Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kraft'

Wer Kabbala studiert fürchtet sich vor nichts


Zwei Fragen, die ich von Einsteigern erhielt:

Frage: Meine materielle Umgebung ist befremdend für mich. Ich spüre, wie alle um mich herum bedeutungslose Dinge tun, sogar meine engsten Freunde. Jeglicher Umgang mit ihnen ist für mich schwierig, weil ich alles vom Standpunkt des Lebenszwecks aus betrachte. Ich fühle mich, als hätte ich keines der Verlangen einer normalen Gesellschaft: Ich habe kein Interesse an Geld, Sex oder Ruhm. Was passiert mit mir?

Meine Antwort: Sie sind noch immer auf der Suche nach sich selbst, Ihrem Weg und Ihrem Ziel. Wenn Sie versucht haben, wie alle anderen zu sein und dies nicht konnten, dann sind Sie für die spirituelle Entwicklung bestimmt. Widmen Sie dieser Ihre ganze Kraft und Sie werden einen Schatz entdecken!

Frage: Ist das Lesen von Kabbalatexten beängstigend oder gefährlich, wenn man sie nicht versteht?

Meine Antwort: Mein Rat an Sie ist: Wenn Sie Angst haben, dann lesen sie nicht! Die Menschen, die Kabbala studieren sind diejenigen, die den Zweck ihres Lebens verstehen müssen und an dem Punkt fürchten sie sich vor nichts mehr – sie brauchen das einfach.

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Seelen befinden sich immer außerhalb unseres Körpers


Fragen, die ich über Seelen und die Verbindung zwischen ihnen erhalten habe:

Frage: Kann eine Seele sich mit einer anderen Seele verbinden, wenn sie noch nie ihren physischen Körper gesehen hat? Ich meine damit: Ist es für eine Seele möglich, sich mit einer anderen Seele zu verbinden, ohne dass die andere ebenfalls diese Verbindung sucht?

Meine Antwort: Ja. Das kann mithilfe eines gemeinsamen Schirmes geschehen oder durch Unterwerfung der zweiten Seele, wie es der Höhere in Bezug zum Niederen tut.

Frage: Kann jemand, der noch nicht den Machsom überquert hat, mit in Körpern hausenden Seelen sprechen und mit Seelen, die außerhalb der Körper wohnen?

Meine Antwort: Seelen befinden sich immer „außerhalb der Körper“, und die Anwesenheit eines Körpers ist für die Seele unwichtig. Eine Verbindung mit der Seele wird durch einen gemeinsamen Schirm erreicht.

Frage: In einer Ihrer Übertragungen auf kab.tv sagten Sie, dass Tiere keine Seele haben. Können Sie bitte genau erklären, wie Sie zu dieser Behauptung kommen?

Meine Antwort: Vielleicht gab es da ein Mißverständnis. Selbstverständlich hat jede Kreatur (Menschen eingeschlossen) eine Kraft, die sie belebt. Eine Seele wird jedoch als „Teil des Schöpfers von Oben“ betrachtet und ist demnach nur in jemandem präsent, der sie durch das Studium der Kabbala entwickelt hat. Das heißt, er hat sich über den Machsom erhoben und die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe erreicht, zumindest auf dem ersten Grad.

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Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist ein Reshimo?

Meine Antwort: Es ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen – die nächste höhere Stufe, die er auf eine verhüllte Weise spürt – undeutlich und verwirrt. Außerdem erweckt ein Reshimo sein Streben hin zum künftigen Zustand.

Wenn ich meine Anstrengungen in meine Umgebung (den Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) stecke, um die Wichtigkeit des künftigen Zustandes zu erlangen, dann scheint das Licht des künftigen Zustandes (die nächste Stufe) aus der Ferne in dem Maße auf mich, wie ich es anstrebe – darum wird es Or Makif genannt, das Umgebende Licht. Es scheint in mein Reshimo, mit einer Kraft, die der Kraft gleicht, die ich erlangt habe, als ich die Wichtigkeit meines künftigen Zustandes von meiner Umgebung (dem Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) empfangen habe – die Kraft meines Strebens hin zu dem künftigen Zustand. Und dann wird dieses Reshimo mein gegenwärtiger Zustand, meine nächste Stufe.

