Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Der beliebteste Beruf der Zukunf

In der Zukunft werden nur 5% der Menschheit arbeiten, um die gesamte Welt mit den „lebensnotwendigen Dingen“ zu versorgen, während alle anderen arbeiten, die Wichtigkeit des spirituellen Ziels bekanntzumachen. Oder alle 100% werden dabei sein, sich spirituell zu korrigieren und nur eine Stunde pro Tag arbeiten, um sich mit den „lebensnotwendigen Dingen“ zu versorgen.

Spirituelle Verbindungen zwischen allen Seelen zu entwickeln ist eine fortwährende Arbeit. Der Schöpfer muss in dieser Welt enthüllt werden, was bedeutet, dass jeder Mensch in dieser Welt durch dein Verlangen nach Spiritualität und dein Empfinden für ihre Wichtigkeit inspiriert werden muss. Als Erwiderung werden sie dich mit der gleichen Sache von ihrem Ende aus inspirieren. In dem Maße, in dem ihr euch gegenseitig inspiriert, werdet ihr ein Verlangen danach haben, euch zu verbinden und dazu fähig sein.

Heute fangen wir damit an, die Kabbala zu verbreiten. Dabei geht es nicht nur darum, das Wissen zu verbreiten (wie durch Bücher, das Internet oder das Fernsehen), sondern eine Verbindung zwischen einem Menschen und allen anderen herzustellen. Das ist die praktische Einführung der Korrektur.

Jeder muss daran arbeiten, da wir uns alle im Innern eines Systems der Verbindung innerhalb des gemeinsamen Klis befinden, wo der Schöpfer oder die spirituelle Welt enthüllt wird. Verbreitung ist die Möglichkeit für jeden Menschen, sich auf das korrigierte System einzustellen.

Deshalb müssen wir erkennen, dass die Verbreitung der Kabbala keine Verpflichtung ist, sondern an und für sich selbst die Handlung der Korrektur. Es ist deine Verbindung mit der Welt.

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Mit dem Schöpfer in einem System arbeiten

Wenn ich die schlechten Kräfte fühle, bedeutet dies, dass ich verstehen kann, was gute Kräfte sind, welche sich ihnen gegenüber befinden. Wie auch immer, ich befinde mich nicht unter dem Einfluss der guten Kräfte. Stattdessen falle ich unter die Herrschaft der bösen Kräfte.

Zum Beispiel besitze ich ein Zuhause, welches ein guter, warmer und sicherer Ort ist. Aber nachts finde ich mich in einem dunklen Wald wieder, wo ich mich schlecht und ängstlich fühle, denn ich habe etwas Gutes, womit ich dies vergleichen kann. Hätte ich dagegen kein warmes, gutes Zuhause, würde ich nicht leiden. Ich würde mich einfach damit abfinden, dort im Wald zu leben. Er würde dann nicht dunkel und furchteinflößend auf mich wirken, sondern mein normales Leben sein. Auf die gleiche Weise haben wir uns an das Leben in dieser Welt gewöhnt – der schlimmsten aller Welten.

Dieses Verständnis soll uns helfen, uns durch die Vorstellungen, die im Buch Sohar beschrieben werden, nicht verwirren zu lassen. Wenn wir über die furchteinflößenden Charaktere lesen, müssen wir uns selbst sagen, „All das existiert in mir selbst“. Dies sind meine Verlangen, in welchen ich Genuss erhalten möchte. All diese Dämonen, Geister und die Hölle sind genau hier.

Wir müssen dies klar verstehen. Andernfalls werden wir uns bildlich alle Arten von Himmel und Hölle vorstellen, wie uns dies in der Religion erzählt wird: es ist verboten hierhin zu gehen, und erlaubt dorthin zu gehen. Darum schrieb Baal HaSulam seinen Kommentar zum Buch Sohar. Nur um uns dadurch zu helfen, all diese Vorstellungen los zu werden und all diese Dinge in uns selbst zu suchen.

Wir studieren den inneren Teil der Tora, welcher uns berichtet, dass sich alles im Menschen befindet und der Mensch selbst eine kleine Welt ist. All das bin ich und es gibt nichts außer mir, was existiert. Das Einzige, was in mir existiert, ist der Schöpfer (das Licht) oder die entgegengesetzte Wahrnehmung von Ihm. Es gibt nur Ihn und mich, und Er erzählt mir, wie ich Ihn aus Seiner eigenen Verhüllung enthüllen kann. Er ordnete alles auf diese Weise an, um als Ergebnis meiner Anstrengung und meiner Suche Ihn enthüllen zu können.

