Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

In welche Richtung wird dich dein wichtigster Auslöser schicken?

Baal HaSulam schreibt in der „Einführung zur Lehre der Zehn Sefirot“ (Talmud Essera Sfirot), dass wenn der Mensch Tora (und Kabbala) als Belohnung für seinen Egoismus studiert, so ist das wie eine „Magd, wenn sie die Erbin ihrer Herrin wird“ (Sprüche, 30:23)… Was bedeutet das?

Es ist möglich das umgebende Licht durch das Torastudium anzuziehen. Aber seine Wirkung kann verschieden sein, abhängig von meiner Absicht; anstatt mich zu korrigieren kann es mich verschlimmern, aus mir eine „Magd machen, wenn sie Erbin ihrer Frau wird“.

Anstatt mich darüber zu erheben und dem Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens ähnlich zu werden, sinke ich noch tiefer in meine Selbstliebe ein. Warum wurden uns diese zwei Möglichkeiten gegeben, ist es nicht einfach genug, die Tora oder die Kabbala zu studieren? Nein, die Absicht im Studium bestimmt, was aus einem Menschen wird. Das ist eben das Wichtigste .

Gerade hier wurde uns die Wahlfreiheit gegeben: wo willst du dich unter der Einwirkung von der höheren Kraft wenden: nach unten, zum Empfangen, in die Richtung eigenenen Egoismus oder nach oben, zum Geben, zum Schöpfer?

Und die Tora (das höhere Licht) selbst ist neutral, sie kann sowohl Lebenselexir als auch tödliches Gift sein (der Mensch spürt nicht, dass er spirituell tot ist). Wie du es möchtest, wie du es wählst, so wirds auch sein!
Alles hängt von meiner Einstellung zur höheren Kraft ab – wie zum Beispiel mit der Energie der Elektrizität kann man erhitzen oder abkühlen. Die Wahl ist meine.

Man darf sich nur dann mit der Kabbala (bzw. mit der Tora) beschäftigen, wenn man von Anfang an das Erlangen der Eigenschaft des Gebens zum Ziel setzt. Ansonsten ist es verboten, das Buch zu öffnen.

Natürlich beginnen alle das Studium mit egoistischen Absicht (Lo Lischma), denn wir haben keine andere Wahl, denn wir wurden als Egoisten geboren. Aber es muss uns klar sein, dass wir das Geben erreichen wollen. Nur zudiesem Zweck wurde uns Tora gegeben. („Ich habe den Egoismus geschaffen und die Tora dazu, um ihn zu korrigieren“).

Der Mensch muss verstehen, dass er dafür wachst um sich mit allen anderen als Gleichgestellter in vollkommenen Geben zu verbinden.

Und wenn ihm allmählich seine Wünsche enthüllt werden, muss man beginnen, ihm Kabbala zu lehren, damit er weiss, wie er seine egoistische Absichten zu altruistischen korrigieren kann. Das heißt, von „Lo Lischma“ zu „Lischma“ über zu gehen.

Das bezieht sich auf Erwachsene genauso wie auf die Kinder: Vor allem muss man dem Menschen klarmachen, dass uns die Kabbala und die Tora nur für die Korrektur unserer Natur gegeben wurden. Es gibt kein anderes Ziel!

Sonst vergrößert der Mensch mit ihrer Hilfe nur seinen Egoismus, indem er diese Welt, und die höhere Welt besitzen möchte.

Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Einführung zu TES“, 03.06.2010

Nicht verstehen, sondern begreifen

Sohar, Kapitel „Tezaveh“, Punkt 132-133: … Und Äste von dicken Bäumen sind drei, drei Linien, CHaGaT….

Und Weiden vom Bach sind zwei, Nezach und Hod (NH), welche weder Geruch noch Geschmack haben, wie die Schenkel der Leute.

