Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Genüsse der Zukunft

Der Mensch ist ein leerer „Krug“, der sich ständig zu füllen wünscht. Wenn dieser Wunsch im Menschen nicht vorhanden wäre, würde er sterben oder erlöschen. Und umgekehrt, je mehr seine Wünsche brennen, und je größer sie sind, desto größer ist der Mensch. Das heißt, wir bewerten den Menschen nach seinen Wünschen: nach deren Anzahl, Kraft und Qualität. Somit ist es gut, wenn der Mensch viele starke und gute Wünsche hat.

Wir selbst stellen einen einzigen Wunsch dar, den Wunsch, sich zu füllen und Genuss zu empfinden. Was genießen wir? Das hängt alleine von unserer Erziehung ab. Für einige sind Schnecken oder Frösche ein Genuss pur; für die anderen – der Kuchen; für eine dritte Gruppe – Marathonlauf oder Billard; für die Vierten – das Lesen usw.. Das heißt, alle Menschen genießen auf unterschiedliche Weise.

Wir müssen den Menschen so erziehen, dass alle seine Vergnügen und Genüsse unter einem gemeinschaftlich-nützlichen Aspekt erfolgen. Man muss ihn dazu ermuntern und im Menschen allerlei derartige Wünsche anregen.

In einer integralen Gesellschaft wird der Mensch den Genuss durch seine Teilnahme an der gesellschaftlichen Arbeit, am öffentlichen Leben, an der Erziehung der jungen Generation, an der normalen Freizeit empfinden. Alles hängt davon ab, wie wir den Menschen erziehen werden.

Auszug aus der TV-Sendung „Die integrale Welt“, 30.10.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 27/11/2011

*Wir haben keine andere Aufgabe, außer – alles nur mit dem Begriff „Eins zu sein“ zu verbinden.

*Je mehr wir auf dem spirituellen Weg voranschreiten, wird uns die Trennung noch realer, größer, mächtiger, in unterschiedlichen Formen, erscheinen – Der Unterschied zwischen Gut und Böse, Empfänger und Geber, wird um ein vieles größer, und wir werden uns ständig, mehr und mehr dazu verpflichten, dies mit dem Begriff „Eins zu sein“ zu verbinden.

*Ich bin in meiner inneren Arbeit dazu verpflichtet, mich anzustrengen, alle Dinge mit dem Einen zu verbinden, das bedeutet alles einer Kraft zuzusprechen. Wenn ich es schaffe, dies zu tun, so erschaffe ich in meiner Wahrnehmung ein System, welches das eigene Keter erreicht und so zu Korrektur kommt – die Korrektur meiner Wahrnehmung.

*Ohne die Anderen, bin ich nicht fähig dem Begriff „Eins zu sein“ näher zu kommen; Und in dem mir gegebenen System, ist es mir möglich mich mit allem was ich spüre auf dieser großen Welt, zu verbinden.

*Wir müssen die Sache der gegenseitigen Verantwortung, das Bündnis als höchste Priorität sehen. Wenn der Mensch sich ständig bemüht, sich verantwortlich für Andere zu fühlen, und im Besonderen dann, wenn er dem Ziel nahe ist, dann funktioniert es auch. Zum Beispiel, jetzt vor dem Kongress, wollen wir verantwortlich sein und uns in gegenseiter Bürgschaft befinden, so dass niemand das Ziel aus den Augen verliert, und wir diesem alle zusammen näher kommen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Wenn wir zusammen den Sohar lesen, müssen wir hauptsächlich eine gemeinsame Aktion vollbringen: das Licht auf uns alle anziehen wollen. Und dann enthüllen wir den Schöpfer, die Quelle dieses Lichtes.

*Um die „eine“ Handlung auch für mich hervorzurufen, indem ich sie zu Einem mit der gesamten Wirklichkeit gemacht habe, lese ich einfache über seine Handlungen, aber ich richte mich auf das Ergebnis vom Gelesenen aus, auf das Ergebnis aus der Handlung des Lichtes, welches zur Quelle zurück führt – es führt mich zu dem Ort zurück woher es kommt. Und das ist wichtig. Und ich füge die Gruppe, die Welt und mich selbst dazu – All das was ich in meiner Wahrnehmung empfinde – all das muss sich mit dem Begriff des „Einen“ verbinden.

