Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Was ist Schmerz und wie können wir damit aufhören, ihn ständig zu spüren?


In unserer Welt ist Schmerz die Reaktion des Organismus zu einem Problem, das in ihm auftaucht. Es ist die Art des Organismus, uns zu sagen, dass etwas mit unserem Körper nicht stimmt. Zum Beispiel warnt uns Schmerz vor Gefahr und lässt uns die Hand vom Feuer wegnehmen. Schmerz zwingt uns dazu, uns zu bewegen, etwas/jemandem näher zu kommen oder Abstand zu nehmen, unsere Eigenschaften zu ändern, neue Standpunkte anzunehmen, uns der Ursache des Schmerzes bewusst zu werden und uns zu neuen Seinszuständen zu entwickeln.

Tatsächlich ist Schmerz die einzige Kraft, die fähig ist, auf unseren Egoismus einzuwirken: Schmerz, wenn wir uns mies fühlen oder wenn andere sich mies fühlen oder wenn andere sich wohl fühlen. Schmerz schiebt uns von hinten an und zwingt uns dazu, uns weiterzuentwickeln. Das Gefühl der Leere schiebt uns nach vorne in Richtung Erfüllung. Schmerz ist überall! All unsere Wahrnehmungen kommen von Zusammenstößen, Kontakt, Druck – oder mit anderen Worten, von Schmerz. Wir empfinden Genuss nur bei vorheriger schmerzvoller Wahrnehmung eines unerfüllten Verlangens, Leiden oder unerfüllter Erwartung.

Wenn wir jedoch aus dem Egoismus herauskommen und uns über den Machsom erheben, beginnen wir zu erkennen, dass wir unser Leben auf der Grundlage von vollständiger Erfüllung und Befriedigung leben können, anstatt auf der Basis von Mangel und Abwesenheit. Anstelle von Schmerz können wir Perfektion als Ausgangspunkt nehmen. Anstatt Dinge zu tun, weil wir sie tun müssen, können wir sie aus Liebe tun, ohne irgendwas zu benötigen.

Dies ist eine völlig andere Art des Daseins, eine andere Einstellung zur Welt, zu Menschen, zu dir selbst und natürlich – zum Schöpfer. Und wenn wir dies erreichen, wird sich der Schöpfer sofort für uns enthüllen, weil wir dann vollkommen werden, genau wie Er.

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Glaube über dem Verstand wird nach dem Machsom erlangt (fortgeschritten)


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe, dass die Zeit der Korrektur beginnt, nachdem wir den Machsom überschritten haben, aber es gibt etwas, das mich beunruhigt und das ich nicht gut verstehe: Sobald der Machsom überschritten ist, geschehen die Dinge, die uns in dieser Welt passieren, weiterhin. Jedoch sind wir dann in der Lage, sie zu verstehen. Wir verstehen was uns geschieht und können dies dazu verwenden, das Gefäß zu vergrößern und es zu füllen. Meine Frage ist nun, aufgrund des oben Erwähnten: Ist Glaube über dem Verstand nötig, um den Machsom zu überschreiten oder wird einem das gegeben, wenn man den vollständigen Masach hat? Und kann ein Mensch erkennen, ob er die Neshama hat?

Meine Antwort: Glauben über dem Verstand ist das, was wir nach dem Machsom erlangen. Vorher versuchen wir nur zu verstehen, was Glaube ist und versuchen, ihn zu erlangen. Vor dem Machsom versuchen wir, Glaube über dem Verstand zu erlangen (die Enthüllung des Schöpfers, eine Wahrnehmung von Ihm, von der Eigenschaft des Gebens und der Liebe in uns – über unserem gesamten Egoismus). Wir streben danach, uns über alle Hindernisse hinweg zur Einheit des Schöpfers und Seiner Lenkung zu erheben!

Aber die Erfüllung dieses Verlangens findet nach dem Machsom statt, wenn es mit dem Licht des Schenkens der Stufe Nefesh, dann Ruach usw., gefüllt ist, bis wir vollständig die Eigenschaft des Glaubens über den Verstand erlangen – die Eigenschaft von Bina.

