Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Krieg'

Führen Kriege zum Fortschritt?

Frage: Sie sagen, dass die gegenseitige Zerstörung zu einem Rückschritt in der Entwicklung der Gesellschaft führt. Stimulieren Kriege normalerweise fortschreitende Kräfte?

Antwort: Das stimmt. Aber es geht nicht um Kriege, sondern um die Entwicklung der Gesellschaft. Insofern tragen Kriege nicht zur inneren Entwicklung des Menschen bei. Im Gegenteil, sie führen uns in eine Doppelspirale und liefern daher nur einen technischen Fortschritt.

Natürlich, wenn es keine Kriege oder Bedrohungen gäbe, hätte sich die Menschheit technisch gesehen um ein Vielfaches langsamer entwickelt, auch in wissenschaftlichen und anderen Bereichen, aber keineswegs im sozialen Bereich.

Die Gesellschaft schreitet auf keinen Fall durch Kriege voran, sondern weist Regression auf. Die Wunden, die ein Krieg hinterlässt, heilen sehr langsam und sind fast unheilbar. Sie lauern in unserem Inneren, obwohl wir sie ignorieren möchten, erlauben sie es uns nicht, normale Beziehungen aufzubauen.

 

Aus dem Unterricht, 13.01.2019

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Die Kehrseite des Krieges

Frage: Wenn wir so etwas wie Weltkriege betrachten, dann ist es auf der einen Seite ein schreckliches Leid von Millionen von Opfern und benachteiligten Menschen, aber auf der anderen Seite entwickelt sich eine neue Stufe, ein Sprung in der Wissenschaft, vor allem in der Psychologie.

Antwort: Das ist natürlich. Das Leid zeigt in der Gesellschaft und in der Persönlichkeit die bisher verborgenen Ressourcen und deshalb beginnen hier ganz neue Systeme von gegenseitigen Beziehungen, die Enthüllung der Persönlichkeit zu zeigen, die sofort von den Wissenschaftlern erforscht werden.

Darüber hinaus muss der Krieg nicht einfach als ein System der Zerstörung und Eroberung gesehen werden, sondern als die Offenbarung einer großen Sprengladung des Leidens, die somit die Zeit verkürzt. Wenn ein Mensch im täglichen Leben wie auf einer Sparflamme der Entwicklung läuft, dann kommt es – sagen wir mal – nach fünf Jahren Krieg zum großen Durchbruch, und zwar nicht nur technologisch, sondern auch in gegenseitiger Beziehung der Menschen. Alles ändert sich: der Blick des Menschen auf die Welt, gesellschaftliche Beziehungen und Regierungen.

Man kann sagen, dass der Krieg ein Ergebnis der Notwendigkeit eines raschen Fortschritts der Gesellschaft ist, wenn das natürlich auch ein dramatisches Ereignis ist. Aber gerade deswegen entsteht die Notwendigkeit dazu.

Wenn die Gesellschaft sich normal entwickelt, in der Geschwindigkeit, mit der sie in Harmonie miteinander verbunden ist, innerhalb ihrer Selbst mit der Umgebung und der Außenwelt, dann gibt es natürlich keine Notwendigkeit für solche Perioden, wenn sich die Entwicklung der Gesellschaft abrupt durch enormes Leid vollzieht. Aber wenn das nicht erreicht wird, befinden wir uns heute schon in einem Zustand, der uns zum Krieg führen kann.

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Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs

„Lob des Wunders“ von Chanukka

Immer habe ich irgendeine Einstellung dazu, was mit mir, mit meiner Umgebung, mit meinen Verwandten und mit der Welt passiert.

Wenn ich zu dieser Einstellung den Schöpfer hinzufüge, vertiefe ich mich in Klärungen: Warum, wofür, für wen usw.

Und hier werde ich in einen Krieg für jeden Zustand hineingezogen! Ich kann innerhalb des Wissens klären, was ein „griechisches“ Herangehen heißt, also meiner Vernunft, Empfindung, Verständnis, allen meinen Vorstellungen entsprechend. Oder ich gehe mit dem Glauben über den Verstand und suche nach der Kraft des Gebens, indem ich alles aus dieser Sicht sehen will.

