Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Methode'

Sohar Unterricht vom 13.06.10

Während des Prozesses des spirituellen Fortschritts, sammeln sich alle Arten von Problemen an, die wie ein Schneeball wachsen und vor uns in Form eines riesigen Bergs auftauchen (הר – von הרהורים, Zweifel).

Die innere Arbeit führt zu schmerzhaften Schwankungen – einerseits können wir uns nicht über das materielle Leben erheben, aber andrerseits ist solch ein Leben nicht mehr von Interesse für uns. Das Buch Der Zohar beschreibt schwierige und unruhige Zustände, wenn unsere innere Stimme aufwacht und fragt: „Wäre es nicht besser, diesen Berg ganz zu verlassen?

Beim Empfang der Tora auf dem Berg Sinai standen die Tapferen und die Mutigen näher am Berg, und diejenigen, die Angst und Zweifel hatten, standen weit davon entfernt. Dies deutet darauf hin, dass es für jeden Menschen eine Grenze gibt – was er bereit ist zu opfern, um den Anstieg in der geistigen Welt zu gewinnen.

Ein Mensch, der sich mit der Kabbalah beschäftigt, beginnt nach einer Weile Verwirrung und Hilflosigkeit zu spüren. Die Inspiration verschwindet und alles wird unverständlich und düster. An diesem Punkt ist es äußerst wichtig, nicht vom Weg abzuweichen. Nichts geschieht umsonst. Alle schwierigen Zustände kommen von oben, damit wir durch unsere Mühe im Studium, in der Verbreitung und dem Zusammentreffen die Wichtigkeit des Zieles großmachen.

Wir müssen verlangen, dass uns die höhere Kraft über die Grenze von Leben und Tod erhebt, um alles was geschieht, aus der Sicht der Ewigkeit zu behandeln und nicht mehr aus der Sicht der kurzen und materiellen Existenz. Wir müssen diese Grenze „durchbrechen“, sie annullieren und den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit hier und jetzt zu fühlen..

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Aus dem Land der Liliputaner – ins Land der Gulliweren

Frage: Was ist „Bürgschaft“?

Antwort: Gestern habe ich im Kinderunterricht ein Beispiel herbeigeführt: Jeder Mensch verfügt über eine sehr kleine egoistische Kraft.

Mit ihr alleine, sind wir nicht in der Lage die Spiritualität zu erreichen, denn die Höhere Welt ist vollständig auf das Geben eingestellt, und außerdem befindet sie sich auf einer höheren Stufe – d.h. wir müssen stärker sein, als jetzt.

Wie kann man unsere kleine Kraft verstärken und sie aus der nehmenden Kraft in die gebende umwandeln? – Mit Hilfe der Vereinigung!

Wir müssen die Form der gegenseitigen Bürgschaft erreichen, d.h. uns vollständig, ohne jegliche Grenzen miteinander verbinden. Wie macht man das?

Angenommen, es gibt 50 Menschen – angefangen mit dem kleinsten bis zum größten. Wenn sich alle in den kleinsten Menschen einschließen werden, wird er zum Riesen mit der Größe vom 20 Metern und dem Gewicht von 1000 kg.

Und wenn sich alle in den größten Menschen einreihen werden, der einen Kopf größer als die anderen ist? Wir werden sowieso denselben Riesen – mit der Größe von 20 Metern und dem Gewicht von 1000 kg betrachten.

Das heißt, es wird nach dem gegenseitigen Einschluss weder die kleinen Menschen, noch die großen geben – alle werden gleich sein.

Und wann werden sie in die Höhere Welt eingehen können? – Wenn sie eine Einheit bilden bzw. gegenseitige Verbindung erreichen. Diese Form der Vereinigung wird eben als Bürgschaft bezeichnet.

Auf diese Weise müssen wir uns das gemeinsame geistige Gefäß (Seele, Kli) vorstellen. Es gibt darin keinen Unterschied zwischen den Seelen – weder der „Größe“ nach, noch „dem Gewicht“ nach.

Und wenn die Anfänger zu uns kommen, dann werden sie mit uns zusammen erreichen, was auch wir erreichen werden.

Es ist diese besondere, wunderbare Kraft, die in der Bürgschaft eingeschlossen ist.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 07.06.2010.

