Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Machsom'

Wenn der Schöpfer aus der Wahrnehmung verschwindet …

Frage: Warum wird der Zuwachs an Egoismus in der Vorbereitungsphase nicht als großes Verlangen wahrgenommen?

Antwort: Ein größeres Verlangen zu empfangen, das zum Menschen kommt, senkt ihn von seiner Stufe herab. Doch er empfindet es nicht als größeren Egoismus, sondern als zusätzlichen Genuss.

Das neue Verlangen zu empfangen, das sich offenbart, gibt ihm diese Möglichkeit und verpflichtet ihn gewissermaßen dazu. Er spürt nicht, dass das Verlangen gewachsen ist, sondern dass der Genuss intensiver sein kann, wenn er sich am Genuss selbst ausrichtet und nicht am Gebenden.

Was verdirbt die Verbindung zum Schöpfer? Das neue Verlangen! Es löscht nicht den Genuss aus, sondern die Empfindung des Gebenden. Würde der Genuss verschwinden, würde der Mensch Leere empfinden und sofort erwachen. Stattdessen bleibt die Füllung bestehen, aber der Schöpfer verschwindet aus der Wahrnehmung.

Zudem betört die Süße des Genusses den Menschen. Allmählich gewöhnt er sich an diesen Zustand: Er empfängt Genuss für sich selbst, selbstverständlich nicht um des Schöpfers Willen, da er sich noch im Zustand „Lo Lishma“ befindet. Gleichzeitig möchte er jedoch unter keinen Umständen die Verbindung zum Schöpfer verlieren und sucht unaufhörlich nach ihr.

Er möchte spüren, dass er sich in der Welt des Schöpfers befindet – in einer Art Sphäre, die vom Schöpfer erfüllt ist – und versucht ständig, diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Das sind die Anstrengungen. Er bemüht sich mit allen möglichen Mitteln und schließlich füllt die Summe seiner Anstrengungen sein „Gefäß“ und er überquert den Machsom.

Was die Abstiege auf diesem Weg betrifft – daran lässt sich nichts ändern. Wie viele es sein werden? Niemand weiß es. Es ist unmöglich zu sagen, wie viel Zeit zwischen Aufstiegen und Abstiegen vergeht, denn das hängt bereits vom Menschen selbst ab – darin liegt seine Anstrengung und seine Wahl.

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Aus dem Unterricht zu einem Artikel von Rabash.

 

Wenn kein Verlangen besteht

Frage: Ist es gut oder schlecht, wenn der Mensch ohne ein Verlangen durch Überwindung lernt?  

Antwort: Es ist gut. Das bedeutet, dass das Ziel erhabener ist, als das eigene, kleine, egoistische Verlangen. Das heißt, man setzt Kräfte ein, um das Ziel zu erreichen. Wenn man ohne Überwindung lernt, stellt sich die Frage, wo die eigene Anstrengung bleibt. Noch problematischer ist es, wenn man Freude beim Lernen empfindet.

Am besten ist es, wenn kein Wunsch besteht und man wie tot die Gruppe darum bittet, irgendeine Gelegenheit zu bekommen, um die Bedeutung des Ziels zu erkennen. Indem man sich vor den Freunden annulliert und alles für sie tut, um die Wichtigkeit des Ziels zu erfahren, wird man durch ihre Inspiration motiviert, in der Früh zum Unterricht zu kommen- das ist das Beste.  

Frage: Bedeutet das, wenn ein Schüler zu Ihnen kommt und sagt: „Was soll ich tun? Ich kann nicht mehr, wie soll ich weiterleben?“ – Ist das der beste Zustand?

Antwort: Ja. Dann sage ich ihm: „Herzlichen Glückwunsch! „Du erkennst, dass du nur ein Tier bist, das nach tierischer Befriedigung strebt und nichts anderes.” 

Frage: Bedeutet das, dass das Lernen mit Freude nur die Anfangsphase ist, wenn man noch nichts erreicht hat?  

Antwort: Das Wichtigste ist die Verbindung mit der Gruppe, mit den Freunden. Denn dadurch empfängt man von ihnen ein zusätzliches Verlangen und steigt höher auf.

