschen erschaffen, damit wir ihn korrigieren wollen, damit wir dadurch dem Schöpfer ähnlich sein wollen – genau das ist das Ziel, und alles andere ist die Ursache!

Die vorgeschlagenen Lösungen werden nicht helfen, ein neues, gesundes Leben aufzubauen, weil unser Egoismus sich nicht ändern wird – und uns nicht erlauben wird, etwas zu ändern. Solange wir ihn nicht der Korrektur durch das höhere Licht, welches ihn auch erschaffen hat, aussetzen.

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Über die Natur herrschen

Frage: Sie sagten, wenn wir auf die spirituelle Ebene aufsteigen, können wir Macht über die vier tiefer liegenden Ebenen der Natur ausüben: unseren Körper, die belebte, pflanzliche und die unbelebte Natur.

Antwort: Wenn wir den Zustand erreicht haben, in dem wir uns in unseren Punkten im Herzen zusammenschliessen, herrschen wir über alles. Wir erlangen die Göttliche Kraft, die universelle Gewalt der Natur und erwerben unbegrenzte Energie. Kurz gesagt: Wir herrschen über die Natur.

Frage: Es wäre logisch anzunehmen, wenn wir uns jetzt auf der menschlichen Stufe befinden, dass wir die drei unteren Ebenen der Natur kontrollieren können: belebt, pflanzlich und unbelebt, ist dem nicht so?

Antwort: Nein, wir können nicht über sie herrschen. Wir regieren sie, jedoch rücksichtslos, da wir mit dem allgemeinen Programm der Natur nicht vertraut sind, dem allgemeinen Gesetz des Universums. Deswegen zerstören wir die Natur, beschädigen mutwillig alle tieferen Ebenen: die belebte, pflanzliche und unbelebte.

In Wahrheit ist dies eine sehr tiefe Frage. Es gibt zwei Arten zu herrschen:

1. Durch Gewalt, wie wir es heute tun, indem wir die Natur ohne irgendein Mitgefühl, Einsicht oder einen Beweggrund zerstören, ohne Rücksicht darauf, was mit uns morgen oder in der näheren Zukunft geschehen wird.

2. Durch Verstehen, wenn wir imstande sind, entscheiden zu können, was wir tun sollen, uns des gesamten Bildes der Entwicklung bewusst sind. Das System von Kopf bis Fuß zu kennen heißt, über es nicht durch Gewalt, sondern durch Vernunft zu herrschen.

Aus der 1. Lesung des WE! Kongresses, 01/04/2011

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Die neue Realität ist keine Utopie, sondern ein Gesetz der Natur

Frage, die ich erhielt: Die Welt, die Sie beschreiben, klingt wie eine Utopie. Sogar wenn ein Mensch für den Nutzen der anderen arbeiten möchte, wird er sich doch ärgern, weil er ausgenutzt wird.

Antwort: Ich spreche nicht über eine Utopie. Ich schlage nur vor, dass Menschen beginnen zu sehen, dass wir in einer neuen miteinander verbundenen Welt leben.

Sind Sie vertraut mit den Gesetzen einer integralen Welt? Fragen Sie irgendeinen Wissenschaftler, wie ein geschlossenes System arbeitet, die Harmonie, die dort existiert und das Programm, durch welches alle Teile des Systems aufeinander wirken.

Die Natur fordert nicht, dass wir mit ihr und miteinander sofort eine perfekte Harmonie erreichen. Stattdessen beeinflußt die Natur uns, um uns aus unserem Schlaf zu erwecken. Und sie bietet uns eine Gelegenheit, in dieser Sache weiter zu forschen.

Während der ersten 20 Lebensjahre eines Kindes geht es durch eine Vorbereitungsphase, wie man ein korrektes und bewusstes Leben in dieser Welt führt. Können wir es in diese große Welt entlassen, wenn es noch nicht die Gesetze, durch welche diese Welt agiert, gelernt hat? Natürlich nicht. Darum haben wir Kindergärten, Schulen, Universitäten und so weiter. Und all das ist nur für ihn, um die alte Welt zu verstehen, die wir bereits alle kennen.