Durch die Korrektur meines Verlangens werde ich Ihn erkennen, den Einen, der mich auf diese Weise erschaffen hat. Durch die Erkenntnis des Schöpfers erkenne ich mich selbst – alle meine Eigenschaften und Fähigkeiten. Wie erreiche ich diese Korrektur? Ich bitte konstant um Seine Hilfe, durch das Erfassen und das Verständnis einiger Teile meiner Seele. Als Folge davon wird Er kommen und Sich mir enthüllen, und dann werden wir beginnen zusammen zu arbeiten und uns durch diese Arbeit zu vereinigen.

Dieses System, womit wir arbeiten, wird zu meiner Seele, in der Er und ich zusammen existieren. Und der Sohar erzählt uns über all das.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/73
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/57

Es ist an der Zeit, der Menschheit die Augenbinde von den Augen zu nehmen


Eine Frage, sie ich erhielt: Warum verbinden die Leute die Gebote mit der Korrektur des Körpers?

Meine Antwort: Die Korrektur ist sicherlich jetzt die Korrektur unserer Arme und Beine. Wir sprechen über „den Körper der Seele“, das Verlangen oder Teile der Seele, individuelle Verlangen. Der Unterschied zwischen den Verlangen der Seele und den körperlichen Verlangen ist, dass die Verlangen der Seele aus den Eigenschaften bestehen, die dem Schöpfer ähnlich sind – gebrauche dich selbst, um zu geben, anstatt für dich selbst zu empfangen.

Der physische Körper hat nichts damit zu tun. Wir können Transplantationen durchführen, Körperteile oder Organe entfernen und Bluttransfusionen machen. Krankenhäuser machen keine Spendenprüfung auf „Gerechtigkeit“ und es ist möglich, dass sie, die Körperteile oder Blut von einer ungerechten Person bekommen. Wegen der ganzen Verwirrung in Bezug auf den spirituellen Körper und unseren physischen Körper haben sich der ganze Mystizismus, grauenhafte Märchen und religiöse Horrorgeschichten entwickelt.

Die Gebote beschreiben eine Korrektur der Verlangen, keine Korrektur des tierischen Körpers. Die Körper, in denen wir existieren, sind für uns nur notwendig, um eine physische Existenz zu führen, doch wenn unter den Verlangen unserer Welt sich ein Embryo der Seele entwickelt, müssen wir fähig sein, dieses winzige Verlangen auf die Stufe des Schöpfers zu bringen.

Daher haben Traditionen und Religionen nichts mit der Korrektur der Seele zu tun. Lasst den Menschen in der Welt ihre Traditionen. Sie können gleichzeitig ihre Verlangen korrigieren, damit sie ihre Nächsten wie sich selbst lieben können. Währenddessen wird sich das Fleisch nicht ändern.

Es gibt in mechanischen Handlungen nichts Spirituelles. Sie sind gut, um dich zu beruhigen und dir ein bequemes Leben zu verschaffen. Nur belüge dich nicht selbst, indem du glaubst, dass du durch diese Handlungen deine Seele korrigierst und dir den Weg in die „kommende Welt“ verdienst. Die kommende Welt ist die Enthüllung des Schöpfers. Wenn du deine Seele darauf nicht vorbereitest, hast du nichts, worin du Ihn enthüllen kannst, bevor oder nachdem dein Körper aufhört zu existieren.

Es ist an der Zeit, der Menschheit die Augenbinde von den Augen zu nehmen und dass jeder erkennt, dass es in unserem ganzen weltlichen Leben nur einen spirituellen Punkt gibt, der „Punkt im Herzen“ heißt. Das ist der Eingang in die spirituelle Welt.

Der Schöpfer erhört das Verlangen einer Frau

Nukwa (das weibliche Verlangen) empfängt alles von Seir Anpin (ihrem Ehemann), einschließlich das Licht der Korrektur, durch welches sie nachts zu einem Gefäß (Kli) wird, und das Licht der Erfüllung, durch welches sie beim Erreichen des Erwachsenenalters erfüllt wird und Licht zum Wohle des Gebens empfängt; ein Zustand, welcher als Tag bezeichnet wird. Die Stunden des Tageslichts sind verschiedene Zustände, in denen sie Licht um des Gebens willen empfängt, um dadurch die Stufen zu ändern.

