Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Was ist falsch an der Ernährung unserer Kinder?


Ich hatte eine Unterhaltung, die unter dem Titel „Kinderernährung und Fettleibigkeit“ aufgezeichnet wurde.

Meine Gesprächspartner waren:

Tali Amsalem – ein Experte für alternative Medizin,

Amit, 11 Jahre alt, und Ela, 13 Jahre alt, die seit mehreren Jahren mit uns Kabbala studiert haben.

Wenn wir unsere Kinder wirklich lieben würden, würden wir der Nahrungsmittel- und Werbebranche nicht erlauben, so stark zu werden, denn sie drängen unsere Kinder, schädliche Produkte zu konsumieren und eine Sucht danach zu entwickeln. Unsere Liebe ist blind und egoistisch – aus diesem Grund verletzt es unsere Kinder. Wir müssen uns und unsere Gesellschaft in ihrer Gesamtheit verändern und uns über den Egoismus erheben. Solange wir dies nicht tun, werden sich unsere inneren und äußeren Probleme weiter an unseren Kindern, ihrem Verhalten und ihrer Gesundheit widerspiegeln.

Verwandtes Material:
Kabbala-Blog: Die unerzählte Geschichte: Die Konsumgesellschaft
Kabbala-Blog: Tom, Jerry und unsere Kinder

Die geheimen Dinge gehören dem Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Als praktizierender Christ wüsste ich gern: Deutet der folgende Vers der Bibel nicht an, dass das Studium der Kabbala verboten ist? „Die geheimen Dinge gehören dem Herrn, unserem Gott, aber die Dinge, die offenbart werden, gehören uns und unseren Kindern für immer, so dass wir allen Worten dieses Gesetzes folgen können.“ (Deuteronomium 29:29)

Meine Antwort: Sie können die Antwort in dem selben Vers finden: Die Dinge, die noch geheim (verborgen) sind, gehören nur dem Schöpfer (zum Höheren Niveau), aber die Dinge, die offenbart werden (die wir offenbart haben) gehören uns und unseren Kindern (unseren zukünftigen Zuständen), sodass wir schließlich allen Gesetzen (den Gesetzen der Liebe und des Schenkens) wirklich folgen können, gerade so, wie der Schöpfer uns befahl. Es ist unmöglich, den Gesetzen der Liebe und des Gebens zu folgen, ohne den Schöpfer zu offenbaren, so wie geschrieben steht „Kenne (erreiche) den Schöpfer und diene Ihm.“ Wenn Sie Kabbala studieren, werden Sie verstehen, was der Schöpfer von Seinen Geschöpfen will. Menschen aller Religionen werden das tun müssen.

Verwandtes Material:
Artikel: Die verborgene Bedeutung der Bibel

Wie können wir Angst überwinden?


Zwei Fragen, die ich über das Überwinden unserer Ängste erhielt

Frage: In einer Ihrer Unterrichte zum Buch Shamati sprachen Sie über Angst und sie

sagten, dass ein Mensch sich sofort mit dem Schöpfer verbinden soll, wenn er Angst hat. Können sie das näher ausführen? Was soll ich tun, wenn mir die Kälte in die Knochen fährt, weil ich mich um die mir Nahestehenden sorge?

Meine Antwort: Sie sollten alles, was geschieht, mit dem Schöpfer, mit sich selbst und mit der ganzen Welt verbinden, sodass sich all das zu einem vereinigt und es dazwischen keinen Unterschied mehr gibt. All Ihre Zweifel und Ängste sollten innerhalb dieser Vereinigung verschwinden. Und wenn nicht – dann ist das sogar besser! Dann können Sie den Schöpfer um Hilfe bitten.

Sogar wenn Sie Das Buch Sohar öffnen, werden Sie entdecken, dass, wenn jemand wahre Furcht erlangt, dies die erste Korrektur „Pkuda Kadma“ (in aramäisch) ist. In der Tat wird alles und jeder von Angst getrieben: auf der unbelebten Stufe der Natur gibt es Angst um die Erhaltung der Struktur, auf den vegetativen und tierischen Stufen der Natur gibt es Angst um die Befriedigung mit allem Notwendigen und um das Abstoßen von Dingen, die schaden. Und das gleiche gilt für den Menschen.

