Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

In Erwartung eines Wunders!

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sehen, dass letztendlich nach allen Anstrengungen ein Wunder geschehen muss. Was müssen wir tun, damit es geschieht?

Meine Antwort: Wir müssen uns nach dem Wunder sehnen – wie Kleinkinder! Das Wunder kommt jedoch infolge von vielen Anstrengungen. Du musst erkennen, was für ein Monster, dein Ego, vor dir steht, welches dich behindert und alles Gute vor dir verdeckt.

Du musst Hass dagegen entwickeln! Obwohl du „auf dem Schoß“ dieses Pharao aufgewachsen bist, mit seiner Krone („Keter“) gespielt hast und ein echter Prinz gewesen bist, der alles hatte!

Nun hasst du aber dein Ego abgrundtief und bist nicht in der Lage, darin zu bleiben. Du bist bereit, es Schlägen aussetzen zu lassen, und lässt es absichtlich den ägyptischen Plagen unterziehen, um es loszuwerden.

Wir aber versuchen gleich, nachdem wir einen Schlag gespürt haben, uns zu verstecken, weil wir uns mit unserem Ego identifizieren. Doch wenn ich mich von ihm trenne, akzeptiere ich: soll es doch geschlagen werden und leiden! Ich bin nicht mein Ego, ich befinde mich neben ihm!

Dann beginne ich mich langsam von ihm zu lösen, noch ein bisschen und noch ein bisschen, bis alle zehn Plagen vorbei sind. Ich identifiziere mich nicht mit meinem Egoismus, aber er leidet schrecklich. Nur so kann ich mich über ihn erheben und vor ihm flüchten.

Die Flucht ist bereits der Auszug aus dem Egoismus selbst, wenn ich mich schon fast von ihm getrennt habe und lediglich eine dünne Membran bleibt, die ich zerschlage, um mich endgültig von ihm lösen zu können, und ich flüchte in die Nacht, in die Finsternis.

Davor müssen aber alle vorherigen Abtrennungen stattgefunden haben, bis du bei der letzten angelangt bist – und das alles durch systematische Schläge, an denen du arbeiten musst.

Die Arbeit besteht darin, mich nicht mit dem Pharao identifizieren zu wollen – er ist für sich, und ich bin für mich. Es stimmt, dass ich in seinem Haus aufgewachsen bin, ich entstamme ihm – doch das bin ich nicht! Nun ist er zu meinem größten Feind geworden.

Und dann wird mir zur Flucht verholfen – darin besteht das Wunder. Und auf diese Weise finden alle Wunder statt: wir arbeiten und strengen uns an, um uns vom Ego trennen und aufsteigen zu können, und am Ende geschieht ein Wunder. Denn es muss vom Licht vollbracht werden, nach all deinen Anstrengungen.

Also lasst uns auf ein Wunder warten – nachdem wir gut gearbeitet haben. Ein frohes Chanukka-Fest!

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 01.12.2010

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Rav Kook, Briefe, Vol.1

Rav Kook, Briefe, Vol.1 (in einer Abkürzung)

Wir müssen unsere Verbindung so ausrichten, …dass all unsere Kräfte, sich zu einer Kraft vereinigen. Dann wird sie sich von alleine über die ganze Welt ausbreiten, entsprechend ihren Eigenschaft, und wird einen weiten Platz für andere Seiten des Lebens schaffen… Damit das Leben frei ist, nicht so „ernst“ und schwierig, kehrt es zu der ewigen Vollkommenheit zurück.

Im Großen und Ganzen war die Gründung einer Bildungseinrichtung in Israel, welche im Momment noch klein im Ausmaß und offiziell fast unbemerkt ist, mit dem Ziel des Kabbalastudiums, kombiniert mit der Mittellinie, für die Verbreitung des Wissens und die Erleuchtung des Lebens notwendig; das ist ein echtes Petah Tikva.

Anmerkung: „Petah Tikva“ – wird als „Tore der Hoffnung“ übersetzt. So heißt auch die Stadt, in welcher sich heute die Organisation Bnei Baruch befindet.

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Die Revolution, die für die Umgebenden unsichtbar ist

Frage: Woran sind die Merkmale der Annäherung zum Geben, zu erkennen?

Antwort: Das kommt aus dem Inneren. Wir unterscheiden die Einwirkung des Lichtes nicht. Überhaupt, kennen wir die tiefen Ursachen des Geschehens nicht und urteilen über unser Leben nur von Ergebnissen. Die Elektrizität offenbart sich in der Arbeit mit Elektrogeräten oder in einem Stromschlag. So zeigt uns das Licht, welches „hinter dem Filmausschnitt“ bleibt, die Ergebnisse seiner Arbeit.

Ich sehe nicht das Licht selbst, sondern seine Handlungen. Wir alle – sind die Taten des Schöpfers. Wie sollte denn über Veränderungen in sich selbst geurteilt werden? Das Kriterium besteht darin, dass ich anders zu denken beginne, und mich neu zu mir selbst und zur Welt verhalte.

Ich verändere mich innerlich, von der Seite ist es gar nicht bemerkbar. Die Veränderungen eröffnen sich nicht in den egoistischen Eigenschaften, sondern in den neuen, zugefügten Wünschen. Von Außen ist es in einem Menschen nicht ersichtlich, dass er sich verändert.

Deswegen heißt Kabbalah geheime Wissenschaft: einerseits, eröffnet sie das Verborgene, andererseits, ist es verheimlicht vor den Augen der Umgebenden, welche nicht in der Lage sind meine innere Umgestaltung genau zu betrachten. Sie besitzen keine Eigenschaften, die fähig sind das zu empfinden.

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Was ist unser Leben? – Ein Spiel!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die Kraft des Gedankens ausnutzen, um die Gefühle zu harmonisieren?

Meine Antwort: Und wofür? Der Eine hat laut seiner Natur eine mehr entwickelte Vernunft, und der Andere – die Gefühle. Wir sollen unterschiedliche Charakter oder Temperamente haben.

Jeder Mensch – ist einzigartig, jeder soll sich in die Gruppe mit seinen Eigenschaften einreihen, um darin den Eindruck über das Zerbrechen zu bekommen.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, und darunter die Welt des Zerbrechen, worin das Zerbrechen der Kelim geschah. Die Lichter aus der Welt des Zerbrechen stiegen zurück in die Welt der Unendlichkeit hinauf, und Kelim sind in unsere Welt gefallen. So ist eben die ganze Realität.

In dieser Welt sollen wir die zerbrochenen Kelim finden und verstehen, was in uns zerbrochen ist? Wir sollen den Hass offenbaren! Mit Hilfe des Studiums kommt das Licht und zeigt auf, was uns für die spirituelle Offenbarung notwendig ist. Es öffnet uns die Stelle des Zerbrechen, entkleidet den gegenseitigen Hass. Wenn wir ihn enthüllen, dann geschieht in uns das Begreifen des Übels und wir bekommen der Wunsch, das Gute zu erreichen.

Zwischen dem Guten und dem Übel, zwischen dem Wunsch und der Wirklichkeit, entsteht der Gedanke. Der Gedanke vergrößert den Wunsch. Der Wunsch richtet uns in die Gruppe, wo der Hass herrscht, wie der Berg Sinaj, und wir wollen folglich diesen Hass in die Liebe verwandeln.

Dieser Wunsch fordert aus der Welt der Unendlichkeit das Licht, das zur Quelle zurückführt, als Antwort auf auf das Bedürfnis nach der Korrektur, und wir korrigieren das Zerbrechen. Wir korrigieren also die Welt des Zerbrechen mit Hilfe unseres Wunsches, unseres Gedankens.

Der Schöpfer hat dieses Bild absichtlich zerbrochen und gab dir dieses „Lego“, das du so lange sammelst, bis alle seine Teile zusammen verbunden sind, wonach du diese Welt bis zum Niveau der Welt der Unendlichkeit erhebst. Es gibt nichts anderes in der Schöpfung, außer diesem Spiel, und in den Kabbala Büchern heißt es auch – das Spiel.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 21.10.2010

 

Kabbala Akademie

 

Etappen des Krieges mit dem Pharao

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, die zerbrochenen Wünsche/Kelim entdecken? Wir entdecken sie in unserem Streben, den Schöpfer zu erreichen oder in dem Verlangen, sich miteinander zu verbinden?

Meine Antwort: Nur in dem Verlangen, sich miteinander zu verbinden, um den Schöpfer zu erreichen, entdecken wir unsere zerbrochenen Kelim und jedes Mal sehen wir mehr.

Zum Beispiel haben wir auf dem vergangenen Kongress entdeckt, dass wir auf der einen Seite uns verbinden wollen, auf der anderen Seite wollen wir das nicht, etwas in uns drinnen verhindert es, irgendein Hasser, Feind, innere Erstarrung, Barriere, die mich daran hindert, mich anderen anzunähern und mich mit ihnen zu verbinden.

Das ist der erste Schlag von den zehn ägyptischen Plagen, zehn Schläge gegen den Pharao, so nennt sich derjenige, der mich zurückhält. Ich spüre, dass er mich daran hindert, mich mit anderen zu verbinden, verstehe aber noch nicht ganz, wozu ich diese Verbindung überhaupt brauche, wo ist hier der Schöpfer und wie kann man Ihm geben… Zur Zeit ist es nur ein Verlangen, sich zu verbinden, mehr nicht.

Beim zweiten Mal wird es schon anders. Wir wollen uns verbinden, wir sind verpflichtet, zusammen zu sein, um das Spirituelle zu erreichen, denn das Spirituelle enthüllt sich nur in der Verbindung zwischen uns. Das ist schon etwas klarer.

Und als Gegengewicht dazu spüren wir wieder, wie uns etwas behindert. Wir fordern: „Lass uns frei!“, er lässt aber nicht. Jedes Mal enthüllt der Schöpfer ein stärkeres Ego in uns, „verhärtet das Herz des Pharao“.
Dann attackieren wir wieder, nicht unbedingt auf einem Kongress, und sehen, dass wir dies nicht selbst machen können, wir brauchen eine Kraft von außen. Wo ist diese Kraft? Wir beginnen zu wünschen, dass uns der Schöpfer verbindet – und dann reißen wir uns durch den Machsom.

Das nächste Mal beginnen wir zu spüren, dass den Machsom (hebr., Barriere) durchzureißen bedeutet, den Machsom zwischen uns durchzubrechen. Wir brauchen keine äußere Schranke zu stürmen. Der Machsom befindet sich in uns, in unseren Herzen, die voneinander durch eine egoistische Trennwand isoliert sind.

Dann in einer weiteren Attacke werden wir spüren, dass wir all dies nicht für uns selbst brauchen, nicht um uns zu verbinden und die Spiritualität zu enthüllen, sondern dafür, um mittels dessen dem Schöpfer geben zu können, das ist unsere „Endstation“.

Das alles enthüllt sich stufenmäßig. Wenn wir alle diese Etappen in der Praxis entdecken werden, sie völlig durchspüren werden, schaffen wir dadurch ein richtiges Verlangen/ Gefäß/Kli für das Empfangen des Lichtes.

Sonst kannst du das Licht nicht entdecken. Das Licht befindet sich hier in Hülle und Fülle, aber du musst das Verlangen/Kli dafür enthüllen, den gleichen Frequenzbereich, die gleichen Eigenschaften erreichen.
Das ist nur durch solche Handlungen möglich, die über uns geschehen, bis sie ein wahres Verlangen, in welchem sich das Licht enthüllen kann, schaffen.

Bereiten wir uns auf den nächsten Angriff gegen den Pharao vor!

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sefirot“, 30.11.2010

Der Schöpfer empfindet keine Finsternis

Der Schöpfer wirkt auf uns nur mittels des Lichtes. Das Licht wirkt auf die Wünsche/Kelim, welche je nach ihrem Zustand, besser oder schlechter empfinden, eben entsprechend ihrer Gleichheit mit dem Licht. Hier gilt das Gesetz von der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Wenn ich dem Licht ähnlicher bin, fühle ich mich besser. Je schlechter ich mich fühle, bzw. je mehr ich leide, desto mehr Unterschied ist zwischen mir und dem Licht. Aber, dies ist die Handlung des Höheren Lichtes.

Die Finsternis die ich empfinde, ist auch Licht, welches auf mich einwirkt. Nur wird es infolge der Ungleichheit der Eigenschaften in Form von Finsternis empfunden. Anstelle von Licht „Or“ fühle ich Dunkelheit „Orta“.

Der Schöpfer jedoch empfindet keine Finsternis. Wenn Er mit ein wenig mehr Licht auf uns einwirkt, fühlen wir uns sofort schlechter. Weil wir in diesem Licht einen grösseren egoistischen Wunsch offenbaren, wonach Dunkelheit eintritt.

Somit steht unser Wunsch dem Licht entgegen. Mit anderen Worten, mit Hilfe des Lichtes offenbare ich die riesigen Wünsche, denen gegenüber sich die grossen Genüsse an einer vor mir verborgenen Stelle befinden, aber dennoch fühle ich mich schlecht.

Dies kann sich sowohl mit gesundheitlichen Problemen, als auch im Mangel an unterschiedlichen Dingen zum Leben, an schlechter Stimmung oder innerer Unruhe bis hin zur Unlust zu leben überhaupt, ausprägen. Aber alles das, ist ein Ergebnis von der Einwirkung des Lichtes !

Wenn das Licht zu den vorbereiteten Wünschen/Kelim kommt, dann wird es in Form von Genuss empfunden, weil es sie ausfüllt. Sind die Kelim allerdings noch nicht bereit, dann wird Leiden empfunden.

Aus dem Unterricht über einen Brief von Baal HaSulam

Zwei Säcke mit Geschenken

„Und das Licht, welches sich in der Welt offenbart und sich in sie einkleidet, heißt Punkt des Stadiums Jud, welcher sich in zwei Buchstaben Hej aufteilt: eine Welt der Verhüllung und eine Welt der Offenbarung. „

„Und die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, diesen Punkt zu offenbaren, ihn durch das Stadium Waw weiterzuführen – von einer Welt bis zur anderen Welt, d.h. durch den Buchstaben Waw zwischen zwei Buchstaben Hej, und dabei für alle die Fülle des Lichtes zu offenbaren, die vom umgebenden Licht an diejenigen, die es umgibt, ausgeht, – d.h. zwischen Buchstaben Hej, durch das Geheimnis von „Bina, Jessod, Malchut“.“

(Baal HaSulam: „Von Hinten und Vorne umfaßt du mich.“)

Der Schöpfer hat zwei „Säcke“. Aus einem nimmt Er einen Wunsch heraus und fügt ihn in den Menschen ein. Und nachdem der Mensch diesen Wunsch richtig bearbeitet, fügt der Schöpfer in ihn die Füllung dieses Wunsches aus dem anderen „Sack“ ein. Nachher wiederholt sich diese Handlung, aber bereits mit dem neuen Wunsch. Er verhält sich zu uns so, wie wir uns zu unseren Kindern verhalten.

Wir wachsen und wir entwickeln uns, je nach unserer Fähigkeit, den vom Schöpfer bekommenen Wunsch vorzubereiten, ihn zu bearbeiten und brauchbar für die Füllung zu machen. Darin besteht der ganze Prozess der Entwicklung der Schöpfung.

Nur darf man nicht vergessen, dass unsere Arbeit gerade in der Mitte ist. Wir sollen den Wunsch, der vom Schöpfer kommt, richtig bearbeiten.

Und die Füllung – existiert in Wirklichkeit schon innerhalb des Wunsches. Und in jenem Augenblick, wenn der Wunsch die richtige Form findet, wird die Füllung enthüllt.

Aber die Hauptsache ist, durch diesen Prozess denjenigen zu enthüllen, der das alles herbeiruft und auf uns einwirkt. Das soll das Endergebnis von allen Zuständen werden, die wir durchgehen.

Die Korrekturen sind ja kein Selbstzweck. Der Schöpfer konnte uns alles bereits in der endgültigen Form geben. Ihm ist es wichtig, dass wir mit unserer Arbeit Ihn, den Begriff der Göttlichkeit enthüllen. Das heißt „zwei Welten miteinander zu verbinden“ (zwei Säcke).

Baal HaSulam erwähnt das in dem Artikel „Von Hinten und Vorne umfaßt du mich“, wenn er über die Vereinigung zwischen zwei Buchstaben „Hej“ („ה“) – obere/Bina und untere/Malchut spricht. Und der Buchstabe „Waw“ („ו“) zwischen ihnen ist die Gerade/Seir Anpin, die zwischen Bina und Malchut verbindet.

So wird der Mensch, der zwei Welten verbindet, der gesamten Schöpfung würdig. Das ist eben die Arbeit, die man auf keinen Fall versäumen darf.

Wir sollen durch alle diese Zustände gehen, die Anstrengungen angeblich von unserer Seite machen, um diese eine wirkende Kraft zu enthüllen, bis es sich uns offenbart, dass „es niemanden außer Ihm gibt“.
Aus dem Unterricht nach dem Brief von Baal HaSulam, 26.11.2010

Väter und Söhne

Es ist gesagt worden: Abraham zeugte Isaak und Isaak zeugte Jakob. In unserer Welt setzt der Sohn das Handwerk des Vaters fort, weshalb er „höher“ als sein Vater ist.

In der spirituellen Welt ist es genau umgekehrt: „höher“ ist derjenige, der „früher“ da war. Der Sohn ist ein Ergebnis der Handlung des Vaters, aber im schlechteren Zustand – im gröberen Wunsch. Deshalb stellt Isaak den Zustand dar, welcher niedriger als Abraham ist, und Jakob ist niedriger als Isaak.

Andererseits, je tiefer und stärker der Wunsch ist, desto mehr Möglichkeiten hat er, in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert zu werden. Deshalb ist jede neue Generation, im Hinblick auf die Entwicklung der Generationen, schlechter als die vorhergehende, kann aber  im Hinblick auf die Nutzung des Wunsches höher hinaufsteigen, d.h. mehr Licht erreichen.

Deshalb wird das, was Abraham wegen der kleinen Tiefe des Wunsches nicht machen konnte, in Isaak, in seiner linken, egoistischen Linie gezeigt. Diese Arbeit hat nichts mehr mit Abraham zu tun, er soll nur „verbinden,“ den erwachenden egoistischen Wunsch einschränken. Und Jakob verbindet sich schon mit beiden Kräften und beginnt, sich zu realisieren. Daraufhin entwickelt sich die Seele, die aus zwei Eigenschaften besteht.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 29.10.2010

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Ratschlag -> Wundermittel -> neue Berechnung

Wir hören die Ratschläge der Kabbalisten darüber, wie wir uns in verschiedenen Fällen und Zuständen organisieren sollten, um die maximale Einwirkung des umgebenden Lichts, das uns zur Quelle zurückführt, auf uns hervorzurufen.

Deshalb führen wir alle möglichen künstlichen, materiellen, egoistischen Handlungen aus, nach dem Prinzip „Wir werden tun und wir werden hören!“ – und in diesem Fall funktionieren diese Ratschläge.

Doch zu den Handlungen des Gebens können die Kabbalisten uns nicht verpflichten. Während wir entsprechend ihren Ratschlägen mit unserem egoistischen Material arbeiten, wollen wir eine uns unbekannte Kraft des umgebenden Lichtes an uns heranziehen, damit sie auf uns einwirkt und uns zu einem neuen Zustand übergehen lässt.

Und in dem Augenblick, in dem ich mich verändere, fange ich bereits anders zu handeln an – mit einem neuen Verstand und einem neuen Herzen. Und nach einer solchen Reihenfolge gehen wir vor: „Ratschlag -> Wundermittel -> neue Berechnung“.

Deshalb soll es bei der Arbeit mit den Schülern (sowohl Erwachsenen als auch Kindern) nach solchen Beschäftigungen gesucht werden, die ein Maximum an umgebendem Licht anziehen können. Im Endeffekt wird das, was wir brauchen, herauskommen. Und wenn nicht, dann gibt es nichts, was wir dagegen tun könnten. Wir können nur um die Korrektur bitten, und MaN erheben: ich will die innere Korrektur!

Und alles, was danach kommt, ist die Folge der Einwirkung des höheren Lichts, mit der wir uns nicht beschäftigen dürfen, denn das bezieht sich auf die „Geheimnisse der höheren Lenkung“.

Wir ziehen das umgebende Licht an, während wir uns den authentischen Quellen zuwenden. Und wenn Erwachsene die Texte von Baal HaSulam lesen, dann reicht es aus, mit den Kindern eine Besprechung zu den Themen dieser Artikel durchzuführen, zum Beispiel zum Thema „Körper und Seele“, „Wahrnehmung der Realität“, „Freiheit des Willens“, sowie den Zusammenhang mit irgendeinem physikalischen oder chemischen Gesetz in unserer Welt zu besprechen, und zwar auf eine unterhaltsame, spielerische Art und Weise. Damit ziehen wir ebenfalls jenes Licht an.

Den Kindern muss die Mechanik der Veränderung eines Menschen erklärt werden, und sie nehmen das als Fakten auf und beginnen, sie anzuwenden. Sie werden sich das allmählich einprägen.

Die Arbeit mit Kindern unterscheidet sich von der Arbeit mit Erwachsenen. Es steht geschrieben, dass, wenn man ein Kind unterrichtet, es so ist, als ob man „ein leeres Blatt Papier beschreiben“ würde. Im Material eines Kindes wird alles auf eine natürliche Art und Weise so eingeprägt, dass es das von einem Erwachsenen Gehörte als Wahrheit wahrnimmt.

Das spiegelt die Beziehung zwischen Wurzeln und Zweigen wieder. Wenn wir jemanden erwachsener als uns selbst ansehen, dann nehmen wir seine Worte als offensichtliche Fakten wahr. Wir müssen uns diese kindliche Eigenschaft zunutze machen, um sie mit den richtigen Begriffen zu füllen, anstatt mit solchen, die unsere egoistische Welt in uns hineinstopft.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 29.11.2010

Wie viel sehen deine Augen?

„Der Richter hat nicht mehr als das, was seine Augen sehen!“ – dies ist ein sehr striktes Gesetz, das mit einer großen Genauigkeit ausgeführt werden muss.

Sogar der beste Rat darf nicht angenommen werden, wenn er nicht aus deinen eigenen Korrekturen, aus deiner eigenen Gleichheit, mit dem Licht herausgеht.

Und in sich drinnen muss du dich auch immer befragen: „Wen höre ich jetzt? – Einen Menschen, der sich in eigenen Phantasien befindet, oder einen Nüchternen, sein Platz genau Wissenden, der über ihm nicht springt?“

Denn das, was ich von Kabbalisten höre, nehme ich nicht wie einen Gesetzt, oder sogar nicht wie einen Rat wahr, sondern wie „Segula“, ein Wundermittel. Ich möchte, dass es auf mich wirkt und mich ändert! Und wenn ich mich ändere, werde ich die Wahrheit sehen.

„Der Richter hat nicht mehr, als was seine Augen sehen!“ – ich werde die Erfüllung reell „in meinen Händen“ halten – in meinen empfangenden Kelim und sie „mit eigenen Augen sehen“ – also im Licht Chochma. Erst dann kann man handeln!

Und bis dann kannst du die ganze Tora auswendig lernen, das wird nur wie ein „Wundermittel“ funktionieren, wie ein „Gewürz“. Wie viel von diesem Gewürz du zu deinem Egoismus hinzufügen kannst, so viel kannst du korrigieren und verwenden.

Dann wirst du genau sehen, welche Wünsche du verwenden darfst und in welchem Maß und zur welcher Tiefe (Awijut). Das ist ein Herangehen, das vor allem Korrektur fordert.

Von hier folgt ein ganz anderes Herangehen zum Lehren: Wir haben dem Schüler nichts zu sagen. Wir können ihn nur erwecken, damit er möglichst viel Licht, das ihn zur Quelle bringt, aufsaugt

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Es ist unmöglich ihm fertige Modelle des Verhaltens zu geben, nur „Wundermittel“: Notwendigkeit der Verbindung in der Gruppe, zwischen Freunden. und dann warten, bis er sich selbst ändert.

Und wenn dies auf den Schüler nicht wirkt und er sich nicht ändert und auf den Rat des Lehrers nicht hört – kann man nichts machen.

Man darf ihm keine Übungen, die über seine Stufe hinausgehen von oben aufzwingen. Nur in dem Maße in welchem er sich selbst korrigiert und verstanden hat, wird er die Berechnung machen, beginnen zu handeln und sich ändern.

Das begrenzt sehr die Möglichkeit des Lehrers, wenn er einen Schüler lehrt im Vergleich zu unserer Welt, und es ist dabei unwichtig ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Körper und Seele“, 29.11.2010