Die Zeit ist eine Veränderung der Erleuchtung innerhalb Nukwas, abhängig von ihrer Fähigkeit, sich mit Seir Anpin zu vereinen und der Menge des Lichts der Korrektur, welches sie von ihm erhält. Zeit sind die Stufen der Korrektur von Nukwa, durch welche sie nach und nach hindurch gehen muss. Nukwa kann das Stadium, welches sie durchläuft, nicht bestimmen, sondern nur das Tempo, in welchem diese Veränderungen stattfinden.

Dem Morgen folgt immer der Nachmittag, und dem Nachmittag folgt immer der Abend, und diesem die Nacht. Diese Ordnung zu verändern ist unmöglich. Allerdings hängt die Geschwindigkeit, wie schnell diese Zustände einander ablösen, nur von ihrem Streben ab (Hitaruta de Letata – „Erweckung von unten“). Nichts wird von Oben herabkommen, wenn sie nicht danach verlangt.

Dies ist das Gesetz, welches in der spirituellen Welt wirkt und über der Beziehung der Höheren zur niedrigeren Stufe herrscht, dem Schöpfer und der Schöpfung. Wir beobachten das Gleiche in unserer Welt. Es sieht so aus, als ob die männlichen Verlangen die Welt regieren würden, aber in der Realität wird alles durch die Verlangen der Frauen bestimmt. Daher sind es ihre Verlangen, welche alle Veränderungen in der Welt verursachen.

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Wie können wir die Tora verstehen?

Drei Fragen, die ich in Bezug auf die richtige Interpretation der Tora und anderer heiliger Bücher erhielt:

Frage: Ich bin sehr verwirrt bezüglich der „mündlichen Tora“ oder dem Talmud. Ich verstehe, dass die Tora ein Geschenk des Schöpfers ist, welches uns auf den rechten Weg im Leben führt und dass wir manchmal die Geschichten aus der Tora als Metapher zu verstehen haben und nicht wörtlich. Wie betrachten Sie aber den wörtlichen Aspekt des Talmuds und dass er dem Anschein nach von Rabbinern verfasst wurde? Bisher verstand ich es so, dass all die Priester und Sanhedrin korrupt waren, was letzten Endes zur Zerstörung des Tempels geführt hat.

Meine Antwort: Vor kurzem haben wir damit begonnen, den Sohar zu lesen. Wenn Sie diesen mit uns gemeinsam lesen, werden Sie auch in der Lage sein, zu erkennen, wie alle anderen heiligen Bücher verfasst wurden.

Frage: Ich habe Ihre Veröffentlichungen gelesen und finde diese sehr interessant. Aufgrund der Bilder von Ihnen kann ich erkennen, dass Sie ein Jude sind, daher meine Frage: Was hat die Kabbala mit der Religion von Moses zu tun? Ist das Lesen der Tora eine Art von Gebrauchsanleitung für die Menschen?

Meine Antwort: Es ist unmöglich, die Tora ohne die Kabbala zu verstehen, weil nach außen hin die Tora wie eine geschichtliche Erzählung erscheint, während die Kabbala uns enthüllt, dass sie eine Methode zur Korrektur und ein Lehrbuch über den Aufbau der Höheren Welt ist.

Frage: Wer (oder welche Kraft) ist Melchizedek, welcher in der Tora beschrieben wird? Und warum zahlte Abraham den zehnten Teil an ihn? Die Tora erzählt, dass Melchizedek ein Priester Gottes war, aber ich dachte immer, dass Abraham der erste war, der den Schöpfer erkannte.

Meine Antwort: Melchizedek verkörpert die Eigenschaft der Gerechtigkeit des Schöpfers. Genauso wie alle Charaktere in der Tora keine Männer und Frauen sind, sondern Beschreibungen von menschlichen Eigenschaften. Alles was in der Tora geschrieben steht, beschreibt spezielle aufeinanderfolgende Veränderungen, welche in einem Menschen stattfinden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Warum gibt es so viele Worte in der Tora?
Blog-post: Die verborgene Kraft der Tora
Bog-post: Kabbala ist die präziseste Sprache, um Spiritualität auszudrücken
Baal Ha Sulam Artikel: „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“

 

Die wichtigste Zeit in der Geschichte der Menschheit ist angebrochen


Nach tausenden von Jahren finden wir uns nun in einer besonderen Reinkarnation wieder, in der wir zum ersten Mal mit wahrer spiritueller Arbeit konfrontiert sind. Wir handeln nicht länger wie die unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Stufen der Natur, sondern vollziehen eine persönliche und individuelle Aufgabe, die ausschließlich der menschlichen Stufen durch ihren freien Willen vorbehalten ist.
Dies enthüllt sich nun zum ersten Mal in der Schöpfung – nach all den Generationen und Zuständen, die wir bisher durchwanderten.