Und danach gibt es ein anderes Maß – nicht das Erheben über den Egoismus, sondern den Gebrauch des Egoismus oder die Korrektur des Egoismus zum Schenken – wenn wir in unser Verlangen hinein um des Schenkens willen empfangen.

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Es gibt keine Verbindung zwischen Drogen und dem Erlangen der Höheren Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Diese Frage wurde in den Foren von arionline.info gestellt, doch befriedigte mich die Antwort nicht ganz. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Thema wie jede gewöhnliche Situation übergangen und nicht mit Liebe gelesen wurde.

(Es folgt eine lange, detaillierte Beschreibung von Drogentrips eines 21jährigen Studenten aus Mexiko, der lange LSD genommen hatte. Er beschreibt, wie dies ihm die Möglichkeit gibt, die Höhere Kraft, die Höhere Wirklichkeit, wahrzunehmen sowie seine Verbindung mit der Kabbala. An einem Punkt erreicht er das Gefühl, dass seine Lebensaufgabe darin besteht, die Verbindung zwischen Spiritualität und LSD zu verstehen.).

Meine Antwort: Es gibt keine Verbindung zwischen Drogenerlebnissen und dem Erreichen der Höheren Welt, dem Schöpfer. Sie sind völlig von spirituellen Empfindungen getrennt und werden durch Ihre Wahrnehmungen der chemischen Reaktionen gesteuert. Ich rate, damit aufzuhören, wie Sie ihr Verhalten rechtfertigen. Vergessen Sie die Drogen und fangen Sie an, Ihre Seele zu korrigieren. Viel Glück!

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Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala (Fortgeschrittene)


11 Fragen, die ich zur Zukunft der Kabbala, der Geburt der letzten Generation und zu spirituellen Führern der Zukunft erhalten habe

Frage: Können wir aufgrund von Punkt 12, Talmud Esser Sefirot, welcher den Prozess der Empfängnis der Seele beschreibt, sagen und uns vorstellen, dass der gegenwärtige Zustand der Menschheit (die nahenden globalen Krisen) die Wehen während der Geburt der letzten Generation sind?

Meine Antwort: Die uns bedrängenden Kräfte sind die Wehen, die uns dazu zwingen, unseren vorigen Zustand zu verlassen.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen dem Prozess des Fötus, wo er sich von dem Zustand von „Kopf oben“ zu dem Zustand von „Kopf unten“ verändert, der Einheit von Keter und Malchut und den Anstrengungen der Kabbalisten?

Meine Antwort: Absolut, denn die Menschheit muss ihre Betrachtungsweise der Welt gegenüber, ihre Zielsetzung und Werte verändern und anfangen, das Beschenken dem Empfangen vorzuziehen; Liebe für den Nächsten über Liebe für sich selbst.

Frage: Sind Kabbalisten verantwortlich dafür, sicherzustellen, dass die letzte Generation normal geboren wird?

Meine Antwort: Ja, denn Menschen werden sich ohne die Verbreitung der Kabbala nicht verändern. Das Leid und der Mangel an Verständnis davon was geschieht, werden sich nur anhäufen. Die Geburt ist eine harmonische Wechselbeziehung zwischen dem Organismus der Mutter und dem Fötus.

Frage: Ist es dann, wenn dem so ist nötig, ein System von Menschen zu erschaffen und vorzubereiten, die Diener des Schöpfers sind?

Meine Antwort: Diese Menschen sind Kabbalisten, die den Plan des Schöpfers (der Natur) und wie dieser ausgeführt wird erklären.

