Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

„Es sind meine Kinder“

Frage: Warum scheint eine dermaßen große Katastrophe in Japan so weit entfernt von mir zu sein? Was soll ich tun, um sie als meine zu empfinden?

Meine Antwort: Mein Egoismus entfernt von mir „fremde“ Leiden. Je stärker er ist, desto weiter entfernt scheint mir die Katastrophe auf den japanischen Inseln zu sein. Und umgekehrt, in dem Maße meiner Korrektur hätte ich sie als nah empfunden.

Rabash wurde einmal in einer ähnlichen Situation gefragt, warum er während des Unterrichts ständig zum Radio läuft, um Nachrichten zu hören. „Sind dort etwa Ihre Kinder?“ „Ja, antwortete er, es sind meine Kinder“.

Die Leiden seiner Nächsten sollte man als die Leiden der eigenen Kinder wahrnehmen.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Umweltproblem und der Weg zu dessen Lösung“, 13.03.2011

Die Probleme in der Welt sind meine Probleme

Das Bild der „äußeren Welt“ wie Baal HaSulam schreibt, wird durch die „Kamera“ auf der Rückseite unseres Gehirns erzeugt, die meine Eigenschaften auf einem scheinbar äußeren Bildschirm abbildet, welche zu einem gewissen Grad entweder fehlerhaft oder korrigiert sind. In mir bestehen sie in Form von verschiedenen Kräften. Indem sie sich verbinden oder sich in unterschiedlicher Art und Weise teilen, bilden sie das Gefäß meiner Seele.

Jedoch bin ich außer Stande, diese Kräfte zu erkennen, da sie auf den Schirm meines Bewusstseins projiziert werden, der mir ermöglicht, sie zu sehen. Deshalb sehe ich auf dem unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau verschiedene Formen. Alle diese Formen sind in Bewegung, verändern sich, und das ist, was es mir ermöglicht, eine Verbindung mit meinen inneren Kräften aufrecht zu erhalten.

Wie kann ich dann den richtigen Zustand erreichen? Es kann durch das Prinzip, liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, getan werden. Du musst die gesamte äußere Realität zu Deiner eigenen machen. Schließlich ist sie wirklich in Dir, aber in Deiner irreführenden Wahrnehmung erscheint sie Dir als etwas Äußerliches. So komm zu Dir selbst zurück, verwandle dieses äußere Bild in ein Inneres, verschiebe Deine Sicht von der Projektion zur „Kamera.“ Wie kannst Du das tun? Bringe die Teile näher zu Dir und fühle sie als Deine.

Fürs Erste nehmen wir die Weltprobleme als Katastrophen wahr, die anderen Menschen geschehen. Rabash war im Gegensatz dazu in solchen Fällen sehr besorgt darüber, da er die Katastrophen in sich fühlte. Eine Person, die sich zur Gleichheit mit dem Schöpfer bewegt, neigt die ganze Welt zum Kelch des Urteils oder zum Kelch der Rechtfertigung. Darin liegt die Lösung des Problems.

Somit, teilt sich meine Wahrnehmung, in Folge des spirituellen Zerbruchs, in innerlich und äußerlich, ich selbst und die Welt.

Durch meine Korrektur bringe ich die gesamte Wirklichkeit, welche außerhalb von mir erscheint, näher zu mir selbst, um sie in mir zu fühlen.

Dann wechsle ich zu einer spirituellen Wahrnehmung der Welt: Es gibt nichts außerhalb. Alles ist in mir und findet in mir statt. Es gibt nichts außerhalb von mir. Ich lebe in meinem Kli und nur eine „Kamera“ bringt das äußere Bild für mich hervor.

Auf dieser Grundlage müssen wir letztendlich feststellen, dass genau die Leute, die ein Erwachen von oben, einen Antrieb korrigiert zu werden, erhalten haben, diejenigen sind, die die Fähigkeit haben, die Welt zu verändern, indem sie ihre Wahrnehmung und ihre Empfindungen ändern.

Alles hängt davon ab, wie sehr sie versuchen, die ganze Welt näher zu sich zu bringen, um sie als einen untrennbaren Teil von sich zu fühlen. Das ist die Verwirklichung des Prinzips, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Wir müssen alle Stufen, die außerhalb von uns erscheinen, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, näher zu uns selbst bringen und sie als ein untrennbarer Teil von uns sehen.

