Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kraft'

Um die Zeit nicht zu vergeuden…

Frage: Sie haben gesagt, dass das einzige Mittel, welches den Menschen die richtige Absicht aufrechterhalten lässt, der Einfluss der Umgebung ist. Also ist die einzige Möglichkeit für den Menschen, voranzukommen, eine solche Umgebung wie auf dem Kongress in der Wüste zu erschaffen, die ihn ständig dazu motivieren soll, in der richtigen Absicht und in der Eigenschaft des Gebens zu sein?

Meine Antwort: Nur das! Ohne den Einfluss der Umgebung verliert sich der Mensch. Es gibt viele Menschen, die zu Hause sitzen, Fernsehserien kucken, Krimis und Romane lesen, einfach die Zeit vergeuden. Die Zeit vergeht… Und sie spüren, dass sie nicht das Geringste tun können. Man lässt sie spüren, dass ihre Zeit mit leeren Sachen gefüllt ist und sie nichts dagegen tun können.

Ich bekomme oft solche Beschwerden zu hören: „Ich mache nichts! Wie kann ich aus diesem Zustand ausbrechen?!“ Der Mensch verspricht sich, sich ab morgen zusammenzureißen, – und morgen passiert das Gleiche. Ein weiterer Tag vergeht und noch einer… Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

Was tun? Man kann nichts dagegen tun. Auf diese Weise lässt man den Menschen von oben begreifen, dass er ohne den Einfluss der Umgebung keine Kraft hat, sich von der Stelle zu rühren. Er muss sich in die richtige Umgebung einordnen – einfach wie ein „Dummerchen“, wie ein Kleinkind in die Mitte von Erwachsenen. Ordne dich ein – und du wirst Kraft von ihnen erhalten!

Wie Rabbi Jossi ben Kisma sagte: „Was soll ich ohne meine Schüler tun?!..“ Sollte er etwa Wissen von ihnen bekommen? – Nein. Ihr gemeinsames Verlangen nach dem Ziel. Hat er etwa kein Verlangen?! – Sein Verlangen ist milliardenfach größer als ihres! Stimmt. Doch er wird nicht das „milliardenfache Verlangen + 1″ bekommen, wenn er sich nicht in sie einbetten lässt. Ohne sie wird er keine einzige Stufe höher steigen können. Wenn er alleine, ohne Schüler bleibt, wird er ab morgen damit anfangen, Nachrichten statt des Sohar zu lesen…

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 17.11.2011

Wir schmieden den Kern der weltweiten Einheit

Frage: Wie können wir uns auf den Kongress in der Arava vorbereiten, um dort mit der richtigen Forderung anzukommen?

Meine Antwort: Wir wissen, dass die Korrektur der Welt schrittweise verläuft. Die Männer – diejenigen, die das wahre Verlangen nach Vereinigung verspüren und begreifen, dass die Bürgschaft nur in der Einheit zwischen uns möglich ist – müssen als erste die Korrektur vollziehen. Die Frauen schließen sich in einer weniger aktiven Form an.

Aus diesem Grund fahren wir an einen Ort, an dem wir nicht von fremden Gedanken und Verlangen gestört werden. Dort versuchen wir eine Attacke, die auf die Vereinigung gerichtet ist, zu starten. Ich möchte empfehlen, dass in allen unseren Zentren sich nur die Männer versammeln. Denn wenn die Männer auf der ganzen Welt jetzt versuchen, sich zu verbinden, wird das eine Vorbereitung auf den Kongress im Dezember.

Und später werden wir noch einen Vorbereitungsschritt machen – und werden bis Dezember mehr Kräfte sammeln, um jene Männer, die sich heute noch nicht mit uns an der spirituellen Arbeit beteiligen können, sowie Frauen aufnehmen zu können.