Der einzige Unterschied zwischen unterschiedlichen Formen der Angst besteht in dem Zweck, wie einer sie gebraucht. Das heißt, einer gebraucht sie mehr in dem Maß, dass er den Abgrund in seinem Innern erkennt, oder mit anderen Worten, in dem Maße seiner egoistischen Entwicklung. Eine einfache Person in dieser Welt hat zwei Arten von Angst: Angst um diese Welt (um seine Lebensqualität, Gesundheit, Kinder, etc.) und um die kommende Welt (dafür zu sorgen, dass er in den Himmel, anstatt in die Hölle kommt).

Wenn jedoch sein Egoismus wächst, geht er durch diese zwei Arten der Angst hindurch und erreicht eine weitere Art – wahre Furcht. Dann fragt er: „Werde ich in der Lage sein, so zu werden wie der Schöpfer? Werde ich die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens für andere Menschen und für Ihn erlangen?“ Und wenn diese Person die Notwendigkeit spürt, diese Eigenschaft der Liebe und des Schenkens zu erlangen, dann treibt ihn Furcht voran und bringt ihn zum Machsom. Er macht „aufgrund der Furcht (oder Erschütterung, Bestürzung) eine Umkehr zum Schöpfer“ (Tshuva mi Iraa).

Frage: Kann das Studium der Kabbala helfen oder einen von seinen Ängsten befreien, zum Beispiel, der Angst auf der Bühne zu stehen oder seine Meinung zu sagen?

Meine Antwort: Ja, denn das Studium der Kabbala entwickelt Ihre Wahrnehmung der Einheit von allen Dingen, dem ganzheitlichen Universum. Es ersetzt die irdischen Ängste eines Menschen mit der wahren Furcht – die Notwendigkeit, den Schöpfer zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid
Shamati #138: Über Angst, die einen Menschen manchmal überkommt

Vor uns liegen das Nirvana und Spiele mit dem Leviathan!


Eine Frage, die ich erhielt: Hallo an alle spirituellen „Haie“, an die Menschen, die eine Revolution der Liebe erschaffen! Ich habe eine Frage über die großen Kabbalisten, die aufgehört haben, wiedergeboren zu werden. Warum waren sie damit einverstanden, ihre Reinkarnationen zu beenden? Es ist eine Schande! Anstatt zurückzukommen und uns zu helfen, um Rav Laitman beim Lehren zu helfen, zu verbreiten und die Welt zu korrigieren, sitzen sie im Nirvana, in der Welt der Unendlichkeit, verbunden mit der Quelle der Seele von Adam HaRishon, zu einer Zeit, in der wie sie am meisten brauchen! Wenn mir die endgültige Korrektur gewährt würde, wäre ich nicht einfach damit einverstanden, die Wiedergeburten zu beenden und passiv auf die anderen Teile meiner Seele zu warten, die durch Leiden korrigiert werden. Ich wäre nicht einverstanden, „mit dem Leviathan zu spielen“. Warum waren sie also damit einverstanden? Wo ist ihr Gewissen?

Meine Antwort: Ich verstehe Ihren egoistischen Ärger darüber, keine Hilfe von oben zu bekommen vollkommen, aber ich kann ihn nicht mit Ihnen teilen! Wenn ein Mensch aufsteigt und spirituell reift, erwirbt er ein neues Verständnis über die Ursachen aller Geschehnisse, den Sinn dieser Welt und die Methode ihrer Korrektur. Er enthüllt das vollständige Bild des Universums und erkennt deutlich alle Zusammenhänge, Phänomene und Wirkungen. Und wenn er das alles offenbart, wird er „rechtschaffend“ – das heißt, er rechtfertigt den Schöpfer.

Setzen Sie Ihr Studium fort und ziehen Sie das Höhere Licht an, dann werden sich Ihre „Augen“ (die Vision Ihrer Seele) öffnen und Sie werden die selbe Stufe wie die großen Kabbalisten erreichen – SIe werden wie sie. Entsprechend dem Plan der Natur müssen wir alle die Stufe erreichen, auf der wir die Handlungen des Schöpfers verstehen und rechtfertigen. Deswegen liegen die Spiele mit dem Leviathan und das Nirvana vor uns! Es steht geschrieben: „Der Sinn der Schöpfung ist es, die Geschöpfe zu erfreuen.“

Verwandtes Material:
Der Code von Rabbi Shimon Bar Yochai
Artikel von Rabash: Wann hört man auf wiedergeboren zu werden?

Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!