Allgemeine Kraft der Gruppe als einziges Kriterium auf dem Weg

Frage: Während ich mich mit der Kabbala beschäftige, durchlaufe ich verschiedene Empfindungen. Woher soll ich wissen, dass sie real und keine Phantasien sind?

Meine Antwort: Unser einziges spirituelles Kriterium ist die Gruppe. Ich muss die Versammlung unserer Verlangen sehen. Ich möchte, dass sie alle durch die Kraft der gegenseitigen Bürgschaft zusammengeschweißt sind – über dem materiellen Leben. Soll es doch seinen gewohnten Lauf fortsetzen, nicht aus freiem Willen komme ich zur Welt, lebe und sterbe. Doch nun geht es um das grundlegende Bestreben des Menschen, um eine höhere Stufe, auf der wir uns untereinander verbinden müssen. In Bezug auf diese allgemeine Kraft überprüfe ich mich selbst.

In diesem Fall habe ich einen gewissen Standard, ein Kriterium, welches mir hilft, zu bestimmen, was die spirituelle Welt bedeutet. Alle anderen „Bilder“ sind eingebildet und falsch.

Andererseits, wenn ich nicht in der Lage bin, mir die allgemeine Kraft vorzustellen, die in der Gruppe herrscht, zeigt es mir genau, wie sehr ich von der spirituellen Richtung abgewichen bin. Die Menschen bilden sich alle möglichen spirituellen Märchen ein, während die einzige Stütze, der einzige spirituelle Grundinhalt für uns momentan gerade die allgemeine Kraft der Gruppe ist. Höher oder anders kannst du dir nichts richtig vorstellen.

Begreife nun, wie fehlerhaft deine Herangehensweise bis jetzt war. Du hast dir die Spiritualität als etwas vollkommen anderes vorgestellt, sie hat dich in alle möglichen Richtungen, nur nicht in diese gelockt. Halte also den genauen Kurs und korrigiere ihn nur in die Richtung der Gruppe. Worüber wir auch lesen oder was wir auch studieren mögen, das alles bezieht sich nur auf unsere Vereinigung und auf nichts anderes.

Nehmen wir an, du würdest jemanden hassen – doch auch das hat nichts mit Gut und Böse zu tun, wie es die Tora beschreibt. Denn sie erzählt nur vom Zusammenhalt der Freunde in der Gruppe. Befreie den spirituellen Grundinhalt von der Schale, löse dich von dem Zuhause, der Familie und der Arbeit, von dieser ganzen Welt – behalte in deinem Wahrnehmungsbild nur Kräfte, die wir vereinen wollen.

Allein diese allgemeine Kraft suchst du während des Studiums und unter den Freunden, und jedes Wort der Wissenschaft der Kabbala musst du durch diesen Begriff durchlaufen lassen. Nur dann kommst du optimal voran. Jedes andere Vorankommen führt dich durch den Weg des Leidens.

Auszug aus dem Unterricht über das „Vorwort zum Buch Sohar“, 25.11.2011

Unsere Aufgabe ist es, zu verlangen – den Rest erledigt das Licht.

Wir befinden uns in der entscheidenden Woche vor dem Kongress – es sind besondere Tage, die dem Erlangen eines neuen Zustandes vorausgehen. Wir müssen uns richtig vorbereiten, sicher sein, dass wir ihn erlangen, bereit sein, nach dem neuen Zustand zu verlangen. Und dann geschieht es.

Alles hängt von uns ab. Wir haben die Möglichkeit, alles ist bereit und hängt nur von dem Verlangen unsererseits ab, davon, inwieweit es uns gelingt, danach zu verlangen.

Wollen wir hoffen, dass wir es schaffen, unsere Kräfte zu vereinen und zum Schrei zu kommen. Im Grunde genommen brauchen wir nur diesen Schrei, nicht mehr. Die andere Hälfte kommt von oben.

Darum sollten wir nicht Vabanque spielen und versuchen, artig zu sein, um alles selbst zu erreichen. Wir können nicht artig sein, wir müssen lediglich wollen, dass es geschieht.

Eine Hälfte ist bereits eine Erleichterung. Nur daran sollten wir denken – daran, wie wir uns anstrengen und zum Schrei kommen können. Weiter soll die Höhere Kraft arbeiten. Wir müssen eine Grenze ziehen und begreifen, wo unser Teil endet. Es erleichtert sehr die Vorbereitung des Menschen auf die erste Enthüllung des Schöpfers.