Diese Zeit ist keinesfalls unbeschwert. Wir verstehen noch immer nicht, was es bedeutet, in einer Neuen Welt zu leben, diese Welt zu uns hinzuzufügen, in eine neue Dimension einzutreten und ein neues Verlangen (Kli) zu entwickeln.

Wir denken, dass gerade jetzt etwas mit unserem alten egoistischen Zustand geschehen müsse. Es muss sich jedoch eine neue Wirklichkeit in uns kleiden, eine Wirklichkeit, die wir nicht erwarten und die wir nicht berechnen können. Nur durch unsere Zustimmung können wir uns ihr stufenweise annähern. Und auch unsere Zustimmung entwickelt sich stufenweise.

Gleichzeitig müssen wir jeden Moment mit der Enthüllung rechnen. Doch wir sollen auch verstehen, dass es selbst in unserer Welt, in der wir solch unglaublich große Veränderungen nicht erfahren, vieler Jahre und großer Anstrengung bedarf, etwas zu verändern. Und hier sprechen wir von etwas viel Größerem – die Veränderungen müssen zwar durch uns geschehen, aber indem das Höhere Licht auf uns wirkt. Wir befinden uns tatsächlich an der Schwelle zu einer neuen Dimension!

Das Licht ist immer bereit dazu, in uns Korrektur hervorzurufen. Trotzdem müssen wir ihm Gelegenheit geben – und das ist der Punkt, an dem wir für gewöhnlich ins Stolpern geraten.

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Es gibt keine Heiligkeit in unserer Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Warum müssen wir jedes Wort im Buch Sohar gemäß seiner spirituellen Bedeutung betrachten und nicht in seinem einfachen physischen Verständnis?

Meine Antwort: Wir sollten niemals die Worte aus dem Buch Sohar in seiner physischen Bedeutung interpretieren, denn dadurch würden wir die Tora auf die Stufe dieser Welt erniedrigen. Wir müssen von den Zweigen zu den Wurzeln aufsteigen, von dieser Welt hinauf zur spirituellen Welt. Und Sie fragen: Warum man nicht die spirituelle Welt nimmt und sie zu unserer Welt herabzieht?

Zuallererst unterliegt unsere Welt nicht den gleichen Gesetzen wie die spirituelle Welt. Die ganze Verwirrung in unserer Realität resultiert aus der Tatsache, dass sich die Menschen die spirituelle Welt vorstellen, ohne darin zu existieren. Dadurch kleiden sie das Spirituelle zwangsweise in das Materielle. So stellt man sich vor, dass die Kraft des Gebens in der rechten Hand wäre und die Kraft des Empfangens in der Linken, oder dass einige Teile des Körpers heiliger sind als andere, usw. All dies ist falsch und deshalb ist es uns verboten, das Spirituelle mit dem, was wir in dieser Welt begreifen, fühlen und tun, zu verbinden. Zwischen diesen zwei sollte keinerlei Verbindung bestehen.

In unserer Welt gibt es nichts Heiliges, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Somit existiert auch nichts Heiliges in allem, was Menschen in dieser Welt tun. Das Buch Sohar bezeichnet man als ein heiliges Buch, weil es uns dabei helfen kann, von dieser Welt, vom Egoismus, zur Heiligkeit, zum Geben und zur Nächstenliebe aufzusteigen.

Ich bin ein Punkt im Herzen, welcher zur spirituellen Welt gehört – der Welt der Heiligkeit. Dies ist der einzige Punkt in mir, der völlig unterschiedlich zu meiner ganzen Natur ist, und wenn ich etwas benutze, was als „heiliges Buch“ bezeichnet wird, kann ich mich zur Welt der Heiligkeit erheben – zum Geben. Es ist jedoch nicht das Papier mit den gedruckten Buchstaben darauf, das als heilig bezeichnet wird, und auch die Buchstaben in dem Buch sind nicht heilig. Heiligkeit ist die Verbindung zwischen dem Licht und dem Gefäß (Kli), welches durch die Buchstaben symbolisiert wird. Aber hier in unserer Welt existiert nichts Heiliges.