Der Lulaw [Palmzweig], Jessod, nimmt sie alle und schließt sie ein, wie das Rückenmark im Körper. Mit diesen Arten, welche CHaGaT NeHJM entsprechen, sollte der Mensch vor dem Schöpfer gesehen werden. Die Blätter im Palmbaum deuten auf all die anderen Armeen, welche sich in diesen Bezeichnungen vereinigen, bei denen der Schöpfer gerufen wird.

Die Blätter auf dem Palmenbaum deuten auf alle übrigen Heere an, die von jenen Namen vereinigt sind, die der Schöpfer heißt.

Das Buch Sohar ist nicht für das Verständnis, sondern für das Begreifen vorbestimmt. Das Begreifen bedeutet, dass ich die Korrektur des Wunsches erreiche, ich beginne zu empfinden, zu sehen und zu verstehen. Und davor – nicht. Denn ich habe nichts, „womit“ ich das verstehen kann, keine Eigenschaften, über welche der Sohar erzählt.

Denn es handelt sich nicht um den Palmenzweig oder andere Pflanzen, die uns aus dem Leben in dieser Welt bekannt sind. Der Sohar erzählt über die Kräfte, die in unserer Welt eine bestimmte Form – die Form der Zweige annehmen. Der Sohar erklärt mir die Wurzeln, über welche ich nichts weiß, ich verstehe nicht, wo sie sind und was sie sind.

Deshalb höre ich zu – und verstehe nichts. Mir ist nur klar, dass es sich um die Realität handelt, die ich nicht wahrnehme. Oder ich stelle mir die Bilder unserer Welt vor, was die falsche Herangehensweise ist.

Deshalb bleibt mir nur das eine: daran zu denken, dass wir uns verbinden müssen und dadurch enthüllen, worüber das Buch Sohar spricht. Es ist die Erzählung über die Verbindung im höheren System, über den Schöpfer, der offenbart wird.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im „Vorwort zum TES“, Punkt 155, dass die Kabbalisten ihre Bücher nicht nur für sich schrieben, um untereinander das Wissen zu verbreiten, sondern auch für uns – in Form „des wunderbaren Mittels“ (Sgula).

Und selbst wenn wir nichts verstehen, aber die Absicht haben, die höhere Realität zu erreichen, über welche in den Bücher erzählt wird, dann regen wir das umgebende Licht an, das uns zur Quelle zurückführt, zum Schöpfer.

Dieses Licht korrigiert uns, ändert unsere Absicht, wonach wir beginnen, die höhere Realität zu empfinden, die sich in der Eigenschaft des Gebens, in der Spiritualität aufhält.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.06.2010

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Der Treiber unserer Esel

Obwohl wir alle mit einer eigenen, besonderen Wurzel der Seele, auf verschiedenen Stufen und mit verschiedenen Verlangen und Fähigkeiten geboren wurden, kann jeder die Wünsche der anderen übernehmen, da es ein gegenseitiges Einschließen der Seelen [in das gemeinsame Seelensystem] gibt.

Zudem steht geschrieben, dass jeder die Stufe von Mosche erreichen kann. Wie ist dies aber möglich, wenn ich mit einer niedrigen Wurzel der Seele geboren wurde?

Tatsächlich hängt alles vom Menschen ab! Auch wenn man eine niedrige Wurzel der Seele hat, kann man sich mit höheren Wünschen verbinden, sie korrigieren und auf das höchsten Niveau aufsteigen.

Das heißt der Schöpfer schickt ihm einen Eseltreiber (Esel/Chamor von Materie/Chomer), eine Seele, die ihm hilft sich mit höheren Wünschen zu verbinden und sie zu korrigieren.

So kann jeder bis zur Stufe der Vorväter aufsteigen: Abraham, Itzchak und Yaakov, die größten Seelen, und auch bis zur Stufe von Mosche, dem größten aller Propheten.

Deswegen kann der Mensch, wenn er im Spirituellen geboren wird, sich selbst gebährt, von allen anderen ihre Wünsche bekommen, und dank der Verwendung dieser so wichtig wie die höchste Seele werden.

