Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Unendlichkeit oder ein Augenblick?

Der Sohar, Abschnitt „WaJeze„, Punkt 129: „Und sie erschienen ihm nur wie einige Tage, wegen seiner Liebe zu ihr.“ Die gesamten sieben Jahre waren für ihn wie die oberen sieben Jahre von Bina, welche zu einem Ganzen vereint und ungeteilt sind. Sie sind alle eins, da sie miteinander verbunden sind. „Wegen seiner Liebe zu ihr“, da er sie liebte, weil sie für ihn wie die obere Vereinigung in Bina war.

Was bedeutet Unendlichkeit – wenn die Zeit sich ins Unendliche hinzieht oder wenn sie nicht existiert, wenn sie gleich Null ist? Wie kann es sein, dass ich, wenn ich sie liebe, sieben Jahre für sie arbeite, und diese für mich doch wie im Flug vergehen?

Es sollte eigentlich genau andersrum sein, die Zeit sollte sich ewig für mich hinziehen, denn wir können erst in sieben Jahren zusammen sein!.. In Wirklichkeit bedeutet Unendlichkeit, dass die Zeit auf Null zugeht. In unserer Welt halten wir etwas unendlich Fernes für Unendlichkeit, weil wir uns vorstellen, dass sich das Ende, also der Tod, hinter die Grenze der Unendlichkeit hinschieben lässt. Wir empfinden die Unendlichkeit auf diese Weise, weil wir alles nicht aus Erfüllung, sondern aus Mangel heraus wahrnehmen!

Doch in der Spiritualität, wo alle unsere Handlungen aus dem Geben heraus geboren werden, bedeutet Unendlichkeit im Gegenteil, dass sich alles an einer Stelle, wie bis auf die Null zusammengepresst, befindet.

Alles existiert im gleichen Augenblick, „zur gleichen Zeit, an der gleichen Stelle, in der gleichen Frau“….

Ausschnitt aus dem Soharunterricht, 24.06.2010

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Nicht der Körper ist ewig, sondern die Seele!

Eine Frage, die ich erhielt: Spielt es eine Rolle, wie ein Mensch beerdigt wird?

Meine Antwort:1. Die Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur der Seele. 

Wenn der Mensch in die kabbalistische Gruppe kommt und beginnt, an sich zu arbeiten, um sich mit den Freunden zu verbinden, um die Bürgschaft zu erreichen, dann enthüllt er das Begreifen des Hasses in sich sowie die Abstoßung von den anderen. Gerade diese Abtrennung von den Freunden, die er empfindet, ist jene egoistische Eigenschaft, die er zur Eigenschaft der Liebe korrigieren soll. 

Es ist nur mittels des Lichtes möglich, das auf ihn während seines Studiums der kabbalistischen Quellen einwirkt (Baal HaSulam, Rabasch).

Angefangen mit den korrigierten Beziehungen zum Nächsten bis zur Nächstenliebe, kann man die Seele des Menschen insofern korrigieren, dass sie sich mit dem Licht des Gebens und der Liebe – mit dem Schöpfer anfüllt.                    

2. Der menschliche Körper hat keine Heiligkeit. Diese Beziehung zu unserem tierischen Körper ist von den Religionen bewirkt, die hauptsächlich auf der Verhüllung des Schöpfers basieren und gerade deshalb die Seele nicht empfinden oder unseren tierischen Körper für die Seele halten. Und deshalb scheint es dem Menschen so zu sein, dass es im Körper etwas gibt, da er außer seinem Körper nichts empfindet oder wahrnimmt. Im Altertum wurden die Nahrung, die Sachen, die Frauen und die Sklaven zusammen mit dem Körper des gestorbenen Mannes begraben – um ihn zu begleiten und ihm in seinem zukünftigen Leben im selben Körper zu helfen. Deshalb wurde der Körper balsamiert. Die Indianer Amerikas nehmen die Knochen der Vorfahren aus dem Grab heraus, waschen sie und legen sie wieder zurück, als ein Zeichen des großen Respekts.Die Hindus wählen ein Kleinkind aus und machen aus ihm den Heiligen.