Unser ganzes Problem liegt darin, dass wir beginnen, einem Menschen oder seinen Handlungen Heiligkeit zuzuschreiben. All dies jedoch sind lediglich Symbole. Alles was der Einhaltung der Gebote zugeschrieben wird – der Tallit (Gebetsschal), Tefillin (Gebetsriemen), das Buch der Tora, Aron Kodesh (Schrein für die Aufbewahrung der Torarollen) – sind nur Symbole für die Interaktion des Lichtes mit den Kelim, die Beziehungen zwischen ihnen und die Zustände der Seele. Folglich sind es die Zustände der Seele, die eigentlich heilig sind, weil diese die Eigenschaft des Gebens enthalten.

Ein Buch der Tora, welches im „Aron Kodesh“ steht, ist nur ein Symbol für eine spirituelle Essenz, genannt Seir Anpin, welche Einfluss auf das Verlangen – Malchut (die Vereinigung aller Seelen) ausübt und diese durch das Licht der Heiligkeit zum Geben führt. Folglich korrigiert sie unsere Seelen und erhebt uns. In unserer Welt gibt es nichts als Symbole. Wir alle sind wie „sterbliche Tiere“.

Ein Mensch, welcher die Objekte und Handlungen dieser Welt einteilt, in jene die mehr oder weniger heilig sind, bringt sich damit selbst vom Weg der Korrektur ab. Solche Arten von Handlungen werden „Erev Rav“ genannt, weil sie den Menschen vom Fortschritt hin zur spirituellen Welt und der Korrektur der eigenen Seele abhalten.

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Die innere Arbeit eines Kabbalisten findet in drei Linien statt

Eine Frage, die ich erhielt: Worin unterscheidet sich ein Chasside von einem Kabbalisten?

Meine Antwort: Ein Chasside möchte seine egoistischen Eigenschaften auslöschen. Er ist völlig im Licht der Gnade (Chessed) eingetaucht, welches sich nicht in die Höhe ausdehnt, sondern nur in der Breite.

In diesem Zustand denkt der Mensch, dass alles einfach und gut ist, der Schöpfer ist die einzige Kraft, die überall und in allem präsent ist; es gibt nichts außer Ihm. Ich lebe in der Welt des Schöpfers, wo es keinen Egoismus gibt, und ich alles mit Freuden akzeptiere und keine Zweifel hege. Dies ist eine wundervolle Lebenseinstellung für kleine Leute, weil sie sofort mit Dank alles als vom Schöpfer kommend akzeptieren. Dies ist auch eine große psychologische Hilfe in allen schwierigen Lebenslagen. Wenn man jedoch diese Einstellung hat, dann arbeitet man nicht mit seinem Egoismus.

Ein Kabbalist andererseits verwendet seine egoistischen Verlangen (die linke Linie) und fügt sie der rechten Linie hinzu. Die rechte Linie muss gegenwärtig sein und man muss sie auf jeden Fall zuerst erlangen. Von dort aus muss alles begonnen werden. Aber dann, wenn man die Kraft der rechten Linie besitzt, sollte man sich sofort an die linke Linie wenden und die egoistischen Verlangen heraussuchen (Verlangen, die deinem spirituellem Fortschritt entgegenstehen), die man korrigieren kann.

Wenn man in sich die beiden Linien korrekt verbindet, dann bildet man die mittlere Linie. Dies wird mit der Kraft der linken Linie erreicht – dem Verlangen, zusammen mit der Absicht der rechten Linie, der Absicht „um des Gebens willen“.

Das spirituelle Wachstum findet nur in der mittleren Linie statt, indem es den Egoismus verwendet und sich über ihn erhebt. Dann erhält man das Licht von Chochma und enthüllt die Höhere Welt, den Schöpfer.

Willst du die Kabbala als Todestrank oder Lebenselixier einsetzen?


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass Kabbala Bücher wie medizinische Bücher sind. Jedes Lexikon der Medizin oder der Beipackzettel einer Arznei listet Fälle auf, in denen es verboten oder sogar gefährlich ist, eine Medizin einzunehmen. Gibt es in der Kabbala ähnliche Gegenanzeigen?