Dabei behindern die Seelen einander nicht. Alle steigen bis zu einem maximalen Korrekturnieau, bis zum vollen Licht NaRaNCHaY auf.

Aus dem Abendunterricht zum Artikel von RaBaSH „Welche Stufe muss der Mensch erreichen“, 02.06.2010

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Das Prinzip der höheren Gleichheit

Einige Seelen müssen sich einer größeren Korrektur unterziehen, andere einer kleineren, doch wenn sie zu der Wurzel ihrer Seele zurückkehren, erreicht jede von ihnen Vollkommenheit.

Es gibt Seelen, die den Hauptsystemen von Adam haRishon angehören: dem Gehirn, dem Herzen, der Leber, den Nieren, sprich den wichtigen Teilen der Gesamtseele.

Andererseits ist in einer Vollkommenheit auch eine beliebige Zelle an der Ferse genauso wichtig, wie eine Gehirnzelle.

Nur in unserer materiellen Welt kann ein Mensch ohne ein Arm oder ein Bein oder ohne einen Teil der Organe überleben.

Doch die spirituelle Welt ist vollkommen, darum ist der eine in ihr gleich wichtig wie der andere.

Selbst wenn ein Einziger seine Korrektur auch nur zu einem Prozent nicht abgeschlossen hat, gibt es keine Gesamtkorrektur. Selbst wenn alle anderen bereits korrigiert sind, wird es seinetwegen nicht zum Ende der Korrektur kommen.

Wir verstehen dieses spirituelle Prinzip nicht, bei dem alle wichtig sind, sich aber in der Wurzel ihrer Seelen unterscheiden.

Doch wenn wir zu der Welt der Unendlichkeit zurückkehren, wird keiner von uns einen Unterschied zu den anderen spüren.

Wenn er alles erfüllt hat, wozu er entsprechend seinen Parametern verpflichtet war, bedeutet das, dass er sich vollständig verwirklicht hat.

Aus diesem Grund, obwohl die meisten Seelen der Stufe Nefesh angehören, eine kleinere Anzahl der Stufe Ruach, eine noch kleinere Anzahl der Stufe Neshama und nur einige wenige der vollen Stufe NaRaNCHaY, scheint gemeinsames Licht für alle!

Das gesamte Licht der Unendlichkeit erfüllt alle in der korrigierten Gesamtseele.

Wir in unserer Welt mit unseren unkorrigierten Eigenschaften können das nicht begreifen, weil wir uns in einer solchen Unvollkommenheit befinden, dass wir uns den korrigierten Zustand der Seele noch nicht einmal vorstellen können.

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Es ist unmöglich, den Weg allein zu gehen

Wenn ich auch nur für einen Augenblick die Unterstützung der Umgebung verliere, stürze ich sofort ab. Ich selbst habe keinen Ansatzpunkt in der Spiritualität, wo ich mich am Schöpfer, am Geben, festhalten kann.

Ich kann mich entweder nur innerhalb meines spirituellen Gefäßes befinden – wenn ich mit den anderen verbunden bin und von ihnen Unterstützung bekomme – oder außerhalb davon. Kaum verliere ich diese Unterstützung, stürze ich sofort ab.

Es ist unmöglich, allein voranzukommen und etwas zu erreichen. Du wirst dich keinen Augenblick an der Spiritualität festhalten können.

Wenn jemand glaubt, dass er allein vorankommen – selbständig kabbalistische Bücher lesen, irgendwelche Handlungen vollbringen und sich an dem spirituellen Weg festhalten – kann, dann ist das eine Täuschung.

Er wird sich selbst belügen und vergeblich hoffen, dass er vorankommen kann. Ohne sich in die Gruppe einzubringen und ohne die Verbindung, die sich gegenseitige Bürgschaft nennt, haben wir nicht die geringste Möglichkeit, uns auch nur einen einzigen Augenblick an der Spiritualität festzuhalten.

