Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschen'

Das freiwillige Gefängnis der Menschheit

Die Menschheit kann sich weder als eine Gattung erhalten, noch ihre Existenz sichern, wenn sie die zwischen den Menschen existierende Selbstsucht nicht zerstört . Nur das wird uns helfen, die Erdkugel zu unserem gemeinsamen zu Hause zu machen.

Wir haben untereinander das egoistische System der Beziehungen erschaffen, das als „die Wirtschaft und die Finanzen“ bezeichnet wird. Es ist ein sehr genaues, richtiges System: „Du – mir, ich – dir„. Jeder verdient entsprechend seinen Bemühungen. Wenn ich klüger als du bin, dann verdiene ich mehr, weil ich dazu das Recht habe; wenn du schwächer und fauler bist, dann verdienst du weniger als ich, und hast kein Anspruch auf mehr. „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“, so funktioniert die Demokratie. Das ist alles.

Warum soll man eigentlich jedem nach seinen Bedürfnissen geben?! Ich bin dagegen. Jeder wird eine Forderung entsprechend seinen Bedürfnissen aufstellen?! Nein. Jedem nach seiner Leistung und entsprechend seinem Beitrag. Dann ist alles in Ordnung und gut…

Es zeigt sich nur, dass eine solche Denkweise nicht mehr funktioniert. Und es sieht so aus, dass wir mit dieser Einstellung ein gewisses Gleichgewicht untereinander verletzen. Zwischen uns wird eine neue Verbindung sichtbar, die alle wirtschaftlichen Berechnungen, alle Finanzsysteme verletzt. Und wir wissen nicht, was damit zu machen ist!

Wir sehen, dass eine seltsame, neue Fortsetzung der Evolution stattfindet. Welche denn? „Der Schmetterlingseffekt“, ein Effekt der Zusammengehörigkeit und globalen Abhängigkeit, der das Leben von jedem Menschen beeinflusst.

Wie überlebt man in der Welt, in der man von allen abhängig ist und alle anderen Menschen von dir? Was soll ich dann machen, ein Maschinengewehr kaufen und mich auf einem Turm verbarrikadieren, dort lebenslang sitzen, mit der Hoffnung , dass „mir jetzt hoffentlich nichts passieren wird?“ Das ist unmöglich! Dies bedeutet, dass wir nach irgendwelchen anderen Beziehungen untereinander streben müssen.

Wir nähern uns dem Zustand, in welchem unsere Selbstsucht nicht nur die Umwelt zerstört, sondern beginnt, sich selbst zu fressen. Sie zerstört die Familie, die Sicherheit und das Leben.

Diese egoistische Einstellung gegenüber der Welt bringt den Menschen dazu, sich sein Gefängnis zu bauen. „Arbeit-Haus, Haus-Arbeit“ und nichts mehr, und mich gibt es nirgendwo mehr. Hierzu kommen noch Fernseher, Hamburger, Bier, worin meine ganze Existenz und alle Wünsche bestehen. Nach der Arbeit sitze ich vor dem Bildschirm des Fernsehers, auf der Arbeit, vor dem Bildschirm des Computers. Vor mir sind zwei Bildschirme, mehr gibt es nicht.

Wir werden heute kein gutes Leben erreichen können, wenn wir nicht auf eine neue Stufe der menschlichen Beziehungen gelangen. Darin liegt unser heutiges Problem.

Auszug aus dem Gespräch über die Bürgschaft, 25.09.2011

EU steht kurz vor dem Zusammenbruch, die Welt ist in Kriegserwartung

Meinung (Ch.Torreblanca – der wissenschaftliche Mitarbeiter der EU für internationale Beziehungen): Das Gefühl, dass Europa auseinander bricht, wird mit jedem Tag deutlicher. Schließlich ist die Europäische Union die Erfindung des Menschen, und ihre Nützlichkeit rechtfertigt ihre Existenz.

Dieses grandiose Projekt kam unter günstigen Voraussetzungen zustande. Aber die heutigen ungünstigen Umstände können es leicht zerstören, besonders wenn die für seine Existenz verantwortlichen Partnern ihren Pflichten ausweichen. Viele loyale Menschen sind sich bewusst, dass die Gefahr der Auflösung der Europäischen Union ganz real wird.

