Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Morgendämmerung

Frage: Was ist ein Gebet?

Antwort: Der Schöpfer hat nur das Verlangen nach dem Empfangen von Genuss erschaffen. Verlangen, die durch den inneren Motor, der in mir ein Verlangen nach dem anderen aktiviert, erzeugt werden, können sich automatisch durch die Verwirklichung der Reshimot (Informations-Gene) entfalten. Ein Gebet ist methodische Arbeit an einem Verlangen, das sich in einem Menschen entfaltet.

Jedes Verlangen oder Reshimo besteht aus 613 (Taryag) Verlangen. Diese 613 Verlangen malen durch ihr Auftauchen für mich das Bild von der Welt: In jedem Augenblick neuer Verlangen entdecke ich einen neuen Rahmen der Wirklichkeit, eine neue Welt.

Doch ich selbst kann mir wünschen, an meinen sich ständig entfaltenden Verlangen zu arbeiten, in mir die Entwicklung neuer Reshimot zu beschleunigen; zu lenken, wie sie sich entfalten sollen und meiner Entwicklung nicht erlauben, dass sie zufällig stattfindet. Ich kann mich auf das Auftauchen neuer Verlangen freuen, um an ihnen zu arbeiten, rechtfertige in jedem Augenblick den Schöpfer, schreite in der Verschmelzung mit Ihm voran und erkenne die Notwendigkeit und den Zweck jedes Zustandes. Solche Arbeit mit Verlangen wird als ein Gebet betrachtet. Ein Gebet ist die Arbeit im Herzen und das Herz ist die Summe aller Verlangen eines Menschen. Deshalb wird die Arbeit mit unseren Verlangen als Gebet betrachtet. Darum steht geschrieben: „Man soll den ganzen Tag beten!“ was bedeutet, dass man einen Menschen ständig mit seinen oder ihren Verlangen, sich selbst zur Korrekturen motivierend, arbeiten lassen sollte.

Das unterscheidet sich in radikaler Weise von der Meinung der Massen, die denken, dass sie spirituelle Handlungen oder irgendetwas durchführen, wenn sie ein Gebet aus einem Gebetsbuch lesen. Unsere gesamte Geschichte zeigt uns, wie sinnlos und wie wertlos diese Interpretation des „Gebets“ ist. Es sind lediglich äußere Handlungen, die während der Vorbereitung zur wahren spirituellen Arbeit während des Kabbala Studiums, an uns selbst durchgeführt werden. Nur dann wird die auf die eigene Korrektur ausgerichtete Arbeit als die „Arbeit des Schöpfers“ betrachtet, weil sie von Seinem Licht – Or Makif – getan wird.

Authentische Arbeit liegt in beschleunigten Verlangen. Ich möchte, dass sie sich in mir so schnell wie möglich entfalten, nachdem ich mich selbst und die Umgebung vorbereitet habe: den Lehrer, die kabbalistischen Texte und die Gruppe. So werde ich immer bereit sein und meine eigene Entwicklung einleiten; ich rufe selbst die Morgendämmerung hervor. Es ist Morgendämmerung, denn jedes Verlangen entfaltet sich in mir als eine dunkle Leere, während ich es sofort ins Licht bringe.

Daher ist ein Gebet unsere ganze Arbeit und es gibt nichts außer der Arbeit mit den Verlangen.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 13.03.2011, Das Buch Sohar

Wünsche niemandem ein Leid

Frage: Aus Erfahrung weiß ich, das Menschen nicht verstehen, über welche Art von Einheit wir sprechen. Wie können wir ihnen das wenigstens ungefähr erklären?

Antwort: Einheit bedeutet nicht, dass wir in einem gemeinsamen Raum leben oder jeden kennen. Praktisch gesehen bedeutet es, dass ich zuallererst einen Weg finden muss, um mich selbst zu korrigieren, sodass ich keinem ein Leid wünsche. Das ist der erste Schritt. Wir sind nicht durch die Massenmedien, SMS oder das Internet verbunden. Das sind lediglich die Manifestationen des Systems, indem wir uns befinden. Sie sind die Mittel, die es uns ermöglichen zu fühlen, wie verbunden wir sind. Das Internet wird den Menschen keine Einheit bringen. Es wird nicht erklären, dass wir miteinander verschweißt sind, doch in negativer Weise. Letzten Endes gebrauche ich dieses Kli (Gefäß) ausschließlich zu meinem eigenen Nutzen und möglicherweise, um anderen zu schaden.