Sich in der spirituellen Umgebung zu befinden, bedeutet nicht, sich physisch in ihr aufzuhalten. Das Wichtigste ist, inwiefern du dich von ihr beeinflussen lassen willst.

Du willst dich doch unter Einfluss der höheren Kraft, des Schöpfers, stellen. Wenn ich aber einfach allein kabbalistische Bücher lese, werde ich nicht unter Seinen Einfluss geraten, weil das Gelesene durch meinen egoistischen Filter hindurchgehen wird. Ich werde das Buch so wahrnehmen, wie ich es verstehe und empfinde, wie ich es sehen will!

Und nur wenn das Gelesene zu mir durch die Umgebung kommt, werde ich mich unter Einfluss des Schöpfers befinden, der „in Seinem Volk wohnt“ – das höhere Licht, der Schöpfer, befindet sich in der Gruppe, in der Versammlung der Seelen.

Allein haben wir keine Chance, spirituell voranzukommen. – nur zusammen! Wir müssen ganz genau verstehen, dass nur Verbindung das Werkzeug zur Enthüllung des Schöpfers ist…

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Das Licht des Sohars heilt die Seele!

Eine Frage, die ich erhielt: Aus welchem Teil der spirituellen Welt kommt das Licht des Sohars zu uns?

Meine Antwort: Aus dem Kopf von Arich Anpin, AA, in Form von umgebendem Licht, denn das Licht des Sohars ist das Licht der Unendlichkeit oder der höhere Glanz.

Diese Licht „kommt nicht zu uns“, es leuchtet uns „aus der Ferne“ an und bringt uns zur Quelle zurück. Deswegen leuchtet es uns durch alle Welten an, die dieses Licht vermindern, auf unsere Wünsche, die ihm entgegengesetzt sind.  Das ist kein „direktes“ [unmittelbares] Verbindungssystem. Sondern ist es auf Schirmen und Empfangen des inneren Lichtes gebaut, wobei das Licht sich je nach meiner Fähigkeit zu geben, enthüllt.

Aber solange ich noch keinen Schirm habe, wirkt das Licht auf mich aus der Ferne und nicht in dem Maße, in dem ich es um des Gebens willen empfangen kann, sondern in dem Maße, in welchem ich mich mit seiner Hilfe heilen kann!

Es geschieht ab und zu, dass ein Mensch zum Arzt kommt, und der Arzt sagt ihm: „Sie brauchen eine radikale Behandlung. Aber Ihr Körper kann sie nicht verkraften…“. Solche Probleme treten auf, wenn es sich um ältere Menschen handelt oder wenn der Mensch sehr schwere Verletzungen erlitten hat. Es existiert zwar ein Heilmittel, aber sein Organismus kann solches Medikament nicht aushalten, er kann es nicht richtig aufnehmen.  Deshalb würde es dem Menschen schaden, anstatt ihm zu helfen.

Das Gleiche bezieht sich auf das umgebende Licht, das auf mich nur in dem Maße wirkt, in welchem es mich heilen kann, d.h. in dem Maße, in welchem ich es vertragen kann. Denn ich nehme das Licht ein, die Eigenschaft des Gebens, welche Gift für meinen Korper und der Tod für meinen Egoismus ist.

Aus einem Unterricht „Einführung zum Sulamkommentar“, 02.06.2010

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Das Schattenspiel

Um begreifen und spüren zu können, wo wir uns befinden, müssen wir spirituell wachsen.

Wie ein Samentropfen, der in einem besonderen Ort, im Mutterleib, zu wachsen beginnt, dann aber aus ihm in die Welt heraustritt und in einem größeren Raum weiter wächst und so zu einem erwachsenen Menschen wird.

So geschieht es in der materiellen Welt und genauso sieht es mit unserer inneren, spirituellen Entwicklung aus.

