Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Die neue Stufe beginnt mit dem Hass

Programm der Schöpfung

Das Ziel der Schöpfung zu erfüllen, bedeutet ähnlich und gleich dem Schöpfer zu werden. Das ist das Vorhaben des Schöpfers bezüglich der Schöpfungen, weil dieser Zustand der beste ist. Um Ihm gleich zu werden, müssen wir jedoch zuerst einen Wunsch erwerben, der Ihm ähnlich ist.

Der Schöpfer hatte einen Punkt im Wunsch geschaffen, und nun füllt Er ihn mit seiner Beziehung, mit dem Licht, mit allen Genüssen und mit seiner Liebe zur Schöpfung.

Er zeigt zwei seiner Beziehungen zur Schöpfung – das Licht der Chochma und das Licht der Chassadim. Dadurch wird der Wunsch so riesig wie die Welt der Unendlichkeit.

Aber wir müssen zu diesem Wunsch noch unsere Rückbeziehung zum Schöpfer ergänzen. Deswegen setzt der Schöpfer in dem geschaffenen Wunsch den Punkt des Gebens ein, und wir entwickeln mit unseren Bemühungen diesen Punkt und die Beziehung zu Ihm bis zum Grad seiner Beziehung zu uns (um 620 Mal).

Es ist unmöglich, sich auf einmal zu ändern. Man ändert sich stufenweise durch kleine Änderungen. Der Weg besteht aus den Abstiegen und den Aufstiegen.

Weil einerseits die Schöpfung leer und Füllung wünschend bleiben soll und andererseits über diesem leeren Wunsch sein muss. Die Schöpfung soll sich an den Schöpfer haften und dem Schöpfer ähnlich werden. Es werden deswegen in der Schöpfung zwei entgegengesetzte Zustände kombiniert.

Es gibt zwei Lichter – Or Yashar und Or Choser. Der Schöpfer will, dass wir uns im Or Choser zu Ihm ebenso verhalten, wie Er zu uns mit seinem Or Yashar, damit wir so wie Er werden.

Zu geben ist jedoch sein Wunsch, seine Natur und für uns ist das die Absicht zu geben, um (für Ihn) zu empfangen.
Und deshalb können wir mit Ihm ungleich nach unseren Wünschen sein, aber gleich und ähnlich mit Ihm nach unseren Absichten des Gebens und der Liebe.

Wenn ich mich an Ihn wende, dann bin ich Ihm ungleich. Aber wenn ich mich an Ihn mit meinen Absichten wende, dann bin ich wie Er.

Von daher falle ich die ganze Zeit in meiner Beziehung mit Ihm (nach der Ungleichheit in unseren Wünschen) und steige nach der Ähnlichkeit der Absichten hinauf. Wenn bei mir der Wunsch steigt, dann werde ich dem Schöpfer entgegengesetzt und wenn ich meinen Wunsch zu empfangen mit Hilfe der Absicht zu geben korrigiere, dann werde ich dem Schöpfer ähnlich.

Und so „schwinge“ ich zwischen diesen beiden Polen und die Hauptsache ist, dass mein „Ich“ in der Mittleren Linie bleibt. Man soll von dem Wunsch zu empfangen maximum erwerben und ihn an der Absicht zu geben anschliessen. So schafft man die Mittlere Linie, in der man empfängt, um Ihm zurückzugeben. Man sollte sich an Ihn haften.

Wenn es mir unwichtig ist, wie ich mich fühle, gut oder schlecht, aber es wichtig ist, dass ich mit der Absicht, dem Schöpfer ähnlich zu werden, bleibe, dann bedeutet das, dass ich in der Mittleren Linie bin.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

Die geistige Wurzel der ganzen Menschheit

Die Arbeit an unserer geistigen Ganzheit erinnert an den „Tamagotchi Effekt“ – des japanischen Spielzeuges, das den Menschen dazu zwingt, sich um etwas virtuelles, nicht Existierendes zu sorgen.

Aber der Mensch konzentriert sich auf das Spielzeug, wird davon abhängig, und es wird für ihn mehr als real! Er ist einfach verpflichtet, sich von allem anderen abzulenken, um mit diesem Spielzeug etwas zu machen, um es bspw. „zu füttern“.