Ich erhielt zwei Fragen darüber, ob die spirituelle Korrektur die Einhaltung physischer Rituale erfordert:

Frage: Sie sagen dass es möglich ist, die spirituelle Korrektur zu erreichen, ohne die physische Befolgung der jüdischen Gebote. Sagen Sie das vielleicht nur aus Gründen der Verbreitung der Kabbala in der ganzen Welt? Oder vielleicht meinen Sie ja in Wirklichkeit, dass die Menschen diese Gebote nicht durch ihr einfaches Lesen verstehen können? Wenn Sie die Antwort nicht in diesem Blog veröffentlichen können, würde ich gerne eine persönliche Antwort erhalten.

Meine Antwort: Der Schöpfer schuf das Verlangen ‚Freude zu empfangen‘ mit der Absicht „zum eigenen Wohl“, und so finden wir uns in dieser Welt wieder. Wir wurden auf diese Weise erschaffen, um unsere Absicht in „zum Wohle des Nächsten oder des Schöpfers“ zu korrigieren, in allen unseren 613 Verlangen. Diese Korrektur geschieht unter dem Einfluss des Höheren Lichtes, Or Makif, welches während des Studiums der Kabbala hinabsteigt.

Das duldet keinen Bezug auf die Befolgung der religiösen Rituale. Ein Mensch kann die Korrektur und spirituelle Erlangung ohne die physische Befolgung der Gebote, oder vielmehr der Traditionen, erreichen. Das trifft für beide – Juden und die Nationen der Welt – zu. Mehr noch, jeder Mensch kann seine Religion beibehalten, denn die Religion ist nichts anderes als der nationale kulturelle Rahmen. Die Kabbala lehrt uns nur über die Absicht „zum Wohle des Nächsten“, wie man andere liebt und ihnen gibt – und nichts anderes.

Frage: Bei Ihnen dreht sich alles um Spiritualität und die Revolution der Liebe. Aber was ist mit der Verbindung der Wurzel mit den Zweigen? Letztendlich sind die leblosen, pflanzlichen und tierischen Levels auch Stufen des ‚Verlangens zu empfangen‘. Sie sprechen immer über die Innerlichkeit ohne etwas Äußeres und das verwirrt mich. Baal HaSulam schreibt am Ende des „Vorwort zum Buch Sohar“, dass das Innere dem Äußeren vorgezogen werden sollte. Aber es scheint so, dass Bnei Baruch 100 % ihrer Aufmerksamkeit dem Inneren schenken und 0 % dem Äußeren! Das ist schwierig und verwirrend. Warum nicht eine kleine Veränderung vornehmen und dem Äußeren ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken? Warum nicht beide Teile kombinieren? Widme 90 % deiner Aufmerksamkeit dem Inneren und 10 % dem Äußeren. Das wird wirklich allen helfen! Was denken Sie?

Meine Antwort: Wir bei Bnei Baruch tun das eigentlich – wir folgen den Traditionen. Aber denken Sie wirklich, dass alle Menschen in der Welt – die im Moment der Korrektur näherkommen – die physischen Gebote des Judentums befolgen müssen, sogar wenn es nicht ihre Tradition ist? Im Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ schreibt Baal HaSulam, dass jeder Mensch seine Religion beibehalten kann!

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Blog-post: Schau nach vorne, nur nach vorne!
Blog-post: „Der Frieden“ von Baal HaSulam
Blog-post: Absicht und Handlung

Wir haben ein Spiel – ein Song der Bnei Baruch Band

Hier ist ein Lied mit dem Titel „Wir haben ein Spiel“ der Bnei Baruch Band (die deutsche Übersetzung des Liedtextes erscheint unten):

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=qLkZnjgTyWE]

Wir haben ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt,
Der Schöpfer ist groß und wir sind seine Kinder.
In unserem Spiel halten wir uns alle an den Händen,
Er ist du und du bist ich,
Zusammen sind wir ein Körper.

In diesem Spiel werden wir wachsen und reifen,
Wir werden die Höhere Welt spüren und anfangen, uns zu vereinen.
Nur in einem Körper werden wir die Antwort finden,
Und alles aus der Liebe heraus entdecken.

Wir haben einen Bund von hier bis zur Unendlichkeit (Ejn Sof),
Wir bewegen uns von der Dunkelheit, von der Dunkelheit zum Licht.
Zusammen werden wir wachsen und die Spitze erreichen,
Groß und klein, schwarz und weiß.

Wir haben ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt,
Der Schöpfer ist groß und wir sind seine Kinder.
In diesem Spiel werden wir wachsen und reifen,
Wir werden die Höhere Welt spüren und anfangen, uns zu vereinen.

