Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sehen, hören, handeln

In vielen kabbalistischen Artikeln wird über das Hören, das Sehen und das Handeln geschrieben. Das Hören symbolisiert die Eigenschaft von Bina, das Sehen die Eigenschaft von Chochma und das Handeln die Eigenschaft von Malchut.

Handeln im spirituellen Sinne bedeutet, dass der Mensch wie der Schöpfer handelt, sein Mitstreiter und Partner wird und so selbst beginnt, mit voller Kraft an der Schöpfung teilzunehmen.

Dabei sind auch Phänomene wie Sehen und Hören Arten der Verbindung mit dem Schöpfer. Die Verbindung erfolgt entweder über Bina – das Hören, über Chochma – das Sehen oder über Malchut – das Handeln. Die Abstufung ist wie folgt: Bina, Chochma, Malchut.

Die vollständigste und stärkste Verbindung wird durch Handlungen hergestellt. Dazu gehören alle Handlungen des Menschen, in denen er dem Schöpfer ähnlich sein möchte.

Wenn wir „sehen” und „hören” sagen, meinen wir damit nicht das Sehen und Hören mit den Augen und Ohren. Es handelt sich um eine innere, angestrengte Arbeit. Sehen, hören und handeln sind verschiedene Arten der inneren Verbindung mit dem Schöpfer.

Aber solange diese Gefühle nicht vorhanden sind, ist es schwer zu verstehen, was das ist. Die Gefühle werden nach und nach kommen. Zuvor müssen die inneren spirituellen Organe entwickelt werden.

Frage: Was soll ich jetzt tun, solange ich diese Kelim (Gefäße), diese Gefühle, noch nicht habe?

Antwort M. Laitman: Lies das Buch Sohar, versuche, es zu verstehen, und dann wirst du  diese Gefühle entwickeln.

Frage: Gibt es keine anderen Methoden?

Antwort M. Laitman: Nein, denn das, was du liest, muss durch deine Bemühungen in Gefühle übersetzt werden, die du mit denselben Bemühungen auf den Schöpfer richtest.

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Aus der Fernsehsendung „Vorwort zum Buch Sohar“, 7. Januar 2024

Der Gesandte des Schöpfers

Kommentar: Heute begehen wir den Gedenktag meines Lehrers Rav Baruch Ashlag-des Rabash. Vor ihm gab es Tausende von Kabbalisten und Millionen von Menschen, die davon träumten, die Spiritualität zu enthüllen.

Jetzt konzentriert sich all diese Arbeit auf uns. Wir müssen uns bemühen, uns in die Form der sogenannten „letzten Generation” zu bringen, um durch den Glauben über dem Verstand hinaus auf die spirituelle Stufe zu gelangen, zum ersten Bewusstsein für die spirituelle Wirklichkeit mit ihren Kräften und Möglichkeiten.

Die gesamte Menschheit beginnt damit, ihre gegenseitige Abhängigkeit zu spüren, sowohl im negativen als auch im positiven Sinne:

abhängig von Kräften der Zerstörung, die nach Krieg trachten, und zugleich von Menschen, die nach Einheit und Frieden streben.

Wir alle sind Teile einer Menschheit und werden uns unserer Verbindung untereinander immer bewusster. Bislang drückt sich diese Abhängigkeit in einer unangenehmen Form aus: als Epidemie. Auf der anderen Seite kommen wir immer weiter voran, denn wir sehen, dass unsere Verbindung von oben kommt und eine notwendige Voraussetzung für den Weiterentwicklung ist. 

Zwei große Kabbalisten: Baal HaSulam und sein ältester Sohn Rabash haben uns eine Methode hinterlassen, die für die „letzte Generation” bestimmt ist. Deshalb sind wir diesen beiden Kabbalisten und dem Schöpfer, der sie uns gesandt hat, unendlich dankbar. Rabash schreibt, dass eine Gruppe von Menschen, die durch ein gemeinsames Ziel verbunden sind und bereit sind, ihre persönlichen Interessen zugunsten der Verbindung aufzugeben, in der Lage sind, noch hier in dieser Welt ein höheres Ziel zu erreichen.