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit, 25.11.2011

Siebzehen verwirte Nobelpreisträger

Mitteilung: Die Konferenz der Nobelpreisträger der Ökonomie, die in Lindau stattfand zeigte, dass selbst führende Ökonomen nicht wissen, wie die globale Wirtschaftskrise zu überwinden ist.

J. Stiglitz: „Bisher wurde nichts unternommen, um der Krise des Euro ein Ende zu bereiten. Alle hatten die Hoffnung, dass diese sich von selbst auflöst.“

K. Wulf (Präsident der Bundesrepublik Deutschland): „Sehr wenige Leute können die Tatsache ruhig akzeptieren, dass die Bankmanager Unmengen an Geld verdienen, und die Banken Hilfen in Milliardenhöhe bekommen. Die Menschen reagieren schmerzhaft auf die Verletzung der Menschenrechte. Gerechtigkeit ist eine Schlüsselforderung der Menschen. Die Regierung hat nicht das Recht, abhängig von Banken, Rating-Agenturen oder gedankenlosen Medien zu sein. Wir haben nicht nur gegen die Ursachen der Krise nichts erreicht, sondern haben sie auch nicht identifiziert und somit die Gefahr nicht überwunden. Die Situation, die wir betrachten, zeigt einen Domino-Effekt. Zuerst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben die Staaten die Banken gerettet, jetzt rettet eine Gruppe von Staaten andere Staaten. Wer wird am Ende die Retter retten? Wann und zwischen wem werden die wachsenden Haushaltsdefizite aufgeteilt und wie werden diese beglichen? “

E. Prescott: „. Das Volumen der öffentlichen Verschuldung in Europa im Verhältnis zum BIP wächst. Einige europäischen Länder stehen bereits vor einer Schuldenkrise – und unter ihnen werden auch Defaults sein.“

P. Diamond, „Ein großflächiges Rentensystem erweist sich als noch teurer, weil die Menschen länger leben, aber weniger arbeiten. Man kann dieses Problem lösen, indem man das Rentenalter anhebt und die Menschen härter arbeiten läßt.“

D. McFadden, „Wir müssen die Märkte beobachten und kontrollieren. Aber es gibt immer noch die Angst vor einer einzigen Aufsichtsbehörde. Also müssen wir die Denkweise der nationalen Politik ändern.“

Alle von ihnen sind Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften!

Die Gewohnheit sich zu verändern.

Auf der Ebene der unbewegten pflanzlichen und tierischen Natur erfolgt die Entwicklung instinktiv und ist von den äußerlichen Faktoren abhängig. Im Spirituellen erleben wir eine sich ändernde Einwirkung des Lichts, wobei in der materiellen Welt sich stets die Umweltsbedingungen verändern.

Hunderte Millionen Jahre fanden auf der Erde verschiedene klimatische und ökologische Phasen statt, solche wie die Eiszeit und die globale Erwärmung. Gleichzeitig gab es Veränderungen in der unbewegten, pflanzlichen und insbesondere in der tierischen Natur.

Während der Urzeit haben alle lebende Wesen in den Ozeanen gelebt. Später ging ein Teil von ihnen aufs Land und setzte dort seine Entwicklung fort. Einige Gattungen agieren ausschließlich instinktiv und andere können auf die Umwelt reagieren und sich auch an sie anpassen. Somit sind Vögel, Fische und Insekten mehr von ihren Instinkten abhängig, während Tiere und insbesondere die Säugetiere auf die Umgebung reagieren und ihre Gewohnheiten entwickeln. Gewohnheiten sind keine Instinkte mehr.

Wir unterscheiden sie nach dem Kriterium der Erbschaft: die Instinkte werden von Generation zur Generation vererbt, von den Eltern an die Nachkommenschaft weitergegeben, aber die Gewohnheiten muss man in jeder Generation neu erschaffen.

Demzufolge sind im Falle einer Veränderung der natürlichen Umgebung jene Arten dem Aussterben ausgesetzt, die durch Instinkte geleitet werden. Und umgekehrt, jene Arten, die weniger auf die Instinkte Wert legen und sich an die äußerlichen Bedingungen anpassen, erweisen sich bei ungewöhnlichen Bedingungen als wesentlich flexibler .

Und was passiert auf der menschlichen Ebene? Der Mensch ist ein besonderes Wesen. Er gehört ebenfalls zu einer tierischen Form und kann darum in weniger als einer Stunde alles verlieren, was er in 50.000 Jahren seiner Evolution erlangt hat.

Beispielweise kann ein Kind, das im Walde gelassen wurde und deshalb unter den Tieren aufwuchs, kein Mensch werden. Bei seiner Rückkehr in die Gesellschafft wird es keine artikulierte Sprachfähigkeit entwickeln können, es wird weiterhin auf dem Boden schlafen und auf vier „Händen“ gehen. Die Untersuchungen zeigen, dass sogar seine Lebenserwartung der Lebenserwartung der Tierart entspricht, die ihn erzogen hat, seien es Bären oder Wölfe.

Wir wollen es nicht einsehen, dass unser Körper der tierischen und nicht der menschlichen Stufe entspricht, wobei in ihm die für den Menschen notwendige Basis vorhanden ist.

Die Spezifik des Menschen besteht darin, dass er die Instinkte verliert und nach seinem Verstand und seinen Gefühlen lebt. Wenn er also den Verstand und das Gefühl entwickelt, dann verliert er gleichzeitig die Verbindung zum Leben. Denn die Verbindung mit unserer materiellen Existenz besteht aus Instinkten.

Ich stehe auf, ziehe mich an, treffe mich mit Leuten, verbinde mich mit anderen – dies ist mein Leben, meine Umgebung, an die ich mit eisernen Ketten gefesselt bin. Aber je mehr ich Verstand und Gefühl habe, umso weniger Instinkte habe ich, und manchmal weiß ich nicht, wie ich mich am besten verhalten soll, wie die Beziehungen aufgebaut werden sollen, und überhaupt, welche Menschen mich umgeben. Als ob ich in den Wolken schweben würde.

Dieser Konflikt ist charakteristisch für die Stufe „Mensch“. Und darum können die kreativen Menschen manchmal sowohl exzentrisch als auch von der Realität abgehoben sein erscheinen, und dann wiederum sind die Menschen, welche fest auf der Erde stehen, selbstsicher und halten alles unter ihrer Kontrolle. Das ist der ewige Unterschied zwischen zwei Naturen: die eine ist kreativer, progressiver und sensibler, und die andere ist praktisch und sachlich.

Lasst uns nun noch einen Schritt nach vorne machen und schauen, wie wir in das Spirituelle eintreten können. Welche Instinkte und welche Gewohnheiten werden wir dafür benötigen? In welchem Maß sollten unser Verstand und unser Gefühl frei sein? Wie soll die Verbindung zur spirituellen Welt hergestellt werden. Auf welche Art sollen dort die notwendigen Instinkte und Gewohnheiten, der Verstand und das Gefühl erlangt werden.

Hier hilft uns das Licht, das zur Quelle zurückführt, die Umgebung und die Bücher, sowie die Begleitung durch die richtige Anführung. Dank dieser Instrumente stellen wir uns unter die neue Einwirkung. In der Vergangenheit haben die Klimaveränderungen in der pflanzlichen und tierischen Natur zu radikalen Veränderungen geführt. Nun verändern wir selbst die äußerlichen Bedingungen und rufen das Licht hervor, das uns dazu zwingt, die alten Instinkte, Gewohnheiten, den Verstand und das Gefühl loszulassen. Folglich erfolgen in uns die Veränderungen, die der neuen Stufe der Entwicklung entsprechen.

Dieser Moment ist für uns unverständlich, in unserer Erinnerung haben wir keine Analogone für eine solche Transformation. Und auf diese Weise geht der Mensch von einer Welt in die andere über.

Frage: Wie kann der Mensch von seinen Instinkten und Gewohnheiten, vom Verstand und vom Gefühl zu einer Arbeit über dem Verstand übergehen?

Meine Antwort: Alles, was wir über den Verstand herausgehend begreifen, kommt zu uns mit Hilfe des Lichts, das uns zur Quelle zurückführt. Wir selbst sind dazu nicht in der Lage. Wir können es nur wollen, wenn wir uns dazu vorbereiten, und nicht mehr als das. Wir setzen immer das Licht in Betrieb, ein anderes Mittel existiert nicht.

