Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Licht'

Die Höhere Stufe lehrt uns durch Beispiele wie ein Elternteil

Unsere Welt begann mit einem Funken von spiritueller Energie, der aus der Höheren Welt durchbrach. Dieser kleine Funken des Lichtes erzeugte die gesamte Materie des Universums und lieferte die Energie für die Entwicklung aller Teile der Schöpfung: unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Teile. Wir sind ebenso eine Folge des gleichen Funkens.

Das Gleiche geschieht in der spirituellen Welt auf allen Stufen, während des Abstiegs von Oben nach unten: ein Funke des Lichts bricht von Malchut der höheren Stufe durch zu Keter der unteren Stufe und beginnt somit eine komplett neue Welt zu erschaffen.

Allerdings wenn wir beginnen aufzusteigen, wissen wir nicht, was zu tun ist. Wie kann ich sagen, was mein nächster Zustand sein soll – welche Verlangen, Eigenschaften und Verbindungen sollen in mir existieren, um wie die Höhere Stufe zu sein.

Ich kann dies nicht wissen und erhebe mich, bis die Höhere Stufe mir ein Beispiel gibt, an Hand dessen ich in der Lage bin, dies zu imitieren. Aus diesem Grund brauche ich in erster Linie die Offenbarung der Höheren Stufe.

Allerdings ist die spirituelle Offenbarung nur möglich, wenn meine Eigenschaften der Höheren Stufe entsprechen, wozu ich aber nicht in der Lage bin. Deshalb landet man in einem Teufelskreis, aus dem man alleine nicht entkommen kann. Es gibt keine Lösung, da es eine Trennung zwischen mir und dem Höheren gibt. Dies ist eine unüberwindbare Grenze zwischen uns, die ich alleine nicht überqueren kann!

Deshalb verhält sich die Höhere Stufe zu mir wie ein Erwachsener, der sich auf die Stufe des Kindes begibt, um es etwas zu lehren. Durch das Beispiel des Höheren Lichtes kann ich erkennen, wie mein nächster Zustand sein soll – „ich + 1″

Wenn ich die Höhere Stufe erreichen und mich ihr angleichen will, dann ändere ich mich und steige zur Ebene der Höheren Stufe auf. Und dann kleidet sich das Höhere Licht (die Seele) in mich.

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Sollte man aufhören, Seifenopern anzusehen, wenn man weiß, dass man damit seine Zeit verschwendet?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so, dass ich zu Hause nicht fähig bin, ein Kabbala Buch zu öffnen und ich stattdessen lieber Zeit damit verbringe, mir im Fernsehen Seifenopern anzusehen? Aber wenn ich zu den Unterrichten komme, um zu studieren, würde ich den Unterricht nicht für den besten Film eintauschen.

Meine Antwort: Wenn Sie aus der Gruppe hinausgehen, finden Sie sich in der Mitte des materiellen Lebens wieder, einem unbewussten Zustand verglichen mit dem Spirituellen. Es ist der Wille zu empfangen, welcher mit uns spielt und uns blockiert, um den spirituellen Fortschritt in unserem Leben zu behindern.

Auf der anderen Seite zeigt Ihnen das, wie Sie Ihre Zeit verschwenden und jeder Genuss, den Sie dadurch erhalten, sofort wieder spurlos verschwindet. Dadurch können Sie erkennen, wie die Umgebung Ihnen helfen kann. Wenn Sie von Menschen umgeben sind, welche nur einander unterstützen wollen, dann werde Sie nicht in der Lage sein, Seifenopern zu sehen, wenn Sie zu Hause sind, aufgrund der Wichtigkeit der Spiritualität, die auf Sie übertragen wird. Sie fühlen, dass diese Handlung ein Rückschritt ist, wie wenn Sie in die Kindheit zurückfallen und ein Haus aus Bauklötzen bauen.

Sie sind nicht schuld an der Zeit, die Sie vor dem Fernseher verbringen. Ihr einziger Fehler ist das Versäumnis, eine Umgebung um sich herum aufzubauen, die Sie beeinflusst, damit Sie Ihre Zeit nicht sinnlos verschwenden.

Es bedeutet nicht, dass Sie den Fernseher abschalten müssen. Die Kabbala ist gegen jede Art von Zwang. Ein Mensch muss arbeiten, studieren und das Leben eines ganz gewöhnlichen Menschen leben. Sie sollten nicht versuchen, etwas gewaltsam an sich zu ändern, sondern nur den Sinn der Wichtigkeit Ihrer Umgebung für die Spiritualität erhalten.

