Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kräfte'

Das Leben innerhalb des holographischen Bildes

Frage: Wenn wir innerhalb eines holographischen Bildes leben, wird es sich dann entsprechend unseres Aufstieges entlang der spirituellen Stufen verändern?

Meine Antwort: Dieses Bild verändert sich die ganze Zeit, weil wir selbst seine Form aufbauen. Es gibt zwei Vektoren: den Wunsch zu empfangen und den Wunsch zu geben, also nur zwei Kräfte, zwischen denen wir eine Beziehung aufbauen. Somit bewirken die unterschiedlichen Verbindungen dieser zwei Kräfte Tausende verschiedene Formen.

Egal welches Instrument oder welche Naturerscheinung wir betrachten werden: sei es das Spirituelle oder das Materielle, in allen Welten stammt alles aus der Wechselwirkung des Schöpfers und der Schöpfung, des Lichtes, das den Wunsch bewirkt. Folglich gibt es nur zwei Komponenten: das Licht und den Wunsch sowie den Schirm zwischen ihnen. Dieser Schirm gewährleistet die Übereinstimmung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf.

Diese Übereinstimmung wird in zehn qualitative Niveaus (10 Sefirot) aufgeteilt, die sich weiterhin in 620 (ТАRACH) Teile bis ins Unendliche teilen.

Aber egal was wir machen: sei es die Realitätsanalyse und deren Aufteilung in die Komponenten, oder das Gegenteil die Realitätssynthese, ihre Zusammenfassung – werden wir immer dieselben zwei geltenden Kräfte offenbaren: die Kraft des Gebens und die des Empfangens.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 05.01.2011

Die Sprache der spirituellen Kräfte

Frage: Gibt es einen Unterschied im geistigen Aufstieg, wenn wir das Buch Sohar auf Hebräisch oder in der Übersetzung in andere Sprachen lesen?
Meine Antwort: Ich wuerde sagen, dass es doch einen Unterschied gibt. Die Besonderheit der hebräischen Sprache liegt darin, dass sie aus der geistigen Wurzel stammt. Und deshalb äußern die Form der Buchstaben, ihre Reihenfolge, die Kombinationen der geistigen Kräfte.

Diese Sprache ist nicht meine Muttersprache und gerade deswegen, weil ich mich an sie nicht gewöhnt habe, öffne ich in den Kombinationen der Buchstaben und in ihrer Form eine wahrlich mathematische Logik. Das sind die Berechnungen, die Symbole, die sich in Form der Buchstaben ausprägen. Der Buchstabe ist ein Symbol.
Der Sohar sagt so viel über die Buchstaben, ihre Formen und die Ordnung zwischen ihnen, dass, wenn Du ihn in einer anderen Sprache liest, Du quasi die Möglichkeit, das zu machen, verlierst. Und dasselbe gilt für die Wortfolge, die Reihenfolge der Buchstaben.

Angenommen, es gibt im Hebräischen viele Sachen, auf die man verzichten könnte, z.B. die Buchstaben „Schin“ und „Sin“, die zwar identisch geschrieben werden, aber anders ausgesprochen, oder „Tav“ und „Tet“, die anders geschrieben werden, aber identisch ausgesprochen. Dazu gehört auch die Schreibweise der Buchstaben und der Wörter.
Die anderen Sprachen änderten sich im Laufe der Zeit, und deshalb sind in den heutigen Sprachen auch einige Elemente der alten Sprache vorhanden geblieben, wie z.B. die Endungen im Französischen.
Das Hebräische änderte sich allerdings während der Zeit nicht. Die Kräfte, die im Geistigen jene Begriffe schaffen, die die Wörter beschreiben, sind so geregelt, dass es während der Jahrtausende unmöglich war, weder die Schreibung der Wörter, noch die Form der Buchstaben zu ändern.
In jeder Sprache gibt es die alte und die neue Sprache, aber im Hebräischen gibt es dies nicht. Es gibt die Umgangssprache, aber die Sprache selbst ist unverändert geblieben. Sie kann sich nicht ändern, weil sie anhand der Kräfte aufgebaut ist, die diese Symbole schaffen, sogenannte Buchstaben und Wörter.
Diese Sprache wird erst im Gmar Tikun entschwinden, wenn wir von SaT (sieben unteren Sefirot) von Bina und SoN zu GaR (drei ersten Sefirot) von Bina aufsteigen werden – dort werden diese Buchstaben entschwinden. Dann wird auch die ganze Materie entschwinden.
Deshalb als Antwort auf die Frage „Hebräisch zu lernen oder nicht?“ würde ich antworten, dass es in irgendeinem Maß gefordert wird, zumindest ein wenig. Wenn man die Möglichkeit und die Zeit hat, lohnt es sich, diese Anstrengung zu machen.
Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 30.12.2010