Heute sind wir alle wie Kinder. Darum ist es wichtig, zu beginnen, die Menschheit zu erziehen. Bis jetzt hat die Menschheit gelernt, wie man in einer Welt lebt, die durch das Gesetz des Profits regiert wird, welches lautet: maximaler Nutzen durch minimalen Aufwand. Heute jedoch ist das alte Naturgesetz durch ein neues Gesetz ersetzt worden – das Gesetz der gegenseitigen Abhängigkeit. Das heißt, dass wir in einem einzigen System existieren und daher kannst du es nicht besser haben als ich und wenn einer von uns leidet, leiden wir beide.

Deshalb musst du das System der gegenseitigen Verbundenheit erlernen und neue Verhaltensmodelle annehmen. Nur dann wirst du für das Leben in der neuen Welt vorbereitet sein. Und das bist nicht nur du: Heute muss die ganze Welt diesen Lernprozess durchmachen.

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Das lichtvolle Fest Purim

Wir befinden uns innerhalb eines Schirms, auf dem unsere Eigenschaften dargestellt werden. Und wenn sie egoistisch sind, werden dementsprechend auch unsere Verlangen zu genießen auf den Stufen (in den Größen 0-1-2-3-4) unbelebt, pflanzlich, tierisch und „menschlich“ vor uns dargestellt – und so sehen wir sie als unsere uns umgebende Welt.

Also ist die sichtbare und von mir wahrgenommene Realität, in der ich lebe, ein Abdruck, ein Spiegelbild dessen (der Verlangen und der Gedanken), was sich in meinem Inneren befindet.

Und wenn ich zusätzlich zu meiner allgemeinen Natur – der Eigenschaft des Verlangens – die spirituelle Natur – die Eigenschaft des Gebens – erlange, dann eröffnet sich mir wie auf einem Computerbildschirm ein weiteres Fenster, in dem ich die höhere Welt – die Kräfte meiner Seele – sehen kann. Und nun erkenne ich, dass das, was ich im ersten Fenster sehe, eine Projektion meiner empfangenden Kräfte ist, und im zweiten Fenster zeichne ich die Form meiner Verbindung mit den anderen Menschen um des Gebens willen.

In dem gleichen Maße, in dem ich fähig bin, mich mit den anderen zu verbinden, selbst wenn es auf der Stufe „füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst, dass man dir zufüge“ ist, kann ich die spirituelle Welt erkennen.

Und mein vollkommener spiritueller Zustand ist „Purim“, von „Pur“/Los, in diesem Zustand sind meine Verlangen korrigiert, ich habe mich mit allen Seelen vereint und habe meine Seele mit dem höheren Licht entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften erfüllt.

Purim ist das Fest der Endkorrektur. Und während wir dieses Fest feiern, ziehen wir quasi aus jenem korrigierten Zustand, in den wir uns einordnen wollen, die Kraft an, die uns korrigiert und verbindet.

Der Brauch, an diesem Tag Masken aufzusetzen und sich zu verkleiden, ist entstanden, weil Haman (das egoistische Verlangen) sich in die Kleider von Mordechai (des altruistischen Verlangens) kleidet – und wir können in große Verlangen von Haman das Licht in die Eigenschaft von Mordechai empfangen.

Deshalb existiert ein Brauch, am Purim-Fest dreieckige Gebäckstücke, genannt „Haman-Taschen“, zu essen, weil die Tasche das Verlangen zu empfangen symbolisiert.

Wir müssen diese Verlangen von Haman erhalten und sie mit Hilfe von Mordechai durch das Licht Chassadim, die Eigenschaft des Gebens, mit der Absicht um des Gebens willen korrigieren. Dann werden wir das Licht Chochma empfangen können – die Enthüllung des Schöpfers, d.h. den Zustand der Endkorrektur.