Frage: Und wenn man die erste spirituelle Stufe – den Machsom – überschritten hat, ändert sich dann die Wahrnehmung seiner Ablehnung?

Antwort: Wenn der Mensch den Machsom überschritten hat, wirken auf ihn ganz andere Kräfte, andere Berechnungen.  

Frage: Es ist also so, dass vor der endgültigen Korrektur immer eine Art Hinterlist gegen die eigene Natur stattfindet?  

Antwort: Ja, genau. Sonst kann der Mensch, wenn er nicht immer weiter seinen Egoismus offenbart und ihn gleichzeitig korrigiert, um darüber aufzusteigen, nicht vorankommen.

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Aus der Fernsehsendung „Mein Telefon klingelte. Wenn kein Verlangen besteht“

 

Glauben bedeutet fühlen

Frage: Was ist Glaube, solange man den Machsom noch nicht überschritten hat?

Antwort: Solange der Mensch den Machsom nicht überschritten hat und in die spirituelle Welt eingetreten ist, hat er keinen Glauben.

In der Kabbala hat der Begriff „Glaube“ eine andere Bedeutung als im alltäglichen Leben. In der Kabbala befinden sich alle Definitionen auf einer völlig anderen Ebene der Wahrnehmung.

Glaube ist ein Gefühl für den Schöpfer. Wenn ein Mensch den Schöpfer spürt, glaubt er an Ihn. Dies steht im absoluten Gegensatz zu der verbreiteten Auffassung, dass Glauben das Vertrauen in etwas ist, das man nicht sieht, aber für real hält.

Die Kabbala sagt, dass dies kein wahrer Glaube ist, sondern lediglich Illusionen. Es basiert nur auf einem echten Gefühl im Inneren – wenn man den Schöpfer fühlt, dann erhält man die Kraft, gegen sein Ego zu arbeiten.

Eine duale Kraft – positiv gegen negativ. Das nennt man, „Glaube über den Verstand“, der über den Egoismus hinausgeht und das Gefühl für den Schöpfer erfasst.

Der Mensch kann sich darüber erheben, da er in der Lage ist den höheren Verstand und tiefere Empfindungen zu nutzen. Doch wenn er dies nicht hat, auf welcher Grundlage wird er dann arbeiten? Auf der Grundlage von Erzählungen anderer?

Das nennt man nicht Glauben. Es ist nur ein Spiel, das Menschen aus Verzweiflung spielen, um sich irgendwie zu beruhigen. Deshalb erfordert der Glaube, zur Offenbarung zu gelangen! In der Kabbala ist es die Offenbarung des Schöpfers für die Geschöpfe, genau das wird als Glauben verstanden.

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Aus einer Lektion über einen Artikel aus dem Buch Shamati

Wer wird uns über den Machsom führen?

Frage: Wenn ein Schüler den Machsom zu Lebzeiten des Lehrers nicht überquert hat, wie stehen die Chancen, ihn später zu überschreiten? Sollte er es zur Lebzeiten des Lehrers schaffen?

Antwort: Natürlich wäre das wünschenswert. Das kann nur durch die Übereinstimmung der Eigenschaften geschehen, d.h. durch die Hingabe für den Weg, die „Anhaftung“ an den Lehrer, die Befolgung all seiner Ratschläge und dadurch, dass der Lehrer in seinen Augen wichtiger ist als er selbst. Mit anderen Worten, es handelt sich um eine Ausbildung in Bezug auf den Schöpfer.

Es gibt viele Schüler, die sehr fähig sind, sehr begierig darauf die Spiritualität zu erlangen. Es überwiegt für sie häufig die Wichtigkeit eigener Interessen gegenüber der Wichtigkeit dessen, was der Lehrer verlangt oder was in seinen Augen notwendig wäre.

Angenommen, man hätte etwas Unschmeichelhaftes über Sie und ihren Lehrer geschrieben, was würde Sie mehr schmerzen? Würden Sie ihre eigene oder seine Ehre verteidigen? Wie würden Sie sich, mit welchem Engagement einsetzen?

Kommentar: Das hängt von der Entwicklung des Menschen ab.