Sohar: Die Erzählung über Hass und Liebe

Frage: Wenn ich im Unterricht sitze, den Sohar lese, und mich mit allen zusammen anstrenge, dann heißt es doch „die Aufopferung des Wunsches“?

Meine Antwort: Nein. Woher soll ich wissen, wie Sie lesen? Vielleicht genießen Sie einfach , was der Sohar Ihnen auf solch leichte, schöneund aufregende Sprache erklärt.

Aber warum beunruhigt er uns, was möchte er erklären? Der Sohar erklärt uns, dass man solche Zustände erleben wird, wenn man die Verbindung erreichen will!

Was schreiben die Autoren des Sohar? – „Wir versammeln uns trotz des gegenseitigen Hasses und des vollkommenen Bruches. Dann beginnen wir uns um unsere Verbindung zu bemühen“.

Damals hatten sie kein Buch Sohar, sie wollten es selbst schreiben. Und was schreiben sie genau? Sie beginnen miteinander zu arbeiten und danach zu suchen: „Wie man einander näher kommt? Was zu machen ist, damit irgendwelche Nähe entsteht?“

Sie schreiben darüber, wie die Verbindung zwischen uns, das gemeinsame Netz, zu offenbaren ist. Welche Beziehungen gibt es in diesem Zusammenhang, welche Etappen? Welche Kräfte existieren in uns: der Neid, die Leidenschaft, der Hass, das Streben nach Ehre, die rechte, linke, mittlere Linie?

Wenn wir sie korrigieren, darauf die Beschränkung und den Schirm machen, dann steigen wir über unseren Wunsch, zu genießen hinauf. Wie erreichen wir etwas? Wie verzichtet man auf etwas, wie handelt man so oder anders …?“

Dann beginnen sie, das Buch Sohar zu schreiben, ihre Zustände in der gegenseitigen Verbindung zu erklären. Bis sie solch hohe Stufen erreichen, dass jeder von ihnen um das Zehnfache höher ist als vorher: von den Einsen – zu den Dutzenden, dann zu den Hunderten, Tausenden und Zehntausenden (Ribo).

Sie sehen, welche Niveaus sie erreichen?! Es ist die Macht der Vereinigung zwischen ihnen. Und darüber schreiben sie.

Wenn du dich im selben Zustand vorstellen willst, dann wird das Geschriebne auf dich einwirken, damit du dich ebenso mit den anderen verbinden kannst und dieselben Zustände öffnest – bis du einst solchen Zustand erreichen wirst, wo das vollkommene Kli/Wunsch mit dem unendlichen Licht ausgefüllt ist.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 27.12.2010

Durch die Armseligkeit der prächtigen Städte hindurch…

Eine Frage: Was soll ich tun, wenn ich keine Kräfte habe, nichts beeindruckt mich und ich nicht weiß, was ich weiter machen soll?

Meine Antwort: Darüber steht in dem Wochenabschnitt [von dieser Woche] geschrieben: „Und seufzten die Kinder Israels von dieser Arbeit und schrien (Ex. 2:23)“. Wenn der Mensch zum Gefühl eigener Machtlosigkeit gelangt, dann bleibt ihm nichts übrig außer zu bitten.
Früher hielt er sich für groß, klug und verständnisvoll. Er dachte, dass er selbst fortschreiten kann, indem er ständig mehr Wissen, Anstrengungen und Mühe erwirbt. Aber wenn er zu dem Zeitpunkt genügend Handlungen ausgeführt hat, wird ihm [von Oben] enthüllt, dass er auf diese Weise nichts erreichen kann.