Frage: Im Buch Sohar, Kapitel „Die Vision von Rabbi Chiya“, Punkt 57, heißt es: „…denn all die rechtschaffenen Menschen dort sind die Köpfe der Versammlungen. Und all die Mitglieder jeder Versammlung steigen von dieser Versammlung hier, zur himmlischen Versammlung auf. Und der Messias besucht all diese Versammlungen und unterzeichnet die Tora mit dem Siegel der Lehren, die von den Mündern der Rechtschaffenen kommen.“ Dieses Zitat lies mich über die letzten Ereignisse in den Gruppen nachdenken. Ich denke, dass wir die Gruppen, welche an der Verbreitung arbeiten, von den Gruppen der „spirituell vorankommenden“ Menschen trennen sollten und die letztere sollte die Gruppe sein, wo Kabbalisten vorbereitet sind, die für die Geburt der neuen Generation verantwortlich sein werden. Ich habe mir ein Modell einer Pyramide ausgemalt, welche aus kleineren Pyramiden besteht, die wiederum Gruppen aus der ganzen Welt sind, die spirituelle Arbeit machen (und die Gruppen für die Verbreitung werden separat sein). Die Führer dieser Gruppen werden auf verschiedenen spirituellen Stufen sein und durch ihr Streben nach oben verbunden sein. Diese werden das spirituelle Hauptmanagement (nennen Sie es Sanhedrin, wenn Sie wollen) bilden. Ist dies korrekt?

Meine Antwort: Wenn die Gruppen so unterteilt werden würden, wie Sie das vorschlagen, dann wird dies das grundlegende spirituelle Gesetz missachten, wonach alle Seelen das gleiche Recht haben sich spirituell zu entwickeln. Sie kennen nicht die Wurzeln der Seelen und folglich werden Sie nicht fähig sein, diese zu trennen. Nur gleiche, „einfache“ Verbreitung wird alle „Zahnräder“ zu ihrem eigentlichen Zustand bringen, wo sie harmonisch zusammenarbeiten. Es kann von unserer Seite keine Aussonderung geben. Jede Teilung bedeutet Klipa. Alle möglichen Menschen werden sich in jeder Gruppe zusammenschließen und sie werden alle zusammenarbeiten.

Frage: Ich fühle bei Ihnen ein starkes Verlangen danach, diesen funktionierenden Körper erfolgreich zu erschaffen, um die Menschen zu entdecken, die würdig sind, ein Teil davon zu werden und die die dafür benötigte spirituelle Stufe erreicht haben. Dies ist eine völlig andere Stufe der Arbeit und ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie mächtig diese „Antenne“ darin ist, das Licht anzuziehen.

Meine Antwort: Nichts kann unter Zwang geschehen. Auf dieser Stufe sind unsere Ziele:

– Die Menschen sollen das korrekte Verständnis über sich selbst, das Universum, dessen Sinn und wie man diesen erreichen kann, erlangen.

– Dies sollen sie in der weltweiten Gruppe, durch die Verbreitung, in die Praxis umsetzen.

Diese Handlungen werden in der jetzigen „formlosen“ Konstruktion (ein „Haufen“, wenn Sie so wollen) eine Veränderung herbeiführen und stattdessen wird es eine Pyramide geben – ein Zentrum mit Abteilungen. Im Moment befindet sich dies im Prozess des Wiederaufbaus.

Wie bei einer Geburt oder jeglicher anderer Entwicklung, können wir nichts, was wir in der Kabbala tun, überstürzen. Nur die Wahrnehmung des Bösen im jetzigen Zustand wird den nächsten Zustand hervorbringen und uns dazu zwingen, diesen zu erreichen. [Rest des Beitrags lesen →]

Zu beten bedeutet sich selbst zu richten


Zwei Fragen, die ich über Gebete erhielt

Frage: Sie sagen, der Schöpfer ist in uns und es gibt nichts außerhalb von uns. Was sind also die Einflüsse, die einen Menschen Ehrfurcht und Wunder fühlen lassen? Und wenn der Schöpfer in uns ist, wem danken wir dann und zu wem beten wir?

Meine Antwort: Wir beten für uns selbst, um uns zu verändern und zu fühlen, dass wir Geber sind. Zu beten (in Hebräisch: Lehitpalal) bedeutet „sich zu richten“. Wir tun das nicht für den Schöpfer, sondern für uns. Das ist unser Flehen um die Eigenschaft des Gebens und Liebens, welche wir den Schöpfer nennen. Es ist verboten (weil es falsch ist), uns Ihn vorzustellen – diese Eigenschaft – in irgendeiner anderer Form als in dieser Eigenschaft, ohne ein Bild oder Material. Wir werden von der Höheren Kraft erfüllt, welche keine Form, Volumen oder Material hat. Jedoch fühlen wir das nicht. Wir werden es in dem Umfang fühlen, in dem wir seine Eigenschaften erwerben. Unser Ziel ist es, zu beginnen, für unsere Verlangen „zu geben“, anstelle „zu empfangen“. Wenn wir diese Eigenschaft anstreben, ziehen wir den Einfluss der Höheren Kraft auf uns. Diese Kraft befindet sich in einem bewegungslosen Zustand und nur unser Verlangen, ihr gleich zu werden, bringt uns unter ihren stärkeren Einfluss.