Mein Kommentar: Vom Gesichtspunkt der Realisierung des Naturprogramms, welches die Menschheit zur einheitlichen Form bringen soll, wird der Zerfall der EU zur größten Verschärfung der Krise und zum Ungleichgewicht mit der Natur führen, was einen Schritt rückwärts und eine drohenden Bewegung Richtung Weltkrieg bedeuten würde.

Ein Taschenbuch für die Menschheit

Frage: Wie kann das Buch Sohar für das gesamte Volk relevant sein, und nicht nur für die Menschen mit dem Punkt im Herzen? Für die Menschen ohne Punkt im Herzen ist das Buch Sohar einfach noch ein weiteres Buch oder?

Meine Antwort: Es wird die Zeit kommen, wo jeder Mensch in der Welt verstehen wird, dass wir alle untereinander in einem bestimmten Netz verbunden sind. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem System der Verbindungen, sie erforschen und studieren es.

Es gibt solche Menschen, die einfach eine innere Empfindung haben und fühlen, dass die ganze Welt verbunden ist. Und diese Menschen meinen einfach, sie sollen mit den anderen Menschen gut umgehen.

In der Welt, in welcher alle Systeme der Verbindung zusammenbrechen, sei es die Erziehung, Bindung, Finanzen oder Politik, wo die Beziehungen zwischen den Menschen nicht mehr funktionieren, muss man wissen, wie man dieses Makro-System wieder zum Gleichgewicht bringen kann. Dafür muss man lernen. Wo kann man dieses Wissen erwerben? An welcher Universität? Es steht nirgendwo geschrieben! Wo ist die Karte meiner Verbindungen mit der Welt? Es gibt so was nicht!

Es geht darum, dass das Netz zwischen uns zu offenbaren. Wie kann es enthüllt werden? Wenn wir darin die lebenswichtige Notwendigkeit empfinden, denn wir alle wollen ein sicheres, gutes Leben für uns und unsere Kinder, ohne Naturkatastrophen und Schläge von allen Seiten, dann müssen wir die richtige Verbindung zwischen uns erkennen. Wie können wir diese Verbindung erkennen?

Die Kabbalisten sagen: „In diesem besonderen Buch, das „Sohar“ genannt wird, ist über die richtige Verbindung zwischen euch geschrieben. Wenn ihr nach der Verbindung strebt, dann lest das Buch „Sohar“!“ Dann öffne ich das Buch und lese eine Seite nach der anderen, und ich sehe, dass es funktioniert.

Die Menschen werden sehen, dass es funktioniert. Wenn die große Masse der Menschen beginnt, das Buch „Sohar“ zu studieren, dann wird es offenbart. Auf jeden Fall ist es notwendig, mit den kabbalistischen Quellen verbunden zu sein. Selbst wenn es auf die Art und Weise geschieht, wie die religiösen Menschen diese Bücher lesen würden, ohne über den inneren Inhalt etwas zu wissen. Alle Bücher der Tora erzählen über die Verbindung zwischen den Menschen, aber sie studieren sie unter einem anderem Aspekt.

Deshalb müssen wir das Buch „Sohar für das Volk“, an dem wir begonnen haben zu arbeiten, auf jeden Fall beenden, um es der Welt als einen Teil des Studiums präsentieren zu können. Auf dieses Buch können die Menschen nicht verzichten, wie geschrieben steht: „Mit Hilfe des Buches Sohar werden wir aus dem Exil befreit“. Damit sind nicht nur 1 % der Weltbevölkerung gemeint, sondern alle Menschen werden von der Macht des Egoismus befreit. Alle müssen in irgendeiner Form dieses Buch studieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2011

Wie kann man das Licht an alle weiterleiten

Die Struktur der Welt kann man in Form einer Pyramide darstellen, in der es mehrere Schichten gibt. Oben befinden sich die Menschen mit dem Punkt im Herzen (•). Solche Menschen lebten zu allen Zeiten und strebten nach der Eigenschaft des Gebens, weil es in ihrem „Herz“, d.h. in ihrem Verlangen zu genießen, „den Punkt“ aus der spirituellen Welt gibt. Die natürliche Selbstsucht und der Punkt im Herzen kann man mit zwei „Zügel“ vergleichen. Mit Hilfe dieser zwei „Zügel“ und der Umgebung, können die Menschen, die nach Spiritualität streben, aufsteigen, weil sie auf sich die Kraft des Gebens einwirken lassen.

Bei allen anderen Menschen gibt es keinen Punkt im Herz, ihre Verlangen sind nur auf den gewöhnlichen Selbstgenuss gerichtet. Nachdem die Menschen mit dem Punkt im Herzen (wir) das Licht empfangen, geht es auch zur folgenden Schicht herüber.