Antwort: Ja, natürlich! Sie fragen aber, ob es möglich wäre, den Machsom vor dem Tod des Lehrers zu überschreiten. Ich weiß es nicht. Das ist ein Problem des Schülers.

Wie auch immer dauert es nach dem Tod um vieles länger.

Frage: Wer wird dann durch den Machsom führen, wenn nicht der Lehrer?

Antwort: Derselbe Lehrer, nur in einer anderen Form. Wenn der Schüler die Anwesenheit des Lehrers in seiner unmittelbaren Nähe nicht nutzen konnte, muss er ihn in einer anderen Form um sich herum suchen. So wie man nach einer Form des Schöpfers sucht.

Frage: Kann es auch jemand anderen außer dem Lehrer geben?

Antwort: Nein, niemanden! Nichts Materielles. Derselbe Lehrer, nur in einer anderen Form, nicht als Mensch.

Kommentar: Wenn es, wie Sie sagen, eine Kette gibt: Sie folgen Rabash…

Antwort: Es muss ein Mensch sein, der bereits den höheren Weg zurückgelegt hat. Wie kann man jemanden, der sich auf der gleichen Stufe wie die Schüler befindet, über sie stellen? Stellt man einen von ihnen über sie? Auf welcher Grundlage?

Frage: Sie sind die Stufe, an die wir uns festhalten müssen. Wie können wir das umsetzen, wenn Sie nicht mehr da sind?

Antwort: Wenn ihr diese Form nicht entdeckt, dann ist es natürlich schlecht. Dann werdet ihr auf einem sehr langen Weg vorankommen, indem ihr die Methode „Versuch und Irrtum“ anwendet.

Wenn ein Schüler unter meiner Anleitung fünfzehn oder zwanzig Jahre lang nicht in die spirituelle Welt eingetreten ist, dann wird er noch einmal so viele Jahre brauchen, um ohne mich in sie einzutreten.

Frage: Wie war das bei Ihnen und Rabash?

Antwort: Ich habe alles, was notwendig war, von Rabash bekommen. Ich habe mich ausschließlich darauf gestützt, in seiner Nähe zu sein. Danach gab es eine langwierige Methode, um tiefer in die gleichen gegenseitigen Verbindungen einzudringen, die wir vor seinem Tod gemeinsam hergestellt hatten.

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Aus dem Gespräch „bei mir klingelte das Telefon. Spiritualität zu Lebzeiten des Lehrers“

Wie man lernt, anderen zuzuhören

Auszug aus einem Leserbrief: „Mit Schrecken stelle ich fest, dass ich anderen nicht mehr zuhören und sie verstehen kann. Kann ich es wieder lernen?“

M. Laitman: Ich finde nicht, dass man Jedem zuhören muss. Man sollte zunächst lernen, an sich selbst zu arbeiten, und erst dann beginnen, den Menschen zuzuhören. Menschen einfach so zuhören? Das wird Sie nur mit deren Problemen überladen. Sie werden sich grämen. Es wird nichts Gutes dabei herauskommen.

S. Vinokur: Sie sagen also: Man sollte sich darauf vorbereiten, anderen zuzuhören?

M. Laitman: Ja, man muss über eine sehr gute Wahrnehmung verfügen, um die Informationen richtig zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Erst dann können gute Beziehungen entstehen und Sie werden in der Lage sein, zu verbinden und zu heilen.

Was wollen Sie sonst tun? Wollen Sie die da sitzen, weinen und mitfühlen? Niemand braucht das.

S. Vinokur: Sie meinen also, nur wenn das Ziel ist, der Person zu helfen, dann kann er richtig hören und zuhören?

M. Laitman: Ja. Deshalb wird unsere Verbindung mit anderen Menschen durch eine Art Schutzschild hindurch aufgebaut, das als Machsom bezeichnet wird.  Es ist eine Art Schild, durch das ich sehr hart zu mir selbst und zu anderen bin und beginne, ernsthaft zu sortieren, was ich von ihnen bekomme, was ich ihnen gebe und so weiter.