Deshalb muss unsere Einstellung zur gesamten Wirklichkeit letztendlich dieselbe sein wie zu uns selbst, obwohl Baal HaSulam erklärt, dass ich die Wünsche von anderen über meine eigenen Wünschen erheben muss. Ein Egoist seiend, denke ich an mich, anstatt an meinen Nächsten. Aber wenn ich ein Altruist bin, muss ich an andere in mir selbst denken.

Deshalb hängt die Korrektur der Welt genau von den Menschen ab, die von oben den Ruf erhalten haben, sich selbst zur Wahrheit zu korrigieren. Kein anderer fühlte dieses Erwachen, und deshalb haben sie nichts, um zu fordern.

Das bedeutet, dass wir uns für alle Katastrophen der Menschheit verantwortlich fühlen müssen. Und es liegt in unserer Macht, sie zu korrigieren – und nicht erst nachdem sie stattfanden, sondern sogar schon bevor alle schlechten Ereignisse geschehen. Wir müssen uns klar machen, dass das was auf der unbelebten Stufe geschieht auch auf allen anderen Stufen bis hin zum menschlichen Grad geschehen kann.

Bis jetzt erscheinen die Katastrophen in Form von Naturkatastrophen auf unbelebtem und pflanzlichem Niveaus (wie Tsunamis, Erdbeben, Überschwemmungen, und Feuer), sowie in der menschlichen Gesellschaft, in Form von Wirtschaftskrisen und so weiter. Jedoch sind andere Formen auch nicht ausgenommen, ähnlich den ägyptischen Plagen, die sehr unangenehm, viel gefährlicher, und schrecklicher waren, im Vergleich zu den Ereignissen, die jetzt vorkommen.

Es liegt an uns die Korrekturen durchzuführen und die Probleme der Welt zu verhindern. Baal HaSulam schreibt darüber für uns am Ende der „Einführung ins Buch Sohar.“ Das gesamte Leid der Welt wird durch die Tatsache verursacht, dass Israel sich nicht rechtzeitig korrigiert, mit „Israel“ (was bedeutet direkt zum Schöpfer) ist jede Person, unabhängig von ihrer Herkunft gemeint, die die Gelegenheit hat sich selbst zu korrigieren, weil sie von oben erweckt wurde.

Deshalb ist jeder von uns verantwortlich für das, was geschieht.

4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13.03.2011

Ein Tsunami in den Tiefen deiner Seele

Frage: Wie sollte unsere Einstellung gegenüber jenen Naturkatastrophen sein, denen wir heutzutage genauso wie anderen Problemen gegenüber stehen?

Meine Antwort: Wir leben in einer besonderen Zeit – unser egoistisches Verlangen zeigt uns unsere Unausgeglichenheit gegenüber allen Stufen der Natur.

Die unterste Stufe der Natur ist jene des Unbelebten, in welchem sich uns nun unsere Ungleichheit mit der Natur im Allgemeinen offenbart. Das Gleiche gilt auch für die übrigen Stufen: Pflanzlich und tierisch. Nur bemerken wir dies momentan nicht.

Wir befinden uns in einer schrecklichen Krise, einer „Beziehungskrise“ mit dem Engel, den man „Domem“ (unbelebt), „Zomeach“ (pflanzlich) und „Chai“ (belebt) nennt. All diese Formen der Natur drücken unseren gigantischen Mangel an Übereinstimmung aus und zeigen uns unsere Gegensätzlichkeit. Unser Verpflichtung besteht darin, dies zu korrigieren, denn nur der Mensch vermag durch die eigene Korrektur die übrigen Teile der Natur zu verbinden.

Daher sind die Katastrophen um uns herum eine Reflexion unseres Selbst. Die gesamte Verantwortlichkeit liegt bei uns. Man kann von dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen in unserer Welt nichts verlangen. Sie steigen zusammen mit dem Menschen auf und ab.

Durch die Probleme in den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen erkennen wir, wie unkorrigiert wir selbst sind. All diese Katastrophen sind eine Spiegelung und eine Demonstration unserer eigenen Fehler, nicht zu erwähnen, die „sprechende“ Stufe der Natur – die menschliche Gesellschaft. Sehen Sie sich die Welt an!