Seine Selbstsucht stört ihn nicht, sich darum zu kümmern. Denn es ist nicht der andere Mensch, mit dem man konkurrieren muss, sondern das abstrakte Wesen, bei dem es leicht ist, ihm Aufmerksamkeit zu zeigen. Aber andererseits drängt es dir seinen Willen auf.

Genauso ist es in unserem „geistigen Stimulator“: einerseits, abstrahieren wir uns von den Menschen, und schaffen etwas Abstraktes, wo ich alles unpersönlich mache, die Personen von ihren Körpern, von ihrem Äußeren, und ihren Charakteren abtrenne. Mir sind nur ihre Punkte im Herzen, die Bestrebungen zur Vereinigung für die Offenbarung der allgemeinen Kraft der Liebe des Schöpfers wichtig.

Andererseits ist es immerhin unser Wunsch, unsere Erwartung, die vom Körper und von allem anderen abstrahiert sind, was uns von einander abstößt und trennt. Folglich vereinigt uns unser allgemeiner Traum, unsere allgemeine Notwendigkeit, gemeinsam das Ziel zu erreichen. Dieses System wird zur weltweiten Mehrsprachengemeinschaft – und es wird zur allgemeinen geistigen Wurzel der ganzen Menschheit. Denn die Idee betrifft die Vereinigung aller Menschen der Welt. Zunächst schaffen wir mit unseren Bemühungen, das System der Verbindung zwischen uns, das System des Gebens und der Liebe. Und später „trägt die Arche die Träger selbst“ – es wird beginnen, uns zu lenken und uns mittels des höheren Lichts zu formen, das darin im Maß der Aufbau des Kli des Gebens erscheinen wird.

In diesem System ermöglichen wir der Höheren Kraft der Natur, die in der Vereinigung der Menschen existiert, in uns „lebhaft zu werden“, sich zwischen uns zu zeigen. Und sie wird in uns arbeiten, uns großzuziehen und uns vorwärts zum Schöpfungsziel führen.

Zum Kabbalalernzentrum->

Wir erwarten Euch im November!

Im November findet in Tel Aviv ein internationaler Kongress statt, auf welchem sich alle Studierenden versammeln, die im Rahmen unserer Akademie in Israel und auf der ganzen Welt Kabbala studieren. Es werden drei Tage der Vereinigung sein!

Wir organisieren solche Kongresse vor allem deshalb, weil eine Anweisung der Kabbalisten existiert, der zufolge wir diese Treffen und Versammlungen organisieren müssen, um uns zu verbinden .

Darüber schreiben Rabasch und Baal HaSulam, das folgt aus den Werken von ARI und Ramchal und aus dem Geschriebenen von Rabbi Schimon und Abraham.

Denn die Korrektur beginnt nur dank der Verbindung zwischen Seelen, und die Verbindung beginnt mit einem Kontakt.

Aber hinter diesem Kontakt verbirgt sich der Gedanke, solch eine Verbindung zu erreichen, die sich „der Schöpfer“, das Geben, die spirituelle Welt nennt.

Innerhalb eben dieser Verbindung enthüllen sich Welten (Olamot), also aus der „Verhüllung“ (Alamot) geht man in die Enthüllung über, und der Schöpfer offenbart sich mehr und mehr, anstatt sich hinter Welten / Verhüllungen zu verstecken.

Mit anderen Worten: In der Verbindung zwischen uns enthüllt sich mehr und mehr das Geben, die Liebe – das eben nennt man die Enthüllung des Schöpfers.

Und wenn sich diese Eigenschaft zwischen uns enthüllt, beginnen wir zu fühlen, dass wir innerhalb von ihr leben und existieren , indem wir uns über das Gefühl dieser Welt erheben.

Die Enthüllung des Schöpfers kann unter der Bedingung realisiert werden, dass wir die Handlung im Rahmen dieser Welt ausführen, also hier beginnen und auch schon im spirituellen Raum fortfahren, der sich in der Verbindung zwischen uns enthüllt.

Deshalb ist es für uns so wichtig, sich zu treffen und zu verbinden und – alle Möglichkeiten auszunutzen, die uns diese Welt bietet: sowohl physisch als auch virtuell, um engere Verbindungen aufzubauen.

Wir wollen diesen Event so breit wie möglich ankündigen und möglichst viele Menschen dazu einzuladen, ohne jegliche Begrenzungen.