S. Vinokur: Aber ich muss mir selbst gegenüber hart sein, haben Sie gesagt.

M. Laitman: Ich muss zu mir und zu anderen hart sein, damit auch sie beginnen, sich richtig zu verhalten, ohne sich gehen zu lassen.

S. Vinokur: Es ist also kein höfliches Verhalten. Wollen Sie damit sagen, dass dies bereits eine Korrektur ist?

M. Laitman: Es geht nicht um Höflichkeit, es geht um Korrektur. Das ist  kein kabbalistisches Märchen. Es sind keine egoistischen Tränchen. Das alles ist sehr, sehr ernst. Es muss gut durchdacht und abgewogen sein und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden.

Die Schlussfolgerung ist ganz einfach: Eine nachhaltige Zukunft ist nur dann möglich, wenn die Menschen ihren Egoismus überwinden und gemeinsam daran arbeiten, ein völlig neues System zu schaffen, ein neues Netz der Kommunikation und der Interaktion untereinander. Dann verschwinden alle Probleme und die Menschen werden in eine völlig neue Gesellschaft integriert.

Aus KabTv: https://www.michaellaitman.com/ru/video/kak-nauchitsya-slyshat-drugih/

Gibt es Menschen, die den Maсhsom überschritten haben?

Frage: Wie viele Menschen haben im Laufe der Geschichte den Machsom überschritten? Sind es Einzelne, Dutzende oder Tausende?

Antwort: Es sind Millionen von Menschen. Wir müssen verstehen, dass dies alles ein Prozess ist. Seelen sind nicht irgendwelche getrennten Klötze, sondern Wünsche, die sich ständig mischen, verändern und zusammenschließen. Es handelt sich um ein komplexes integrales System.

Frage: Wo gibt es diese Millionen?

Antwort: Sie existieren außerhalb von den Körpern- in den Verlangen. Das Wichtigste ist der Wunsch. Der Körper erscheint uns in einem ebenso begrenzten Rahmen zu bestehen, wie unsere Welt. In Wahrheit gibt es keine materielle Welt, es gibt nur die spirituelle Welt. Wir müssen in die Wahrnehmung der spirituellen Welt eintauchen und uns vergewissern, dass sie es ist, die existiert.

Frage: Wo bleiben die Menschen nach der Überquerung des Machsoms, was machen sie dort?

Antwort: Sie existieren in ihren Eigenschaften. Alles außerhalb der Eigenschaften, alle Arten von unbelebter, pflanzlicher und belebter Materie (menschliche Materie existiert in unserer Welt nicht, sie wird als tierische Materie eingestuft), wird nur in unseren irdischen Empfindungen wahrgenommen. In der Realität gibt es das alles nicht.

Sobald sich die Empfindungen ändern, verschwindet diese Welt.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Ein faszinierender Zustand

Ein Mensch, der die Eigenschaft des Gebens und Liebens empfindet und seine Teilhabe an der ganzen Menschheit als notwendig und wünschenswert ansieht, kommt allmählich an den Punkt, an dem diese Eigenschaft in ihm zu herrschen beginnt. Auf diese Weise kommt er dem Geben immer näher.

Mit dem Wunsch, diese Eigenschaft vollständig zu erlangen, betet er gleichsam darum, dass sie in ihm wirkt. So nähert er sich dem Machsom, der die Grenze zwischen den beiden Welten ist und passiert sie.

Es ist ein faszinierender Zustand, denn wir beginnen zu spüren, dass unsere Welt aus zwei Systemen besteht. Unser System, in dem wir uns heute befinden, ist rein primär, schwach, speziell und so konzipiert, dass wir trotzdem, entgegen unserer Natur in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe sein wollen.

Frage: Die Kabbalisten sagen, dass der Sinn der Natur jener ist, die ganze Menschheit über den Machsom zu bringen?

Antwort: Ja. Auf jeden Fall jeden und alles.

Es ist eine Tatsache, dass unsere Welt, wie sie uns zu existieren scheint, in Wirklichkeit illusorisch ist. Sie ist eigens so geschaffen, dass wir aus ihr herauswollen, in die nächste Welt, den nächsten Zustand, damit wir die Eigenschaft des Gebens als notwendig und wünschenswert wählen würden.