Wir haben einen Bund von hier bis zur Unendlichkeit (Ejn Sof),
Wir bewegen uns von der Dunkelheit, von der Dunkelheit zum Licht.
Zusammen werden wir wachsen und die Spitze erreichen,
Groß und klein, schwarz und weiß.

 

Kabbala Akademie

 

 

Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)


Zwei Fragen, die ich von Frauen erhielt, über den Sinn der Vorbereitung in der inneren Arbeit des Menschen und zu der Notwendigkeit, Maaser zu bezahlen:

Frage: Ich versuche, ständig im Zustand der „Vorbereitung“ zu sein, die Absicht aufrecht zu halten und mich mit meinem Mann zu verbinden, der ebenfalls Kabbala studiert und verbreitet. Doch manchmal erfahre ich Abstiege und verliere meine gesamte Verbindung mit dem Schöpfer. Später komme ich dort heraus und versuche, meine Vorbereitung, so sehr ich kann, noch mehr zu verstärken. Doch danach gibt es noch mehr Abstiege und dann verstärke ich wiederum meine Vorbereitung und mein Bestreben und es folgen darauf noch weitere Abstiege.

Ich verstehe, dass es immer Abstiege und Aufstiege geben wird und dass diese notwendig sind. Doch wenn ich meine Verbindung mit dem Schöpfer verliere, bedeutet dies dann nicht, dass ich nicht genügend Zeit in die Vorbereitung investiere? Ist die Vorbereitung nicht dazu gedacht, einem Menschen zu helfen, schneller aus einem Abstieg herauszukommen? Oder ist die Vorbereitung dazu gedacht, die Abstiege zu vermeiden und weniger davon zu haben?

Meine Antwort: Wenn Sie sich richtig vorbereiten, werden Sie, wann immer Sie einen Zustand erleben und dieser Zustand dann schließlich aufhört, sich über Ihnen abzuspielen (er hört auf, sich vollständig durch alle zehn Sefirot, oder alle vier Stufen, zu manifestieren), sofort anfangen, das Ende dieses Zustandes als einen Aufstieg zu empfinden – wenn Sie sich vorher richtig vorbereitet haben. Und dann werden Sie sofort davon aufsteigen wollen und Sie werden damit beginnen, intensiv die externen Kräfte der Gruppe anzuziehen. Die Gruppe wird Ihnen folgendes geben:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Wahrnehmung Ihrer eigenen Schwäche
3. Die nötige Bestrebung, die Korrektur von oben zu erbitten

Als ein Resultat von all dem, werden Sie eine Bitte (ein MAN) generieren und dann wird das Licht der Korrektur (Or Makif, MAD) während des allgemeinen Studiums der Gruppe herabsteigen. Und dann werden Sie aufsteigen, d.h. Sie werden die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens so wahrnehmen, als ob dies die höchst mögliche Sache wäre.

Und auf diese Weise beginnt ein neuer Kreislauf.

Frage: Wenn Frauen zusammen mit Männern an der Gruppe teilnehmen, müssen diese dann ebenfalls Maaser bezahlen?

Meine Antwort: Ja. Jeder Mensch, der vorankommt, muss ein Zehntel seines Nettoeinkommens für die weltweite Verbreitung der Kabbala und für die Korrektur der Welt abgeben. Dies ist keine Tradition, sondern eine Notwendigkeit, um ein Zehntel Ihres egoistischen Verlangens (Malchut) zu korrigieren. Die anderen Teile werden durch Ihre Anstrengungen im Studium, in der Gruppe und in der Verbreitung korrigiert. Sie können diese nicht einfach „loskaufen“, so wie Sie das mit „unbelebten“ Teilen Ihrer Verlangen machen.

Ist das nicht eine Schande? Es wäre so einfach, nur jemanden zu bezahlen und sich dann plötzlich in der spirituellen Welt wiederzufinden! Da jedoch unsere Handlung, 10% für die Korrektur der Welt zu geben, ein Teil der Korrektur ist, erhebt unser Egoismus auf jegliche Art Einspruch und deshalb erhält ein Mensch enorme Störungen, wenn es darum geht, das Maaser abzugeben. Doch normalerweise hat kein Mensch Schwierigkeiten damit, 10% seines Einkommens für Unterhaltungszwecke oder auf jegliche Art und Weise zu verschwenden, für Dinge, die er eigentlich überhaupt nicht braucht. Ohne sich jedoch auf diese Weise an der allgemeinen Korrektur zu beteiligen, kann ein Mensch auch nicht seine eigene Korrektur durchleben! Normalerweise schlagen wir vor, dieses Geld dafür zu verwenden, kabbalistische Materialien zu kaufen und diese selbst zu verbreiten. Anders ausgedrückt, der eigene Zehnte Teil wird für die richtige Verwendung eingesetzt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Frauen müssen an der Korrektur arbeiten – genau wie Männer
Blog-post: Die Korrektur der Frau
Blog-post: Freuen Sie sich über die Abstiege!
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil 1
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung der Frauen, Teil2
Vortrag: Die spirituelle Entwicklung, Teil3