Frage: Wir sind der Wille zu empfangen und um unser Verlangen zu ändern, um ein Verlangen zu erhalten, „nicht für unser eigens Wohl“ zu handeln, müssen wir den Schöpfer um Hilfe bitten. Aber wie kann ich sagen, dass der Schöpfer mein Bitten hört, wenn ich Ihn bitte, mich zu ändern? Welche Art von Veränderung sollte ich fühlen?

Meine Antwort: Die Wandlung im Verständnis, dass die Natur böse ist, bis man endlich das Verlangen erreicht, aus seiner Natur auszubrechen – diese „Wahrnehmung des Bösen“ – passiert unter dem Einfluss des Lichtes des Schöpfers. Und dann stellt sich die „Handlung der Güte“ ein – die Ausrichtung eines jeden, während jeder Handlung, ändert sich in „Liebe und Schenken“. Das Höhere Licht der Korrektur beeinflusst Sie in dem Grad in dem Sie das Verlangen haben, sich selbst zu korrigieren. Aber Sie können dieses Verlangen nicht alleine entwickeln; Sie können es nur von außen erhalten, von Menschen wie Sie, die nach dem selben Ziel streben. Durch das „Erkaufen“, das Erwerben, ihrer Verlangen, werden Sie in der Lage sein, solch kräftiges Höheres Licht auf sich zu ziehen, dass es Sie verändern wird und Sie zu einem Geber macht und dann werden Sie sofort diese Eigenschaften fühlen, Sie werden den Schöpfer enthüllen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet
Blog-post: Alles wird von innen heraus erreicht!
 
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Die virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis


Drei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen und das Weltkli erhielt

Frage: Bald werden wir – die virtuelle Gruppe – ein Freundestreffen (Yeshivat Haverim) abhalten, um uns mit dem gemeinsamen Kli zu vereinen. Was sollten wir als nächstes anstreben, als nächste Phase der Einheit zwischen unserer Gruppe und dem Weltkli?

Meine Antwort: Als nächste Phase der Einheit zwischen eurer Gruppe und dem Weltkli solltet ihr völlig in das gemeinsame Kli eingeschlossen werden. Auf diese Weise werdet Ihr vom gemeinsamen Kli das Bewusstsein erhalten, dass Ihr nicht in der Lage seid, das Ziel, den Schöpfer, zu erreichen. Indem ihr euch durch sie der Größe des Zieles bewusst werdet, erhaltet ihr außerdem eine solch starke Kraft, voranzuschreiten, dass ihr auch bei einem Absturz das Gefühl haben werdet, auf einem Kraftkissen (Arvut, gegenseitige Garantie) gelandet zu sein. Dies wird jedoch alles nur geschehen, wenn Ihr wirklich Teil der Gruppe werdet!

Frage: Wie kann das Prinzip von Arvut unter uns in der virtuellen Gruppe erreicht werden?

Meine Antwort: Der sicherste Weg dafür ist, dass Ihr Euch in das gemeinsame Kli einschliesst und von ihm während der gemeinsamen Verbreitung der Kabbala lernt. Mit dieser Aktion werdet Ihr auf jeden Fall eine Handlung des Gebens, der Liebe für euren Nächsten ausführen und folglich Or Makif (Umgebendes Licht) hervorrufen, das Licht der Höheren Stufe, nach welchem ihr strebt – und dieses wird beginnen, euch auf diese Stufe heraufzuziehen.

Frage: Wie kann ich an alle Freunde gleichzeitig denken? Immerhin kann ich mich doch nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren, aber es gibt Millionen von Freunden in der ganzen Welt und noch dazu kenne ich die meisten gar nicht.