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Korrektur in drei Linien

Vorwort zum Sulam Kommentar: Die Rechte Linie kämpft gegen die Linke und will das Licht Chochma der Linken Linie aufheben, um allein das Licht Chassadim herrschen zu lassen. Umgekehrt will die Linke Linie das Licht Chassadim der Rechten Linie aufheben und allein das Licht Chochma herrschen lassen. Aufgrund dieses Streites leuchtet keine von beiden, da dem Licht Chassadim der Rechten Linie das Licht Chochma fehlt, und es ist wie ein Körper ohne Kopf. Und das Licht Chochma der linken Linie ist völlige Dunkelheit, weil es ohne das Licht Chassadim nicht leuchten kann. Für diesen Streit gibt es keine Korrektur, außer durch die Mittlere Linie, die durch den Menschen geschaffen wird, welcher mittels des Gebets dorthin aufsteigt und sich mit dem höheren Licht verbindet… und die Linke Linie zwingt, sich mit der Rechten zu verbinden.

Zwei Linien, die rechte und die linke, werden uns von oben gegeben, doch die Mittlere Linie ist unsere Arbeit. Wir erheben eine Bitte (MaN) um den Schirm und gelangen dadurch zu Korrektur: die Rechte und die Linke Linie verbinden sich, indem sie einander ergänzen und einen Kompromiss erreichen. Es handelt sich um den freien Willen eines Menschen, der sich in ein bereits fertiges mechanisches System der Rechten und der Linken Linie einordnet und dort eine neue Eigenschaft erschafft, die es vorher nicht gab, das Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu sein.

Ich handle durch den Glauben über dem Verstand, durch das Verlangen, das von nichts abhängt, was auch immer geschehen mag. Mich interessiert weder die Rechte noch die Linke Linie, weder Chassadim noch Chochma. Für mich ist nur wichtig, mich mit dem Schöpfer zu verbinden. Deshalb empfinde ich das nicht als Kompromiss (denn die eine Linie kann sich vor der anderen nicht annullieren), sondern lediglich als ein Mittel die Einheit zu erreichen. Deshalb ist dieser Kompromiss auch möglich!

Das ist so, als ob ich zu zwei Menschen kommen würde, die sich wild streiten, und keiner von beiden ist auch nur im Geringsten bereit, von seiner Meinung abzulassen. Doch ich habe nicht vor, sie zu vereinigen und zu versöhnen. Ich habe ein höheres Ziel, ich will etwas Höheres erreichen. Gleichzeitig möchte ich die Kräfte dieser beiden Linien nutzen.

Ich setze ein Ziel, das höher ist als alles andere – ich will mich dem Schöpfer angleichen und mit Ihm verschmelzen. Dann können sich die beiden Linien verbinden und einander ergänzen. In Bezug auf dieses Ziel empfinden sie sich als vollkommen.

Keine der beiden erreicht, was sie will, doch sie geben sich aufgrund ihrer Teilnahme an der Erreichung des Ziels zufrieden. Es leuchtet ihnen die Mittlere Linie, sie ist klein im Vergleich zu den beiden anderen, doch ergründet sie die Vollkommenheit des Schöpfers. Und diese ist eine höhere Vollkommenheit, als die, die jede von ihnen von selbst erreichen könnte, denn sie kommt von der Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht am 30.05.2010

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Methode zur spirituellen Erziehung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie zieht der Höhere den Niedrigeren die spirituelle Leiter hoch?

Meine Antwort: Der Höhere geht zu seinem Zustand des Kleinseins (Katnut) über und steigt zum Niedrigeren herunter, so zeigt er sich ihm klein.

Genauso wie wir, wenn wir mit Kindern spielen, mit ihnen auf gleicher Höhe sein müssen – wir müssen sie das Spiel gewinnen und erfolgreich sein lassen.

Wir nehmen mit ihnen Kontakt auf, wie ein Erzieher, der sich unter Kindern befindet und sich so verhält, als ob er einer von ihnen wäre, und dann fängt er allmählich an, sich zu verändern, damit sie in ihm ein Beispiel eines korrigierten Kindes – ein Muster des erwünschten Verhaltens – sehen können.

Aber er muss ihnen unbedingt ein Beispiel eines Kindes und nicht eines Erwachsenen geben, denn von einem Erwachsenen werden sie nicht lernen.