Die größte Macht stammt daher, sich vor anderen zu ergeben


Macht ist die fundamentale Eigenschaft des Egoismus. Wenn wir sie verlieren, fühlen wir uns, als ob wir uns selbst verloren hätten. Sogar unsere Wahrnehmung der Dinge um uns herum gründet sich auf das Gefühl von Macht: Unsere Sinne empfinden alles, indem sie ihren Einfluss auf unterschiedliche Objekte, Dinge und Kräfte auswerten – indem sie abwägen: „wer ist stärker?“.

Wenn der Mensch sich seinem ständigen Streben, über seine Umgebung herrschen zu wollen, bewusst wird (noch einmal – ohne dieses Streben kann man seine Umgebung nicht wahrnehmen), dann führt diese Erkenntnis dazu, das Böse in sich selbst zu begreifen. Dann spürt er das Bedürfnis, seiner alles umfassenden Lust, über alles zu herrschen, abzusagen und sie mit der ihr gegenteiligen Eigenschaft – „Anava“ (fehlend) – zu ersetzen.

Innerhalb dieses Bestrebens, oder der Eigenschaft, enthüllt man den Schöpfer. Er verbirgt sich vor uns innerhalb dieser Eigenschaft, um uns die Gelegenheit zu geben, die gleiche Höhe, Allmacht, Unabhängigkeit, Größe und Demut der Liebe zu erlangen, wie Er sie hat – ohne Seinen offenkundigen Einfluss.

Der Mensch enthüllt dann, dass er gerade dadurch Macht über alles erlangt, indem er sich anderen ergibt, weil er dann in das allgemeine Licht aufgenommen wird. Diese Wechselbeziehung – „der Schöpfer und das Geschöpf“ – kann als ruhiges, allmächtiges und einfaches weißes Licht beschrieben werden, das alles erfüllt und in seinem Inneren befinden sich kleine, schwarze egoistische Bälle, die unruhig auf und ab springen, weil sie danach streben, ihren albernen Stolz, ihre Arroganz und Macht zu verstehen.

Es steht geschrieben: „An dem Ort, an dem Du die Größe des Schöpfers erreichst, erreichst Du Seine Demut (Anava).“ Deshalb kommt Macht durch die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Egoismus zerstört sich selbst
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)
Blog-post: So bin ich eben!
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele

Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich suchte das Internet nach Kritik über Sie ab – ich konnte mich einfach nicht zurückhalten, da ich ständig Zweifel habe und so suche ich nach Kritik, um zu überprüfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder nicht. Ich habe herausgefunden, dass viele Menschen Sie beschuldigen, Sie würden Ihren Studenten nicht sagen, dass sie die Gebote einhalten sollen. Das ist klar – Sie haben diese Frage Hundert mal beantwortet.

Das Befremdliche ist, dass auch viele Menschen Sie mit dem Gegenteil beschuldigen – dass Sie Studenten von Bnei Baruch zwingen, die Gebote einzuhalten. Ich habe Geschichten über Sie gefunden, dass Sie Leute aus der Gruppe werfen würden, weil sie am Samstag telefoniert hätten und andere solche Dinge. (Ich habe auch bemerkt, dass Sie samstags nicht auf dem Blog schreiben). Ist es wahr, dass Ihre Studenten von Bnei Baruch die Gebote einhalten müssen? Wenn ja, warum sagen Sie dann anderen Leuten, dass sie die Gebote nicht einhalten müssen, wenn das nicht ihre Tradition ist? Und wenn das nicht stimmt, haben die Leute sich das nur aus den Fingern gesogen?

Meine Antwort: Jeder, der etwas über mich herausfindet, wird mich entweder lieben oder hassen. Menschen, die einem Punkt im Herzen haben, sind glücklich, etwas über die Kabbala herauszufinden und sie betrachten mich als Rav (das bedeutet „groß/großartig“ in Hebräisch). Und wenn sie keinen Punkt im Herzen haben, dann verstehen sie mich nicht.

