Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Malchut'

Wie man lernt mit dem Schöpfer zu sprechen

Kommentar: Wir können nicht mit dem Schöpfer so sprechen, wie wir mit den Menschen sprechen. Mit den Menschen haben wir ein gemeinsames Gefühl, die Fähigkeit, die Stimme des anderen zu hören. Mit dem Schöpfer müssen wir einen Kommunikationskanal finden: „Ich zu Ihm und Er zu mir“, so dass wir den Schöpfer „hören“, verstehen und fühlen können.

Die Fähigkeit, den Schöpfer zu hören, ist auf der Stufe von Bina gegeben, Bina ist das Hören. Ich werde hören, was der Schöpfer zu mir sagt.  Ich muss mit dem Schöpfer auf der Stufe von Malchut sein, die zu Bina aufsteigt. Dann werde ich zu Ihm sprechen können und Er wird mich hören. Das heißt, ich muss auf der Stufe des Gebens sein: „Ich zu Ihm und Er zu mir“.

„Ich zu Ihm“ bedeutet meine Arbeit, mein Streben, die Stufe des Gebens zu erreichen. „Schöpfer zu mir“ bedeutet, dass ich in der Lage sein muss, den Schöpfer zu mir sprechen zu hören. Es ist nicht einfach.

Der Schöpfer ist die Quelle des Lebens, das Höhere Licht aus dem alles Existierende hervorgeht, sich erfüllt und lebt. Wenn wir uns mit dem Schöpfer verbinden, gelangen wir zu einer anderen Form der Existenz als zuvor und beginnen, auf der Stufe des Gebens zu leben.

Auf der Stufe des Gebens gibt es keine Grenzen der Annäherung, der Hingabe, des Empfangens – es geschieht alles in einer anderen Dimension. So gehen wir eine neue Verbindung ein.

Wie kann man lernen, mit dem Schöpfer zu sprechen? Ich versuche mit allem was im Leben geschieht mit zu schwimmen, denn es kommt sicher vom Schöpfer. Ich möchte in jedem Augenblick meines Lebens mit Ihm verbunden sein und in dieser Verbindung spüren, wie Er mich mal in die eine, mal in die andere Richtung lenkt. Ich möchte mich an Ihn anhaften, Ihn nicht loslassen.

Mit dem Schöpfer zu verschmelzen bedeutet, Ihn in jedem Augenblick zu folgen, Ihn vor mir gehen zu lassen und damit zu riskieren, aus seinem Garten zu fallen.

Die Hauptsache ist die Verbindung mit dem Schöpfer, nicht das was ich dadurch erhalte. Selbst wenn ich die unangenehmsten Erfahrungen mache, wenn sie vom Schöpfer kommen dann wird es mir gut gehen. Das Wichtigste ist, mit Ihm in Verbindung zu bleiben. Das heißt, ich erhebe meine Verbindung mit dem Schöpfer über jede mögliche Füllung, so dass diese Verbindung mit dem Schöpfer meine Füllung wird.

Wenn der Schöpfer absolut gut ist und ich von ihm nur Gutes und Richtiges empfange, dann kann ich ihn nur um eines bitten- um meine Korrektur, damit ich nichts Schlechtes über ihn denke, sondern nur Gutes.

Aus der Lektion „Sprechen mit dem Schöpfer“

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Sukkot-Feiertage: Der siebte Tag von Sukkot – König David

Der letzte Tag von Sukkot ist dem Ehrengast David gewidmet, der Korrektur der Sefira Malchut. Es ist klar, dass alle Korrekturen in Malchut konzentriert sind und in Malchut enden.

Malchut ist die Quintessenz und das Ergebnis aller Korrekturen. Deshalb bedeutet König David, Malchut, das Ende der Korrekturen unserer Seele, wenn wir uns alle unter dem Dach der Sukkah, unter einem Schirm, versammeln und das höhere Licht von oben empfangen, das sich im korrigierten Kli offenbart.

So erreichen wir den Zustand, wenn das gesamte höhere Licht in unser Kli eintritt. Dann kommt das Fest der Freude an der Tora (Simchat Tora), wenn wir das höhere Licht nicht mehr innerhalb der Sukkah empfangen, nicht unter dem Dach, sondern außerhalb, und das Licht die ganze Wirklichkeit erfüllt.