Das Gleiche gilt für unser Leben, alle Veränderungen werden durch unsere Umgebung hervorgerufen. Die klimatischen Veränderungen haben die Entwicklung des Lebens stimuliert, die menschliche Gesellschaft macht aus einem Säugling einen Menschen. Auch wir sollten die Einwirkung des äußeren Faktors auf uns hervorrufen, der uns korrigieren wird. Somit verändern wir uns nicht selbst, sondern alle Veränderungen werden durch das innere Programm und die äußere Einwirkung hervorgerufen. Diese zwei Parameter schaffen in uns die Verhaltensmechanismen. Ein Teil davon basiert auf Instinkten, und ein anderes Teil auf Gewohnheiten, auf dem Verstand und dem Gefühl.

Hier ist es wichtig, daran zu denken, dass diese Mechanismen nicht zu der „Arbeit über dem Verstand“ zählen, die Rede ist von einer natürlichen Entwicklung, von der Evolution.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 09.09.2011

Wird die Elite uns helfen ?

Frage: Was sind die Vorteile der Erziehung der Massen, wenn die Elite auch weiterhin den Löwenanteil ergreifen wird?

Meine Antwort: Was meinst du mit dem Löwenanteil? Glaubst du, dass die Elite uns nicht bei der Bereitstellung von grundlegenden Bedürfnissen helfen wird? Ich denke nicht so. Die Regierung und die Magnaten bleiben nicht abseits, sie werden eine helfende Hand ausstrecken. In der Tat haben weder sie noch die Massen eine andere Wahl. Wenn wir uns zu einer gemeinsamen Heilung bewegen, dann kann dabei jede Schicht des Volkes mitmachen.

Zum Beispiel werden alle, außer den Ärmsten, die 10% ihres Gehalts für die sozialen Belange einbezahlen. Was wird sie dazu zwingen? Die Bedrohung durch die soziale Revolte und den Zusammenbruch des Landes. Der Staat wird auch ein Zehntel der Kosten aus seinem „Fettpolster“ übernehmen, sowohl etatmäßig als auch informell.

Es ist nur notwendig zu verstehen, wohin das führt. Die Arbeitslosigkeit wird steigen, die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer. Die Menschen und die Regierung werden verwirrt sein. Dieses Szenarium erwartet uns, wenn wir nicht mit der globalen Erziehung fortfahren werden. Das Gleiche wird in Europa und Amerika geschehen. Alle werden auf diese Methode zurückgreifen. Und wir in Israel sollten ein Beispiel für die ganze Welt sein.

Und vor allem ist es wünschenswert, so schnell wie möglich den Leuten zu demonstrieren, dass „eine gerechte Verteilung“ nicht isoliert von der globalen Bildung erfolgen kann, da sie keine Lösungen anbieten wird. Ohne radikale Veränderungen in der Gesellschaft werden wir keine Lösungen der heutigen Probleme finden.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“

Die materielle Welt als Garant der Unabhängigkeit

Frage: Wozu sind unsere Verlangen auf dem tierischen Niveau nötig, wenn wir sie nicht korrigieren? Welchen Nutzen hat man von ihnen?

Meine Antwort: Diese Wünsche ermöglichen unsere Existenz außerhalb der spirituellen Welt. Sie gewähren uns die Möglichkeit des unabhängigen Aufstiegs. Andernfalls hätten wir keine Freiheit in unseren Handlungen. Aber mit ihrer Hilfe können wir leben, ohne auf den spirituellen Gefallen angewiesen zu sein. Jedesmal entscheiden wir, ob wir uns mit der Gruppe verbinden möchten. Manchmal wollen wir alles hinter uns lassen, um einfach wegzugehen – und wir haben tatsächlich eine solche Möglichkeit.

Wenn ich in einem Körper lebe, dann habe ich zwei Möglichkeiten: ich kann nach Spiritualität streben oder eben nicht. Diese Unabhängigkeit ermöglicht mir, eigenständig und aus eigener Kraft die Eigenschaft des Gebens zu erreichen – meinem natürlichen, primären Wunsch zum Trotz. Der Schöpfer hat in mir diesen bösen Anfang geschaffen, damit ich durch seine Überwindung zum freien Menschen werden kann. Ich bestimme nur, ob ich diese freie Wahl realisieren will, oder eben nicht.