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität! Sie können sich nicht an Händen und Füßen fesseln und sich als ein Gerechter sehen. Dies ist keine Korrektur!

Sie werden sich nur dann korrigieren, wenn Sie Ihr Verlangen ändern und sich über diese TV-Serien erheben. Nur das Licht kann Sie korrigieren und nicht die Einschüchterung oder Drohung mit dem Feuer der Hölle nach dem Tod. Die Wissenschaft der Kabbala ist keine Religion und spricht nur von der Korrektur. Das einzige Mittel um dies zu tun, ist, den Einfluss der Umgebung auf sich zu vergrößern. Dies ist die einzige freie Wahl, die Sie haben und eine notwendige Voraussetzung für den spirituellen Fortschritt.

Jetzt können Sie weiter fernsehen…

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Spirituelles Leben erlebst du durch deine Verbindung mit anderen


Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollte man arbeiten, wenn man spirituelles Erwachen empfängt?

Meine Antwort: Man sollte an der Verbindung mit seiner Umgebung arbeiten, vorausgesetzt, sie besteht aus gleichdenkenden Menschen wie man selbst. Du wirst die spirituelle Welt in deinen spirituellen Verlangen spüren, die aus den Verlangen anderer Menschen gemacht sind, die du dann deinem Verlangen hinzufügt – dem Punkt im Herzen.

Außer diesem „Punkt“ besitzt man kein anderes spirituelles Verlangen. Man ist wie eine Zelle in einem gemeinsamen Organismus: allein kann diese Zelle weder Leben noch eine Wahrnehmung spüren. Darum muß mit den anderen Zellen eine Verbindung geschaffen werden.
Das gesamte Universum ist ein einziger Organismus – Adam genannt. Unsere Aufgabe ist es, unsere Verbindung mit diesem gemeinsamen Organismus zu finden. Das von dir in diesem gemeinsamen spirituellen Körper gespürte Leben wird erhabener, ewig und perfekt sein (das Licht). Die Quelle dieses Lebens wird Schöpfer genannt.

All dies wird im allgemeinen Körper wahrgenommen, der aus Punkten oder Zellen besteht – den individuellen Streben nach Spiritualität. Wenn man sich nicht mit diesen verbindet, wird man nie das spirituelle Leben erfahren.

Unsere Korrekturen bringen das größte Licht in die Welt


Unsere Welt ist wie ein einziger spiritueller Körper, der sich entwickelt und 6000 Jahre lang eine Korrektur durchmacht. Diese Zeit kann in drei Zeitabschnitte unterteilt werden, von denen jeder 2000 Jahre andauert, angefangen mit dem ersten Menschen – Adam.

Die ersten Verlangen (oder Kelim), die enthüllt werden sind die dünnsten oder die egoistisch schwächsten. Sie werden ChaBaD genannt. Diesen folgen die Verlangen mit einer mittleren Stärke des Egoismus – HaGaT. Und während der letzten 2000 Jahre – unsere Zeit – werden die egoistischsten Verlangen – NeChY – enthüllt.

Die dünnen Kelim waren sehr erhabene Seelen – die Patriarchen, die Nation Israel, die aus Ägypten (Galgalta we Ejnaim) auszog. Sie konnten jedoch keine größere Tiefe, Weisheit und das Licht von Chochma enthüllen, da es ihnen an der Tiefe (Dicke/Grobheit) der Verlangen fehlte.

Andererseits waren wir während der letzten 2000 Jahre von der Eigenschaft des Gebens und der Liebe im Exil, im Egoismus und jetzt sind wir dabei, uns von der Macht des Egoismus zu befreien, obwohl unser Egoismus sich jetzt aktiv weiterentwickelt.

Es zeigt sich, dass unsere größten egoistischen Verlangen (Kelim NeChY) das größte Licht – Chochma – in das System der einen Seele von Adam ziehen. Trotz der Tatsache, dass unser Verstand und unsere Gefühle sehr begrenzt sind, wenn wir eine winzige Anstrengung machen und auf unserer niedrigen Stufe eine Korrektur durchführen, ziehen wir ein gewaltiges Licht in unsere höheren KelimChaBaD – und es finden dort große Korrekturen statt. Auf diese Weise funktioniert die Seele von Adam nach dem Gesetz der entgegengesetzten Korrespondenz von Licht und Kelim.