Also ich will nicht in den in mir erwachenden Wünschen das Wissen und die Erfüllung bekommen, sondern will mit Hilfe von diesen Wünschen aus mir selbst herauskommen, nach außen, in die Anderen, und dort das ganze Wissen und die ganze Erfüllung erhalten, mit dem Glauben über dem Verstand, in Kelim des Gebens.

Die Erfüllung, die ich innerhalb von mir erhalten kann, heißt „diese Welt“. Alles, was ich ausserhalb von mir empfangen kann, heißt die „höhere Welt“. Und ich kämpfe für das Herangehen, dem ich folgen will – das nennt sich der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen.

„Griechen“ sind einfach ein Symbol von dem ganz rationalen Denken, das in dieser Welt existiert: Menschliche Vernuft des wissenschaftlichen Herangehens. Die Makkabäer sind über diesen Dingen, denn sie repräsentieren die Arbeit des Hohepriesters, Kohen, die sich nur auf das Geben bezieht.
Der Mensch muss ständig diesen Krieg führen, bis er sich über das Schlachtfeld erhebt. In diesem Krieg hast du noch „Späher“, die du auf den „Markt“, also auf die Stelle (Verlangen), wo sich „Vielherrschaft“ etabliert hat, schickst.

Denn unter deinen Gedanken und Wünschen gibt es noch solche, über welche „viele“ herrschen, und sie werden mal zu einer, mal zu der anderer Seite, um seines Egoismus Willen, geneigt.

Bis in all deinen Wünschen sich nur eine Macht etabliert! Das heißt, dass du den „Markt“ verlässt und in dein Haus eintrittst.
Der Markt selbst wird zum Haus, die Späher verlassen es, wie es geschrieben steht: „Bis der letzte Fuß den Markt verlässt“. Und du bleibst unter vier Augen mit dem Schöpfer, in einer Verschmelzung, in deinem Verlangen/Haus.

In der spirituellen Welt bewegen wir uns nicht von einer Stelle zur anderen – es existiert nur eine Stelle/ ein Verlangen. Aber du modifizierst und baust es, indem du deine Einstellung so änderst, dass aus dem „Markt“ das „Haus“ wird, in welchem du eine Kerze anzündest, um das „Wunder zu loben“ (Pirsuma de Nisa).

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Finanzielle Krise treibt den Antisemitismus auf die Spitze


Heute wie Gestern                                                                                    News Report (von PRNewswire): NEW YORK, 2.Okt. – Als Folge des Zusammenbruchs bedeutender Investmentbanken und der von der Regierung beabsichtigten finanziellen Unterstützung der Geldinstitute, berichtet die Anti-Defamation League (ADL) von einer dramatisch anwachsenden Flut antisemitischer Kommentare in Internetforen, die der Finanzierung und der Wirtschaft gewidmet sind.

Hunderte von antisemitischen Beiträgen in Bezug auf Lehman Brothers und andere Institutionen, die von der zweitklassigen Hypothekenkrise betroffen sind, wurden in Diskussionsforen, die sich mit dem Finanzwesen beschäftigen, eingestellt und jede Minute kommen viele hinzu. Die Botschaften richten sich gegen Juden im Allgemeinen und einige werfen Juden vor, die Regierung und das Finanzwesen als Teil einer „jüdischen Weltordnung“ zu kontrollieren und sie deswegen schuld an dem ökonomischen Tumult seien.

Mein Kommentar: „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkte 66 – 71, (Zusammenfassung):

Wenn das Volk Israel Anstrengungen macht, um die Seele zu erheben, dann werden die Nationen der Welt dies erkennen und sie schätzen. Wenn das Volk Israel jedoch die Größe der Spiritualität erniedrigt, veranlassen sie die Nationen der Welt, die Oberhand über sie zu gewinnen, sie zu beschuldigen und zu demütigen.

Die Spiritualität kann nur durch das Studium der Kabbala erhöht werden. Dann werden die Nationen der Welt Israel als etwas Besonderes anerkennen, weil es die Methode besitzt, die Welt zu korrigieren. Wenn das Volk Israel sich jedoch nicht für die Erhöhung des Schöpfungszieles einsetzt, dann werden die Nationen der Welt es zerstören, es als nutzlos und schädlich für die Welt ansehen.