Je höher ein Mensch die Gruppe, den Lehrer und den Schöpfer schätzt, desto näher kommt er der Kraft des Gebens und erreicht den Zustand des Glaubens über dem Verstand. Hier gilt ein Hauptprinzip: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“. Der Mensch strebt danach, sich in die Zehnergruppe einzuschließen, die er so organisiert, dass sie zu einem Ort wird, an dem sich der Schöpfer offenbaren kann.

Wir müssen in dieser Welt als Botschafter des Schöpfers handeln, indem wir den Wunsch von oben erfüllen und Ihm helfen, sich in der Menschheit zu verwirklichen. Denn es gibt keine Verbindung zwischen dem Schöpfer und der Menschheit, die es den Menschen ermöglicht, die Absicht des Schöpfers zu spüren. Deshalb müssen wir diese Verbindung herstellen: auf die spirituelle Stufe des Glaubens über dem Verstand erheben und gleichzeitig im Wissen bleiben. So dienen wir als Übergang zwischen der Kraft von Bina und Malchut, der gesamten Menschheit.

So können wir alle Kräfte und Absichten an die Menschheit weitergeben, die sich uns anschließen und mit uns gemeinsam als uns unterstützende Kraft, als AHAP der spirituellen Stufe, aufsteigen wird.

Natürlich gibt es nichts Neues unter der Sonne, und das Konzept des Glaubens über dem Verstand war den Kabbalisten schon vor Rabash bekannt. Es wurde aber nicht so detailliert erforscht und erklärt, wie es Baal HaSulam und Rabash es taten, um diese Methode in der breiten Masse praktisch umzusetzen.

Rabash hat die Methode von Baal HaSulam ausführlich erläutert und sie mit seinen Artikeln erweitert. Im Wesentlichen hat er den gesamten spirituellen Weg, den ein Mensch gehen muss, genommen und ihn gründlich erklärt. Alle seine Artikel sind wie ein spannender Roman, der von der spirituellen Entwicklung des Menschen erzählt, vom Aufstieg der tierischen-  zur wahrhaft menschlichen Stufe.

Wir verstehen nicht, welche unendliche Tiefe in Rabashs Artikeln verborgen ist. Erst wenn wir die spirituelle Leiter bis zur endgültigen Korrektur erklommen haben, werden wir verstehen, wie dieser Mensch den gesamten Weg für uns vorbereitet hat und welche erhabenen Stufen er in seinen Artikeln beschreibt.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Gedenktag für Rabash“

 

Der Mensch, der das höhere Licht dem Volk näherbrachte

Der Gedenktag für Baal HaSulam, Rabbi Yehuda Alevi Ashlag, ist ein besonderes Ereignis. Er ist einem einzigartigen Menschen gewidmet, einer ganz besonderen Seele, die herabgestiegen ist, um uns mit dem Schöpfer zu verbinden. Er selbst brauchte diese Arbeit nicht mehr für sich selbst, sondern nur für uns.

Baal HaSulam hat den Weg, die Möglichkeit des Kontakts mit der Spiritualität, für Seelen eröffnet, die gerade in der letzten Generation in diese Welt gekommen sind. Das sind wir – die gröbsten Seelen mit dem größten Egoismus, der bis jetzt nicht korrigiert werden konnte. Es ist unsere Pflicht, ihn mit Hilfe der Methode zu korrigieren, die uns Baal HaSulam hinterlassen hat.

Die Lehre von Baal HaSulam, seine Methode der Korrektur, ist ein sehr großes Licht, das jeder Mensch zu sich ziehen kann. Baal HaSulam sprach, erklärte, lehrte und beschrieb uns alle Schritte für den richtigen Weg unserer Seelen zur Korrektur, damit wir sie miteinander verbinden und so unsere Bestimmung verwirklichen können.

Dank der Arbeit von Baal HaSulam kann sogar der gewöhnlichste Mensch, der seiner Methode folgt, die Anhaftung mit dem Schöpfer erreichen, als wäre er ein herausragender Kenner der Tora. Vor ihm war dies nur den großen Kennern der Tora vorbehalten.