Wenn wir daher im System der Seelen große Änderungen durchführen, verstehen wir nicht einmal, was wir tun. Wir sind wie Kleinkinder, die einfach nur lächeln und zwei Bauklötzchen aufeinander stapeln, während unsere erwachsenen Eltern über unseren kleinen Erfolg jubeln.

Wir wissen demnach nicht, welches Licht wir in die höheren Seelen ziehen. Das wir erst am Ende der Korrektur enthüllt, wenn jeder beginnt, dieses Licht zu spüren. Unsere Seelen sind die schlimmsten und egoistischsten, aber dadurch bringen wir das stärkste Licht – das Licht von Chochma – in die Welt. Dies ist ein Licht, das die Welt nie zuvor erlebt hat.

Darum wird unsere Korrektur Erlösung genannt. Durch unsere einfache und kleine Arbeit führen wir die Erlösung durch und bringen diesem ganzen System Leben! Die gesamte Vergangenheit, unsere ganze Geschichte und alle großen Kabbalisten der Vergangenheit – all das war lediglich die Vorbereitung für die Korrektur, die ihr zusammen mit mir durchführen müsst.

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Verschwende nicht die kostbaren Augenblicke deines Lebens


Ständig musst du dich in Bezug auf das Licht prüfen, der Eigenschaft des Gebens. In dem Maße, in dem du das tust, empfängst du die Kraft des Lichts, die dich korrigieren wird.
Alle unsere Anstrengungen müssen darauf ausgerichtet sein, die Wirkung des Lichts auf uns zu ersehnen, was die Geburt einer neuen Eigenschaft in uns hervorrufen wird – das Geben. Wenn du dich nur darauf konzentrierst, das Licht der Korrektur anzuziehen, dann verwirrst du dich nicht oder verschleuderst deine Anstrengungen mit unnötigen Handlungen.

Üblicherweise versuchen wir alles zu tun, außer, das Licht der Korrektur auf uns zu ziehen. Doch das ist das Einzige, was wir zu tun brauchen. Das wird uns den richtigen Verstand geben und für uns alle Handlungen ausführen. Wir müssen selbst nichts tun. Etwas, das wir ohne die Hilfe des Lichts tun, ist eine tierische Handlung, die uns nicht einen Schritt näher ans Ziel bringen wird.

Daher sollte jeder Gedanke, den wir von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang haben und jede Handlung, die wir durchführen, uns einzig zu einer Frage führen: „Wo ist das Licht der Korrektur?“ Nur das Licht der Korrektur sollte für uns die Arbeit verrichten, einschließlich der Klärung und der Handlung. Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht, das darin verborgen ist, führt zur Quelle zurück.“ Es ist das Licht, das alles tun muss, nicht du. Das Licht muss dich zum Guten zurückführen und dich korrigieren.

Es steht nicht geschrieben, dass das Licht dir helfen soll, dich selbst zum Guten zurückzuführen. Sondern es tut alles von Anfang bis zum Ende. Wenn du also irgendwas tust, außer das Licht auf dich zu ziehen, dann wirst du dich verwirren und kostbare Augenblicke deines Lebens verschwenden.

Du denkst also, du bist ein Kabbala-Wunderkind?

Drei Fragen, die ich von neuen Studenten erhielt:

Frage: Wir sind im Zentrum der Philippinen zu Hause und es gibt hier keine anerkannten Kabbalisten. Können wir von Ihnen Kabbala lernen? Benötigen wir eine reale Person, um die 10 Sefirot unserer Körper zu aktivieren? Wer ist unser Initiator, wenn es hier keine Repräsentanten des Kabbala Zentrums gibt?

Meine Antwort: Wenn ihr mit unserem Studium, der Gruppe, der Vereinigung und Verbreitung im Internet verbunden seid, wird euch das mit allem versorgen, was ihr benötigt, um spirituell voranzukommen.

Frage: Ich habe immer nach dem Sinn meines Lebens gesucht, doch ich konnte nie eine Lehre finden, die gut genug war, die Lücke zu füllen und die fehlenden Teile des Puzzles zu vervollständigen, bis ich Sie und Ihre wunderbare Lehre fand. Ich möchte nur meine Dankbarkeit dem Schöpfer und Ihnen gegenüber zum Ausdruck bringen, dass Sie der Welt das Licht bringen und es mit Blinden wie mir teilen.