Daher hängt das Schicksal Israels vom Studium der Kabbala ab und ihr gesamter Abstieg wurde durch die Missachtung der Kabbala verursacht. Wehe denen, welche die Kabbala missachten ihre Taten führen zu Hunger, Armut, Krieg, Gewalt, Plünderung, Morden und der Zerstörung in der Welt.

Der Talmud sagt: „Kein Unglück kommt über die Welt, sondern für Israel.“

Der Tikuney Sohar sagt: „Wehe denen, die Armut und Zerstörung und Raub und Mord in der ganzen Welt verursachen.“

Wenn sie jedoch die Methode der Korrektur für sich selbst und für die Welt enthüllen, dann werden alle Nationen der Welt die Wichtigkeit Israels anerkennen und sie werden die Worte ausführen: „Und Völker nehmen sie und geleiten sie an ihre Stätte, und das Haus Israel macht sie sich zu eigen auf dem Boden des Ewigen“ (Jesaja 14,2). Und die Worte des Buches Sohar werden sich bewahrheiten: „Dass sie durch dieses Schriftwerk, welches das Buch Sohar ist, vom spirituellen Exil befreit werden – durch die Barmherzigkeit des Schöpfers“ (Nasah 124). Amen!

Zusätzlicher Kommentar: Es ist jedoch ebenso möglich, dass die Dinge eine andere Wendung nehmen. Die „patriotischen“ Kräfte eines jeden Landes, kombiniert mit der Mittelklasse, die in Armut gefallen ist, könnte eine Situation schaffen, die der Deutschlands von 1929 ähnlich wäre, als Menschen damit anfingen, eine machtvolle zentralisierte Regierung und eine Entschädigung für ihren heruntergekommenen Zustand zu fordern. Auf diese Weise erheben sich Faschismus und Nazismus.

Baal HaSulam schreibt über diese Alternative zum Weg der Kabbala in dem Buch „Die zukünftige Generation“. Russland ist dem wohl näher, als jedes andere Land.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum hasst ein jeder Israel?
 
Hier kann jeder Kabbala studieren und zum Wohle aller die Spiritualität in der Welt erhöhen.  
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Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Antwort: Wenn die Diskrepanz zwischen dem Volk Israel und seiner spirituellen Wurzel einen kritischen Punkt erreicht, erzeugt dies in Folge einen „Aufprall“ der korrigierenden, verbessernden Kraft des Lichtes. Baal HaSulam schreibt, dass wir selbst in unserer Zeit den nächsten „Schlag“ auf uns heranziehen, wenn wir unsere Aufgabe, uns selbst und die Welt zu korrigieren, nicht erfüllen wollen.

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Sind Kabbalisten für Krieg oder für Frieden?


Fragen zu einem Artikel, den ich im Jahre 2000 verfasst habe.

1. Hat dieses Interview wirklich stattgefunden?
2. Stellen dann, wenn dem so war, die folgenden Zitate exakt das dar, was Sie sagten?
3. Es ist schwer zu verstehen wie ein Kabbalist, also jemand der völlig altruistisch ist, eine Militärführung, Preventivschläge und das Abbrechen eines Friedensprozesses, vorschlagen kann. Sie sagten beispielsweise:

Wir brauchen keine Regierung von nationaler Einheit, sondern eine militärische Führung, die die absolute Macht hat, die die Verantwortung übernimmt und einen Präventivschlag gegen Syrien, unseren Hauptfeind führt. Damit würden wir deren Militärmaschinerie und Ausbildungscamps für Terroristen vollständig zerstören.

[Rest des Beitrags lesen →]

Die Verantwortung eines Kabbalisten

Frage: Im Verlauf der menschlichen Geschichte ist in der Welt kaum ein Tag ohne Krieg vergangen. Heutzutage geschehen viele grausame Kriege. Warum leiden fortschrittliche Menschen wie die Kabbalisten darunter?

Meine Antwort: Die Kabbalisten leiden mehr als andere, da sie die Verantwortung zu allen spüren. Sie erkennen die enorme Menge an Leid, die Kriege auslösen. Sie haben zusätzlich die Erfahrung von der großen Freude, welche die Menschheit anstatt der Leiden erreichen könnte, wenn sie ein wenig Anstrengung in ihre Selbstkorrektur investieren würde.