Hier gibt es verschiedene Menschen, einschließlich die Wissenschaftler, die unsere Botschaft über die integrale Welt schneller verstehen können. Durch ihre Forschungen können sie unsere Aussagen nachvollziehen, und wir sollten sie deshalb zu unseren Partnern machen. Ein gebildeter Mensch kann aus der heutigen Entwicklung verstehen, dass die Welt ganzheitlich betrachtet werden muss. Und es ist eben die Forderung der Natur. Es gibt viele Tausende von diesen Menschen: Wissenschaftler, Ökonomen, Soziologen, Politologen usw.. Wir sollten mit ihnen kooperieren.

Außerdem gibt es noch Politiker, Magnaten usw.. Wir sollen sie mit Hilfe der Wissenschaftler über die komplizierte Weltsituation aufklären. Auf der einer Seite können uns Kriege erwarten und auf der anderen Seite ist die Vereinigung dringend erforderlich, um der Gewalt auf dem Planeten vorzubeugen. Die nächste Schicht, die uns hören wird, sind die Menschen, die etwas zu verlieren haben, es ist die wirtschaftliche – politische Elite.

Die Politiker und die Reichen werden mit einem neuen Problem konfrontiert, sie werden gehasst. Die Krise wird die Welt, mit den Politikern und den Reichen an der Spitze, beherrschen. Noch gestern hatten die Menschen Respekt vor ihrem Reichtum und heute werden sie gehasst. Diese Erscheinung wird sich bald bis zur Brutalität verschärfen, und sie werden einen schweren Druck fühlen.

Und in diesem Moment werden wir ihnen zusammen mit den Wissenschaftlern die Lösung anbieten können. Da es keinen anderen Weg gibt, müssen wir die allmählichen Veränderungen in der Gesellschaft vorbereiten. Was wir brauchen ist eine globale Erziehung. Sie ist heute lebensnotwendig.

So erreichen wir die Hauptschicht der Pyramide – das Volk, die Massen, die die Gesetze der neuen Welt studieren werden.

Es wird einfach sein, unsere Idee umzusetzen. Denn in der kurzen Zeit wird die Arbeitslosigkeit alle Rekorde schlagen. Die Wirtschaft wird nur die grundlegenden Bedürfnisse gewährleisten. Die Menschen werden sich keine überflüssigen Sachen leisten können. Eine riesige Zahl von Menschen wird ohne Beschäftigung bleiben, und sie werden gezwungen sein, sich dem Studium zu widmen. Das Studium wird also eine Art Ersatz für die Arbeit sein.

Allmählich wird das neue System aufgebaut. Angenommen, alle Menschen werden halbtags arbeiten, und die andere Hälfte des Tages lernen. Wer seinen Pflichten nachgeht, bekommt sein Gehalt angerechnet.

Auf diese Weise wird die ganze Pyramide die Übereinstimmung mit den Forderungen des globalen Netzes erreichen, in welches sich die neue Welt verwandelt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Die Kreise der Korrektur

Wenn du dich dem richtigen Zustand näherst, dann stellst du die ganze Realität in deinem Verlangen vor. Außer deinem Verlangen gibt es nichts mehr. Und alle äußerlichen Details, deren Existenz dir früher als abgesondert, widersprüchlich und verhasst vorkam, akzeptierst du infolge der inneren Arbeit. Folglich wird diese Kraft der Abtrennung in die Kraft der Verbindung verwandelt und alles verbindet sich in einem System.

Nur darin besteht die Korrektur. Dort, wo das Zerbrechen geschah, soll die Korrektur vorgenommen werden. Der erste Mensch, Adam ha Rischon war ein System, und jetzt sollen sich seine Teilchen (unsere Seelen) verbinden.

Aber jedem einzelnen Teil ist die Freiheit gegeben, alle übrigen Teile zur Vereinigung voran zu treiben. Denn alle Teilchen sind in jedem einzelnen Menschen vorhanden, weshalb ich alle verbinden soll, und du es auch tun sollst, und er auch…. Und wenn jeder von uns alle anderen Menschen verbindet, dann schafft er den flachen Kreis, seinen eigenen Abschnitt.