Sie lernen nur von Kindern, die wie sie selbst sind , denn bekanntlich übt die Umgebung nur dann einen Einfluss aus, wenn die Menschen gleich sind.

Freunde müssen untereinander gleich sein, dann können sie einander als Beispiel dienen. Wenn ich spüre, dass ein Freund größer ist, als ich, dann ist er kein Freund mehr für mich. Ich lerne nur von denen, die so sind wie ich.

Das Gleiche geschieht in der Spiritualität: der Höhere steigt zu dem Niedrigeren herunter und wird ihm in allem gleich, deshalb verbindet er sich mit ihm.

Der Niedrigere annulliert sich nicht vor dem Höheren, denn sie sind quasi gleich, deswegen verbinden sie sich auf gleicher Ebene. Danach kann der Höhere selbst aufsteigen und den Niedrigeren mit sich hochziehen.

Um mit dem Höheren aufsteigen zu können, muss der Niedrigere seine empfangenden Verlangen (ACHaP) annullieren, aber mit den gebenden Verlangen (Galgalta we Ejnaim) mit ihm auf der gleichen Ebene in Verbindung bleiben.

Wenn der Höhere zu mir heruntersteigt, empfinde ich ihn nicht mehr als den Höheren, er wird genauso wie ich.

Wenn ein Zweimeter-Mann mit einem Kind spielt und sich mit ihm zusammen freut oder ärgert, sich wie ein Kind verhält, dann empfindet das Kind ihn nicht als einen Erwachsenen. Es denkt, dass er genauso ist, wie es selbst. Sonst kann zwischen ihnen kein Kontakt entstehen!

Die Wahrheit ist, dass ich mich mit keinem verbinden kann, wenn er sich nicht auf der gleichen Stufe, auf der gleichen Ebene, in genau den gleichen Eigenschaften wie ich befindet – nicht mehr und nicht weniger. Dann entsteht zwischen uns eine Verbindung, sonst nicht!

Das ist wie bei Hochfrequenzwellen, bei denen im Unterschied zu Langwellen selbst bei einer kleinen Überschreitung der Frequenzgrenze die Verbindung unterbricht.

So müssen wir auch für die spirituelle Verbindung eine absolut genaue Übereinstimmung erreichen – nicht mehr und nicht weniger, auf gleicher Ebene. Sonst kann kein Kontakt entstehen und der eine nicht in den anderen eindringen.

Es liegt Veränderung in der Luft


In ein bis zwei Jahren werden wir uns nicht mal mehr daran erinnern, dass wir so unterschiedlich voneinander leben konnten und dass die breite Masse unsere Überzeugung nicht teilen konnte.

Die Menschen werden bald verstehen, dass die Wissenschaft der Kabbala ihnen den verdeckten Teil der Realität enthüllt und dass es notwendig ist, um ein gesundes und geregeltes Leben zu erlangen. Zusätzlich wird es klar werden, dass diese Enthüllung eher durch die Tugend einer übernatürlichen Kraft stattfinden wird, als durch reines Wissen.

Die rein wissenschaftliche Methode benutzend, können wir die Natur nur auf der Ebene unserer Empfindung enthüllen, in der unsere Gedanken und Gefühle arbeiten. Andererseits enthüllt die Wissenschaft der Kabbala wunderbarerweise neue Ebenen des Verlangens in uns, in denen wir eine neue Realität wahrnehmen. Ich erwarte, dass wir in näherer Zukunft Zeugen dieser Enthüllung des Verstehens werden und das Gefühl der Masse enthüllt wird. Wir werden sehen, es wird bald passieren.

Jeder, der an dem Sohar Kongress 2010 teilgenommen hat, ging durch riesige Veränderungen, bewältigte viele innere Ebenen und reduzierte die Zeit ihrer Entwicklung. Einige Leute nahmen am Kongress nicht physisch teil, jedoch gesellten sie sich virtuell zu uns und erhielten damit den gleichen Aufstieg. Einigen Leute waren (in ihrem Verlangen) weit von uns entfernt, jedoch wurden sie ebenso durch den Kongress beeinflusst. Selbst diejenigen, die mit uns überhaupt nicht in Kontakt waren und die überhaupt nichts wollten, erhielten dennoch einen Einfluss, weil wir alle Teil eines einzigen, gemeinsamen Systems sind.