Aus der Fernsehsendung „ Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Was der Kabbalist sieht

Frage: Die ganze Welt ist ein gesamtes System von Verbindungen zwischen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Stufe der Natur und den Menschen. Wir beobachten heute die Welt durch egoistische Verbindungen. Jeder erlebt sie auf seine eigene Art und Weise. Was sieht der Kabbalist?

Antwort: Der Kabbalist sieht sehr deutlich alle Zusammenhänge: wie sehr die Menschen einander geben, füreinander sorgen, miteinander verbunden sind. Er sieht dies im Maß seiner Korrektur und empfindet deshalb die ganze Welt in der Eigenschaft des Gebens.

Wenn ihm zwei Systeme offenbart werden bekommt er ständig andere Erkenntnisse, die auf den Widersprüchen der Eigenschaft des Gebens und der Liebe aufgebaut sind: Empfangen und Geben. Er muss dabei so arbeiten, dass er sie kombinieren kann.

Frage: Kann man sagen, dass ein Mensch der den Machsom überschritten hat, alle Verbindungen zwischen den Menschen sieht?

Antwort: Das ist korrekt. Er wird sie nicht zum Nachteil des Systems verwenden, welches sich „Schöpfer“ nennt.

Aus dem Fernsehprogramm „ Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Schöpfer ähnlich ist


Ich erhielt Fragen über Tod, Wiedergeburt, den Körper und die Seele:

Frage: Was ist die spirituelle Arbeit mit einem verstorbenen Freund?

Meine Antwort: Die gleiche, wie mit den Seelen deiner anderen Freunde. Verbinde die Bestrebung dieser Seele in Richtung des Schöpfers genauso mit deinen Bestrebungen, wie mit denen der Gruppe.

Frage: In einer Ihrer Lektionen sagten Sie: „Die Seele eines Menschen ist ewig, weil sie ein Teil des Schöpfers ist. Deswegen stellt man sich vor, dass man mit seiner Seele ewig lebt. Jedoch verändert der Schöpfer die Seele, und das ist die Bedeutung der Reinkarnation der Seelen – wenn die vorherige Stufe stirbt und „ein neuer Mensch geboren wird“. Meine Frage ist: Wenn die Seele wiedergeboren wird, behält man dann den gleichen physischen Körper (passiert das in einer physischen Reinkarnation), oder wird auch der Körper ausgetauscht?

Meine Antwort: Immer wenn wir unsere spirituelle Stufe ändern, ändern wir unsere Seele oder unseren Grad der Gleichheit mit dem Schöpfer. Wenn ein Mensch auf den Level ansteigt, gleich dem Schöpfer zu sein, dann wird er während seines Lebens im gleichen Körper wiedergeboren. Wenn er jedoch die Korrektur seiner Seele noch nicht abgeschlossen hat, dann wird sein Körper mit einem anderen ausgewechselt.

Frage: Wenn die Seele eines Menschen abgelöst wird und ihm eine neue Seele gegeben wird, wo geht die vorherige hin? Wird sie in einem anderen Körper wiedergeboren?

Meine Antwort: Eine Seele ist jene Stufe die aufgrund der Realisierung der Reshimot in den Verlangen erscheint. Die Seele ist ein Teil des gesamten Verlangens – sie ist der Teil der dem Schöpfer gleicht.

Frage: Wenn sich die Seele eines Menschen verändert, dann würde ich denken, dass ihre Eigenschaften nicht sehr anders als die Eigenschaften der vorherigen Seele sein sollten. Ist das richtig?

Meine Antwort: Die Seele wird jedes Mal stärker und größer.

Frage: Merkt ein Mensch, wenn sich seine Seele ändert?

Meine Antwort: Ein Mensch verändert seine Seele durch seine eigenen Anstrengungen in eine vollkommenere.