Wir hätten die Möglichkeit, auf dieser Welt ein „Leben wie im Paradies“ zu führen, doch was tun wir? Würde ein Besucher von einem anderen Stern uns dabei beobachten, was wir hier auf der Erde treiben, würde er uns wohl für vollkommen verrückt halten. Wo bleibt unser menschlicher Verstand und unsere Gefühle? Arrangiert ein denkender, intelligenter Mensch sein Leben wirklich auf diese Art? Nur ein Narr oder ein sich Selbst hassender würde so handeln.

Gerade jetzt, in diesem Moment enthüllen wir Schritt für Schritt unseren wahren inneren Zustand. Und nur durch unsere innere Korrektur werden wir Harmonie mit der äußeren Welt erreichen.
Aus dem ersten Teil des Täglichen Kabbala Unterichtes 3/13/11

Damit das Böse von der Welt verschwindet

Unsere ganze Arbeit besteht nicht in der Korrektur unserer angeborenen Eigenschaften und nicht in der Erschaffung einer bequemeren Welt für unsere Existenz.

All das Böse, das sich in uns enthüllt, soll möglichst schnell zum Vorschein kommen und uns sein wahres Gesicht zeigen. Das heißt, unsere Aufgabe besteht lediglich darin, unsere Entwicklung zu beschleunigen, um schneller „von einem Bild ins nächste“ zu kommen.

Ich muss daran arbeiten, dass die inneren Bedingungen sich so schnell wie möglich in mir ändern – meine Gedanken und Verlangen, das Herz und der Verstand sich erneuern und ich auf diese Weise zu einem immer fortgeschritteneren, zu dem wahren Zustand übergehe. Alles hängt davon ab, wie ich mich selbst zu einer immer größeren Entwicklung meiner Empfindsamkeit vorantreibe, wodurch ich meine Wahrnehmung dem Licht näher bringe.

Die Aufeinanderfolge dieser Veränderungen ist bereits in dem in mir enthaltenen Programm gespeichert, und ich kann nur deren Geschwindigkeit beeinflussen. Darin besteht meine einzige freie Wahl und die Art, mich selbst auszudrücken – dem Endzustand, der Verschmelzung mit dem Schöpfer, den ich erlangen will, zuzustimmen.

Deshalb müssen wir zusätzliche Kräfte von der Umgebung erhalten und uns zur inneren Entwicklung, zur Enthüllung des Bösen vorantreiben. Wir müssen verstehen, dass alle Zustände, die sich uns enthüllen, zur Klärung dessen bestimmt sind, was mir fehlt, um die Verschmelzung zu erreichen. Diese Mängel bezeichne ich als Böse.

Die Kraft der Bewegung, die Kraft der Beschleunigung kommt nur von der Umgebung. Wie geschrieben steht: „Neid, Genusssucht und Ehrgeiz führen den Menschen aus dieser Welt“. Denn ich selbst will diese Veränderungen nicht – sie sind gegen meine Natur, und ich will mich nicht in Richtung Geben verändern. Doch dadurch, dass die Umgebung mich anspornt und mir einredet, dass es sehr wichtig ist und es sich lohnt, das zu tun, stürme ich in den Zustand, den ich selbst niemals wollen würde.

Die Umgebung gibt mir die Kraft, meiner Natur zu widerstreben, und aus diesem Grund kann ich so große Veränderungen in Richtung Geben ertragen und bin bereit, mich selbst zu annullieren und auf meinen Egoismus zu verzichten. Sie redet mir ein solches Verlangen, das Geben zu erreichen, ein, das stärker als mein natürlicher Instinkt ist, nach dem Genuss für mich selbst zu suchen. Auf diese Weise beschleunige ich meine Entwicklung und komme voran.

Und weil ich das ganze Böse zielgerichtet enthülle, wandelt es sich sofort zum Guten um. Darüber steht geschrieben: „Schau sie nur an – und sie werden gleich zu Staub zerfallen“. Alles hängt von unserer Wahrnehmung jener schlechten Eigenschaften ab, die sich uns enthüllen.

Wenn wir das ganze Übel auf der Welt als unsere Mängel der Wahrnehmung empfinden, wird uns klar, was korrigiert werden muss, um zwei Welten zu einer zu vereinen. Dafür müssen wir immer mehr unsere Umgebung erwecken, um mit deren Hilfe solche Korrekturen unseres Zustandes zu erreichen, dass wir nichts Böses auf der Welt mehr sehen werden!

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Es gibt kein Übel auf der Welt, alles ist notwendig und erfüllt seine Rolle“, 13.03.2011

Die Lösung befindet sich zwischen uns

Frage aus Japan: Wie soll unsere innere Arbeit in den Notsituationen aussehen? Während ich den Unterricht schaue, hören die Erschütterungen nicht auf.