Wozu soll ich dann überhaupt all diese Handlungen ausführen? Gerade um zu erkennen, dass du dadurch nichts erreichen kannst. Um den Zustand der Hohlheit zu erreichen, muss der Mensch sehr viele Anstrengungen machen.

Ich arbeite, und ich denke dabei, dass ich durch meine Arbeit die prachtvollen Städte Pitom und Ramses baue, dass ich das Wissen erlange und bald alles enthüllen, sehen und spüren werde.

Ich investiere immer mehr Kräfte, vertiefe mich noch mehr in das Studium und enthülle plötzlich: „Wie viel habe ich investiert, und was habe ich dadurch erreicht?!… Ich habe nichts… Was jetzt? Was wird mit mir sein?“ Ich weiß es nicht, aber ich bin bereit, wie ein Toter zu schlafen. Gibt mir nur ein Schlafmittel, damit ich die ganze Zeit schlafen kann ohne aufzuwachen.

So fühlt sich der Mensch in dem Moment, in dem er alle Kräfte verloren hat. Denn er beginnt zu verstehen, dass er auf diese Art nichts erreichen wird. Am Anfang ist ihm sogar das nicht bewusst, er spürte bloß, dass er kein Verlangen hat. Dann wacht er trotzdem auf und setzt [seine spirituelle Arbeit] fort.

Aber es kommt der Zeitpunkt, an dem er versteht, dass er nur durch eigene Kräfte nichts verdienen wird . Er braucht hier eine besondere höhere Kraft: „Wenn der Schöpfer nicht zu mir kommt und mir nicht hilft – alleine schaffe ich nichts“.

Aber so beginnt er nur dann zu denken, wenn er 15-20, oder sogar 30-40 Mal versucht hat, mit eigenen Kräften fortzuschreiten und jedes Mal zu einer Enttäuschung gelangte und in eine Verzweiflung verfiel. Das wird die Zeit des ägyptischen Exils genannt – bis „und seufzten die Kinder Israels von dieser Arbeit und schrien (Ex.: 2:23)“.

Für mein Ego baue ich „die prachtvollen Städte Pitom und Ramses“, aber für den Menschen in mir, der das Spirituelle erreichen will, sind das armselige, elende Städte, in denen alles leer ist; aber ich habe nichts davon. Ich beginne, mich in zwei zu teilen.

Was habe ich davon, dass ich das Wissen, den Verstand habe, dass ich so schön über die Wissenschaft der Kabbala sprechen kann und alles scheinbar verstehe? Das bringt mir nichts. In der Tat: das Spirituelle habe ich nicht. Ich kann von ihm Tag und Nacht erzählen, aber – erkenne ich es oder labere ich nur? Ich labere nur …

Dann versteht der Mensch, dass hier nur die Hilfe von Oben erforderlich ist, eine höhere Offenbarung, eine höhere Kraft, etwas, was nicht in seiner Macht liegt. Und mit dem, was er hat, kann man das Spirituelle nicht erreichen. Dann kommt er zu dem wahren Schrei: „Und schrien sie zum Schöpfer von dieser Arbeit“.

Das ist kein einfacher Weg. Der Mensch muss mehrmals solche Zustände durchgehen. Nur die Umgebung kann ihm dabei helfen, sonst nichts. Die Umgebung kann ihn unterstützen und beschützen, seine Entwicklung beschleunigen. Ansonsten – wer weiß, wann er wieder erwachen wird; wenn nicht durch die Umgebung, dann Dank einem Wechsel der Reschimo (Informationsgene), wenn der Höhere sich erbarmt und ihm einen neuen Zustand gibt. Aber niemand weiß, wann das passieren wird…

Deshalb: wenn der Mensch sich in einem guten Zustand befindet, wenn ihm das Licht leuchtet und er die Kraft hat, muss er sich so intensiv wie möglich mit der Umgebung verbinden, um in der Zeit der Schwäche die investierten Kräfte von ihr wiederzubekommen. Dann wird er dieser Zustand des Fallens durchgehen und beginnt, sich wieder zu erheben, weil er vorhin die Geschwindigkeit aufgenommen hat.