Inwiefern im Christentum die Reliquien populär sind – muss man gar nicht erwähnen! Bis zum heutigem Tag werden die Streits über die Reliquien geführt. Die Beerdigung wird von einem Bund allerlei Rituale begleitet. Und sie alle sind auf der Unwissenheit und der Anbetung des Staubs gegründet. Die Moslems glauben, dass es auch in der zukünftigen Welt dieselben Vergnügen geben wird, die in unserer Welt vorhanden sind.

Der Judaismus hat auch mit den Jahren des Fallens aus der Empfindung der Spiritualität, des Schöpfers begonnen (im Exil, im Galut) – die Gräber zu achten und beschäftigt sich mit dem Wahrsagen und „den geistigen“ Manipulationen, bedeckt sich mit allerlei äußerlichen Ritualen, Formen der Kleidung, versucht den Tempel zu bauen.

Obwohl es allen klar ist, dass mit seinem heutigen geistigen Niveau der Tempel nichts mehr als der gewöhnliche Bau wird. Die Schlussfolgerung: in unserer Welt (in den Gedanken, Gefühlen, Taten, Gegenständen, Bräuchen) gibt es keine Heiligkeit (keine Ewigkeit, Vollkommenheit oder Göttlichkeit). Unsere ganze Welt beinhaltet drei Niveaus der Natur: unbelebtes, pflanzliches, tierisches. Das Niveau „der Mensch“ – das vom Wort „Adam“ kommt, d.h. „Dome“, ähnlich dem Schöpfer – muss man durch die Korrekturarbeit erreichen, indem man den gegenseitigen Hass in die gegenseitige Liebe umwandelt. Dadurch werden wir dem Schöpfer ähnlich, und werden gerade in dieser Eigenschaft, unabhängig von unserem tierischen Körper, die Ewigkeit und die Vollkommenheit wie der Schöpfer empfinden. Baal HaSulam: „Mir ist vollkommen egal, wo man den Sack mit meinen Knochen vergraben wird!“

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Warum gerät der Schöpfer in Zorn?

Die Zusammenfassung des Wochenabschnitts „Chukat“, Teil  1: Das Volk Israel setzt die Wanderungen in der Wüste fort und kommt nach Kadesch in der Wüste Zin. Dort fängt das Volk an, sich über den Wassersmangel zu beklagen.
Mosche und Aaron fragen den Schöpfer um Rat, und Er weist sie an,  den Felsen vor aller Augen um  Wasser zu bitten. Anstatt den Felsen zu bitten, schlagen sie auf den Felsen ein.
Das ruft den Zorn des Schöpfers hervor, und Er fällt das Urteil, dass sie in der Wüste sterben sollen und nicht unter denen sein sollen, die das Volk in das Land Israel führen werden.
Frage: Wenn der Schöpfer uns den Punkt im Herzen gibt und  uns selbst durch alle Zustände führt, warum wird Er zornig?
Antwort: Natürlich  schafft uns der Schoepfer selbst  von Anfang an Probleme. Er stellt uns  bei jedem Schritt ein Bein, und es gibt niemanden anderen ausser Ihm.
Auf grausame Weise begeht Er zuerst das Übel, dann schreit er und bestraft uns, danach bietet Er an: „Gut, macht es anders, dann wird es Euch besser gehen. Jedoch in diesem „besseren“ Zustand macht Er es noch schlimmer fuer uns und danach bestraft Er uns wieder.
Warum wird Er zornig? Dieser Zorn ist die Korrektur! Damit ist gemeint, dass der Mensch in sich selbst das Verhalten des Schöpfers empfindet, da der Mensch so gestaltet ist.
Hier sollen wir aber keinen Bezug darauf nehmen, was mit der Höheren Kraft geschieht. Es geschieht im Schöpfer nichts, Er verweilt in  absoluter Ruhe.
Da wir uns aber noch nicht im vollständig korrigierten Zustand  befinden, teilt sich unsere Realität auf in „mich“ und „außerhalb von mir“, „mich“ und „die Umwelt“, „mich“ und „die spirituelle Welt“, „mich“ und „den Schöpfer“.
Aber alles, was ich scheinbar als das Äußere wahrnehme,  bin eigentlich Ich, und es scheint mir nur so, als ob das außerhalb von mir ist.
Deshalb stellt das Verhalten des Schöpfers, das ich mir innerhalb von mir in verschiedenen Formen vorstelle, meine eigenen Eigenschaften dar, welche ich auf den Schöpfer projiziere.
Sobald ich mich korrigiere,  werde ich sehen, dass vomdem Schöpfer nur  Liebe und nichts außer Liebe kommt.
Bis meine äußerlichen Wünsche korrigiert sind, bringen sie mir Empfindungen wie „die böse Welt“ oder  „der böse Schöpfer“!