Ich unterrichte authentische Kabbala und ich empfing mein Wissen darüber durch persönliches Studium mit Rabash. Kein anderer hat diese Kenntnis bekommen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass ich Rabashs besonderer Schüler war. Mein Unterricht gründet sich auf meine persönliche Erlangung der Höheren Welt und des Schöpfers. Meine Gegner können mich mit allem beschuldigen, was sie wollen, aber sie können nicht behaupten, dass ich nichts vom Thema verstehe. In dieser Hinsicht habe ich bis jetzt niemanden gefunden, der mir gleicht. Lassen Sie sie meinem Unterricht zuhören und sie werden davon überzeugt sein.

Gewöhnlich reduziert sich alles auf die Frage: „Ist Laitman für oder gegen die Gebote?“. Aber das hat nichts mit Kabbala zu tun! (Siehe Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“). Laitman ist „für“ alle kulturellen Traditionen seines Volkes und er glaubt, es ist besser, sie zu befolgen. Jedoch kann niemand gezwungen werden, sie zu halten. Laitman glaubt ebenfalls, dass jeder Mensch in der Welt die Traditionen seines Volkes einhalten kann, wenn er das will. Baal HaSulam schreibt, dass ein Mensch seine eigene Religion behalten kann, während er Kabbala studiert, und sich mit dem Schöpfer vereinen kann, weil sie nicht mehr als Rahmenbedingungen für körperliche nationale Traditionen sind. Sie haben keine Beziehung zum Schöpfer und zur Spiritualität, der Höheren Welt. Religion hat diese Begriffe von der Kabbala entliehen.

Die gesamte Tora und Kabbala reduziert sich darauf, die Bedingung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Dies ist das allgemeingültige, allumfassende und wichtigste Gebot der Tora – das Gesetz des Universums, denn es ist die Eigenschaft des Schöpfers. Kabbala erweckt das Höhere Licht der Korrektur auf einen Menschen, was ihn mit der Eigenschaft „Liebe deinen Nächsten“ ausstattet. Religion hingegen tut dies nicht und sie sagt dem Menschen, dass er körperliche Rituale und Einschränkungen lernen und befolgen soll, anstatt sich zu korrigieren (welches das ist, was der Schöpfer fordert).

Im Bnei Baruch Zentrum, wo 300 Männer mit mir auf einer regulären Basis studieren, halten wir an der traditionellen Satzung der Kabbalisten fest – Befolgung der wichtigsten Gebote (wie das tragen einer Kippa, Einhaltung des Schabbat, befolgen der Kashrut, unter eine Huppa heiraten und so weiter). Wir erlauben keinen Alkoholismus oder Drogen (nicht mal, wenn jemand gelegentlich im Geheimen einen „Joint rauchen“ will). Wir verlangen tägliche Anwesenheit beim Unterricht, Teilnahme an der Vereinigung der Gruppe (Zusammenkunft) , Verbreitungsaufgaben, usw. Und ich habe nichts davon jemals verheimlicht – zum Beispiel trage ich immer eine Kippa.

Das ganze Problem meiner Kritiker ist, dass sie immer noch unterentwickelt sind, das heißt, ihr Punkt im Herzen ist noch nicht zum Vorschein gekommen. Sie werden verstehen, wenn sie erwachsen werden. Es ist unmöglich, Spiritualität mit dem Verstand zu erfassen, sondern nur mit einem Verlangen, das vollentwickelt und bereit ist. Meine Kritiker kritisieren nicht den tatsächlichen Inhalt, also die Dinge, über welche die Kabbala eigentlich spricht. Sie hacken stattdessen auf allem herum, was „drum herum“ ist, all die äußerlichen Aspekte, die Dinge, an denen sie sich festhalten, um etwas für ihren Egoismus zu ergattern – wie Klipa. Das ist ihre Nahrung, weil sie nichts Eigenes haben, wovon sie sich ernähren – sie sind leer. Ich verstehe ihre Natur und ich bin bereit, sie zu tolerieren und ihnen zu vergeben. Die Zeit vergeht und das begünstigt die Enthüllung der authentischen Kabbala. Alles wird sich schließlich in Frieden und Korrektur vereinen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Leben geht weiter – zu unseren Gunsten
Blog-post: Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?
Blog-post: Der Platz eines jeden liegt in der Vereinigung mit dem Schöpfer und…
Blog-post: Was ist Religion?
Artikel von Baal HaSulam: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Spirituelle und physische Babys


Ich habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter – Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren – trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht – verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem – unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden – ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt