Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Die höhere Welt wird in der Liebe geöffnet

Das Buch Sohar wirkt auf uns mit Hilfe des Lichtes ein, das darin verborgen ist. Wenn wir wünschen, dieses Licht für unsere Korrektur zu nutzen, dann ist die Verbindung die einzige Stelle, welche wir korrigieren sollen.

Deshalb soll sich jeder bemühen, sich vorzustellen, welche Korrekturen begangen werden müssen. Denn wir empfinden noch nicht, dass zwischen uns der grundlose Hass und die Abtrennung – anstelle der Bruderliebe herrscht.

Dieser Hass soll sich zurück in die Liebe verwandeln. Die Kraft des Sohars kann es verwirklichen. Dann werden wir in der erneuerten Verbindung zwischen uns, die ganze Höhere Welt öffnen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.10.2010

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Realität oder Chaos der Wünsche?

Der Sohar. Kapitel „Wajechi“, 808) Als Jakob versammelt war, leuchtete der Mond, und die Sehnsucht der höheren Sonne, SA erwachte zu ihm.
Wenn die Sonne aufgeht, Jakob, geht auch die andere Sonne, Seir Anpin hinauf, und Seir Anpin wird mit Nukwa verschmelzen. Und der Mond, Nukwa, leuchtet von Seir Anpin
.

Das alles betrifft nur den Menschen, der das Spirituelle begreift. Und im Menschen geschehen allerlei Veränderungen, da sein Wunsch zu genießen ständig erneuert wird.

Dieser Wunsch zeigt dem Menschen verschiedene Formen im allgemeinen, unveränderlichen, spirituellen Zustand. Alles was sich außerhalb des Menschen befindet ist konstant, und in mir ändert sich alles.

Baal HaSulam erklärt im Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, dass wir die Welt mit der Hilfe der Ähnlichkeiten, mittels „der Fotokamera“ wahrnehmen, die uns das Bild der Realität am „Bildschirm“ im hinteren Teil des Gehirns projiziert. Und deshalb scheint es mir so zu sein, dass alles was in meinem Inneren geschieht auch draußen existiert.

Es erweist sich aber, dass ich die umgebende Wirklichkeit in Form der Projektion des inneren Chaos meiner Wünsche, Gedanken und Beziehungen sehe.

In Wirklichkeit ist es nicht das Chaos, sondern ich weiß nur nicht, in welcher Reihenfolge meine inneren Reschimot erwachen.

Aber wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge erwachen, sehe ich im konstanten, höheren Licht, die Veränderungen.

Aufgrund dieser verborgenen Reschimot bekommt das Licht die verschiedenen Erscheinungsformen, malt uns die verschiedenen Farben aus, gibt uns allerlei Bilder wieder.

Und ich glaube, dass das alles außen geschieht, obwohl diese Reschimot in meinem Inneren erwachen. Somit beschreibt der Sohar die Prozesse, die innerhalb von uns geschehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.10.2010

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Vorsichtige Schritte über dem schwarzen Abgrund

Eine Frage, die ich erhielt: Woher kommen die Leiden? Werden sie durch meine Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer ausgelöst oder schickt Er sie selbst?

Meine Antwort: Natürlich kommen alle Leiden vom Schöpfer, denn „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Die Schöpfung leidet auf ihrem Entwicklungsweg, und dieses Leiden ist dazu bestimmt, die Geschöpfe auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe zu entwickeln und sie einem Bedürfnis nach Erfüllung, ein gutes Leben, erlangen zu lassen.

Letztendlich spüren alle so oder so das Bedürfnis – das Fehlen eines guten, erfüllten Zustandes. All das ist dazu da, um das Bild zu vervollständigen, indem man das Zerbrechen korrigiert. Denn alles wird durch den Mangel der Einheit, durch das Fehlen des Lichts im Gefäß hervorgerufen.

Sobald wir anfangen, das Kli zu korrigieren, offenbart sich in uns der Schöpfer, und dann steigen die anderen Stufen hinter dem Menschen auf und befreien sich von Leiden und Problemen.

Wir werden von oben durch die Leiden vorbereitet, bis wir anfangen, uns zu korrigieren. Und es gibt niemanden, außer dem Schöpfungsprogramm, den man „beschuldigen“ könnte.

Warum müssen wir nun auf dem Weg zum Guten leiden? Es ist so, dass das Verlangen sich zuerst leer fühlen muss, erst dann wird es die Erfüllung wahrnehmen.

An dieser Stelle entsteht die Frage: wenn der Schöpfer einen endlosen Genuss für mich vorbereitet hat, bedeutet das, dass ich zuerst das endlose Leiden empfinden muss? Dann ist es besser, ein Tier zu bleiben.

Doch in Wirklichkeit beginnen wir mit dem Geringsten und schreiten schrittweise voran, indem wir nach und nach eine neue Schicht unseres Verlangens korrigieren und mit dem Licht erfüllen. Niemand könnte das Gefühl der schwarzen bodenlosen Leere ertragen.

Uns wird genau so viel gegeben, wie viel wir aushalten können, während wir langsam und sanft vorankommen. Dieses „Zaudern“ ist genau deshalb nötig, weil wir nicht in der Lage sind, gleich viel auszuhalten. Das Zerbrechen wird uns tropfenweise enthüllt, entsprechend unseren Fähigkeiten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.10.2010

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Das Nichtsein geht dem Sein voraus

Die Entwicklung des Verlangens zu genießen ist ein langwieriger Prozess. Die gesamte Wissenschaft der Kabbala erzählt von den Veränderungen innerhalb des Verlangens.

Baal HaSulam erklärt, dass das Verlangen (das Nichtsein) in diesem Prozess immer der Erfüllung (dem Sein) vorausgeht.

Zuerst mangelt es mir an etwas, und dann erlange ich das, woran es mir gemangelt hat, – und so wechselt sich das immer ab. Dabei ist der Mangel, d.h. das Verlangen, wichtiger als die Erfüllung, denn das Verlangen bestimmt die Erfüllung.

In der Spiritualität wirkt dieses Gesetz streng, ohne Nachsicht und Begünstigungen, und wenn die Schöpfung kein Verlangen hat, zur

nächsten Stufe aufzusteigen, wird sie auch nicht aufsteigen, nicht an sie herankommen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab – vom Empfinden des Mangels, dem Fehlen der Erfüllung. Darum „geht das Nichtsein dem Sein voraus“.

Entsprechend diesem Gesetz entwickelten sich alle Stufen der Schöpfung, von der unbelebten zur pflanzlichen, tierischen, menschlichen. Der Mensch kommt ebenfalls als Tier zur Welt und entwickelt sich dann und steigt zu seiner Stufe auf.

Das Gleiche geschieht mit der Entwicklung unserer inneren Welt. Wie vielfältig das menschliche Geschlecht ist, so vielfältig sind auch seine Verlangen, die ebenfalls in vier Stufen unterteilt sind: die unbelebte, die pflanzliche, die tierische und die menschliche – in einem Menschen.

Was stellt nun die menschliche Stufe innerhalb des menschlichen Geschlechts dar? Das sind jene Menschen oder Verlangen, die auf die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, auf den Aufstieg zu Ihm und auf die Verschmelzung mit Ihm gerichtet sind.

Um ein starkes Verlangen, das auf dieses hohe Ziel gerichtet ist, zu erlangen, müssen wir uns auf beiden Seiten befinden: mal die spirituelle Welt abstoßen, sie nicht verstehen, nicht spüren, ihr nicht zustimmen, mal uns nach ihr sehnen, in ihr etwas Wichtiges, Gutes, Notwendiges sehen.

So wechseln sich das Nichtsein und das Sein, die Finsternis und das Licht ab – und nur dank ihnen beiden bildet sich ein richtiges, einheitliches Verlangen in uns.

Dafür treten wir einer Gruppe bei, weil wir verstehen, dass es keine andere Wahl außer der Vereinigung gibt. Nur unter den Freunden erlange ich ein neues Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, und rufe nicht einfach egoistisch zu Ihm. In der Gruppe werde ich von der Wichtigkeit des Gebens durchdrungen und stelle zugleich fest, wie sehr ich sie hasse.

Wenn ich keine Angst habe, wenn ich bereit bin, die Enthüllung des eigenen Übels auszuhalten, dann ist es das Nichtsein, das dem Sein vorausgeht, die Vorbereitung auf die Erlösung.

Am Berg seines Hasses angelangt, verlangt der Mensch nach dem Sein – nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Und dann kommt das Licht, das ihn zur Quelle zurückführt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.10.2010

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Die Formel für die optimale Entwicklung

Der Sohar ist die stärkste Quelle der spirituellen Kraft, aus der wir das Licht, die Kraft – alles, was man sich wünschen kann – schöpfen können. Doch wir müssen verstehen, dass wir alles entsprechend unserem Verlangen erhalten.

Wenn ich das Schöpfungsziel erreichen will und genau darauf gerichtet bin, dann bekomme ich die hundertprozentige Unterstützung und Kraft davon.

Wenn ich aber in eine andere Richtung gehe, dann muss das Licht in dem Maße meiner Abweichung auf mich, auf mein Verlangen zu genießen einwirken, um es zu bezwingen und mich auf den rechten Weg zurückzubringen.

Den Unterschied zwischen dem direkten Weg zum Ziel und der Abweichung davon empfinde ich als Leiden. Diese Leiden zwingen mich, zurückzukehren.

So will auch ein kleines Kind, das ich an der Hand halte, mich zur Seite ziehen, und ich halte es fest und ziehe es zurück, es zieht mich in eine andere Richtung, und ich ziehe es wieder zurück.

Genauso auch wir. Wenn wir von dem Weg abkommen, bringt das Licht uns mit Gewalt zurück. Doch diese Kraft, die als Gegengewicht zu unserem Verlangen wirkt, empfinden wir als böse – bis hin zu Krankheiten, Problemen, Leiden, Kriegen und dem Tod.

Deshalb, wenn wir auf gutem Wege wie liebe Kinder voranschreiten wollen, um nicht mehr zu leiden, müssen wir uns die Frage stellen: wie kann man Gehorsam leisten und auf dem richtigen Weg, direkt und ohne Fehler voranschreiten?

Baal HaSulam schreibt, dass es eine einfache Formel gibt: „Israel (jene, die nach dem Schöpfer streben: Isra – direkt und El – Schöpfer), die Tora (von Or – Licht und Oraa – Anleitung) und der Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) sind eins“.

Israel bin ich. Die Tora ist das Licht, das auf mich einwirken und mich auf gutem und direktem Wege vorantreiben wird. Der Schöpfer ist das Geben.

Wie kann ich meine Entwicklung nach dieser Formel organisieren? Baal HaSulam erklärt im Artikel „Die Freiheit des Willens“, dass es nur mit Hilfe der Gruppe möglich ist.

Wenn ich die Erreichung des Ziels mit der Gruppe, in der Gruppe, verbinde, dann füge ich mich in sie ein und will in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer enthüllen – auf diese Weise gehe ich zweifelsohne in die richtige Richtung.

Deshalb, wenn wir während des Lesens des Buches Sohar sein Licht anziehen wollen, müssen wir uns möglichst viele Gedanken darüber machen, dass das Licht sich auf die richtige Art und Weise zeigt.

Denn die Tora kann sowohl zum Lebenselixier als auch zum tödlichen Gift werden. Und es kann passieren, dass wir uns in eine vollkommen anderen Richtung bewegen, dann ist es „vorzuziehen, zu sitzen und nichts zu tun“, wie es geschrieben steht.

Darum sollten wir uns mit der richtigen Absicht wappnen und daran denken, dass wir alle zusammen den Sohar lesen, damit das Licht uns die Einheit bringt.

Und es ist unwichtig, was genau wir lesen, wie weit wir verstehen, ob wir hören oder die Sprache kennen. Das Wichtigste ist die Absicht.

Denn die „wundersame“ Kraft (Sgula) des Sohar wirkt auf den Menschen nur in Abhängigkeit von seinem Verlangen. Deshalb lasst uns die Verbindung und in unserer Verbindung die Enthüllung des Schöpfers herbeisehnen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 22.10.2010

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Bürgschaft ist das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, unser Kompass in der Gruppe? Oder ist die Verbindung unser Kompass?

Meine Antwort: Die Verbindung kann nicht der Kompass sein, denn ich habe sie noch nicht erreicht. Der Kompass zeigt mir den Punkt an, in dem ich mich noch nicht befinde. Dieser Punkt ist die Einheit unter uns, sie muss ich erreichen.

Darum ist alles, was ich jetzt tue, indem ich Anstrengungen in der Umgebung, in der Gruppe unternehme, mich von meinen Freunden begeistern lasse, von ihnen die Wichtigkeit des Ziels erhalte und meine eigene Nichtigkeit erkenne – all das tue ich, um den Sohar nun mit der Empfindung und dem Verständnis zu lesen, dass er uns die wahren, hohen, spirituellen Zustände beschreibt, die ich wahrzunehmen und zu erreichen wünsche.

Es ist uns verboten, zu vergessen, dass das Licht eine Erscheinung innerhalb des Verlangens (Kli), die Form des Verlangens ist. Wir studieren, empfinden und besprechen nur die Materie und die Form, die in die Materie eingekleidet ist.

Die Materie ist unser gemeinsames Verlangen zu genießen, das wir zu einem Ganzen vereinen und ihm die Form der Verbindung zwischen uns, genannt „Bürgschaft“, geben wollen.

Die Bürgschaft an sich, wenn sie eintritt, wird das Licht sein. Denn die Rede ist nur von der Form, die dem Verlangen (Kli) eigen ist. Ich weiß nicht, was die Elektrizität, das Licht an sich ist, ich weiß nur, welche Veränderungen davon im Material stattfinden.

Darum strebe ich nur die Form, die in die Materie eingekleidet ist, an. Diese Form ist der Schöpfer („Bo-Re“ – „Komme-Sehe“), das Licht, das in seinen verschiedenen Erscheinungen wirkt – als umgebendes oder inneres Licht, „Nekudot“ (Punkte) oder „Taamim“ (Geschmäcke) usw.

Letztendlich muss ich mich selbst fest davon überzeugen, dass es nichts außer unseren Verlangen, die auf eine richtige Art und Weise verbunden sind, gibt – und das nennt sich „Licht“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.10.2010

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Der Abdruck der Endkorrektur

Eine Frage, die ich erhielt: Sollen wir dem Egoismus widerstehen können oder damit arbeiten?

Meine Antwort: Wenn ich die Selbstsucht betrachte und mich mit dem Punkt des Schöpfers gleich setze, dann wiederstehe ich dadurch der Selbstsucht. Ich erkenne, dass sie meine Natur ist. Wenn ich sie jedoch korrigieren würde, dann würde sie zur Natur des Schöpfers, da der Egoismus dessen Abdruck darstellt.
Deshalb heißt die Selbstsucht „die Hilfe gegen dich“. Ihre Form ist zwar dem Schöpfer entgegengesetzt, aber sie hilft mir dennoch, da ich kein anderes Material zur Verfügung habe.

Deshalb fehlt es mir jetzt am Licht, das mir helfen wird die egoistischen „Tiefen“ im Abdruck mit der richtigen Eigenschaft auszufüllen, um dadurch die Angleichung an die Form des Schöpfers zu erreichen.

Somit gibt es in unserer Selbstsucht alle (gegenseitigen) Formen, welche sich aus der Entfernung von der Vollkommenheit bis hin zu unserer Welt gebildet haben.
Diese Formen sind quasi in einander eingekleidet, entsprechen dem Prinzip der Maruschka – Figuren. Wir sollen mit Hilfe des Lichtes, in der umgekehrten Reihenfolge die richtige Form erreichen.

Deshalb stehen wir dem Egoismus durch das Begreifen gegenüber, dass wir außer dem Höheren Licht nichts besitzen. Somit muss ich den Einfluss des Höheren Lichtes auf meinen Wunsch des zukünftigen Zustandes der Vereinigung, auf den Wunsch der korrigierten Form (Reshimo) hervorrufen.

In diesem Zusammenhang sagen wir von vornherein „wir werden tun und wir werden hören“, d.h. wir sind zur Vereinigung bereit, da wir diesen Wunsch von der Gruppe bekommen haben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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Wer wird auf die Bürgschaft verzichten?

Wenn der Mensch fühlen möchte, dass „sich sechshunderttausend andere Menschen in seiner Nähe befinden, welche bereit sind alles für ihn zu tun“, dann soll er gleichermaßen, theoretisch bereit sein, ihnen zu geben.Das Eine kann ohne dem Anderen nicht existieren. Wir verwenden in der Bürgschaft die Kraft des Schöpfers, die Kraft des Lichts. Diese Kraft wird infolge unserer Verbindung, im gegenseitigen Geben offenbart.

Wenn ich nicht bereit bin, dir zu geben, und du nicht bereit bist, mir zu geben, dann existiert zwischen uns ein Bruch. Wenn wir beide dazu bereit sind, dann bildet sich zwischen uns die Verbindung, so dass wir einander geben können, weil es darin den dritten Teilnehmer, das Licht, den Schöpfer gibt.

Somit ermöglicht uns der Schöpfer die Verbindung, ungeachtet unseres Gegenteiles, Er gibt jedem das, was ihm fehlt. Das Licht gibt uns die Möglichkeit sich zu verbinden, einander zu ergänzen!

Aber wenn ich darauf nur warte, dass zu mir „sechshunderttausend Menschen kommen werden, welche mich lieben“, dann werde ich sie niemals kommen sehen.

Es ist geschrieben, dass alle gleichzeitig gefragt werden, weil die Bürgschaft aus der gegenseitigen Verbindung und aus der Verschmelzung mit dem Schöpfer stammt. Er ist ein Bürge unserer Verbindung.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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„Viel fremdes Volk“ – in einem Menschen, unter einem Volk und in der Welt

Der Sohar, Abschnitt „BeShalach“, Punkt 37: …aufgrund des vielen fremden Volkes wurden sie nicht „die Söhne Israel“ oder „Israel“ oder „Mein Volk“, sondern einfach „das Volk“ genannt.

Als sie sich aus Ägypten erhoben und viel fremdes Volk sich noch nicht mit ihnen verband, nannte Er sie „die Söhne Israel“. Nachdem viel fremdes Volk sich mit ihnen verbunden hatte, nannte Er sie „das Volk“.

Wenn man davon spricht, was in einem Menschen vorgeht, dann bedeutet „viel fremdes Volk“ (Erev Rav) jene Verlangen, die auf dem spirituellen Weg zu schreiten scheinen, diesen Weg auch wählen, weil sie denken, dass sie auf diese Weise vorankommen müssen.

Nur versuchen sie jedes Mal, wenn sie sich dazu entschließen, voranzuschreiten, den Schöpfer, das höhere Licht, für sich, für das Empfangen zu nutzen.

Das ist die heimtückischste unreine Kraft (Klipa). Sie wollen die Tora benutzen, um alle möglichen Begehren des Egoismus in ihrem irdischen Leben in dieser Welt zu erfüllen. Alle Probleme des Volkes entstehen wegen dieser Klipa, genannt „viel fremdes Volk“.

Es ist leicht, das auf dem spirituellen Weg zu klären, wenn du erkennst, dass das eine egoistische Form ist, die nichts mit der Spiritualität zu tun hat.

Wenn ich mich nach jeglichen Genüssen dieser Welt sehne (Essen, Sex, Familie, Geld, Ruhm, Macht, Wissen), dann heißen diese Verlangen „Völker der Welt“ in mir. Sie wollen einfach diese ganzen Erfüllungen.

Doch wenn ich anfange, mich mit der Tora zu beschäftigen, und durch diese meine Beschäftigung alle möglichen irdischen egoistischen Erfüllungen – ebenfalls Geld, Ruhm, Macht usw. – erhalten will, dann heißt das „viel fremdes Volk“. Ich mische die Tora, die Kraft des Vorankommens, die Kraft des Lichts, zusammen, um sie für meinen Egoismus zu nutzen.

All das muss unbedingt in jedem Menschen, der auf dem spirituellen Weg schreitet, stattfinden. Denn jeder besteht aus allen. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten, der nur Gutes getan hat, ohne zuvor gesündigt zu haben“.

Jeder wird solche Abschnitte durchlaufen müssen (wenn das noch nicht geschehen ist), wenn mitten in seiner spirituellen Entwicklung in ihm plötzlich das Verlangen, Geld zu verdienen, Macht auszuüben usw., entbrennt. Nur ist die Frage, wie schnell und wie wichtig er aus diesem Zustand wieder herauskommt.

Doch die gleiche Trennung existiert auch in der materiellen Welt. Es gibt „Völker der Welt“, diejenigen, die sich nach allen Erfüllungen dieser Welt sehnen. Ihre Verlangen sind einfach, ohne jegliches Streben nach der Spiritualität, nach der Wissenschaft der Kabbala.

Es gibt Menschen, die nach der Spiritualität streben und versuchen, sie zu ergründen, soweit sie dazu in der Lage sind.

Und es gibt jene, die sich mit der Spiritualität beschäftigen, doch nicht, um ihren „bösen Trieb“ zu enthüllen, ihn zu korrigieren und dadurch dem Schöpfer näher zu kommen, d.h. nicht, um die Tora gemäß ihrer Bestimmung anzuwenden, sondern um aus der Beschäftigung mit der Tora soviel Geld, Ruhm und Macht wie möglich herauszuschlagen.

Darum steht geschrieben, dass alle Probleme nach dem Auszug aus Ägypten sich dadurch ereignet haben, dass sie das „viele fremde Volk“ mitgenommen haben.

Genauso ist es auch in unserer Generation: es gibt unter dem Volk diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen und sich zu korrigieren, und es gibt aber auch diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um Macht und Geld für ihr irdisches Dasein zu erhalten.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.10.2010

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Messias – für die ganze Menschheit

In der Erreichung des Schöpfungsziels gibt es die gegenseitige Arbeit zwischen denjenigen, die „Israel“ (direkt zum Schöpfer) heißen und der ganzen übrigen Menschheit.

„Israel“ ist ein kleiner Teil (mengenmäßig) der Seelen, in denen die geistigen Funken, die Bestrebung zur Offenbarung des Schöpfers enthüllt werden.

Und sie sollen zunächst notgedrungen die Bestrebung zur Spiritualität realisieren, und dann erreichen sie die begriffene freie Wahl, den Glauben über dem Verstand.
Dieser Teil der Seelen, „Israel“, die menschliche Stufe des Wunsches, wirkt auf die übrigen Seelen ein, die sich noch auf den tierischen, pflanzlichen und unbelebten Stufen der Wünsche befinden, weil die Stufe von „Israel“ das Licht des Wissens, des Verständnisses und der Kraft heranziehen kann.

Und die Antwort kommt zu „Israel“ , die Reaktion: vom Unbelebten zum Pflanzlichen, vom Pflanzlichen zum Tierischen, und vom Tierischen zum Menschlichen (Israel), und so schließen sich alle an den Prozess der Korrektur an.

Wie Baal HaSulam sagte, treffen die übrigen Völker der Welt auch eine Entscheidung und verfügen über die Freiheit der Wahl, aber nur nachdem „Israel“ sie beeinflusst hat .
Dann wird Messias – das allgemeine höchste korrigierende Licht geöffnet werden. Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft.

Die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in der ganzen Welt heißt „der Aufruf (das Horn) des Messias“. Die allgemeine Kraft, die alle zum geistigen Aufstieg hinreißt, wird in der ganzen Menschheit geöffnet, und heißt „Mashiach„.

Messias kommt zu „Israel“ nicht, denn sie sollen sich selbst korrigieren. Мessias wird gerade in der ganzen Welt offenbart, nachdem Israel, diejenigen, die die Bestrebung zur persönlichen Korrektur bekommen haben, beginnen, die ganze Welt zu bedienen, weil sie verhältnismäßig korrigiert sind und in diesem Maß der Welt geben können.

Deshalb, wenn wir über die Zeiten des Messias sprechen, dann handelt es sich darum, dass die Gruppe „Israel“ verpflichtet ist, korrigiert zu sein – und in diesem Maß kann sie die Welt korrigieren. Somit heißt das Erwachen der Welt „Mashiach„.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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