Meine Antwort: Halten Sie an dieser Bewunderung fest. Sie wird Ihnen Stärke für die Annäherung an den Schöpfer geben. Viel Erfolg!

Frage: Was sollte ich tun, wenn ich spüre, dass ich ein Kabbala-Wunderkind mit 20 Jahren bin? Sollte ich einfach weiter lernen oder ist es mir erlaubt, mit meinen eigenen Analogien über das, was ich bis jetzt weiß, zu lehren?

Meine Antwort: Deine Erkenntnis ist eine Selbsttäuschung. Du musst die Kabbala-Texte durch dich hindurchgehen lassen und wenn du das tust, wirst du bald erkennen, wie sehr du dich geirrt hast.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Korrektur geschieht durch nur das Licht, das man während des Studiums der Kabbala empfängt
Blog-post: Wie Sie überprüfen, ob Sie in der Spirtualität fortschreiten
Blog-post: Die beste Ausbildung ist jene, die einen Studenten zu einem Menschen macht

Nur darüber sollte man enttäuscht sein

Eine Frage, die ich erhielt: Jedes Neujahr erweckt neue Hoffnung in mir, dass ich die spirituelle Welt erreiche und jedes Mal spüre ich Enttäuschung. Wie kann ich weiter hoffen?

Meine Antwort: Neue Hoffnung und erneute Enttäuschung sind beide gut! Man muss die beiden nur miteinander verbinden und verstehen, dass uns die spirituelle Welt nicht auf einem Silbertablett serviert wird.

Es gibt keinen Schöpfer außerhalb von uns. Außerhalb des Menschen gibt es keine Welt. Wir können von nirgendwo her empfangen. Ein Mensch wird alles in seinem korrigierten Selbst enthüllen.

Wenn man sein Kli korrigiert, enthüllt man den Schöpfer darin. Alles wird im korrigierten (vorher egoistischen) Verlangen (dem Kli) offenbart.

Diesem ist nicht leicht zuzustimmen, doch steht uns niemand im Wege, die spirituelle Welt zu erreichen – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Wir existieren nur in einer Wirklichkeit, an einem Ort – in unseren Wünschen. Wenn wir sie ändern, spüren wir, dass wir uns in einer anderen Welt befinden. Wenn wir die Wünsche von „für mich“ zu „geben wollen“ verwandeln, dann enthüllen wir die Höhere Welt!

Alles ist in deinem Innern – diese Welt und auch die zukünftige. Diese Welt ist so, wie ich sie jetzt wahrnehme. Wenn ich mein Kli korrigiere, dann werde ich anfangen, die spirituelle Welt zu empfinden – meine kommende Welt.

Es gibt nur ein Gesetz, von dem ich gelenkt werde: man spürt immer nur seine eigenen Eigenschaften und nichts anderes. Darum braucht man niemanden anderes zu bitten, die Welt zu verändern oder dich zu verändern. Man kann sich nur dadurch verändern, indem man die Naturgesetze anwendet.

Wenn ein Mensch an einer roten Ampel wartet und es nach fünf Minuten noch immer rot ist, fängt er dann an zu fluchen und seine Fäuste dagegen erheben? Nein, denn die Ampel lebt ja nicht. Früher gab es Polizisten, die man fragen konnte.

Alles hängt von der Vorstellung ab, was man vor sich sieht – ein lebendiges Wesen oder ein Gesetz. Wir meinen, dass der Schöpfer „lebendig“ ist wie wir und wir Ihn beeinflussen oder um etwas bitten können. Tausende von Jahren der Geschichte sollten uns jedoch etwas anderes zeigen.

Frage (fortgesetzt). : Und was ist mit Gebeten?

Meine Antwort: Beten bedeutet, sich selbst zu beurteilen. Durch das Gebet verändert der Mensch seine Verlangen und Eigenschaften. Durch sein Flehen setzt er das System, in welchem er lebt, in Bewegung. Dieses System beeinflusst ihn und bis zu diesem Grade ändert sich dann auch sein Verlangen.

Frage (fortgesetzt): Und das Licht, welches verändert?

Meine Antwort: Das Licht zu enthüllen bedeutet, dass man eine Wahrnehmung in seinem korrigierten Verlangen erhält – die Eigenschaft des Gebens. Diese Wahrnehmung deines korrigierten Zustandes ist das eigentliche Licht!