Das Reshimo beinhaltet die gesamte Information über jemandes künftigen Zustand. Ein Mensch hat jedoch nicht genug Licht oder Kraft, um es zu verwirklichen. Die Kabbala wurde uns gegeben, um diese Kraft schneller anzuziehen und dabei die Geschwindigkeit unserer spirituellen Entwicklung zu erhöhen. Auf die eine oder andere Weise wird jeder seine vollständige Korrektur erreichen. Geschehen kann dies jedoch entweder:

  1. durch Zwang, durch Leiden wie Krisen und Kriege, in der Art, wie es heute die ganze Welt macht oder
  2. bewusst, freiwillig, angenehm und mit erhöhtem Tempo – das, was die Kabbala vorschlägt.
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Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft


Eine Frage, die ich erhielt: Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“, dass altruistische Taten nur dann zu einer besseren Gesellschaft führen, wenn sie „um des Schöpfers willen“ getan werden. Bitte geben Sie ein Beispiel für eine altruistische Handlung und erklären Sie, wie man die Gedanken ausrichten muss oder welche geistige Vorstellung man haben muss, um mit seinen Taten und Absichten für den Schöpfer zu handeln. Ihre Erklärung wird für meine Arbeit wichtig sein, die ich mit einer Gruppe Kindern mache.

Meine Antwort: Um wirklich die Absicht des Schenkens zu erreichen, mit der Ausrichtung „nicht für sich selbst“, damit wir aus uns selbst heraus treten und Ziele haben, die anderen dienen, brauchen wir ein Arbeitsfeld, einen Platz und ein Modell, welche wir nutzen können, um uns zu korrigieren. Wir müssen uns dem Schöpfer angleichen, auch wenn Er vor uns verhüllt ist. Das heißt, der Schöpfer kann dieses Modell nicht sein, weil Er vor uns verborgen ist. Doch zerbrach Er die einzige Schöpfung, die Er geschaffen hat, in viele Teile – in einzelne Seelen. In jedem dieser Teile schuf Er eine Wahrnehmung des Selbst, des „Ich“, und des Gegensatzes zu den anderen. Das ist unser Egoismus.

Wenn wir uns vereinen, und wenn jeder von uns seinen Egoismus in sich bekämpft, dann werden wir fähig sein zu erkennen, ob wir Spiritualität erreichen – die Qualität der gegenseitigen Bürgschaft und Liebe. Wir werden dann entdecken, dass wir dies nicht erreichen, und werden uns an den Schöpfer wenden. Wir werden Ihn und Seine Bereitschaft, unsere Verlangen zu korrigieren, enthüllen, vorausgesetzt, dass wir uns gegenseitig füreinander verantwortlich fühlen und uns diesbezüglich gegenseitig unterstützen – und uns Ihm genau durch diese Kraft der „gegenseitigen Bürgschaft“ zuwenden.

Baal HaSulam schreibt, dass dies in unserer Zeit eine notwendige Bedingung ist, um die Höhere Welt oder die Eigenschaft des Gebens zu erreichen. Daher können alle altruistischen Handlungen nur innerhalb der Gruppe oder der virtuellen Gemeinschaft stattfinden, unter Freunden, die ein Verlangen haben, gegenseitiges Streben und Beistand zu erreichen – die gegenseitige Bürgschaft.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arvut)“
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kabbala Heute Artikel: Rabbi Chiyas Vision

Der Machsom kann individuell und als Gruppe überquert werden


Fragen, die ich zur Überquerung des Machsom erhielt:

Frage: Du sagtest in einer deiner Lektionen, dass die Überquerung des Machsom individuell geschieht. Warum reicht die Kraft von Arwut (der Bürgschaft) nicht für alle Freunde der Gruppe aus, um den Machsom zur selben Zeit überqueren zu können, wie die Menschen, die die Tora am Fuße des Berges Sinai empfingen? Der Empfang der Tora war kollektiv, warum ist dann die Überquerung des Machsom individuell?