Jeder Mensch aus jeder Ecke der Welt kann kommen und an dem Kongress teilnehmen, wenn er fühlt, dass ihn diese Idee anlockt.

Es ist die Aufgabe der Studierenden unserer Akademie, diesen Kongress vorzubereiten, aber – der Kongress selbst ist für alle offen!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Liebe deinen Nächsten: was sagt die Kabbala dazu

Der süße Geschmack der Wahrheit

Eine Frage, die ich erhielt: Ich fühle schon das „Süße-Bittere“, wie kann ich auch das fühlen, was die „Wahrheit – Lüge“ ist?

Meine Antwort: In unserer Welt hat die Wahrheit keinen Geschmack, wir empfinden nur das Süße oder das Bittere. Und die Wahrheit – Lüge klären sich mit der Vernunft, und nicht mit dem Herz.

Uns kommt es vor, dass der Betrug unangenehm ist – aber wir verstehen nicht, was Wahrheit und Lüge sind! Wir haben keine Meßinstrumente, um sie zu empfinden.

Für uns ist es angenehm, die Wahrheit zu sagen – aber es geht uns nicht um Wahrheit, sondern einfach um die süße Empfindung. Wir verwandeln die Analyse „Wahrheit – Lüge“ in Süßigkeit und Bitternis für unser Ego. Das bedeutet eben, dass wir nur ein Kriterium „süß-bitter“ benutzen, denn sogar unsere Vernunft funktioniert, um unserem „Bauch“ zu gefallen, das heißt die Vernunft des Menschen ordnet sich seiner Selbstsucht unter. Und die Wahrheit und Lüge, über welche die Kabbala spricht, klären sich in der Eigenschaft des Gebens, die wir momentan nicht besitzen. Nur darin kann man klären, dass das Geben – die Wahrheit ist, und das Ganze ist nicht damit verbunden, was in unserem Wunsch zu genießen geschieht, – ob es dort eine Füllung gibt oder nicht.

Aber, um die Macht des tierischen Körpers loszuwerden, benötigt man die höhere Kraft, das Licht, das zur Quelle zurückführt. In unserer Welt gibt es solche Kräfte nicht, unsere Welt ist vollständig auf dem egoistischen Wunsch aufgebaut.

Um zu lernen, das Gute und das Übel zu unterscheiden, muss man auf die Höhe des Adam HaRischon, „des ersten Menschen“ hinaufsteigen, dem die Schlange die Augen für das Gute und das Böse geöffnet hat. Und obwohl es Gift war, können wir es in ein Medikament umwandeln. Warum beginnt Adam HaRischon – die erste Stufe, die für die Seele geöffnet wird, sich sofort zu teilen? Es war doch früher nur ein Wunsch, warum wird er folglich auf den Mann und die Frau, auf Adam und Eva geteilt, und später auf viele Milliarden Seelen?

Weil die Korrektur unmöglich ist, wenn sie nicht auf eine Menge der Seelen geteilt ist, damit jeder eine kleine, genaue und besondere Aufgabe hat – die Mission eines bestimmten Charakters, wie die Körperzellen, die ihre enge Funktion erfüllen. Wie das binäre System des Computers, wo es nur „0´´ oder „1´´ gibt, ohne jegliche Weisheiten – aber wir sehen, welche Ergebnisse wir später aufgrund dieser einfachen Handlungen erreichen. Gerade darin besteht der Sinn der Teilung der Seelen, andernfalls wären wir nicht in der Lage, mit der Korrektur zurechtzukommen. Denn sogar jetzt, wo wir das vollständige Zerbrechen empfinden, kann jeder Einzelne seine besondere, begrenzte Mission nicht finden – schaut euch an, wieweit wir verwirrt sind.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 18.07.2010

Zur Kabbala Akademie—>

Von der Liebe zum Hass und vom Hass zurück zur Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn das Zerbrechen der allgemeinen Seele ein im Voraus eingeplantre und notwendiger Prozess ist – warum wird er als „Sündenfall“ bezeichnet?

Meine Antwort: Wir bezeichnen jedes Fallen als die Sünde – aber haben wir damals gesündigt?

In unserer Welt gilt es als Sünde, wenn ich daran denke, dass ich fähig bin, diese Handlung nicht zu begehen, weil ich genau weiß, dass sie unzulässig ist – und sie dennoch begehe. Aber dieser Gedanke ist falsch: würde ich genau wissen, dass ich sie nicht machen dürfte – hätte ich nicht gesündigt.

