Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Es ist unmöglich für einen Kabbalisten, lustlos und melancholisch zu sein


Eine Frage, die ich erhielt: Bezüglich meiner vorherigen Frage möchte ich noch etwas wissen. Falls jemand lustlos und melancholisch wird, ist es dann nicht sehr schwierig, die spirituellen Abstiege zu ertragen, die zwangsläufig mit dem spirituellen Aufstieg verbunden sind? In vielen Texten wird erwähnt, dass Kabbalisten die Korrektur mit den Qualitäten der Perfektion der Schöpfung und Angleichung der Form an den Schöpfer in Zusammenhang bringen. Bitte helfen Sie mir, dieses Rätsel zu lösen.

Meine Antwort: Eine Person, die sich im spirituellen Aufstieg befindet, rechtfertigt den Schöpfer in allen Dingen (man bezeichnet so jemanden als Gerechten). Es ist für ihn unmöglich, melancholisch und lustlos zu sein.

Die Annäherung an den Schöpfer bedeutet die Angleichung der Form an Ihn. Anstatt der Eigenschaften, mit denen man geboren wurde, erlangt man die Eigenschaften von BYA de Tumah (die unreinen Welten von BYA; BYA = Beria, Yetzira, Assiya), welche sich über dem Machsom enthüllen. Es offenbaren sich die 613 Qualitäten des wirklichen Egoismus (Pharao). Diese sind entgegengesetzt zum Schöpfer. Mit Hilfe des Lichtes der Tora von BYA de Kedusha (die heiligen Welten von BYA), welches zur Quelle zurückführt, wird die Absicht dieser Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“ transformiert. Damit erlangt man die vollständige Füllung der 613 Verlangen und Formgleichheit bzw. Verschmelzung mit dem Schöpfer. Natürlich hat das nichts mit dem Ausführen von irgendwelchen Handlungen zu tun, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer schert sich nicht darum, wie jemand Rinder schlachtet – vom Kopf oder vom Nacken her“ (Das meint das Beachten einer rein mechanischen Handlung), sondern vielmehr sind die Gebote gegeben worden, um den Menschen zu korrigieren.

Verwandtes Material:
Kapitel 15 aus: Leben aus der Kabbala – Stufenweise spirituelle Korrektur
Chapter 18 from the Book: Interview with The Future – A Spiritual Task
Chapter 2.12 in the Book: The Path of Kabbalah – The Body at the End of Correction

Mann und Frau in der Kabbala

Der Öko-Feminismus behauptet, dass die Männer die Natur kontrollieren, während Frauen sich in die Natur integrieren. Ein Mann muss sich grundsätzlich selbst kontrollieren, sein Ego beugen und sich an den Schöpfer richten. Eine Frau andererseits wendet sich ohne großen Konflikt dem Schöpfer zu.

 

Dies trifft natürlich nur auf den begrenzten Bereich unserer irdischen Welt zu, während unserer Entwicklung durch die Grade der Verhüllung.

 

Danach, wenn wir den Machsom überqueren, werden Männer und Frauen in ihrer spirituellen Entwicklung ebenbürtig.

 

Sind Männer schuld an der miserablen Situation unseres Planeten? Sind Frauen besser für die Natur als Männer?

 

Der weibliche Egoismus ist weniger schädlich für die Welt, da er zweckmäßiger und mehr mit dieser Welt verbunden ist. Frauen, die die Spiritualität anstreben, können Männern einen Impuls in diese Richtung geben, indem sie ihnen zeigen, dass sie sie nur dann respektieren und ehren, wenn sie sich spirituell entwickeln wollen.

 

Warum ist es so schwer für Männer, die Verlangen der Frauen zu spüren? Eine Frau hat völlig andere Verlangen wie ein Mann – die Wellenlängen sind nicht dieselben. Daher ist es ziemlich schwer für einen Mann, die Frauen zu verstehen.

 

Was soll ein Mann tun, um seinen Wunsch, die Frau zu verstehen, wachsen zu lassen? Er muss in erster Linie verstehen, dass das Verlangen einer Frau eine große (oft die entscheidende) Kraft in der spirituellen Entwicklung des Mannes darstellt.

 

Was ist der Unterschied, wenn man durch die Gruppe oder durch die Frau in Richtung Größe des Ziels angefeuert wird? Sind beide wichtig? Anfangs kommt die Wichtigkeit des Ziels von der Frau, während in der Gruppe die Wichtigkeit des Ziels die Form des „den anderen geben und sie lieben“ (also den Schöpfer) annimmt.