Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias


Frage: Der Zweite Jüdische Tempel wurde unter Bedingungen gewaltsamen Widerstandes sowohl von ausländischen Feinden des Gottes Israels als auch von innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem erbaut. Wird nicht der Bau des Dritten Tempels (so bald wie möglich) mit Sicherheit das Kommen des Messias beschleunigen – des Mannes Gottes, der allein Frieden schaffen kann?

Meine Antwort: Es wird überhaupt nichts beschleunigen, sondern nur noch mehr Schaden anrichten. Und das, weil die Nation zuerst auf der spirituellen Ebene korrigiert werden muss, da dies die Bedeutung des Erbauens des Tempels ist (der gemeinsamen Seele, in welcher der Schöpfer enthüllt ist). Wir müssen den Tempel in unserem Inneren erbauen, durch die Erlangung brüderlicher Liebe, und innerhalb dieser Liebe werden wir den Schöpfer erreichen (die Gegenwart der Schechina), so wie geschrieben steht: „Bereitet einen Platz (das gemeinsame Verlangen) für Mich und Ich werde unter euch verweilen.“

Erst dann werden wir ein Symbol des Tempels aus Stein erbauen können. Der Messias ist kein Mensch, sondern eine Kraft, welche die gesamte Menschheit aus dem Egoismus herausreißt. Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Das Horn des Messias“, dass die Methode, den Messias in der Welt zu offenbaren, in der Verbreitung der Kabbala unter allen Nationen liegt. Und dies ist, was wir versuchen zu tun.

Es ist möglich, dass der Messias (die Kraft und Methode der Korrektur der Seelen) von einem Menschen repräsentiert wird – einem Lehrer, der durch sein Vorbild aufklären und führen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 
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Leben und Tod sind ein Wechsel von Empfindungen

Frage: Was passiert nach dem Tod eines physischen Körpers? Verschwindet das Bewusstsein?

Antwort: Das Bewusstsein des tierischen Körpers verschwindet, und das Bewusstsein der Seele bleibt erhalten.

Frage: Was ist, wenn der Mensch die Seele noch nicht entwickelt hat?

Antwort: Dann muss er sich wieder in den tierischen Körper kleiden.

Frage: Heißt das, dass er nichts fühlt, als wäre er eingeschlafen?

Antwort: Nicht ganz.  Da der Mensch noch nicht aus seinem Egoismus herausgetreten ist, gibt es gewisse Empfindungen, sie sind aber sehr illusorisch. Er bemerkt in dieser Welt gewisse Schwankungen. 

Frage: Wenn er in einen neuen Körper gekleidet ist, weiß er dann nicht mehr, wer er in seinem früheren Leben war? Oder gibt es eine Möglichkeit, dies zu spüren? 

Antwort: Nein. Er spürt es nicht. Wir müssen Folgendes verstehen: die Begriffe wie Tod und Leben gibt es nicht. Es geht um einen Wechsel von Empfindungen, nichts weiter. 

Frage: Was bleibt vom früheren Leben übrig und was ist im neuen Leben los?

Antwort: Nichts.

Frage: Was geschieht mit den Erfahrungen, mit den Leiden und Vergnügen, die der Mensch in seinem Leben empfunden hat?

Antwort: Sie werden zusammengefasst und gehen von einem, zum anderen Zustand über. Nichts verschwindet! Grundsätzlich ändern sich die gesammelten Erfahrungen in der nächsten Generation. Aus diesem Grund ist jede neue Generation anders. Sie ist nicht nur weiter fortgeschritten, sie hat auch eine andere Art des Denkens.

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 11.12.2018

[250725]

Im Gefängnis des eigenen Egoismus.

Frage: Im Gegensatz zu einem Tier kann ein Mensch auf lange Sicht Freude sehen. Um dorthin zu kommen kann er dafür seine Schritte berechnen. 

Warum kann er, da er über einen großen Intellekt verfügt den Zustand des Gleichgewichts mit der Natur nicht rational berechnen? Warum scheitern all seine rationalen Versuche, eine ausgewogene Gesellschaft aufzubauen?

Antwort: Da er in seiner egoistischen Natur steckt. Er kann nichts berechnen.