Die Korrektur der Seelen im Laufe der Entwicklung der Menschheit erfolgte schrittweise. Vor Baal Schem Tov mussten es sehr erhabene Menschen mit außergewöhnlich hohen Seelen sein, um die höchste Kraft zu begreifen und die Verbindung mit dem Schöpfer zu erreichen. Nach Baal Schem Tov wurde dies gewissermaßen einfacher, das heißt, die höheren Lichter näherten sich den niederen Seelen an. Deshalb haben niedrige Seelen mehr Möglichkeiten, die Größe des Lichts, die Größe des Schöpfers zu begreifen.

Je weiter die Menschheit voranschreitet, desto leichter wird es für uns, uns den Quellen des höchsten Lichts zu nähern und sie zu erschließen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Gedenktag für Baal HaSulam“

 

Die Ziele sind unterschiedlich, die Richtung ist dieselbe

Baal HaSulam, „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“: Diese Weisheit stellt nicht mehr und nicht weniger als eine Ordnung des Abstiegs der Wurzeln dar, die von der Verbindung zwischen Ursache und Wirkung (kausal) bedingt ist, und die ständigen und absoluten Gesetzen unterworfen ist, welche untereinander im Zusammenhang stehen und auf ein erhabenes, doch sehr verborgenes Ziel ausgerichtet sind, welches „die Offenbarung der Göttlichkeit des Schöpfers an Seine Geschöpfe in dieser Welt“ genannt wird.

Alles andere, was wir mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala erreichen möchten, hat damit nichts zu tun. Es ist so, als würde man ein Physik Lehrbuch zur Hand nehmen, in der Hoffnung, Medizin zu studieren oder Chemieunterricht besuchen, um Politikwissenschaft zu lernen. Hier ist es genauso: Die Wissenschaft der Kabbala dient nur dazu, die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen – und das war’s. Wenn du das willst, wird dir die Kabbala als Mittel dazu dienen. Wenn du diesen Wunsch nicht hast, dann beschäftige dich mit dem, was dir gefällt.

Solange in den Menschen gemäß der Ordnung der Evolution kein Wunsch nach der Offenbarung des Schöpfers erwacht war, wurde die Wissenschaft der Kabbala nicht offenbart, um sie nicht zu verwirren. Heute jedoch, da dieser Wunsch insgesamt zu Tage tritt und eine Antwort verlangt, sagen die Kabbalisten, dass die Zeit gekommen ist und die Wissenschaft der Kabbala der Welt als Mittel, als Lösung offenbart werden muss.

Wenn du in der Kabbala nach Wundern, Rezepten für Erfolg im Leben, Möglichkeiten, die Welt zu verändern, Mysterien von Weihwasser und roten Fäden oder irgendwelchen Garantien suchst, wird sie dir nicht helfen. Es ist schade, Zeit zu verschwenden, wende dich lieber an Wahrsager oder Psychologen. Die wahre Wissenschaft der Kabbala, und nicht die Mystik, die unter ihrem Namen verkauft wird, ist nichts anderes als die Offenbarung des Schöpfers gegenüber seiner Schöpfung.

Baal HaSulam erklärt dies mit einfachen Worten. Wenn du den entsprechenden Wunsch hast – bitte sehr. Dann solltest du die Kabbalisten fragen: „Wie kann ich die Wissenschaft der Kabbala nutzen, um den Schöpfer zu offenbaren?“ Und sie werden antworten, dass es eine Bedingung gibt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Man muss eine Gruppe organisieren und in ihr diese Bedingung durch Lernen und gegenseitige Arbeit gegen den eigenen Egoismus umsetzen, um sich über ihn zu erheben und das Ziel zu erreichen.

Zunächst muss man jedoch für sich selbst klären, ob das eigene Lebensziel mit dem Ziel der Kabbala übereinstimmt. Dies muss den Menschen klar und deutlich erklärt werden, ohne Raum für Missverständnisse zu lassen. Selbstverständlich überprüft jeder sich selbst, und die Türen stehen allen offen. Aber wenn dieser Wunsch in einem Menschen noch nicht gereift ist, wenn er noch nicht bereit ist, den Schöpfer zu entdecken, darf man ihn nicht mit Gewalt hineinziehen.