 

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Vollkommenheit und Mangel“, 24.12.2010

Finde alle Gestalten in Dir

Es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Anfang geschaffen“. Im wöchentlichen Kapitel „Wajeschlach“ ist die Gestalt von Ejsaw  eine  besondere Interpretation des bösen Anfangs. In anderen Kapiteln wird er als Pharao, Bilak, Bilam und anderen Bösewichten erscheinen; aber – das wird immer mein böser Anfang sein; außer mir existiert er nicht.

Er wird mir nur von verschiedenen Sichtwinkeln beschrieben, und es werden verschiedene Eigenschaften betont, mit  denen ich jedes Mal auf anderem Niveau arbeiten soll.

Als Gegengewicht wird mir erklärt, mit Hilfe welcher Kräfte ich arbeiten soll, und es wird gezeigt, wie mein  erstes Treffen mit diesem bösen Anfang zum vollen Misserfolg führt.

Wenn er sich enthüllt, unterwerfe ich mich ihm sofort  und weiß nicht mehr, was ich tun soll! Danach beginne ich, mich allmählich von ihm zu befreien und abzutrennen. Ich verringere ihn und beginne, ihn ein wenig zu führen.Ich schneide einen Teil von ihm ab und korrigiere ihn, danach noch einen Teil; und so gehen wir von einer Schicht zur anderen über bis zum Ende der Korrektur, bis wir die ganze Selbstsucht korrigieren.

Die Tora erzählt uns immer, wie der Mensch sich selbst korrigiert; und jetzt wird es dir gar nicht mehr so schwer fallen, sie zu lesen.

Der Mensch ist eine kleine Welt, und alles existiert sicher in dir; du sollst dich nur bemühen zu finden, wo sich in dir Bejt-El, Schchem, Balak, Dina – alle Helden dieser Erzählung -befinden, und außerdem auch all das Unbelebte, das Pflanzliche und das Tierische. Das sind ja die Eigenschaften deiner Seele, nur auf einem niedrigeren Niveau.

Die Tora kann keinesfalls als literarisches Werk angesehen werden. Es steht geschrieben: „Erschaffe dir keine Erscheinung, erschaffe dir keine Gestalt“.
 
Aus dem Programm „Das Wochenabschnitt“, 18.11.2010

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Die höhere Lenkung mit dem vielfältigen Gesicht

Die höhere Lenkung ist sehr kompliziert. Weil sich unsere Zustände (Reschimot, Wünsche) ständig verändern.

Wir empfinden jedoch nicht, dass alles nicht außen, sondern in unserem Inneren verändert wird. Wir sind uns diesbezüglich nicht bewusst und empfinden nur die sich ständig ändernde äußere Welt, ihre verschiedene Beziehung zu uns.

Selbstverständlich, organisiert das alles der Schöpfer, mittels allerlei Gewändern dieser Welt. Aber wir assoziieren diese variable Beziehung entweder mit den anderen Menschen, oder mit dem Schöpfer, und manchmal – mit sich selbst, aber das hängt schon vom Niveau des Menschen ab.

Wenn der Mensch diese Veränderlichkeit nur mit dem Schöpfer verbindet, dann ist es schon der Anfang der Korrektur, wie es gesagt ist: „Es gibt niemanden außer Ihm, außer dem Guten und das Gute Schaffenden“.

Auf jeden Fall gibt es einerseits die allgemeinen Lichter, die in Form von umgebenden Lichtern einwirken, und andererseits die persönlichen Lichter, welche genauso die Kelim/Wünsche anregen und entwickeln.

Wenn wir uns nicht freiwillig entwickeln, dann  kommen zu uns die Lichter in Form von den grausamen Kräften der Überwindung (Gwurot), welche uns mittels harten Methoden vorankommen lassen. Man muss jedoch verstehen, dass wir selbst solche Einwirkung des Lichtes hervorrufen.