In einem bestimmten Abschnitt unseres irdischen Lebens beginnen wir. den spirituellen Samentropfen, der sich „Punkt im Herzen“ nennt, das Verlangen zu spiritueller Entwicklung,  in uns zu spüren. Das bedeutet, dass sich dieser Punkt enthüllt hat.

Genauso, wie wir in dieser Welt nicht existiert haben, bis unsere Eltern uns in die Welt gesetzt haben, setzen uns auch Eltern (so heißen sie auch „Aba we Ima“ – Vater und Mutter) in die spirituelle Welt.

Die spirituelle Entwicklung vollzieht sich unter Einwirkung der Kraft, die sich das höhere Licht nennt.

Sie führt uns durch Verhüllungen und Enthüllungen des Lichtes und schwingt uns hin und her, indem sie uns abwechselnd sich selbst und die gesamte Realität enthüllt und wieder verhüllt. Sie spielt mit uns und zwingt uns, einmal mehr und einmal weniger nach ihr zu streben.

Wenn wir auf diese Einwirkung des Lichts, das uns abwechselnd in einen guten oder in einen schlechten Zustand, in das Verständnis oder in den Nebel versetzt, richtig reagieren, dann entwickeln wir uns –  einen weiteren Augenblick, einen weiteren Tag, oder eine weitere Woche.

Man kann sich so Jahrtausende lang entwickeln, man kann aber in nur ein oder zwei Jahren die Entwicklung abschliessen. Alles hängt von dem einzelnen Individuum ab, man muss nur wissen, wie man auf die uns antreibende Kraft reagiert, um alles auf eine Quelle zurueckzufuehren: „Es gibt niemanden außer Ihm“, die sich hinter dieser ganzen Realitätsfassade versteckt.

So fange ich allmählich an, Ihn zu erkennen und mich durch diese Realität hindurchzugraben, um diese Kraft wahrzunehmen und zu begreifen, wie sie durch all diese Verkleidungen wirkt: durch enge Freunde, durch fremde Menschen, durch die Natur und durch mich selbst, indem sie mein Inneres verändert.

Dann werde ich mich wie eine „Blackbox“ fühlen, die die auf sie zukommenden Einwirkungen ein wenig versteht und spürt und nur auf das, was mit ihr geschieht, reagieren muss.

Sie scheinen von der von mir zu sehenden Realität zu kommen: von mir nahestehenden und fremden Menschen, von Freunden und Feinden – von diesen Schatten, die die höhere Kraft verhüllen.

Wenn diese Verhüllung mich dazu bringt, mich durch sie hindurch mit dem Schöpfer zu verbinden, dann heißt das der Schatten der Heiligkeit, wenn ich genau durch diesen Widerstand, durch dieses Spiel meine Beziehung mit dem Schöpfer aufbaue.

Dann verstehe ich dieses ganze Spiel, das Er mir zeigt, und dadurch erkenne und verstehe ich Ihn.
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Die Kräfte des Guten zu erwecken

Eine Frage, die ich erhielt: Mich wundert, welche bedeutenden Veränderungen jetzt geschehen – es entstehen eine Menge neue Gruppen, wie die Pilze nach dem Regen.

Wie gelingt es uns, ein solches Ergebnis in der inneren Arbeit zu erreichen?

Meine Antwort: Es hängt nicht nur von uns ab. Sie sehen, wie viele neue, ernste Menschen zu uns kommen – es bedeutet, dass die Zeit wirklich reif ist. Der Schöpfer möchte die Menschen der Kabbala annähern!

Nach allen diesen Windungen der Spirale unserer Entwicklung, sind wir endlich beim geistigen Gen (dem Punkt im Herzen) angekommen, und das umgebende Licht begann einzuwirken.

Wir müssen ihnen nun helfen, die Umgebung, die Gruppe, dieses Hilfssystem zu organisieren.