Und nachdem jeder Mensch seine Freiheit des Willens realisiert, wird aus diesen Kreisen, Abschnitten die volle Sphäre erschaffen, die zum endgültig korrigierter Zustand wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 18.10.2011

Es ist unannehmbar, aber wahr

Frage: Wie können wir den Menschen die Gesetze des gemeinsamen Systems erklären, in welchem wir uns befinden?

Meine Antwort: In seinem Verstand und seiner Empfindung muss jeder erkennen, dass die ganze Welt seine Familie ist.

Stimmt, am Anfang erscheint es unglaublich oder im Gegenteil abgedroschen. Lasst uns aber den Tatsachen ins Auge sehen: haben wir eine andere Wahl? Heute entsteht weltweit eine Situation, die von uns einfach eine „familiäre Herangehensweise“ verlangt.

Wie können wir uns nun in diese Richtung bewegen? Denn anderenfalls werden wir keine einzige richtige Entscheidung treffen können. Betrachten wir beispielweise Europa, das verzweifelt und ergebnislos versucht, die Schuldenprobleme loszuwerden. Und es geht hier nicht um den Mangel an Geld. Sie sind bereit, alles Nötige auszulegen, sehen aber nicht, dass es helfen wird. Das gleiche geschieht auch in den USA. In den nächsten Monaten wird es immer mehr zum Vorschein kommen: wir müssen Berechnungen anstellen, die einem integralen analogen System entsprechen, das unseren jetzigen Vorstellungen und Empfindungen ganz und gar nicht folgt.

Zum Wohl der gesamten Welt handeln, den Sturm durch einen schrittweisen allgemeinen Aufstieg ins Gleichgewicht bringen… Ich bin nicht dazu in der Lage, mich in diese Herangehensweise hineinzufühlen, sie zu berechnen – weil ich selbst nicht so bin. Infolgedessen treffen die Mächtigen im globalen, gegenseitig verbundenen System die gleichen engstirnigen egoistischen Entscheidungen. Sie können einfach nicht die Tatsache in Betracht ziehen, dass es „meinen Nutzen“ nicht mehr gibt, es gibt aber „unseren Nutzen“. Das widerspricht viel zu sehr der menschlichen Natur.

Wir selbst spüren es. Denke ich etwa an die Gruppe? Nein, als erstes denke ich an mich selbst. Kümmere ich mich um die Freunde, um ihre Verbindung? Nein, ich danke daran, wie ich selbst in die Spiritualität gelangen kann. Sobald ich dorthin gelangt bin und mich geändert habe, kümmere ich mich um sie.

Wir schwingen Reden über die Einheit, bringen Trinksprüche auf die Bürgschaft aus, doch im Inneren macht sich jeder Sorgen um „sich selbst“ und nicht um „uns“.

Und doch gehen wir den Weg der freien Wahl, uns wird es „sanft“ offenbart – die Massen stellen es aber in einer sehr harten Form fest. Wenn wir keine richtige Erklärung für sie bereitstellen, werden sie uns zur Verantwortung ziehen, und dann werden wir die bis jetzt als abstrakt erscheinende weltweite Krise am eigenen Leibe zu spüren bekommen…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.10.2011

Globaler Protest – Bericht

Mitteilung: Am vergangenen Tag fanden in 951 Städten der 82 Länder der Welt Proteste gegen die Wirtschaftspolitik der Regierungen nach dem Beispiel der amerikanischen Bewegung „Occupy Wall Street!“ statt. Die Demonstranten skandierten Parolen und protestierten gegen die Kürzung von Sozialausgaben im Rahmen der Bewältigung der Wirtschaftskrise.

Auf den Philippinen protestierten die Demonstranten vor der US-Botschaft gegen den „amerikanischen Imperialismus“. In London versuchten einige Tausende von Menschen, die Londoner Aktienbörse zu stürmen.

In Frankfurt erhoben die Protestteilnehmer vor der Europäischen Zentralbank (EZB) Plakate mit den Aufschriften „Ihr spekuliert mit unserem Leben“ und „Ihr verzockt unsere Zukunft“. In Italien gingen bis zu 200 Tausend Menschen auf die Straßen. Die Radikalen fingen an, Schaufenster zu zerschlagen und Molotowcoctails auf die Autos zu werfen.

In Madrid nahmen bis zu 500 Tausend Menschen an der Demonstration statt. Dennoch verlief alles friedlich.

Video anschauen

In New York nahmen etwa 5000 Menschen an der Demonstration am Times Sqaure teil. Einige Demonstranten haben versucht in das Citibank-Gebäude einzudringen, meldet die BBC.