Indem er einen Egoismus über den anderen stellt, dabei seine Gewinne oder Verluste berücksichtigt, gelangt er immer wieder in seinen Egoismus. Er ist nicht frei! Er hat keine Wahl! Was er als Freiheit betrachtet, ist die Illusion, unter dem Einfluss einer äußeren Kraft zu stehen.

Frage: Kann er etwa Folgendes nicht berechnen: „Wenn ich meinen Egoismus einsetze, werde ich mich schlecht fühlen“? 

Antwort: Wir versuchen immer aus Schwierigkeiten herauszukommen. Das bedeutet nicht, dass wir frei sind. Ich laufe ständig vor egoistischen Schlägen davon: von einem Stock, zu einem anderen Stock…  und so eile ich von Morgens bis Abends herum.

Schauen sie, was auf der Straße, in Bussen, in der U-Bahn, in Büros und überall passiert. Sehen sie diesen ganzen menschlichen Ameisenhaufen an! Wo können wir hier von Freiheit sprechen?!

Es gibt keine Freiheit. Es gibt die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt, den bequemsten Zustand zu wählen. Das ist alles.

Ich wähle zwar aus dem was mir zur Verfügung steht, bin aber trotzdem eingeschränkt. Der Schöpfer leuchtet durch meinen vollkommenen Zustand, ich selbst bin aber noch nicht korrigiert. Natürlich verstehe ich gar nicht seinen Einfluss auf mich. Wo treibt Er mich an? Was will Er in jedem Augenblick von mir? Wenn ich das nicht weiß, welche Art von freiem Willen kann es dann geben?

 

Aus dem Unterricht, 12.05.2019

(250359)

Alles stammt von der Kabbala ab!


Frage: Der Islam bietet ebenfalls eine Methode an, die Anheftung an den Schöpfer zu erlangen – Suffismus. Und er gründet sich ebenfalls auf das gleiche Prinzip wie die Kabbala – liebe deinen Nächsten. Wenn es also die Hauptsache ist, seinen Egoismus zu korrigieren, einen Schirm zu erschaffen, ist es dann für eine Person, die dem Islam folgt, möglich, korrigiert zu werden, genau wie jemand, der der Kabbala folgt?

Antwort: Es ist Ihr Recht zu vergleichen und zu prüfen, welche Methode am besten zu Ihnen passt. Doch Sie sollten wissen, dass alles von der Kabbala abstammt. Mehr darüber erfahren Sie in dem Teil der Tora, der darüber spricht, wie Abraham die Kinder seiner Mätressen „Teil-Kabbala“ lehrte – das heißt, Kabbala ohne die Erlangung der Höheren Welt und sie dann nach Osten hin wegschickte. Wenn Sie es für sich selbst verglichen haben, ohne irgendjemand anderem zu glauben und ungeachtet Ihres ethnischen Hintergrundes und Sie finden, dass der Suffismus am besten zu Ihnen passt, dann bleiben Sie darin – es gibt keinen Zwang in der Spiritualität.

Alle Glaubenssysteme und Religionen stammen von der Kabbala ab, von der Suche nach dem Schöpfer, damit der Mensch eine vorausgehende Entwicklung durchmacht, ihn durch studieren der Kabbala vorbereitet, den Schöpfer zu erreichen. Es steht geschrieben, „Die Schale (Klipa) schützt die Frucht“ – sie schützt sie davor, zerstört zu werden bis sie reif ist und dann wird die Schale entfernt und die Frucht gegessen. Und das ist es, was in unserer Zeit geschieht!

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Was war zuerst – Religion oder Kabbala?


Frage: Ich bin fest von der Methode und der Weisheit der Kabbala überzeugt, besonders nachdem ich mich mit meinem alten Glauben abgemüht habe und dann mit Atheismus und anderen Glaubensrichtungen. Ich kann es nicht erklären – es gibt etwas in mir, das 100% sicher ist, dass Kabbala der richtige Weg ist. Und doch habe ich noch Zweifel. Nicht was die Kabbala selbst betrifft, sondern mit ihrer Verbindung zur körperlichen Welt.

Wenn Kabbala zum Beispiel vor allen Religionen war und die Religionen durch die Kabbala inspiriert sind und wir deshalb manche Ähnlichkeiten zwischen ihnen finden, warum sagen dann manche Historiker, dass Hinduismus vor der Geburt Abrahams gegründet wurde – geschichtlich gesprochen? Können Sie das bitte erklären?