 

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Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 15.03.2011

Die Gesetze der Zukünftigen Gesellschaft


Frage: Was ist „Die neue Gesellschaft“, die von Rav Ashlag geschrieben wurde? Es klingt wortwörtlich wie das kommunistische Manifest:

1. Das Akzeptieren der Religion von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ (dabei wird gemeint, dass Religion bereits „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist!).
2. Eine gerechte Verteilung der Profite, damit jeder je nach seinem Können arbeitet und je nach seinen Bedürfnissen empfängt.
3. Privatbesitz besteht, doch darf der Eigentümer nicht mehr davon profitieren, als von dem, was er wirklich braucht.
4. Privateigentümer unterstehen einer öffentlichen Aufsicht , einer Selbst-Treuhänderschaft oder werden durch Buchhaltung im Auge behalten.
5. Die Bedürfnisse der Arbeitslosen werden genauso wie die der Angestellten gedeckt.
6. Die Profite werden zum Einsatz öffentlicher Spesen verwendet.

Warum lehrt die Kabbala Kommunismus, wo es sich doch herausgestellt hat, dass es nicht funktioniert?

Antwort:

1. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist das allgemeine Naturgesetz, denn die Natur ist ein einziger Organismus.
2. „Von jedem je nach seinem Können und für jeden je nach seinen Bedürfnissen“ ist das Gesetz, nach dem jedes untereinander verbundene System arbeitet.
3. Der Besitzer profitiert von der Tatsache, dass er sich selbst zu Gunsten der Gesellschaft verwirklicht, weil er Respekt und Würde erhält.
4. Er verbleibt unter der Aufsicht der Gesellschaft, bis er in jeder Hinsicht über seinen Egoismus hinaus wächst.
5. Diejenigen, die aus Gründen arbeitslos sind, die nicht in ihrer Macht liegen,werden das Gleiche erhalten, wie jeder andere auch.
6. Alle Profite, außer den für jeden Menschen lebensnotwendigen, sind kollektiv und werden zum Vorteil des gesamten Systems verwendet.

Der Unterschied zwischen dieser und der sowjetischen Struktur ist, dass jeder die Höhere Belohnung zur gemeinsamen Einheit erhält – zur Anheftung an den Schöpfer, einer ewigen und perfekten Existenz! Aus diesem Grund halten sich die Menschen an das Gebot „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, mit allem was dazugehört.

Allerdings wird die Menschheit allmählich und nur freiwillig in diese Art der Existenz geraten und nicht durch Zwang. Das kommt daher, weil die Enthüllung der verborgenen Welt den Menschen die Kraft und das Verlangen dazu gibt, so zu leben!

 
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Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019

Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019  

Aus der Lektion nach dem Artikel von Rabash „Der Mensch helfe seinem Freund“.

Wenn alle glücklich sind und sich gut fühlen, ohne Mangel an etwas, wenn eine Verbindung untereinander mit der spirituellen Erkenntnis erreicht ist, darf man nicht in diesem Zustand bleiben.

Hier entsteht ein großes Problem, wie man das Verlangen nach der nächsten Stufe erweckt. Wenn wir länger als einen Moment im gleichen Zustand bleiben, ist dies bereits Klipa.

Wenn wir gemeinsam mit dem ganzen Zehner eine Verbindung mit dem Schöpfer erreicht haben, kann der Zustand erhaben, spirituell und altruistisch sein, aber sobald er länger als einen Moment andauert, haben wir ihn bereits für uns selbst genutzt. Daher muss sich hier sofort ein neuer Mangel aufdecken.

Es ist in Wahrheit viel schwieriger ein angenehmes als ein unangenehmes Hindernis zu überwinden. Das Leiden an sich treibt den Menschen nach vorne und der Genuss hält ihn auf.

Wenn die Verbindung noch nicht erreicht ist und jeder von uns mit seinem eigenen Weg und Zustand zufrieden ist, oder noch schlimmer er darüber weint, gilt dies nicht als ein spirituelles Bedürfnis. Ein spirituelles Verlangen ist das Bedürfnis nach Verbindung, nach der Arbeit am gemeinsamen Verlangen zum Schöpfer hin. Dankbarkeit ist ein Gebet, es sollte das Ergebnis der Verbindung sein.