Meine Antwort: Sie sollten an die gesamte Gruppe denken, an die Millionen Menschen, an die Einheit und das gemeinsame Ziel, darüber, wieviele Menschen danach streben und wie der Schöpfer – der für jeden Eins ist – uns lenkt. Anstelle sich Personen und Körper vorzustellen, sollten Sie sich die Verlangen, sich gemeinsam und mit dem Schöpfer zu vereinen, vergegenwärtigen. Stellen Sie sich vor, wie diese Verlangen trotz Entfernung und Menge vereint sind. Dann werden Sie nach und nach dieses gemeinsame Verlangen oder diese Kraft immer stärker empfinden. Und das wird dann Ihr Kli. Das kommt daher, da ein Mensch innerhalb seiner eigenen Seele nur die anfängliche Inspiration in Richtung Schöpfer empfängt und den Rest der Erfüllung innerhalb der Seelen oder Wünsche seiner „Freunde“, die er sich durch Liebe nach dem Motto „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ hinzufügt. Dies zeigt sich als Bedingung dafür, das innere Gefäß zu schaffen, um das Licht der Unendlichkeit zu empfangen.

Die virtuelle Gruppe war gestern Gastgeber des Yeshivat Haverim auf Kabbalah TV, 18 Uhr und wurde auf kabbalahmedia.info archiviert.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Der Zweck der Erschaffung einer Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Das Ziel der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Über die Wichtigkeit von Freunden
Artikel: Gemeinsames Lernen und Unterstützung einer virtuellen Gruppe

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Kann jemand, der alles was ihm zur Verfügung stand, für die Verbreitung, die innere Arbeit, die Gruppe und die Liebe für die Freunde aufbrachte, jemand, der an Kongressen teilnahm und mit all seiner Kraft und seinem Wunsch dafür arbeitete, mit einmal diesen Weg verlassen und sich einem anderen Rav zuwenden? Wie kann jemand so leidenschaftlich dafür sein und sich für das Ziel aufopfern und gleichzeitig nach einem anderen Lehrer suchen?

Meine Antwort: Alles ist möglich. Ich habe schon alles erlebt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und andere sollten sich nicht einmischen, auch ich nicht. Wir sollten den Menschen helfen und ihnen alles geben, aber danach bleibt alles ihnen selbst überlassen. Die spirituelle Entwicklung des Menschen entspricht seiner eigenen Wahl; es gibt keinen Zwang, wenn es dazu kommt, dass jemand seinen spirituellen Weg betritt. Dies ist die einzige Herangehensweise, die sich als echt erweist und jeden anziehen wird, und nur diese Einstellung dem anderen gegenüber wird wahre Sorge und Liebe ausstrahlen und entspricht dem Naturgesetz.

Das Schöpfungsziel für jeden Menschen ist, aufgrund seiner freien Wahl eine vollkommene Gleichheit mit dem Schöpfer zu erlangen. Darum können wir diese Methode lediglich an die Oberfläche bringen, den Menschen die Gruppe und unsere Kraft anbieten, doch letztendlich liegt es am Menschen, welche Wahl er trifft! Wenn Sie Menschen fragen, die in der Gruppe waren und bereits seit 15 – 20 Jahren mit mir studieren, werden sie Ihnen sagen, dass ich niemals Fragen stelle, sogar wenn jemand die Gruppe verlässt oder plötzlich verschwindet. Die Seele des Menschen sollte ihm sagen, wie sie zu korrigieren ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Unterricht zum Artikel „Körper und Seele“ (Baal HaSulam)
Rabash-Artikel: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?

Himmel und Hölle in der Kabbala


Fragen, die ich über das Leben in den Höheren Welten erhielt

Frage: Was bedeutet „Himmel“ aus der Sicht der Kabbala?

Meine Antwort: Himmel ist das Licht von Chochma. Der „Garten“ ist Malchut. Malchut gefüllt mit dem Licht von Chochma wird Garten Eden genannt. In diesem Zustand ist Malchut für die Seelen die Malchut der Welt Atzilut.