Die Bewegung „Occupy Wall Street!“ wurde im Sommer dieses Jahres in den USA ins Leben gerufen. Ihre Initiatoren wurden von den arabischen Revolutionen inspiriert. Die Protestteilnehmer haben keine zentrale Führung, die Verbindung wird über Twitter gehalten. Sie sind durch gemeinsame Parolen vereint. Sie behaupten, dass die Finanzinstitutionen an der Wirtschaftskrise schuld sind und kritisieren die Maßnahmen der Regierung zu ihrer Unterstützung.

Kommentar: Weder die Regierung noch die Protestteilnehmer wissen um die Ursachen, den Verlauf und das Ziel der Krise – der Krankheit. Daher existiert bei ihnen auch kein Verständnis über die Heilungsmethode. Proteste können nur dabei helfen, das Gefühl der Sackgasse zu verschärfen. Es ist jedoch notwendig, das Wissen über die wahre Ursache dessen, was mit der Menschheit geschieht, zu verbreiten – allmählich, in dem Maße der Hilflosigkeit und vollkommenen Ratlosigkeit werden sie zuhören und die richtige Entscheidung treffen. Die Frage ist nur, wann…

Europäische Krise: Die Obdachlosen aus der Mittelschicht

Mitteilung: Es wird das Erscheinen einer neuen Generation der Obdachlosen in Griechenland, Italien, Frankreich und Großbritannien beobachtet. Dabei handelt es sich um die Menschen aus der Mittelklasse, die Betroffenen sind infolge der Kürzungen entlassen worden.

„Ich dachte niemals, dass mir so etwas passieren kann“, erzählt Petros Papadopolos. Der 40- jährige Chefkoch aus Athen lebt auf der Straße. „Ich habe verstanden, inwiefern wir alle verwundbar sind. Wir sind alle die potentiellen Obdachlosen“.

Mein Kommentar: Ich habe schon darüber geschrieben, dass die Krise eine Menge der „überflüssigen“ Berufe auflösen wird. In der Gesellschaft der Zukunft, die sich im Gleichgewicht mit der Natur befinden wird, wird es keine Berufe geben, außer den notwendigen für die Existenz. Alles, was überflüssig ist, ist auch schädlich, weshalb es bewusst weggelassen wird.

Der Mensch soll nur das Notwendige für die würdige Existenz erhalten. Alles was darüber hinaus geht, nennen wir Egoismus. Er kann nur in Verbindung mit den anderen Menschen befriedigt werden. Die Zugehörigkeit zu einem integralen System gibt uns die Empfindung der Ewigkeit und der Vollkommenheit. Mit dieser Fähigkeit wurden wir schon vor dem Zerbrechen des spirituellen Gefäßes erschaffen.
Also ist es gerade die Mittelklasse, die ihre Arbeit verlieren wird.

Zwei Geschöpfe im Menschen – der Mensch und die lebendige Seele

Aus dem Artikel vom Baal HaSulam „Freiheit des Willens“ (die Mitschrift)

Der irdische Staub. Am Anfang wurde der Mensch anhand der vier Arten des Verlangens zu empfangen geschaffen: anhand des unbelebten, pflanzlichen, tierischen und sprechenden Verlangens. Und darin ist er allen Teilen der Schöpfung, sowie dem „irdischen Staub“ gleich. Die Kraft oder „das Verlagen zu empfangen“ kleidet sich in die Objekte ein und besteht darin, wodurch diese zu den Wunschobjekten werden.

Und die Handlung des Empfangens heißt: „das Leben“. Vor dem Entstehen der menschlichen Arten des Genusses, die den Menschen von den übrigen Geschöpfen unterscheiden, wird er als leblos und tot bezeichnet, weil es in seinem Wunsch, keinen Raum für das Empfangen des Lebens gibt.

Die Seele. „Und Er hat in seine Nasenlöcher die lebendige Seele eingeatmet“, der Mensch bekommt also „eine Form des Empfangens“, die dem Menschen eigen ist. Das Wort „Seele“ stammt vom Wort „Atem“- hat eingeatmet, gegeben, hineingelegt (das Passiv).

Das Leben. „Er hat in seine Nasenlöcher eingeatmet“ – d.h. hat in den Menschen Seine Seele, die Gesamtheit der Formen hineingelegt, die des Aufenthalts im „Verlangen zu empfangen würdig sind“. Dann findet die Kraft oder „das Verlangen zu empfangen“ der besonderen Wünsche einen Raum, um sich in die neuen Formen des Empfangens (um des Gebens Willen) einzukleiden und darin zu bestehen. Und diese Handlung heißt „das Leben“.