* * *

Für Geld kann man alles kaufen, nur den Schöpfer nicht. Es wurde gesagt: „Kauf dir einen Freund“, da wir alle Egoisten sind. Alle Probleme können mit Geld gelöst werden, außer einem: der Verbindung mit dem Schöpfer. Die Erkenntnis des Schöpfers geht einen völlig anderen Weg. Man wird zu Ihm kommen, wenn man seinen Egoismus aufgibt.

Wir können unseren Egoismus nicht aufgeben, einzig und allein der Schöpfer kann es für uns tun. Wir müssen deshalb alles Mögliche unternehmen, damit der Schöpfer unseren Egoismus aufheben und uns die Kraft der Überwindung geben will.

* * *

Alle Probleme werden durch unsere Trennung zum Schöpfer verursacht. Wenn wir uns Ihm annähern, verschwinden die Probleme. Wir haben deshalb nur ein Problem: wie nähern wir uns dem Schöpfer an?

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Der Schöpfer hört von uns nur eine Bitte: die Verbindung mit den Freunden, das gegenseitige Geben in der Gruppe und nichts weiter. Wenn wir uns bei Ihm über unsere persönlichen Probleme beschweren wollen, so wenden wir uns an die falsche Adresse. Er wird diese Beschwerden nicht hören, denn er ist derjenige, der uns diese Probleme bereitet, damit wir uns mit der Gruppe verbinden.

Das Bedürfnis zur Verbindung mit dem Zehner muss wichtiger als die persönlichen Probleme sein. Mit dieser Bitte können wir uns an den Schöpfer wenden. Das bedeutet, dass das Spirituelle für uns wichtiger ist als das Materielle, d.h. die Verbindung mit dem Schöpfer und den Freunden ist uns wertvoller als alle Arten von materiellen Problemen.

Wir küssen den Stock, der uns hilft, auf den Schöpfer ausgerichtet zu sein. Wenn es keine persönlichen Lebensprobleme gäbe, würde der Mensch nie über den Sinn seines Lebens nachdenken.

Aus dem Morgenunterricht 15.01.2019

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Wüstenkongresses 2019 – Auszüge aus dem Unterricht vom 03.02.2019

Auszüge aus dem Unterricht vom 03.02.2019

 Aus dem Unterricht zur Vorbereitung zum Wüstenkongresses 2019.

„Ich erwecke die Morgendämmerung“ bedeutet, dass ich die Notwendigkeit des Gebens, des Lichts von Hassadim erwecke. Danach verflüchtigt sich die Dunkelheit. Ich fühle die Dunkelheit nicht mehr. Dunkel bedeutet, dass ich die Leere in meinem Verlangen nach Genuss sehe.

Ich sage, dass es mir gleich ist, in welchem Zustand ich mich befinde. Ich möchte, solange es dem Schöpfer Freude bereitet, mit jedem Zustand zufrieden sein, mich im Geben, im Licht von Hassadim befinden. Alle Zustände kommen vom Schöpfer, deshalb freue ich mich und danke Ihm.

Dann fühle ich, dass dies überhaupt keine Dunkelheit ist, sondern eine Möglichkeit zu geben. Mein Geben besteht darin, dass ich nichts anderes verlange als den kleinsten Punkt des Verschmelzens mit dem Schöpfer und nichts weiter.

* * *

Als Sklave des Pharao kann ich kein Bündnis eingehen, ich bin kein freier Mensch. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich der Macht des Pharaos entkommen kann, dann werde ich von einem Sklaven des Pharaos zu einem Sklaven des Schöpfers. Außer meiner Entscheidung unter welcher Herrschaft ich mich befinden möchte, gibt es nichts dazwischen.