Niemand kann die Teilnahme an dieser Veranstaltung vermeiden, weil wir alle in einer einzigen Realität leben. Darum, wenn wir ein solches Ereignis veranstalten, beeinflusst es die ganze Welt, selbst die Leute die uns hassen und weit weg von uns sind, ebenso wie jene, die uns nahe sind. Es beeinflusst jeden Menschen ohne Ausnahme und es hat einen sogar noch größeren Affekt für jene, die und hassen als für jene, die gleichgültig sind. Daher werden wir schon bald Zeugen von großen Veränderungen aller Schichten der Gesellschaft werden.

Einzigartige Bandbreite einer jeden Seele

Bürgschaft bedeutet, dass ich mich bereit erkläre, von nun an immer meinen leeren Teil in allen anderen zu füllen. Es scheint einfach zu sein, doch dafür muss ich mich spirituell mit jedem einzelnen verbinden und dessen Verlangen spüren. Ich muss herausfinden, wo in seinem Verlangen mein Teil seinen Platz hat, denn wir sind durch unsere Seelen verbunden, und er muss zweifelsohne etwas durch meine Seele bekommen, wie in einem gemeinsamen Organismus.

Wo ist nun in ihm dieser leere Raum, den ich entsprechend dem System, das in der Welt der Unendlichkeit existiert, füllen muss? Darum muß ich mich kümmern, und das betrifft jeden von uns. Es gibt keine Seele, in der ich nicht enthalten wäre und in der ich meinen Platz nicht ausfüllen müsste. Keiner außer mir kann ihn ausfüllen, das ist ein Spezialgebiet, eine einzigartige Bandbreite, um die nur ich mich kümmern kann. Und ich bürge dafür, dass ich das machen will und mich dazu verpflichte – lasst mich sie nur erfüllen! Ich brauche nichts anderes, wie eine Mutter, die sich um ihr Kind kümmert! Sie will nur eins – eine Möglichkeit, es zu bemuttern.

Versucht mal ihr zu sagen, sie soll es in fremde Hände geben. Selbst wenn sie eine Königin ist, genießt sie dadurch, dass sie selbst ihr Kind füttert, obwohl sie genug Bedienstete hat, die das für sie übernehmen könnten. Sie genießt das aber. Genauso müssen auch wir das Geben an den anderen als Genuss empfinden. Aufgrund unserer Verbindung miteinander gibt es innerhalb einer jeden Seele einen Teil, den ich füllen muss.

Meine Seele schließt sieben Milliarden Teile mit ein, und außerhalb von ihr gibt es noch sieben Milliarden Seelen, in jeder von denen ich meinen Teil füllen muss (und so jeder von uns).

Von meinem Punkt im Herzen heraus fülle ich meine Teile in allen anderen Seelen, und jeder von ihnen muss seinen Teil in mir füllen. Genau das nennt sich gegenseitiges Durchdringen von Seelen. Jeder besitzt eine Wurzel seiner Seele, aus der er heraus handelt.

Und alle anderen Verlangen in mir, außer der Wurzel, sind fremd! Sie befinden sich in mir, weil ich alle anderen mit einschließe. Ursprünglich bin ich nur ein Punkt. Um zu leben, brauche ich von allen anderen die Erfüllung all dieser Verlangen. Und ich selbst muss diese Verlangen dafür nutzen, um den anderen zu verstehen und in ihm den Mangel zu korrigieren, den nur ich ausfüllen kann. Durch diese in mir enthaltenen fremden Verlangen verstehe ich deinen Mangel und fülle dich aus meinem Punkt im Herzen heraus. Und du verstehst mich durch mein Verlangen, das in dir enthalten ist, und füllst in mir aus deinem Punkt im Herzen heraus deinen Platz aus. Genau das nennt sich gegenseitige Bürgschaft.

Es gibt keine andere Möglichkeit für uns alle, die Erfüllung zu bekommen! Dies ist die einzige Methode.

Aus dem Unterricht  nach Artikel „Die Bügschaft“ vom Baal Ha Sulam, 18.05.2010

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Auf dem Übergang zu einer neuen Welt

Analytik: Wir treten in eine neue Phase, über die wir noch nichts wissen. Wir wissen nur, dass der Übergang der problematischste Zustand ist, in welchem riesige Leiden und Verluste möglich sind, sogar dann, wenn die Zukunft besser als die Vergangenheit sein kann. Aber wie durchlebt man ihn?