Die Lichter kommen in der unveränderlichen Art und sind immer auf unser Wohl gerichtet, um uns zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer zu bringen. Denn sie wirken aus unserem endlichen vollkommenen Zustand in der Welt der Unendlichkeit ein.

Aber das Kli / der Wunsch, der sich in uns unter der Einwirkung dieses Lichtes entwickelt, geht verschiedene Etappen der Entwicklung durch. Und deshalb empfinden wir, dass es entweder eine langsame, gestufte Entwicklung gibt, oder eine schnelle, momentane, im Einverständnis mit dem Licht, die gute oder die schlechte Entwicklung eben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die ihrer Herrin vererbt“, 09.12.2010
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Berliner Kongress

Vom 28. bis 30. Januar findet in Berlin ein großer Kabbala-Kongress statt. Ich fiebere diesem Ereignis sehr entgegen und hoffe, dass alle unsere Freunde aus Europa, unter anderem auch viele Anfänger, kommen werden.

Es ist äußerst wichtig, an diesem Kongress teilzunehmen. Dort werden Gäste aus Osteuropa und von den anderen Kontinenten erwartet.

Ich empfehle, ja bitte sogar darum: wenn ihr immer noch glaubt, dass ihr diesen Kongress verpassen könnt, dann habe ich diesbezüglich eine andere Meinung. Ihr werdet es später bereuen. Man sollte, wie es heißt, „um jeden Preis“ kommen.

Wir werden dort einige Tage verbringen, wir werden studieren, wir werden zusammen sein und viele Sachen klären können. Europa ist das Zentrum der Welt, von dort sind alle Neuerungen hervorgegangen. Die Europäer müssen die spirituelle Stärke der Wissenschaft der Kabbala enthüllen.

Um unsere Kräfte zu bündeln, um noch besser den Weg und das Ziel ausleuchten zu können, um es schnell und leicht zu erreichen, müssen wir an diesen Tagen zusammenkommen.

Ich würde mich sehr freuen, euch alle zu sehen.

Bis bald!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“ vom 22.12.2010

Die Zeit überholen

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, wenn der Mensch zustimmen und wünschen soll, sich dem Höheren lenken zu lassen.

Meine Antwort: Wir bestehen aus dem Verlangen nach Genuss, und alle Handlungen über die Korrektur dieses Verlangens werden durch das Licht ausgeführt.

Das Licht korrigiert die Verlagen (Kelim), ordnet sie und bringt das Gefühl des Zerbrechens zwischen ihnen und den Lichtern, den Stufen, ein Gefühl der Nichterfüllung. Das Licht erweckt das Verlangen (Kli).

Ich muss nur das Licht zur Offenbarung zwingen, damit es an mir arbeitet. Das ist meine einzige Handlung. Auf diese Weise beschleunige ich meine Entwicklung.

So oder anders handeln die Lichter, das Licht, die immer mehr auf Reshimot (Informationsgene) einwirken. Die Reshimot kommen aus ihrem Versteck heraus und realisieren sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit, die „Beito“ (zur seiner Zeit) heißt.

Wenn ich bestimmte Handlungen in der Gruppe, im Studium, in meiner inneren Arbeit, während der Suche vollbringe, damit erwecke ich die Lichter, welche auf mich mit größerer Kraft und Geschwindigkeit einwirken. Aber nicht mehr als das.

In jedem Fall kommt alles vom Licht. Ich bin nur in der Lage seine Einwirkung auf meine angeschlossenen Reshimot zu beschleunigen, und diese Entwicklung heißt „Achischena“ (die Zeit beschleunigend). Darin besteht unsere ganze Arbeit.

Aber es kommt dazu nur unter der Bedingung, dass anstatt des schweren und langen Weges voranzuschreiten, wo das Licht auf mich einwirkt und mir nur unterschiedliche Leiden bringt, ich das Licht erwecken um auf mich noch intensiver einzuwirken kann. Ich erkläre mich dann mit den schrecklichen, unangenehmen Erscheinungen einverstanden, die es mit sich bringt.