Der Macht des Pharaos unter der Macht des Schöpfers zu entfliehen ist nur möglich, wenn man ein Bündnis schließt, bei dem es drei Teilnehmer gibt: mich, die Gruppe und den Schöpfer. Wir alle wollen an einem Punkt der Einheit verbunden sein. „Bündnis“ bedeutet Einheit, Verbindung.

* * *

Das Bündnis ist die Verbindung zwischen Israel und dem Schöpfer. Es wird durch die Verbindung unter den Freunden erreicht. In der Mitte des Zehners offenbare ich die Verbindung mit dem Schöpfer. Ich kann dann sicher sein, dass „Israel, d.h. ich, die Tora und der Schöpfer ein Ganzes sind“. Ich kann mich mit den Freunden ausschließlich mit der Hilfe des Lichts verbinden, welches zur Quelle zurückführt. Aus diesem Grund ist die Tora ein bestehender Teil in diesem Bündnis.

„Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“ – das wird als Bündnis bezeichnet. Das Bündnis bestimmt den Anfang des Weges, alle seine Phasen und das Ende aller Korrekturen.

* * *

Wenn die Dunkelheit anbricht, läuft ein Teil der Menschen weg. Der andere Teil schafft es, den Zustand richtig zu entschlüsseln und zu verstehen. Die Dunkelheit entsteht aus der Tatsache heraus, dass ich kein Verlangen nach dem Geben habe.

Das heißt, ich strebe nicht nach Wissen, Verständnis, Gefühlen und Offenbarungen, sondern empfinde die Leere und die Dunkelheit als eine Gelegenheit, um nach der Eigenschaft des Gebens zu beten. Genau in dem Zustand, wenn ich nichts habe, möchte ich geben, da es der einfachste Zustand ist – der absoluten Null.

Ich muss meine riesigen Verlangen nach Genuss nicht überwinden, denn in ihnen gibt es keine Erfüllung: nur Leere und Dunkelheit. Es gibt nichts was man aufgeben müsste. Der Schöpfer gab mir die Möglichkeit, die als „Dunkelheit“ bezeichnet wird, in der ich weder etwas fühle, noch etwas will, oder schätze, genau in diesem Zustand fällt es mir am leichtesten, nach dem Verlangen nach dem Geben zu bitten.

Es gibt keinen günstigeren und einfacheren Zustand für eine Bitte nach dem Geben. Ich habe schließlich nichts! Wenn ich schon bereit bin, um des Empfangens willen zu geben, um an Lebenskraft zu gewinnen, ist dies bereits ein Fortschritt in Richtung des Begriffes von Geben.

Ich kann nicht in leeren, dunklen Sehnsüchten, die vor Verzweiflung und Enttäuschung stöhnen, nach Genuss streben und deshalb darum bitten, in dem Verlangen nach Geben leben zu dürfen. Man sollte deshalb die Dunkelheit sehr schätzen, wie gesagt wurde: „Und es war Abend, und es war Morgen – ein Tag allein“. Wenn wir nach der Eigenschaft des Gebens, nach dem Licht des Tages das uns auffüllt, nach dem Licht von Hassadim bitten, dann folgt der Abend und der Morgen wie ein Tag. Es ist notwendig die ganze Dunkelheit, alle Nächte miteinander zu verbinden und darüber nach dem Licht des Gebens zu bitten, nach der Möglichkeit, sich über die Dunkelheit zu erheben. Ich möchte den Zustand an sich nicht ändern, lass es Nacht sein, aber ich möchte mich darüber befinden, im Licht des Gebens. Schließlich werde ich mich dann nicht im Dunkeln befinden, sondern in der Lage sein zu geben und zu handeln. Nach den nächtlichen Korrekturen kommt der Morgen, das Licht des Tages, gekleidet im Licht von Hassadim.

Der Vorteil des Lichts offenbart sich aus der Dunkelheit. Das Tageslicht vertreibt die Dunkelheit nicht, sondern kleidet sich ins Licht von Hassadim, dann leuchtet die Dunkelheit wie Licht.

Aus dem Morgenunterricht 03.02.2019

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Aus dem Unterricht „Das richtige Erlernen der Kabbala“.