David symbolisiert das allgemeine Kli, das alle Geschöpfe umfasst. Auf der einen Seite ist es ein Zustand der völligen Trennung vom Schöpfer, vom höheren Licht. Aber auf der anderen Seite gibt es in diesem Zustand eine vollständige Arbeit, die uns zur Anhaftung an die höhere Kraft bringt. Deshalb ist König David aus gegensätzlichen Kräften, aus widersprüchlichen Eigenschaften gewoben. Wenn wir über seine spirituelle Arbeit sprechen, war sein ganzes Leben so, denn er kämpfte die ganze Zeit. Aber gleichzeitig war er der Herrscher, der König von Israel.

König David erhält die Eigenschaften des Gebens, von Abraham, Jakob und Joseph. Von den Eigenschaften des Empfangens, von Isaak, d.h. von der Überwindung, nimmt er Kelim, um sie gerade in dem Maße zu gebrauchen, wie die Eigenschaften Abrahams, und Jakob und Josephs darin eingeprägt sind. Diese Kombination von Kräften findet in David statt, und deshalb wird er der König von Israel genannt.

Denn Malchut sammelt alle Kräfte in sich und verbindet sie in der richtigen Form.

Deshalb hatte David ein so schweres Leben, wie es in der Tora beschrieben wird. Er war ständig in verschiedene Kriege und Probleme verwickelt und war gezwungen, sich vor Feinden und Hassern zu verstecken. Sein Leben war nicht einfach, aber er hat dadurch ganz Malchut korrigiert. Der Messias wird der Sohn Davids genannt, weil er aus dieser Eigenschaft hervorgeht.

Solange das Volk Israel keinen König hat, bedeutet dies, der Aufbau von Malchut ist nicht möglich, weil das Volk dem Schöpfer nicht in vollem Umfang ähnlich werden kann. Denn der König Israels ist jene Eigenschaft der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, die die Geschöpfe in sich selbst, in ihrer Verbindung bilden.
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Aus der täglichen Kabbala-Lektion 10/16/22, „Ushpizin  David-Sefira Malchut“

Hilfe gegen dich

Um eine Bewegung im Spirituellen, eine spirituelle Handlung zu vollziehen, brauchen wir Hilfe von einer unreinen, egoistischen Kraft, einem bösen Anfang.

Wenn sich die böse Kraft nicht offenbart, dann bleibt der Mensch an Ort und Stelle stehen, als ob es nichts weiter zu tun gäbe.

Rechte und linke Linien stehen sich gegenüber und können nichts ausrichten.

Es braucht eine Art äußeres Erwachen, ein Eingreifen des bösen Anfangs, das die Geburt eines neuen Lebens vorantreiben wird.

So funktioniert die „Hilfe gegen dich“ – die böse Kraft verrichtet treu ihr Werk, und ein Zustand nach dem anderen wird im Menschen geweckt.

Und ohne das kann es keinen Sprung auf eine neue Stufe, keinen Übergang auf eine höhere Ebene geben.

Es ist so, als wäre alles bereit, und Malchut könnte Seelen gebären, ist aber nicht in der Lage, dies zu tun.

Dazu muss das Böse in Malchut aufsteigen und ihr ein zusätzliches egoistisches Verlangen geben – dann ist sie in der Lage, zu gebären, sich mit dem Licht auf einer neuen Ebene zu vereinen.

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Aus einer Lektion über das Buch Zohar

Wie bekämpft man die Wünsche der Allgemeinheit?

Frage: In jedem Menschen auf jeder Stufe der spirituellen Entwicklung gibt es Wünsche der Allgemeinheit, die wir bekämpfen müssen. Wie bekämpfen wir sie? Was ist das? Willenskraft?

Antwort: Es ist die Analyse der eigenen inneren Zustände und die ständige Arbeit mit den Texten von Rabash und Baal HaSulam.

Man muss sehen, wie das einen formt, wie man aussortiert- was zur äußeren Welt gehört und was man hinzufügt- was zur inneren Welt gehört. Wie trennt man die Eigenschaft Malchut von der Eigenschaft Bina? So kommt man voran.

Die Eigenschaften des Gebens, der Liebe, der Verbindung, werden im Vergleich zum Wunsch nach Belohnung immer wichtiger und bestimmender.

Anmerkung: Um das alles zu analysieren, muss man sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten befinden, anders ist es nicht möglich.