Aus einem Soharunterricht nach dem Wochenabschnitt „Chukat“, 14.06.2010

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Die offene Tür in die Freiheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist unverständlich, wie der Mensch, der sich im ersten Stadium der zweifachen Verhüllung befindet, die Verbrechen begehen kann (wie es im Punkt 58 im “ Vorwort zum Talmud Esser Sefirot“ geschrieben ist)?

Er empfindet doch noch keine Spiritualität, und kann deshalb kein Verbrechen absichtlich begehen – man sollte sich doch im Klaren darüber sein, was man tut.

Meine Antwort: Kabbala besagt, dass du schon von Anfang an ein Verbrecher bist – du wurdest als solcher geboren. Wir sind alle Verbrecher! Aber wir müssen nicht mehr eingefangen werden, weil wir uns bereits auf dieser Welt wie in einem Gefängnis befinden…

Alles, was wir machen können,, ist zu erkennen, dass wir die Verbrecher sind, die hinter Schloss und Riegel sitzen, und wir uns von vorn herein in diesem gegebenen Zustand befinden.
Und wenn jetzt jemand diesem Zustand verlassen möchte, dann bitte! denn die Tür steht offen! Aber dazu musst du dich vollkommen verändern.

Alle Verbrechen und Versehen führen zu der Erkenntnis, wie sehr du dem Schöpfer entgegengesetzt bist. Und wenn du sie nicht enthüllst – dann gibt es keine Verbrechen und Versehen.

Es ist die Etappe, die als „Verwaltung mittels der Belohnung und der Bestrafung“ bezeichnet wird. Die Belohnung ist die Möglichkeit, die Handlung des Gebens zu begehen! Und die Strafe ist – die Unmöglichkeit des Gebens…

Die Verbrechen sind die Folgen der zweifachen Verhüllung, und die Versehen der einfachen Verhüllung. Die erste Verhüllung ist im Hinblick darauf, dass „es niemanden außer dem Schöpfer gibt“, und die zweite, dass Er „gut ist und das Gute schafft“.

Wenn wir uns sowohl in dem einem, als auch in dem anderen irren, dann spricht man in diesem Zusammenhang über die Verbrechen. Und wenn nur in einem von den beiden, dann ist das ein Versehen.

Deshalb ist es leichter, Fehler zu korrigieren. Wenn wir einen Fehler korrigieren, wird die Hälfte des Verbrechens korrigiert, und es wird leichter sein, ihn endgültig zu korrigieren, denn er verwandelt sich aus dem Verbrechen ins Versehen.

Eigentlich, korrigieren wir immer die Fehler. Denn auch die Verbrechen verwandeln sich in die Fehler und werden erst dann korrigiert, wenn wir beginnen, „Empfangen für das Geben“ zu erlangen.

Es heißt nicht mehr die Rückkehr aus dem Zittern – sondern aus der Liebe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zum TES“, 13.06.2010

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Die magische Anziehung der Spiritualität

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man den Schöpfer um die Belebung der Punkten im Herzen bitten, für die Menschen, bei denen sie noch nicht aufgewacht sind?

Meine Antwort: Man muss beten, dass die gesamte Menschheit schneller das wahrhafte geistige Bedürfnis zum Schöpfungsziel erreicht.

Zu beten, bedeutet, die innere Vereinigung, Anstrengung und die Kraft anzustreben, welche seitens der anderen wie flammendes Feuer empfunden wird. Stellen Sie sich vor, die Menschheit ist heute der leblose Körper, noch nicht ganz tot, aber komplett bewusstlos.

Und wir seien seine Organe, die versuchen würden, sich zu beleben und das Leben in diesem allgemeinen Organismus zu erneuern. Allmählich beginnt der ganze Körper aufzuwachen. Darin besteht eben unsere Arbeit.