Meine Antwort: In diesen Tagen müssen wir uns noch stärker auf die Einheit konzentrieren und zuversichtlich sein, dass wir gerade durch innere Anstrengungen solche Katastrophen in der Welt verhindern können – sowohl in Japan als auch in allen Regionen, in denen die Menschen im Moment leiden.

Warum leiden sie? Warum schreiten sie nicht auf dem richtigen Weg der Korrektur entgegen? Warum erwachen sie nicht und gehen nicht auf die Straßen mit der Forderung: „Maschiach (Messias) jetzt!“? Mit anderen Worten: warum verlangen sie nicht nach der Korrektur, nach den Veränderungen, nach einem neuen Zustand?

Warum rufen sie stattdessen zum Regierungswechsel auf? Wie wird das ihnen helfen? Es wird keinem davon besser gehen, selbst wenn der libysche Diktator zurücktritt. Den entstandenen Bruch wird der islamistische Radikalismus oder etwas anderes füllen, doch es wird lediglich ein blinder psychologischer Ersatz sein. In Wirklichkeit wird es den Menschen nicht besser gehen. Das ist der Weg der Leiden.

In letzter Zeit rüstet sich die Welt rapide auf. Wir nehmen den eigentlich bereits gestoppten Rüstungswettlauf wieder auf, als wollten wir unsere Kräfte messen. Was für eine Dummheit, sich wie kleine Kinder zu streiten! Doch schau, wie viel Kraft und Ressourcen hineininvestiert werden.

Letztendlich hängt alles von uns ab, von allen unseren Freunden weltweit, die einen Impuls zur Korrektur bekommen haben. Wir selbst müssen uns innerlich verbinden, uns als ein Ganzes wahrnehmen. Dann werden wir in dem Verlangen, die ganze Welt zu vereinen, auch den anderen helfen, sich anzunähern. Denn sie sind unser passiver Teil, sie sind nicht in der Lage, sich durch eigene Kräfte anzunähern, solange wir ihnen nicht die Gelegenheit bieten, sich mit uns zu verbinden.

Wenn der Mensch erweckt wurde und den Punkt im Herzen bekommen hat, kommt er zu uns und schließt sich all denjenigen an, die die Entwicklung vorantreiben und beschleunigen, indem sie die Geschwindigkeit ihrer Arbeit der Geschwindigkeit der Erscheinung von neuen Reshimot anpassen. Dann werden uns keine Kräfte, keine Tsunamis, keine Revolutionen, keine Kriege usw. auf negative Weise zum Vorankommen zwingen.

Alles hängt von unseren Anstrengungen ab, davon, in welchem Maße wir an der Vereinigung arbeiten. Es gibt keine anderen Lösungen für die Welt.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Umweltproblem und der Weg zu dessen Lösung“, 13.03.2011

Wie man die Schläge der Natur verhindern kann

Frage: Lieber Dr. Laitman! Wir, Ihre Studenten in Japan, möchten gerne Ihre Meinung dazu hören, was das Unglück, das Erdbeben und der Tsunami, das uns widerfahren ist, verursacht hat. Nach den Vorhersagen sind in naher Zukunft noch mehr Schläge zu erwarten. Können wir alle solche Ereignisse in Japan und generell, in der Welt, verhindern?

Meine Antwort: Die Natur führt uns auf dem Weg der evolutionären Entwicklung, bis wir uns der Natur angeglichen haben. Die Schläge und Leiden, die wir spüren, sind die Reaktion der Natur uns gegenüber, da wir mit ihr nicht in Übereinstimmung sind. Die einzige Lösung für alle Krisen ist, mit der Natur ins Gleichgewicht zu kommen.

Normalerweise wird das durch die Korrektur unseres Egoismus erreicht. Unser Egoismus wird an unserer Einstellung zur Verbindung mit der gesamten Menschheit als ein einziges Ganzes gemessen. Denn die Natur bezieht sich zu uns genau wie zu einem einzigen Ganzen. Wir werden leiden, bis wir Eins werden.

Im Buch Sohar heißt es („Einführung zum Buch Sohar“, Punkte 66-81), dass Unglücke zuerst die Besten trifft: in diesem Fall Japan. Doch wenn die Schläge sich verstärken, werden sie auch die Schlechten treffen… Es gibt nur eine einzige Lösung: sich in Liebe zum Nächsten zu vereinen und zu einem globalen, integralen System, so wie die Gesamtheit der Natur zu werden. Dann werden wir beginnen, in uns die Erfüllung durch den Schöpfer zu spüren.

Ein Kongress ist Urlaub für die Seele

Frage: Hat ein Kongress ein größeres Potenzial die übernatürliche Kraft des Lichts anzuziehen, als zu normalen Zeiten?

Meine Antwort: Ja. Es ist gerade an solch großen Zusammenkünften, wie einem internationalen Kongress und generell während aller besonderen Zusammenkünfte und der Versammlung der Freunde, wo wir mit unseren gemeinsamen Kräften sehr große Anstrengungen machen, und genau das ist notwendig, um die übernatürliche Kraft der Korrektur anzuziehen.

Deshalb haben uns die Kabbalisten geraten, solche Zusammenkünfte abzuhalten und wir handeln nur nach ihren Anweisungen. Letztendlich werden wir etwas durch übernatürliche Mittel erlangen, ohne zu verstehen wie es geschieht, ohne die Verbindung von Ursache und Wirkung zwischen der nächsten Stufe und der Stufe, auf der wir uns befinden zu erkennen und ohne alle Bedingungen zu kennen, an die wir uns halten müssen, um das zu erreichen.

Deshalb befolgen wir den Rat der Kabbalisten und sie sagen uns, dass wir uns in die Gesellschaft einfügen müssen, dass wir uns so weit wie möglich mit anderen vereinen müssen, um zusammen mit allen zu studieren, die die Absicht haben, das Umgebende Licht anzuziehen, d.h. indem wir unser Verlangen ausdrücken, zu einer höheren Stufe, zum Geben und zur Einheit, aufzusteigen. Und es ist klar, dass unsere Stärke in Qualität und Quantität größer ist, je mehr von uns zusammen kommen und umso bedeutender ist unser Fortschritt.

Die Summe all solcher Handlungen und Ansammlung von Anstrengungen sind es, die uns schließlich zum „Ergebnis“ führt.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 8.03.2011

Der Kommunismus stellt sich als Gut heraus

Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“:
Die Welt ist eine Familie, und das System des altruistischen Kommunismus sollte schließlich die gesamte Welt mit einem gleichen Lebensstandard für jeden umgeben.

Frage: Es sieht so aus, dass die Kabbala den Kommunismus in die Welt bringen muss?

Meine Antwort: Unser Problem besteht darin, dass wir die wahre Bedeutung der Wörter nicht verstehen. Wenn wir das Wort „Tora“ aussprechen, stellen wir uns ein „heiliges“ Buch vor; wenn wir von „Geboten“ sprechen, denken wir an einige physische Gesetze, die wir ausführen müssen; und das Wort „Glaube“ bedeutet für uns, das wir blind einigen Geschichten glauben, die uns erzählt werden.

Mit anderen Worten, ersetzen wir die Wahrheit durch falsche Ideen. Tatsächlich sind Gebote Schritte der Korrektur der egoistischen Wünsche, und die Tora ist die Kraft, die sie umwandelt.

Dasselbe betrifft das Wort“ Kommunismus“ das auf das Wort „Kommune“
zurückzuführen ist und Gleichheit, Einheit, und Brüderlichkeit bedeutet. Aber große Egoisten verwendeten diese Wörter zu niedrigen Zwecken gegenüber dem Kommunismus.

Sie errichteten die schrecklichste Diktatur in der Geschichte: eine Diktatur der Minderheit über die Mehrheit, ein Regime der völligen spirituellen Unterdrückung und Gewalt, die die Menschen nicht nur als Arbeitskräfte, Sklaven benutzte, sondern versuchte den Wunsch nach Vergnügen, den Egoismus, völlig und mit Gewalt zu beseitigen.

Aber tatsächlich ist „Kommunismus“ ein sehr erhabenes, schönes Wort. Es bezieht brüderliche Liebe, verbunden in einem Wunsch, unter den Menschen ein, die gemäß dem Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft leben.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes vom 2.3.2011
Unterricht über Geld

Weckt die Männer auf!

Frage: Wie sollen Frauen die Vereinigung von Männern unterstützen?

Meine Antwort: Es ist eine sehr starke und wichtige Handlung seitens der Frauen. Sie können die Männer zum spirituellen Vorankommen, zur Vereinigung, zum Studium und zur Verbreitung erwecken.

Genauso setzt sich Seir Anpin in der spirituellen Welt in Bewegung und beginnt zu handeln, erst nachdem Malchut, der weibliche Teil, ihn dazu erweckt, indem sie MaN zu ihm erhebt und nach der Korrektur verlangt.

Der Mann wird ohne die Frau, ohne das weibliche Verlangen nicht erwachen – sowohl zu Hause als auch in der Gruppe. Aus diesem Grund muss der weibliche Teil erwachen und den männlichen Teil erwecken – denn anderenfalls werden die Männer das Ziel nicht erreichen können.

Wir wenden uns an alle Frauen des Weltkli mit der Bitte, sich untereinander zu verbinden und auf verschiedene Weise Druck auf die Männer auszuüben. Dann werden die Männer spüren, dass sie vorankommen müssen und dass sie nicht zu Ruhe kommen dürfen.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 08.03.2011

Die Kehrseite der höheren Stufe

Die Enthüllung der Abstoßung und des Hasses in der Gruppe wird in dem Fall dem spirituellen Aufstieg dienen, wenn wir begreifen, dass auf diese Weise die Enthüllung des Bösen geschieht, worüber geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur – das Licht, das zur Quelle zurückführt“.

Gerade jetzt müssen wir noch mehr arbeiten, um dieses Licht an uns anzuziehen und das sich enthüllende Böse zum Guten umzuwandeln – damit die Kehrseite der Stufe zur Vorderseite wird und der böse Trieb sich in den guten verwandelt.

Und um das Böse in das Gute verwandeln zu können, müssen wir nur die Absicht ändern: von der egoistischen Fürsorge für sich selbst zu der Fürsorge für den Nächsten. Doch natürlich sind wir selbst nicht in der Lage, unsere Einstellung zu ändern und plötzlich anzufangen, die Freunde zu lieben. Vielleicht sollte man es nicht einmal versuchen. Doch ich muss mich mit aller Kraft bemühen, das umgebende Licht anzuziehen und zu warten, bis die höhere Kraft mich korrigiert.

Auf diese Weise werde ich das Doppelte gewinnen. Erstens wird mein Übel zum Guten umgewandelt. Und außerdem wird sich in dieser guten Eigenschaft der Schöpfer enthüllen, denn Er führt diese Veränderung durch und beteiligt sich selbst daran.

Wenn wir nicht in diese Richtung, auf dem Weg des Lichts gehen und es nicht anziehen, werden wir einander auffressen und endlose Streitereien und Auseinandersetzungen veranstalten. Und dann ist es besser, sich zu trennen, wie geschrieben steht: „Die Trennung der Sünder ist sowohl für sie selbst als auch für die Welt nützlich“. Eine solche Gruppe sollte aufgelöst werden, scheinbar ist die Zeit noch nicht gekommen, in der sie fähig wären zu hören, dass sie sich mit Hilfe des umgebenden Lichtes verbinden müssen.

Es kann aber auch sein, dass sie nicht hören, dass die Verbindung nur mit Hilfe des Lichts möglich sei, und stattdessen versuchen, sich einfach in einer geselligen Runde zu versammeln. Doch es wird ihnen nicht gelingen, denn der Schöpfer wird es verhindern und es nicht zulassen, indem Er den Hass zwischen ihnen enthüllt.

Manchmal hilft es, sich voneinander zu entfernen und auseinander zu gehen, weil der Hass auf Distanz ein wenig nachlässt und ihnen die Möglichkeit gibt, zu hören, worüber gesprochen wird und was zu tun ist. Denn im Moment lodert ein Feuer in ihnen und lässt sie nicht die Wahrheit erkennen, dass man sich gegenüber diesem Hass als gegenüber einem guten Gesandten des Schöpfers verhalten sollte.

Nicht einem bösen, sondern gerade einem guten. Wenn wir enthüllen, dass dieser Hass ein Mittel zu unserem Aufstieg ist, dann freuen wir uns darüber!

Wir aber sehen weder den Gesandten des Schöpfers noch ein gutes Zeichen darin – und nehmen es auf direktem Wege als irgendeine materielle Erscheinung und den Hass zwischen den tierischen Körpern wahr. Wir sehen nicht, dass uns auf diese Weise die Kehrseite der höheren Stufe offenbart wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 07.03.2011