Antwort: Natürlich! Alle diese Wünsche können sich, wenn es keine Verbindung und keinen Austausch mit anderen gibt, nicht in einem einzelnen Menschen verwirklichen,

Aus dem Fernsehprogramm“ Spirituelle Zustände“, 02.04.21

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Der Weg zum höchsten Ziel, Teil 3

Ursachen für die Veränderungen in der Weltbevölkerung

Die Kabbala studiert die Reihenfolge des Abstiegs der höheren Kräfte, die sich zuerst in Malchut, der Welt der Unendlichkeit in den vier Stufen des direkten Lichts manifestierte und dann durch Zimzum Alef (erste Einschränkung) zu uns herabstieg.

Es wurden die Parzufim Galgalta, AB, SAG, MA, BON gebildet, dann die Welten Azilut, Bria, Ezira und Asija und anschließend  wurde eine besondere Struktur, namens „Adam“ geschaffen- die gemeinsame Seele. Diese gemeinsame Seele wurde zerbrochen. Wir sind die Teile aus diesem Zerbrechen.

Der Egoismus zeigt sich immer mehr, damit wir die Möglichkeit erhalten, ihn anheben und bearbeiten zu können, deshalb wird die gesamte egoistische Masse dauernd in weitere Teile zerlegt. Aus diesem Grund spüren wir in dieser Welt, wie wir uns vermehren- die Bevölkerung des Planeten wächst.

Wenn wir dagegen in eine negative Verbindung zwischen uns treten, beginnen Vernichtung und Kriege, welche die Bevölkerung minimiert.

Nicht, weil der Krieg Menschen tötet- das erscheint uns nur so, sondern weil die Menschheit in diesem Fall nicht mehr Menschen braucht und daher abnehmen kann. Denn wenn es Leiden gibt, können auch weniger Seelen ihr Schicksal erfüllen.

So sollten wir die Zu- oder Abnahme der Bevölkerung auf unserem Planeten betrachten.

Fortsetzung folgt….
Aus dem Unterricht, 18.08.2019

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Was ist ein wahres Gebet?


Frage: Wie betet man in der Kabbala? Ich bete jeden Abend, doch ich frage mich, ob dies die richtige Art zu beten ist. Es erscheint mir egoistisch, nur für meine eigenen Wünsche und Bitten zu beten. Hat die Kabbala „Anleitungen“ zum Beten oder ein einheitliches Gebet, das ein Mensch sprechen kann? Vielleicht sollte jeder individuell beten, nach seinem Gefühl oder ist es besser, es überhaupt sein zu lassen?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das aus dem Innersten des Herzens kommt – das Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, zu geben und selbstlos zu lieben. Dies ist das einzige Verlangen, das der Schöpfer als ein Gebet empfängt – das Verlangen, Ihm ähnlich zu sein oder Anheftung an Ihn zu erlangen. Daher verspürt Er all die egoistischen Gebete der Menschen nicht. Die gesamte Geschichte der Menschheit zeigt dies.

Auf diese Weise ist das System von Atzilut (das System der Verbindung des Schöpfers mit seinem Geschöpf oder Seele) geschaffen: AwI (Aba we Ima) spürt ein MAN, das von Malchut (der Seele) kommt und reagiert darauf, indem es Malchut das Licht der Korrektur oder das Licht der Erfüllung gibt, abhängig davon, worum Malchut bittet.

Man kann solch eine Bitte oder das wahre Gebet nicht alleine erreichen. Dies kann nur durch eine Gruppe geschehen, indem man versucht, sich mit ihr zu einem Ganzen zu verbinden, so wie es AVI fordert und wie es vor dem Zerbruch der Seele war. Zudem kann es nur durch das Studium authentischer Kabbala Bücher erlangt werden, den Original Büchern Baal HaSulams, denn dann wirkt eine besondere Höhere Kraft auf den Menschen ein, die man das Umgebende Licht (Or Makif) nennt. (Siehe Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot).

Genau dieses Licht erschafft ein wahres Gebet in einem Menschen, der sofort eine Antwort vom Schöpfer erhält, indem Er sich Selbst diesem Menschen enthüllt. Diese Enthüllung heißt „Beweis (Edut) der Tatsache, dass ein Mensch nie mehr sündigen wird“, das heißt, dass er unter dem Einfluss dieser Enthüllung nie wieder egoistisch handeln wird – aus diesem Grund wird ihm die Höhere Welt enthüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Zu beten bedeutet sich selbst zu richten
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie 

Lass das Herz zum Schöpfer klopfen

Frage: Wie kann ich an die Korrektur denken, die uns das Buch Sohar bringt, wenn ich negative Emotionen, so wie Hass, empfinde?