Im Moment bereiten wir den Kern vor, und im Dezember werden wir die äußeren Kreise vereinen. Denn das Ziel des Kongresses im Dezember ist es, den Teil der Menschheit, der mit uns zusammen daran teilnimmt, zur inneren Kraft werden zu lassen, die alle anderen zur Einheit und Bürgschaft erweckt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Mit Gedanken über die neugeborene Welt

Um einen kleinen Unterschied zwischen der materiellen und der spirituellen Welt zu machen, stell dir vor, das diese Welt ein Geschäft ist, wo du hinein gehst, um etwas für dich selbst zu kaufen. Und in der Nähe befindet sich ein Babygeschäft, wo du hinein gehst, um etwas für dein Baby zu kaufen.

Es ist klar, dass du im Gedanke zu geben ein völlig anderes Gefühl in diesem Geschäft haben wirst und ein anderes Verhalten gegenüber den Einkäufen – . Du wirst nur daran denken, dass es dem anderen (diesem Baby) gut geht, denn von Natur aus, liebst du es mehr als Dich selbst. Du wirst immer in der Absicht etwas aussuchen, und danach schauen, was dieser andere noch braucht: Windeln, Babynahrung – alles wird nur auf ihn ausgerichtet sein, wie man ihm das Beste für sich selbst geben soll.

Es ist möglich, dass du nicht nur über dein Kind so denken kannst, sondern auch über die Freunde, die ganze Gesellschaft, sogar über die ganze Menschheit und vielleicht sogar über den Schöpfer. Es hängt vom Grad deiner Beziehung zu anderen ab.

Darin besteht der Unterschied zwischen der Arbeit für sich selbst und der Arbeit für andere. Wir können nur schwer verstehen, was diese Kraft des Glaubens bedeutet, welche uns das Gefühl der Wichtigkeit und Notwendigkeit gibt, statt sich selbst, anderen zu geben, was wir früher nicht getan haben. In unserer Welt gibt es solche Beispiele jedoch sind sie egoistisch, und wir kümmern uns nur um den Nächsten, wenn wir fühlen, dass wir ihn brauchen.

Wie ist es möglich das gleiche zu machen, aber gegen den eigenen Egoismus, über ihm, um eigene Beziehung dem Nächsten gegenüber aufzubauen und das über eine konstante Aufhebung seiner selbst? Wir können das verstehen, wenn es um nahe Verwandte geht. Wenn wir sie lieben, genießen wir es aus der Tatsache heraus, dass wir uns selbst zu ihren Gunsten zurücksetzen.

So messen wir die Kraft unserer Liebe und der Gabe am Maß ihnen zu geben und uns um sie zu kümmern.

Aus dem Unterricht nach dem Rabash-Artikel, 08.11.2011

Vor der Attacke

Arvut-Kongress. Lektion 1

Unsere Hauptarbeit besteht darin, uns über unsere Gedanken und Verlangen zu erheben, von ihnen abschalten zu können und zu jener Höhe aufzusteigen, wo wir alle zusammen sind, – dorthin, wo sich die Seele befindet. Es gibt nur eine einzige Seele auf der Welt.

Darum steht geschrieben, dass die Söhne Israel drei Tage vor dem Empfangen der Tora enthaltsam sein sollten – jeder versuchte, sich über seine irdischen Sorgen, Gedanken, Verlangen, Berechnungen zu erheben, um sich nur dem höheren Ziel widmen zu können.

Es ist alles andere als einfach und erfordert hartnäckige, peinlich genaue Arbeit, als würden wir winzige Körnchen aufsammeln, bis wir sie alle nach und nach zusammen haben und alle unsere egoistischen Berechnungen enden, bis keine nutzlosen Verlangen und Gedanken in dem Menschen mehr aufkommen, die ihn ablenken; dann wird er mehr oder weniger bereit sein, sich in die Gedanken und Verlangen der Umgebung einschließen zu lassen.

Diese Askese und Enthaltsamkeit, diese enorme Anstrengung, die er unternimmt, um sich vorzubereiten, ist keine einfache Sache. Der Mensch muss sein Ego zerbrechen und aus sich herauskommen, sich durch wahre physische Anstrengungen aus seiner Ecke lösen und sich physisch in die anderen einschließen lassen und dann versuchen, seinen Kopf zu beugen und von den anderen ihren Geist, der ihn beeinflussen wird, anzunehmen. Er darf seinen Gedanken keinen freien Lauf lassen, was ihn aus der Gemeinschaft, aus der Gruppe hinauswerfen könnte.