Die lebendige Seele. Deshalb steht geschrieben: „Und der Mensch wurde zur lebendigen Seele“, weil „das Verlangen zu empfangen“ in den neuen Formen des Empfangens (mit der Absicht des Gebens) in Aktion getreten ist, und darin das Leben offenbart wurde, weil der Mensch die lebendige Seele bekam.

Der Tote. Und früher, obwohl er die Kraft „des Verlangens zu empfangen“ besaß, galt er nur als der tote, leblose Körper, weil es in seinem Inneren keine neuen Formen, keinen Raum für die Handlung gab. Und obwohl „das Verlangen zu empfangen“ die Grundlage des Menschen bildet, gilt dieses Verlangen jedoch als die Hälfte des Ganzen, da es sich in eine beliebige passende Realität einkleiden soll, um mit der neu gefundenen Form ein Ganzes zu bilden. Anderenfalls wird es nicht mal einen Augenblick lang existieren.

Die Mitte des Lebens. Wenn die Selbstsucht des Menschen, in der Übereinstimmung mit seiner genetischen Aufzeichnung (Reschimo), ihre volle Entwicklung erreicht, dann empfindet der Mensch „den Wunsch zu empfangen“ in seiner ganzen Fülle, d.h. er wünscht sich Reichtum, Ehre, und alles, was es sieht. Ein solcher Zustand heißt „die Mitte des Lebens“. Und danach fängt der Rückgang, das Sterben an, sein Ego erlischt allmählich, und mit ihm gehen die Bildern der Wunschobjekte verloren, die er einst empfangen wollte. Er verzichtet auf viele Genüsse, von denen er in der Jugend träumte. Die materiellen Werte verlieren an Bedeutsamkeit.

Der Tod. Und im Alter, wenn über ihm schon der Schatten des Todes schwebt, tritt die Zeit ein, die er sich nicht wünschte, weil „sein Verlangen zu empfangen“, sein Ego erloschen und verschwunden ist. Es bleibt nichts, außer dem kleinen, für das Auge unmerklichen Fünkchens übrig, das noch in einige Wunschobjekte eingekleidet ist und den Menschen in seinem tierischen Leben festhält. Aber es gibt keinen Wunsch und keine Hoffnung mehr zu empfangen.

Der Grund des Todes. Wir sehen, dass „das Verlangen zu empfangen“ und „das Bild des erwünschten Genusses“ das einheitliche Ganze darstellen. Bei diesen zwei Komponenten sind ihre Erscheinungsformen, die Größe und die Zeit der Existenz gleich. Der Unterschied zwischen der Absage „infolge der Sättigung“ und der Absage „infolge des Erlöschens des Wunsches“ besteht darin, dass infolge der Übersättigung der Mensch kein Bedauern an der Genussunterbrechung empfindet.

Die Absage infolge der Verzweiflung wird dagegen vom Bedauern und von den Schmerzen begleitet, und heißt deshalb „der teilweise Tod“. Aber der Grund der Absage (warum der Mensch stirbt!) liegt nicht in der Übersättigung, sondern in der Verzweiflung. Das Ego verringert sich und empfindet seine Schwäche und seinen Tod, wobei die Verzweiflung stärker empfunden wird und der Mensch auf die Hoffnungen der Jugend verzichtet.

Die Hälfte der Bevölkerung Europas ist psychisch gestört

Studie (Technische Universität Dresden, Spiegel): 164 Millionen Menschen in ganz Europa leiden an verschiedenen psychischen Erkrankungen, Drogensucht und Depression.

40% Europäer benötigen dringend eine psychiatrische Behandlung.

14 % Europäer leiden ständig an der Angst- und Panikstörungen.

7 % Europäer leiden an den langwierigen Depressionen und Schlafstörung.

4 % leiden an der Alkohol- und Drogensucht.

5 % der europäischen Teenager sind auffällig, weil sie ungenügend Aufmerksamkeit seitens der Eltern und der Altersgenossen haben.

30 % der älteren Bürger leiden an Demenz.

Der Grund für eine solche betrübte Statistik ist das niedrige Niveau der ärztlichen Betreuung, außerdem haben die betroffenen Menschen die Angst sich mit ihren Problemen an die Fachleute zu wenden.