Bemerkung: Richtige Gedanken beginnen sich zu formen. Wir befinden uns tatsächlich in einem Übergang von der Welt, die auf egoistischem Empfangen gegründet ist, in eine Welt die auf altruistischem Geben gegründet ist.

Entweder führen uns ständige Leiden zur Realisierung, dass wir genau diese Welt brauchen oder ein Verstehen des Programms, nach welchem die Natur arbeitet. Auf dem ersten Weg, dem des Leidens, sind wir schon.

Wenn wir jedoch den Menschen die Ursache der Geschehnisse erklären, können wir die Zeit, mit der wir die Notwendigkeit erkennen, unsere Gesellschaft, unsere eigene Einstellung zur Welt verändern zu müssen, verkürzen.

Aber das Verstehen alleine, dass unser Egoismus das eigentliche Böse ist und mit dem Geben, mit Liebe ausgetauscht werden muss, um dieses Leben auf der Erde fortsetzen zu können, reicht nicht aus. Wir brauchen eine Kraft, um uns ändern zu können, und diese existiert nicht in unserer Welt!

Hier beginnen wir zu verstehen, warum Kabbala, die Methodik der Korrektur unserer Natur uns auf eine so ungewöhnliche Art und Weise weitergegeben wurde, warum es ohne sie absolut unmöglich ist, sich zu ändern, und folglich zu überleben.

Die Versuche, unsere Natur zu ändern, führten zur Entstehung von verschiedenen Religionen und Glauben. Ihre Ergebnisse sehen wir: das Böse ist geblieben und entwickelt sich weiter zusammen mit ihnen.

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Der Sohar spricht in der Sprache der Zweige

Aus dem Sohar, Abschnitt Chajei Sara (Das Leben der Sara), Punkt 12: …Somit wurden die Frevler aus dem Buche Dumas ausgelöscht, da er nur aus der Mittleren Linie in die Berechnung einfließen lässt, in der die Frevler nicht inbegriffen sind. Wer also erstrebt sie bei der Wiederbelebung der Toten? Während der Wiederbelebung der Toten, wird der Engel Matat die Berechnung in den Friedhöfen von Duma erhalten. Wer aber wird nach diesen Frevlern verlangen, welche von Duma nicht zu der Wiederbelebung der Toten gezählt werden?

Eine Frage, die ich erhielt: Dieser Text kann den Menschen durch Worte wie „Tot“ und „Friedhöfe“ verwirren oder erschrecken,. Wie erkennen wir auf richtige Weise diese Worte?

Meine Antwort: Wir müssen verstehen, dass der Sohar in der Sprache der Zweige spricht, wie die meisten aller kabbalistischen Bücher. Die Methode beinhaltet nicht einfach nur Wissen, sondern wichtiger noch, erzeugt sie Eindrücke in uns. Dies dient uns dazu, das korrigierende Licht aus der spirituellen Welt auf uns zu ziehen, um dadurch unseren korrigierten Zustand zu erreichen.

Wir sprechen nicht über unsere physischen Körper oder unsere materielle Welt, und wir müssen nicht versuchen, unsere „Hände und Füße“ zu korrigieren; wir versuchen nicht, unsere physischen Probleme zu beheben, die von einem richtigen Arzt behandelt werden müssen. Vielmehr spricht der Sohar über die Korrektur der Seele. Daher gilt: obwohl der Sohar Worte dieser Welt verwendet, spielen sie alle auf die spirituellen Vorstellungen an, was bedeutet, dass dies sich auf unsere inneren Kräfte und Eigenschaften beziehen.

Es sind diese Eigenschaften, die ich jetzt studieren möchte. Ich tue dies, um zu verstehen, welcher Teil von mir „kränkelt“, welcher Teil korrigiert werden muss. Ich tue dies, damit ich wünschen muss, ihn zu korrigieren. Dies ist der Zweck des Buches Sohar.

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Weltweiter Kabbala Kongress vom 7. Mai bis 9.Mai 2010–>

Die spirituelle Führung einer Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Wie lange werden sie unser spiritueller Führer sein?