Die Hauptarbeit der Verbreitung besteht nicht in den zahlreichen äußeren Bemühungen (in der Menge der ausgegebenen Büchern oder der Materialien im Internet),  sondern in der Vereinigung zwischen uns, wodurch später die Liebe, die Verbindung, die Wärme in unserer weltweiten Vereinigung der Menschen entsteht, die sich mit der Kabbala beschäftigen.

Gerade diese Handlung beeinflusst alle anderen, und sie beginnen plötzlich zu fühlen, dass ihnen daran etwas liegt! Sie wissen nicht genau, was es ist, aber plötzlich finden sie uns.

Denn das Herz hat jeden von uns zur Kabbala geführt, und er hat selbst nicht verstanden, wie das passieren konnte. Eines Tages wurde dieses Bedürfnis aufgewacht und der Mensch hat begonnen so lange zu suchen, bis sein Herz gefühlt hat, dass hier, bei uns, seine Stelle ist. Weil sein innerer Wunsch sich schon zu dieser Richtung geneigt hatte.

Es war ein sehr kleiner Wunsch zur Spiritualität, denn der Punkt im Herz  verbarg sich tief im Inneren – aber wir haben so ein starkes Feuer angezündet, dass die Menschen es von weitem gefühlt haben. Deshalb hängt alles von unserer inneren Vereinigung ab, welche die wirksamste Form der Verbreitung ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 11.06.2010

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Die Voraussetzung für den Auszug aus dem Egoismus

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist diese doppelseitige Einstellung zu vereinen: einerseits, soll ich jeden Freund in meinen Augen vergrößern, ihn als einen großen Menschen der Generation betrachten, und andererseits soll ich ihn wie ein Kleinkind ansehen, um das ich mich ständig sorgen muss…

Meine Antwort: Wir wissen doch, wie man sich richtig um ein Kind kümmert – das Kind ist für mich wichtiger als ich selbst, denn sein Wunsch bestimmt, was ich machen soll. Wenn es etwas braucht, dann werde ich alles stehen und liegen lassen, um ihm zu helfen.

Während ich mich um das Kind sorge, bin ich ihm gegenüber sehr hilfsbereit, denn es kann ohne mich nichts machen. Das heißt, eine solche doppelte Beziehung ist gleichzeitig möglich.

Es ist klar, dass der allgemeine Wunsch viel wichtiger ist, als mein eigener, denn er ist das Minimodell der gemeinsamen Seele. Sie schließt bereits alles ein, wie ein Hologram.

Wenn ich bezüglich dieser kleinen Gruppe das Gesetz der Bürgschaft erfülle (angenommen in einer Gruppe von 10 Menschen), dann gleicht dies einer Bürgschaft gegenüber von 10 Milliarden. Es gibt keinen Unterschied. Denn ich muss mich von der Selbstsucht trennen können, und dies ist dann unwichtig, ob ich dies im Hinblick auf 10 Menschen oder 10 Milliarden tue. In der Verbindung enthülle ich die spirituelle Welt – wer also ist für mich wichtiger: ich oder sie?

Alleine kann ich außer diesem irdischen, materiellen Leben gar nichts erreichen. Nur in der richtigen Verbindung mit den anderen werde ich die Spiritualität enthüllen, und die Gruppe ist im Hinblick auf das Ziel für mich wichtiger. Ich soll ihren Wunsch wie den sehnlichsten Wunsch als Gesetz hinnehmen! Und dadurch verbinden wir uns und wird unsere Verbindung geschaffen.

Andererseits soll ich die Freunde als Menschen wahrnehmen, die meine Hilfe brauchen, damit ich ihnen alles geben kann, was ich habe. Dort, wo es sich um die Vereinigung und Liebe handelt, können wir den anderen sowohl als Kleinkind wie auch einen Erwachsenen ansehen – hier besteht kein Widerspruch. So wie sich Eltern mit ihrem Baby verhalten, welches wichtiger ist als alle anderen. In der Famile bestimmt das Kind,um welches sich alles dreht.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel Rabasch, 10.06.2010

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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Hilft mir geboren zu werden.

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Neugeburt der Seele eines Gerechten“ (Ibur Neschamat Tzadik)?