Der Mensch muss sich beugen und sich widerwillig, in materieller Form und innerlich, spirituell, in Gedanken und Verlangen, so konzentrieren, dass alles unter dem Einfluss der Umgebung steht. Er muss sich verlieren! Der Mensch soll von dem, was es in der Umgebung gibt, beeinflusst werden, damit er weder seinen eigenen Verstand noch sein eigenes Herz hat und nur von dem, was es in der Gemeinschaft gibt, gelenkt wird.

Das ist die erste Etappe der Vorbereitung auf den Einschluss ineinander. Wenn uns das gelingt, können wir bereits von dem Einfluss der höheren Kraft, der Kraft der Gruppe sprechen.

Die Gruppe ist nicht jenes physische Gebilde, welches wir uns vorstellen, es ist keine Gruppe von physischen Körpern. Wir werden von der inneren Kraft der Gruppe beeinflusst und von dem Licht in ihr, das zur Quelle zurückführt und das jedem die Heiligkeit, die Erhebung über sich selbst bringt. Und dann wird er in diesem Aufstieg damit anfangen können, die gemeinsame Kraft, die das Universum füllt, zu spüren, und wird begreifen, wovon die Rede war.

Deshalb ist das Wichtigste auf unserem Kongress, ja bereits wenigstens drei Tage davor (und man sollte jetzt schon damit beginnen, sich daran zu gewöhnen), über allen überflüssigen Gedanken und Berechnungen zu sein und sich auf das Nötigste zu beschränken. Und man sollte stets im Glauben über dem Verstand handeln.

Insbesondere die letzten drei Tage vor dem Kongress müssen wir mit der wahren Attacke, mit der Enthaltsamkeit, sowohl physisch als auch in Gedanken und Verlangen, beginnen, damit wir uns nur in einer Bestrebung befinden und möglichst wenige Hindernisse wahrnehmen.

Auszug aus der ersten Lektion des Arvut-Kongresses, 11.11.2011

Sich mit dem Licht wachrütteln

Frage: In welchem ​Umfang kann ein Kongress im Menschen die schlafenden Informationsgene (Reshimot) zum Leben erwecken?

Meine Antwort: Wir können die Informationsgene (Reshimot) nur unter dem Einfluss der Umgebung erwecken. Ohne den Einfluss der Umgebung werden Reshimot mit Hilfe eines „Motors“ erweckt, welcher uns durch den Druck von Leiden, im Einklang mit der Entwicklung der Natur nach vorne treibt. Alles kommt, wie es gesagt wird, zu seiner Zeit (Beito).

Wenn wir aber anstelle des naturgemäßen Zeitverlaufs die Zeit beschleunigen wollen „Achishena„, dann brauchen wir das Licht. Je stärker das Licht einwirkt, desto schneller erweckt es die Reshimot, und desto schneller bewegen wir uns vorwärts.

Von oben leuchtet das Licht, und von unten erwacht unter dem Einfluss des Lichtes das Reshimo. Wir können Einfluss auf die Erscheinungsform des Lichts nehmen, es anregen und das Licht wird das Erwecken von Reshimot beschleunigen. Darin besteht unsere gesamte Arbeit, sonst können wir nichts tun.

Dementsprechend ist der Kongress ein sehr wirksames Mittel zur Offenbarung des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Wenn wir unseren nächsten Zustand, die Kraft des Gebens und die Bürgschaft erlangen wollen, dann wird infolge dieses Verlangens das große Licht angezogen, das Reshimo erweckt. Damit beschleunigen wir unsere Entwicklung.

Was ist gut und was ist schlecht?

Die Kraft des Lichts, das zur Quelle zurückführt, gibt dem Menschen die Möglichkeit, das Geben zu genießen. Dann begreift der Mensch endlich, was es bedeutet, zur Quelle des Lichts, zum Guten zurückzukehren.