Meine Antwort: Das Gebet ist das, was das Herz fühlt. Wenn es jetzt mit Hass erfüllt ist, ist das mein Gebet: „Ich will ihn zunichte machen“.

Um die Kraft, die sich im Buch Sohar, in dem gemeinsamen Lesen des Buches,verbirgt korrekt anwenden zu können, muss ich zuerst mein Herz darauf vorbereiten. So das mein Herz dasselbe wie der Schöpfer wünscht.

In der Tat der Schöpfer antwortet auf jedes Gebet, auf jeden Wunsch unseres Herzens. Deshalb ist unsere Welt so schlecht!

Aber, anderseits, es steht doch geschrieben, dass er nur auf das Gebet antwortet, das durch die „Tore der Träne“ kommt. Antwortet er nun wirklich auf jedes Gebet, sei es die flüchtige Laune eines Kindes oder üble Machenschaften eines Bösewichtes?

Ja, sagen die Kabbalisten, die das System unserer Beziehungen mit dem Schöpfer entdeckt haben. Ein Dieb, der eine Beute gefunden hat oder ein Räuber, der einen Verbrechen geplant hat, und bereit zu töten ist, sie wollen auch ihr Ziel erreichen und ihr Gebet wird auch angenommen. Denn es geht um das Verlangen von Malchut der Welt Azilut. Und alles was sich unterhalb von ihr befindet, einschließlich unserer Welt, gehört zu ihr.

Warum sagen wir dann, das ein Verlangen erhebt sich manchmal zur Welt Azilut, aber manchmal auch nicht? Es liegt daran, dass zwei Arten von Wünsche existieren:

– Manche sind in die gleiche Richtung gerichtet, wie der Willen des Schöpfers. Da vereinigen sie sich mit dem höheren Verlangen und werden wie eine Fülle von Oben wahrgenommen.

– Die anderen entsprechen nicht dem Willen des Schöpfers. Sie rufen auch eine Antwort von oben, wie die positive Wünschen, aber werden von den negativen Verlangen negativ wahrgenommen, wie eine negative Reaktion.

Sie korrigiert den Menschen, indem sie ihn durch den langen und schwierigen Weg der Leiden führt, statt den kurzen und leichten Weg, wenn seine Wünsche und die Wünsche des Schöpfers miteinander übereinstimmen.

Deshalb sollen wir uns auf das richtige Gebet vorbereiten. Und mit diesem Gebet sich zum Sohar wenden. Denn der Mensch kann nicht auf dem Unterricht ohne jegliche Wünsche anwesend sein.

So oder so er will etwas und wenn sein Verlangen, vorher vorbereitet wurde und in die richtige Richtung gerichtet, dann, beim Lesen vom Sohar schreitet er schnell und leicht voran. 

Und außerdem müssen wir daran denken, dass wir uns in der Gruppe befinden und mit ihrer Hilfe, unseres Gebets verstärken. Also wenn die Gedanken des Menschen nicht zum Ziel gerichtet sind, befindet er sich in einer Konfrontation mit der Gruppe und empfindet noch stärker die scheinbar negative Reaktion von oben.

Also, unsere ganze Arbeit besteht in der Vorbereitung auf den Unterricht, im Lesen vom Sohar und anderen kabbalistischen Bücher. Und wenn wir uns schon im Unterricht befinden, ist es schwierig etwas zu ändern. Denn das Herz des Menschen ist schon auf irgendwelche Wünsche eingestimmt.

Deshalb ist es äußerst wichtig mit welchen Gedanken ich schlafen gehe, wie bereite ich mich auf den Unterricht morgen. Diese Minuten spielen eine entscheidende Rolle. Man muss auch die physische Vorbereitung nicht vergessen, damit der Körper nicht im Schlaf versinkt.

Rabasch schreibt in seinem Artikel 36 aus Dargot HaSulam: Es steht geschrieben: „Das Gebet Hörender“. Warum das Gebet im Singular? Hört der Schöpfer nicht alle Gebete? Es handelt sich darum, dass wir nur ein Gebet hochheben sollen: um die Schechina aus dem Staub zu erheben.

Ein Gebet um die Schechina aus dem Staub zu erheben bedeutet ein Verlangen den Schöpfer bzw. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zum Nächsten in mir, zu offenbaren, zu wollen, sich darin dem Schöpfer anzugleichen. Und wenn wir alle unsere Kräfte nur auf eines richten, klopfen wir an die Tore, die sich unbedingt öffnen werden.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 7.12.2010

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Zeige mir, welchen Schirm du hast

Die Nacht „Oschana Raba“ symbolisiert die Vollendung der Korrektur „Sukkot“ (die Laubhütte).