Wenn man das Licht innerhalb des Kli enthüllt, dann enthüllt das Kli selbst seine korrigierten Eigenschaften. Wenn das Licht, welches verändert, auf dich scheint, dann enthüllst du deinen zukünftigen Zustand, der dir nun bereits im gegenwärtigen Zustand beleuchtet wird.

Frage (fortgesetzt): Ein Mensch fühlt sich aber müde, enttäuscht…

Meine Antwort: Aber ein Mensch ist nur durch die Tatsache enttäuscht, dass er sich nicht genug anstrengt. Sonst wäre er in der Lage, sich zu ändern und diese Veränderung auch zu spüren – die Höhere Welt oder höheren Zustand.

Genau diese Anstrengung bringt mich zu meiner eigenen Unzulänglichkeit, ich habe keine Kraft, und ich werde aus eigener Kraft nie die spirituelle Welt erreichen. Diese Kraft kann ich nur in der Gruppe erreichen. Ein Mensch kann alleine vor sich hin weinen, aber dies wird ihm nichts helfen.

Man muss die Stärke von anderen erfahren, sich mit ihnen zusammentun, und dann wird man genug Kraft haben, seine Eigenschaften zu verändern, eine neue Welt in ihnen zu offenbaren.

Bereite dich vor, geboren zu werden: Dreh dich mit dem „Kopf nach unten“

Wenn ich eine Sukka über mir errichte, eine Bedeckung für meinen Egoismus und wenn ich meinen Egoismus in ihrem Schatten verberge, so verhülle ich damit 99% meiner Verlangen, nur für mich selbst das Licht zu genießen und bin dadurch in der Lage, 1% des Lichtes zu erkennen. Ich lasse nur einen dünnen Lichtstrahl (Kav Dak) durchdringen und erkenne den Schöpfer. Ich beginne dann allmählich neue innere Eigenschaften zu enthüllen, die von diesem Strahl, die auch Ushpizin (Gäste) genannt werden. Dies sind meine korrigierten Eigenschaften die dem Geben hinzugefügt wurden.

Auf diese Weise, im Laufe der sieben Tage von Sukkot, unterziehen sich all meine Eigenschaften einer Veränderung. Ich weiß, dass ich mich neben dem Studium und den vielen anderen Aktivitäten die Aufgabe habe, mich mit den anderen Seelen zu verbinden, aber irgendwie vergesse ich dies immer wieder. Dies erschien mir immer nur unbedeutend und nebensächlich, wie der Müll oder die Reste meiner spirituellen Arbeit.

Aber wenn ich die Bedeutung dieser „unnötigen Dinge“ über alles andere erhebe über meinen eigenen Kopf oder mein Wissen und wenn ich sie dadurch wichtig mache, indem ich ein „Dach“ daraus baue, das über mich herrscht, dann werde ich in diesem Zelt wie ein Embryo sein, der sich in Vorbereitung auf die Geburt mit dem Kopf nach unten dreht. Indem ich mich in eine „Kopf-über“-Position drehe, ändere ich meine Werte.

Damit bin ich in der Lage, in die Sukka einzutreten – der Bedeckung für meinen Willen zu genießen. Dies ist eine Bedeckung, die der Mensch sich über seinem eigenen Egoismus baut, statt dass der Schöpfer sich vor dem Menschen verbirgt.

Die Sukka, das Dach, was wir während der Feiertage von Sukkot bauen, symbolisiert die Verhüllung (Schirm), die der Mensch als erste Stufe der spirituellen Arbeit über sein Verlangen errichten muss. Er tut dies durch das aufsammeln aller „Reste und Abfälle“ und erhebt diese über sich, um damit sein Ego zu beschwichtigen. Nun ist sein Ego in einer Verhüllung und der Mensch ist bereit, darin (in einem „kleinen“ Zustand) in dieser Sukka für die sieben Tage des Laubhüttenfestes (Sukkot) zu sitzen (bezeichnet als HaGaT NeHY), bis all seine Verlangen unter diesem Schirm sind.

Was dort geschieht, ist eine Revolution, ähnlich wie sich ein Baby mit dem Kopf im Mutterleib, als Vorbereitung auf die Geburt nach unten dreht oder wie -die Erde gepflügt wird und dadurch die untere Schicht nach außen zur Oberfläche umgedreht wird.