Andersfalls würde ich in der Spiritualität auf dem tierischen Niveau leben. Ich wäre dann ein „Engel“, der instinktiv alle mag.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011

Die Verantwortung für die Welt tragen

Im kommenden Zeitraum kann es uns in Israel noch schlimmer ergehen als dem Rest der Welt. Eine positive Option ist möglich, wenn wir die aktuellen Trends zum Guten wenden, ansonsten werden sie uns sehr negativ beeinflussen. Schließlich heißt es, dass am Ende der Tage die ganze Welt sich wegen der Lösung an uns wendet. Mit dem ganzen Elend kommen die Menschen zu uns und werden so lange Druck ausüben, bis wir ihnen die Methode der Korrektur zeigen.

Gerade die Industriestaaten, welche die Krise noch intensiver spüren, werden in naher Zukunft uns verstärkt hassen – noch stärker als unsere Nachbarn. Gerade mit dem „progressiven Teil der Welt“ werden wir nicht zurechtkommen, diese werden uns einfach alle Versorgungskanäle kappen.

Und das ist natürlich. Nach dem Erreichen eines gewissen Grad des Leidens wird die Welt feststellen, dass die Quelle der Leiden die Juden sind. Das wird passieren, wenn wir es nicht schaffen, die Methode der Korrektur an die Menschen zu verbreiten, d.h. eine Antwort auf die Probleme der Menschen zu geben. Wir sollten diese Methode einfach verstreuen, auf die Welt ausschütten.

Wir sind verpflichtet, uns innerlich mit dem Volk Israels und mit allen Menschen in der Welt zu vereinen, welche in die Kategorie „Israel“ fallen. Dadurch entsteht eine Kraft, mit deren Hilfe wir in der Lage sein werden, an die Menschen das Licht, das zur Quelle zurückführt, weiterzugeben.

Ein gewisser Druck von Außen wird benötigt, sonst können wir uns nicht offenherzig dem Unheil der Welt aufschließen. Wir müssen einfach in die Menschen eindringen, ihre Verlangen aufspüren, die Methode verbreiten und den Menschen die Korrektur nahebringen. Dieser Prozess heißt „Der Genuss durch den Trost der Gesellschaft“.
Es ist unmöglich, ohne den Druck von den beiden Seiten auszukommen: sowohl von oben, als auch von unten. Denn Israel ist wie ein Schaffner im Zug, es funktioniert wie ein Adapter. Ansonsten können wir unsere Mission nicht erfüllen, das Licht an die ganze Welt weiterzugeben.

Wir stehen vor einem kritischen Punkt, vor einem Wendepunkt. Wir müssen endlich verstehen, was unsere Aufgabe ist, um diese dann ausführen zu können. Egal, wie sehr wir uns davor drücken, es wird sowieso unvermeidbar sein.

Die westliche Welt befindet sich am Rande von schweren Prüfungen. Eine große Anzahl von Menschen wird ohne Arbeit bleiben, und kein Geld wird für ihre Unterstützung ausreichen. Die Bankrotterklärungen werden einen globalen Maßstab erreichen. Unter diesen Umständen müssen wir eine Erklärung dessen liefern, was in der Welt geschieht, und zeigen, wie man aus der Not schnell und einfach herauskommen kann, damit die Menschen nicht verhungern, um die Revolution und das unvermeidliche Blutvergießen zu verhindern. Schließlich geht es nicht um „den sozialen Protest“ in der friedlichen israelischen Redaktion, sondern um dramatische Umwälzungen.

Ich hoffe sehr, dass wir dies verstehen werden, und die Kräfte sammeln, um den Kongress erfolgreich zu organisieren. Dann können wir erreichen, dass die Welt endlich auf uns hört.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden“, 2011.11.11

Europas Zerfall hat begonnen

Meinung: (B. di Mauro, Wirtschaftsberaterin von Bundeskanzlerin A. Merkel, Süddeutsche Zeitung): Die Politiker versuchen unter Einsatz aller Kräfte die Kontrolle über der Krise zurückzugewinnen. Das Problem kann auf die ganze Welt ausstrahlen. Unser Ziel ist es, dass alle Länder der Euro-Zone in etwa zwei Dekaden bei einem Schuldenstand von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein sollen.

Und was den Zerfall der EU angeht: Der ist doch längst da. Zehn Jahre herrschte die Illusion, eine gemeinsame Währung sei auch ein gemeinsamer Raum. Nun tritt überall die nationale Sicht in den Vordergrund und die letzte Dekade ist wie ausgelöscht…