Die erst Korrektur beläuft sich daher darauf, damit aufzuhören, einem Mitmenschen Leid zu wünschen. Ich beginne zu fühlen, dass wir als integrale Teile miteinander verbunden sind und buchstäblich ineinander eingebettet sind. Ich muss dieses System enthüllen, da die Natur mir dies sonst in einer sehr unerfreulichen Weise zeigen wird. Sie schlägt mich an der einen Stelle und ich erleide an einer völlig anderen Stelle, scheinbar ohne Bezug dazu, ein Unglück.

Doch das ist deine Sache und du musst diesen Schlag selbst spüren. Wenn du immer noch nicht spürst, was die anderen tun, bedeutet es, dass du dich nicht zusammen mit ihnen im gleichen Organismus, dem gleichen System befindest. Du musst immer noch Korrektur erhalten: Entweder du wünschst dir, sie zu akzeptieren oder die Natur wird sie dir aufzwingen.

Erst einmal sehen wir, wie jeder sich am Kummer der anderen freut, jedesmal, wenn jemand traurig ist. Das ist unsere Natur. Heute wird dies enthüllt und dementsprechend müssen wir eine Korrektur durchführen.

Mithilfe von was? Die Kabbalisten sagen, dass es die Meinung der Umgebung ist. Wir müssen die Umgebung künstlich um uns herum herstellen, die uns dann verpflichtet, anders zu denken und sie wird uns erziehen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.03.2011, über die Prinzipien globaler Erziehung

Sei der Anführer der Vereinigung

Frage: Ich habe den Eindruck, dass mit der zunehmenden Globalisierung der unverwechselbare Charakter jedes Menschen allmählich verschwindet. Was wird in der Zukunft von meiner Einzigartigkeit bleiben?

Meine Antwort: Das ist eine falsche Annahme. Wenn ich mit anderen Menschen verbunden bin, erhält mein unverwechselbarer Charakter die Möglichkeit, sich maximal auszudrücken, und zwar unendlich, weil ich aus mir selbst herauskomme, hinein in andere und alle mit meinen Anstrengungen vereine.

Der ganzen Welt fehlt meine Beteiligung und mit meiner Beteiligung erfülle ich die ganze Welt. Auf diese Weise ist die Welt von mir abhängig.

Nichts reicht an diese Selbstdarstellung heran. Und außerdem gibt es für dich keinen Weg, dich selbst wahrhaftig auszudrücken. Willst du wirklich an der Spitze von allem sein? Dann los – dir wurde die ganze Welt gegeben. Sei der Anführer und vereine alle miteinander. Da hängt alles von dir ab. Gebrauche deinen Stolz, deine Machtlust und deine Einzigartigkeit – vorwärts. Vor dir liegt die ganze Welt.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 15.03.2011

Gebt mir meine Verlangen zurück

Die Umgebung bedeutet nicht die Gesichter der Menschen und ihre materiellen Körper, es ist das Verlangen, die Kraft, die ich von ihnen bekomme. Und dann wird dieses Verlangen zu meinem, indem es sich dem Punkt im Herzen anschließt.

Wenn ich in der Lage bin, den Eindruck von der Wichtigkeit des Gebens, des Schöpfers, des spirituellen Ziels, des Verlangens zu geben von ihnen zu bekommen, dann habe ich die Möglichkeit, die Kraft des Lichtes, die sich dort verbirgt, zusammen mit ihnen im Inneren dieses Verlangens zu erwecken.

Und dann beginnt dieses Verlangen, sich unter der Einwirkung des Lichts zu korrigieren – das heißt, mir anstatt der Kehrseite das Gesicht der Spiritualität, der Eigenschaften des Gebens, zu zeigen, und in ihnen enthülle ich mein Leben im Licht des Gebens. Genau das bedeutet die Enthüllung der spirituellen Welt, des Schöpfers den Geschöpfen.

Deshalb heißt der Schöpfer Bore – „komme und siehe“, sprich alles, was ich in jenen Verlangen, die ich von der Umgebung eingesammelt habe, bekommen habe. Die Umgebung ist mein eigenes Verlangen, nur von der Kehrseite betrachtet und deshalb scheinbar zu den anderen Menschen gehörend.

Ich habe dieses Verlangen von ihnen bekommen und verstanden, dass es mein eigenes ist, und deshalb will ich es wieder an mich anschließen. Doch die Spiritualität ist so erschaffen, dass mein ACHaP (der untere Teil) sich in den GE (dem oberen Teil) von anderen Menschen befindet. Aus diesem Grund kann ich mein ACHaP nicht zurückbekommen, bevor ich den GE aller Anderen nicht bekommen habe.