Meine Antwort: Es gibt nur drei Religionen: Judentum, Christentum und Islam und sie alle erschienen nach der „Zerstörung des Zweiten Tempels“ – nachdem Israel von „Liebe zu seinem Nächsten“ zu „unbegründeten Hass“ abgefallen war. Zuerst kam das Judentum auf, dann das Christentum und dann der Islam.

Natürlich existierten vor dieser Zeit schon verschiedene Glaubensrichtungen und sogar schon vor Abraham ebenso wie vor Adam. Abraham selbst und auch sein Vater Terach waren Priester in Babylon. Und nicht nur in Babylon gab es unterschiedliche Überzeugungen, sondern auf der gesamten Welt.

Die Tora spricht andererseits nur über den spirituellen Aspekt der Welt. Zum Beispiel erzählt sie von der Sintflut, doch diese Flut geschah nicht auf der gesamten Welt. Ebenso gab es Menschen, die vor Adam lebten und an verschiedene Kräfte und Vorstellungen glaubten. Die Erde war schon seit Millionen von Jahren da und Menschen erschienen vor Hunderttausenden von Jahren. Die Tora spricht jedoch nur über die spirituelle Entwicklung der Menschheit – über 6000 Jahre, beginnend mit der ersten Korrektur (die mit Adam beginnt – jemand, der dem Schöpfer ähnlich ist) bis zu der letzten.

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Warum ausgerechnet Kabbala?


Manchmal fragen mich Leute: Was ist der Grund für die Schöpfung, was wirkt auf sie, wer ist der Geber und wer der Empfangende? Und dann zeigen sie mir eine andere Methode, die erfolgreich ist.

Was sonst kann es geben? Kann man eine andere Physik in unserer Welt erschaffen? Nein! Nun, das Gleiche gilt für die Kabbala. Das ist nicht eine Art Theorie, die jemand erfunden hat. Kabbalisten haben die Gesetze gelernt, durch welche die Verlangen zu genießen funktionieren und die Kraft, die darauf einwirkt, plus und minus, zwei gegensätzliche Dinge, und basierend auf ihren Beobachtungen schufen sie die Weisheit der Kabbala.

Die Kabbala setzt voraus, dass das Licht und das Verlangen das einzige sind, was es in der Schöpfung gibt und erklärt, wie die Lichter und die Verlangen sich in jedem möglichen Zustand miteinander verbinden. Deshalb ist die Kabbala eine Wissenschaft.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

 

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Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet


In den Nachrichten (aus Science Daily): „Entdeckungen werfen ein neues Licht darauf, wie das Gehirn verarbeitet, was die Augen sehen“ –  Forscher, am Zentrum für Molekular- und Verhaltens-Neurowissenschaften an der Rutgers Universität in Newark, haben die Notwendigkeit erkannt, ein neues Rahmenwerk zu entwickeln, für das Verständnis der „Wahrnehmungsstabilität“ und wie wir die Welt wahrnehmen durch deren Entdeckung, dass der visuelle Eingangswert, den man während der Augenbewegungen erhält, vom Gehirn verarbeitet, aber vom Bewusstsein geblockt wird.

Mein Kommentar: Wir sind von all den spirituellen Welten umgeben, jedoch können wir diese nur bis zum Grad unserer Gleichartigkeit mit ihnen wahrnehmen. Denn alle Welten, mit Ausnahme unserer Welt, sind in der Kraft des Gebens enthalten, statt im Empfangen (Anziehung), daher empfinden wir sie nicht.

Wenn hingegen ein Mensch die Wissenschaft der Kabbala nutzt – die Methode, um sich die Eigenschaft des Gebens anzueignen, dann beginnt er in dem Maße, in dem er diese Eigenschaft erwirbt, die Höheren Welten zu spüren und fühlt seine Existenz in ihnen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung
 
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Die Physik des Höheren Lichtes


Attacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

Verwandtes Material:
Article: The Science of Kabbalah – A Method of Researching Man and the World
Article: Kabbalah As Compared with Other Sciences
 
 
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Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung!


Frage: Was denken Sie über die Verbreitung der Kabbala unter den Massen des Christentums und des Islam? Die Anwendung der Methode der Kabbala auf das Studium des Evangeliums bringt enorme Erfolge. Der Mensch beginnt zu verstehen, dass er nicht nur Märchen über Zaubertricks liest, sondern über das Bestreben, etwas in der spirituellen Welt zu verändern. Man will das jedem erklären, der es noch nicht weiß oder versteht. Ich denke, Sie sollten das Ihren christlichen Studenten erklären, besonders da das Alte Testament einen Großteil der Bibel ausmacht. Wenn sie das erst mal verstehen, wenn sie erst mal das Glück von wahrer Erlangung spüren, ohne von ihrer Kultur und Religion losgelöst zu sein, dann werden sie es wohl noch mehr unterstützen.

Antwort: Religion steht in keinster Weise mit Kabbala in Verbindung, sondern steht ihr sogar gegenüber. Religion wurde der Menschheit vor der Enthüllung der Kabbala als Rahmenbedingung fürs Leben in der Zeit der Dunkelheit gegeben. Und deshalb stirbt Religion in unserer Zeit aus, obwohl dieser Prozess ein langer ist und es möglich ist, dass es in der Zukunft dennoch Religionskriege geben wird.

Wir sprechen keine religiösen Juden an und wir verbreiten Kabbala nur unter dem säkularen Volk. Es ist nichts Neues, dem religiösen Volk zu zeigen, dass die Tora eine tiefere Bedeutung enthält. Doch sie sind nicht daran interessiert, weil das an den Fundamenten ihres Glaubens rüttelt – dem egoistischen Prinzip unserer Welt: „Mach bestimmte Handlungen und du wirst eine Belohnung dafür bekommen“.

Die Kabbala andererseits, widerspricht dem Egoismus und sagt einem, dass man überhaupt nicht s für seine Handlungen bekommen wird (man wird nichts in seinen Egoismus bekommen, natürlich nicht). Ihre ganze Belohnung besteht darin, von dem Höheren Licht zu „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ korrigiert zu werden.

Dies ist etwas, das Sie nur zu Leuten sagen können, die schon durch alle ihre egoistischen Verlangen hindurchgegangen sind und einen „Punkt im Herzen“ haben – das Verlangen nach dem Schöpfer oder der Bedeutung des Lebens. Menschen, die immer noch durch Glauben befriedigt werden, haben noch keinen „Punkt im Herzen“ und darum können wir jetzt nicht zu ihnen sprechen. Die Kabbala enthüllt einem Menschen das Gesetz der spirituellen Entwicklung. Diese Entwicklung kann nur stattfinden, wenn sie frei und ungezwungen ist – und dies ist ein weiterer Aspekt, der fundamental entgegengesetzt zur Religion steht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
 
Kabbala Akademie

Wohin mit den schlechten Gedanken?

Frage: Sie sagen, wenn ich einen schlechten Gedanken bekomme, darf ich mich weder gegen ihn wehren, noch ihn abweisen. Was soll ich dann mit ihm machen?
Antwort: Ihr müsst ihn bearbeiten. Bearbeiten bedeutet, diesen Gedanken aufzunehmen und sich damit so weit wie möglich in die Mitte des Zehners zu begeben, in die Mitte eurer kleinen Gruppe, so dass er sich in eurer Verbindung auflöst.
Stellt euch vor, ihr habt eine Gruppe, in der ihr euch als ein Ganzes vereint, wie in einer Suppe, die in einem Topf gekocht wird. Sobald ein Gedanke kommt, werft ihr ihn in diese „Suppe“, so dass er sich dort vollständig auflöst.
Welche Wirkung er auch immer in der Gruppe auslöst, es muss so sein. Das Wichtigste ist, dass die Gruppe bereit ist, diesen Gedanken so zu adaptieren, dass er sich in ihr auflöst. Ihr werdet dann ein richtiges Ergebnis sehen.
Frage: Bedeutet das, dass ich den Freunden von diesem Gedanken erzählen kann? Oder reicht es, darüber nachzudenken, damit es in der Gruppe verarbeitet wird?
Antwort: Ihr müsst nicht unbedingt darüber sprechen, könnt aber auch Rücksprache halten. Ihr werdet Schritt für Schritt, nach euren ansteigenden Erfahrungen in der Gruppenarbeit sehen, ob ihr mit euren Freunden darüber sprechen könnt, ob ihr euch noch schämt, oder etwas anderes ist.

Aus dem Unterricht vom 03.02.2019
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