In Wirklichkeit, gilt als eine Sünde der Zustand, worin mich die Kräfte der Teilung ergriffen haben, um über mich zu herrschen. Als Sünde wird also der Zustand selbst und nicht sein Grund bezeichnet. Und der Grund ist immer der Schöpfer, Er hat unseren bösen, egoistischen Anfang geschaffen. Und wie kann man den bösen Anfang erschaffen, wenn nicht mittels des Sündenfalles? Man muss bis zu den hohen Stufen hinaufsteigen, um später zu fallen, um den Eindruck von allen Aufstiegen zu bekommen, um vom heutigen Zustand, den egoistischen Wunsch aufgrund des Zerbrechens hinaufzusteigen. Denn hätte es kein Zerbrechen gegeben, wäre die Selbstsucht einfach „tierisch“ geblieben. Und infolge des Zerbruchs wird er zur „Schöpfung“, zum „bösen Anfang“.

Bis zum Zerbrechen war es der einfache Wunsch zu genießen, – das einfache Tier. Wenn der Löwe den Damhirsch umbringen möchte, dann denken wir nicht, dass dabei der böse Anfang gilt – sondern, dass es seine Natur ist, dass der Wunsch die Füllung bekommt. Wann erscheint dann der böse Anfang? Wenn wir hinaufsteigen, und dort die Kräfte der Liebe und der Vereinigung bekommen, und wenn wir damit später fallen, und sie sich ins Gegenteil- in grundlosen Hass verwandeln! Folglich gibt es den Wunsch zu genießen, zusammen mit den Informationsdaten (Reshimot), die ihn zum grundlosen Hass stoßen – ein solcher Wunsch wird als böser Anfang bezeichnet.

Denn nun will er alle Anderen ausnutzen, weil er selbst davon Genuß erhält. Das heißt, im Menschen erscheint die Empfindung für andere Menschen – was es im Tier nicht gibt, und er genießt, wenn es dem anderen schlecht geht! Es ist schon der echte Egoismus.

Und das Gute beginnt dann zu gelten, wenn ich diesen Hass in Liebe umwandle. Aber ich brauche auf jeden Fall die Beziehung zu meinem Nächsten.

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 15.07.2010

Der Stolz trennt uns vom Licht

Es ist gesagt: „Ich kann nicht mit dem stolzen Menschen am gleichen Ort bleiben“ – dort wo der Stolz ist, gibt es kein Licht. Anfangs nimmt der Gast das Essen vom Tisch des Gastgebers, weil er nicht spürt, nicht sieht und nicht weiß, dass der Gastgeber existiert. Und plötzlich merkt er, dass es den Gastgeber gibt, und es sein Tisch ist – alles gehört dem Gastgeber. All die Gerichte stehen nicht zufällig auf dem Tisch, denn sie sind absichtlich für den Gast – mit Liebe vorbereitet.

Wenn der Mensch erkennt, dass der Gastgeber ihn mag, kann er nichts annehmen – weil er irgendwie verpflichtet ist, dem Gastgeber zu antworten. Er weiß nicht, was er machen soll! Dabei liegt das Problem nicht im Erhalten sondern in der Beziehung – wozu sie mich verpflichtet. Ich werde mich nicht an solchen Ort begeben, wo die Menschen mich zu sehr mögen, oder hassen. Die Liebe stört auch, denn was werde ich mit dieser übermäßigen Liebe machen, wenn ich auf sie nicht antworten kann?! Auf welche Art einer Beziehung kann ich für die Liebe bezahlen? Ich kann von Ihm die Genüsse annehmen – denn der Genuss bekommt mein Tier in mir, und Seine Liebe dagegen – ist auf den Menschen in mir gerichtet!

Was muss ich dann machen – Er erzwingt mich dadurch, sich genauso herzlich zu benehmen? Ich soll entweder aufhören, dahin zu kommen, oder zu überlegen, wie ich dafür bezahlen kann. Dann trenne ich mich mit der Barriere, mit dem Stolz ab. Ich steige über Seine Beziehung zu mir hinauf, höher als der Hass und die Liebe, als ob sie nicht existieren würden. So handelt in mir die Schutzkraft, die mir hilft, vor Scham oder Liebe nicht zu verbrennen.