Unser Ansatz muss streng und eindeutig sein: Wir behandeln alle mit Respekt und betrachten diejenigen als Freunde, die den Wunsch haben, sich dem Schöpfer zuzuwenden. Wenn du diesen Wunsch nicht hast, ist die Kabbala nichts für dich – genieße diese Welt.

Heute ist eine neue Ära angebrochen: Vor dem Hintergrund der Krise und Hilflosigkeit beginnt die ganze Welt zu erkennen, dass sie die Höhere Kraft, den Schöpfer, offenbaren muss, da sie sonst nicht überleben und nicht existieren kann. Dies ist bereits eine andere Situation, in der wir allen nach und nach von der Umsetzung der Methode erzählen müssen. Deshalb beginnen wir, den Menschen die Prinzipien der gegenseitigen Bürgschaft beizubringen und zeigen ihnen, dass man mit Hilfe der Vereinigung und der Nächstenliebe von Krisen und Problemen zu einem glücklichen Leben gelangen kann.

Vor einem breiten Publikum erwähnen wir die Offenbarung des Schöpfers nicht, sondern setzen uns ein gutes Leben in unserer Welt zum Ziel. Damit gehen wir jedoch bereits einen gemeinsamen Weg: Auf unserer Seite ist dies das Prinzip der Einheit Israels, der Tora und des Schöpfers, und die anderen begleiten uns, weil sie ihr Leben hier in Ordnung bringen wollen. Letztendlich werden dank gegenseitiger Unterstützung alle mit der Höheren Kraft verbunden sein und sie offenbaren.

Auf diese Weise haben wir heute einen gemeinsamen Kurs mit der gesamten Menschheit. Das Problem ist nur, dass die Massen vor sich die Rettung aus der Krise und materiellen Wohlstand sehen, während wir vor uns die Offenbarung des Schöpfers sehen. Der Unterschied liegt im Ziel, aber die Richtung ist dieselbe.

Deshalb offenbart sich die Wissenschaft der Kabbala einem Prozent der Menschheit, während die Methode der Bürgschaft den restlichen neunundneunzig Prozent offenbart wird. Gegenseitige Bürgschaft ist dasselbe wie die Wissenschaft der Kabbala, nur ohne die Details und Kräfte zu präzisieren, die uns antreiben. Wie uns die Kabbalisten lehren, sollten Menschen, die dafür noch nicht reif sind, das bekommen, was für sie geeignet ist.

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Aus der Lektion zum Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

Stufen der Hingabe der Seele

Wir haben keine eigenen Kräfte, weder positive noch negative, weder eine rechte noch linke Linie. Wir erhalten alles von oben und müssen daher ständig mit der höheren Kraft in Verbindung bleiben. Alles was ich habe, kommt von ihr und ich muss mich an die Mittellinie halten, das heißt, ihr treu zu bleiben.

Das bedeutet, dass ich alles der höheren Kraft zuschreibe und von ihr beide Kräfte, die linke und die rechte, sowie die gesamte Wissenschaft und alle Ratschläge empfange, die es mir ermöglichen, diese beiden Kräfte zu vereinen, damit sie sich in mir vermischen und beginnen, aus mir einen Menschen, Adam, zu formen.

Wir empfangen vom Schöpfer die egoistische Kraft und die Absicht zu Geben sowie die Methode, die es uns ermöglicht, dass eine mit dem anderen zu verbinden und aus uns ein Ebenbild des Schöpfers zu formen, der „Mensch“ genannt wird- Adam.

Das Wichtigste dabei ist, sich zu annullieren, um Kräfte und Absichten aus der höchsten Quelle vom Schöpfer zu empfangen. Indem wir die Materie (den Wunsch zu genießen) mit der Form der Materie (die Absicht zu geben) verbinden, bilden wir aus dieser Kraft des Empfangens und der Kraft des Gebens die mittlere Linie, die um das Geben willen empfängt- den Menschen, den Adam.