Meine empfangenden Verlangen kehren also bereits mit den fremden gebenden, sprich korrigierten Verlangen zu mir zurück, und ich schließe sie an mich an, zusammen mit dem sie ausfüllenden Licht Chassadim.

Die Wichtigkeit des Gebens, die ich versucht habe, von der Umgebung zu bekommen, sind also die fertigen spirituellen Kelim, Verlangen, in denen ich die Spiritualität auch erfasse.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Begeisterung von der Wichtigkeit des Schöpfers durch die Umgebung“, 16.03.2011

Der Mensch auf dem Esel

Frage: Mit dem Verstand begreife ich, was Sie sagen, doch im Herzen spüre ich, dass ich absolut nicht bereit bin, mich zu annullieren, um mich mit den anderen zu verbinden. Wie schaffe ich es, dies zu wollen?

Meine Antwort: Wir werden niemals den höheren spirituellen Zuständen näher kommen wollen. Und es ist gut, dass wir es selbst erkennen! Der Mensch versteht, dass er unter keinen Bedingungen die wahre Spiritualität und nicht irgendwelche von ihm eingebildete Märchenwelt will, in der er zwischen Engeln umherflattern und alles, was er will, tun wird, in der er die volle Macht erhalten und alle Welten von einem Ende bis zum anderen sehen wird.

Und wenn wir beginnen zu verstehen, was die wahre spirituelle Realität bedeutet, die höher als jeder egoistische Nutzen, den wir uns vorstellen können, ist, dann wollen wir sie natürlich nicht mehr.

Wir müssen jedoch verstehen, dass alle Veränderungen in uns nur durch das höhere Licht, das zur Quelle zurückführt, vollzogen werden. Es muss auf uns einwirken und uns neue Eigenschaften verleihen. Nur durch die Erkenntnis dieser Eigenschaften – durch das Verständnis, die Empfindung, die Macht über sie – werden wir beginnen, die Welt bereits aus ihnen heraus wahrzunehmen. Auf diese Weise werde ich allmählich zu einem Menschen.

Ich werde beginnen, wahrzunehmen, dass über dem tierischen Körper, mit dem ich mich heute identifiziere, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Höheren aufgebaut wird, eine neue Form, ein Kli, genannt „der Mensch“ in mir, d.h. „dem Schöpfer ähnlich“ (Adam, Mensch kommt vom Wort dome/ähnlich). Dieser Mensch reitet quasi meinen „Esel“ (Esel/Hamor kommt vom Wort Homer/Material), meine früheren Verlangen.

Und jener Mensch, der den Esel reitet, ist derjenige, der den Schöpfer versteht und spürt. Jedoch nicht der Esel selbst!

Diese Erschaffung des Menschen in uns kommt durch das Licht, das zur Quelle zurückführt. Und nicht, weil wir es selbst so sehr wollen – natürlich nicht! Unser Esel (d.h. wir heute) will nicht, dass der Mensch kommt! Denn der Mensch beginnt über den Esel zu herrschen.

Und der Esel will das Gewünschte für sich empfangen… Deshalb ist es nur natürlich, dass wir heute nicht den wahren spirituellen Zustand wollen. In dem Maße unseres Vorankommens beginnen wir zu verstehen, dass die spirituelle Welt etwas ganz anderes ist, als das, was wir erwartet haben, und dass wir sie nicht mehr wollen.

Das weitere Vorankommen ist nur durch den Einfluss der Gruppe möglich, die uns die Wichtigkeit der spirituellen Erkenntnis einredet. Nur in diesem Ausmaß werden wir vorankommen können, in uns selbst werden wir keine Kraft dafür finden.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.03.2011

Die Lösung befindet sich zwischen uns

Frage aus Japan: Wie soll unsere innere Arbeit in den Notsituationen aussehen? Während ich den Unterricht schaue, hören die Erschütterungen nicht auf.

Meine Antwort: In diesen Tagen müssen wir uns noch stärker auf die Einheit konzentrieren und zuversichtlich sein, dass wir gerade durch innere Anstrengungen solche Katastrophen in der Welt verhindern können – sowohl in Japan als auch in allen Regionen, in denen die Menschen im Moment leiden.

Warum leiden sie? Warum schreiten sie nicht auf dem richtigen Weg der Korrektur entgegen? Warum erwachen sie nicht und gehen nicht auf die Straßen mit der Forderung: „Maschiach (Messias) jetzt!“? Mit anderen Worten: warum verlangen sie nicht nach der Korrektur, nach den Veränderungen, nach einem neuen Zustand?