Mit anderen Worten, der Garten Eden bezieht sich auf einen Ort (oder ein Zustand), wo die Seelen mit dem Licht von Chochma gefüllt sind. Einfach ausgedrückt: der Garten Eden ist Malchut der Welt Atzilut. Der Höhere Garten Eden ist Bina der Welt Beria und der Niedere Garten Eden ist Yesod de Malchut von der Welt Assiya. Natürlich bezieht sich das nicht auf die üblichen Vorstellungen der Leute über den Himmel und seine Bewohner. In der Spiritualität gibt es keinen Raum, kein Abbild, Geräusche etc., sondern nur Kräfte ohne Materie. Die Seele ist ein Verlangen. In dem Maße, in dem sie dem Schöpfer gleicht, der Eigenschaft von Geben und Liebe, wird sie mit der Empfindung des Schöpfers erfüllt, der Empfindung dieser Eigenschaft innerhalb sich selbst. Diese Empfindung wird „Himmel“ genannt und es gibt keinen Himmel außer diesem.

Frage: Gebraucht eine Person das System von ABYA de Kedusha schon vor dem Machsom?

Meine Antwort: Dieses System beginnt erst über dem Machsom. Schauen Sie sich das „Vorwort zum Buch Sohar“ an, wo von der Erreichung der Malchut de Assiya gesprochen wird.

Frage: Wie hat sich der Parssa nach dem Zerbrechen der Gefäße (Shwirat ha Kelim) in der Welt von Nekudim wieder verstärkt, um zu vermeiden, noch einmal zu zerbrechen?

Meine Antwort: Um das Licht zu empfangen ist es nötig, von BYA zu Atzilut aufzusteigen – dies ist eine der Verstärkungen des Parssas.

Frage: Warum ist Ejn Sof (Unendlichkeit) umgeben von Igulim (Kreise)?

Meine Antwort: Weil jeder gleich ist und es keine Begrenzungen gibt.

Frage: Gibt es in der Kabbala Dinge wie den Teufel oder andere böse Kräfte oder sind dies nur Metaphern für den Egoismus?

Meine Antwort: Das Einzige, das geschaffen wurde, ist das Verlangen. Es ist verschiedenartig, bestimmte Arten haben verschiedene Namen. Meine Wahrnehmungen von mir selbst und von meiner Umgebung sind ebenfalls Verlangen oder Kräfte, aber wir empfangen sie als Überträger auf einem Fernsehschirm, als Bilder. In Wirklichkeit sind die einzigen Dinge, die existieren, die Kraft des Empfangs (Schöpfung) und die Kraft des Gebens (der Schöpfer). Sie stellen das gesamte Bild dar, das wir sehen. Wenn wir diese Kräfte erlangen, sind wir sofort von der Illusion des sichtbaren Bildes der Welt frei und daher beschreibt Kabbala unsere Welt als unwirklich und geträumt.

Verwandtes Material:
Kabbala Heute Artikel: Die Spirituelle Traumwelt leben
Michael Laitman: Aufbau der Welten, Lektion 1
Michael Laitman: Aufbau der Welten, Lektion 2
Michael Laitman: Aufbau der Welten, Lektion 3

Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst


Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Ich verstehe das nicht. Wir versuchen, uns mit einem spirituellen Wesen zu verbinden, das wir nicht wahrnehmen können, das Schöpfer genannt wird – der eigentlich für jedermanns Schicksal verantwortlich ist und möchte, dass wir zu ihm streben und nur zu ihm – indem wir Bücher studieren und Sie sagen mir, da ist nichts Magisches oder Mystisches daran?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst, denn Sie wurden idealerweise entgegengesetzt zu Ihm geschaffen. Wir schreiben „Ihm“ mit einem Großbuchstaben einzig als Zeichen des Respekts für diese Eigenschaft der „selbstlosen Liebe und des Gebens“. Das heißt, Sie erforschen sich selbst, um sich ins Gegenteil zu verändern. Das ist Kabbala – die Entdeckung der Eigenschaft des Gebens in sich selbst.

Frage: Wie kann sich die Verbindung mit dem Schöpfer, der gut ist und Gutes tut, durch negative Gefühle äußern?

Meine Antwort: Solange ein Mensch seine Verlangen noch nicht korrigiert hat, kann er in ihnen negative Empfindungen wahrnehmen. Gleichzeitig kann er sich aber über die Tatsache freuen, dass er diese Empfindungen hat, denn sie sind Teil des Prozesses, diese Verlangen zu korrigieren. Sobald sie korrigiert werden, erhebt er sich über sie und trotz jeglicher Empfindungen, die er in ihnen wahrnimmt (sogar mangelnde Erfüllung), wird er in der Lage sein, nur das Glück und die Güte, die diese Welt ausfüllen, zu empfinden! Denn er erlangt Glauben über dem Verstand – er ist mit der Eigenschaft des Gebens erfüllt, obwohl seine Verlangen, gefüllt zu werden, leer sind.

Kabbala Akademie

Was ist das Höhere Licht?


Ich erhielt folgende Frage: Sie sagen, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist. Das ist klar. Die beiden Kräfte der Natur, Geben und Empfangen. Alles in der Natur ist nichts als Geben und der Mensch ist das einzige Element in der Natur, das die Balance stört. Er schafft ein Ungleichgewicht und das ist der Grund warum wir leiden.

Alles ist gut, bis wir an diesen Punkt gelangen. Aber wenn wir letztendlich an diesem Punkt angekommen sind, an dem wir die Balance wieder herstellen wollen, sagen Sie: Or Makif. Hmmm… Ein Licht kommt aus dem Nichts und korrigiert mich. Und was mich am meisten verwirrt ist, dass dieses Licht aus einem Buch kommt. Können Sie mir bitte auf eine praktische und klare Weise erklären oder definieren, was „Licht“ ist? Ich dachte, die Kabbala ist eine Wissenschaft über Kräfte, Natur, Verlangen etc. Nach meiner Auffassung ist das Höhere Licht kein wissenschaftlicher Ausdruck und bezieht sich direkt auf etwas Esoterisches. Vielleicht können Sie diese Vorstellung vernünftiger und verständlicher machen? Was ist diese Kraft, die uns korrigiert? Ist es die Kraft des Gebens? Warum wird es dann Or Makif genannt? Wie kann dieses Licht fähig sein, auf unserem Weg der Entwicklung zu helfen, das Leiden aufzuhalten? Ist es auf irgendeine Art mit dem körperlichen Licht verbunden?

Meine Antwort: Wenn ich Sie wäre, mit Ihrer Liebe zur Wissenschaft, würde ich „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ (Pticha) studieren oder ich würde sogar anfangen, Talmud Eser Sefirot zu studieren! Diese Texte erklären einige spirituelle Vorstellungen in einer wissenschaftlichen Sprache: 1. Verlangen, 2. Korrektur der Ausrichtung von „zum eigenen Wohle“ zu „zum Wohle des Schöpfers“, 3. Erfüllung durch das Licht, Genuß, der Schöpfer, im Maße der korrigierten Ausrichtung. Es gibt nichts anderes in der Kabbala.

Or Makif ist eine Kraft, die uns aus einer korrigierteren Stufe her beeinflusst, deren Richtung wir anstreben. Es beantwortet Ihr Streben auf folgende Weise: es zieht Sie im selben Maße zu einer höheren altruistischen Stufe, indem Sie danach streben. Das ist eine Wechselwirkung von zwei Vektoren des Verlangens. Den selben gegenseitigen Einfluss von Kräften gibt es auch in unserer Welt, wenn ein Mensch nach irgendetwas Neuem strebt. Der Unterschied ist, wenn es zum spirituellen Streben kommt, wird diese Kraft, die Sie zu einer neuen Stufe zieht, als Licht bezeichnet, weil es Sie durch seinen Einfluss auf Sie nicht nur zieht, sondern Sie auch verändert, Sie zu der neuen Stufe werden lässt, eine die spirituell und altruistisch ist. Der Unterschied zwischen dieser Kraft von Licht und der die Sie in Richtung einer neuen Stufe in unserer Welt zieht ist, dass die Kraft in unserer Welt Sie nicht verändern muss, um Sie irgendwo hin zu ziehen. Prüfen Sie das für sich selbst, um alle Zweifel zu beseitigen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Blog-post: Wird der Schöpfer den Schöpfungsakt nochmal wiederholen?
Blog-post: Die Irrationalität der Kabbala