Sohar Unterricht vom 13.06.10
Während des Prozesses des spirituellen Fortschritts, sammeln sich alle Arten von Problemen an, die wie ein Schneeball wachsen und vor uns in Form eines riesigen Bergs auftauchen (הר – von הרהורים, Zweifel).
Die innere Arbeit führt zu schmerzhaften Schwankungen – einerseits können wir uns nicht über das materielle Leben erheben, aber andrerseits ist solch ein Leben nicht mehr von Interesse für uns. Das Buch Der Zohar beschreibt schwierige und unruhige Zustände, wenn unsere innere Stimme aufwacht und fragt: „Wäre es nicht besser, diesen Berg ganz zu verlassen?
Beim Empfang der Tora auf dem Berg Sinai standen die Tapferen und die Mutigen näher am Berg, und diejenigen, die Angst und Zweifel hatten, standen weit davon entfernt. Dies deutet darauf hin, dass es für jeden Menschen eine Grenze gibt – was er bereit ist zu opfern, um den Anstieg in der geistigen Welt zu gewinnen.
Ein Mensch, der sich mit der Kabbalah beschäftigt, beginnt nach einer Weile Verwirrung und Hilflosigkeit zu spüren. Die Inspiration verschwindet und alles wird unverständlich und düster. An diesem Punkt ist es äußerst wichtig, nicht vom Weg abzuweichen. Nichts geschieht umsonst. Alle schwierigen Zustände kommen von oben, damit wir durch unsere Mühe im Studium, in der Verbreitung und dem Zusammentreffen die Wichtigkeit des Zieles großmachen.
Wir müssen verlangen, dass uns die höhere Kraft über die Grenze von Leben und Tod erhebt, um alles was geschieht, aus der Sicht der Ewigkeit zu behandeln und nicht mehr aus der Sicht der kurzen und materiellen Existenz. Wir müssen diese Grenze „durchbrechen“, sie annullieren und den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit hier und jetzt zu fühlen..






Vorwort zum Sulam Kommentar: Die Rechte Linie kämpft gegen die Linke und will das Licht Chochma der Linken Linie aufheben, um allein das Licht Chassadim herrschen zu lassen. Umgekehrt will die Linke Linie das Licht Chassadim der Rechten Linie aufheben und allein das Licht Chochma herrschen lassen. Aufgrund dieses Streites leuchtet keine von beiden, da dem Licht Chassadim der Rechten Linie das Licht Chochma fehlt, und es ist wie ein Körper ohne Kopf. Und das Licht Chochma der linken Linie ist völlige Dunkelheit, weil es ohne das Licht Chassadim nicht leuchten kann. Für diesen Streit gibt es keine Korrektur, außer durch die Mittlere Linie, die durch den Menschen geschaffen wird, welcher mittels des Gebets dorthin aufsteigt und sich mit dem höheren Licht verbindet… und die Linke Linie zwingt, sich mit der Rechten zu verbinden.



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