Meine Antwort: Das heißt, wenn der Mensch, der sein Ziel erreichen möchte und sucht, wie er das am besten machen kann, plötzlich Hilfe und Unterstützung von oben spuert, dass sich eine höhere Seele in ihm einkleidet.

So wie NeCHI de-IMA sich in Z“A einkleidet,oder in unserer Welt ein kleiner Mesnsch geboren wird, es gibt immer erwachsene Verwandte, die ihn lieben und unterstützen.

Sie nehmen die Sorge um ihn auf sich, und er zahlt dies mit Treue und Liebe zurück. Darin wird das Gesetz: „Wendet euch an mich und ich gebe euch zurück“, das heißt der Mensch nimmt Hilfe und Sorge an, und gibt danach zurück – wenn nicht denselben, dann anderen Seelen – verwirklicht. So läuft dieser Kreislauf ab.

So wie in dieser Welt der Mensch bei seinen Eltern, die sich um ihn kümmern, geboren wird und, wenn sie älter werden, er sich um sie und um seine eigenen Kinder kuemmert, so verwirklicht sich die Verbindung aller Generationen zwischen vorigen und nachfolgenden Stufen.

Nur das gibt uns die Möglichkeit, voranzukommen, denn es ist unmöglich, von Stufe zu Stufe, ohne jegliche Hilfe von außen, hochzusteigen.

Jedes Mal, wo ich auf eine neue Stufe gelange, bin ich wie ein Neugeborenes, und brauche Hilfe: von der Gruppe (gegenseitige Bürgschaft), vom Schöpfer (der auf uns durch die Gruppe wirkt), von besonderen Seelen unserer Lehrer und Helfer, wobei es unwichtig ist, ob sie sich in unserer Welt befinden, oder uns direkt aus dem System der Seelen helfen.

Wir bekommen Hilfe von allen Kabbalisten, die sich korrigiert haben. Ihre korrigierten Seelen befinden sich in dem gemeinsamen System Adam Rischon in der Welt der Unendlichkeit und helfen uns. So steigen wir hoch.

Das alles nennt sich „Eseltreiber“, die gemeinsame Seele, die gemeinsame Hilfe, um unseren „Esel“ (Material, Materie) zu korrigieren.

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Bund für die Ewigkeit

Es gibt den Begriff „einen Bund schließen“, wenn Vertragspartner sich für die Zukunft zu guten Beziehungen verpflichten, falls sich die Beziehungen verschlechtern, Probleme und Missverständnisse auftauchen, Hass aufkommen und anstelle von Verständnis Unverständnis kommen sollte.

Doch selbst wenn ich in einen Zustand geraten sollte, in dem mir der Vertragspartner offensichtlich als Feind erscheint, werde ich mich ihm gegenüber gemäß dem Vertrag, den ich einst unterschrieben habe, verhalten, nämlich als einem Freund gegenüber. Darin besteht die Kraft des Bundes.

Wann kann ein solcher Bund geschlossen werden? Wenn wir uns nah sind, uns in unseren Eigenschaften ähneln, dann schließen wir einen Bund. Im Moment brauchen wir ihn nicht, denn zwischen uns herrscht Verständnis, ja sogar Liebe!

Doch wir unterschreiben diesen Vertrag für den Fall, wenn ich anfange, Konfrontation und Hass zu empfinden – dann verpflichte ich mich, die gleichen Beziehungen mit Gewalt aufrechtzuerhalten.

Das heißt, ich kann „absteigen“ – dich und mich in den gegenseitigen Hass vertieft wahrnehmen – und doch muss ich mich dir gegenüber genauso wie vorher verhalten. Ich weiß, dass alles von mir abhängt und die gesamte Realität außerhalb von mir geschlossen und vollkommen ist.

Daher kommt auch der Begriff des Bundes: ich stütze mich darauf, dass die gesamten Veränderungen nur in mir drin geschehen, sowohl gute als auch schlechte.

Alles hängt von meiner Sichtweise ab: „Jeder urteilt nach seinen eigenen Mängeln“.

Aus diesem Grund, wenn ich einen solchen Bund schließe, stelle ich mich ein und richte mich darauf aus, dass die Welt gut und vollkommen ist, und die gesamten Veränderungen sich nur in mir vollziehen. Auf dieser Grundlage wird der spirituelle Bund geschlossen, und er besteht ewig!