In unserem Inneren wird es die Kraft des Empfangens geben, mit der der Schöpfer uns erschaffen hat und die er nach und nach stufenweise hinzufügt. Wir müssen dieser Materie die Form des Gebens verleihen, die wir ebenfalls vom Schöpfer erhalten.

Die richtige Arbeit besteht darin, den Schöpfer um beide Kräfte zu bitten: die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens, indem wir die Zeit beschleunigen, was als „sie heiligen“ bezeichnet wird. Dann schreiten wir in der mittleren Linie voran, korrigieren uns und wenden uns an den Schöpfer, noch bevor Er sich an uns wendet.

Durch die richtige Kombination der beiden gegensätzlichen Kräfte: der Kraft des Gebens und der Kraft des Empfangens, ohne das eine davon überwiegt, sondern indem wir ihre optimale Kombination in der mittleren Linie schaffen, gestalten wir uns selbst in der Form des Gebens. Gemäß diesem angenommenen Bild nähern wir uns mit unseren inneren Eigenschaften immer mehr dem Schöpfer an, identifizieren uns mit Ihm und verbinden uns mit Ihm, gelangen zu einer Umarmung und Einheit, einer grenzenlosen Verschmelzung.

All dies geschieht dank der Hingabe der Seele, denn wir haben nicht das Gefühl, dass wir irgendetwas Persönliches besitzen das frei von der Macht des Schöpfers ist. Wir wollen uns unter seiner vollständigen Macht befinden, denn das ist die Wahrheit. Nur ist sie vor uns verborgen und wir streben danach, sie zu enthüllen.

Auf jeder erreichten Stufe entdecken wir, dass der Schöpfer über uns herrscht. Als Ergebnis unserer eigenen Bemühungen wird offenbart, dass der Schöpfer uns erfüllt und uns keinen Freiraum lässt. All dies ist das Ergebnis der Hingabe der Seele, in dem Maße, in dem ich als Mensch bezeichnet werde.

Um die richtige Beziehung zum Schöpfer herzustellen, die als Hingabe der Seele bezeichnet wird, müssen wir zunächst dieselben Übungen im Zehner in Bezug auf unsere Freunde durchführen.

Der Schöpfer hat dieses Labor für uns geschaffen, damit wir dies praktisch spüren und verwirklichen können, indem wir Unterstützung und kritische Bewertung von den Anderen dafür erhalten, wie wir auf dem Weg zur Hingabe der Seele vorankommen. Wenn ich sehe, was mir fehlt, um dem Zehner treu zu sein, kann ich verstehen, was mir für die Hingabe an den Schöpfer fehlt.

Es gibt verschiedene Stufen der Hingabe, die zu Stufen einer spirituellen Leiter werden. Das Erfassen des Schöpfers erfolgt in dem Maße der Hingabe der Seele, die wir ihm gegenüber erreichen konnten.

Wenn wir nach Hingabe der Seele streben, richtet sie uns richtig auf den Schöpfer aus und gibt uns eine genaue Richtung vor, wie der Polarstern oder die Kompassnadel, die immer nach Norden zeigt, wohin wir uns immer bewegen müssen und woran wir uns überprüfen müssen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Liebe bedeckt alle Sünden“

 

Wann wird der Frieden kommen

S. Vinokur: In Israel herrscht Krieg, und wir konzentrieren uns sehr auf die Technologie: Iron-Dome-Verteidigungstechnologie, Lasertechnologie, Angriffstechnologie – Wasserbomben, moderne Flugzeuge und so weiter. Ich denke immer wieder, dass die Technologie auf die eine oder andere Weise früher oder später auf der anderen Seite auftauchen wird.

M. Laitman: Natürlich. Es wird ein Kampf der Technologien sein.

S. Vinokur: Sagen Sie bitte, an welchem Punkt der Umbruch kommen wird und wir anfangen, über die Wurzel des Problems nachzudenken?

M. Laitman: Die Wurzel des Problems – sie ist unlösbar. Deshalb schalten alle auf die Folgen um – Lieferfähigkeit, Bekämpfung, Kampfstrategien.

Die Wurzel des Problems ist der Egoismus des Menschen. Ich habe noch keine Methode auf der Welt gesehen, die ihn in irgendeiner Weise einschränken kann. Was wir hier brauchen, ist eine Erkenntnis über das Übel unseres Egoismus und wie wir davon geheilt werden können.

Frage: Wie zieht dieser Egoismus Kriege an? Der Egoismus will, dass wir uns hier, in unserem Inneren wohlfühlen. Richtig?

M. Laitman: Ja. Aber das Problem ist, dass das, was im Inneren gut ist, im Außen schlecht ist. Wir verstehen nicht, wie wir unseren Egoismus kontrollieren können, damit er sich gut anfühlt.

S. Vinokur: Sie sprachen immer wieder von der Einheit des Volkes Israel, von der Einheit der Nation, von einem Herzen und so weiter. Wenn Sie das sagen, meinen Sie damit speziell die Wurzel, richtig?

M. Laitman: Ich spreche von der Wurzel, ich spreche davon, was die Nation in unserer Zeit, in unserer Generation tun kann, damit die Welt keine Kriege mehr kennt. Unser Gedanke sollte der Weltfrieden sein. Es liegt an uns.
Wir müssen die Tora lesen. Sie sagt alles sehr einfach. Wenn wir wollen, dass es Frieden gibt, müssen wir ihn selbst schaffen. Wir müssen den Frieden selbst schaffen, indem wir handeln.

Frage: Wenn Sie also sagen, dass diese Wurzel nicht erreichbar ist, was meinen Sie damit? Einerseits fordern Sie den Frieden, andererseits erklären Sie ihn für nicht erreichbar. Wie meinen Sie das?

M. Laitman: Er ist nicht mit unseren menschlichen Kräften, mit unserem Verstand, erreichbar. Aber er ist durch unsere inneren Anstrengungen möglich, wenn wir zum Schöpfer beten und ihn davon überzeugen können, dass wir zum Frieden bereit sind. Frieden unter uns selbst. Und von da an wird es Frieden in der Welt geben. Wir haben schon so viel gelitten, dass wir uns eine Welt im Leid und eine Welt ohne Leid vorstellen können, und wählen können, zu welcher Welt wir gehören wollen.

Frage: Das ist also die Wurzel unseres Problems und des Problems der Welt?

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Lasst uns nach der Bürgschaft verlangen!

Der Schöpfer kann nicht ohne die Gruppe erfasst werden. Andererseits ist eine Gruppe ohne den Schöpfer keine Gruppe mehr, sondern eine „Versammlung von Spöttern“.

Deshalb sind ich, die Gruppe und der Schöpfer eine Gesamtheit. Darüber steht geschrieben: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Die Tora ist die Kraft, die uns zu einer Gruppe zusammenschweißt, wenn wir uns entgegen der uns voneinander wegstoßenden Kraft vereinen wollen. Aus diesem Grund sind die Gabe der Tora und die Bürgschaft miteinander verbunden.

Denn die Bürgschaft ist für sich alleine nicht möglich. Wir setzen sie nicht um, sondern verlangen danach, dass sie umgesetzt wird. Das wird als „das Wunder des Auszugs aus Ägypten“ bezeichnet. Wir nehmen daran nur teil, doch die Veränderungen selbst werden nicht durch unsere Kraft, sondern nur auf unseren Wunsch hin vollzogen.

Unsere Aufgabe ist es, es so sehr zu wollen, wie es nur geht. Und dann kommt die Antwort. Währenddessen erschaffen wir bereits das „goldene Kalb“, wie beim Empfangen der Tora, – das kommt vor, doch wir vergessen auch das Schreien nicht!

Wir müssen uns vorbereiten und die maximale Forderung, zu der wir nur fähig sind, erzeugen. Wir müssen verlangen – und nicht daran denken, was weiter geschieht.

Es ist eine gemeinsame, gemeinschaftliche Forderung notwendig. Dann erhalten wir die Kraft der Vereinigung. Soll unser Egoismus sich doch im nächsten Augenblick wieder aufrichten – so ist das System programmiert. Das ist nicht unser Problem.

Unser gemeinsames Problem ist es, nach der Korrektur jenes – und nur jenes – Egoismus zu verlangen, der uns jetzt gegeben wird. Der Mensch wird nach den momentanen Umständen bewertet.

Man muss sich nur ordentlich mit der Erkenntnis der Notwendigkeit, mit der Bereitschaft zur Attacke vollpumpen.

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Aus dem Gespräch über die Bürgschaft 

 

Kabbala und der IQ-Level

Frage: Nicht alle von uns haben einen hohen IQ, um eine große Menge an Informationen von Ihnen aufzunehmen. Wie können wir uns richtig vorbereiten? Was würden Sie empfehlen?

Antwort: In Bezug auf die Kabbala haben alle genau das gleiche Gehirn, weil keiner von uns besser oder schlechter im Erfassen der spirituellen Welt sein kann. Wir alle beginnen bei Null. Daher spielt es keine Rolle, welche Begabungen sie haben, sie sind nicht besser und nicht schlechter als andere. Das gilt für Männer wie für Frauen.

Es wird von Anfang an gesagt, dass ein kluger Mensch nicht unbedingt mehr lernt oder erfolgreicher ist. Es besteht also kein Grund, jemanden zu beneiden, der scheinbar einen großen Intellekt aufweist. In der Kabbala gibt es das nicht, dass ein kluger Mensch mit einer besonderen Gedächtnisfähigkeit kommt und ihm alles offenbart wird. Nichts dergleichen. Wie die Shechina sagt: „Ich wohne unter den Niedrigsten meines Volkes.“

Daher ist es nicht nötig, spezielle Methoden zur Erlangung oder Offenbarung zu erfinden. Alles wird zu gegebener Zeit zu einem Menschen kommen, wenn er es braucht.

Frage: Können Sie einem Menschen einen allgemeinen Rat geben, wie er sich richtig auf eine Lektion oder ein Ereignis einstimmen kann? Wie setzt man die ersten Gedanken in Gang?

Antwort: Lass ihn mit leeren Händen kommen und wenn er in Stimmung ist, kann er die Psalmen lesen, aber nur so viel, dass es ihn nicht benebelt. Mehr nicht.

Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben. Die Tora dringt sanft in den Menschen ein. Deshalb muss man hier nicht eilen oder sich irgendwohin drängen, nichts wird vor Ihnen davonlaufen.

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Aus der Lektion zur Vorbereitung auf den Kongress „Stärkung im Zehner“, 11.09.2024.

Schawuot – der Feiertag, an dem man die Verbindung zum Schöpfer findet

Ein besonderer Feiertag steht bevor – Schawuot, der Feiertag der Übergabe der Tora. Es symbolisiert die Offenbarung der Tora in der Welt, d.h. die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Menschen.

Das geschah vor etwa dreieinhalbtausend Jahren in der Wüste am Berg Sinai. Solche Symbole gibt es auch in unserer Welt, denn jede spirituelle Wurzel ist verpflichtet, ihren materiellen Zweig zu berühren.

Dieser Feiertag ist von großer Bedeutung, weil der Mensch eine Verbindung mit einer höheren Kraft erhält. Sonst würden wir Tiere bleiben, die ziellos auf dem Planeten Erde existieren, der irgendwo im leblosen Kosmos dahintreibt.

Und jetzt können wir mit der Kraft in Kontakt treten, die das Universum, die Erdkugel und den Menschen erschuf und den ganzen Prozess der Evolution in Gang setzte. Wir können lernen, was hinter diesem Prozess steckt, welche Formen der Beziehung zwischen uns und der höheren Kraft bestehen.

Schawuot ist ein großartiger Feiertag, denn wir feiern das Finden einer Verbindung mit dem Schöpfer, die es uns ermöglicht, uns aus diesem Leben, aus seiner Ziel- und Sinnlosigkeit, über diese tierische Existenz zu erheben. Es gibt keinen bedeutenden Feiertag als die Gabe der Tora; alles beginnt mit ihr! Ohne sie wäre unser Leben vergeudet.
Wir würden gewönliche Tiere bleiben, geboren, um zu leben und zu sterben. Die Tora gibt uns die Möglichkeit, uns über unser Leben zu erheben, die Erkenntnis der höheren Kraft zu erlangen und in die Ewigkeit einzutreten, in die Vollkommenheit, in eine andere Dimension, die auf Geben und nicht auf Empfangen beruht.

Unsere Welt existiert einzig und allein im Egoismus, im Empfangen, und die spirituelle Welt existiert um des Gebens willen; deshalb ist sie ewig und vollkommen. Dank dieser Methode, die Tora genannt wird, haben wir die Möglichkeit, von der unteren Welt in die höhere aufzusteigen.

Deshalb feiern wir Schawuot, das nur wenige Symbole hat: weiße Kleidung und Milchspeisen sind Symbole des Gebens. Das sind die typischen Merkmale dieses Feiertages.

Der Geschichte zufolge wurde die Tora gegeben, nachdem das Volk Israel Ägypten verlassen hatte, d. h. nachdem es vor der egoistischen Absicht geflohen war und das Rote Meer (Yam Suf) durchquert hatte, was bedeutete, sich vom Egoismus zu lösen und die Wüste Sinai zu betreten, den Platz, an dem sich der Hass (Sinaa) zwischen altruistischen und egoistischen Verlangen offenbart.

Und dann steht der Mensch vor einem Berg von Zweifeln. Har (Berg) kommt von Hirhurim (Zweifel). Wie viele Einwände wir gegen das Verlangen zu geben haben, wird uns offenbart und wir müssen daran arbeiten. Deshalb schreien wir: „Wo sind denn die Mittel, die es uns ermöglichen, das Geben zu erreichen?

Dann bekommen wir eine Kraft von oben, die „das höhere Licht“, „Tora“, genannt wird, das heißt „Licht“ (Or), „Programm“, „ Methode“ (Ora’a). So beginnen wir, uns zielgerichtet zu entwickeln.

Bis jetzt korrigieren wir unseren Egoismus von Generation zu Generation, bis wir an das Ende der Korrektur kommen. All dies ist möglich dank der verborgenen Kraft der Tora, die „das Licht, das zur Quelle zurückkehrt“ genannt wird, das höchste Licht der Korrektur.

Es gibt eine besondere Kraft, die an den Tagen dieses Feiertags in der Welt präsent ist. Und wenn wir sie gemeinsam studieren, wird sie uns vorwärts bringen.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Gabe der Tora“ von Baal HaSulam

Das stärkste Gebet ist das Verlangen der Gruppe nach der Eigenschaft des Gebens

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Rolle spielt das persönliche Gebet in der Kabbala und erhört der Schöpfer es? Kann ein Gebet, das mit eigenen Worten formuliert wurde, emporsteigen? Kann es sich auch auf körperliche Dinge beziehen, wie der Wunsch nach einem Haus oder gute Gesundheit?

Meine Antwort: Ein Gebet an den Schöpfer kann alles betreffen. Es muss jedoch aus dem Herzen kommen; gesprochene Worte haben nicht die geringste Bedeutung.

Tatsächlich ist alles, was wir spüren, schon unser Gebet. Wenn jedoch unsere Verlangen oder Gebete nicht mit dem Weg übereinstimmen, der zum Schöpfungsziel führt – der Gleichheit mit dem Schöpfer – dann werden sie „bereinigt“. In anderen Worten, wir erhalten „schlechte Noten“ (Bestrafung) und diese korrigieren uns. Das ist jedoch der lange und schwierige Weg zum Ziel.

Es gibt einen anderen kurzen und bequemen Weg, wenn wir unsere Verlangen oder Gebete auf die Gleichheit mit dem Schöpfer ausrichten – dem Schöpfungsziel. Wie machen wir das? Es ist nur durch die Vereinigung mit der Gruppe möglich und dadurch erhalten wir das Verlangen der Gruppe, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen. Dann gelangen wir zu einem Verlangen oder Gebet, das „kollektives Gebet“ (Tfila be Tsibur) genannt wird.