Meine Antwort: Die Kraft von Arwut (Bürgschaft) reicht definitiv für alle Freunde aus, um den Machsom zur selben Zeit zu überqueren! Jedoch ist es auch möglich, den Machsom individuell zu überqueren, wenn ein Mensch die notwendige Anzahl an Anstrengungen (genannt Seah) hinsichtlich der Gruppe und des Schöpfers aufbringt.

Frage: Ich verstehe aus deinen Erklärungen in den Morgenlektionen, dass jeder die besten Bedingungen erhält, um die Spiritualität zu erreichen. Es gab auch einen Text, in dem du erklärtest, dass der Machsom nur unter einer bestimmten Art von Druck überquert werden kann, welcher in der Gruppe existiert. Wir haben eine weltweite virtuelle Gruppe, die alle Vorraussetzungen erfüllt, um die spirituelle Welt zu betreten. Können wir in diesen virtuellen Verbindungen den richtigen Druck zur Überquerung des Machsom erreichen? Und wird es jedem zur gleichen Zeit passieren oder individuell?

Meine Antwort: Baal HaSulam beantwortet das im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“. Am Ende der 6000 Jahre wird jeder die vollständige Korrektur erreichen, aber vorher kann es ebenso sowohl von Individuen als auch von Gruppen geschafft werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung, um die Höhere Welt zu enthüllen
Blog-post: Scham bringt uns dem Schöpfer näher
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft (Arwut)
 

Das spirituelle Ziel ist für alle das Gleiche


Fragen, die ich über das Erlangen der Wurzel der eigenen Seele erhielt:

Frage: Wenn ich meine alltäglichen Probleme nicht gelöst habe, kann ich dann die Probleme meiner Seele lösen?

Meine Antwort: Ja. Tatsächlich ist dies der einzige Weg, mit dem du herausfinden kannst, was deine wahren alltäglichen Probleme sind.

Frage: Wie kann ich sagen, was mein spirituelles Ziel ist?

Meine Antwort: Es ist für jeden das Gleiche – die Wurzel der eigenen Seele erreichen, den Punkt, von dem aus die Seele in unsere Welt herabgestiegen ist.

Frage: Warum ist das Studium der Kabbala nur in einer Gruppe effektiv? Kann ich bedingungsloses Geben nicht auch mit Leuten praktizieren, die gar nicht wissen, dass es Kabbala gibt?

Meine Antwort: Das ist deshalb so, weil Dir die Gruppe das Ziel und die Kraft es zu erreichen gibt.

Frage: In einer der Morgenlektionen haben Sie darüber gesprochen, die Seelen als ein einziges Ganzes zu betrachten. Das hat mich an ein Interview mit einem Forscher erinnert, das ich gesehen habe, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, Ameisen zu studieren, und herausfand, dass sie ein unteilbares Ganzes sind, das arbeitet, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ist diese Untersuchung vergleichbar mit einem Kabbalisten, der das Ziel aller Seelen von Adam HaRishon und ihre Verbindung untereinander enthüllt.

Meine Antwort: Ja. Die Kabbala enthüllt das Wesen und den Weg aller Seelen, ihr gemeinsames Schicksal, und ihren endgültigen Zustand. Die Enthüllung vollzieht sich im Inneren der Person, die dies erlangt, in dem Ausmaß, in dem diese dem einzigartigen, ewigen und perfekten Zustand gleicht – der „Verschmelzung aller Seelen zu einer Einheit, miteinander und mit dem Schöpfer.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala auch den Verstand

In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: So erreichen Sie wahre Glückseligkeit
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
Artikel von Michael Laitman: Der sechste Sinn

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

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Blog-post: Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Kabbala unserer Zeit

Grüße von den Ferienorten des Schwarzen Meeres – 2


Hier ist ein Brief, den ich von meinem Studenten über das Zeitungen verbreiten am Schwarzen Meer erhielt:

Lieber Rav,

Ich komme gerade aus Sochi zurück, wo ich an der Verbreitung unserer Zeitung Kabbala Heute teilnahm. Ich würde Ihnen gern über meine Eindrücke erzählen, davon wie ich mich mit den Leuten während des Zeitungsausgebens unterhielt. Wenn man seine Hand ausstreckt, um jemandem eine Zeitung zu geben, kennen die Leute Sie bereits und sagen Dinge wie: „Geben Sie mir eine, ich will sie lesen“ oder „Wir kennen bereits die Kabbala“, „Danke, aber wir haben bereits eine Kopie“, „Wir haben es bereits gestern gelesen.“ Sie begreifen plötzlich, dass die meisten Menschen, die Sie sehen, bereits etwas über die Kabbala wissen, unsere Zeitungen gelesen haben, uns akzeptieren und mit uns übereinstimmen, sich für uns interessieren. Vielleicht verstehen sie wegen der Kompliziertheit nicht alles, aber sie unterstützen es und empfehlen es anderen. Und Sie stellen plötzlich fest, dass Sie von einer Gesellschaft umgeben sind, wo jeder über die Kabbala weiß!

Hier sind noch einige weitere Antworten, die ich bekam: „Geben Sie mir drei Kopien, weil ich meine einem Freund geben musste“, „Wo können wir Ihre Bücher kaufen?“, „Haben Sie andere Bücher, weil wir diese bereits gelesen haben?“, „Wofür brauche ich eine Zeitung? Ich lese die Bücher“, „Wann kommt die nächste Ausgabe heraus? Wir haben diese bereits gelesen.“ Eine Frau sagte einer Gruppe von Teenagern, die an unserem Stand vorbei spazieren gingen, „Nehmt eine Kopie, lest das!“

Einmal sah ich zwei Männer mit unseren Zeitungen, die einen Platz suchten, um sich zu setzen. Ich dachte zu mir selbst, „Was für eine Scham! Sie werden die Zeitungen verwenden, um sich auf sie zu setzen“, aber nein – sie setzten sich, lasen eine Zeit lang, falteten dann sorgfältig ihre Zeitungen und steckten sie in ihre Taschen. Ein ander Mal sah ich einen Jungen von ungefähr vierzehn Jahren die Straße mit an der Zeitung klebenden Augen hinuntergehen, er las, während er spazieren ging. Ich sah alle Arten von Leuten – weiß, grau, schwarz gekleidet oder halbnackt mit langem Haar oder überhaupt ohne Haar, Kreuze tragende und mit Tätowierungen bedeckte – und sie alle öffneten die Zeitung, lasen sie, falteten sie dann sorgfältig wieder zusammen und nahmen sie mit sich, wohin auch immer sie gingen!

Nach einem Tag des Zeitungsverteilens ging ich den Bürgersteig entlang spazieren, um Kopien aufzuheben, die Leute weggeworfen haben könnten. Aber von 1500 Zeitungen, die ich ausgegeben hatte, fand ich weniger als zehn herumliegen und fünf von ihnen waren sorgfältig zusammengefaltet und so hingelegt, dass andere sie nehmen sollten. Dann schaute ich auf den Strand und – wow! Fast jede Person hatte unsere Zeitung!

Das Unvorstellbare besteht darin, dass, wenn Sie anfangen um 7:30 Uhr Zeitungen zu verteilen und ständig auf Ihre Uhr schauen, um zu sehen, wie viel Zeit noch bleibt, Sie sich am Ende des Tages, 23:30 Uhr, trotz der sengenden heißen Sonne, die auf Sie den ganzen Tag herunterschien, so fühlen, dass Sie noch nicht Schluss machen wollen.

Einer der Jungs, der mit uns war, Kolja, schaffte es, jede Schicht einige Runden zu machen, uns alle zu überprüfen, Fotos zu machen, uns aufzumuntern, kalte Getränke zu bringen und uns mit Eiscreme abzukühlen!