Der Stolz kommt aus dem leeren Raum innerhalb der Schöpfung und stammt von der Schlange, Malchut der Welt der Unendlichkeit. Jede beliebige Eigenschaft kann man korrigieren – außer dem Stolz! Denn er trennt uns von dem Schöpfer ab, zerreißt unsere Verbindung. Wenn ich mich in der Gruppe befinde , sind darin alle beliebigen Konflikte zulässig – außer dem Stolz! Mit dem Stolz schneidet sich der Mensch vom Einfluss der Umgebung ab und hat folglich keine Chancen, voranzukommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 14.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Kraft der Liebe liegt im Widerstand gegen den Hass

Wir sind nicht in der Lage, das ganze für uns bestimmte Licht um des Gebens willen auf einmal zu empfangen, daher ist die Lösung ganz einfach: wir müssen es in kleinen Mengen, Generation für Generation, empfangen, und in jeder Generation arbeitet nicht nur ein Mensch, sondern Milliarden von Menschen.

Wenn wir auf diese Weise das gesamte Licht empfangen, dann bedeutet das, dass wir es in das gleiche vereinte Gefäß der Gesamtseele empfangen.

Das Ziel besteht jedoch genau darin, diese einzelnen, absichtlich von oben zerbrochenen Teile, die sich einander fern und durch den Hass getrennt wahrnehmen, zu verbinden. In diesem Hass ist die ganze Kraft der Verbindung enthalten, die beim Empfangen um des Gebens willen offenbart werden sollte, jedoch nicht zustande gekommen ist und zum Empfangen für sich selbst geführt hat.

Und nun wird diese ganze auseinanderbringende Kraft beim Zerbrechen in der umgekehrten Form der Schöpfung zur Verfügung gestellt. Und indem wir diesen Hass korrigieren – in allen früheren Generationen und in vielen Teilen jeder Generation – korrigieren wir nur die Verbindung zwischen den Seelen. Das heißt, das Ziel ist nicht das Empfangen des Lichts um des Gebens willen, sondern die Wiederherstellung der Verbindung zwischen den zerbrochenen Scherben. Wenn die Schöpfung die Verbindung erkennt, wird sie auch die Kraft des Gebens erkennen, und später auch das Empfangen um des Gebens willen.

Man muss verstehen, dass die Korrektur der Trennung und der Aufbau der Beziehungen des Gebens und der Liebe unser Gut ist. Der Schöpfer hat uns nicht einfach in mehrere Teile geteilt, das Wichtigste ist der Hass, der sie trennt. Und die Korrektur besteht genau darin, sie zu versammeln und zu verbinden.

Darauf müssen wir unsere Aufmerksamkeit richten und nicht auf das Licht, das sich in uns enthüllt. Als erstes muss das Licht, das die Verlangen korrigiert, kommen – das Licht der Liebe und des Gebens.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 14.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 13

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen von Kabbalisten schreiten

Obwohl er eine Seele hat, ist er nicht im Stande, sich aus eigener Kraft zu der Erkenntnis des Schöpfers zu bewegen, bis er Inspiration von Oben bekommt. Dann wird ihn dies (und nur dies) dazu verpflichten, innezuhalten, den Anweisungen der Weisen (wie man sich vom eigenen Egoismus lossagen kann) zu folgen und auf diese (ihre Anweisungen) völlig zu vertrauen (indem man sich annulliert)

Baal HaSulam, Brief 19

Und da in jeder Generation zweifellos das Individuum weiter entwickelt ist, bedeutet das, wenn (die Zeit kommt und) gewöhnliche Menschen sich (gezwungenermaßen) von ihrer Qual und ihrem Leid befreien wollen, müssen sie sich der bewussten Weiterentwicklung (in der Spiritualität, im Geben und in der Liebe) zuwenden – dem Weg der Tora. Sie (die Massen) haben keine andere Wahl, als sich und ihre körperliche Freiheit beiseite zu stellen und dem Individuum Gehorsam zu leisten, den Anordnungen (des spirituellen Anführers) zu folgen und die Mittel der Heilung (die Methode der Korrektur des Egoismus), die dieses Individuum ihnen anbietet, anzunehmen.

Baal haSulam „Die Freiheit“

Zum Kabbalalernzentrum–>