Warum rufen sie stattdessen zum Regierungswechsel auf? Wie wird das ihnen helfen? Es wird keinem davon besser gehen, selbst wenn der libysche Diktator zurücktritt. Den entstandenen Bruch wird der islamistische Radikalismus oder etwas anderes füllen, doch es wird lediglich ein blinder psychologischer Ersatz sein. In Wirklichkeit wird es den Menschen nicht besser gehen. Das ist der Weg der Leiden.

In letzter Zeit rüstet sich die Welt rapide auf. Wir nehmen den eigentlich bereits gestoppten Rüstungswettlauf wieder auf, als wollten wir unsere Kräfte messen. Was für eine Dummheit, sich wie kleine Kinder zu streiten! Doch schau, wie viel Kraft und Ressourcen hineininvestiert werden.

Letztendlich hängt alles von uns ab, von allen unseren Freunden weltweit, die einen Impuls zur Korrektur bekommen haben. Wir selbst müssen uns innerlich verbinden, uns als ein Ganzes wahrnehmen. Dann werden wir in dem Verlangen, die ganze Welt zu vereinen, auch den anderen helfen, sich anzunähern. Denn sie sind unser passiver Teil, sie sind nicht in der Lage, sich durch eigene Kräfte anzunähern, solange wir ihnen nicht die Gelegenheit bieten, sich mit uns zu verbinden.

Wenn der Mensch erweckt wurde und den Punkt im Herzen bekommen hat, kommt er zu uns und schließt sich all denjenigen an, die die Entwicklung vorantreiben und beschleunigen, indem sie die Geschwindigkeit ihrer Arbeit der Geschwindigkeit der Erscheinung von neuen Reshimot anpassen. Dann werden uns keine Kräfte, keine Tsunamis, keine Revolutionen, keine Kriege usw. auf negative Weise zum Vorankommen zwingen.

Alles hängt von unseren Anstrengungen ab, davon, in welchem Maße wir an der Vereinigung arbeiten. Es gibt keine anderen Lösungen für die Welt.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Umweltproblem und der Weg zu dessen Lösung“, 13.03.2011

Die Kraft der Anfänger

Frage: Lindern die Kabbalisten die Leiden der Welt durch ihre spirituelle Entwicklung?

Meine Antwort: Natürlich. Mehr noch: darin gibt es weder große noch kleine. Die Menschen glauben, dass ein großer Kabbalist das Unheil durch ein Gebet abwenden kann.

In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: gerade Anfänger mit dem kürzlich erwachten Punkt im Herzen, die verwirrt sind und noch nichts verstehen, bewirken mit ihrem noch weit entfernten, kleinen Verlangen mehr als jemand, der schon lange dabei ist.

Ähnlich einem kleinen Kind, das zum Familienoberhaupt wird, können Menschen, die den spirituellen Weg gerade begonnen haben und scheinbar von den realen Handlungen noch weit entfernt sind, mit ihrem einfachen Verlangen und ihren Gebeten mehr als „alte Hasen“ erreichen.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Umweltproblem und der Weg zu dessen Lösung“, 13.03.2011

Das unerträgliche Zusammenleben

Frage: Sie sagen, dass ein Ehepaar eine korrigierte Familie vorspielen soll. Doch was soll man tun, wenn das Böse sich ständig zwischen den Ehepartnern enthüllt, wenn sie sich oft streiten, einander nicht respektieren oder nicht verstehen?

Meine Antwort: Leider hat keiner von uns eine notwendige Erziehung genossen, keiner wurde auf das Familienleben vorbereitet. Wir müssen sowohl den Mann als auch die Frau erziehen und ihnen die Herstellung von einer richtigen gegenseitigen Beziehung miteinander und mit den Kindern beibringen.

Das ist das Problem der egoistischen Entwicklung: jeder meint, er wüsste, was zu tun ist. Keiner bereitet den Menschen auf das Leben vor. Anstatt den Menschen zu erziehen, bringen wir ihm mit Müh und Not irgendeinen Beruf bei. Das ist der Grund, warum wir heutzutage eine so tiefgehende Krise haben.

Die familiäre Krise wird unerträglich. Nach den Versuchen, zusammenzuleben, versinkt die Welt in einer allgemeinen und totalen Verzweiflung. Dabei ist uns nicht klar, dass die Familie die Grundlage allen Lebens ist. Ohne sie wird das Leben nicht fortgesetzt.

Der Mensch wird nach einer Antwort suchen müssen, und diese Antwort klingt folgendermaßen: „Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“. Wir müssen begreifen: die egoistische Entwicklung hat uns in eine Sackgasse geführt: wir können einander nicht mehr ertragen.