Und vergessen Sie nicht, dass all dies direkt am Meer geschieht. Nach einem Tag der Verbreitung springen wir ins Wasser. Die Eindrücke sind einfach schön – das Wasser hier ist kristallklar, warm und nicht sehr salzig …

Ich war dort eine Woche lang, aber fand, dass das zu kurz war. Es war so schwierig abzureisen. Tatsächlich ist es noch leichter, einen Kongress zu verlassen. Hinzu fuhr ich von Moskau aus mit drei Zwischenstops und die Reise zog sich hin und hin. Die Reise zurück war ein Kinderspiel – ich war so aufgeregt, dass ich 25 Stunden am Stück fuhr und nur zum Tanken ein paar Mal hielt, an Schlafen war nicht zu denken!

Aber das Wichtigste war, dass dieses Verbreitungsereignis wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht durchgeführt wird, weil es neue Ereignisse geben wird, die auf uns warten! So ist es eine im Leben einmalige Chance, die jede Person für sich selbst und für die GRUPPE hat! Nur hier und in diesem Augenblick! Ich bin dem Schöpfer und der Gruppe dankbar, dass sie mir die Kraft geben, mich über alle Hindernisse zu erheben und mir solch ein unbezahlbares Geschenk, eine Chance, geben, daran teilzunehmen, das durchzugehen und ein Teil davon zu sein!

P.S. Heute hat dieses Verbreitungsereignis Halbzeit – es wird noch fortgesetzt für den Rest des Augusts und den ganzen September. Jeder, der dazu fähig war, ist bereits dort gewesen. Aber es ist noch zu früh, um sich zu entspannen! Wir müssen bis zum allerletzten Tag alles hineinstecken, was wir haben! Die Mannschaft wird von neuen Leuten alle 7-10 Tage ersetzt und dann geschieht alles wieder von vorn, als sei es das erste Mal! Die Urlauber, die unsere Zeitungen noch erhalten müssen, bestellen jetzt gerade ihre Tickets.

Machen wir weiter so!
L’Chaim Gelenzhik – Sochi – Krim!

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Blog-post: Ein „Hallo“ aus den Urlaubsorten des Schwarzen Meeres
Blog-post:Kabbala Radio
Fotoalbum von der Verbreitungsarbeit in Sochi

Das Umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken


Fragen, die ich über das Umgebende Licht erhielt:

Frage: Ist das Umgebende Licht eine Kraft, die immer auf uns einwirkt, selbst wenn wir nichts davon wissen?

Meine Antwort: Das Umgebende Licht (Or Makif) wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken.

Frage: Entwickeln wir durch das Studieren der Kabbala einen Sinn, der uns befähigt, die Einwirkung des Umgebenden Lichtes wahrzunehmen?

Meine Antwort: Ja, es sorgt dafür, dass jemand danach verlangt die Eigenschaft des Gebens zu erwerben.

Frage: Das Umgebende Licht verändert uns so, dass wir eine Absicht „für Ihn“ erzeugen?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Können wir die Verbindung mit dem Umgebenden Licht einüben, während wir über unsere Empfindungen aus der Kabbala nachdenken oder während wir ein Gespräch mit jemand haben, der nicht Kabbala studiert?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Kann das Or Makif fortwährend auf uns einwirken, wenn wir im Korrekturprozess voranschreiten?

Meine Antwort: Es wirkt nur auf uns ein, wenn wir es erwecken.

Frage: Wirkt es auch vor dem Machsom auf uns ein oder nur danach?
Meine Antwort: Es kann zu jeder Zeit und an jedem Ort auf uns einwirken.

Frage: Sind die Veränderungen in den Empfindungen und der Wahrnehmung der Wirklichkeit in uns, schon vor dem Machsom eine Folge der Einwirkung dieser Kraft?

Meine Antwort: Ja – immer.

Frage: Führt uns das Or Makif in Richtung Ziel – ob wir wollen oder nicht?

Meine Antwort: Das Or Makif bewegt einen in dem Maße in Richtung seines Ursprungs, in dem man danach verlangt.

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Blog-post: Mit dem Schöpfer Verstecken spielen
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