Alles, was er in seinem egoistischen Verlangen genoss, lässt ihn jetzt leiden. Und alles, was ihn in seinem Egoismus leiden lies und wovon er sich fernhielt, bereitet ihm jetzt Genuss. Alles hat sich umgedreht, wie geschrieben steht: „Ich habe die umgekehrte Welt gesehen“.

Alles hat sich umgedreht, weil es nichts außer den beiden Einflüssen gibt: entweder das Empfangen oder das Geben. Es gibt nichts außer diesen beiden Empfindungen: entweder die eine oder die andere – die eine steigt und die andere fällt, oder ungekehrt.

Deshalb müssen wir verstehen, dass unser ganzes Vorankommen nur dadurch möglich ist, dass das höhere Licht uns fühlen lässt, dass das Geben gut und das Empfangen für uns selbst schlecht ist. Dann werden wir vorankommen können, und vorher nicht.

Wie ich jetzt dafür arbeite, um mein Verlangen zu genießen zu erfüllen, so werde ich dafür arbeiten, um mein Verlangen zu geben zu erfüllen. Doch wenn wir um des Gebens willen handeln, arbeiten wir im gemeinsamen Gefäß – in der Malchut der Welt der Unendlichkeit, in der gemeinsamen Seele.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 13.11.2011

Tausend Menschen werden hereinkommen, um zu lernen, und zum Licht werden wir alle wie eine Eins hinausgehen

Die Weisen haben gesagt: „Tausenden kommen zum Lernen, aber nur einem wird das Licht offenbart“. Diese tausend Menschen haben die Möglichkeit geschaffen, dass einer zum Licht hinaufsteigen kann, da alles in der Welt nach einer Pyramide aufgebaut ist. Anders ist es unmöglich.

Aus dem ganzen unbelebten Niveau erscheint eine Pflanze. Aus dem gesamten Pflanzenniveau – ein Tier. Deshalb ist es unmöglich, ohne diese Tausend, die begonnen haben, zu lernen, einen einzigen ans Licht heranzuführen.

Diese tausend Menschen bilden ein spirituelles Gefäß. Als Ergebnis ihrer Arbeit erscheint jene Kraft, die folglich das Licht hervorruft. Das heißt, sie erreichen die Stufe der allgemeinen Einheit.

Auszug aus der Lektion nach einem Artikel von Rabasch, 09.11.2011

Die Quelle der Kraft

Frage: Wenn ich müde vom Leben bin, ist es ein Anzeichen dafür, dass ich zur nächsten Stufe übergehen muss? Woher kommt plötzlich die Müdigkeit?

Meine Antwort: Die Müdigkeit kommt, weil das Ziel, das vor euch steht, nicht wichtig genug für euch ist. Es leuchtet euch nicht, weil ihr nicht genug positive Anregung von der Gruppe bekommt. Würdet ihr sie haben, würdet ihr selbst leuchten.

Die Gruppe muss jeden aufrichten, und weil sie alle mit einschließt, müsst ihr alle zusammen am gemeinsamen Verlangen, an der gemeinsamen Bestrebung arbeiten. Dann wird jeder die Kraft haben. Genau das bedeutet die Bürgschaft, wenn wir uns verbinden, damit jeder von uns die Kraft hat, das Schöpfungsziel zu erreichen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 30.10.2011

Wie lässt sich das Gute im Geben erkennen?

Es gibt zwei Wege, mit deren Hilfe uns die Natur vorantreibt, unbewusst oder bewusst: der Weg des Lichtes oder der Weg des Leidens.

Der unbewusste Weg (ohne unser Wissen) ist ein Weg des Leidens. Da unsere Natur das Verlangen zu Genießen ist, so bewegen wir uns unter dem Einfluss des Guten oder des Schlechten fort und entwickeln uns dadurch langsam, Stufe für Stufe. Was empfinden wir nun als Gut und Böse?

Wir sind vom Licht erschaffen worden, das in uns das Verlangen nach Erfüllung geschaffen hat. Deshalb lernen wir alles, was sich im Licht und im Schöpfer befindet, schrittweise kennen, und nehmen es im Rahmen der eigenen Entwicklung als Gut oder im Gegensatz dazu als Böse wahr.