Möge es mir doch diese Erscheinungen bringen – ich möchte mich mit der Kraft der Umgebung über sie erheben. Ich bekomme von der Umgebung die Kräfte, mich über die Leiden zu erheben. Wenn ich mich auf so eine Weise vorbereite, kann das Licht auf mich einwirken und mich in meiner Entwicklung weiterbringen.

Auszug aus dem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 21.12.2010

Nicht die Form, sondern der Kern

Eine Frage, die ich erhielt: Sollte ich die kabbalistischen Texte in Herbräisch lesen, auch wenn ich nichts verstehe?

Meine Antwort: Hier ist es wichtig, wie weit sich der Mensch mit der Idee selbst begeistern kann.

Deswegen ist es wert, das Buch in einer nicht verständlichen Sprache zu lesen. Er sollte gefühlsmäßig mit uns sein und nicht grammatikalisch.

Die geometrischen Formen der Buchstaben existieren nur in unserer Welt. Auf einer höheren Stufe ist es schon keine Geometrie mehr, sondern es sind Eigenschaften, die nichts mit dem Umriss der jetzigen Buchstaben zu tun haben. Dort gelangen die Konturen der Buchstaben in die Empfindung.

Wenn der Mensch also die hebräische Sprach nicht beherrscht, sollte er in jeder beliebigen Sprache den Unterricht anhören, welche ihm erlaubt in den Kern einzudringen.

Und überhaupt gehören diese Buchstaben nicht der hebräischen Sprache an, sondern repräsentieren die Symbole der zwei Kräfte Chassadim und Hochma, das Nehmen und das Geben, die sich miteinander auf verschiedene Art und Weise vereinen.

Auf Hebräisch ist der Buchstabe (ot, אות) auch ein Symbol. Vor uns sind nicht hebräische Buchstaben, sondern geometrische Formen, die verschiedene Verhältnisse und Zusammensetzungen der zwei Eigenschaften bezeichnen.


Aus einem Sohar-Unterricht. das Vorwort, 19.12.2010

Die eisernen Regeln der spirituellen Grammatik

Eine Frage, die ich erhielt: Sind die Umrisse der hebräischen Buchstaben mit den Eigenschaften verbunden, welche sie symbolisieren?
Meine Antwort: Natürlich. Diese Buchstaben hat Adam Rishon geöffnet, als er die spirituelle Welt betreten hat, und deshalb sind alle kabbalistischen Werke auf Hebräisch oder in der aramäischen Sprache (wobei die Buchstaben identisch sind ) geschrieben, und die Sprache wird je nach der Form des Ausdruckes der Handlungen des Schöpfers gewählt (wenn die Handlung des Lichtes angesprochen sein soll, dann wählt man hierfür die hebräische Sprache, und für die Handlung seitens des Kli – die aramäische Sprache).
Die Schreibweise der Buchstaben, ihre Reihenfolge und die Grammatik bleiben unveränderlich, da sie immer durch zwei Lichter bestimmt sind: Chassadim und Chochma, oder durch zwei Kräfte, zwei Wünsche: das Empfangen und das Geben. Der Schirm zwischen ihnen bestimmt, wie die Buchstaben, aus welchen Linien die Buchstaben erschaffen werden.
Hier gelten die eisernen Regeln, die absoluten Gesetze der zehn Sefirot. Маlchut und Bina verbinden sich miteinander, um Keter zu erreichen, und ihre Beziehung bewirkt 22 Formen der Verbindung.
Sie sind durch Awjut, drei Linien, den Eigenschaften der neun ersten Sefirot bedingt, denen Malchut gleich werden will. Und dann, mit Hilfe allerlei Kombinationen dieser Formen, findet Malchut ihren Selbstausdruck und wird Keter vollständig gleich.
Die Tora beschreibt uns vom ersten bis zum letzten Buchstaben das Licht – aber aus der Perspektive der Gefäße. Und wenn du mit deinem Wunsch, mit deinem Schirm, aus eigener Kraft diese Formen (Zustände) erleben wirst, dann wirst du dich vollständig korrigieren.
Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 19.12.2010