Folglich werden wir zusammen beginnen, das Licht der Korrektur zu fordern – 3-5 Jahre für die Vorbereitungsperiode, über welche Baal HaSulam schreibt, werden nicht mehr nötig sein. Die Korrektur wird sehr schnell und leicht erfolgen.

Stellen Sie sich den Unterschied vor – wenn der Mensch aus der Bewusstlosigkeit aufwachen soll, während alle seine Systeme noch schlafen und nicht funktionieren, oder aber wenn im Körper eine Menge verschiedener Teile schon aufgewacht sind und man diesen Prozess nur beenden muss.

Es ist nicht ein einziges Organ des Körpers, das im unbelebten Körper erwachen will – sondern eine Menge der wiederbelebten Teile.

Und es ist klar, dass es dabei viel mehr Möglichkeiten gibt, um schnell zur Besinnung zu kommen und hinaufzusteigen.

Ich bin überzeugt, dass wir in allernächster Zukunft die riesigen Veränderungen in der ganzen Welt sehen werden. Denn die Welt befindet sich in einem sehr gefährlichen Zustand – die Krise ist noch lange nicht vorbei.

Und welche furchtbare Katastrophe geschieht mit dem Erdöl, das im Golf von Mexiko ausgegossen wird. Wir verstehen noch nicht, welche Folgen es haben kann.

Es ist unmöglich, diesen Springbrunnen zu stopfen – stellen sie sich vor, was geschehen kann?! Jetzt strömt aus dem Inneren der Erde das Meer des Erdöles, was zur katastrophalen Verschmutzung führt. Es wird nicht nur Florida und Amerika beeinflussen, sondern auch die gesamte Welt.

Die Menschen denken schon daran, mittels einer nuklearen Explosion den Durchgang des Erdöls zu bedecken. Aber sie befürchten, dass er sich an anderen Stellen öffnen wird. Wir haben die bösen Kräfte in die Welt gelassen…

Deshalb hoffe ich, dass mit Hilfe aller unserer kabbalistischer Gruppen, die sich weltweit bilden, sowie mittels einzelner Menschen, die zu uns kommen, wir die Kräfte des Guten im Gegensatz zum geöffneten Übel erwecken können werden.

Wir sollen handeln bzw. uns korrigieren – und dann werden wir unbedingt vorankommen. Denn wir haben die Kraft der Tora bzw. das Licht der Korrektur bekommen – alles weitere hängt von uns ab.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Vorwort zu TES“, 31.05.2010

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Wie man den „Verdienst der Väter“ erben kann

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Verdienst der Väter“?

Meine Antwort: In dem Gesamtsystem der Seelen gibt es einen Teil, der seine Korrektur bereits durchlaufen hat. Das sind die Stammväter.

Dieser Teil befindet sich bereits in dem korrigierten Zustand, der mit Licht erfüllt ist. Diese Seelen waren sehr hell, deshalb konnten sie ihre Teile in dem Gesamtsystem des Adam HaRishon vollständig korrigieren. Doch wie können wir uns jetzt korrigieren?

Wir können die Korrektur dadurch erreichen, dass wir uns ihnen anschließen. Wenn ich versuche, das zu tun, dann bin ich ein Gerechter. Denn ich will den gleichen Zustand wie sie erlangen und den Schöpfer sowie die Schöpfung rechtfertigen.

Dann beginnt der „Verdienst der Väter“ auf mich zu wirken (anders wirkt er nicht), und ich empfange von ihnen das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Dafür brauche ich ein System, das sich kabbalistische Gruppe nennt, um innerhalb dessen die Empfehlungen umzusetzen, die mir diese Kabbalisten (Väter) gegeben haben.

Sie erzählen mir, was ich mit mir machen muss, um mich in ihren korrigierten Teil im Gesamtsystem der Seelen einordnen zu können.

Das bedeutet, „von dem Verdienst der Väter Gebrauch zu machen“. Sie haben mir die Kabbala (die Tora) gegeben, haben erzählt, wie die Korrektur zu erreichen ist sowie wie die von ihnen im Gesamtsystem bereits durchgeführte Korrektur benutzt werden soll.