Das bedeutet, dass die Dinge, die normalerweise für den Egoismus von Bedeutung sind, ihre Wichtigkeit verlieren, wobei die Dinge, welche uns unwichtig erschienen, das Geben und die Verbindung, zum Wichtigsten werden. So werden die „Reste und Abfälle“ des vorherigen Zustandes verwendet, um eine neue Stufe zu erbauen. Auf diese Weise nutzen wir das Licht, um aus unseren Verlangen eine Stufe nach der anderen zu erbauen.

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Ausdruck spiritueller Errungenschaft durch Musik, Tanz und Theater

Eine Frage die ich erhielt: Wieso schrieben so viele Kabbalisten Musik?

Meine Antwort: Musik, Theater und Tanz sind alles Hilfsmittel um spirituelle Errungenschaft auszudrücken. Es ist kein Zufall, dass Musik und Tanz zwei von sieben Wissenschaften waren, die man beherrschen musste bevor man sich dem Studium der Kabbala nähern konnte. Sie wurden als Wissenschaften betrachtet, da die Menschen, die höhere Errungenschaft durch den Klang der Musik, Tanzbewegungen und durch das Singen ausdrücken mussten.

Worte sind auch Musik. Ich kann mein Empfinden durch Worte oder auch durch Noten ausdrücken. Jede Musikkomposition erzählt nach den Gesetzen von Ursache und Wirkung. Musik ist eine Sprache.

Das TaNTA (das volle Kli Taamim, Nekudot, Tagin und Otiyot), das in der geschriebenen Sprache gebraucht wird, wird auch in der Musik und im Tanz angewendet. Es spielt keine Rolle, in welcher Form du die Verbindung zwischen dem Kli und dem Licht ausdrückst, es wird immer aus TaNTA bestehen.

Derselbe Satz kann durch Worte, Musik und Tanz ausgedrückt werden. Die Kabbala drückt es jedoch dadurch aus, dass sie die Beziehung zwischen den Gefäßen und dem füllenden Licht aufzeichnet, was eine einfache und universale Sprache ist.

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Wenn du nicht weißt, was du willst

Eine Frage, die ich erhielt: In der Kabbala bedeutet „aus dem Exil herauskommen“ oder aus dem Exil herauskommen wollen, sich über seinen Egoismus zu erheben. Aber wieso sollten Menschen da herauskommen wollen? Ein Mensch spürt, dass sein Egoismus er selbst ist. Warum sollte er aus sich selbst herauskommen wollen?

Meine Antwort: Weil es unvermeidbar ist! Der Schöpfer ist das Licht, das unser Verlangen geschaffen hat. Manchmal scheint Er in großem Maß mit Seinem Licht auf einen Menschen und manchmal nicht so sehr. Er benutzt diese Veränderungen, um neue Verlangen in uns zu schaffen. Jedoch erfüllt Er diese Verlangen nicht. Er erweckt sie nur und bringt sie dazu, zu wachsen.

Deshalb fühlen wir uns mit jedem Tag in jedem Bereich unseres Lebens schlechter. Darum wollen wir auch Veränderung, denn wir wollen Veränderungen, um uns in unserem Verlangen, Genuss zu empfangen, gut zu fühlen.

Und eines Tages erscheint dann ein kleiner Funke im Innern unseres Verlangens, das vom Schöpfer Selbst zu uns kommt. Es ist ein Funke des Lichtes, die Eigenschaft des Gebens, und von diesem Funken oder Verlangen aus beginnen wir, uns nach dem Geben zu sehnen.

Zuerst wissen wir nicht, was es ist, das wir wollen. Wir spüren nur, dass das, was wir wollen, aus einer anderen Welt kommen muss. Plötzlich beginnt ein Mensch zu spüren, dass es vergeblich ist, zu empfangen, dass es kein Ende darin gibt und es keinerlei Bedeutung hat. Er möchte etwas anderes.

Also entsteht in einem Menschen anstelle der Frage: „Wie kann ich einen Sinn im Leben durch den Empfang von Genuss haben?“, eine neue Frage: „Wie kann ich einen Sinn in meinem Leben durch das Geben von Genuss an andere haben?“ Diese Frage hat ihren Ursprung in einem Verlangen, das der Punkt im Herzen genannt wird.

Schritt für Schritt wächst ein Mensch weiter und erreicht Lo Lishma, die spirituelle Suche um seiner selbst willen, und von dort erreicht er Lishma – um des Gebens willen.