Ein Zehner ist das Floß das dich in der stürmischen See rettet.
Wir müssen uns an ihm festhalten und dürfen es nicht loslassen. Wenn du nach diesem Floß gegriffen hast und darauf geklettert bist, gehst du durch all die Höhen und Tiefen, beugst deinen Kopf vor jeder rollenden Welle, so wie es Rabbi Akiwa tat, als er sich von dem sinkenden Schiff rettete.
Es ist egal was das für Wellen sind: im Gefühl oder im Verstand, ob es starke Wellen oder schwache sind – ich akzeptiere sie, um meine Verbindung mit dem Floß zu stärken. Ich bin von ihm abhängig. Wenn ich es loslasse, werde ich untergehen.
* * *
Nach dem Floß zu greifen bedeutet, sich am Zentrum des Zehners festzuhalten und nicht loszulassen. Es bedeutet mit den Freunden in Verbindung zu sein und das Ziel der Schöpfung in der stärksten und
innersten Verbindung mit ihnen zu erkennen. Dahinter steckt der Schöpfer und das Geheimnis meines Lebens.
Was auch immer passiert, ich bleibe mit meinen Freunden in Verbindung.
All diese Bilder, die sich vor mir abspielen, können mich nicht von „Israel, Tora und der Schöpfer – sind Eins“, abtrennen. Durch den Zehner bin ich mit dem Schöpfer verbunden und alles was geschieht, muss diese Verbindung „Ich – Gruppe – Schöpfer“ stärken.
* * *
Es ist notwendig, die Auf- und Abstiege gleich zu behandeln und sich trotz aller gegebenen Bedingungen an das Zentrum der Gruppe zu halten.
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Du sollst den Unterricht nicht verlassen! Wir verlassen den Lernort nur körperlich, sonst nicht. Der Schöpfer hat unser Leben so gestaltet, dass wir verschiedene Zeiten und Zustände haben. Es ist alles zum Wohle der Korrektur. Wir schreiben lediglich die drei Stunden, die wir im Unterricht verbringen, unserer Korrektur zu. Das ist nicht richtig. Was ist mit der restlichen Zeit?
* * *
“ Sich im Glauben zu stärken“ bedeutet sich im Geben zu stärken.
Früher hatte ich eine bestimmte Kraft, durch die ich bis zu einem gewissen Maß mit der Gruppe verbunden war. Wenn jetzt eine Störung kommt, wächst mein Verlangen zu genießen und ich trenne mich von der Gruppe. Ich denke nicht an meine Freunde und bemerke sie nicht. Es gibt in meinem Herz und Verstand keinen Platz für sie.
Ich muss jetzt daran arbeiten, sie auf eine neue Stufe in meinem Herz und meinem
Verstand, über die Höhe eines neuen Egoismus zu bringen.
Ich beginne damit, in der Gruppe zu arbeiten. Ich lerne im Dunkeln mit Hilfe meiner Freunde alles Mögliche zu tun, bis ich wieder das Licht anziehe, welches zur Quelle zurückführt und mir die neue Kraft des Glaubens gibt, so wie es heißt: „Ein Mensch helfe seinem Nächsten.“ Ich trenne mich von dem alten Glauben, ich habe ihn abgearbeitet.
Die Kraft, die es einem Mensch ermöglicht, in der Gruppe unter den Bedingungen der Verhüllung zu arbeiten, wird als „Bund des Salzes“ (Brit Melech)- Bürgschaft, bezeichnet. Wenn ich falle und alles verliere dann gibt mir die Gruppe Kraft.
Wenn ich aufstehe, gebe ich dem, der gefallen ist die Kraft: ich erwecke, unterstütze, ermutige ihn, gebe ihm ein Beispiel, erzeuge Neid in ihm. Wir müssen die ganze Zeit mit der Gruppe spielen. Wir spielen, dass wir verbunden sind, wir brennen und jederzeit bereit sind, den
Schöpfer zu enthüllen.

Aus dem Morgenunterricht vom 09.01.2019

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