Ein Kabbalist steht im Verhältnis zu einem gewöhnlichen Menschen wie ein Erwachsener zu einem Kind. Ein Kind, das krank ist, leidet nur unter seiner Krankheit, während der Erwachsene in seiner Nähe viel mehr leidet und bereit ist, all den Schmerz des Kindes auf sich zu nehmen. Darüber wird gesagt, „bei demjenigen, dessen Erkenntnis zunimmt, wächst das Leiden an“ (Buch Kohelet 1:18). Deshalb müssen wir uns verbinden, die Zeit von Leid und Krieg rasch überwinden und in die Empfindung der höheren Welt eintreten.

Vom russischen Kabbala Unterricht, 14/2/16

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Der Terrorismus ruiniert das Image des Islam

Kommentar: Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte bei einer internationalen Versammlung in Teheran, dass viele Terror Organisationen tatsächlich muslimisch seien und dies der Niedergang des Islam sei. Er fügte hinzu, dass sich die islamische Welt in einer tiefen Krise befinde und eine Imagekorrektur erforderlich sei, denn Israel profitiere von diesem negativen Image des Islam.

Meine Antwort: Die Welt entwickelt sich entsprechend ihrer natürlichen Taktrate, die sich solange nicht ändert, bis die Höhere Kraft, die sie korrigieren kann, in der Welt wirken kann.

Es gibt zwei Optionen: Entweder lassen wir die Kraft weiterhin so wirken wie bisher – negativ, bezeichnet als der Weg des Leids – oder wir versuchen, die Kraft stärker anzuziehen, damit der Weg ein schneller und süßer wird, genannt Weg des Lichts. Entlang des Wegs des Leids haben wir keine Möglichkeiten irgendetwas zu ändern, da es sich um eine objektive Realität handelt. Der Islam ist die jüngste der drei Weltreligionen; er muss die gleichen Phasen durchlaufen wie das Christentum und das Judentum. Islam und Christentum wollen die Welt erobern. Während dieses Vorhaben im Christentum in den letzten Jahrzehnten abnahm und daher schon der Vergangenheit angehört, steht dieser Prozess dem Islam erst bevor. Der Islam will die Macht in der Welt übernehmen.

Das könnte schnell gehen, wobei der Islam im Prinzip eine Geisteshaltung von bestimmten Menschen in Bezug auf die Welt darstellt. Diese Geisteshaltung muss zunächst entwickelt und demonstriert – letztendlich aber wieder losgelassen werden. Das momentane Problem ist jedoch der extreme Fanatismus, welcher auf religiösen „Grundsätzen“ beruht und die Anwendung von Waffengewalt zur Erreichung des Ziels – die Eroberung der Welt – billigt. Daher werden die Worte Hassan Rouhanis nichts ändern und die Gewalt nicht verringern. Seine Sorge jedoch gilt eindeutig dem Krieg in der islamischen Welt.

Kommentar: Ja, er rief alle islamischen Staaten auf, auch jene, die gegeneinander Krieg führen, die Gewalt zu beenden und auf den richtigen Weg zurückzukehren.

Meine Antwort: Es ist unmöglich, diese Kriege zu vermeiden, denn der Weg des Islam in Richtung Einheit führt nicht an einem innerem Kampf vorbei. Die Moslems müssen sich einem ernsthaften Bruderkrieg stellen und erkennen, dass der Hass unter ihnen selbst viel größer ist als der Hass gegen die restliche Welt. Es ist ein natürlicher Prozess, gegen den nichts unternommen werden kann und der sich daher ungebrochen fortsetzt. Ich wünsche dem Islam, Weisheit walten zu lassen und die Sufis zu stärken, die den wahren Islam kennen und in ihm eine Religion der Brüderlichkeit, Liebe, Verbindung und Einheit sehen. Dies müsste Priorität haben und die Sufis müssten respektiert werden, denn es wäre eine Schande, würde dieser wahre Teil des Islam verschwinden.

Frage: Was würden Sie dem iranischen Präsidenten raten, wie er die Sufis unterstützen und stärken kann?