Sieben Tage zogen wir das umgebende Licht heran, bauten den Vorsprung der Laubhütte auf. Denn das Licht geht von Aba we-Ima (АwI) der Welt Azilut durch Seir Anpin (SA), was der Palmenzweig symbolisiert.

Weiterhin geht das Licht durch ChaGaТ, durch die Sefirot Chessed-Gwura-Tiferet, wofür drei Myrtenzweige als Symbol stehen und durch Sefirot Nezach-Hod, verkörpert von zwei Zweigen der Weide.

Und dann kommt das Licht aus Jessod des Parzufs SA in Malchut ein, was die Zitrusfrucht symbolisiert. Diese Vereinigung aller Kanäle des Lichtes (von АwI bis Malchut) verwirklicht sich unter dem Vorsprung der Laubhütte, d.h. unter dem Schirm, worin die Seele vom Licht verborgen ist.

Nachdem man alle sieben umgebenden Lichtern der Korrektur in sieben Feiertagen erhält, prüft man in der letzten Nacht, die als „die Große Rettung“ (Oschana Raba) genannt wird, was man erreicht hat, welchen Schirm, die Eigenschaft des Gebens.

Denn als Ergebnis des umgebenden Lichtes in unserer Arbeit gilt gerade der Schirm. Kaum wird er in meinem Inneren aufgezeigt, beginne ich sofort im Maß der Stärke des Schirmes, den Schöpfer zu empfinden, sowie die Wechselbeziehungen zwischen uns zu bestimmen.

Deshalb legen wir soviel Wert auf diesen Moment unserer Entwicklung, es ist das besondere Ereignis, der Anfang unserer Arbeit mit dem Schirm. Diese Arbeit bildet mich zur Persönlichkeit in der spirituellen Welt.

Denn ohne Schirm gibt es mich einfach nicht. Das Maß des Schirmes, seine Größe, sein Charakter und seine Form, all das bin ich. Sowohl der Wunsch „zu genießen“, als auch der Wunsch „Genuss zu bereiten“, bzw. das Licht – ist von mir nicht abhängig. Was bin ich dann? Nur der Schirm!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel 8 aus dem Buch „Schamati“, 29.09.2010

 

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Karte des Schicksals

Der jüdische Kalender hat ein besonderes Verhältnis zu den Zeiten.

Dies basiert auf der Tatsache, dass das spirituelle System ein Werkzeug wie Seir Anpin hat, in das sich Malchut kleidet und von oben in das Licht von Bina eintritt.

Seir Anpin hat eine Art Schlitz, kleine Löcher, mit denen er Malchut durchleuchtet. Wenn ein Loch mit dem Empfänger, mit Malchut, mit der Seele zusammentrifft, dann tritt das Licht ein und das wird als „Mazal“ bezeichnet – das Schicksal des Menschen.

Es gibt besondere Beziehungen zwischen Tagen und Nächten, zwischen verschiedenen Zeiten. Was ich an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt, angenommen in der Nacht machen kann, kann ich ebenso, mit fast der selben Wirkung, an einem anderen Tag zu einer anderen Stunde zum Beispiel am Nachmittag tun.

Wir sehen, wie das Licht von Bina uns beeinflusst. Seir Anpin und Malchut, legen für uns jedes Mal eine andere Seite, ein neues Schicksal fest.

Im Judentum wurden schon vor langer Zeit astronomische Tabellen erstellt. Sie wurden von Kolumbus, Newton und anderen berühmten Wissenschaftlern und Seefahrern benutzt. Abraham selbst war ein großer Astronom und Astrologe.

Zu Abrahams Zeit war die Astrologie nicht wie heute. Die Basis war eine klare Verbindung, in Bezug auf jeden Menschen und seiner Seele und zwischen dem Standort der Sterne, des Mondes, der Erde und der Sonne. Sie berücksichtigte die Daten, zu welcher Zeit er gezeugt, geboren, etc. wurde. Wenn wir all das wüssten, würden wir das Schicksal eines jeden Menschen kennen. Wir wüssten was mit ihm geschehen würde und wie er handeln würde. Wir bräuchten keine Wahrsagerei – so ist sie nun mal, die Karte unseres Schicksals.

Aus dem Unterricht vom 30.12.2018

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Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

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