Es ist ein langer Weg, und lange erscheint uns alles auf eine verkehrte Art, wie es eben unserer Natur entspricht. Aber in dem Maße, in welchem die Kraft des Gebens uns lehrt, beginnen wir zu begreifen, dass unser Egoismus das Böse ist, das an all unserem Unglück schuld ist, und wie wunderbar es doch wäre, wenn wir uns bereits in der Eigenschaft des Gebens befänden, die uns über alles Böse erheben würde.

Eine solche Einsicht erscheint langsam in jedem von uns und in der Menschheit insgesamt. Und dies wird der Weg des Leidens genannt, weil wir aus den Schlägen jener Kraft lernen, welche uns von hinten vorantreibt.

Und gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, die eigene Entwicklung zu beschleunigen und den Weg des Guten zu bestreiten. Das Gute wird als Geben bezeichnet, und es ist gut, diverse Übungen zu machen und verschiedenste Mittel einzusetzen, um eigenständig das Gefühl für das Böse in sich zu entwickeln, nicht aufgrund der Schläge, sondern mit Hilfe der Umgebung.

Daher sollen wir unsere Empfindsamkeit (Unterscheidungskraft) bezüglich Gut und Böse, Geben oder Empfangen, Nächstenliebe oder Hass sensibilisieren. Noch vor dem Schlag organisiere ich mich auf die Art und Weise, dass ich durch die Arbeit mit meiner Umgebung lernen kann, dass das Geben gut und das Empfangen schlecht ist.

Denn so funktioniert die Natur auch. Der Schöpfer hat das Ziel der Schöpfung festgelegt: die Verschmelzung mit dem Schöpfer, die Aneignung Seiner Eigenschaften – und das bedeutet „Weil Er gütig ist, sei auch du gütig“. Darum sollen wir alle unsere Eigenschaften an seine Eigenschaften angleichen. Das bedeutet, dass ich mich in mein Gegenstück verwandeln soll, und begreifen soll, dass meine Natur das Böse ist, aber die Natur des Schöpfers, das Geben, das Gute ist.

Die Methode, die ich anwende, um das Geben als gut wahrnehmen zu können, wird die Ausführung der Gebote, die Arbeit des Schöpfers genannt. Im Geben das Gute zu sehen, und im Egoismus das Böse, macht die Arbeit mit der Umgebung möglich.

Dafür zerbrach die Seele in viele Teile, in die einzelnen Seelen, und wir können mithilfe unserer gemeinsamen Arbeit lernen, dass die Verbindung und die Nächstenliebe gut sind. Folglich führt uns die Nächstenliebe an die Liebe zum Schöpfer heran. Denn dies ist eine persönliche und eine allgemeine Aufgabe für die Menschheit in dieser Welt.

Und darum geschah die gesamte Verbreitung von oben nach unten. Die gesamte bereits erfolgte Vorbereitung geschah, damit wir uns ab heute und zukünftig selbst bewusst entwickeln, und letzten Endes das Ziel erreichen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.11.2011

Der lächerliche Stolz des Dummen

Wenn du einen schlechten Zustand offenbarst, dann musst du vor allem verstehen, warum du dich schlecht fühlst. Der Grund des ganzen Übels ist das Zerbrechen, das in meinem Verlangen zu Genießen geschah, wodurch dieses Verlangen eigennützig geworden ist.

Ich muss das alles klären. Und wenn ich in der Gruppe richtig arbeite, dann offenbare ich, dass es in der Realität keine andere feindselige Kraft gibt, außer meinem eigenen Ego, das mich in allem stört und nicht zulässt, das Leben zu genießen.

Es ist gerade das, was heute der Menschheit allmählich offenbart wird. Es gibt kein anderes Übel, außer der Selbstsucht, darin liegt der Grund aller Leiden in der Welt.

Ich offenbare das alles nur unter der Bedingung, dass ich an der Vereinigung arbeite und verstehe, dass ich mich nicht verbinden will. Folglich begreife ich, dass „der Schöpfer den bösen Anfang geschaffen hat“ und ich erlange die Erkenntnis wieder: „Ja, das alles hat der Schöpfer gemacht“.

Das heißt, ich soll alles mit Ihm in Verbindung bringen, und es ist manchmal nicht einfach. Ich muss verstehen, dass Er absichtlich, schlau und grausam das ganze Böse vorbereitet hat, damit ich offenbaren kann, dass ich von Ihm vollständig abhängig bin. Als ob Er mir sagen würde: „Komm zu Mir, bete Mich an, und wenn du mich richtig bittest, dann werde ich das Böse korrigieren. Anderenfalls wirst du es weiterhin portionsweise bekommen, bis dir keine andere Wahl mehr bleibt, als dich zu verbeugen“.

Und wir müssen verstehen, dass unser egoistischer Wunsch größer als unser Ego und als unser Stolz ist. Wenn es anders wäre, dann hätten wir uns zu Tode gestürzt, bevor wir uns verbeugen könnten.

Die Rettung besteht darin, dass unser egoistisches Verlangen über die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus hinauswächst. Und dabei sinkt unter den Schlägen das Niveau seiner Qualität.

Ich erreiche in meinen Verlangen die Grenze und bekomme plötzlich einen Schlag. Danach sind meine Verlangen schon nicht mehr so intensiv, und ich werde ein wenig bescheidener. Später bekomme ich noch einen Schlag, und werde noch ein bisschen weiter niedergebeugt. Folglich werde ich schon klüger und beginne die Situation zu analysieren: wer schlägt mich die ganze Zeit, wer befindet sich über mir?

Ich reduziere meine Wünsche und empfinde mich als ein unglückliches, angeschlagenes Tier. Und das Verlangen zu genießen ist das Material der Schöpfung. Alles andere sind nur Ergänzungen zu diesem Material, die aufgrund der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers oder eben infolge der Abwesenheit dieser Ähnlichkeit offenbart werden.

Und deshalb wird unter den Schlägen unser Stolz verschwinden, und es bleibt ein tierisches Verlangen. Folglich erlange ich einen solchen Zustand, in welchem ich einverstanden bin, den Kopf zu verbeugen und zu bitten. Ich habe also den dummen Stolz nicht mehr, den ich früher empfunden hatte.

Jetzt ist die Frage, ob ich klug genug bin, um zu verstehen, dass ich tatsächlich ein Tier bin, und meine ganze stolze Einbildung ein Betrug ist, so dass ich mich jetzt verbeuge und den Schöpfer um Korrektur bitte.

Die Korrektur besteht darin, dass Er die Macht über mich erlangt. Und wenn ich eine solche Bitte formuliert habe, dann ist sie ein wahres Gebet.

Dafür wird viel Kraft und Unterstützung seitens der Freunde benötigt. Wenn du auch nur ein wenig bereit bist, vor ihnen niedergebeugt zu werden, dann werden sie dir ein Vielfaches dieser Kraft geben, um sich vor dem Schöpfer verbeugen zu können. Dadurch beschleunigst du die Zeit, vermeidest die Schläge und erlangst den Verstand, mit dessen Hilfe du schneller vorankommen kannst.

Rabasch schreibt Folgendes: wenn du dich vor der Gruppe annullierst, aus dir also eine Null (0), und aus der Gruppe eine Eins (1) machst, und ihre Verlangen vor deine stellst, dann wirst du dich in eine Zehn „10“ verwandeln. Wenn du aus dir zwei Nullen machst, dann wirst du dich in ein Hundert „100“ verwandeln, das heißt du wirst in 100 Mal mehr Kräfte bekommen.

Du bekommst also in dem Maß Kräfte von der Umgebung, in dem du dich vor ihr annullierst. Je kleiner du dich machst, desto mehr Kräfte bekommst du von der Umgebung in Bezug auf den Schöpfer, es handelt sich eben um eine umgekehrte Abhängigkeit.

Dadurch sparst du viel Zeit, viele Stufen, Leiden, die auch alle lebenswichtigen Kreisläufe mit Kriegen und den schwersten Problemen betreffen können. Darin besteht unsere ganze Arbeit eben.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 07.11.2011