Meine Antwort: Einerseits wissen die Sufis bereits, wohin sich die Welt bewegt, doch andererseits erkennen sie jetzt deutlich, womit sie es tatsächlich zu tun haben. Es geht um das riesige Ego, das nun in der arabischen Welt aus dem Winterschlaf erwacht. Dagegen ist nichts zu machen und die Menschheit muss diese Phase durchlaufen.

Alles hängt von jenen ab, die sich in Israel und auf der ganzen Welt mit der Weisheit der Kabbala befassen; wenn jene richtig studieren und sich präzise in Richtung Ziel bewegen, welches darin liegt, die gesamte Menschheit zur Einheit zu führen, wird dies auch den Sufismus wiederbeleben. Und damit einher auch eine Bewegung der Nächstenliebe.

So werden wir eine große Hilfe von der arabischen Welt erhalten. Gemeinsam werden wir die Realität auf friedliche Weise ändern. Wir müssen nur versuchen, uns richtig zu verbinden, damit alle, die sich mit der islamischen Ideologie identifizieren, die wahre Wurzel erkennen, aus welcher sie abstammen.

Aus KabTV „News mit Michael Laitman“, 28.12.2015

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Wie man Hass in Liebe verwandelt

Aus den Nachrichten der „Universität von Massachusetts Amherst“

In einer neuen psychologischen Forschung wurden die Ursachen von Krieg und Gewalt untersucht, drei politische Psychologen der Universität von Massachusetts Amherst sagen, dieses Verständnis kann und sollte verwendet werden, um den Frieden zu fördern und die Überzeugung zu stürzen, dass gewalttätige Konflikte unvermeidlich wären.

„Im Schreiben der aktuellen Sonderausgabe der amerikanischen Psychologen unter der Leitung von Bernhard Leidner, Linda Tropp und Brian Lickel der UMass Amherst Psychologie des Friedens- und Gewaltprogramms, sagen, dass, wenn sich die sozialpsychologische Forschung nur darauf konzentriert, wie die negativen Folgen von Krieg und Gewalt abzumildern sind, dies weit unter den Möglichkeiten und dem Wert für die Gesellschaft fallen würde.

Bei der Zusammenfassung psychologischer Perspektiven, über die Bedingungen und Motivationen, welchen gewalttätige Konflikte zugrunde liegen, sagt Tropp, „wir finden, dass die Beiträge der Psychologie über das Verständnis der Ursprünge und der Natur der Gewalt den Frieden und die Gewaltfreiheit fördern können. Wir sind gegen die Sicht, dass Kriege unvermeidbar sind und argumentieren, dass durch das Verständnis der psychologischen Wurzeln des Konflikts die Wahrscheinlichkeit von Gewalt vermindert werden kann und eine Möglichkeit bietet, sich über Konflikte mit anderen zu erheben und sie zu lösen.

Die Autoren erkennen an, dass Konflikte und Gewalt zwischen Gruppen bestehen bleiben werden, da sie Menschen die Möglichkeit geben, psychologische Bedürfnisse nach Identität, Sicherheit und Leistung auszusprechen. Sie weisen darauf hin, dass Gewaltfreiheit weit weniger Medien- und Forschungsaufmerksamkeit erhält – aber das sollte sich ändern. Das Team der Amherst Universität von Massachusetts drängen darauf, dass Sozialpsychologen Faktoren berücksichtigen, die Einfühlungsvermögen und Verständnis für andere und die die Kapazität der kritischen Bewertung der eigenen Gruppe erhöhen.

Sie schließen daraus, „die Forschung, um die negativen Folgen von Krieg und Gewalt zu mildern, ist wertvoll“, und ihre Studien, die auf einer realistischen inneren Beobachtung beruhen, unterstützen die Ansicht, dass Psychologie angewendet werden sollte, um den Frieden zu fördern: „Es ist unsere Behauptung, dass die Psychologie angewendet werden kann und sollte, um Frieden und nicht den Krieg zu fördern.

Mein Kommentar: Die Psychologie des Friedens ist die Methode der integralen Erziehung. Vielleicht ist es an der Zeit, zur Wissenschaft zurückzukehren. Früher waren sie daran nicht interessiert…. [118820]