Uns wird nur die Wichtigkeit des Ziels helfen, welches wir nur erreichen können, wenn wir eine korrigierte Familie haben, die die Kinder richtig erzieht. Nur unter diesen Bedingungen erlangen wir die Ähnlichkeit mit der Natur, mit dem Schöpfer, enthüllen Ihn, verschmelzen mit Ihm und erlangen das ewige Leben auf der spirituellen Stufe.

Nur das spirituelle Ziel wird den Menschen dazu verpflichten, eine richtige Familie zu gründen – mit Kindern und mit einer richtigen gegenseitigen Beziehung zwischen den Ehepartnern.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 08.03.2011

Kongress = Beschleunigung

Frage: Wie können wir uns auf dem kommenden Kongress in New Jersey miteinander verbinden, sodass wir die Zeit beschleunigen?

Meine Antwort: Der Kongress ist die maximale Beschleunigung, die in unserer Welt möglich ist. Es gibt keine kraftvollere Handlung. Auf diese Weise erlebe ich es selbst.

Das Gleiche habe ich bei Rabash während der einfachsten Handlungen der Vereinigung durch die Gruppe gesehen. Selbst wenn wir nirgends zusammen hinfuhren und keine anderen Menschen aus der Welt mit uns verbunden haben, war es für ihn trotzdem sehr wichtig.

Nach jedem Kongress fühle ich, wie wir eine Stufe höher aufsteigen und die Fähigkeit erlangen, unser Material auf neue Weise zu erklären. Ich glaube, alle fühlen das.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011, über die Zeit

Ein Hund, der dem Menschen folgt

Frage: Was bedeutet Zuversicht in meinem Leben?

Meine Antwort: Zuversicht in meinem Leben bedeutet die Empfindung, dass ich derart mit der Gruppe im Innern verbunden bin, so dass ich in dieser Einheit den Schöpfer enthülle. Diese Verbindung habe ich selbst erlangt. Es wurde in meinem Lebensbericht verzeichnet und kann daher nicht verschwinden. Und wenn er plötzlich verschwinden sollte, dann nur deshalb, damit ich ihn auf einer neuen Ebene wiederherstelle um eine stärkere Bindung zu erlangen. Und auch darin habe ich Zuversicht, dass ich in Zukunft immer in der Lage sein werde, diese Verbindung aufrecht zu erhalten, und dadurch werde ich aufsteigen.

Zuversicht ist in meinem Leben die Empfindung, dass ich durch den Wert meiner eigenen Anstrengungen eine Verbindung mit dem Schöpfer erlangt habe und mit dem Licht des Schenkens (Chassadim) gefüllt wurde. Nur das Licht Chassadim, des Schenkens, erhebt uns über den Egoismus und die Sorge über uns selbst, schenkt uns Zuversicht. Entweder du sorgst dich um dich selbst oder um andere – eins von beiden.

Hier befindet sich nur eine psychologische Barriere, und wenn du über diese Grenze hinaus gehst (Grenze oder Machsom) und anstatt deiner, andere wahrzunehmen beginnen wirst, dann wirst du das Gefühl der vollständigen Zuversicht in deinem Leben erhalten. Dies wird dir nur durch die Macht des Lichts gegeben.

Offensichtlich kannst du deine eigene Natur nicht verändern. Und wenn dies geschieht, fühlst du, dass es dir an nichts fehlt oder jemals gefehlt hat. Du wirst dich im Licht des Schöpfers befinden, in Seiner Macht. Und welche Probleme könntest du wohl im Schloss des Königs haben, das alles enthält, was du dir möglicherweise wünschen könntest?

Nur das höhere Licht kann dich von der Todesangst befreien, denn es verleiht dir die Empfindung des ewigen Lebens. Du beginnst in jedem anderen zu leben und verlierst das Gefühl, dass du im Innern deines Egoismus lebst, deinem belebten Körper.

Im Augenblick hast du Angst, dieses Leben im Körper zu verlieren, denn du besitzt kein anderes Leben! In dem Moment, in dem du das andere, spirituelle Leben lebst und auf dessen Ebene aufsteigst, wirst du dort diese irdische Ebene, diesen Körper gleich einem Hund oder Esel neben dir empfinden.

Das ist, wie du dieses irdische Leben wahrnehmen wirst, wie etwas, das dich lediglich begleitet, bis es dich verlässt. Jedoch wirst du dich nicht traurig oder verängstigt darüber fühlen.

Mach die keine Sorgen, wir haben das ewige Leben, das uns die Kabbala bringt, noch zu erreichen!

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 03/03/2011 über Zuversicht