Ich muss meinen Körper nicht mehr quälen, es reicht, lediglich das umgebende Licht durch ihr korrigiertes System anzuziehen.

Meine Wahl besteht nur darin, mich in die Gruppe einzuordnen, durch die ich mich auf das korrigierte System, das sich „Väter“ nennt, ausrichten kann.

Die „Väter“ haben Korrekturen im zerbrochenen System von Adam HaRishon durchgeführt, mit deren Hilfe alle, jederzeit und in jeder Situation, sich durch die richtige Umgebung den Vätern angleichen und sich somit ihnen anschließen und von ihnen Licht, das zur Quelle zurückführt, empfangen können, – die Kraft des von ihnen erfassten Lichtes kann genutzt werden.

Wir in unserer kabbalistischen Gruppe wollen uns jener korrigierten Gruppe der Seelen angleichen, die sich „Väter“ nennt.

Deshalb muss jeder fragen: „Wann werden meine Taten den Taten der Väter gleich sein?“ Auf diese Weise haben wir ein Beispiel, wie wir uns mit unserer Gruppe in ihre Gruppe einordnen können. Darin besteht unsere ganze Wahl und die Nachfolge der Verdienste der Väter.

Wenn unsere Gruppe sich in den korrigierten Teil des Adam haRishon, der sich „Väter“ nennt, einordnet, sich ihren Eigenschaften angleicht und sich mit ihnen vereint, dann machen wir von ihrem „Verdienst“ Gebrauch und kehren zu jenem korrigierten Zustand zurück, der dort existiert.

Aus einem Unterricht nach Artikel von RaBaSH „Verdienst der Väter“, 03.06.2010

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Die gesamte Arbeit besteht in der Klärung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man nach dem Unterricht überprüfen, wieweit man vorangekommen ist?

Meine Antwort: Das Wichtigste ist die Klärung: was will ich, will ich das um meiner selbst oder um des Gebens willen, habe ich dabei eine Verbindung mit Freunden, brauche ich sie oder nicht, handle ich aus dem egoistischen Verlangen heraus oder mit der Absicht zu geben, von Seiten des Schöpfers oder der Schöpfung, über meinem Egoismus oder in ihm drin? Das gesamte Vorankommen basiert auf einer solchen Selbstanalyse.

Es ist möglich, dass diese Klärungen nach einem guten Unterricht mir meinen schlechten Zustand enthüllen, doch sie werden in jedem Fall genauer sein, und das bedeutet, dass ich vorankomme!

Jeder Tag muss ein einfaches Ergebnis mit sich bringen: morgen bzw. zum nächsten Unterricht muss ich mit einem klareren Verlangen kommen.

Ungeachtet dessen, ob ich will oder nicht – das wird ohnehin von oben gegeben. Doch wird dieser Zustand präziser?

Es kann durchaus sein, dass die Klärung dazu führt, dass ich in einer Sackgasse lande und sich alles in Nebel hüllt. Doch das bedeutet ebenfalls eine größere Klarheit und Klärung!

Das Licht, das ich während des Unterrichts empfange, liefert mir Begriffsklärungen. Ungeachtet dessen, ob sie positiv oder negativ sind, lässt mich das eine genauere Analyse durchführen, um mich selbst, meinen Zustand in bezug auf den Schöpfer und das Ziel – in alle Richtungen – einschätzen zu können.

Auf diese Weise wirkt das Licht auf das Verlangen – wenn es dieses für mich ausleuchtet, sehe ich mehr darin.

Selbst wenn ich plötzlich ganz aufhöre, auch nur irgendetwas darin unterscheiden zu können, und völliges Chaos und Nebel, die vorher nie da gewesen sind, sich breit machen, bedeutet das auch, „mehr“ zu sehen. Das sind auch Stufen der Erkenntnis.

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