Einen solchen Bund haben unsere Stammväter (Kabbalisten der vergangenen Zeiten) geschlossen, indem sie ihren Teil der Gesamtseele korrigiert haben, was sich „Verdienst der Väter“ nennt.

Von diesem Verdienst können wir Gebrauch machen, wenn wir uns ihnen anschließen und zu dem Zustand jenes Bundes zurückkehren, welcher zwischen ihnen existiert!

Aus einem Unterricht nach Artikel von RaBaSH „Verdienst der Väter“, 03.06.2010

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Bis zu welcher Stufe soll der Mensch hinaufsteigen?

Jede Seele verbessert den Zustand der gemeinsamen Seele, indem sie sich korrigiert und den übrigen Seelen dabei hilft, sich zu korrigieren und die Korrekturen in die gemeinsame Seele einzubringen.

1. Jeder Mensch soll die Wurzel seiner Seele realisieren, bzw. sein geistiges Gen (Reshimo) zur persönlichen endgültigen Korrektur (Gmar Tikun prati) zu führen.

2. Unser persönlicher, endgültig korrigierter Zustand ist unser vollständiger Einschluss in die gemeinsame Seele Adam Ha Rishon.

Was heißt die gemeinsame Seele Adam Ha Rishon – ist sie das gesamte Ich, oder bin ich nur ein Teil von ihr? Die gemeinsame Seele ist ich alleine, denn alle anderen sind schon korrigiert. Ich nehme deren Wünsche, die ich erfüllen soll. Ich bin wie ein Körperorgan, das dem ganzen Organismus, seinen Anteil, seine Funktion gewährleisten soll. Deshalb verhält sich der gesamte Organismus zu mir, je nach Maß meiner Funktion darin.

Angenommen, ich bin ein Teil des Blut-, Lymphen- oder Nervensystems, und deshalb enthülle ich nur die dazu relevanten Teile des Organismus. Auf diese Weise enthülle ich das gesamte System Adams Ha Rishon bezüglich meiner Seele. Ich schließe diesen riesigen Wunsch der gemeinsamen Seele in mich ein und verhalte mich den anderen gegenüber wie eine Mutter, SaТ de – Bina, wie „die Kuh, die Milch geben will“. Denn ich bin dazu verpflichtet, sie mit den Früchten meiner Arbeit zu erfüllen.

Ich beginne das gesamte System Adam Ha Rishon zu fühlen, wenn ich alle Wünsche an mich anbinde, die wegen mir unerfüllt sind, weil ich meine Arbeit vernachlässigt habe, und dadurch leere Stellen entstanden sind. Denn dies ist mein geistiges Gefäß, mein Wunsch. Er befindet sich in den anderen, ist aber trotzdem meins!

Folglich arbeite ich wie der Schöpfer, der seine Schöpfung erfüllen will. In Bezug auf diesen fremden Wunsch bin ich der Gebende, und er ist der Nehmende.

Und ich verbinde mich mit den anderen und zeige ihnen meine Liebe, wie sich der Schöpfer zur gemeinsamen Seele verhält. Ich verbinde mich aber nur mit jenem Teil der Seele, der für mich relevant ist, mit jenem System, das ich erfüllen soll. So erreiche ich den Zustand, in welchem ich mich wie der ganze Adam Ha Rishon fühle, und dadurch enthülle ich den Schöpfer.

Indem ich mich mit dem gesamten System Adam Ha Rishon assoziiere, mit welchem ich mich verbinden kann, um den Teil meiner Arbeit beizutragen, verbinde ich mich mit seinen Teilen in der korrigierten Form. Denn alle anderen, außer mir, sind korrigiert. Folglich enthülle ich Adam Ha Rishon in seiner wahren Form und gewinne das Leben innerhalb dieser gemeinsamen Seele, Malchut der Welt der Unendlichkeit. Auf diesem Wege soll sich jeder Mensch realisieren: seine persönliche Einstellung und seinen Egoismus korrigieren, die Wünsche der anderen einschließen, sowie erfüllen und empfinden, dass sie seine eigenen sind, um dadurch das gesamte System Adam Ha Rishon zu erreichen, und darin den Schöpfer zu enthüllen.

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