Meine Antwort: Sicher! Die „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“ sagt, dass die Tora (genau wie auch die Kabbala) ein „Lebenselixier“ oder ein „Todestrank“ sein kann. Es ist eine bekannte Tatsache, dass jede Medizin Gift ist, aber nicht jedes Gift ist Medizin. Jede Medizin wurde auf der Basis eines Gifts hergestellt. Andernfalls gäbe es keinen Heilungseffekt.

Wir können nur mit Hilfe eines Giftes geheilt oder korrigiert werden, indem wir das Gift zu einer Medizin machen oder indem wir bestimmte Portionen Gift nehmen, um dem Bösen in uns zu begegnen. Das Prinzip stammt von der Basis der Natur, der Regel folgend: „Der Engel des Todes wird zum Engel des Lebens“. Das gleiche Prinzip wird in der Medizin angewendet.

Deshalb ist die Schlange, die sich um ein Gefäß mit Medizin windet, ein Symbol für Heilung in der Medizin. Das stammt nicht aus der Vorstellung von irgendjemand, sondern von der Basis der gesamten Natur.

Die Kabbala sagt das Gleiche: Du musst die Bücher als „Beipackzettel“ benutzen, eine Lösung, die gegen deinen Egoismus arbeitet, denn das Licht, das enthalten ist, wird dich korrigieren und dich zur Quelle zurückführen. Doch wenn das Buch nicht als Mittel nutzt, um deinem Ego entgegenzutreten, damit du dich selbst zu korrigierst, dann blasen die Studien deinen Stolz, deine Selbstüberzeugung und deine Erwartung einer Belohnung in dieser Welt und in der kommenden Welt auf. Dadurch wird dein Studium zu einem „Todestrank“. Du wirst zu einem noch größeren Egoisten und wirst eine Bezahlung vom Schöpfer verlangen.

Baal HaSulam schreibt in Punkt 69-71 der „Einführung in das Buch Sohar“, dass die Quelle aller Probleme in der Welt in nichts anderem zu finden sind, als dem falschen Gebrauch der Tora und der Kabbala.

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Die Dienerin und die Herrin, wie sie im Buch Sohar beschrieben werden, befinden sich in dir


Alles, worüber im Buch Sohar gesprochen wird, geschieht in dir selbst. Alle seine Charaktere stellen verschiedene Nuancen deiner Beziehung mit der Höheren Kraft dar, dem Schöpfer, anderen Menschen und dir selbst. Später wirst du beginnen, all dies in einer allein existierenden, einzigen Wirklichkeit zu vereinen.

Beim Lesen des Buches Sohar solltest du dir immer dich selbst vorstellen, d.h. deine Eigenschaften, denn allein darüber wird im Sohar gesprochen. Kommt zum Beispiel ein Tier darin vor, dann spricht er über dich; ein Baum – auch über dich, ein Teenager – ebenfalls über dich, ein Hügel – ebenso du, eine Dienerin und ihre Herrin – beides du. Alles darin bist du, es sind Eigenschaften und keine Objekte.

Die Eigenschaften deiner Verlangen (Malchut) werden in eine Dienerin (jene, die dir helfen) und eine Herrin (jene, die dich lenken) eingeteilt. Die Herrin ist dein korrigierter Zustand, wobei der Zustand, der noch nicht in dir korrigiert ist, aber an der Korrektur teilnehmen kann, die Dienerin genannt wird.

Du bist in zwei Teile geteilt – die Herrin und die Dienerin – mit Bezug zum Herrn oder Ehemann, dem Schöpfer. Dieses Gefühl besitzt die Seele in der Beziehung mit dem Schöpfer. Da wir von Ihm empfangen, sind wir alle seine Ehefrauen oder Teile von Malchut.

Wenn es dein Bestreben ist, deine Eigenschaften zu korrigieren, dann werden diese als „Dienerin, die der Herrin treu ist“ angesehen. Gemeint damit ist, dass obwohl alle deine Eigenschaften noch egoistisch sind, du trotzdem bereit bist, das Geben zu erlangen. Darin besteht die Loyalität der Seele zu ihrem Ehemann, dem Schöpfer. Sollten deine Eigenschaften andererseits für sich selbst arbeiten wollen, dann werden sie die „unreine Magd, die nicht loyal zu ihrer Herrin ist“ genannt.

Unser Ziel ist, alle unsere unkorrigierten Eigenschaften der Magd in die korrigierten Eigenschaften der Herrin umzuwandeln. Wir werden dann den Zustand der „Herrin“ erlangen – vom Liebenden geliebt und ihm gleich.