Meine Antwort: Zu jedem Moment muss ein Student darauf vorbereitet sein, auch ohne einen Lehrer zu sein, und wissen, dass er alles haben wird, was er braucht. Jener, der sich entwickelt, ist einer, der kontinuierlich fordert und unabhängig ist. Er hat den Schöpfer, die Methode und die Gruppe. Alles was erforderlich ist, steht bereits zur Verfügung.

Doch kann man zur nächsten Stufe ohne einen Lehrer aufsteigen? Der nächste Zustand ist eine engere Verbindung zwischen den Freunden. Daher ist eine kollektive Entscheidung erforderlich. Es kann daher kein anerkannter Lehrer durch den früheren Lehrer ernannt werden oder jemand sich selbst als Anführer ernennen. Niemand kann diese Führungsrolle durch Macht, Intelligenz oder List erlangen.

Es ist sicherer, wenn eine Gruppe weiterhin den Weg gemeinsam beschreitet und kollektive Entscheidungen durch ein „spirituelles Gremium“ trifft. Dieses Gremium muss sich nicht aus großen Geistern oder anerkannten Experten zusammensetzen. Es besteht aus Menschen, die dazu in der Lage sind, eine gemeinsame, kollektive Entscheidung zu treffen.

Wer nicht in der Lage ist, auf den Entwicklungsprozess in der Gruppe einzugehen, der hat auch keinen Platz in diesem spirituellen Führungsgremium. Davon umfasst sind: diejenigen, die noch von persönlichen Interessen geblendet sind, die sich nicht vor der Gruppe annullieren können und noch nicht in ausreichendem Maße durch den Geist dieses Weges erfüllt wurden, jene die Fehler machen, weil sie noch nicht die gemeinsame Richtung erfasst oder sich auf diese eingstellt haben und diejenigen, die noch den äußeren Einflüssen unterworfen sind oder aus anderen Gründen ungeeignet sind.

Dieses spirituelle Führungsgremium muss aus Menschen bestehen, welche keine Fehler mit den gemeinschaftlichen Entscheidungen machen, die nicht unter dem Druck von anderen in der Gruppe stehen, und noch wichtiger, die nicht von jemanden von außen beeinflusst werden. Die Gruppe hat das Recht und die Pflicht, jeden zu vertreiben, der die Arbeit stört und seine eigene Überlegenheit behaupten möchte. Dies sind die spirituellen Gesetze, gemäß derer wir wachsen müssen.

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Das Studium des Sohar steht über allem anderen

Sei nicht von der Tatsache überrascht, das sogar ein einzelner Mensch durch ihre oder seine Taten eine Erhebung oder einen Niedergang der Welt hervorrufen kann. Dies ist ein unveränderliches Gesetz. Die gesamte Welt und ihre Teile sind so identisch, wie zwei Tropfen Wasser. Alles was auf der ganzen Welt geschieht, geschieht ebenfalls in allen ihren Teilen. Darüber hinaus geschieht alles, was in ihren Teilen geschieht, auch im Ganzen, weil das Ganze nur durch die Manifestation seiner individuellen Teile enthüllt wird, gemäß ihrem Maß und ihrer Eigenschaft.

Auf diese Weise können wir verstehen, was im Sohar geschrieben steht, dass wir durch das Studium dieses Buches und der Praktizierung dieser Weisheit unserem Zustand des Exils ein Ende machen können und die vollständige Erlösung erlangen. – Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam), „Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 68

Das Studium des Sohar steht über allem anderen, denn die Tora hat vier Ebenen des Verständnisses von Pardes (direkt, andeutend, gleichnishaft und geheim). Jene die einen einfachen Kommentar studieren, können sich nicht einmal vorstellen, dass es eine geheime Bedeutung gibt. Doch jene, die den Sohar studieren wissen, dass es ein Geheimnis darin gibt und das hilft der Korrektur seiner Seele wirklich. – Rav Chaim Ben Yitzchok (Chaim Volozhin), Nefesh Chaim, Kapitel 7

Es gibt keine andere Methode, um die äußere Erscheinung von der Tora wegzunehmen und sie zu enthüllen, als durch die Werke von Rashbi (Autor des Sohar). – Rav Moshe Cordovero (Ramak), Da et Elokey Avicha, Punkt 16

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