Frage: Neulich las ich eine Zeitung, in der es häufig um Kabbala ging und dort gab es ein Interview mit Ihnen, indem Sie über das „Ich“ eines Menschen sprachen. Sie sagten, dass der Körper nur eine Schale für das „Ich“ sei und dass sich ein Mensch nicht verändern wird, wenn irgendeines seiner physischen Organe ausgetauscht wird – sogar sein Gehirn. Ich möchte gerne wissen: Was passiert mit dem „Ich“ nachdem der Körper stirbt?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch während der Existenz seines Körpers seinen „Punkt im Herzen“ durch die Vereinigung mit anderen (durch das Ausbrechen aus dem Egoismus und die Überquerung des Machsom) vergrößert hat, dann hat er bereits die Höhere Welt enthüllt. Aber wenn er das noch nicht erreicht hat, dann bleibt er ein Punkt und wird noch einmal wiedergeboren, um den Machsom zu überqueren.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Was ist die Seele?
Blog-Post: Die Formel der Seele
Blog-Post: Was wird mit der Welt geschehen, wenn ich sterbe?
Blog-Post: Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?
 
Kabbala Akademie Grundkurs
 

Maaser ist ein Naturgesetz


Ich habe folgende Fragen zu Maaser erhalten:

Frage: Können wir spirituell vorankommen, wenn wir den Zehnten (Maaser) nicht bezahlen?

Antwort: Nein.

Fortsetzungsfrage: Ich habe das Buch „Kabbala für Anfänger“ gekauft und druckte „Die Einführung in das Buch Sohar“ selbst. Wird das als Zehnter betrachtet?

Antwort: Nein

Fortsetzungsfrage: Mit der Verpflichtung, den Zehnten zu bezahlen, werden viele Menschen von der Kabbala abgeschreckt, das wird aber keine Lösung für sie sein. Sie engagieren sich in der Kabbala mit all ihrem Verlangen, nach einer Weile verstehen sie, dass sie Maaser bezahlen müssen, um spirituell voranzukommen. Ich frage mich, ob ein Mensch, der sich bereits über dem Machsom befindet, ebenso verpflichtet ist, Maaser zu bezahlen, um das Ziel zu erreichen?

Antwort: Ja

Fortsetzungsfrage: Auch auf der letzten 125ten Stufe der Leiter?

Antwort: Ja

Fortsetzungsfrage: Die Armen werden nicht einmal einen Millimeter weiterkommen.

Antwort: Wenn sie arm sind, ist ihr Maaser auch entsprechend klein.

Fortsetzungsfrage: Ich bin darüber enttäuscht, dass man um die Spiritualität zu erreichen, bezahlen muss.

Der Maaser muss abgeschafft werden, da er eine Einschränkung darstellt, um die so genannte “neue Gesellschaft“ zu erreichen.

Antwort: Maaser ist ein Naturgesetz, niemand kann ihn abschaffen. Du bezahlst niemanden dafür; du ziehst nur den Teil von dir ab, der unmöglich zu korrigieren ist. Du gibst ihn durch eine andere Methode, zur Korrektur in die Welt. Du erkennst, dass dein Maaser für die Verbreitung der Kabbala um dich herum notwendig ist. Du solltest darüber lesen (du kannst es auf Google.com nachschlagen).

Der Maaser ist 10% deiner Wünsche, die sich auf Malchut beziehen und die du nicht selbst korrigieren kannst. Du kannst nur ein Zehntel deines Einkommens trennen, was dem Maaser entspricht. Du wirst sonst deine Seele nicht korrigieren können. Sie wird nicht durch das Geld, sondern durch deine Zurückweisung korrigiert. Deshalb kannst du dieses Geld für alle Arten von leeren Gütern ausgeben, aber es ist praktisch unmöglich, es für Maaser auszugeben!

Frage: Ich verstehe, dass wir 10% unseres Einkommens als Maaser zahlen sollen. Wo können wir den Beitrag leisten? Sollen wir ihn einmal im Monat, entsprechend unserem monatlichen Einkommen einzahlen oder können wir ihn alle zwei Wochen mit unserem Lohnzyklus bezahlen? Wollen Sie uns sagen, dass wir, wenn wir nicht am Maaser teilnehmen weiterhin spirituell vorankommen, aber dabei das Gesamte daran hindern, schneller voranzukommen?

Antwort: Du solltest für die Antwort in vorangegangenen Beiträgen zu diesem Thema suchen.